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Full text of "Neuer Anzeiger für Bibliographie und Bibliothekwissenschaft"

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I 



>•.? 







^4 



Anzeiger 



für 



Literatur 



der 



BlbllotlielcwteiseiiiseliaflU 



Jahrgan. g 184 4, 



MU AmteMM • «A« BlbU«<liekeM - Mm^flniwm. 



' V 



liiresileift and Iielpsfi^, 

Arnoldische Bachjiandlung. 



18 4 5. 



V o r ^wr o r t. 



JLf er Anieiger fiir Literatur der Bibliothekwissenschaft war 
ursprünglich daza bt^stinimt, die selbstständig erschienenen 
bibliothekwissenschaftlichen Schriften — doch nur diese 
allein — mit Tollstandiger Titel- und Inhaltsangabe in 
geordneter Reihenfolge an verzeichnen* Allein, seit zwei 
Jahren hatte ich Jbegonnen, aach anderweitige auf die 
Bibliothekwissenschaft bezugliche Nachrichten, welche sich 
in fremdartigen Schriften vorfanden, in den Anzeiger auf- 
zunehmen: ich hatte ihnen, getrennt von der übrigen Li- 
teratur, am Ende des Anzeigers unter der Rubrik „Mis- 
cellen^' einen Platz angewiesen. Diefsmal bin ich noch 
etwas weiter gegangen, und habe dasjenige, was ich eben 
früher nur in den Miscellen mittheilte, mit der Literatur 
^ selbst verschmolzen, so dafs der vorliegende Anzeiger nicht 
nur die im Jahre 1844 selbstständig erschienenen biblio- 
thekwissenschaftlichen Schrift;en — mit Einschlafs der be- 



IV 



treffenden Recensionen, soweit mir dieselben gelegentlich be- 
kannt geworden sind — sondern aach die anderweitigen auf 
die Bibliothekwissenschaft bezüglichen Nachrichten, welche 
tieh in fremdartigen Schriften des verflossenen Jahres vor- 
gefanden haben, in einem geordneten Ganzen umfafst. 

Was mein im Vorworte zum letzten Jahrgange des 
Anzeigers gegebenes Versprechen anlangt — das Ver- 
sprechen, in den folgenden Jahrgangen Verzeichnisse von 
Privatbibliotheken, von bibliographischen , bibliopolischen 
imd antiquarisch -bibliopolischen Schriften mitzutheilen , so 
gebe ich hier, was ich in dieser Beziehung in meinen 
€öllectaneen eben rorrathig habe. Künftig werden diese 
Verzeichnisse hoffentlich weit vollständiger ausfallen. 



PrlTatblbUcOieken. 



Adelung, Friedr , k/Rass. wirkl. 

Staatsrath zu Petersburg. 
Sjögren, über Fr. Adelung*« 

literarischen Nachlafs. S. Se- 

rapeum. Jahrg. V. No. 24. 

pp. 369—376. 
Arcet, M. d\ [Auct. 2.Decbr. u. 

f. T. zu Paris.] 

* Catalogue des livres de chi- 
micj technologie et autres 
etc. Paria j Bailliire. 8. 

Barbi^ du Bocage, J. D. & G. 
[Auct. 26. Mai n. f. T. zu 
Paris.] 
^ Cataloffue des cariea et plan» 
manuscrits gravis de la 6i- 
bliothdquc geographique etc, 
redigi par C. Cotambert» 
Paris, Hacket. 8. 

Baumgarten-Crusius, Dr. Ludw. 
Fr. Otto, geh. Kirchenrath 
n. Professor zu Jena. [Auct. 
18. Jul. u. f. T. ^a Jena. 

* Catalog. 248 SS. 

Blenz, Wi|h. Alex., Schulvor- 
steher zu Berlin. [Auct. 7. 
Octbr. u. f. T. zu Berlin. 
VerzeichniTs, Abth. 1 enth. Bi- 
beln in verschiedenen Aus- 
gaben u. Drucken,^ Hy.mno- 
logie, Literatur des Mittel- 
alters, Emblemata, Volks- 
bucher,alte Kalender,Schrif- 
ten über Astronomie, Pla- 
neten - Bucher, Chiroman- 
tie o. Physiognomik , Dämo- 



nologie, Zauberei u. Msgi«, 
Sprichwörter- Sammlungen, 
Dichtkunst aus der ZeitGry- 
phis, Opitz etc. bis auf die 
neueste Zeit, neuere Ab- 
drücke d. Gedichte des Mit- 
telalters , Fabeln , ältere 
franz. Literatur, Theologie, 
Missalen, Manuscripte auf 
Pergament U.Papier, Stamm- 
bücher mit interessanten 
Handschriften u. ital. Lite- 
ratur. 8. X u. 242 SS. 

Brandes, Dr. H. W., Professor 
zu Leipzig. [Auct. 1. Aug. 
u. f. T. zu Leipzig.] 
Leipziger Anctionscatalog von 
T. ü. Weigel. 

Bright, Benj. Hey wood. [Hand- 
schriftensammlung, Auct. 18. 
Jun. zu London.] 
Bulletin du Bihlioph» Beige. 
1844. Tom. L No. 6. pp. 
265—267. 

Coloma, Comte de. [Handschrif- 
tensammlung, Auct. 26. März 
zu Brüssel. 
Bulletin du Bihlioph. Beige. 
1844. Tom. I. TSo. 4. p 182. 

Delessert, Benj. 

Los^gue, J.y Mus4e hotani- 
que etc. ^fotices sur les col- 
lections des Plant es et la 
hibliothdque qui les compo- 
sent, contenant en outre des 
ioeumens sur les principau» 



VI 



hcrbiers d*Europe et VeoBpo- 
si des voyagea entreprh 
dans rintäret de la botani- 

guc, Paris f Fortin-Masson, 
. 37 J BB. [7 Fr.] 
Dellbrück, Geh. Oberregierungs- 
rath. [Auct. 3. Jan. u. f. T. 
zu Halle.] 
Hallischer Auctionscatalog. 
Deneux, Dr. L. C, ancien pro- 
fesseur d'accouchement^ mi- 
decin-accoucheur de Mme 
la Duchesse de Berry^ za 
Paris. [Auct. 27. Mai u. f. 
T. zu Paris.] 

* Catalogue d*une partie des 
livres etc. Paris y Techener. 
8. , 10} BB. 

Dzialynski, Graf Tit., zu Kor- 

nik bei Posen. 
. AUg. Preufs. Ztg. 1844. No. 

138. p. 825. 
Eimbcke, Dr., zu Hamburg. [Auct 

26. Febr. u. f. T. zu Ham- 

* Catalog mit Hoffmann's Vor* 
Wort. 202 SS. 

Paber, Buchhalter. [Auct. 25. 
Nov. u. f. T, zu Leipzig.] 

* Leipziger Auctionscatalog. 
235 8S.. 

Feuerbach, An«. ▼., Präsident 
n. Staatsrath zu Frankfurt 
a. M. [Auct. 8. Jan. u. f. T. 
zu Erlangen.] 

Feuerbach, Dr.E., Professor zu 
Erlangen. [Auct. 8. Jan. u. 
f» T. zu Erlangen.] 

* Catalog beider Feuerbach'- 
schen Bibliotheken. 124 SS. 

Feuillet, Laur. Fr., Bibliothekar 
des Instituts zu Paris. [Auct. 
28. Octbr. u. f. T. zu Paris.] 

* Catalogue des livres etc, Pa- 
ris , Labitte. 8. 19 J BB. 

Fortia d'Urban, Marquis, zu 
Paris. [Auct. 20. Mai u. f. 
T. zu Paris.] 

* Catalogue etc, Paris j Sil- 
vcstre. 8. IV u. 260 SS. 
Vergl. Bullet, du Biblioph, 
Beige. 1844. Tom. L No. 5. 
pp. 248-249. 



Fr., M. de. [Autographensamm- 
lung, 18. März zu Paris.] 

Fries, Dr. Jac. Fr., Geh. Hof- 
rath zu Jena. [Auct. 11. Jan. 
u. f. T, zu Jena.] 

♦ Catalog. 120 SS. 

G., J. [Auct. 13. Mai u. f. T. 
zu Paris,] 

* Bibliothique de M. J. G. 
compos4e de beaux manu- 
scrits sur v4lin , chartes etc., 
livres ä figures etc. Paris, 
Techener. 8. 17J BB. 

Gans, Advocat zu Celle. [Auct. 
3. Jun. u. f. T. zu Celle.] 

♦ Catalog. 52 SS. 

Gesenius, Dr. Wilh., Consisto- 
rialrath und Professor za 
Halle. [Auct. 16. Jan. u. f. 
T. zu Halle.] 
Bibliotheca Geseniana. Halts 
ad S. 1843. 8. XV. u. 204 
SS. 

Gesterding, Burgermeister za 
Greifs wald. [Auct, 4. Jun, 
u. f. T. zu Greifswald.] 

* Catalog. 20 SS. 

Gottschalk, Dr. K. A., k. Sachs. 
Oberappellations - Viceprä- 
sident.zu Dresden. [Auct. 
11. März u. f. T. zu Leip- 
zig-] 

♦ Leipziger Auctionscatalog 

der Gottschalk'schen und 
mehrer anderer Sammlun- 
gen. 192 u. 132 SS. 

Haasenritter, Dr. J, A. M., k, 
Preufs. Consistorialrath u. 
Superintendent zu Merse- 
burg. [Auct. 25. Nov. u. f, 
T. zu Leipzig.] 
Leipziger Auctionscatalog von 
T. O. Weigel. 

Hane de Steehujise ei de Leeu- 
wergheuy Comic de, ancien 
Intendant du D4p. de VEs- 
caui. 

* Bibliothkque eie, Gent. 8. 
XII u. 299 SS, 

Harless, Dr. G. W^Herm., Vice- 
director u. erster Oberleh- 
rer an dem k. Gymnasium 



vu 



zo Herford. [Auci. 2. Mai 
u. f.'T. zu Bonn.] 
Bonner Auctionacatafog yon 
M. JBisen. 8. 58 SS., incl. 
Anhang. 
Harriot. [Auct 7. Decbr« n. f. 
T, zu Paris.] 

* Catalogue des livren ei ma- 
nuseriis provenant de$ bi^ 
lilioihkqucB de Klaproth , 
Harriot, Mionnet, Soleinne, 

■'Paris, Alliance-deB-artB, 8. 

* 3^ SS. 

Haxth aasen - Apenbarg, Graf 

Wem. V., anf Neuhaus in 

"Franken. [Auct. 19. Febr. u. 

f. T, zu Frankfurt a« M.] 

Frankfurter a. M. Auctions- 

catalogy No. 10500-11972. 

Heffner, pr., Regierungsrath zu 

.Würzburg. [Auct. 5. Aug. 

• n. f. T. zu Wurzburg.] - 

t Catalog einer Sammlung von 
Druckwerken Termischten 
Inhalts, Incanabeln, Disser- 
tationen, Mannscripten, Ur- 
Icunden, Antographen, Kup- 
^ ferstichen, Landkarten u. s. 

• wl, besonders rechtswissen- 
achaftl., geschieht!., geo- 
graph., liter.. n. kirchenhi- 
.stör. Inhalts. 178 SS. 

Heinichen , M. Diaconus za Jes- 
- .;'sen. [Auct. 1. April o. f. T. 

zu Leipzig.] 
-tieip%iger Auctionscatalog. 
Heinroth, Dr. Joh. Aug., Hof- 
rath und Professor zu Leip- 
zig. [Auct. 1. April n. f. T. 
zu Leipzig.] ^ 
Leipziger Auctionscatalog. 
Heinze, M. K. F. [Auct. 25. Nov. 
^ Q. f. T. zu Leipzig.] 

* Leipziger Auctionscatalog, . 
' 235 SS. 

Hirzel, Salom., Vicepräsident 
de« eidgenoss. Kriegsraths 
n. Oberst. [Auct. 5. Oct. u. 
f. T.. zu Zürich.] 

* Catalog, 50 SS. od. 1728 Nrr. 

Hodufft, Jacq. Henry, zu Breda. 
[Auct. 16. Mai u. f. T. zu 
Amsterdam.] 



Bulletin du Bibüopk. Belg€. 
1844. Tom. I. So. 4. pp. 
182—183. 

Hoffinann, Appellationsgerichts- 
advocat u. Hofrath zu Nürn- 
berg. [Auct. 19. Febr. u. f. 
T. zu Frankfurt a. M.] 
Frankfurter a. M. Auctions-' 
catalog, No. 8032--8536. 

Kiese Wetter, Stifts verwes. [Auct. 
3. Jan. u. f. T. zu Halle.] 
Hallischer Anct]on8catalog,No. 
10532—12505. 

Klaproth. [Auct. 7. Decbr. u. f. 
T. zu Paris.] S. Harriot. 

Laneufville, Abb^ Lequin de. 

* Catalogue des livres de Im 
Bibliothique etc. compos4e 
de 2b ä 30,000 volume9. 
Mans, Lanier. 8. 2 Voll. 

Leyser, Dr. Herrn., Assistent an 
der Universitätsbibliothek 
zu Leipzig. [Auct, 25. Nor. 
u. f. T. zu Leipzig.] 

* Leipziger Auctionscatalog. 
235 SS. 

Liscovius, Dr. Chr. Fr. Sah, 

prakt. Arzt zu Leipzig. [Auct. 

25. Nov. u. f. T. zu Leipzig.] 

Leipziger Auctionscatalog von 

T. O. Weigel. 

M ♦ * *. [Auct. 18. Nov. u. f. T. 
zu Paris.] 

* Catalogue d'anciens livres et 
manuscrits de la biblioth^ 
que de M***, composie 
en partie d'ouvrages rare§ 
et singulierSy suivie d^une 
collection tr^s considerable 
d'Elzevirs et d'edition$ hol- 
landaises et beiges de for-^ 
mat petit in — 12, ainti 
que d'autographes präcieux. 
Paris, SHvestre.S. 4, 67u. 
14 SS. Vgl. Bullet, du Bi- 
blioph. Beige. 1844. Tom. . 
/. No. 8. p. 429. 

Maurin, Oberstlieutnant. [Auct. 
2. Decbr. u. f. T. zu Paris.] 
^Numismatische u. archäolo- 
gische Bücher u. Manuscrip- 
te u. s. w. 1 Verzeichniis. 
8. 3 BB. 



Mvjtr, Igii-, Domcapitular zn 
PadeAtorn. [Auct.3I.Octbr. 
u. f. T. zu Paderbora.] 

* Catalog. 135 SS. 
HiltiU, Prtedr. Baron v., Kain- 

nierherr, au Berlin. [Auct. 

Anfang Jan. zu Berlin.] 
Berliner Auctionscatalog- 1813. 

8. 113 SS. 
Minner, J. M., Professor la 

Frankfurt a. M. [Auct. 19. 

Febr. a. f. T. zu Frankfurt 

a. M.] 
Frankfurter a. M. Auctions- 

catalog, No. 5000-5741. 
Mionnet. [Auct. 7. Decbr. n. f. 

T. zu Pari».] S. Harriot. 
Mühlenbruch , Dr. C. F., Geh. 

Juatizrath n. Professor zu 

Göttingen. [Auct. 6. Jan. n. 

f. T, zu Gottingen.] 

* Catalog. 

Napoleon. [Bibliothique de ton 
CO & inet tt de voyage.] 

Barbier, L.,SouuBniri li Itera.'- 
rei üeCEmpire. [Extraildet 
Sonveniri (ur le Bibiiotlii- 
eaire de l'Empercur.] S. Bul- 
let, du Bibliopk. publ. par 
Teehentr. No. IS.JuinlJrt*. 
pp. 933— M*. Enthält eine 
Reihe von Briefen des kai- 
aerl.SocretairsMeneTal und 
dei iniiert. Bibliothekars 
Barbier, 180&-I809. 
Nodier, Charl., 'de V^cademie 
fran^., Bibliothecaire de 
PAraenal, zu Paris. [Auct. 
27. April u. f. T. »u Paris.] 

*Catalogue etr, Farli, Te- 
ehtner. 8. VII u. 300 SS. 
VgL Bullet, du Biblioph. 
Beige. 18M. Tom. I. No. i. 

- p. a*. . 

* De§cription roitonn^e d'une 
jolie caljeclion de tivren 
(nouo. mdlange* tWi» d'une 
petite bibUothiqae), par Ch. 
rioäier; precedie d'une in- 
traduction par G. Duple$' 
tit, de la t>ie de Ch. No- 
dier par FraneU, Wcy, et 



gue jur sei oavj^aget, 

rh, Techener: ^■.itUfmiy. 
28, 36 u. «3'''SS!-' ,¥el.- 
Hallet, du Bibli»ih^Uiig§. 
1844. Tom.I. Mu& 0.-438.. 

Dupletlil, G., tenle.dciia ' 
Bibliothique de Ck.Nodier-- 
S. Bullet, du Biblieph.pitit. 
par Techener. -Äq. 16 et , 
17. Jur. et MaJ-lö*. pP' ' 
887-890. ,. / , .-■ .- 

Brunei, C, Fente NadStr^-S, 
natict. du Bibliopk.. Beige. 
1844. Tom. I. No. ß. j». 
268-271. :=.■-■'■'. :^ 

Brunst, G., Notiee ^-^eU , 
quc$ uns dei liwet de, la 
Bibliothique de Tifbäieir.'^ 
BuUeUdu Blbiioph.. 'puM.. 
par Techener. No. 22.-t)ch 
1844. pp. 1165-1168. . ■ . 

Brunei, G., Soavenlra dp. la- 
vente Nodier. S. Biblieph.' 
Beige, l&a. Tow, /. Noi9. 
pp. 43^-446. : ■ , ■ 



*Calalogiie d'une' partie det'^ 
livrei rares, lingsfliera et'- 
pricieux, diipciliaift d»la\ 
Bibtiothigue de Ch:Na4.isry: 
Paris. 1827. 8. [ADct.-6,Juo-.;- 
n. f. T. 1827 au Pvisi, 
* Catalogue des Itures curffiüx, 
rares et pTcciciise;:plksieurs 
sur peau de viU/t "ei^iiir. 
papier de Ckine'^'ttfiqüei- 
avec dessins originOiäs, tmta 
de la plus belle 'totfHftion, 
eomposant la -Bibfioih^'u« ' 
de Ch. Nodier. f<w;vi, JHb^- 
lin. 1829. 8. «nS 
. * M4langca tiris ^unepetite 
Bibliothigutyirutiari'itistU^ 
t&aires et pkiUMÖp^iqüe». 
Paris , CroMlei. ' W^'i 8. , 
[Auct. 28. Jan. n. tV,-^ 

Poncelet, F. Ferd., -sn^Tafigi 
[Auct. 3. Jno. tul T. zu 
Paris.] 



IX 



* Catalogue den livret ete, Pa- 
rU, Delion.%. 28^66. [6 Fr.] 

iL, Comte de. [Auct. 10. Decbr. 
n. f. T. zu Paris.] 

* Catalogue de la Bibliothkqut 
etc. composee en grande 
partie de beaux et granda 
livres sur les beaux -artB^ 
VkUtoire naturelle et Vhi- 

' ttoire. Paris, 8. 
Robde, Hofschauspieler zu Stutt- 
gart. [Auct. 8. Aug. u, f. T. 
zu Stuttgart.] 

* Stuttgarter Auctionscatalog. 
Schäffer , Conrector u. Professor 

zu Frankfurt a. M. [Auct. 
19. Febr. u. f. T. zu Frank- 
fürt a. M.] 
Frankfurter a. M. Auctions- 
catalog, No. 6844—7643. 

Schildener, Dr. C, Professor zu 
Greifswaid. [Auct. 23. Sept. 
u. f. T. zu Greifswald:] . 
Verzeichnifs u. s. w, Berlin. 
8. 374 SS. 

Schlüter, F. T., Pfarrer zu 
Delft. [Auct. 26. Febr. u. f. 
T. zu Rotterdam.] 

Schmelzer, Director u. Profes- 
sor. [Auct. 3. Jan. n. f. T. 
zu Halle.] 
Hallischer Auctionscatalog. 

Schreiber, AI., Hofrath u. Grofs- 
herzogl. Bad. Histo^ograph 
zu Baden-Baden. [Auct. 19. 
Febr. u. f. T. zu Frankf. a.M.] 
Frankfurter a. M. Auctions- 
catalog, No. 221—2472. 

Schuderoff, Dr. Jonath., Geh. 
Consistorialrath, Superin- 
tendent if« Oberpfarrer zu 
Rbnneburg. [Auct. 1« Aug. 
n f. T. zu Leipzig.] 
Leipziger Auctionscatalog you 
T. O: Weigel. 

Seiler, Dr. Burkh. Wilh., Hof- 
. n. Medicinalrath u. Director 
der chir.-med. Akademie zu 
Dresden. [Auct. 1. April u. 
f. T. zu Leipzig.] 
Leipziger Auctionscatalog. 
Soleinne,M.de.[Auct.l8l3— 1844 
zu Paris. J S.'Harriot. 



* Bibliothifue dramatifue efe. 

Catalogue ridigi par Paul 
Lacroix. Tom. 1. Pari$; 
administration de Valliance 
des aris. 1843. 8. Vgl. ♦ Äe- 
vue de bibliograpk. analyt. 
de Miller et Aubenas. 1843. 
Nov. pp. 1001—1004. ♦ Bul- 
let, de VAlliance des ort», 
Tom. IL 1843. 25. Aoüt. 

§p. 65 — 67; 10 Sept. pp. 
1—83; 25 Sept. pp. 97—99; 
10 Oct. pp. 113 — 115; 25 
Oct. pp. 129—132. Bullet, 
du Biblioph. Beige. 1844. 
Tom. L No. 1. pp. 50—51. 
Neue Jen. allgem. Lit. Ztg. 
1844. No. 216. p. 862 b. 
Blatt, f. lit. Unterhalt. 1844. 
No. 192. pp. 767 a — 768 a. 
*Prix des livres du premier 
livre de la Bibliothdque etc. 
Paris. 1844. 8. J BB. 

♦ Tom. II. de la Biblioth. 
dramat. Ibid. 1844. 8. 391 
SS. Vgl. Bullet, du Bi- 
blioph. Beige. 1844. Tom. 

1. No. 4. pp. 193-194. [Auct. 
15. April u. f. T. 1844.] 

♦ Tom. Hl. Ibid. 1844. 8. Vin, 
368 u. XI SS. yg\. Ballet, 
du Biblioph. Beige. 1844, 
Tom.I. No.7.pp.363. [Auct. 
15. Oct. u. f. T. 1844.1 

♦ Tom. IV. Ibid. 1844. 8. XI n. 
226 SS. Vgl. Bullet, du Bi- 
blioph. Beige. 1844. Tom. /. 
No. 9. pp. 485—486. (Auct. 

2. Decbr. u. f. T. 1844.] 

♦ Tom. F. Part. 1. Ibid. 1844. 
8. SS. 1 — 196. [Auct. 4. 
Novbr. u. f. T. 1844.] 

* Tom. F. Part. 2. Ibid. 1844. 
8. SS. 197—260. 

Sussex, Herzog Ton. [Auct. 1. 
Jul. u. f. T. zu London. 

* Bibliotheca Sussexiana. The 
extensive and valuable li- 
brary of the late Duke of 
Sussex. Part. I. Theology. 
London. 8. 257 SS. Vergl. 
DupleSsis in Bullet, du Bi- 
blioph. publ. par TecAener. 



JVo. 19. Juill. 1814. pp. 
1003—1010. Bullet, du Bi- 
hlioph.Belffe.lS^, Tom.L 
No. 7. pp. 362— 363. Blätter 
fnr liter. Unterhalt. 1844. 
' No, 223. p. 892b. 

Schon zu Lebzeiten des Her- 
zogs war begonnen, aber nicht 
▼ollendet worden: 

* Bibliotheca Sussexianoj a 
descriptive catalogue, ac- 
eompanied by historical and 
biographical notices of the 
manuscripta and printed 
booka contained in the li- 
brairy of Suaaex, by Th. 
Joa, Pettigrew. Tom. 1, 
1 — 2. 11. London, Long- 
man. 1827 — 1839. 8. Vgl. 
Bullet, du Bibliopk. Beige, 
1844. Tom. I. No. 8. pp, 
423—424. 

Swieten, Adr. van. [Auct. 23. 

Sept. u. f. T. zu Graven- 

hage in d, Niederlanden.] 
♦Catalog, 66 SS., in holländ. 

Sprache. 
Thompsou,, Dr., Oberwundarzt. 

[Auct. 7. Novbr. u. f. T. zu 

Hannover.] 

* Catalog mit Anhang. 180 u. 
120 SS. 

Vivenel, Architekt zu Paris. 

* Catalogue dea livrea en pe- 
tit nombre etc, Paria y Te- 
chener. 8. ( T*W ä 100 
exempl, pour lea amia de 
Vauteur et non deatinä au 



commerce.') Vgl. Bullet, du 
Biblioph, publ. par Tedie- 
neY. No. 14. Fevr, 18*4. 
pp. 800—801. 

Voigtel, Dr., Geh. Hofrath u. 
Oberbibliothekar zu Halle. 
[Auct.3. Jan. u.f.T. zu Halle.] 
Hallisch^r Auctionscatalog. 

VoUrath-Hoffmann, C. F., Pro- 
fessor zu Stuttgart. [Auct. 
18. April u. f.T. zu Stuttgart.] 

* Catalog der Bibliothek und 
Landkartensammlung. 78 SS. 

Wedemeyer, Oberappellations- 
gerichts - Vicepräsident zu 
Celle. [Auct. 15. Octbr. u. 
f. T. zu Celle.] 

* Catalog. 106 SS. 

Wildt, Dr., Professor.^ [Auct. 7. 
Nov. u. f. T. zu^ Hannover.] 

* Catalog mit Anhang.. 180 n. 
120 SS. 

Wolters, P^ [Auct. 2./Decbr. u. 
f. T. zu Paris.] ^ 

* Catalogue dea livrea rarea 
et pricieux, tant imprim^a 
que manuacrita etc, Parisy 
Delion. gi 16 BB. Vergl. 
Bullet, du Biblioph. Beige, 
1844. Tom. I. No. 9. pp. 
487—488. 

Zondadari, Cardinal. [Auct. 9. 
Decbr. u. f. T. zu Paris.] 

* Catalogue de Ja biblioth^- 
que de Z. et d^une collec- 
tion d'*autograpkea et pU- 
cea div&hsea ecritea aur ve- 
litl de -1319 d 1824. Paria, 
Silveatre. 8. 12 BB. 



TerxeiehMdiB MbliosrAphlselier Siclirifteii« 



♦ Turcottiy Aur,, Idea dt un 
catalogo univeraale dei li- 
bri buöni che ai bramerebbe 
adottata ed eaeguita dai 
dotti del congreaao acienti- 
fico italiano. Farallo, Ra- 
chetti, 8. 60 SS. [1^ L.] 



* Brunei, J. Ch., Manuel du 
Ubraire ei 4€ Vamateur de 



livrea, IV 4dit. origin., en- 
tikrement revue par Vau- 
teur. Tom. IF—V. [R—Z,] 
Paria, 8. [19 Fr.] 
Heinsius, W., allgemeines Bü- 
cher-Lexikon. Bd. IX., wel- 
cher die von 1835 bis £nde 
1841 erschienenen Bücher 
und die Berichtigungen frü- 
herer Erscheinungen ent- 
hält Herausg. von O. A. 
Scholz. Lief« 4— 6. [£rd- 



XI 



iMuiB - Heimes.] Leipzig, 
Brockhaos. 4. BB. 31—50. 
[an. i Thlr. 8clireibp. k 
n. It Thlr.] 

*Livr€9y ie9 mauvaity le« mau- 
vatM journaux et let ro- 
man9y avee un cattäogue 
de wumvaUf publicationß 
p4riedique9 ei de nuntvais 
~ iivre9 et une liste de ra- 
manHern du jour. IFEdit.y 
aug-ment^ d*un catalogue 
de biUiothique ehoUie [par 
ie P. Booncy de la B0ciet4 
de JiMus], BruxeUes, van 
der Borght. 36. 267 SSL 
Ohne Jahresangabe, wahr- 
scheinlich 1844 erschienen. 

* Notieee^ nur quelques livres ra- 
res imprimis au monastire 
de Clairlieu - lez - TVanci, 
1606—1610. Saint -mco- 
las-de-Port. 8- | B. 



* Bibliographie de la Belgique. 

Bruxelles, Muquardt, 8. 
12 Nrr. i ^4-8 SS. ÜThlr.] 

* Bibliographie, dansk. Kjöben- 

hamiy Host, 8. 

Bibliographie, allgemeine, für 
DeuUchland. Redact. J. de 
IMarle. Leipzig, Hinrichs. 
8. Wöchentl. Ansg. aipha- 
bet, geordn. 62 Nrf.; Mo- 
natl. Ausg. systemat. geordn. 
12 Nrr. [k 20 Ngr.] 

Thun's, J. P., neues Bücher- 
Yerzeichnifs mit Einschlufs 
der Landkarten und sonsti- 
ger im Bachhandel vorkom- 
mender Artikel. Nebst li- 
terarischen Notizen und ei- 
ner wissenschaftlich geord- 
neten Uebersicht. Leipzig, 
Kßnkhardt. 8. 2 Hälften, [k 
15 Ngr.] 

Vcrzeichnifs, allgemeines^ der 
Bücher, welche von Michae- 
lis 1843 bis Michaelis 1844 
nea gedruckt und aufgelegt 
worden siiid. N^bst einem 



Anbange TonSchriftea, die 
künftig erscheinen sollen etc. 

l-«|p«i«r WcidiMnui.8. 2 Bde. 
[k ib Ngr.] 

Verzeicbnifg der Bncher, Land- 
karten etc., welche neu er- 
schienen, oder neu aufge- 
legt worden sind, mit lite- 
rarischen Nach Weisungen a. 
einer wissenschaftlichen Ue- 
bersicht. Leipzig, Hin- 
richs. & 2 Bde. [a 15 Ngr. 
Schreibp. k 20 Ngr.] 

Verzeichnilj), systematisches, der 
in den Programmen der 
Preufsischen Gymnasien und 
Progymnasien, welche in 
den J. 1825—1841 erschie- 
nen sind, enthaltenen Ab- 
handlungen, Reden u. Ge- 
dichte. Im Auftrage des 
Königl. Provinzial - Schul- 
colleginms zu Munster her- 
ausgegeben [ von F. ' Wi- 
niewski]. Münster, Regens- 
berg. 4. XV u. 99 SS. ; excl. 
Zusätze. [15 Ngr.] 

♦ Catalogue of Books pubUshed 
in tJke United Kingdom du- 
ring the year 180, inclw 
ding new editions and re- 
prints, London. 8. [2«A.] 

Circulary the Publishers'y and 
general Becord of British 
Liiterature; containing a 
complete alphabetical Ust of 
all new works, London. 8. 
24 Nrr. [8 sh.] 

Listy Monthlyy of new Books , 
pubUshed in Oreat. Britain. 
London y Longman. fol, 
12 Nrr. '' 

Supplement to the London Ca- 
talogue of Books y Edition 
dated 1839. Containing the 
new works- and new edi- 
tions published in London 
from January 1839 to Ja- 
ni«ar2(l844. LondonyHodg- 
son, 8. IV u. 166 SS. [9«A.] 

♦ Bibliographie de la FrancCy 
ou Journal geniral de Vim- 
primerie et de l0 Ubruirie 



XII 



et des cartes g^ographtques^ 
gravureSf lithographieSjOeu- 
vres de musiques, Paris, Pil- 
Ict ain^. 8. 12 Nrr. 

* Liste g^närale et exacte, par 

ordre alphab^tique , de tous 
les journaux^ revuesy feuil- 
les mensuelles, etc, qui pa- 
raissent ä Paris^ Ridact. 
Am, Hugqi, Paris, Vin- 
cent. 8. ij BB. 

Moniteur, Uy de la Lihrairie 
CoUrrier de V Amateur de 
Livres, Ridact, J, Dagneau, 
Paris, Barrois. 8, 26 Nrr. 
[14-18 Fr.] 

'^Moniteur, le, de la Librairie, 
tnemorial untversel des pub- 
tications fran^aises et 
' itrangh'es, anciennes et 
modernes* Ridact. J» M. 
Querard, Paris, 8. 36 Nrr. 
[14-18 Fr.] ^ . 

* Bibliografia italiana. (II Gior- 

nale della bibliografia ita- 
liana offre Velenco gene- 
rate de* libri dlogni lingua 
stampati in Italia et degli 
italiani pubblicati alV este- 
ro.) Milano. 8. 12 Nrr. 
[2 Thlr.] 

* Bibliographi, Svenek,, eller all- 

män förteckning, öfver ut- 
hom nya böcker, musikalier, 
kartor, kopparstick och sten- 
stryck, Stockholm, ?^orstedt 
Sf Söner, 8. 13 Nrr. [{ Thlr.] 

* Litteratur - Bulletin , Svensk, 

Förteehning öfver alla nya 
utkomna böcker , musika- 
- Her och gravyrer etc, Stock- 
holm {Bonnier). 8. 12 Nrr. 
[i Thlr.] 

* Helvetia, neue, eine schweize- 

rische Monatsschrift. Nebst 
allg. schweizerische Biblio- 
graphie wissenschaftlich ge- 
ordnet von CFr. Meyer. 
Zürich , Meyer u. Zeller. 8. 
12 Hefte, [n. 2f Thlr.] 

* Bibliografia de Espana, pe- 

riödico de la imprenta y de 
Im lihreriaf grtnadoa, ma- 



pas, musicas, litografias. 
Madrtrf.8.24Nrr. [2 Thlr.] V 

^ Bibliografo, el. Periodico de 
los ' literatos, profesores, 
dibujadores, grabadores, 
bibliotecas, escuelas, cole- 
gios, universidades , socie- 
dades, fundidores, imprc- 
soreSj editores, libreros etc. 
Madrid. 4. 52 Nrr. [30 R. 
für Spanien.]?' 

* Boletin bibliografico oepanol 
y estranjero. Madrid, li- 
breria Europea, 8. 52 Nrr. 



Hoffmann's , S. F. W. , Biblio- 
graphisches Lexicon der ge^- 
sammten Litteratur der Grie- 
chen. II umgearb., durch- 
aus vermehrt, y yerbess. u. 
fortgesetzte Ausg. Th. III. 
Lief. 1. [O-Plutarchus.] 
Leipzig, Geuther. 8. 14 BB. 
[1 Thlr.] 

Repertorium der klassischen Phi- 
lologie und der auf sie sich 
beziehenden pädagogischen 
Schriften herausgeg. v. G. 
Muhlmann und £. Jenicke. 
Hft. I.Jan. — Apr. Leipzig^ 
Schumann. 8. VIII u. 55 
SS. Hft. 2. Mai— August. 
Ebend. IV, 55-140 SS. 
[15 u. 20 Ngr.] 

*Dorraann, E. J., katholische 
Bücherkunde, einVerzeich- 
nifs der in den J. 1812 u. 
1843 in Deutschland debitir- 
ten katholischen Bücher, 
Musikalien etc. Marienburg, 
Dormann. 8. [9 BB. [n. 12 
Ngr.] 

Aufserdem ist noch ein an- 
deres, yielleicht mit dem Tori- 
gen aber, wenn nicht ganz, 
doch zum Theil identisches Ver- 
zeichnifs angekündigt unter folg. 
Titel: 

'^ Bucherverzeichnifs , katholi- 
sches, oder VenmchniliB al- 



XIU 



1er im J. 1842 n. 1843 er^. 
schienenen katholuchen Ba- 
cher, geistlicher Musik u. 
Bilder. Marienburg, Dor- 
maniu a 8 BB. [10 Ngr.] 

^Goldhom, D. J. H., die theo- 
logische Literatar des J. 
1^1 systematisch cusam- 
mengestellt. Leipzig, Gea- 
ther. 8. CXL 8S. [12^ Ngr.] 

'*' Handbachlein der neuesten Li- 
- teratar des Katholicismns 
und zanächst der katholi- 
schen Theologie, oder sy- 
stematisches Verzeichnits 
der 1842 a. 1843 erschiene- 
nen katholischen Werke. 
Hft. 4 oder Fortsetzung 3. 
Schaffhansen, Harter. 8. 
159 SS. Pi Ngr.] 

* Fottcart, £. F., FrecU du 

droit public et adminiatru'- 
iifj suivi d*une Bihliogra- 
jfhie indiquant l€$ ouvra- 
ge$ 8Ur le droit adminiatra- 
tif et d'un Appendice etc. 
Paris, a 42 BB. [7^ Fr.] 

* Bibliothique du medecin-prac- 

tieien ou Resum^ gen erat 
de tous les ouvragea de 
elinique wUdicale et chirur- 
gicale^ de toutea les mono- 
grapkieff de toua les me- 
motret de medecine et de 
■ X Chirurgie pratiques ancieng 
et modernes publi^s en 
France et äVetranger; par 
une sociit^ de m^decins 
90U» la direction de Fahre. 
Livr. 6. [Dern. du 11 Vol.} 
Paris. 8. [3 Fr.] Das Ganze 
ist auf 12 Bände in 36 Lie- 
ferangen berechnet. 

Chonlant, L., Vorlesung über 
die Kraniöskopie oder Schä- 
dellehre. [Ann. pp. 68 — 81 
Gesammtliteratur der Kra- 
niöskopie Yon Gall bis auf 
, unsere Zeiten.] Dresden a. 
Leipzig, Arnold. 8. 

* Handbuch der pädagogischen 

Literatur, heraasg. Von F. 
W.Looi M.iy.y. Aidiers- 



leben, Laae. 8. [n. 2| 
Thlr.] 

Aiiseiger, monatlicher, für ge- 
'werbliche Journalistik , her- 
ausg. Ton J. Petzhoidt. 8. 
No. 523. 

* Bibliografim agronomiea, sag- 
gio di un eatalogn ragio- 
natu de* lihri d*agricoUura 
e veterinaria^ scritti in tta- 
liano o alV Italia spettanti, 
[Biblioteca agraria, osim 
raeeolta di seelte istrusioni 
econ.-rurali dirett. da G.Mo- 
retti. Fol. XXiF.] Mila- 
nOj Stella, gr. 16. VIU u. 
3*28 SS. [3 L. 42 c] 

Bibliotkeca mechanico - techno" 
logica oder VerzejchnTs der, 
in älterer und neuerer Zeit, 
bis zur Mitte des J. 1843 
in Deutschland erschiene- 
nen Bücher über alle Theile 
der menschlichen und tech- 
nischen Künste und Gewer- 
be, der Fabriken, Manu- 
factnren und Handwerke, 
der Mechanik und Maschi- 
nenbaukunst, mit Inbegriff 
der bürgerlichen, schonen, 
Land-, Wasser- u. Stras- 
sen-Baukunst. Herausgege- 
ben Yon W. Engelmann. 
II. urogearb. Auflage. Nebst 
einem vollständigen Mate- 
rien - Register u. Nachwei- 
sungen über einzelne tech- 
nische Aufsätze in Journa- 
len. Leipzig, Engelmann« 
8. VII u. 603 SS. [l Thlr. 
25 Ngr.] 

Laurop, C. P., Handbuch der 
Forst- und Jagdliteratnr. 
Vom J. 1829 bis zum J. 
1843 systematisch geordnet. 
Frankfurt a. M., Sauerlän- 
der. 8. XIV u. 180 SS. [n. 
25 Ngr.] Vgl. Weeber, H. 
C, Prospekt der deutschen 
Forstliteratur von ihrem Be- 
ginnen bis zum J. 1830. S. 
Oesterreich. Blatt, f. Lite- 
rat. «. Kunst. 1844. Lit. BI. 



XIV 



No. 4. pp. 25a — 28b. No. 
6. pp. 37b— 40b. 

Unger, F. W., Geschichte der 
Deatflchen Landstande. Th. 
1. [zuAnf. pp.XI—XXXVIII 
Schriften über die deutsch. 
Landst.] Hannover, Kins. 8. 

"^ Handbach der musikalischen 
Literatur, oder allgemeines 
systcmatiscb geordnetes-Ver- 
zeichnifs gedruckter Musi- 
kalien , auch musikalischer 
Schriften und Abbildungen 
^ etc. herausgeg. von C. F. 
lYhistling. HJ., bis zum An- 
fang des J. 1844 ergänzte 
Auflage, bearb. u. herausg. 
von A.Hofmeister. Hft.l — 9. 
Leipzig, Hofmeister. 4. 66 
BB. [0 Thlr.] 

4( Jahrbuch für Musik, Vollstän- 
diges Yerzeichnifs der im 
J. 1843 erschienenen Musi- 
kalien, musikalischen Schrif- 
.ten und Abbildungen, nach 
^ den 'Verschied, Classen ge- 
ordnet, Herausg. von B. 
Senff. Leipzig, Expedition 
der Signale. B. IV u. 102 
SS. [15 Ngr.] 

'f' Monatsanzeiger aller Musika- 
lien , sowie Schriften über 
Musik, Portrait« von Com- 
nonisten u. 8. w. , welche 
im J. 1844 erschienen, al- 
phabetisch, geordnet von C. 
F. Whistüng. Leipzig, Whist- 
ling. 8, 12 Lief. [ 15 Ngr. 
Schreibp. 20 Ngr.] 

^ Monatsbericht, musikalisch-li- 
terarischer, neuer Musika- 
lien, musikalischer Schrif- 
ten and Abbildungen. An- 
gefert. von A. Hofmeister. 
Leipzig, Hofmeister. 8. 12 
Nrr. [15 Ngr. Schreibp. 
20 Ngr.] 

Klofs, G., Bibliographie der 
Freimaurerei und der mit 
ihr in Verbindung gesetz- 
ten geheimen Gesellschaf- 
ten, Systematisch znsam- 
meng^Htllt. Frankfurt a. 



M,, Sauerländer. 8. XIV 
a. 430 SS. [n. 2 Thlr. 10 
Ngr.] 
Oettinger , E* M,, BibHotheca 
Skahiludii,, Biblioth^ue du 
jeu des Echeca, Bibliothek 
des Schachspiels. Alphabe- 
tisch geordnetes Verzeich- 
niCs aller W^rke, die über 
das Schachspiel im Druck 
erschienen sind. Leipzig, 
Engelmann« 8. 49 SS. [10 
Ngr.] 



*Humphrey$y H, IV., a History 
of Illuminated Books from 
the 4tA to the Utk Centu- 
ry. Illuatrated by a aeriea 
oj speeitnensy consisting of 
an entire page of the exact 
tize of the original^ from 
the most celebräted and 
splendid mss. in the Impe- 
rial and Royal Libraries of 
ViennOy Moscow, Pari», 
Naplea etc. Printed in gold, 
nilver and colours. Part. /. 
London, Longman 9f C. 4. 
[12 8h.] fol. [21 SÄ.] 

Print CollectOTy the, an Intro- 
duction ^to the knowledge 
necesaary for forming a 
Collection of AncientPrints. 
Containing suggestions aa 
to the mode of commencing 
collector, the aelection of 
apecimena, the pricea and 
iare of printa. Also noti- 
cea of the marka of pro- 
prietorahip uaed by collec- 
tora, remarka on the an- 
cient and modern practiee 
of the ar\ and a catalogüe 
raiaonnä of booka on en- 
graving and printa, Lon- 
don, Saundera and Otley, 
4. VHI u. 210 88., mit 3 
KK. u. eingedruckt. Vignet- 
ten, [n. 5 Thlr.] 

Enth. I. Of collecting in ge- 
furalp and 9f print-e^llec- 



XV 



ting in parttculor, 1 — 15; 

II. Of Classification^ 16—29; 

III. Of the selection •/ spe- 
eimens, 30 --49; IV. Of 
prices of pHnts^ 50 — 88; 

V. Of the extent of limit 
of a collection, 89 — 104; 

VI. Of the eare and fcce- 
pinff of printSy 105 — 106; 

VII. On .th€,mode of com- 



mencing eoUeefor,ll7 — 154; 
VIII. The cid and new sy- 
ftemi, 155 — 176; IX. Of 
books on engravitigy 177 — 
183; Catalogue raisonni of 
books treating exclusively 
on prifits and engravingy 
183 — 204; Catalogues of 
the works of individuel en- 
graversy 204 — 211. 



bibliopoÜBcher und antiquarisch - bibliopolischer Schrifteiu 

Verzeichnifs der Verlags- Artikel 
Ton F. A. Rose u. s. ^., so 
nvie werth voller I groTsteo- 



* Catalogo della Libreria di 
Carlo Bianca in Milano, 8. 

Verzeichnis einer Auswahl vor- 
snglicher Verlags - Bücher 
der Dieterichachen Buch- 
handlung in Göttingen bis 
1844. 8. 23 SS. 

Catalog, systematisch geordne- 
ter, ider vorzüglicheren Wer- 
ke in ahen und neuen Spra- 
chen aus allen Wissenschaf- 
ten und Fächern der Lite- 
ratur, welche im Verlage 
der Hahn'schen Hofbnch- 
handlung in Hannover und 
der Hahn'schen Verlags- 
buchhandlung in Leipzig er- 
schienen sind. 8* 64 SS. 



Catalog der Bireti'schen Anti- 
quariats - Buchhandlung F. 
Butsch in Augsburg. No. 
XIX. 8. 170 S& 

Verzeichnifs einer Sammlung von 
'alteren u. neueren Büchern, 
worunter viele Manuscripte, 
seltene Werke mit Kupfern, 
Holzschnitten und altdeut- 
schen Gedichten, Flugschrif-' 
ten,Curiosa, Gesangbücher 
und andere alte Werke mit 
Noten, Stammbücher etc., 
welche zu haben sind bei 
Friedr. Heerdegen. Nürn- 
berg. 8. 62 SS. 

Bericht, antiquarischer, der 
Buchhandlung von F. A. 
Rose, Torm. G. Fincke in 
Berlin. No. 1—6. 4. 24 SS. 



theils in Italien gedruckter 
Werke besonders aus dem 
Verlage der Propaganda in 
Rom und der Armenischen 
■ Druckerei des Mechitaristen 
Klosters St. Lazarus in Ve- 
nedig. 8. 10 sa 

Verzeichnifs einer ansgewahlten 
Sammlung von Werken aai 
dem Gebiete der Literar- 
Geschichte, Bibliographie, 
y Archäologie, Kunst u. Archip- 
tectur, zu haben bei F. 14. 
Rose u. s. w. a SS. 85— 116. 

, Verzeichnifs einer ausgewähl- 
ten Sammlung philologischer 
Werke, zu haben bei F. A. 
Rose u. 8. w. 8. SS. 41—86. 
Verzeichnifs einer Sauunlan^ 
technologischer Werke (mit 
Einschlufs von Büchern über 
Baukunst, Landwirthschaft» 
Forstwissenschaft und Gar- 
tenkunst, zu haben bei F. A» 
Rose u. 8. w. 8. 8 SS. 

• Verzeichnifs einer ausgewähl- 
ten Sammlung theologischer 
Werke, zu haben bei F. A, 
Rose u. s. w. 8. 39 SS. 
Catalog, neuester, einer ausge- 
wählten Sammlung von Bü- 
chern, zu haben bei T. O. 
, Weigel. Supplementhft. 1. 
Leipzig. 8. 53 SS. [n. 5 Ngr.] 
Der Catalog selbst erschien 
1843. 8. VIII u. 483 SS. 
[1 Thlr. 10 Ngr.] 



XVI 

Schliefslicli wiederhole ich noch die bereits früher 
auch erlassene Aafforderung and Bitte an die Verfasser 
ond Kenner aller bibliothekwissenschaftlichen — und von 
jetzt an auch bibliographischen — Schriften, bei der Ver- 
vollständigung und Berichtigung des vorliegenden Jahr- 
ganges und der früheren , sowie bei der Herausgabe der fol- 
genden mich freundlichst unterstfitzen zu wollen. Bei- 
trage an Schriften oder, wo diefs nicht möglich ist, Mit- 
theilungen darüber bitte ich mir auf dem Wege des Buch- 
handels unter der Adresse ,,An die Arnoldische Buch- 
handlung in ^Dresden, für den Anzeiger für Literatur der 
Bibliothek Wissenschaft^^ gefalligst zu übersenden, und ver- 
spreche, davon gewissenhaft den geeigneten Gebrauch zu 
machen. Gegründete Ausstellungen und empfehlenswerthe 
Vorschlage werden mit Dank aufgenommen und, wo es 
thunlich ist, mit Bereitwilligkeit berücksichtigt werden. 
Den Herren Baron v. Reiffenberg m Brüssel, Dr. F. L. 
Hoffmann in Hamburg und dem Königl. Preufs. Ober- 
appellatioüs- und Höchsten Gerichte' zu Greifswald, sowie 
überhaupt allen Uebrigen , welche den vorliegenden Jahrgang 
und meine sonstigen damit in Verbindung stehenden Ar- 
beiten durch Beitrage an Schriften und Mittheilungen dar- 
über zu unterstützen die Güte .hatten, sage ich hiermit 
meinen herzlichsten und aufrichtigsten Dank. 

Dresden, nach der Ostermesse 1845. 

Bibliothekar Dr. Julia» Petasholdt. 



Literatur der BibliothekwissenschafU 



* zdgt an, daft der Heraiugebej die betreffenden Schriften nicht 
durdi eigene Aiüicfai i[ennt. 
weist die yot 1&I4 erschienenen Schriften nacli, deren Kennt- 
nifs xuni >Behufe der in der Literatur besprochenen Schrif- 
ten erforderlich bt. 



^ Blbliothekurlsfi^iischaflt. 

[436.] Ameiger für Literatur der Bibliothek wittentchaft. 

[Von Bibliothekar tfr. Julias Petzlioldt.] Jahrgang 

1843. Mit Autoren- and Bibliotheken - Regittenu 

Dresden and Leipiig, Arnold. 8. XU. and 106 S& 

Pr. n. 20 Ngr. 

JCS" No. 90. m. 301. 

Vor Bwd Jahren (Nol 194.) hatte ich Gelegenheit, eine 
au&erordentUch un,günstige Beurtheilung meines Anzeigers den 
Lesern mitzutheilen. Mittierweiie ist ein Gegenstück zu die* 
ser Beurtheilang erschienen, ond ich erlaube mir> zur gefälli- 
gen Vergleichung, das "^stere hier zu wiederholen. Herr Ba^ 
ron von Beiffenberg ist so gütig gewesen , im BuUetin du 
BihUophüe B4ge, 1844. Join. i. No. 9. ff. 483—484, über 
meinen Anzeiger Folgendes zu sagen: „M. PeUhMt eit im 
de* biblioikicaifBi le$ flus conscienfieux que je conname. Bim 
de ce qid tient ä #e« fondiom ne lui Schaffe: chaque annie ü 
fr^sente ä ses confr^res un T^sum4 qui feut les mettre au courant 
de la tcience qa'iU doivent poss^der avant iout M. PeUholdt 
faraÜ cannaUre notre bibliolheque royaU ausd bien que nous" 
memesy et la Bdgiqm lui saura gri de Pattentüm qu'ü lui donne, 
L'ouxrrage de jSf,^ Petzholdt est un manu£l indispetuable ä tous 
ceux qui sont ä la iüe d'un grand d^4t de Uvres,^' So Herr, 



2 

von Reiffenberg. Ich weifs zwar recht wohl> was davon auf 
RechiiHiig blofser Artigkeit gesetzt werden miifs; allein es ge- 
reicht mir auch zu einiger Genugthuung, darin meinen guten 
Willen nach Billigkeit richtig erkannt, mich in meinen Bestreb- 
ungen nach möglichster Vollständigkeit meines Anzeigers er- 
muthigt zu sehen.^ In der That, haben auch leider, trotz meinnr 
wiederholten Bitten^ nur Wenige Veranlassung gefunden, mich 
in ^ meinen Bestrebungen zu untersttitzen , so hoffe ich doch 
mit jedem neuen Jahrgange - den Beweis geliefert zu haben, 
wie sehr ich unablässig beniüht bm, dem Anzeiger diejenige 
Vollständigkeit zu geben, welche dem Einzelnen irgend nur 
möglich ist. 

' Zur Berichtigung und Ergänzung des vorliegenden Jahr- 
ganges sowie der früheren bemerke ich Folgendes: 

[260.] Ich habe öfters Gelegenheit gehabt, die Voisin-Le Glay'- 
schen Angaben über die vorzüglichsten Europäischen Bi- 
bliotheken bis auf die von 50,000 Bänden herab mit den 
Angaben Anderer zu vergleichen, und dabei den Vor- 
wurf, den «man den ersteren von- vielen Seiten .gemacht 
hat, — den Vorwurf der Ungenauigkeit ifi vielen Fällen be- 
stätigt gefunden. In Betr^ der deutschen Bibliotheken 
habe ich in der zweiten Auflage meines Adrcfsbuches 
deutscher Bibliotheken vielfache, auf authentische Nach- 
richten gestützte Beweise beigebracht. In Betreff von 
aul^erdeutschen Bibliotheken erwähne ich nur, dafs die 
königl. Bibliothek zu Kopenhagen, nach sicheren Nach- 
richten, 463,332 Bde., excl. kleiner Schnften und Dis- 
sertationen, nebst 22,000 Manuscripten; die Universitäts- 
' bibliothek zu Bologna, nach Jeittele's Reise nach Rom, 
über 200,000 Bde., incL Handschriften; die Universitäts- 
bibliothek zu Luttich 56,000 Bde. Druckschriften, 125,000 
Dissertationen und 430 Manuscripte besitzen soll. 

[2t3.] Ueber MarÜal und Delpit's N^Hce d'un MS. de ia Bt- 
bUptheque de Wolfenbätiel vergl. Blatt, f. liter. Unterhalt. 
1844. No. J68. pp. 671b— 672b. 

[235.] Ueber Schmidts griech; Pdpyrnsurkunden der königl. 
Bibliothek zu Berlin" vgl. BäHr in ♦ Heidelb., Jahrb. 1844. 
pp. 434 — 442; Jacobs in der Zeitschr. für die. Alter- 
thuroswissensch. Jahrg. II. 1844. Hft. VIll. No. 93. pp. 
741—744. No. 94. pp. 745—752. No. 95. pp. 753—760; 
Kosegarten in der Neuen Jen.^allg. Lit. Ztg. 1844. No. 
142. pp. 565a^ — 567 a; Repertor. der dass. Philologie, 
1844. Hft. 11. p. 120. 



[243 a.] Ueber Otto'i Cammenlarii cnt in Onld. BihiiMtmt 
Aead. Giuenns etc, vergl. Huber in der Neuen Jen. alig. 
litZtg. 1844. No. 134. p. 536; Zeitschrft. f. die AJter- 
thumsw. Jahrg. III. 1845. Htt I. No. 5. pp. 30—40; 
Repertor. d. clau. Philologie, 1844 UOt. II. p. 110. 

[280.] Ueber MindothU Catalogo da Codid MSS, msienH 
nMi BUdibieca di S Antonio di Padova vgl. BulkL du 
Biblioph. Bdge. 1844. Tom. I. No, 8. y>. 428. 

[286.] . Die uft königL geh. Staatcarchive zu Dresden befind* 
Jiche Urkunde über die Schenkung der Bibliothek des 
Dresdner Arztes Panlico an das grofse FürstencoUegiuni 
zu Leipzig (jetzt al«o Eigenthuin der dortigen Universi- 
tätsbibÜothek), die ich früher nur aus einer Abschrift 
kannte , habe ich jetzt im Originale verglichen, und be- 
merke,^ dafs die Urkunde folgenden Titel hat: „Der 
CoUegiaten des grojuen Collegii zu Leipczigk, Bekeutniis, 
welchen etzüche Bucher zu getreuer haiidl vberantworttet 
worden )5ein. 1459. a. Georg.*^ Von den Dmckfeh- 
> lern, welche sich aus der mir früher gebotenen Abschrift 
in den Anzeiger eingeschlichen haben, verbessere ich hier 
nur ein paar: In medidnis ist zu lesen Item Über Intp, 
permixt, pergameno contin, antidotarium (statt antico ta- 
num) NifcoUd^ und Item Über bap. Geraldi de Solo super 

- ftoRO (statt wiWi) Almansoris; In artilrtu ferner Item textus 
(statt Sextw) Metapkysice in perg, und Item liber perg, 
phisicor, de celo (statt leto) etc, sowie Item liber in quo 
coMt jpradiea plantearii (statt plqntetarii) etc. 

[904.] '* Stmve's Verzeichnifs von Handschriften aus der Biblio- 
thek des Gymnasiums zu Görlitz, Forts. III. 12 SS. 
[312.] Mamer*s * Manuel pract, et th4or, de la tenue des lime$ 

- e» pattie double ist ans tiem Anzeiger zu streichen. Die 
Notiz war für meinen monatlichen- Anzeiger der gewerb- 
Udien Jonmalistik bestimmt gewesen, und hatte sich, mir 
nnerklarfich, in den Anzeiger für Literatur der Bibliothek- 
wissenschaft mit eingeschlichen. 

[322.] Ueber' Naumann's * Programm, dnige Handschriften 

▼on Hans Sachs betr., vgl.* Programmenrevue,' Jhrg. 1843. 

Hft. 1. 2. p. 83. 
[325.] Zn Hellas Zlosatze zn Panzer's Annalen der deutsch. 

Literatur vgl. Ilioser's Bemerkungen im Serapeum. Jhrg. V. 

No. 2. p. 32. - 
[331.] Ueber GraCse's BibUotkeca magica et pneumatica vergl. 
^ Nene Jem allg. Lit Ztg. 1844. No. 117. pp. 466 b — 467 a. 
[34a] Ueber Petzholdt'a BibUotheca Oechatzienm vgl. Gautsch's 



Archiv f. Sachs. Geschichte niid Alterthnmskunde, 184S. 
pp. 341 — 342. 

[358.] Ueber den * Catalogne g^ des lÄvres, compomnt les 
BiyUotk^qM9 du Departement de la Marine et des Cohniesy 
Tarn I — Vj vgl. , Btdlet du BiUioph. pM, pßf Teckenerj 
No. 13. Janv. 1844. pp. 732— 73Ö. 

[859.] Ueber den * Catalogue desaipt, et rais, des MSS. de la 
Bihliethhque cammunale de la ville d*Amiens, par /.. Gar- 
nier, Biblioth^caire-adjaint etc, [Amiensy Duval et Her^ 
ment ß. LV. a. 563 SS.] vgl. BuUet du Biblioph. Beige. 
1844. Tom. l No. 6. pp. 313—314. Hier heifst es über 
die Entstehung der Bibliothek: „La bibliotheqtie ammu- 
rüde d'Amiens^ comme la plupart des bibHotheques pMiques 
des dipartements ^ a pris naissance en 1791 > et fe»t for-- 
mie dis d^otdUes enlev^es aux maisons religieuses et aux 
imigrüy pr^tres et laics. L'antique et royale abbaye de 
Cdrbiej lei riches abbayes de Selinceurt, Saint- Martin- 
äut^Jnmeaust ^ Saint-Euscien, Saint- Jeati, Saint-Acheul, les 
AugusHns^ ies Carmes, l'Oratoire^ le S4minaire, le Cha- 
pitre^ wi fiiumi les Hhnents dont die s^est longtemps com- 
^ pos4e.^ Von den Handschriften sagt der Berichterstatter: 
„Aujaurd^hui les manuscrits dHAmiens sont au nemhre de 
572, p<irmt lesquels plttsieurs Uwes bibliques du IXe sikde; 
les dt^melegiesd'Isidorejie S^ville , ntanuscrit du Xlle 
sikie^ dicrit par Montfaucmty un Prisden du IXe siede, 
mais incamplety un roman de la Rose du XVe siede ^ les 
deux voyages faits. en Espagne par I^ilippe^ archiduc 
d^Autriche, cdui de Carchidue Albert en 1598 et 1600, 
des tues de sainfs^ un Gmllaume de Tyr^ tradtdt en fran- 
se au XVe siide par Htigues Plagon^ un pr4deux Frois- 
sart que MM. Rigollot et de Cayrol ont d^ä fait con- 
naitrCy et que le premier se propose de publier incessammentj 
un. MoHnety une copie de la efironique de saint -Bavon, un 
recueil pour Phistoire de Fiahdre au XVIe siede , deux di- 
pldmes sur papyrus du IXe sikle dc.^ 

[368.] Ueber den ■* Catalogue de la BibKotheque de la viüe 
de Louüiers^ par Br4aut4^ biblioth^caire [Rotten^ impr. de 
iVrowl, vgl. B^et. du BiUioph. Bdge, 1844. Tom. I. 
No. 1. p. 362. Die Eröffnung der Bibliothek, die dem 
Cataloge nach aus 1999 Druck- und 28 Handschriften 
besteht, ist am 14. April 1833 erfolgt. . 

[878.] Einen aeiemlich ausffihrlichen Auszug aus dem * Cata- 
loge der Bücher u. s, w., welche auf der Bibliothek des 
asiatischen Departements sich befindet^, giebt W. Schott 



im „Archiv für wiflsauchaAlidie Kunde von Russland, 
herausg. von A. Erman.'' Bd. HI. 1843. Hfl. 4 [Ber- 
üb, Reimer. 1844. 8.] pp. 613—629. J>er Aussog fuhrt 
deo Titel: „Ueber einen. Katalog ostasiatbcher Bücher/^ 
[SS4>] Das SpkiUgfwm Rcmanum^ Tom, V,, habe ich jetzt 
selbst durchblättert und theile über die darin enthaltene 
„C^dicum jompia noiiHa*^ hier das Weitere mit 'Im Ver- 
laufe', der Vorrede sagt der Herausgeber, Ang. Mai, 
über seine Mittheilnngen einleitungsweise pp. IX — X Fol- 
gendes: ,9 Dum Codices vaiicanoM supariorilms ßnm$prameae 
gtaüomU officio perooluiarem , miätos ibi reperitbam famom- 
TUM kWoihecarum priicos cntalogos; quos primum adqtä- 
rendae cadiaimf id eU operum vW deperditorum vd certe 
ineditortm, cognitioni peruiäes judiaibam; duittde, BÜawm 
pubUea Optra in hi$ r^tnserenhtr ^ niHlo tarnen mimu ma- 
fucsenptoriON exanpiariHm^ permepo veterum et i^Uwiortim, 
Matum iudidim non modicam »uppeditabat commoditatem, 
lUupie memini me videro caialagot biblioikecarum mm. Car- 
dhuilium Besmrionh^ Sirieti, Caraffae, et aÜornm aliquot 
pmrpwratorum; item Pici miranduianij Ftdoii Ur§ini^ Onu- 
pkrü Pamfinii et a/ioriun eriiditoru$n. Rurnu caialogos 
codicum SfortiaHoruM , ColumneHMium , WHfnatterii Cr^piae 
ferrakie^ bibiiothecae.exMriaknn»^ et cmutdam by^avAinae; 
caUdogos quoque dtplomat^m et papyrovum in archioiit va- 
riis, coneervatorum; alio§ etiam divenarum mss. bibUoiheca-- 
TOM vfio codice timud coUeeto»; denique ipmiu bibUothecae 
«US. vaticamie plwres indtcidof $ub divertis Pomtißcibus scrip- 
io$, ex quibm tncremaite et qmndoque domna f.ve/uh* 
oUm aeddit in romaTM per ducem Borbomum voititaie^ et 
nyperiut iterum beüo galÜco) modo laetis modo moetÜ* ocur 
lie cogno$cebtan, Sed tarnen his cunctü conmdio praeter- 
mitiie^ Hatui- ceMriorum aiiquot Germaniae monatterionan, 
ociUcei LaHre$kamenMis , MeMbacemis, Corbeiensis, atque Ful^ 
deiuiiy in duohu peroetuiti» codicibiu altero palaÜno, ät- 
tero mdmn reginae Ivecas Christinae^ inventos catalogos^ 
quoM neque Montfaucifniui ma m$9: bibliotheca cmnplexus 
e$ty neque aiiuM jfacäe eruditm vidit, serie integra contextu- 
'fiis inUbato keic descrihere^ %U tot codicum pretiasonun, mag- 
. nam nne dMo partem deperditorum, mltern fama e^ noti- 
Um extet; quamquam reapee partem illomm fortasse medio- 
crem variis in loci* Muperesse sHspicor, mihique adeo exigu- 
US quidtan illorum numerus exphratus est, E[is addidi 
excerpta qmedam muito receniiorum mss. bibtiothecarum Sep- 
tem PalatinatvM ad Ehenum; etenim plura ex his postre- 



6 

mis exscriberiy iauH "fion erat, Ä^oluiis gennanicarum hi- 
Uiotheeanm catalogis, paucos addiäi Codices nanantiäanos ; 
deinde casinenses, qui vid sunt nobiHores; tnox tidndarium 
iieni casinense^ proüt certe saeculo XV,' erat; postea tabu- 
las aereas possessionum eins monasterUt; postremo ex adver- 
sanis meis votitiam' prompsi fiotahUitfrum aliquot codicufn 

• biMiothecae ambrosianae mediolanensis , in qua decennium in- 
tegrum intet bibliothecarios commemoratus ad studia anti-^ 
qaitatis incubui, Porro editionem meam praedidorum cata- 
logorum perpetuo commentario 'comitari avebam , in quo lec- «. 
tores praesertim admonuissem de deperditis sive' saais sivt 
profanis aurtoribuSf qui his pass^ codicibus continebantur. 
Sedquod typis tnnc properantibus ^ et me occupatoy fieri 
nvn potidf, id nunc breviter praestare studebo,^* Diesen 
Commentar werde ich an den betreffenden Stellen der 
Notitia codicum selbst citiren. Sie beginnt p. 161. Den 
Anfang macht pp. 161—^200 ^^Breviarium Codicum Mo- 
nasterii S. Nazarii in LMurissa (Lorsch) seu Laureshamen- 
sis ad Rhennm ex pervefusto codice BibUothecae Palatinae 
Vaticanae^ qui fuit olim eiusdem Monasterii/* Hierzu ge- 
h5ren die Stellen des Commentars über die Auetores pro- 
fani tf sacri ex cod. Lawresham.pp. XI — XII ^ XIV — XVIIL 
Dem Bremarium zufolge hat die Bibliothek aus et^as mehr 
als 1400 Handschriften bestanden. Hierauf folgt pp. 
201 — 202 „Breviarium Codicum Sahcti Petri Monasterii 
BesbeKensis (Reisbach);" Tgl. Cemment. pp, XII — XUI & 
XVlII. Das Bremarium fuhrt ein paar mehr als 100 Hand- 
schriften an. Dann pp. 202 — 203 „/ft Codices reperti 
sunt in Armario Saneti Petri^* — 49 an der Zahl. Dazu 

" bemerkt Mai „Vix dubito quin sermo sit de monasterio S, 
AMW Corbeiam. Vgl. Comment. pp. XIH & XVIlI. Fer- 
ner pp. 204 — 212 yyBreviarium Codiaim Monasterii t^r- 

* Beiensis^* — über 500. Mai*^ Qemerkupg hierzu lautet 
y,Hic Corbeiensis bibliothecae index plane diversus est ab eOj 
quem dedit Montfauconius in bibliotheca MSS. T. IL p. 
i406. Nee mirum ; ' noster enim loquitur de Corbeia Ger- 
maniae, Montfauconius de Corbeia ut reor Galliae.^^ Dazu 
•bemerke ich, dafs der von Mai mitgetheilte Catalog mit 
dem im Serapeum und im Noiweau Trait^ de Diploma- 
tique [No. 121] abgednickten , der sich ebenfalls auf das 
deutsche Kloster bezieht, zum grofsen Theile überein- 
stimmt, nur dafs der Mai*sche eine gröfsere Anzahl von 
Schriften anführt und jünger zu sein scheint, als der an- 
dere Catalog, dieser Letztere alphab^i^ch geordnet ist^ 



der Bfarsche aber okht Vcrgl. Comment pp. Xlll & 
XIX-^XX. Weiter noch pp. 212 — 215 „Qiiut U quo- 
ricm Codices fuerint in Bibiioiheca FuUhnai** — ein imar 
über 70. Vergl. Comment. p. XX. £s folgen nun die 
Uandschriftenveneichnisse einiger OberiiHi Isischen Kloster- 
bibliotbcken, jedoch nur im Aussii^e. Mai sagt hicri'iber 
p. 215 „JSj: codice vat. paiaL »cripto an. 160(), ekmrt, nbi 
extaiU eatalogi codicum qui mec.XVL adhM erani in bi- 

' UiotkeciM moHaMteriornm tu PältttifialH sHptrioTB ad Rhe- 
niim, nempe 1. WnUerhuLch, 2. Gu««/, «S. Wtiutnue, 4. 
ItXchenbacky b, MichdfM^ 6. Spaiiishart^ 7. Waldtassen, 
excerptm perpauea taHtummodo keic adicnbimugf quia plr.- 
rique Codices seqMorum temporum sunt et ignobiles vel com- 
muneif ideoque comwumoratione non digtii.^^ Die Excerptm 
jKlbst finden sich pp. 215—216 ex BiUiotheca H aller- 
baekensiy p. 216 CässelieHii^ pp, 216 — 217 Weiuenofnui^ 
p, 217 Rdchenbacheiuif ilnd. MicMel/Mensi , />. 218 iSpains- 
kaiieMi, ibid. Waidsastenei, Zu diesen Pfalser fixccrpten 
YgU Comment. pp. Xlll. £ XX. Sodann pp. 218-220 
„NaUtia Codicum Mowuterii Nonanttdani ex codice Svi»o- 
rianOf olim JNonarUulaHo.** Vgl. Comment. p. XXI. In 
ieiber Bemerkung Mai's über die NonantiilantT Bibliothfk 
heifst es »»De Bibiioiheca Nonattiidajta breviler ioquilur Uii'- 
roMjfmitf Tiraboschiui in hisioria cjiu abbatiae T, L p, X VI 
et p, 184 — 187, qui ei codicum notitiam qmndam delibai, 
Mtätoe aviem ipsemei vidi Momae in BibUotheca Seseariana, 
in quam abbaiis^ Hilarionis Brancaiii indttsiria ante ho% 
annos commigraruniy Die Noiitia zählt 106 Uaudsclirif- 
ten. In Betreff des femerweit mitgctheilten Ausxuges aus 
dem UandschriflenversKeichnisse von Monte Carino bat Mai 
p. 221 Folgendes dem Auszüge voraiisgoschickt: ^^Extal 
in Bibiioiheca Valicana copioMUs catalvgus codicum reh'btrr- 
rimi monanierii Casinennt, ad Paulum IL P. Af., ul slt^mma 
impreuum dimonstrai, ab eJM temporis abbale iTan*mi»»uif 
nmplici qtiidem ratione ted tarnen accurate con/nrlus; quem 
H iotHM heic extcriberemuM y nimia res foret; praesertim 
quia Montfavconius in BibL MSS. T. /. p. 215 haud fx 
nastro quidem exemplari, sed ex ipsa apud Casivum rodi- 

. cum inspedione, jam pridem dedii excerpta. Nosque ipti 
in tomo IlL Script. Vei, pari. 2. p. 163 gustnm nliquem 
dedimus. Pauca igiiiur Melibure fore aTlßiiramur. Cnlero 
qui diplomatica Caäni monumenta, quae in parte calalogi 
iMt. posteriore scribunlur^ quaeque Monifauconius indicta 
praetemt , a^^mussim omnia lectoribus tepraeHntubimus, Praa- 



8 

ma quidan Cannenm abbatis hremuivM epiäela iia «e Ao- 
bet „„Beaiumme Pater, /Vf< pedum -opu»cula beatorum 
eU, Nan potui inceptum opus tmn brevi perficere^ ifuia in 
eo caniinewtuf mvlia ei varia Ubrorum genera, tpiae citiuM 
notare non peteram et miitere «tcul' eupiebism, tct infra 
BeaHiudo vesira potent eognoscere, Laboraoi tarnen pro 
viribus, ut Sanditati vestrae saUsfaceremu*^ ^^ Hieraof pp. 
221 — 3SA der besprochene Auszng ^^Ex Catalogo Codi- 
cum Casinensium (vgl. Comment. pp. XIV & XXI— XXII) 
und pp. 221 — 236 ^^Regisk-um Monasterii Casinensis.^* 
Der Grpnd, wefshalb das, ^^JRegistrum^' dem Cataloge an- 
gehängt worden, und für denselben ßuch^nicbt ohne alles 
Interesse sein mag, ergiebt sich aus, den Anfangsworten 
des Registers 'selbst „Monemu^^ heifst es dort yjbihiio» 
,ikecarios^ qd pro tempore fuerintj ut pervigilem ewram de 
kis registris httbetuU, maxime in migratione seu obitu et 
ouecessione praetatorumj qma tunc officiales et praesertim 
notarii solent mutari, tnprimis regislrum Petri diaconi et 
bibUothecarü cdsinensis motMsterii in Httera loitgobardica 
conÜnens primo priviiegia summorum PonÜßcam, ac deinde 
. Imperatomm rotnanorum^ JRegum, Ducum, Comitum^ ah'o- 
rumque nobiUum^ ei ßdeliam donationes etc/* An das Me- 
gistrum reihen sich endlich pp. 237 — 242 ,,NoHtia - Codi- 
tum Sessorianorum'* (im Kloster S, Croce di Gerusalemme), 
pp. 242 — 243 ,,De Codidbus tdiquot VaUiceUiani^' und 
pp. 244 — 250 jjDe nonnuUis Codidbus Bibliothecae Am- 
brosianae MedioUmensis, et primttm de palimpsestis,*' Un- 
ter diesen Ambrosianischen Handschriften ist p. 246 ein 
y^Catalogus iUorum Codicum bobiensis moHasterii, qtä in biblio- 
theeam ambrosianam transierunf angeführt, ein Codex, 
wie Mai sagt „a6 eruditis notandus ob bobiensium manu^ 
saiptorum famam afque praestantiam *^ 

Schliefslich gedenke ich bei dieser Gelegenheit der 
kurzen , in Mone's Anzeiger fi'ir Kunde der teutschen Vor- 
zeit, 1836. p\K 110 — 111 mitgetheilten Nachricht über 
die Vaticanische Handschrift, welche die Kataloge der 
Lorscher and Fuldaer M^nuscripte ^enthält. < — Cod* Pa- 
lai, No. 1877. «ICC. IX. /. 1_— 34 das alte Lorscher Vcr- 
zeichnifs, wozu f. 3'i ein Nachtrag mit der Bemerkung 
9,hos libros reperimus in Ganyieftias^ quos ijreruuardus ibi- 
dem reUquity ei abinde huc iilos tramdulimus.^' ff. 35 — 43 
der Fuldaische Katalog aus dem XI. oder XII. Jahrhun- 
derte t^quot et quorum Hbri fuerint in Hbraria Fuldensi^** 
darunter ein VerzetehniCs derjenigen Bücher,, welche von an- 





«lern Orten nach Fulda gebracht worden sind, z. D. de 
cdU Ringolfi mümiiin IV efc, de Akakutitm Alrmuftttiae 
aliati 99tHt libri OtolU^ qiti ordsiu est. Eiitilich der jüngere 
Lorscher Katalog mit einigen Anmerkungen vun einer 
Hand des XVI. Jahrhunderts. 

|«I86.] Zu den theils ans dem * ,^ournal des Debats," theils 
aus dem * ,,Monitear^ entlehnten' Nachrichten über ilie 
Bibliotheken des Berges Athos sind noch folgende hinzu- 
zufTigen: * Bibi. de Ivcole des Chartas ^ 1844. Janv, p. 
300. * Remie de Bitiiograph. aiuiftft. 1844. Jhhv, pp, 
80—^. Zeitschf. f. die Alterthuinsw. Jahrg. U. IH44. 
Hft III. No. 25. p. 200. 

[421.] Eonen ganzen kurzen Aiiszug aus dem Kataloge der 
Handzeichnungen und Kupferstiche «ler königl. Bibliothek 
zu Paris giebt auch ein Artikel ^yOtbinei des estampi$ de 
Id hihUoikeque rofpde de Paris** im ' Bullet da BiMioph. 
BelgB, 1844 Tom. I. No. 5. pp. 243-^244. 

[433.] lieber Geijer's Schrift, des Königs Gujitaf Hl. Pupicre 
in der Universitätsbibliothek zu Upsala betr., Th. 1. II., 
vgL V. Ekendahl in der Neuen Jen. allg. Lit. Ztg. 1^44. 
No.172. pp. 686 a— 688 b. No. 173. pp. 680 a— 692 b. 
No. 174. pp. 603a— 695a. Blatt, fiir IKcr. Unterhalt 
1844. No. 273. pp. 1089 a — 1091a. No. 274. pp. 
1093a — 1095 a. 

Als Nachträge zu den früheren Jahrgängen des Anzei- 
gers sind folgende Schriften zu erwähnen: 

Zum Jahrgang 1840. 
[437.] * Geschichte der Bibliotliek des Gymnasiums lu 
Elbbig, vom Prof. Job. Aug. Merz. Nebst einigen 
Beilagen. Sdinlprogramm. 4. 18 SS. 

[438.] Gutenbergs erster Druck oder Facsimilc der erittcn 
Seite des ersten In der Welt gedruckten Buches. 
Bei Gelegenheit der vierten Sacularfcier des Typen- 
drackes mit einer kurzen geschichtlichen Erläuterung 
heraosgegeben von Otto Friedrich Welirlian. Leip- 
zig. Fol.' 1 Bl. mit Umschlag. Pr. 10 Ngr. 
Das Facsimile betrifft das in der leipziger Univcrsitittä- 

bibliotliek befindliche Pergamentexeuiplar der Gutenbcrg'schcir 

Bibel. 



10 

[439.] ^ MiUlieiluhgen über die öffentliclie Bibliothek in 
Lfibeck, von Professor Dr. W. \. Ackermann.- Lief. 2. 
Lübeck. 4. SS. 
JKsr *Lief. 1. Lübeck. 1835. 4. 9 SS. 

Die Mittheiiungen enthalten allgemeine Nachrichten. 

[440.] * Nenjahrsblatt heraäsgc^eben voh der Stadtbiblio- 

thek in Zürich aof das Jahr 1841. 4.' 8 SS. 

• Enthält Beiträge znr Ziircherischen Buchdrucker- und 
Gelehrtengeschichte. Zuerst eine Bemerkung über Christoph 
Froschaoer, mit dessen Bildnifs. Dann bibliographische Noti- 
zen zur Geschichte der Zürch. Kalenderiiteratur. Endlich Mit- 
theiiungen zur Geschichte Zürch. Zeitungen. * Vg^. Berl. liter. 
Ztg. 1842. No. 19. pp. 458—459. 

Zum Jahrgange 1841: 
[441.] * Facsimile der ersten Seite der Gatenberg''schen 
Bibel, genaa nach dem Bergamentexeroplare der 
konigllclien Bibliothek so Berlin copirt. Mit . den' 
colorirten Randverziertingen desselben. Ileransgege*' 
ben von O. Eicliler. Berlin, Eichler. gr. Fol. Pr. 
1 Thlr. PrachtcxempL 1 Thlr. 15 Sgr. 

[442.] '^^ Geschichte der Bibliothek des Gymnasiums zu El- 
hing, Ton Professor Joh. Aag« Merz. Fortsetzung. 
Scholprogramm. 4. 23 SS« 
JIS- No. 437. 

[443.J Ausstellung meist originaler Drucksclirlften zur Er-. 
laaterang der Reformationsgeschichte , mit besonde- 
rem Bezog auf die deutsche und halllsche Ku*chen- 
Torbesserong. Veranstaltet zur 300jährigen evange- 
lischen Jobelfeier der Stadt Halle im Examinations- 
Saale der Fraiickeschen Stiftungen. Halle, Ge- 
baner - Schwetschkesche Buchdrockerel« 8. IV. u. 
100 SS. 

Die zur Feier des Reformationsfestcs in Halle veranstal- 
tete Ausstellung sollte nach dem ursprünglichen Plane eine sehr 
umfassende, bibliographisch genau verzeichnete luid erläuterte 
Schriftenschau darbieten; jedoch nothigten mehrfache, ander- 
weite Beschäftigungen die Veranstalter des Unternehmens , den 



/ 



11 

Kreis desselben CBger n siehcn nnd» mit Uebergehiinj; alles 
desseo, was die Gute befreiindeter Vorsteher uuil Besitzoc 
bedeutender Bibriotheken tbeils zugesagt hatte, thnJ« gewährt 
haben würde, auf das in Haitischen Bibliuthrki'ii \'(»rhan<K>ne 
SU beschranken. Dadurch erhielt die Torlicgende Schriften- 
schau allerdings einen eigenthumlichen örtlichen Werth, und 
bietet, bei der Fülle des 'Wichtigen nnd Anziehenden, ein giir 
nicht uninteressantes Seitenstück zu den von S. J. Baunigarten 
in der Hallischen Bibliothek niedergHegten Nachrichten. — lin- 
ier denjenigen Bibliotheken, welche aus ihren Schätzen zur 
Schrifteoschau beigetragen haben, sind die Marienbibliothek, 
die mit der Uniyersitätsbibliothek verbundene von Ponickaui- 
sehe; die Universitätsbibliothek selbst, die Biblioth'ek des Wai- 
senhauses und die Privatbibliotheken von Dryander, Eckittein, 
Forstemann, Fulda und Schwetschke zu nennen. — Die BiV 
cherschau betrifft I. das Zeitalter vor der Reff »nnation ; II. das 
Zleitalter der Reformation, 'und zwar 1. die wichtigsten Er- 
eignisse der Reformation, 2. die vorzüglichsten Urheber und 
Beförderer derselben, 3. die evangelische Kirchenlehre nnd Kir- 
chenverfossong^ 4. die Gegner der Reformation; lil. die Ge- 
schichte der Reformation pnd der evangelischen Jubelfeste in 
Halle nebst älteren hallischen nnd erzstiftlich-uiagdebnrgischen 
Kirchen- Schriften. In .einem kurzen Anhange finden sich ein 
paar Nachwdsnngen über Handschriftliches und Artistisches, 
sowie Nachtrage. Der Herausgeber der Schrift ist, wenn ich 
nicht irre, der im Fache der Bibliographie bewanderte Dr. 
Gustav Schwetschke. 

[444.] * Vcncicluiifs der cliristliclien Leihbibliothek von 
J. G« OrÜepp« Hambnrg. 8« 

Die Bibliothek ist durch milde Beiträge begründet wor- 
den, und enthält. 2200 Bände, meist Bibeln, Bibelerklärungen, 
Erbauungs- und andere geistliche Bücher, sowie überhaupt ' 
gemeinnützige Werke, 

[445.] * Analytwal account of tke Sindibad Namah^ o'r^ 
Book of Sindibad^ a persian mann^cript poein in 
ihe library of the East ludia Company ; by i^r- 
bes Falconer. hotidon, 8. 

Enthält, aufser dem analytischen Berichte des, obwohl in 
meiner Art in Europa einzigen, doch leider nicht vollständigen 
Manuscriptes , einzelne Abtheilungen des Werkes selbst. \'gl. 
Dlätt. f. liter. Unterhalt 1842. No. 41. p. 164. 



12 

[446.] * Ptolrkowtcer Anssilge, oder einige AassTige aas 

der Brichersammlung in Piotrkowlry, hemusgegebcn 

' Ton Andreas Eduard Kozmlan. Breslau, Scliletter. 8, 

Unter dem Wichtigeren, welches aus der von dem Her- 
ausgeber selbst angelegten Sammhing mitgetbeilt worden ist, 
shmI die Briefe des Königs Stanislaw August an Adam Narusze- 
mici, das Tagebuch während des Aufenthalts Stau. Augusts 
in Kaniow im Jahre 1787 und die wahrscheinlich von Vespa- 
sian Kochowski herrührenden Dichtungen aus der Zeit des In- 
terregnums nach dem Tode Johanii's III. zu erwähnen. Vgl, 
Jordan m Blätter für literar. Unterhalt. 1842. NoT 41. pp. 
l(>3a— 164a. 

Zum Jahrgänge 1842. 
[447.] * Catalogue of the higly vältiable, and important 
' CoUection of Sanskrit Manuscripts of the lote Sir 
Bobert Chambers^ knightj chief justice of Bengal. 
Jjondan. 8. 

Chamliers soll. diese Sammlung^ die bekanntlich von höch- 
ster Wichtigkeit ist, und z. B. alle Yedas nebst Zubehör be- 
sitzt, während seines 25jährigen Aufenthaltes in Ostindien vom 
J. 1774 an mit einem Aufwände von 20- bis 25,000 Pfund 
zusammengebracht haben. Der Catalog wurde zum Behufe 
ofientlicher Versteigerung der Sammlung gedruckt, die Yer- 
iteigemng aber durch den Ankauf der MSS. von Seiten des 
Königs von Preuf^en für die königl. Bibliothek* zu Berlin rück- 
gängig gemacht. Professor Alb. Höfer in Gr^ifswald ist mit 
der genaueren Katalogisimng dieser Handschriften beschäftigt. 
Vgl No. 289. 

[448.] '*' Be Libris duobus MSS. ad res Maximiliani L 
et Caroli F. aetate gestas pertinentibus^ SS. 1 — 11, 
nnd Scliulnachrichten vom Direktor "Fr. 11. Mal- 
kowsky, SS. 12 — 20, Ilerbstprogramm des Progym- 
nasiums zu Deutsch-Krone. 4. 

[449.] '*' Zweites Verzeicluiifs der Biicher und kleinen Sclirif- 
ten^ welche der natnrforschenden Gesellschaft zu 

• GörKtz gehören, wissenschaftlich geordnet v. Jahre 
1839 --> 1842 von Dr. Sintcnis. Görlitz bei llayn. 

' 8. Mit dem ersten Verzeidinisse zasammen 71 SS. 
Pr. 8 Ssr. ' 



. 13 

* Erstes Vencichnirs etc., wineotcliaftlich geordnet 
im Jahre 1838. 8. 

' [450.J * Ckartea et Manuacnit en papgrua de la Biblkh- 

tb^que Rotöle. CoUeciion de facsimilesj accom- 

pagn^s de uoiiees ki^Uoriques ei pat^hgrapkiqueM ei 

puöU^a paur V^eole rmfaie tiee ekariea eie. par M. 

ChampoUion-Figeac. lAvr. 2. Porf«, Didoi, /W. 

27 Platten. 

Vgl. * MuDch gel. Anz. 1843. Juni. No. 1 hZ HiiiMcht- 
lich der ersten Lieferung fehlen mir die erforderlichen Nach- 
weise. 

[451.] Dem Verzeichnisse der Vorlesangen auf der Universi- 
tät Krakau im Studienjahre 1842—43 (* Index schal, in 
«ittoer«. itud, Jagellonica inde a die L Od, 1{H2. u*que 
ad medium mensem Julium a, 1843. hubendarum) ist vom 
Professor Trojanski eine kurze Beschreibimg eines in der 
Universitätsbibliothek befindlichen, wahrscheinlich oder we- 
Digstens nach des Verfassers Ansicht in's X. Jahrbuntlert 
gehörenden Codex von Cäsars Commentarii^ mit einem 
lithographirten Facsimile der letzten Worte des 6. und 
des I.Cap. des 7. Diichcs- de Mio galiico^ vorangestellt. 
Vgl. Zeitschrift iur die Alterthumsw. Jahrg. III. 1845. 
Hft II. No. 15. p. 120. 

[452.] ^Catalog der medicinisch-ehirurgisdieD lliblioUick In 
Zürich. Säpplcment« 8. Circa 900 Nummern. 

XS* '*' Catalog n. s. w. , ochst einem Cataloge boloeo- 
graphischer Schriften. 1834. 8. 

Zum Jahrgange 1843: 
[453.] * Deile pubbUehe biöUateche^ pensieri di un ana^ 
nhno [Gius. Bragazzi]. FblignOy Tamassim. 8. 

' S8 SS. 

Enthält Vorschläge zur Begriindung Ton Stadt- und Ver- 
einsbibliothekea. 

[454.] Ergrundon? von Volkshlbliotlicken. — „Znr Geschichte 
der Zschokkestiftung für Eriveckung imd Verbreitung volks- 
veredelnder Schriften und Begründung von Volksbiblio- 
theken. Erster Jahresbericht von Dr. Robert Haas.*' 
[Frankfurt a. M., Saiierländer. 8. 65 SS. Pr. n. 10 Ngr.] 
Die daria enthaltenen Nachweise über bereits gegrüodetie 



14 

Volksbibliotheken sind im Vergleiche zn der grofsen Menge 
von Bibliotheken, die in neuerer Zeit entstanden, äufserst 
dürftig zu nennen, und neben anderen Schwächen des 
Schriftchens ein Beweis mehr, wie wenig der Verfasser 
verstanden habe, dasjenige, was seinem allerwärtsher zu- 
8ammeflge6to|>|>elten Berichte einigen Werth geben konnte, 
zu berücksichtigen. Mit der deutschen Sprache scheint 
Haas übrigens auch nicht recht vertraut zu sein. 

^ [455.] * Catalogue des accroissements de la bibliothkque 
royale en livres imprim^s^ en cartes^ en est am- 
pes et en manuscrits* Xrosieme partie (r/t« 1« Jan-* 
vier au 31. D^cembre 184 !)• Bruxelles^ Muquardt. 
8. 122 SS. . 

In Betreff der No. 320 a erwähnten beiden ersten Ab- 
theilungen ist Folgendes liäher zu bestimmen und zu berich- 
tigen: Premiere Partie (da 1. Juillet 1833 au 31. D^cembre 
1839; ^ Deaxi^e P. (du h Janvier m Sl. D4cembre 1840;. 
Bruxelles, Muquardt, S. VII. u. 133 & 64 SS. Ueber alle 
dre^ Abtheilungen vgl. BulleL du Biblioph. Beige. 1844. Tom. 
t No. 4. p.> 192. Dort heifst es in BetreÖ der Einrichtung 
dieser Cataloge „ Ce« tnventaires sont disposh suivant les dix 
cat^gories gHkerale$ du catalogue m^thodique^ et, dans _ckaque 
classe, les livres sont tnnges par ordre alphahÜique des titres 
. QU des noms des auteurs; de sorte qüe les rjecherches peuvevtt se 
fmire avee la demihe facilit^J* 

[456.] Deutsche Bibliotheken. — ♦ Notice sur les hihliotke-^ 
qnes publiques de Nuremberg et de Munick^ extraits des 
Nouveaux souveiiirs d*Allemagne de M, de JReiffenberg, S. 
Bulletin du Bibliophile puM, par Techener. 1843. No. 12. 
pp. 571—592. Vgl. No. 390. 

[457.] Oesterreichische Bibliotheken« — * Katalog der Man- 

datariatsbibliotheken zu Linz und Steyer« IL Ter- 

mehiie Auflage« . Linz« 8« ^ 

Eine Fortsetzung soll bald folgen. In Betreff der er- 
sten Ausgabe' fehlen mir die Nachrichten. 

[458.] Sächsische Klostcrbibliotheken. -r- »,Verzeichnifs Säch- 
sischer Klöster und Stifter in Bezug auf Bibliotheken- 
konde,^^ von J. Petzholdt. S. „Archiv für sachsische Ge- 
schichte nnd Alterthnmskunde.^^ Heransg. von K. Gautsch. 
Jahrg. L Hft. 5. 6. Griimna, in Commission b^i Geh- 



15 

■ 

hanlt 1849. 8. pp. 318— rS90. Mit Bemerkungen des 
Meraii8gek>er8. 

Bei der geringen Verbreitung des Archives, weichet 
leider jetzt ganz eingegangen ist, halte ich es fiir gut, 
das Veraeichnifs hiier in aller Kurze zu wiederholen, und 
zugleich alle Diejenigen, welche es zu berichtigen oder 
zu vervollständigen im Stande sind, freundlichst dazu 
aufzufordern. 

Alt- oder Mariazelle bei Nossen. — Gstercienser- Mönchs- 
kloster zu S. Maria, 1162—1175 gest. und 1543 säcul. 
Im letzteren Jahre kam die seit c. 1440 gesammelte Bi- 
bliothek in die leipziger Universitätsbibliothek. 

Ahnaberg. — Franciskaner-Mönch^kloster, 1502 — 151 2 gest. 
und 1539 säcuL Die Bibliothek kam 1540 in die Stadt- 
kirche nnd von dort 1538« in die Schule. 

A^ne. — Augustiner- Kloster (Mariazell) geregelter Chorherren, 
vor 1173 gest. ' 

Buch bei Le isnig. — Cistercienser- Mönchskloster (flgenthal) 
zu S. Maria,, 1192 gest. und um 1520 säcul. Die Bi- 
bliothek kam 1545 in die Lei|iziger Universitätsbibliothek. 

Bndissin. — . Collegiatstift zu S. Petrus, 1217 gest., besteht 
noch nnd besitzt eine Bibliothek. '— Frandskaner- Mönchs- 
'kloster zu S. Maria, 1217 gest. 

Camenz. — Gstercienser-Nonnenkloster, 1249 gest. u. 1264 
nach Mariastern übergesiedelt — . Franciskaner - Mönchs- 
kloster, um 1490 gest Aus dem Reste der seit 1516 
gesammelten Bibliothek entstand 1666 die Schulbibliothek. 

Chemnitz. — Benedictiner- Kloster regulirter Chorherren zu 
S. Johannes, 1125—1136 gest. und um 1540 säcul. Die 
Bibliothek kam 1545 in die Leipziger Universitätsbiblio- 
thek; — Franciskaner-Monchskloster, 1480 — 1485 gest. 
und um 1540 säcuL — Franciskaner- Nonnenkloster (?), 
1487 gest. 

Dobeln. — Benedictiner -Nonpenkloster, 1328 von Stancha 
bei Lommatzsch übergesiedelt und 1582 säcul. 

Porschnitz bei Lommatzsch. — Gsterdenser - Nonnen- 
kloster, 1190 gest., nach Sitzeroda bei Torgau über- 
gesieddt 

Dresden. — Augustiner-Mönchskloster, 1404 gest. und 1543 
sacnl. Die Bibliothek befindet sich vielleicht noch in 
Dresilen. — Franciskaner-Monchskloster, vermuthl. 1278 
gest. nnd 1543 säcul. Wohin die Bibliothek gekommen, 
ist nngewifs. — Francbkaner- (S; Clara) Nonnenkloster, 
XIIL Jahrhdt gest 



16 

Ebersdorf bei Chemnitz. — Collegiatstift sn S, Maria, 
vor 1449 ge«t. 

Eicha bei Nau^ohof. : — AnJtoDipr-Kloster reguHrter Chorher- 
ren. Die Bibliothek kam 1525' in den Besitz des Leip- 
ziger Augustiner - Klosters regulirter Chorherren zu S« 
Thomas« 

Frankenhausen bei Crimmitzschau. — Cistercienser- 
Nonnenkloster, 1286 — 1296 von Grünberg überges. und 
zur Zeit der Reformation säcuL 

Freiberg. — Augustiner- (S. Maria -Magdalena) .Nonnen- 
kloster von der Bufse zu S. Jacob, 1286 gest, und 1537 
säcul. Die Bibliothek kam in die Jacobikirche> wo sie- 
sich noch befindet« — Collegiatstift zu S. Maria, 1480 
gest und 1537 säcuL Im letzteren Jahre kam die Bi- , 
bliothek in die Domkirche und von dort 1563 in die 
Schule. — Dominikaner «^ Mönchskloster zu , S. Paui^ 
1233—1236 gest und 1537 säcul. Die Bibtiothek, welche, 
nach dem 1484 erfolgten Brande der früheren, 1488 von 
Neuem entstanden war, kam 1537 in die Domkirche und 
von dort 1565 in die Schule. — Franciskaner - Mönchs- 
kloster zu S. Maria, 1223-1233 gest. und 1537 säcuU 
Im letzteren Jahre kam die Bibliothek mit Ausnahme eini- 
ger weniger Bücher, welche im nämlichen Jahre an das 
Meifsner Franciskaner - Mönchskloster übergeben worden 
waren, in die Domkirche, und von dort 1565 in die Schule. 

Geringswalda. — ^ Benedictiner-Nonnenkloster zu S. Maria, 
1182- gest. und 1548 sacul. 

Gnandstein bei Frohbiirg. — Benedictiner-Nonnenkloster, 
von Roda bei Frohburg übergesiedelt. ? 

Göd'au bei Budissin. — Collegiatstift zu S. Peter und PauL 
Die Bibliothek ward durch Unterschidf vernichtet. 

Grimnta. — Augustiner-Mönchskloster, 1290 gest. und 1529 
säcul. Die Bibliothek ist wahrscheinlich in dem Besitze 
der jetzigen Fürstenschule. 

Grünberg bei Frankenhausen. -~ Cistercienser-Nonnen- 
kloster, 1286—1296 nach Fraokenhausen übergesiedelt 

Grünberg oder Grünlichtenberg bei Waldheim. — 
Collegiatstift zu S. Nikolaus. ? 

Grünhain. — Cistercienser-Mönchsklöster, 1236 — 123S gest 
Die Bibliothek kam mit Ausnahme derjenigen Bücher, die 
sich im Grünhainer Klosterhofe zu Zwickau befanden, 
1522 in die Wittenberger Universitätsbibliothek. 

Hain oder Grofsenhain. — ^ Augustiner - Kloster der Ma- 
rienknechte, 1068 gest — Augustiner- (S. Maria-Magda- 



17 

kna) Nonneiikloiter too der Bufse, 1240 gett — Cel- 
legiatstift, Ton Zscheila bei Meifäen übergesiedelt. 

Kon igst ein. — Cölettioer-Möocbskloster der Wunder Afaria, 
1516 gest. Die Bücher, welche die Mönche vom 0>bi- 
ner Colestiner-Kloater bei ihrer Einwanderung miterhalten 
hatten, kamen 1524 dahin zurück. * 

Laufsigk. — Benedictiner-Mönchfklo&ter, 1105 gest. 

Leipzig. — Augustiner.- Kloster regiilirter Chorherren zn S. 
Thomas,., 1213 — 1221 gest. Die Bibliothek kam nach 
der Sacnlarisation des Klosters 1543 in die Universitäts- 
bil^liothek. — Bcnedictiner- (S. Maria -Magdalena) Klo- 
ster der Marienmagde von der Butse zu S. Georg, 1240 
r Ton Zwenkau übergesiedelt — Bernhardiner -Mönchsklo- 
ster. — Dominikaner-Mönchskloster zu S. Paul, 1231 — 1240 
gest Die bereits seit der Mitte des XI iL Jahrhunderts 
gesammelte Bibliothek kam 1543 in den Besitz der Uni- 
versität, und bildet die Grundlage der Universitätsbiblio- 
thek. -^ Franciskaner- Mönchskloster, im XIV. Jahrhdt. 
gest Die Bibliothek kam 1543 in die Universitätsbibliothek. 

Liebethal bei Lohmen. — Nonnenkloster (?), bereits 1498 
abgebrochen. ^ 

Lol>au. — Frandskaner - Mönchskloster zum heil. Kreuz, 
1336 gest 

Maria thal bei Ostritz. — Cisterdenser - Nonnenkloster^ 
1234 gest 

Mariastern bei Camens. — Cisterdenser - Nonnenkloster, 
1264 von Camenz übergesiedelt 

S. Martinsthal beiCrimmitzscbau. — Carthäuser-Mönchs- 
kloster, 1222 ge»t 

Meifsen. — Augustin^- Kloster regulirter Chorherren zu S« 
Afca, 1205 gest und 1539 säcul. Wohin die Biblio- 
thek gekommen sei, ist ungewifs: — Benedictiner- Non- 
nenkloster zum h. Krenz, 1217 am Schloüibcrge gest., 
bald darauf in den nahe gelegenen Keilbusch an der £lbe 
übergesiedelt und in Folge der Reformation säcul. — 
Frandskaner - Mönchskloster zu S. Peter und Faul, 
1250—1258 ge^t und 1539 säcul. Die Bibliothek ward, 
nachdem sie 1550 der Mdfsner Bath in Besitz genom- 
men hatte, 1833 zu Dresden versteigert. — Uodutift 
zu S. Johannes, 967 gest. Die Bibliothek, die bereits 
1154 entstanden sdn soll, kam in Folge der Capitula- 
tion V. 10. Oct. 1581 nach Würzen zur Aufbewahrung. 

Matzschen. ^ Augustiner-Kloster der Marienknechte, 1496 
- gest 

2 



18 

Nimpschen bei Grimma. — CistercielDser - Nonnenkloster, 
.Mariathron, 1243 gest. 

Oschatz. — Collegiatstift, 1284 gest — Frandskaner- 
Monchskloster zu S. Maria , gegen 1228 gest. nnd 1539 
säcol. Die Bibliothek ist, nachdem sie der Oschatzer 
Rath 1553 in Besitz genommen und später in der S. 
Aegidienkirche aufgestellt hatte, seit 1842 an die PrinzU 
Secundogeniturbibliothek nach Dresden Verkauft. 

Oybin bei Zittau. — Cölestiner - Mönchskloster , frühzeitig 
gest. und 1545 von den M5nchen vei:las8en. Die Biblio- 
thek kam 1560 io den Besitz des- Jesuitencollegiums, der 
-jetzigen Universität zu Prag. Vgl. Konigstein. 

Pegau. — Benedictiner - Möpchskloster zu S. Jacob, gegen 
Ende des XI. Jahrhdts. gest., 1101 neu organis. und 1545 
säcul. Im letztern' Jahre kam die Bibliothek, die bereits 
zugleich mit oder wenigstens bald nach der Einftihrung 
der neuen Organisation entstanden war, in die Leipziger 
Universitätsbibliothek. 

Pirna. — Dominikaner - Mönchskloster , um 1500 gest und 
1539 säcuL Die Bibliothek kam 1525 in die Leipziger 
Universitätsbibliothek. 

Planen. — Dominikaner - Mönchskloster, 1285 gest. und 
1538 säcul. 

Badeburg. — Angostiner- Kloster der Marienknechte, 1496 

Bemi8«en bei Waidenburg. — Benedictiner- (S. Clara) 

Nonnenkloster, 1280 gest. und 1543 säcul. 
Riesa. — ^^.Benedictiner-Nonnenkloster, 1226 gest. und 154S 

säcul. 
Roda bei Frohbnrg.? — Benedictiner-Nonnenkloster, 1220 

gest. und später nach Gnandstein übergesiedelt. 
Schiettau. -^ Augustiner - Kloster regulirter Chorherren, 

1240—1247 .gest. und 1536 säcul. 
Senfs litz bei Hain. — Franciskaner- (S. Clara) Nonnen- 

kloster, 1268 — 1279 gest Aufserdem soll noch ein 

zweites Kloster bestanden haben. 
Sornzig bei Mügeln. — Benedictiner -Nonnenkloster, Ma- 
riathal, 1225 gest. und 1539 säcul. 
Stancha bei Lommatzsch* — Benedictiner-Nonnenkloster, 

vor 1265 gest. und 1328 nach Döbeln übergesiedelt; 
Stolpen.— CoUegiatstift zn S. Barbara. Die Bibliothek ist 

1723 verbrannt." 
Str«hla. — Frandskaner- (S. Clara) Nonnenkloster, 1314 

gest. 



19 

Wald heim. — Aogtutiner-Mondilkloiter, 1404 gest. und 
1544 SacaL 

Warzen. — CoIIegiatstift zu S. Maria, 1114 gest Die Bi- 
bliothek besteht) mit der Meifsner SUflsbibliothek irer- 
einigt, jetzt noch. 

Zittau. — Franciskancr-Monchskloster zu S. Peter nnd Panl 
1244 gest Die seit dem XIH. oder XIV. Jahrhdt. be- 
gonnene Bibliothek kam vor 1564 in den Besitz des Zit- 
tauer Rathes, und bildet die Grundlage der jetzigen 
•Rathsbibiiothek. — Franciskaner- (S. Chira) Nonnen- 
kloster oder Regelhaus ^ 1378 gest. 

Zscheila bei Meifsen. — CoIIegiatstift, 1204 gest. lind 
spater nach Hain übergesiedelt 

Zschillen, jetzt Wechsel bürg. — Augustiner-Kloster ge- 
regelter Chorherren, 1174 gest. und später in einen Com- 
thnrhof der deutschen Ordensritter umgewandelt. 

Zwenkau. — Benedictiner- (S. Maria -Magdalena) Kloster 
der Marienmägde von der Bufse, 1212 gest und 1240 
nach Leipzig übergesiedelt 

Zwickau. — Klosterhof der Grünhainer Cistercienser. Die 
Bibliothek kam 1522 in den Besitz des Zwickauer Bathes, 
und bildet die Grundlage der jetzigen Raths- oder Schul- 
bibliothek. — Franciskaner -Mönchskloster, 1231 gest 
und 1525 säcnl. Iqi letzteren Jahre kam die Bibliothek 
in die Raths- oder Schulbibliothek. — Franciskaner- (S. 
Clara) Nonnenkloster, 1296 gest. 

[458 a.] Bibliothek der höhereu Bürgerschule la Ascherslefien« 
— Schulnachrichten vom Director Looff im Osterpro- 
gramm 1843. der höheren Bürgerschule zu Aschersleben, 
p. 23, über die im Laufe des Schuljahres 1842 — 43 
stattgefundene Vermehrung der Lehrer- und Schullese- 
bibliotheken, deren erstere am Schlüsse des Jahres 679* 
Werke in 1628 Bdn., die letztere 827 Werke in 814 
Bdn. entluelt 

[459.] Gymnasialbibliothek zu Danzig. — Schulnachrichten 
im 1843. Osterprogramm des stadtischen Gymnasiums za 
Danzig, p. 8 über die im Laufe des Schuljahres 18|f 
erfolgte, gar nicht unbedeutende Vermehrung des Lehr- 
apparates d. h. der eigentlichen Gymnasialbibliothek. 
• Fast ebenso viele Bucher sind geschenkt, als gekauR 
worden. 

2* 



/ 
[460.] '*' Verzeltiin'fs der Bibliothek des schulirlssenschaft- 
licIieD Bildungs-Vereines. VI. Naclitrag. Hamburg. 8. 

]{^ * Yerzeichnifs -o. s. w. Hamburg. 1837. 8. Nach- 
trag I— V. Das. 1838 u. f. 8. 

[461.] Rathsbibliothek zu Leipzig. — ^yVerzeichnifs der auf 
der Rathsbibliothek zu Leipzig befindlichen auf sächsische 
Geschichte beziiglichen Handschriften und Manuscripte.^^ 
Von K. Gautsch. S. dessen 9,Archiv für sächsische Ge- 
schichte und AlterthumslLunde. '^ Jahrg. I. Hft 5. 6. 
[Grimma, in Commission bei Gebhardt. 8.] pp. 296 — 317. 
Aus dem Naiunann'schen Kataloge [No. 47.]. £bendj|her 
pp. 345 — 346 ein Yerzeichnifs von Forjpelbüchem. 

[462.] Gymnasialbibliothek zu Luckau. — Schulnachrichten 
im 1843. Osterprogramm des Gymnasiums zii Luckau, 
pp< 40 — 41 über Vermehrung der Gymnasialbibliothek im 
Laufe des Schuljahres 18|^f , pp. 41 — 42 desgl. der da- 
neben bestehenden Schülerbibliothek.' Letztere, seit Jan. 
1842 begründet und von den monatlichen Beiträgen der 
Schüler unterhalten, besitzt gegen 100 Bde. 

[463.] «^ Katalog der Bibliothek ^er Gesellschaft zur Be- 
förderung gemeinnütziger ThStigkeit zu Lübeck. . S. 
150 SS. 

m 

lieber frülfere Ausgaben des Kataloges fehlen mir die 
Nachrichten. 

[464.] Gymnasialbibliothek zu Schiensingen. — Schulnach- 
richten im 1843. Osterprogramm des königl. preufs. Gym- 
nasiums zu Schleusingen, pp. 24 — 25 über Vermehrung 
des Lehrapparates, der eigentlichen Gymnasialbibliothek, 
im Lauife des Schuljahres 18||, auf dem Wege des Kau- 
fes sofirohl als der Schenkung von Seiten des königl. Pro- 
vinzialschul-CoUegiums und von Privaten, p. 25 über die 
erst seit ein paar Jahre];|i bestehende Schülerbibliothek. 

[465.] IHe Weingartner Liederhandschrift. Herausgegebeo 
von Franz Pfeiffer und F. Fellner. Stuttgart, ge- 
druckt auf Kosten des literarischen Vereins. 8. XIV 
u. 338 SS.,' e&cl. Inhaltsverzeichnifis und Facsimile. 
[Gehört zur Bibliothek des literarischen Vereins «in 
Stuttgart. V.] 



r 



Die Handachrift (Cm2. mmkr. in 8^. «a«e. A7F.), bn ' 
XVI. JahHiunderte Eigeothum des Schulthetfsen Marx zu Kon- 
stanz, und von diesem der Bene<lictinerabtei Weingarten zum 
Geschenk gemacht , — daher auch ihi Name — befindet sich 
seit Aufhebung des Weingartner Klosters im J. 1810 in der 
königl. Privatbibliothek zu Stuttgart. Sie enthält: 1. Kaiser 
Uainrich, 8^ Grave Ruodolf von Fcnis, 3. Her Friderich von 
Uusen, 4. -Burgrave von Rietenburg, 5. Her Meinio von Se- 
welingen, 6. Grave Otte von Bottenlouben , 7. Her Dliger 
von S(t)einachy 8.^ £[er Dietmar von Aste, 9. H<>r Hartman 
von Owe,- 10. Her Albreht von Jansdorf, 11. Her Hainrich 
von Ruche, 12. Maister Hainrick von Yeldeg, 13. Herre Rein- 
mar", 14. Her Uolrich von Guofenburg, 15. Her Bernger von 
.Homeim, 16. Her Heinrich von Morungen, 17. Her Uolrich 
von Munegur, 18. Her Hartwig Raute, 19. der Truhsaeze 
von Singc^iberg, 20. Her Wahsmnot von Kunzich, 21. Her 
. Hiltebolt von Swanegou, 22. Her Willehalm von Heinzinburch, 
2a Her Dutolt von Savene, 24. Herre Rubin, 25. Her Wal- 
ther von der Vogelwaide, 26. Her Wolfram von Eschenbach, 
27. Her Nithart (Goeli), 28. der Winsbecke, 29. diu Wins- 
beckin, 30. Gotfrit von Strasburg, 31. Yrowenlop, 32. der 
werden Minne lere von Heinzelin von'Kostenz. — Das Buch 
enthält die Beschreibung und den Abdruck der Handschrift, 
von Pfeiffer besorgt, .nebst ziemlich getreuer Nachbildung der 
darin enthaltenen Initialen und 25 Bilder, die unter Felkier's 
Aofsicht gefertigt ist; 

[466.] Bibliotheken in Lncci. — Vinc. Tanelli * „DeW« 
Sdaue in Lucca, e dei Uro coltovatari^* [Lucca, Giu- 
mH, 8.7 zerfällt in zwei Theile, deren ersterer, der all- 
gemeine, aufser einem Ueberblicke der Geschichte sowohl 
als des jetzigen Standes der Wissenschaften in Lucca, 
eine Schilderung der dortigen gelehrten Anstalten giebt, 
und darunter der Bibliotheken gedenkt- 

[467.] * Cemd storici mdle anticke biblioteehe pubbliche 

' M Perugia^ euUa fondaxione e vicende deUa bi- 

bUoieea Podiam^ irdomo alle cause che ne Hanno 

favorite la conaervazüme e gli accreschnenti^ con 

fu^cke istruuane per i bibliotecari che dovrano 

' presiederlas raceoUi e pubblicaii da Gio. BatliMla 

FermigiwU. Perugia. 8. 74 SS. ' 



22 

[468.] * Begolamento j Catalogo dei UM ed Meneo dei 
sodi deUa Societa leiteraria di ^ Verona» ; Verona» 
8, 112 SS. 



[460.] Serapeam. Zeitschrift für Bibliolhekwlssensdiaft, 
IländschrifreDkunde und altere Literatur. Im Ver- 
eine mit BibliotliekareD und Literaturfreunden her- 
ausgegeben von Dr. Kobert Naumann. Fünfter Jahr^ 
gang. Mit einem lithograpliirten Blatte. Leipcfg, 
Weigel. 8. YIL Hauptbl. 384 u. Intelligenzbl. 192 SS. 
• Pr. n. 4 Tlilr. 15 Ngr. 
}g^ No. 1. dSi 220. 909. 

Der Herausgeber ist bei dem vorliegenden Jahrgänge der 
Zeitschrift von folgenden. 14 Herren mit Beiträgen unterstützt 
worden: Jack ia Bamberg, Mafsmann und Sotzmann in Ber- 
lin, Scbeler in Brüssel, Vogel in Dresden, - Adrian in Giefsen, 
Flügel, Scl^utz und* Vogel in Leipzig , Gessert in München^ 
Moser in Stuttgart, .Schmidt in Tambach, Schönemann in 
.Wolfenbüttel und von einem Anonymus 7», Der Thätigste von 
allen diesen Mitarbeitern ist, wie früher, auch diefsmal Vogel 
in Dresden gewesen: derselbe hat nicht mehr« und nicht we- 
niger als nahezu ein ganzes Viertheil des Serapeums mit sei- 
nen Beiträgen angefüllt, schade freilich*, dafs weit über die 
Hälfte dieses Viertheils von einem Verzeichnisse griechischer 
Abschreiber in Beschlag genommen >vorden ist, das in Rück* 
sieht seines grofsen Umfanges — es nimmt volle 60 Seiten 
ein — in das Serapeum gar nicht zu gehören scheint. Ich 
wenigstens halte es durchaus für unangemessen, dafs Abhand- 
lungen von solcher Länge in einer Zeitschrift Aufnahme fin- 
den, der, wie es bei dem Serapeum der Fall ist, für daS 
ganze Jahr nicht mehr als 372 Seiten zu Gebote stehen; na-, 
türlich bringe ich bei dieser Rechnung den Raum für die Ti- 
tel jeder Nummer in Wegfall. Ich für meine Person halte es 
für ganz unpassend, dafs Abhandlungen von so grofser Aus- 
dehnung, die recht gut als selbstständige Schriften in den 
Buchhandel gebracht werden könnten > in einer Zeitschrift ab- 
gedruckt werderi, deren Raum ohnehin durch mancherlei nicht 
ganz hinein Gehöriges beschränkt wird. Zu diesem Letzteren 
gehört z. B; der Abdruck ganzer Stücke aus Handschriften^ 
wie der Höllenzwang von Gessert (11 SS.), die Flugblätter 



83 

▼oo Adrian (14^ SS.), die MittboloDgen aos den Uandtchrif- 
teo der Leipziger Stadtbibliothek yom Herauffgeber (9] SS.) 
und mehr oder weniger die Predigibruch^tiicke aus der Tam- 
badischea Handschrift von Schmidt (6^ SS.). Denn ich glaobe 
mit gotem Rechte wohl behaupten zu dürfen , dafs dergleichen 
Sachoi, wie die oben genannten, in das Serapeum nicht ge- 
hören, weil sie aulserhalb dei^enigen Kreises liegen, welches 
der Herausgeber für das Serapeum gezogen hat, wenn anders 
,der früher ausgegebene Prospect dafür mafsgebend ist. ^Steht 
ja doch auch derartigen Mittheüungen anfser dem Serapeum 
noch mancher andere Weg offen ^ um zur Kenntnis des Pub- 
licums za gelangen. — Nächst Vogel ist die&mat der Her- 
ausgeber selbst derjenige gewesen, welcher dias Serapeum mit 
dem meuten Materiale versorgt hat Nicht ohne gutem Vor- 
bedachte sage ich „mit dem meisten Materiale,^^ und nicht „mit 
den meisten Arbeiten ,^^ weil ein grofser Theil von Demjeni- 
geo, was man als Naumann'sche MittheUungen anzusehen hat, 
nicht dgentliche Arbeiten Naumann*s sind, sondern eben nur 
in Ifaterialien besteht^ die Naumann von anderwärts her mit 
mehr oder weniger eigener Zuthat in das Serapeum aufgenom- 
OMO hat Ein spedelles Verzeichniis der von Naumann gege- 
boien Mittheilungen wird die Richtigkeit meiner Behauptung 
am Besten beweisen. Aulser der Bibliothekchronik und den 
Miacellen, die zusammen mehr als 20 Seiten füllen , hat Nau- 
mann Folgendes geliefert : Mynas' Sammlung griechischer ^and- 
schriflen in der konigl. Bibliothek zu Paris aus der Augsburg, 
allg. Zeitung (über 4 SS.) ; eine Anzeige von Otto's Commen- 
taren der Giefsner Handschriflten (über 9 SS.); die Neithart- 
sche Bibliothek im Ulmer Münster (über 9 SS., davon jedoch 
mehr als 7 von einer Urkunde in Anspruch genommen sind); 
Katalog dner Klosterbibiiothek aus den Memoiren der Brüsseler 
konigl. Akademie oder wohl gar nur aus dem Reifienberg'schen 
Aimuaire No. 491 (3 SS. ) ; ein in der Leipziger Stadtbi- 
bliothek befindliches xylographisches Product Froschovers (über 
3 SS.); Mittheilungen aus der Handschriftensammlung der^ 
Ldpz. Stadtbibliothek (über 10 SS., bis auf wenige Zeilen' 
durchweg Abdruck aus den Handschriften); Fr. Adelung's li- 
ter. Nadilals aus der Petersburger Zeitung (über 7 SS.); und 
PariiaUariUi- concemaat le pere de J.B.B. van Praet aus dem 
Reiffenberg^schen Bulletin du Bibliophile Beige (über 2 SS.) — 
Alles in Allem etwa 50 SS. Ich wünschte^ Naumann hätte 
diese 50 Seiten ganz und gar mit seinen eigenen Arbeiten ge- 
lullt, und wäre es auch nur defshalb, um mich diefsmal über 
Njaiunaim's Thätigkeit im Interesse des "Serapenms freuen zu 



34 

können, während ich früher stets nur Veranlassung gehabt 
hab», zu beklagen, dafs Naumann viel zu wenig darauf be« 
dacht sei, durch eig<^ne Arbeiten das Gedeihen seiner Zeit- 
schrift 2u fordern. — Was schliefslich dasjenige im Serapeum 
anlangt, das sich speciell auf die Biblintbekwissenschafl be- 
zieht, so sind vorzugsweise die Ajrbeiten Scheler's über die 
Burgundische Manuscriptenbibliothek in Brüssel und über die 
Universitätsbibliothek zu Lüttich, Schönemann's Umrisse znr 
Geschichte und Beschreibung der Wolfenbüttler Bibliothek, sio- 
wie YogeFs Aufsätze über die Bibliotheken der Benedictiner- 
abteien St. Benoit und Fleury an der Loire und' zu Clugny 
mit gebührendem Lobe anzuerkennen ; so ist ferner nicht un- 
erwähnt zu lassen, dafs diefsmal die in den. Kreis des Sera- 
penms einschlagenden literarischen Erscheinungen mehr Berückr 
sichtigung gefunden haben, als diefs früher der Fall zu sein 
pflegtie, wenn ich auch nicht eben einsehen kann, wefshalb 
ein und dieselbe Schrift, wie der Wegweiser für die Besucher 
der Münchner Bibliothek, Gegenstand zweimaliger und noch 
dazu ziemlich ausführliche Besprechung geworden ist, das 
eine Mal von. Seiten Gessert's auf- 5 SS. und das andere- 
Mal von Seiten des Herausgebers auf mehr als 6 SS.; so' ist 
endlich die Zusammenstellung deutscher Bibliotheksordnungen 
im Intelligenzblatte als ebenso dankenswerth wie verdienstlich 
zu bezeichnen. Ob Moser's schätzenswerthe Beschreibung des 
in der Stuttgarter k5nigl. Bibliothek befindlichen Fust-Schöf- 
' fernsehen Psalterium latintm von 1457 auf 35 SS. an Werth 
verloren haben würde,, wenn eine gewisse Oekonomie in Be- 
tre£f des Raumes, wenn auch nicht gerade a la Hain, mehr in. 
Betracht gezogen worden wäre, diese Frage überlasse ich Ande- 
ren zur Beantwortung, die mehr von der Sache verstehen^ als ich. 

[470] Le Biblioth4caire» Arohives d^JSistoire litt^raire^ 
de Biographie^ de Bibliologie et de Bibliographie^ 
redig^ea par MM^ M^cene et Photüis^ Avec la 
collaboration de MM. J. M, albert/ G. Brunet 
(de Bordeaus); P,. J. Challamel; F^lix Beihasse 
(de Bruselles) ; Edm, de Manne ^ de la Biblioth^- 
que du Roi ; Doublet de Boisthibault ^ biblioth^- 
caire de Chartres; Lm Dubeus ^ conservateur - ad- 
Joint de la Bibliothdqtce du Moi; F. Grille^ bi- 
bliolh^cäire iX" Angers ; Jos» Marie Guichard^ de la 
BibUothbque du \Roi; Piüon^ conservateurr adjoird 



85 ' 

de la BOUaeMgue da Jfot , S. P...... F, taUophüe 

^tranger; J. M, Qu^rard; le baron F. de Reiffen- 
berg^ biblioiMcaire de Bruxelles; Richard (^des 
Vasges)^^ biöUaih^caire de Remiremont ; ViUenave 
'p^re, et Tk^od. ViUenave fiU; Ch. Weiss ^ öiblw- 
tMcahre de Besannen ^ et au t res biographes^ criti- 
ques et bibliographesm Tome premier. No. 1. Juil- 
let 1844« Paris ^ au Bureau du Bibliolhäcaire, 8» 
64 SS. (8o]l in Monitslieften za 4 Bogen erschei- 
nen, nnd im Jahrespreise 20 Fr. kosten.) 

Ueber die Tendenz der yorliegcnden neuen Zeitschrift, 

deren Fortbestehen jedoch nicht wenig zweifelhaft zu werden 

anfangt y da sie seit dem Erscheinen ihrer ersten Nummer, so 

weit ich mindestens darüber Nachricht habe, auch nicht ein 

Zeichen des Lebens wieder von sich gegeben hat — •' über die 

Tendenz giebt das von Photius unterzeichnete Avant -propas 

folgende Auskunft: ,,Depui$ pluxiewr$ ann^es, on eher che ä faire 

renaitre en France une $p^ciaUt4 Htt^aire qui jadh y fut cul- 

Uv^e avec tucch, mais que l'AUemagne s'est depuis - appropri^e, 

NouB vaulom parier de la hWrature bibliographique ^ dont Vi" 

imdsy indUpemahUe aux btbliothecairesy est n pricieuse aux 6t- 

hUfifhüeij ainsi qv^an petit nombre d'hommes quiy sorlant de la 

fmde des traßquants de livres, peuvent. mMier encore le tifre 

de Ubtaire que trop de gens usutpent aujourd^hui »ans en Are 

dtgnes. Ceite ientaUoe de restauration n'a pas encore malheu- 

reusemeat ebienu toui le succes qu'elle avait droit d'attendre. 

Serait-ce que les avantages de cette üude n*auraient pas Üi gi- 

fUraUment compris^ ou plutöt que trop de cojißance en son ttti" 

Uti ridle atarait faxt n^gliger le soin de la rendre agriable? 

La littirature bibliographique y que Von a qitelquefois appeUe 

avec heawcoup de justesse bibHognosie^ connaissance des livres, 

embrasse une foule de sujets; mais ceux qui ont tenti de Vdbor^ 

der n^ont pas assex remarqui qu*ils n*en fuisaient qu'une seule et 

wiSme chose^ avec la lourde et stehe nomenclature improprement 

nemmie catalogographie ; aussi n'a^t-elle pu jouir en France de 

la faueuT dont eile est en possession de Fautre c6ti du Rhin. 

La littirature bUdiographique s^occupe des livres et de leurs aw- 

teurs; tour ä tour eile traue de Vhistoire littiraire, de la bio- 

« graphie UtOraire^ de Vhistoire de Virnprimerie^ das imprimetixs 

et des, libraires ciUbres^ des bibliotheques , de la bibHogra- 

fhie gMrale ou patUcuUbre^ ei de la critique spMale; eile dait 



26 

^in enßm un amrs veritaUe de. bibliographiey ioujours u^le et 
inUresmnt, et ne doit jamaii Hre sans attrait. Qu^avtms - nous 
en France qui nous reprhente cette sciance calHvee chez nous au- 
trefois par Ant, Duverdier, Lacroix du Maine ^ Naud4, Bau- 
Ut^ Lelüng, Nic^on, Rive, Mercier de Saint - L4geT ^ Camus- 
ei plusieurs membres de Cancienne Acad^mie des inscriptians^ et 
dans .ces derniers temps par Daunou, de savante et ' honotahle 
memoire; par A, A, Barbier ^ par Ch, Nodier^ par MM, Peig^ 
noi, Ant. Menouard et Weiss, qud seuls ont su conserver d la 
vieiUe tradition tout son intMt et toute son utiUt4? Qu'avons- 
noM, disons-nous y . qui puzsse faire pfendre goiit ä cette sciencef 
rien; on semble, au contraire^ iitre attäcM d la rendre repous^ 
sante par une sicher esse ddsesp4rante. Uhistoire litt^aire est 
^parse dans nos revues et dans quelques-unes de nos jeuilles qtuh' 
tidiennes; encore, le plus souvent, n'est-ce que de la criiique ov 
lieu d*hi$toire liitiraire. De nos^ jours la biographie litt^air§ 
e$t faite avec la meme compUdsante que la criiique y et malheu- 
rmuement cmssi avec le meme manque de conscience que Pon re- 
proche ä la plupart des biograpkies publikes depuis quinxe ans; 
en Sorte que, malgri sa phrasiologie plus ou moins Üegante^ 
peut-etre meme ä cause d^elle^ eile n^inspire au lecteur que P4- 
ionnement et le d^goüt, A notre /poque de cynisme effranti^ü 
^S9 irouoe des hommes ecrivdnt par mHier, des Uoriers (commo 
U disait Mercier, Vauteur du Tableau de Paris), qui n*ont pas 
■ hmde de travisstir la Biographie^ cette noble et sivere fiUe de 
PHistoire, parfois en poissarde de mauvais ton^ le plus souvent 
en vile prostituie, . Que Von nous pardonne la crudit^ de cette 
expression en raison de sa justesse; Vindustrie littiraire ne la 
fait-eüe pas courir ä domicile colporter ses v^nales s^dudions?^ 
La spicidaUon tend ses pieges ä la vanit4, et ce calcul rCest 
pas sans rdsidtats productifs pour les manufacturiers^ biographes» 
Dans leurs pages, Vhomme vendu, le Robert-Macaire et Vigno* 
rant, sont les nwdeles du patriotifme, de Vhonnevr et de la 
sdence, N^ont-iU pas pay6 deux francs par ligne^ prix cour- 

i jwU, poür le pouvoir attester* eux-memes? Mais la vertu ^ le 
mhiie modeste, Vhomme utile, n*ont point de places dans les cot», 
Umnes de ces Plutarqües boutiquiers , et- cela . . . , parce qu'il rCy 
a pas d\trgent 4 attendre d^eux, et que leur pudexir se refitse ä 
ceüe immortalit4 prAnatur^e. Le temps ^ qui fait justice de tout, 
ßnira par faire prendre en digoiit toutes ces honteuses sp4cuU^ 
Umu; et' biographes et biographies tomberont ensemble dans le 

, mSme discridit, Plusieurs sont dejä arrivh lä; ce qui v^em* 
pecke pas que chaque jour il i^e paraisse qudque annonce d^une 
bouUque nauoeüe^ oü se vendenty au plus offrant, Vüoge et la 



«7 

m 
■ 

renimm^e, le Wkensonge ei U ridiaUe. PMication am$cienci€um 
et ind^fendante^ le Bibliotk^ire ne cidera jamais ä auam adr 
ad de vhudüdy le soup^en m^me d^inUrH ne pourra Vatieindrei 
oar, d qedquu raree esceptiem^ neue n^auron* ä "noHi ocatper 
dam la parke biographique de ee Journal que des UtUraiewrB ei 
dee artutee merts anciennement eu rtcemment\ et^ ßnofideremeni 
Ute meine f en n'exploite pai les d^funts. Qeani ä la bibiiogra' 
pkie preprement dite^ cdU qei ee präsente seus la Jorme pM*- 
dique^ eile iCeet traiiie pa$ personne en France d'ttne maniere ä 
peu pres eaUsfaisante. Pas un desjoumaux qui existent ne nousfait 
cannadre aoec tani seit peu de fidÜiti et d'exaditude , neue ne 
düons pas les jprindpaüs productions ,des littnatures Hrangtree, 
^ü neue importe peurtant de connaitre^ uutis m^me les pro* 
dwts de la presse fran^aise. Le seid petit Journal^ le Manitewr 
de la Ldbrairie^ sembleraitj par son allere, vouloir y arrioer; 
maü son exigtutd ne lei ä gutre permis d'aller au dtlä de la 
simple annoncej comme le faxt dejä, sous la forme alphahiH' 
que, la feuille hebdomadaire appelee Bibliographie de la France, 
Nous aoons dit ce qu'etait ä nos yeux la liU4rature Ubliogro" 
phique. Cest cette sp^cialitd que nous voulons rendre Jamäiere 
ä un plus grand nombre de personnes studieiues^ en lui donnant 
moins de sicheresse^ plus d'utilit^^ plus d'intMt. 

Histoire Uttihraire; — Examen impartial des ouvrages swr 
ce eujet; — JRevue mensueUe des petits ^v^nements de la 1016" 
rature et des vidssitudes de la presse; — Biograpkies ancien^ 
' nes et Nptices sur les saüants, les litterateurs et les artistes, 
que la mort vient ä frapper; — Particularites sur quelques- 
unes de nos cüibriUs litteraires Vivantes ; — Examen imparUul de 
biograpkies; — Bibliographie raisonnee, gMrale^ natioHale^ profee- 
sionnelle et speciale; — Bulletin systematique mensuel des publica- 
Uons les plus importantes de la France et de VHranger^ — Exa- 
men des ouvrages et des systemes de bibliographie ; — r Topogra- 
phie litt^aire; — Bibliotheques publiques, leur statistique et leur 
histoire; — Ventes de bibliotheques] des reflexions sur VitttMi 
qu*dles peuvent offrir, et noUces sur leurs possesseurs: tels sont 
les sujets que nous aborderons successivement ; la variüi bannira 
la monotoniey et si Vespirance ne nous trompe pas^ la lecture en 
eera d^aukmt plus goüt^e^ que la camaradericy la v6nalit^j n^ont 
rien \ä faire -dans ce Journal/^ 

Man sieht, das Feld, zu dessen Anbau, die neue Zeit- 
*ft€hri(t bestimmt bt, hat nicht eben enge Grenzen: die Inter- 
essen der ganzen Literärgeschichte sind es, welche der Bi- 
bHoth^caire zum Gegenstände seiner Besprechungen zu machen 
gedenkt In welcher Weise diels. geschehen werde, . läfst sich, 



da erst nur ein einziges Heft zur Bein-theilnng' vorliegt, nicht 
mit Bestimmtheit sagen, obwohl unter den Mitarbeitern Man* 
Der genannt sind^ deren Namen alles Gute versprechen. Frei-, 
lieh darf dabei nicht vergessen werden , dafs die Namen auf 
dem Titel noch nichts zur Sache thun , da es ja bekannt ge- 
nug ist, dafs auf dem Titel von Zeitschriften oft eine Menge 
Leute als Mitarbeiter figuriren, ohne dafs von ihnen jemals 
ein Sterbenswortchen in delr , Zeitschrift selbst zu lesen ist. 
Bei den Zeitschriften gebt es gerade wie bei ^en gelehrten 
Gesellschaften. Da ist N N. von so und so viel tausend Ge- 
sdlschaiten wirkliches und correspondirendes Mitglied, und doch 
ist oft nicht Eine dieser Gesellschaften, die sich rühmen könnte^ 
, N'N. habe etwas für sie gethan. — Hoffen wir einstweilen 
von dem Bibliothecaire alles Gute und Schone! In Bezug auf 
den Inhalt des vorliegenden ersten Heftes erwähne ich, dafs 
die Bibliothekwissenschaft darin vor der Hand unberücksich- 
tigt geblieben ist. Aufser dem oben abgedruckten Ävant-prih- 
pas enthält das Heft nur noch: 1. Recherches sur quelques 4cri- 
vaint ridicules, par Albert; 2. De la Difficulti d'^crire Vhistoire 
litt4raire de notre ^poqne^ par^Qu&ard; 3. Revue mensuelle des 
pttits ivhiemenis dans la litUraiure et les arts, par PhoUus; 
Nouvelles diverses; 4. Publications prochames de la France (ge- 
wöhnliche Buchhändler- Anzeigen). Yergl. Bullet, du Biblioph, 
Bdge. 1844. Tom. l Nq, 7. pp. 357—358. 

[471.] Anzeige. Von E. G. Vo,^el in Dresden. S. ^e- 

.rapeum. Jahrg. V. No. 23. pp. 363 — 364.* 

Betrifft* No. 470. 



[472.] Bullet m du Bibliophile Beige ^ publik par la li- 
brairie Vandale^ sous la direction de M. le Baron 
de Reiffenberg j avec la collaboration de MM. R. 
Chalon^ Th. de Jonghe^ A. B. Schayes^ P. Ser- 
rure et P. vander Meersch. Tome L No. 1 — 9. 
[Aoec deus vignettes et trois planckes.] Bruselles» 
8. 502 SS., excl. Titel. Pr. 10 Fr. fiir Belgien, 
12 Fr. für das Ausland. [Au£ dem Gesammttitel 
ist 1845, auf ien Titeln der einzelnen Nummern 
1844 als Jahrzahl angegeben.] 

[473.] Bulletin du Bibliophile^ publik par J. Techener^ 
sous la direction de MM. Paulin Paris et G, Du-- 
pUssisy avec le Catalogüe raisofmd des livres de 



29 

VMiteur* No. 13 — 23. [Janvier-Novembre.] SiaUme 
S^rie. Pans. 9. SS. 707 — 1232. Pr. det toH- 
sUmdigen Jahrganges 12 Fr., bei Veraenduo.:;:en durch 
die Post 14 Fr. [Das Decemberlicft Xo. 24 ist mir 
nodi nicht lagekommeb.] 

Die vorliegenden l>eiden Bulletins verfolgen, wenn auch 
eingeschränktere y doch ziemlich ahnliche Zwecice« wie das Se- 
rapenm and der Biblioth^ire. In Bezug auf das Briisseler 
Bulletin Spricht sich Reiffenberg clariiber im Avertissement der 
ersten Nummer folgcndermafsen ans: ^^,11 tCesi pas de pays «k 
monde qm^ toufes proportians gärdees, pouede pliu de Uoree 
rares et pr^deux que la Bdgiquß^ et oü tamowr des livre% weit 
pUs vif et plus gMral.^ Mais ce goüt padßque et moral , es 
ge4t incompatibie avec les mauoaises passiimt et qiCil est d'unt 
sage peUtique d'enconragtr ^ ne produit paint^ par Visolemtnt^ 
les Hsdtats utiles qu'an en peut attendre; il agit sans direeiiom 
ei sans concert, et mattque de ces moyens de commumcatitm qm^ 
eigrandissa/U la sphere des %d4es^ redressent les erreurs^ Hpai^ 
dent les connaissances et rapprocHent dans v^n mime bui tmis ceux 
fu^animent les mimes sympathies, Cette lat:une,,nmts avons Vaw^ 
bitiün de la combler. Nous voulons estayer d^^tahlir entre t^ms 
ceux qui aiment les Uvres, une correspondance suivie, et (Tur- 
primer d 'de simples priferencehy ä des vellntes incertaines^ d 
des tendances personnelles , nne direction raitonn^e et scientißque» 
ha bibUolögie est une sdence tres-vaste, qui ne nous manquera . 
jamais., Elle nous offre une immense Variete de sujets, et nous 
aurions bien du malheur jt, aprh Vavoir etudi^e toute notre vie, 
nous ne parvenions pas ä en extraire quelques dHails inthes^ 
oants^ quelques faits inconnus ou mal appr^des jusqu'id, quelque 
cons4quence inattendue, II est inutile de dire que nous envisage^ 
rons la bibliologie au point de vue de ses rapports äoee la Bd- 
giqu€, Void quelle sera habituellement la compodiion de nos 
buUetins: 1) Des articles sur Vhistoire Utieraire du pays^ prin* 
dpalement sur des bibliographes y des imprijneursy des caUigra- 
phes^ des graveurs^ des relieurs^ des bibliophiles qui ni^'tent 
d*4lTe tir4s de la foule, 2) Des dissertations sur les dioertes 
parUes de la bibUographie. 3) Vhistoire des bibliotheques pub- 
liques qu particulieres. 4) Des descriptions de liores rares et 
prMeux^ seit imprimisj soit exicuUs par d*auires moyens gra- 
phiques, 5) Des anecdotes qui $e rattacheni ä la bibliologie, 
9) L^armamee des oworages bibUologiques qui paraitront dans 
fiulfiie Umgjue que ce seit 7) Des rensdghements siir les ventes 



30 

importtmie* qm aurmt Heu* 8) Une carreipondance destinie ä. 
fTocurer aux amateurs des ^rticles qui ietir " manqiienf , et ä ren- 
dre posnbles des ^chan^es mutuelletnent profitables, 9) Enfin 
im choix des meilleurs artides de la lihrairie Vandale. On sef- 
forcera de r4unir dans ce bidletin les avantages que prhentent 
le Btdleiin du bibliophile de M. Techener, CAlliance des arts 
du bibliophile Jacob, le Moniteur de la librairie de M. J M, 
Qü&ard, la Revue de bibliographie analytique de MM, E, Mil- 
ler et A, Aubenasy les anciens recueils de MM. F, Hennebert 
ef L, Polainy le Serapeum du docteur Naumann et le Press- 
Zeitung de M, Hitzig, Nos relations, que nous pouvons appder 
europ^ennes, nous permettront de tenir nos lecteurs au courant de 
iout ce qui se fera dans le domaine ou nous venons demander 
droit de cit4, Quoique le bulletin ait des rddacteurs en titre, 
ious les amis des lettres sont convi^s ässa r^daction, Nous re- 
cevrons 'ovec reconnaissance les Communications, que Von voudra 
bien nous faire, et nous, les inettrons saus les yeux du public^ 
^ftcand elles seront en harmonie avec le plan et Vesprit de notre 
reeueil," Die Liste derjenigen, welche dem Brüsseler Bulletin 
ihre Mitwirkung 'bereits zugesagt haben, ist auf dem Umschlage 
einer jeden Nummer abgedruckt, «und liicht etwa klein. Die 
bibliographischen Notabilitäten ans aller Herren Länder fehlen 
dabei natürlich nicht. Ich wollte aber doch Eins gegen Hnn* 
dert wetten, dafs dem Bulletin ebenso wenig als dem Biblio«- 
thecaire eine Anzahl von „ Correspondenten im Rnhestande^^ 
nicht fehlen werde. In Betreff der Mitarbeiter am Pariser Bul- 
letin ist mir nichts bekannt, wiewohl zu vermuthen steht, dafs 
ihre Zahl ebenfalls nicht unter Legionen sein werde. Sei 
diefs! — Halten wir uns zunächst an diejenigen Mitarbeiter, 
deren Wirksamkeit sich aus den bereits gelieferten Beiträgen 
beortheilen läfst, so können, glaube ich, beide Bulletins, das 
Pariser sowohl als das Brüsseler, ihre Correspondentenlisten in 
sehr grofser Kürze abthun. Uebrigens ist zu bemerken, dafs für 
die Interessen der Bibliothekwissenschaft vom Brüsseler mehr 
als vom Pariser . geleistet worden ist, wie diefs die Leser selbst 
im Verlaufe meines Anzeigers zu beurtbeilen Gelegenheit ha- 
ben werden. 

[474.] Bibliothekwissenschaft. — Laut der irai Bulletin, du 
Bibliophile Beige, 1845. Tom, IL No, h p. 82, mit- 
getheilten Nachricht enthält der * Dictionnaire de la con-^ 
versation de la lecture, Livr, 109 ou 5. du Supplement^ 
[ Paris y Garnier freres, 8,] zwei Artikel ^^Biblioiheque^ 
und fßihUoih^fUM cmtamUes.** In Betreff der sweitcsi 



31 

sagt der Berichterstatter Folgendes) f,Le$ id^es (mi$€i mm» 
U Utre de Bibliotheque$ cantowäeM sont fort judicieiueM." He. 

Af Blbllothekonomle. 

[475.] Kurie Abhandlung fiber die Frage: Wamm wurden 
ehemall in Bibliotheken die Biiclier an eiserne Ket- 
ten gelegt? Von J. R Schnegraf, pcns. Oberlleot- 
nant u« 8. w. Regensbnrg, Manz. 8. 31 SS. Pr« 
3 gGr. 

Vorwort: 9,ßne literarische Fehde jüngster Tage hat, 
wie die geneigten Leser an vorstehendem Titel ersehen wer- 
den, dieses kleine Libell ans Tageslicht gefordert/^ — Ich 
weifs freilich nicht, was für Leser der Verfasser meint, denn 
ich für meine Person kann aus dem Titel nichts ersehen. -— 
„(S. Nro. 355 und 358 des Tagblattes vom Jahre 1843 mit 
den Aufschriften: ., Ehrenrettung eines Verstorbenen*^ und 
„Wahrheit bleibt Wahrheit.")*^ — Wahrscheinlich meint also 
der Verfasser die Leser des Tagbiattos. — „Soviel mir be- 
kannt, ist eine etwas erschöpfende Deduktion dieses Thema*« 
noch nicht geliefert oder versucht worden; ich meinestheili 
suchte vergebens in theologisch - antiquarischen Abhandlungen; 
vergebens in den reichhaltigsten Diplomatarien nach einer zn- 
sammenhängenden derartigen Abhandlung; — und so 'entstand 
einstweilen dieser kleine Auszug! Allen Literaten wird er ge- 
wifs erwünscht seyn," — mochte ich, gewifs im Sinne vieler 
Literaten, doch ein wenig in Zweifel ziehen — „doch soll er 
-nnr, wie gesagt, Epitome, Vortrapp zu einem grofseren Werke, 
seyo, zu dem die alten Auetoren meiner Handbibliothek und 
Urkunden-Sammlungen mir hinreichenden Stoff und zahlreiche 
Quellen bieten. Voraus ^ufs ich aber bemerken, däis ich,, 
ein Laye, mich in theologische Polemik, von welcher Seite sie 
immer erfolge, nie einlassen werde, in Bezug auf Antiquari- 
sches, Historisches und Diplomatisches werde ich mit Vergnü- 
gen-Rede stehen!" — Soweit das Vorwort. Dazu ein paar 
Worte aus den) Schlüsse des Schriftcbens: „Mein Thema war, 
durchzuführen: Man schmiedete Bücher an, um sie vor Die- 
ben - zu sichern , wenn sie Werth , — um sie vor den unbe- 
wachten Augen zu sehirraen, wenn sie moralischen Unwerth 
hatten, und mein Gewährsmann, Dr. Sebastian Brand, macht, 
wo möglich, die alte Leier verstummen: Erst die Reformation 
▼erbreitete Gottes Wort in alle Lande, erst durch sie lernten 
die Bfensdifa kennen , was zu ihrem Frieden dient ^^ (indem 



a2 

nämlich sie, die Reformation, erst die Bibel n. a.. von den 
angeschmiedeten Ketten erlöste). — Mit Hilfe dieser beiden 
Stellen des Vor- und Schlufswortes läfst sich annähernd ge- 
nau der Standpunkt bezeichnen, den auf der einen Seite der 
Verfasser seinem Auszuge selbst angewiesen^ und den 'auf der 
anderen die Kritik dem Schrtftchen anzuweisen hat. Wollte 
man dem Verfasser ohne Weiteres glauben^ so müsste man 
meinen, als ha'be er erst genügend dargethan, was von dem 
ehemals gebräuchlichen Anschliefscn der Bücher zu halten sei, 
während, die Kritik, fragte man diese, dahin sich' aussprechen 
würde, dafs der Satz, mau habe die Bücher angeschlossen, 
^,ui non vendantur, non alienentur^ hec concedantur extra libra- 
riam^^' längst bekannt sei, und dafs es von Seiten des Verr 
fassers nicht ^nothig, gewesen , diesen Satz zum Gegenstande 
einer weit aushöhlenden, breiten, theologisch-polemischen Ab- 
handlung zu machen, zumal der Zweck dieser Abhandlung — 
nachzuweisen, dafs die Bibel nicht defshalb in den Libereien 
angeschlossen gewesen sei, damit sie der Leetüre weniger zu- 
gänglich sei — durch die vom Verfasser selbst als Hypothese 
schlieCslich aufgestellte Behauptung verfehlt wird, durch die 
Behauptung, . dafs gewisse Bücher wegen des darin enthalte- 
nen Giftes angeschlossen gehalten worden seien; denn die Bi- 
bel galt ja allerdings und mit Recht für ein Buch, welches 
den Glauben an gewisse von der Kirche gemachte Satzungen 
vergiftete Wenn der Verfasser seine Sache nicht besser ver- 
steht, wenn er erst nöthig hat, eine l^fenge hier ganz unnützer 
Notizen über den hohen Preis der Bücher in früheren Zeiten, 
über die Ursachen davon, über die Bücherdiebereien u. i^, w. 
zusammenzuhäu£ea, um endlich etwas zu beweisen, das er 
doch nicht beweist, so scheint es mir wohl wünschenswertb, 
dafs der Verfasser das im Vorworte versprochene gröfsere 
Werk,' wozu die vodiegende Abhandlung nur erst den „Vor- 
trapp'* bilden soll, ungeschrieben lasse. — pp. 13 — 16 fin- 
den sich einige Nachrichten über die vom Domherrn und Pfar- 
rer Wolfhard Ebner der Bibliothek des Regensburger Dom- 
capitel vermachten Manuscripte. 

f 

[476.] Taxation der Bücher n. s. w. in den Bibliotheken.. — 
Ueber Viilemain's Aeufserungen in der franz. Deputirten- 
kammer über die Clasdfication ei J&siimation des objets 
contenus dans chaque bibliotheqm^ mit Hinweis auf die im 
BuUeUn du bibliophile pubL par Techener^ 1839, veröf-. 
fentlichten * AmÜioraiions ä apporter aiix bibUotheques pub-. 
liques, 8. Bulletin, No. 19. JuiU. 1S4A. jp. 1011. 



33 



B. Bibliothekenknnde. 

[477.] Blbliothekenchconik und MisceHaDeen. Von Stadt- 
bibliothektr Dr. NamDann in Leipiig and Bibliothe- 
kar Jack in Bamberg. S. Serapenm. Jahrg. V. 
No. 1. p. 16. No. 5. p. 80. No. 7. pp. 111—112. 
No. 10. pp. 159—160. No. 11. p. 176. No. 12. 
pp. 191 — 192. No. 15. pp. 239 — 240. No. 16. 
pp. 249 — 256. No. 17. pp. 271-272, No. 19. 
p. 304. No. 21. pp. 335 — 336. No. 23. ' pp. 
366—368. No. 24. pp. 383-384. 
XS" No. 11. 105. 227. 318. 

[478.] Altr5m!sche Bibliotheken. — Job. Chr. Fei. Bähr's 
„Geschichte der Römischen Literatur /< 111. Ausg. Bd. F. 
[Carlsrtihc, Muller. 8.] pp. 45 — 49. 55—57. 58. 67. 
yO — 71. Enthält, wenn auch nicht Resultate neuer ei- 
gener Forschungen, doch eine sehr zweckinäfsige Zusam- 
menstellung alles Desjenigen, was bisher auf Grund von 
Belegstellen römischer Schriftsteller Qber das römische Bi- 
bliothekwesen ermittelt worden ist. 

4 

[479.] Bibliotlieken der koptischen Klöster in der liby- 
schen Wnste. — Ein sehr unerfreuliches Bild von dem 
Zustande der Bibliotheken der koptischen Klöster in der 
libyschen Wöste entwirft Tischendorf, der muthmafs- 
liche Verfasser eines Aufsatzes in der Augsburg, allgenu 
Zeitung Tom J. 1844. No. 56. „Die koptischen Klöster 
in der libyscfien Wüste." Nach einer vorläufigen Schil- 
derung des Weges zu den Klöstern und dieser selbst er- 
zahlt Tischendorf von den Bibliotheken pp. 1241b— 1242 a 
kurz Folgendes: „Jedes dieser vier Klöster" — vier sind es 
nämlich im Ganzen — „besitzt im obern Stock eine Kammer^ 
zu der man durch eine in Ketten hängende Brücke ge- 
bngt, welche die Bibliothek heifst. Hier erblickt man 
, die Manuscripte unter und über einander: auf dem Bo- 
den sowie in grofsen Körben liegen unter Staubmassen 
unzählige Fragmente von alten zerrissenen und zerstör- 
ten Mannscripten. Nirgends sah ich etwas Griechisches: 
alles ist koptisch und arabisch; im dritten Kloster sah 
ich auch einiges Syrische; auch ein paar Blätter Aethio- 
pisches fiand ich. Bei weitem die meisten dieser Manu- 

3 



34 

• 

Scripte enthalten Liturgisches, viele Biblisches. Dafs sich 
für die Wissenschaft manches Erkleckliche darin finden 
lassen könnte, glaub' ich schon defshalb nicht, weil un- 
längst des Koptischen und des Arabischen wohl kundige ' 
Europäer diese Sachen durchsucht und daraus gekauft 
haben. Namentlich stammen hieraus viele der unlängst 
ins brittische Museum gerathenen syrischen Manuscripte, 
die allerdings, wiewohl schon bekannt, Bedeutendes und 
Kostbares enthalten. Die Mönche selbst verstehen von 
ihren Manuscripten äufserst wenig. Des Koptischen rst 
wohl kein einziger mächtig; sie lesen nur mechanisch 
was in ihren Kirchenlectionen steht. Das Arabische äl- 
terer Manuscripte lesen nur wenige. Ueberhaupt ist es 
sehr schwierig dieselben bei ihrem . Mifstrauen , ihrem 
Argwohn und ihrer Falschheit, trotz der sie umgebenden 
Aerrtklichkeit zur Veräufserung der Manuscripte zu bewe- 
gen. Das Verbot des Patriarchen mag dabei imponiren. 
Ich meines Theils begnügte mich mit mehreren fragmen- 
tarischen alten Codices im Koptischen, Arabischen und 
Syrischen. Einen sehr glücklichen Fund aber that ich an 
einer Menge im Staub vergrabener und schon halbzer- 
störter koptischer Pergamentblätter, die gröfstentheils Bi- 
blisches enthalten und nach meinem Urtheil ins 7te und 
6te Jahrhundert hinaufreichen. Das Pergament ist übri- 
gens in diesen Bibliotheken äufserst selten; der Manu- 
scripte die über das 15te, I4te, 13te Jahrhundert zu- 
rückgehen, möchten sich überaus wenige finden. ^^ 

[480.] Brasilianische Bibliotheken. — J. F. X. Sigaud's 
Schrift * yyDu climat et des maladies du Brasil, au sta-^ 
tMque mMicale de cet etnpne'* [Parisj Massen, 8.] lie- 
fert einige Nachrichten über die Bibliotheken dieses Lan- 
des. Denenzufolge zählt die Nationalbibiiothek zu Rio de 
Janeiro, mit Einschlufs der Sammlungen des Grafen de 
Barca, sowie der Naturforscher F. Vellozo und Jose Bo- 
nifacio d'Andrada, 72,000 Bde., die der medicinischen 
Facultät daselbst 4,000 Bde., und die öffentliche Biblio- 
thek zu Bahia 6,600 Bde.'[No. 481.] Vergl. Btdlet du 
BibUoph. Bdge. 1844. Tom, l No. 9. p. 489. 

{481.] Bibliotheken za Bahia. — ^ßihlioiheqms de Bahia^^^ 
par P. Vamur. S. Ballet, du Bibliophile Belge^ 1844. 
Tom. I. No. 6. pp. 262—265. Bahia oder San Salva- 
dor besitzt mehre erwähnenswerthe Bibliotheken, z. B. 



die enbitchofliche, die der Benedictiner nnd Franciskaatr, 
und die öffeDtlidie. Letztere , wenig äiter als die Na- 
tionalbibliothek zu Rio-JaneirOy zählt mit £infchlii(a d«r 
SanunlmigeD des Pedro Gomes Ferrao, AlefiMvdro Ge- 
nies Ferrao und Francisko Agottioo Gomea» etwa 
10 — 12,000 Bde.y womit freilich Sigand's Angabe [No. 
480.] nicht übereinstimmt. Die feierliche £röffnuiig der 
Bibliothek zum öffentlichen Gebrauche erfolgte am IS. 
Mai 181L 

[482.J Nätionalblbliothek ^n Rio -Janeiro. — .yBibliothique 
pubUqHe de Rio de Janeiro,^* par P. Namur. S. Bulle- 
tin du BibUopkile Beige, 1844. Tom. I. No. 5. pp. 210— 215. 
Die Bibliothek, welche jährlich über 18,000 Fr. £inkom- 
Dien zu yerfagen hat, datirt sich vom J. 1809, der An. 
knnfl des Kabers Don Pedro H. in Brasilien, der toq 
Lissabon die im Palaste d'Ajuda befindlich gewesene kö- 
nigl,. Sammlung sowohl als die des Infanten mitgebracht, 
nnd beide zur öffentlichen Benutzung im Gebäude deB 
ehemal. Carmeliter- Hospitals aufgestellt hatte. Zmt Ze\t, 
als Brasilien seine Unabhängigkeit erklärte, wurden die 
kaiserlichen Sammlungen auf dem Wege des Kaufes zua 
Staatseigenthume gemacht. Zeit der Benutzung, vob 
9 Uhr Morgens bis 3 Uhr ^Nachmittags. Bibliothekar, 
Januario da Cunha Barboza. — Voran geht eine kurze 
Schilderung des' politischen Zustaudes von Brasilien vof 
und nach der Ankunft des Kaisers. -<— Zu beiden Au^ 
. Sätzen Namur's [No. 481 u. 482] vgl. Bulletin etc. No. T. 
pp. 352-^353. 

[483.] JUbrabries in the United States which contain a$. 

many aa 10,000 volumes each^ 1837. — Libraries 

^in tke State of Massachusetts^ December 25* 1839. 

IVfitgetheilt von Dr. Fliigel in Leipzig. S. Sera- 

peum. Jahrg. V. No. 5. pp. 76 — 79. 

Mitgetheilt aus * Worcester^s Almanac, und aus dem Sc- 
rapernn auszüglich wieder im BiUletin du Biblipph. Beige, 1844. 
Tom. /. No. 4. pp, 183- — 184 , sowie an dfesem Orte. 

Amherat, Colhge aud Studenti Librarüt 13,000 «o/. F. 1839. 
Andover, Theol, Sem, aad Students* Ldhraries 17^500 „ » 
Anoapolif YifaTy/<md SiMe)^ .... 10,000 „ 1837. 

BaÜiwere^ 12^0 » „ 

3* 



36 



5? 



Boston, 10,000 üo/. r. 1837. 

„ Athenaeum 32,000 

Cainbridge, Studenti Libraries of Harvard 

University 51,000 

Charlestown {Smith Carolina), . . . 15^000 

Georgetown, College 12,000 

St. Mary, College 10,500 

Newton, Theological Seminary . . . 4,000 

New York,' Apprentices' . . . . . 10,800 

aty 25,000 

Mercantile 11,400 

Historical Society . . . 10,000 

Philadelphia, 44,000 

„ Philosophical Society , , 10,000 

South Carolina, College 10,000 

Virginia, University ....... 10,500 

Washington, National Library . . . 32,000 
Williamstown , College and Stvdenti^ Libraries 7,500 

Worcester, American Antiquar, Society . 12,000 

Yale, College 10,000 

Counties of Massachusetts, 

. 1,100 

. 3,780 

. 5,725 
250 

. 22,597 

. 4,092 

. 5,173 

. 3,339 

. 18,957 

. 2,300 

. 14,331 

. 5,359 

. 81,881 

. 11,134 



Barnstable, 6 Social Libraries 



Berkshire^ 
Bristol, 


17 

8 


Dukes, 


1 


Essex, 


31 


Franklin, 


11 


Hampden, 

.Hanipshire, 

Middlesex, 


17 
17 
43 


Nantucket, 


1 


Norfolk, 


30 


Plymouth, 
Suffolfc, 


27 
36 


Worcester, 


54 



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1839. 

1837. 

1839 
1837. 

99 
95 
95 
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5> 
5> 

1842. 
1839. 

1837w 
1839. 

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99 
99 
99 

55 

5> 
99 

5> 
» 
99 

>5 
59 
>9 



[484J Bibliothek des Klosters am Berge Sinai. — Tischen- 
dorf erzählt in dem Berichte über seine Reise zum Sinai, 
der in der Augsburg, allg. Zeitung vom J. 1844. No. 192 
mitgetheilt worden ist, von der Bibliothek des Sinaiklo- 
sters nicht viel Erfreuliches. „Die ^ibliothek" schreibt 
er pp. 1529 b — 1530 a „besitzt aufser einer Anzahl von 
1 bis 200 gedruckten Büchern mehrere Hundert griechi- 
sche, syrische, arabische und andere (wie walachische^ 



37 

rnssifldie) Maooscripte. Die syrischen nhd araliidchen, die 
zum Theil ziemlich alt und auf Pergament sind» Terdie- 
uen genaue CJntersuchnng. Unter den griechischen» von 
denen die mebten anf Pergament und aus dem lOten, 
dem Uten, und den nächsten Jahrhunderten sind» be- 
findet sich aufser vielen Evangelien, Apostelgeschichten 
und apostolischen Briefen, aufser mehreren guten Hand- 
schriften für Chrysostomus, die beiden Gregore, Basi- 
lius den Grofsen, Theodorns Studites, Ephram Syrus, 
Dionysius Areopagita, Theophylakt und andere Kirchen- 
väter (ich erwähne noch besonders einen Pergamentcodex 
aus dem Uten Jahrhundert mit den z^hn Büchern der 
Kirchengeschichte des Eusebius), aufser vielen Nomo- 
canonen, Heiligenerzählungen und einer Masse eigentlich 
kirchlicher Bücher, sehr wenig von iitterarischem Belang. 
Ein altes Lexikon des Suidas ist vielleicht das Beste. 
Au(serdem sieht man aber mit Schmerz an theils zerstreut 
hernmliegenden , theils zu Einbänden verbrauchten Blät- 
tern wie barbarisch uralte kostbare Uncialmanuscripte 
durch die Unwissenheit und Sorglosigkeit der Klosterbe- 
wohner der Vernichtung preisgegeben worden sind. Der 
gegenwärtige Bibliothekar, ein Mönch vom Berge Athos, 
seit dreizehn Monaten hierher gewissermafsen exilirt, ist 
der einzige Mann im Kloster der das Altgriechische ver- 
steht und die Manuscripte lesen kann. Nur kömmt zu 
ihm ein zweiter hieher Exilirter, ein sehr sprachkundiger 
junger Grieche, dessen Yerstandesklarheit getrübt ist. 
Die Mittheilung eines angeblich aus dem Hause des Kai- 
sers Theodosius stammenden» in Goldschrift verfafsten 
griechischen Uncialmanuscripts der Evangelien, niederge- 
legt in der erzbischöflichen Capelle, wurde mir trotz gu- 
ter und böser Worte hartnäckig verweigert. Nach allen 
mir von diesem Manuscript gemachten Mittheilungen 
glaube ich allerdings dafs es vor dem lOten Jahrhun- 
dert verfafst und der kritischen Prüfung werth seyn mag." 

[485.] Bibliothek in Samarkand. — Ein At-menier, Namens 
Kathcadur, soll vor Kurzem die Büchersammlung, welche 
Tamerlan in Samarkand zusammengehäuft hatte, wieder 
entdeckt haben. Gregorius Kurabaghy Gorabad, ein ar- 
menischer Priester in Paris, der vor nicht langer Zeit 
eine französische üebersetzung des armenischen Geschicht- 
schreibers Elisäus herausgegeben hat, erzählt über obige 
Entdeckung in einer der Anmerkungen seiner Uebersetz- 



38 

img eine sonderbare Anekdote, deren wortliche Ver- 
deutschung in einem Aufisatze der Aagsb. allg. Zeitung 
vom J. 1844. No. ä05. p. 1633^ „Angebliche Hand- 
schriftenfichätze in Samarkand^' betitelt, zu finden, ist. 
Abgesehen davon, dafs die Erzählung selbst an und für 
sich den Verdacht rege macht , dafs sie nichts weiter als 
die Erfindung eines müfsigen Kopfes seiy so hat ein zwei- 
ter^ unter gleicher Aufschrift erschienener Artikel' der ge- 
nannten Zeitung vom J. 1844. No. 283. p. 2257 das 
Seinige dazu beigetragen, den Verdacht noch bedeutend 
zu stdgern , und die Erzählung in der That als blose 
Fabel erscheinen zu lassen. > 

[486t] Europäische Bibliotheken* — »jZur Statistik grofser 
Bibliotheken." S. Blätter für literarische Unterhaltung 
vom J. 1844. No. 350. p. 1400 (aus einem Artikel des 
* Quartetiy review auszugsweise entlehnt). Der Epitoma- 
tor nennt den englischen Original - Aufsatz interessant. 
Ist diefs wirklich der Fall y so mnfs der Epitomator ge- 
rade das Uninteressanteste für seinen Auszug ausgewählt 
haben ; denn dieser letztere enthält nichts weiter, als ein 
paar ganz unbedeutende Betrachtungen über die vagen 
Zahlenangaben in Betreff der Bände grofser Bibliotheken. 
Das ganze Ergebnifs dieser Betrachtungen ist: die Zah- 
lenangaben sind sehr unsicher, und doch erheischt das 
Zählen blos einen mechanischen Procefs: freilich kommt 
auf die Art des Zählens viel an, — Nach dem engli- 
schen Artikel enthalten die 12 gröfsten Bibliotheken £u- 
ropa's, den noch am sichersten Nachrichten zufolge: 

Konigl Bibliothek in Paris . . 650,000 Bde. 

Miinchen 500,000 ,, ß- Doubl.) 

Kopenhagen ....... 400,000 „ 

Petersburg • . 400,000 „ 

Berlin 320,000 „ 

Wien . 300 000 „ 

Brit. Museum ta London ... 270,000 ,, 

Dresden 250,000 „ 

Arsenalbibliothek in Paris . . . 200,000 „ 

St. Gen^vieve- Bibliothek daselbst 200,000 „ . 

Brerabibliothek in Mailand . . 200,000 „ 

Göttingen ........ 200,000 „ 

Es firagt steh freilich, aus welcher Quelle der englische 
Autor feine Angaben entnoaraien hat. Vgl. No. 200 o. 291. 



89 

[487.] Katalog einer KloaterUUiolhek aoa dem XII. Jahr- 
hundert. Mitgetheilt von Stadtbibliothekar Dr. jN»ii- 
mann in Leipzig. S. Serapeum. Jahrg. V. No. 15. 
pp. 236—239. 

Aus dem * Bulletin de VAcademie royaU de Bruxelles. 
Tom. iX No. 11. — Welchem Kloster die Bibliothek ange- 
hört habe, ist nicht l>efcannt, vielleicht dafs das Benedictiner- 
Kloster zu Anchin, dem alten Aquiscinctum , dasselbe gewe- 
sen ist; mindestens stammt aus ihm laut der Aufschrift — „ex 
bibUotheca Äquidnc** — die den Catalog enthaltende Hand- 
schrift, die jetzt Eigenthum der Burgundischen Bibliothek zu 
Br&ssel ist« 

[488.J Belgische Bibliotheken. — „Le* Bibliothequet nouvel- 
les et la Bibliotheque rayale,'' par Mr. le Baron de Reif- 
fenherg. S. Bulletin du Bibliophile Beige, 1844. Tom. I. 
^0. 5. pp. 201— 202. Betrifft Belgien. Die Einrichtung 
neuer Provinzialbibliotbeken wird gebührend gelobt, sowie 
die Zersplitterung der Miltel , durch die Begründung 
vieler Specialbibliotheken in der Hauptstadt^ zum Nach- 
theile der grofsen königl. Sammlung in Brüssel gebührend 
igerugt. In Brüssel ist es demnach gerade so, wie lei- 
der an vielen anderen Orten. 

[489.] Die JVämlichen. — Laut dem im Buüetin du Biblio- 
phile Beige, 1844. Tom, 1. No. 2. p. 98 mitgetheilten 
Artikel ^^Boxjbles de la bibliotheque royale. — Extrait du 
proces verbal du 27 janvier 1844 '' sollen die Doubletten 
der königl. Bibliothek zu Brüssel an die Bibliotheken der 
Landesuniversitäten sowie der Städte zweiten Ranges ver- 
theilt werden. 

[490.] * Catalogue systehnatique de la Bibliotheque de la 
Chambre des Repr^sentants. [R^dig^ par M. le 
Vicomte B. du Bus, Questeur de la Chambre, et 
imprim^ pour Vusage des membres de la Chambre.]. 
Bruselles, Hayez. 8. 487 SS. [10 esemplaires ont 
dtd tirSs sur papier de couleur, 4 jaune, 3 nan- 
kin et 3 pailleJ] 

yyEn parcourant ce catalogue '' sagt darüber der Bericht- 
erataUer im BulleUn du Bibliopk, Beige. 1844. Tom. I. No. 5. 



40 

pp. 247 — 248 „ttn doü fäiciter no$ Ugiüaiewr de po$$4der^ 
pmir kl confedion des lois, det sources d abondantes. Si on 
faiiait les tneilleures lois avec les livres le$ plus estimh et les 
plus rechercMsy nous serions le peuple le mieux gouverni da 

[491.] Annuaire de la Bibliothiqtte Royale de Belgigucj 
par le conservateur Baron De Reiffenberg^ etc. 
[Avec la Vignette repr^sentant la Carte de VEm" 
pire d^occtdent.] Cinquihne anndem Bruxelles et 
Leipzigs Muquardt. 12. 222 SS., exd. Titel. Fr. 
n. 1 TJilr. 15 Ngr. 

No. 18. 111. 23a 319. 



Inhaltsverzeichnifs : 

I. Coup'd'oeil sur la Bibliotheque royale, — 1. Imprimes, 
Cartesj plans et esiampes, Medailles, 2. Manuscrits {an- 
cienne bibliotheque de Bourgogne), Cabinets de _ lecture, 
Observations diverses, — Von den 65,000 Fr. des Biblio- 
theksbudgets sind im J. 1843 für Personnel 23,820 Fr., 
Frais d*administration et matMel nahe an 7,835 Fr. und 
Achats et reliures etwas meh'r als 33,345 Fr. verwendet 
worden. Die neuen Erwerbungen bestehen in 3271 Druck- 
schriften (darunter eine Sammlung der von der Britischen 
Bibelgesellschaft gedruckten Bibeln, 119 Bände in 82 
Sprachen), 80 Handschriften, 133 Karten und Plänen, 

, 441 Kupferstichen u. s. w.> sowie in 700 und einigen 
Medaillen und Münzen. Die Zahl derjenigen, welche vom 
15. August 1842 bis dahin 1843 das Lesecabinet be- 
sucht haben, beläuft sich auf etwa 3000. In dem näm- 
lichen Zeiträume hat die Bibliothek 980 Bände oder 595 
Werke ausgeliehen. 

II, Notices et extraits des manuscrits de la bibliotheque royaie. 
— Fin du poeme de Walther d^ Aquitaine, Robert, abbi 
de Tuy. Vers attribuh au d^mon. L^estrif de Vaignel et 
du lin, Couplets satiriques, Ckitalogue de la bibliotheque 
de Vandenne abbaye d^Anchin, au onzieme siede, [Der 
nämliche Catalog, der bereits No. 487 erwähnt worden 
ist.] Expedition de Frdd6ric Barberousse dans Vempire de 
Constantinople, Guidonis liber ex variis histonis, Descrip- 
tion de VItalie, Liber de origine situque et qualitate Mo- 
manae Urbis, Itini-raire d^ Antonin, Hydrographie an- 
cienne, Terminologie. Liber de divisione orbis. Chrono^ 



41 

logie depuis U ammaicemeini du mwide jii$qu^au douai^$ 
si^cle, Poeme sur Pin, Ckronique de mint JMme ei de 
Saint Atiguitin. Histoire fabuletue d'* Alexandre le Grand. 
Darh et Phrygien. Hiäoire de la ruine de Troie, Hi' 
tteire romaine depuis Janus jutqu'a Valentinien, Le chro' 
HOgraphe Hugo, 

III. Memoires pour V histoire des,leiires et des sciences^ des-arts 
et des nioeurs en Belgique, — Eloge de Jean Des Rockes ^ secre- 
taire perpüvd de CAcademie Imphiale de Bruxelles. Fer- 
ner Bemerkuogen und Ergänzungen zu Aufsätzen frühe- 
rer Jahrgänge: ,,Nicaise Ladam; le Juif errant; Cats et 
la Guillotine; Cours d'amour. 

IV. Mdanges bibliologiques. — Obseroations r^trospedives : CW- 
ledion des mhnoires de VAcademie de Bruxelles; Quel est 
Pauteur de la Karolfide oa poeme sur la bataille de Mont^ 
Ihhyf; Poeme d"" Hildebert, de nummo. Curiosith biblioto- 
giques recemment acquises. Imprimeries particulieres en Bel- 
gique, Civilit^s litHraires. Notes. 

Die t}'pographische Ausstattung des Jahrbuches ist, wie 
bisher, sehr yorzüjglich, und möchte den Vorgesetzten der 
k. k. Bibliothek zu Wien sowie dem Oberbibiiothekar der 
konigl. Bibliothek .zu Dresden, die ähnliche Jahrbucher her- 
auszugeben beabsichtigen sollen, ohne Bedenken als Muster 
anzuempfehlen «ein. Vgl. Fetis in * r Ind^pendatice ^ FeuilL du 
17. Janv, 1844; * Monit^ur de la Librairie, 1844. No, 9 du 
20 Mars; und BuUet, du Biblioph. Beige. 1844. Tom, L No, l. 
pp. 46— 47, eine Stelle, die ich irrigerweise bereits zum Jahr- 
buche 1843 (No. 319) angeführt hatte. 

[492.] Anzeige. Von Bibliothekar Dr. Schelcr in Brüs- 
sel. .S. Serapeora. Jahrg. V. No. 11«. pp. 172 — 176. 

No. 12. pp. 182—184. 
Betrifft Nö. 491. 



[493.] * Cafalogue des accroissetnents de la bibliotMque 
royale en livres imprimda^ en cartes^ estampea et 
en manuscrits. Cinqui^e partie (annde 1843). 
Bruxelles et Leipzigs Muquardtm 8. 119 SS. 

Jt^ No. 320 a. 455. 

Vgl. Bullet, du Biblioph. Beige. 1844. Tom. l No. 7. 
p. 359. Ob und wann der vierte Theil dieses Cataloges, der 



4% 

die Erwerbungen dc9 Jahres 1842 enthalten mufs, erschienen 
fei, ist mir bis jetzt nicht bekannt geworden. 

[494.] Geschichte der Burgundischen Manascriptenbiblio- 
thek in Brüssel. Von Bibliothekar Dr. Scheler in 

Brüssel« S. Serapeum* Jahrg. V. No. 1. pp. 1 — 16. 

« 

Die Burgundische Bibliothek, die bekanntlich gegenwär- 
tig die zweite Section der königl. belgischen Nationalbiblio- 
thek in Brüssel bildet, zählt über 18,000 Nummern, und ist 
das nach und nach angewachsene Erbe der Herzoge von 
Burgund, welche, ihrerseits Erben der Grafen von Flandern, 
die zahlreichen Bücherscbätze der letzteren ihren eigenen ein- 
verleibt hatten. Die Begründung dieser kostbaren Sammlung 
von Bnrgundischer Seite wird mit einiger Sicherheit nicht gut 
"über die Regierung Philipps des Kühnen (1369 — 1404) hin- 
auf zu datiren sein. — Die Quellen, aus denen die vorlie- 
gende Skizze hauptsächlich gezogen ist, sind die Schriften 
Voisin's (Nq. 17) und Naraur^s (No. 16), sowie die Einleit- 
ung zum MarchaFschen Jnventaire (No. 19). ^ 

[495.] Gravüre nnt^rieure ä la plus ancienne connu^ 
jusqu*ici et gut vient d'etre ncquise en Belgique; 
par Mr. le Baron de JReiffenberg. [Btuj^elles.] S. 
4 SS; mit einer . Abbildung. Estrait du Btdletm 
du Bibliophile Beige ^ 1844. Tom. L No. 8. pp. 
435-438. 

Die königl. Bibliothek zu Brüssel hat den Kuj)ferstich, 
ein Bild des Heil. Christophorus vorstellend, mit der Jahrzahl 
1423, also den ältesten bis jetzt bekannten Kupferstich, für 
500 Fr. angekauft. 

[496.] * Notice sur le Liber Floridus Lamberti Cano- 
nici^ manuscrit du Xlle siede ^ par Jules de 
- Saint -OdJiois^ professeur - bibliotMcaire ä Puniver- 
sit^ de Gand. Extrait du Messager des Sciences 
historiques de Belgique. Gand^ Hebbelynck. 8. 
34 SS. u. 2 Taf. 

Das Manuscript ist Eigenthum der Genter Stadt- und 
Universitätsbibliothek. Vgl. Bullet du Biblioph, Beige. 1845. 
ar«n. U. No. 1. p. 79. . 



43 

[496 a.] Heber die DDiventtitsbibllothek m Lutttch. (Nebft 
einleitenden Bemerkongen.) Von Bibliothekar Dr. 
Scheler in Brüssel. S. S^rapeom. Jalin^. Y« No« 19« 
pp. 289—295. No. 20. pp. 305—312. 

Trotz des regen literarischen Lebens unter der zahllosen 
Menge von Geistlichen, womit das Lütticher Land bis auf 
die neueste Zeit immer überschwemmt war, stöfst man vor 
dei^ XVIII. Jahrhunderte auf keine einzige öffentliche^ für die 
Bildung des Volkes bestimmte Bibliothek. Erst im Jahre 1732 
wurde yom Lütticher Magistrate und unter Bestätigung des 
damaligen Fürstbischofs Georg Ludwig von Berghel die Er- 
richtung einer öffentlichen, dem Zugänge der Bürger frei- 
stehenden Bibliothek beschlossen und ausgeführt. Leider nahm 
jedoch die französische Commission schon im J. 1791 bei der 
Eroberung von Maestricht, wohin kurz vorher die Lütticher 
Stadtbibliothek geschafifl worden war, die Bibliothek in Be- 
schlag und schaffte sie nach Frankreich. Zwar reclamirte s|)ä- 
ter der Magistrat die entführten Bücher , erhielt über nur sehr 
geringe Entschädigung. Mittlerweile war, im J. 1795, in 
Lüttich eine neue Bibliothek von 15,000 Bänden gebildet wor- 
den,* wovon aber die Hälfte im J. 1804 an das neuerrichtete 
Friesterseminar abgetreten werden mufste, und die andere Hälfte 
endlich imJ. 1817 der ebenfalls neubegründeten Universität 
zufiel. Bei kräftiger Unterstützung von Seiten der /Regierung' 
wuchs diese Universitätsbibliothek bald zu einem bedeutenden 
Umfange an, so dafs sie jetzt eines Besitzes von 56,000 Bd. 
Druckschriften, 25,000 EHssertationen und 430 Manuscripten 
sich rühmen kann, ist ja doch auch ihr jährliches Budget seit 
der Organisation des höheren Unterrichtes im Königreiche Bel- 
gien (1835) auf 10,000 Fr. erhöht worden. — Was den 
Scheler'schen Aufsatz anlangt, so sind dessen Nachrichten über 
die MSS. und Incunabeln aus Namur's Schrift [No. 228] ent- 
lehnt; die geschichtlichen Angaben scheinen zum Theil einem 
Artikel Lesbroussart's im * Journal de Lüge^ 11. 12. \^ AoM 
1841 entnommen zu sein. 

[497.] UniversitStsbibliothek zn Kiel. — „Verzeichnifs der 
Handschriften der Kieler Universitätsbibliothek, welche 
die Geschichte der Herzogthümer Schleswig und Holstein 
betreffen.*' Von Prof. H. Ratjen. S. Nordalbingische 
Studien. Neues Archiv der Schleswig - Holstein - Lauen- 
bnrgischen Gesellschaft für vaterländische Geschichte. 
Bd» I. fift. 1. [Kiel, in Commission der UniversitäU- 



44 

bnchbandlung. 8.] Anhang SS« 1—16. Zahlt 25 Hand- 
Hchriilten auf. Die Fortsetzung davon sollte im nächsten 
Hefte folgen, das mir jedoch noch nicht zu Gesicht ge- 
kommen ist 

[498.] ♦£. C. Werlauffy Historiske Efterretninger om 
det Store kongelige Bibliothek in Kjöbenhavn^ 2 
foregede og fortsätte tfdg. Kjööetihavn^ Gylden- 
dal. 8. X SS. 0. 27 BB. mit 2 Zeichnungen. Pr. 
2i Rbd. (circa 2 Thlr.) 

X? * Erste Ausgabe unter gleichem Titel, Kjobenhavn. 
1825. 8. 

[499.] '*' Deacription des tnanuscrits fran^ais du moyen 
äge de la biölioth^que royale de Copenhague^ pr^- 
cdd^e d^une notice historique sur cette hiblioth^que i 
par Mr. le Professeur Nm C. ü. Abrahams» Co- 
penhague^ Host. 8. XVI u. 152 SS. mit 5 Facsi- 
miles. Fr. 4 Rbd. Mit colorirt. Facsimil. Fr. 
6 Rbd. 

[500.] * Fortegnelse over den nye Studenter forenings 
Bogsamling d. 1. Juli 1844. Copenhagen^ Reit%el. 
8. 14i BB. Fr. f Rbd. (15 gGr.) 

[501.] Adrefsbuch deutscher Bibliotheken. [Herausgegeben 
von Bibliothekar Dr. J. Petzholdt.] Dresden, Wal- 
thcr. 12. VI u. 64 SS., excl. Veränderungen und 
Zusätze. Fr. 10 Ngr. 

Ueber den Zweck und, Nutzen der Schrift, die nächst* 
dem im Serapeum No. 22 mitgetheilten Verzeichnisse deut- 
scher Bibliotheksbeamteten als erster Versuch eines Adrefsbu- 
ches deutscher Bibliotheken gilt, sagt das Vorwort Folgen- 
des: „Die Nützlichkeit des Adrefsbuches besteht hauptsächlich 
darin, dafs die Bibliotheksbeamteten dadurch Gelegenheit er- 
halten, gegenseitig sich kennen zu lernen, abgesehen davon, 
dafs auch alle Anderen, denen , zum Behufe ihres Verkehres 
mit den Bibliotheken, eine Bekanntschaft mit den Biblio- 
theksbeamteten wünschenswerth sein mnfs, durch das Adrefs- 
buch in den Stand gesetzt werden, die gewünschte Bekannt- 
schaft auf leichte Weise sich an verschafien. Zur Vermitte- 



45 

long ein^ gleicJieii Bekanntschaft mit denjenigen Einrichtongen^ 
welche auf den Bibliotheksverkehr Bezug haben, dienen vor- 
läufig die Angaben über die Zeit, wann die Bibliotheken für 
die Benutzung geöffnet sind, sowie zn dem nämlichen Zwecke 
die Mittheilung von Angaben über den Bacher- und anderen 
Bestand der Bibliotheken einer späteren Zeit vorbehalten bleibt. 
Auch mag das Adrefsbuch der geeignete Ort sein, wo Nach- 
richten über den Umfang der Benutzung der Bibliotheken, 
d. h. über die Zahl der Leser sowohl als der gelesenen Bu- 
cher, mit Nutzen niedergelegt werden können; dergleichen 
Nachrichten sind zu Fe^tstellimg eines allgemeinen Urtheiles 
über die Brauchbarkeit oder Unbrauchbarkeit der Bibliotheken 
auf der einen und auf der anderen Seite über den wissen- 
schaftlichen Sinn der Bewohner derjenigen Orte, wo die Bi- 
bliotheken sich befinden, jedenfalls behilflich.^* Zu bemerken 
ist, dafs gegeii 130 Bibliotheksörter, 270 Bibliotheken und 
540 Bibliotheksbeamteten im Adrefsbiiche gedacht ist, eine 
nur sehr mäfsige Zahl im Vergleiche zu derjenigen^ welche 
die zweite Ausgabe des Schriftchens aufweisen wird. Vergl, 
BuUet du Biblioph. Beige. 1844. Tom. 1. No. 2. p. 99. Zur 
Yervollständigung der vorliegenden ersten Ausgabe hatte ich 
in Bezug auf die Angaben des Bücher- und anderen Bestan- 
des der Bibliotheken, sowie über die zum Bücherankaufe vor- 
handenen Bibliotheksfonds in einem Artikel der Blätter für 
liter. Unterhaltung vom J. 1844. No. 97. p. 388 „Zur Sta- 
tistik deutscher Bibliotheken^* vorläufig einige wenige von Ort 
und Stelle eingezogene Nachrichten mitgetheilt: hoffentlich wer- 
den aber die in der zweiten Ausgabe darüber gemachten Mit- 
theilnngen vollständiger und mithin befriedigender sein. 

[502.] Ordnungen deutscher Bibliotheken. Mitgetheilt von 
Stadtbibliothekar Dr. Naumann in Leipzig. S. Sera- 
penm. Jahrg. V. Intelllgenzbl. No.l7. pp. 129— 133. 
No, 18. pp. 137 — 140. No. 19. pp. 145—148. 
No. 20. pp. 153—155. No. 21. pp. 161 — 164. 
No. 22. pp. 168—172. No. 23. pp. 177—180. 
No. 24. pp. 185—190. 

Die einzelnen Ordnungen sind an den betreffenden Orten 
angeführt. 

[503.] Deutsche Bibliotheken. — In den Sachs. Vaterlands- 
blättem vom J. 1844. No. 182. p. 780 sind, in Bezug 
auf die Unhoflichkeiten des zweiten Secretairs einer deut- 



46 

»eben Residenzbibliothek, Thatsacben mitgetheilt, die ih- 
res Gleichen suchen. Der Aufsatz hat den Titel: y^Zur 
Charakteristik deutscher Bibliotheksbeamten. '' Passender 
>vürde die Aufschrift gewesen sein: 9,Zur Charakteristik 
eines deutschen Bibliotheksbeamten^^ ; denn ich will wün- 
schen, und hoffe in der That, dafs ein so unhöflicher 
Beamter, wie der iin Aufsatze Geschilderte, von allen 
übrigen deutschen Bibliotheksbeamten eine, wenn auch 
unrübmlicbe Ausnahme mache. Früher mögen dergleichen 
Leute wohl öfterer vorgekommen sein, und es wird da- 
mals vielleicht nicht wenig Mühe gemacht haben, für die 
im Merkur v. 19. Jan. ,1824. No. 9. p. 36 ausgebotene 
Bibliothekenstelle einen tauglichen Mann zu finden. Auf- 
forderungen, wie eben die im Merktlr angeführte: „In 
einer bedeutenden Bibliothek wird ein höflicher Bibliothe- 
kar gesucht. Nähere Auskunft giebt die Expedition des 
Freimüthigen in Krähwinkel," mögen vielleicht nur für 
die damalige Zeit einen Sinn gehabt haben. Jetzt sind 
die Leute auf den Bibliotheken höflicher, und haben alle 
Ursache, sich jenes Secretairs als Collegen zu schämen. 

[504.] ürkandliche Nachrichten zur Geschichte der Säch- 
sischen Bibliotlieken« Herausgegeben von Julius Petz- 
holdt. [Grstei' Bogen«] Dresden, Eigenthum des Her- 
ausgebers; gedruckt bei Gärtner. 8, 16 SS., excl« 
Titel. Pr. n. 4 Ngr. 

Enthält: 1. Urkunden, die königlich öfientliche Biblio- 
thek in Dresden betreffend, aus dem XVI. und XVII. Jahr- 
hundert (S. Ebert's Nachrichten aus Papieren und Acten des 
König]. Sachs. Geh. Finanzarchivs, Handschr. der königl. öf- 
fentl. Bibliothek zu Dresden); 2. Handschriiltenverzeichnifs der 
Bibliothek des Franciscaner-Klosters zu Annaberg ^S. Wilisch' 
Nachricht der Bibliotheque- der Schulen zu St. Annenberg, /. 5 
N« Ejusd, Arcana. Biblioth. Annaeberg. pp, 17 — 21); 3. Ex- 
tract aus Margarethens von Schönberg Testament, Bikhcrge- 
schenke an die Kirchen in Streumen und Zabeltitz betreffend, 
vom J. 1580 (S. .Bahn*3 histor. Nachrichten von Franckenbe^g 
nnd Sachsenbnrg, p. 151); 4. Inscriptio Bibliothecae aedium 
ad S, Laurentium Pegaviensis (S. Sachs. Kirch. Zeitg. 1844. 
No. 6. pp. 46—- 47). In Bezug auf die unter 1. mitgetfadl- ', 
ten Urkunden erwähne ich, dafs dieselben -in Ebert's Ge- 
schichte und Beschreibung der Dresdner Bibliothek noch nicht 



47 

benataet «ind. — Die ferneren Nachrichten werden von Zeit zu 
Zeit bogenweise erscheinen. 

{505.] Sächsische Schalbibliotheken. — Ruck^ihtlich der 
Nachrichten von sächsischen Schiilbibliotheken sind die be- 
treffenden Schiiiprogramme in der Kegel erstaunlich wort- 
karg. So erfiihrt man z. B. aus dem 1844. Osterpro- 
grarome der l'bomasschule zu Leipzig (^Lipsiae, ex ojfi- 
cina Staiitzii, 4.J, wo nnter den Schulnachricfaten p. «^9 
Ton der Bibliothek die Rede ist, nichts weiter, alsdafs 
die Bibliothek bei zweckmäfsiger Verwendung ihrer ge- 
ringen Mittel mit mehren für den Unterricht der Gelehr- 
tenschule und <tie Studien der Lehrer wichtigen Werken 
bereichert worden sei etc. Fast ebenso dürftig ist in die- 
ser Hinsicht das 1844. Osterprogrnmm des Gymnasiums 
zu Dresden [Dresden, gedruckt bei Rlochmann und Sohn. 
8.], wo pp. 19 — 20 gesagt ist, dafs die Bibliothek im 
abgelaufenen Schuljahre theils durch Geschenke, th'eils aus 
den durch freiwillige Beiträge vieler Schuler vermehrten 
Fonds der Casse ansehnlich bereichert worden sei, und 
wo sodann noch die Geschenke kurz angeführt sind. Diefs 
gilt jedoch nur in Betreff der Schülerbibliothek: von der 
eigentlichen Schulbibliothek für die Lehrer ündet sich im 
ganzen Programme auch nicht ein Sterbenswörtchen. 
Besser, obschon immer noch karg, sind die Nachrichten 
im Jahresbericht über das Gymnasium zu Plauen, Schul- 
jahr 1843—1844 [ Plauen i Druck von Wieprecht. 4.], 
pp. 13. 14 von Geschenken und sonstigen Erwerbungen 
der Schulbibliothek, pp. 14 von der Primanerbibliothek 
(^No. 689 — 704), die meist durch Gaben von Seiten ehe- 
maliger Schüler und Abiturienten gewachsen bt. Von 
den übrigen Klassenbibliotheken heifst es nur^ dafs sie 
sich ebenfalls vermehrt hätten. — Ob es denn von den 
Schulbibliotheken nichts weiter zu sagen geben sollte? 

[506.] Sehlesische Bibliotheken. — £in Correspondenzarti- 
kel der Deutschen allg. Zeitung vom J. 1844. Beil. zu 
No.,318. pp. 2827a— S828a handelt von den Mifslich- 
keiten der Benutzung schlesischer Archive und Bibliothe- 
ken. In Betreff der letzteren sagt der Correspondent 
unter Anderem Folgendes: „Die reiche Rhediger'sche Bi- 
^ bliothek am Gymnasium zu St. Elisabeth in Breslau ist 
Monopol des rühmlichst bekannten Historiographen , des 
Consistorialraths Menzel; in der Universitätsbibliothek bt 



48 

man der WiUkiir, nicht der Bibliothekare oder Cnstoden, 
sondern der Amanuensen, auf Gnade oder Ungnade er^ 
geben, die, was ihnen nicht zur Hand ist, ganz beharr- 
fich ab oidit vorhanden oder nicht gegenwärtig bezeich* 
nen; die reiche Bibliothek des Gymnasiums zu St Maria 
Magdalena in Breslau ist unbenutzt , nur die zu St. Bern- 
hardin war stets von dem verstorbenen, sehr verdienst* 
vollen Rector Morgen besser mit der gröfsten Zuvorkom- 
menheit^ ja mit Aufopferung seiner schwachen Gesund- 
heit, allen Besuchern nicht nur geöffnet, sondern auch 
der ausgedehntesten Benutzung zugänglich gemacht. Die 
Bibliotheken in Brieg, Oels, Landshut und Sagan ent- 
, halten viel, sehr viel, was für historische Zwecke dienen 
könnte, aber sie rermodern.^^ u. s. w* 

[507 J Unterfränkische Bibliotheken. — * „Archiv des hi- 
storischen Vereins von Unterfranken und Aschaffenburg." 
Bd. Vin. Hft. 1. [Wurzburg. 8.] pp. 148—164, Beschrei- 
bung merkwürdiger altdeutscher Handschriften in unter- 
fränkischen Bibliotheken von Reufs. 

[508.] * Verzeiclinifs der zur königl. Kanzleibibliothek in 
Baireath gehörigen Bücher im Jahre 1844. Bai- 
reuth. 8. 

JtS" / Verzeichnifs v. J. 1798, 1801, 1804, 1809, 1825. 

[509.] Königliche Bibliothek za Bamberg. — Der in der 
Zeitschrift für die Alterthumswissenschafl^ Jahrg. II. 1844. 
Hft. V. No. 55. pp. 433 — 440 enthaltene Auftatz von 
L. V. Jan „Zur Literatur der römischen Agrimensoren** lie- 
fert eine Beschreibung des Bamberger Manuscripts, wel- 
cFes die Aufschrift führt: Liber Jnnü Nipsi de mensu- 
ris, Dafs jedoch der römische Agrimensor Nipsus nicht 
der Verfasser der Schrift sein könne, dafs letztere viel- 
mehr als eine Compilation späterer Zeit sich charakteri- 
sire, ungewifs freilich von welchem Verfasser, glaubt v« 
Jan mit Bestimmtheit versichern zu dürfen. 

[510.] Ordnung fiir die öffentliche Bibliothek zu Bamberg. 
Mitgetheilt von Stadtbibliothekar Dr. Naumann in 
Leipzig. S. Serapeam. Jahrg. V. Intelligenzbl« No. 20. 
pp. 153 — 155. 



40 

Enthält nur die. erste aof das PabKeam beiagKdie Ab- 
tkeilung der Ordnung, die Toni konigl. Ministerium 1842 ge- 
ndunigt ist Biicksiditlich der II. und III. Abtheilung, welche 
i£e Rechte nnd Pflichten der konigl. BibliothekscomnuMion, 
des «BibHotbekars, Secretairs, der Gehilfen und Dienerschaft 
betreffen, wird auf die darüber in Jaeck's Jubelschrift für die 
Buchdruckerkunst gemachten Mittheilungen verwiesen. 

[51 1.] Bibliothek der Gesellschaft fnr Erdkunde xa Berlin. 
— Eine Liste der Gaben von Büchern, Karten nnd Plä- 
nen an die Sammlung der Gesellschaft für allg. Erdkunde 
zu Berlin vom Mai 1842 bis Juli 1843 enthalten die 
„Monatsberichte über die Verhandlungen der Gesellschaft 
für Erdkunde zu Berlin. ^^ Redig. von W. Mahhnann« 
Neue Folge. Bd. I. Hft. 1 & 2. [Berlin, Nicolai. 8.] 
pp. 10-^13. 111—112. 

[512.] Über die Benntzang der Königlichen Bibliothek zu 
Berlin. (Auszug aus der Bibliothek-Ordnung.) Ber- 
lin den 15. Mfirz 1844. 4. 8 SS. 

[513.] Die nämliche Ordnung. Mitgetheilt von Stadtbiblio- 
thekar Dr. Naumann In ILeipzig. S. Serapenm. Jahrg. 
V. Intelllgenzbl. No. 17. pp. 129—133. No. 18. 
pp. -137— 140. 

Die Hauptrubriken dieser neuen seit dem 9. April 1844 
ins Leben getretenen Ordnung sind: I. Besichtigung der Bi- 
bliothek; II. Benutzung des Lesezimmers; III. Entleihen von 
Büchern und Musikalien; IV. Benutzung des Journalzimmers; 
y. Benutzung der Musikalischen Sammlung; VI. Benutzung 
der Königlichen Bibliothek durch Auswärtige. Nach Naümann's 
Ansicht im Serapeum im a. J. No. 10. p. 159 sind diese Ge- 
setze mit der gröfsten Liberalität entworfeu, so weit sie die 
nothigen Biicksichten auf das Wohl einer derartigen Anstalt 
nur immer gestatten: allein dagegen erlaube ich mir mit aller 
Bescheidenheit zu bemerken, dafs z. B. diejenigen Gesetze^ 
welche sich in der Praxis auf der Dresdner konigl. Bibliothek 
als Norm herausstellen , in manchen Stücken doch noch etwas 
liberaler d. h. weniger beschränkend seien, als die Berliner, 
wenn anders nicht in Berlin die Praxis von den Vorschriften 
auf dem Papiere sich wesentlich unterscheidet d. h. die Praxis 
weniger Beschränkungen eintreten läfst, als die Vorschriften ei- 
gentlich gebieten« 



50 

t5l4.] Bibliothek des Vereins von Alterthnnosfrennden im 
Rlieinlande zu Bonn. — Dem in den „Jahrbüchern des 
Vereins von Alterthumsfreiinden im Rheinlande'^ IV. [Bonn, 
Marcus. 8.J pi>. 221 — 222 enthaltenen Verzeichnisse zu- 
folge hat die Vereinsbibliothek rücksichtlich der Geschenke 
und Erwerbungen seit der letzten derartigen Veröffent- 
lichung (No. 394) nicht eben bedeutende Fortschritte ge- 
macht: 9 Schriften, No. 53—61, werden im Ganzen als 
Zuwachs angeführt, r-^ Ein späteres Verzeichnifs von Ge- 
schenken und Erwerbungen, auch meist für die Biblio- 
thek, findet sich im V. u. VI. HeAe der Jahrbücher pp. 
430—432. 

1515.] Bibliotliek der schlesischen Gesellschaft fiir vater- 
ländische Kultar zu Breslaa« — In der „Uebersicht 
der Arbeiten und Veränderungen der schlesischen Gesell- 
schafl für vaterländische Kultur im J. 1843 '< [Breslau, 
gedruckt bei Grafs, Barth u. Comp. 4.] ist unter der 
Rubrik „Zuwachs der Bibliotheken und Museen ^^ pp. 
24 — 26 ein kurzer Bericht über die im Laufe des Jahres 
1843 der Geselischaftsbibliothek, meist auf dem Wege 
der Schenkung, zugegangenen Schriften (336 Nummern) 
roitgetheiit: 158 gehören davon der schlesischen und 178 
der allgemeinen Bibliothek. Aufserdem folgen noch p. 81 
ein specielles „Verzeichnifs der wichtigeren Geschichts- 
werke,' welche die Gesellschaft für vaterländische Kultur 
im.J. 1843 geschenkt erhalten hat^^ (nur 4 Nrn.)» 
pp. 167 — 168 ein „Verzeichnifs der an die naturwissen- 
schaflliche Section im J. 1843 geschenkten Bücher und 
Naturalien" (17 Nrn.), p. 199 ein dergl. von Geschen- 
ken für die Bibliothek der entomologischen Section (nur 
2 Nrn.), und p. 218 ein dergl. von Geschenken für die 
botanische Section (4 Nrn.). — Aus dem pp. 74 — 81 
mitgetheilten „Verzeichnifs der im Besitze des Oberländs- 
gerichts -Assessors Wiesner zu Bublitz in Uinterpomniern 
befindlichen Handschriften zur schlesischen Geschichte^^ 
ist p. 79 No. 32 in quart MS, pap. saec. XVIIl 197 ff. 
cont, GottL Krantzü Notitia man2iscnptorum Bibliothecae 
Vratislaviensis Rhedigero - Elüabethanae autographa als für 
die Bibliothekenkunde interessant zu bemerken. Vgl. No. 395. 

[516.] Bibliothek des Schlesischen Provinzial - GefiingnilW- 
Vereins zu Breslau. — „Zweiter Bericht des Vereins 



61 

iiir die Betsenttg der Strafgefengeoeo in der Piro- 
vim Sachsen^^ [Breslau, in CoaiiniMion bei Hirt 8.] pp.' 
33 — 35 ^Büclier-yerzdchni(k des Schlesisdien ProViiizial* 
Gefaögniä- Verein«/^ 44 Numniern starL Die Fortsex- 
xnng soll regelmärsig in den folgenden Berichten mitge- 
theilt werden. 

[517.] Gymnasialbibliothek zn Cassel. — „Verhandlangen 
der VI. Versammlong deatscher Philologen ond Schnl- 
männer in Cassel 1843^^ [Cassel, Fischer. 4.] pp. 8 — 9 
VerzachDifs Ton Schriften , welche, dem Vereine bei Ge- 
legenheit der Casseler Versammlung geschenkt, und von 
diesem an die Casseler Gymnasiulbibliothek überwiesen 
worden sind. 

[518.] * Angabe ond Beschreibnng der in der Lyceomf- 
bibliothek in Conatans anfgestcllten ältesten Druck- 
werke (Inconabnla) bis zum Jahre MCCCCXCIX. 
Programm von F. Carl Trotter, Professor and Bi- 
bliothekar am Lyceom. Constanz, Stadler. 8. 91 SS^ 

Trotter hatte bei der Herausgabe seiner Schrift die dop* 
pdte Absicht, einmal die Seltenheiten der Bibliothek, alte 
Dracke bis 1499, bekannt zu machen, das andere Mal, die 
biekannten Verzeichnisse solcher Werke dadurch zu vervoll- 
ständigen, so dafs dtt daselbst noch nicht aufgeführten Bü- 
cher nachgetragen y oder die dort zwar genannten, aber man- 
gelhaft beschriebenen berichtigt und ergänzt werden könnten. 
Vgl. Schuch in der Zeitschr. f. Alterthumswissensch. Jahrg. III. 
1845. Hft. U. Beil. No. 1. pp. 2 b. 

[519.] Bibliothek der chirurgisch-mediclnischen Akademie 
sn Dresden* — ,, Vorschriften für die Studirenden, 
welche Bücher aus der bei der chirurgisch-medidnischen 
Akademie befindlichen Bibliothek entlehnen/^ S. „Gesetze 
für die Studirenden der königlich Sächsischen chirui^sch- 
medicinischen Akademie zu Dresden" [Dresden, gedruckt 
bei Gärtner. 4.] pp. 23 — 24. Da die Gesetze in der 
Naumanh'schen Sammlung deutscher Bibliothekordnungen 
vor der Hand noch fehlen, so theile ich dieselben zur 
Vervollständigung der genannten Sammlung in Nachste- 
hendem mit: 
§. 56. £s werden nur Montags und Donnerstags von 9 bis 
11 Uhr Bücher ausgegeben. 

4* 



52 

$. 57. Ein jeder Stadirende, welcher ein Boeh zn haben 
wünscht 9 hat dem Bibliothdur einen £nipfangschein ein- 
zuhändigen, auf welchem der Titel de« Buches, Tag und 
Jahr des Empfanges, der Name des Studirenden und seine 
Wohnung bemerkt sind, und der Vi>n einem Mitgtiede 
der obern Medicinalbehorde oder von einem der Profes- 
soren der Akademie, ats Bürgen, unterzeichnet sein mufs. 

§. ^. Es kann auf einmal .nur dn Band auf 4 Wochen 
ausgegeben werden. Nach dieser Zeit ist um Verlänger- 
ung nachzusuchen oder es muls das Buch, sowie auch 
bei einer Entfernung des Erbprgers aus der ^ Stadt, oder 
auch früher, auf ausdrucklidies Verlangen des Directo- 
rium der Akademie zu anderem Behuf, unweigerlich zu- 
rückgegeben werden. 

$. 59. Den Empfangschein, welchen der Studirende h& Zu- 
rückgabe des Buches von dem Bibliothekar wieder er- 
hält, hat er dem Bürgen jedesmal sogleich einzuhändigen. 

§. 60. Wer ein Buch geliehen hat, darf es keinem Andern 
borgen noch weniger' auswärts senden. 

$• 61. Wer ein Buch beschädigt, mufs nicht allein den 

Schaden ersetzen, sondern verliert auch, nach Befinden, 

das Recht, Bücher aus dieser Bibliothek zu lesen. — Wer 

ein Buch verliert, oder es nicht zu gejiöriger Zeit zurück^' 

. bringt, hat den Werth zu ersetzen. 

§. 62. Gangbare Hülfsmittel zum Nachschlagen, wie Lite- 
raturwerke und Lexica, auch grofse Kupferwerke, wer- 
den nicht verliehen, doch können solche in der Biblio- 
thek zu den festgesetzten Stunden zur Ansicht vorgelegt 
werden. — In dem Locale der Bibliothek selbst können 
zu den festgesetzten Stunden Bücher, auch solche, die 
nicht auswärts zu verleihen sind, benutzt und die Kata- 
loge eingesehen werden; doch hat Niemand das Recht, 
selbst Bücher aus den Schränken zu nehmen, sondern er 
mufs dieses, sowie das Einstellen derselben, den bei der 
Bibliothek angestellten Personen überlassen. 

$. 63. Der Einlafs kann höchstens nur 12 Personen auf 
einmal gestattet werden. — Jeder in der Bibliothek An- 
wesende hat sich der möglichsten Stille zu befleifsigen, 
um Andere nicht zu stören. 

Nach diesen Gesetzen werden sich alle Studirende richten, 
und durch ein anständiges Benehmen auch hier jederzeit 
sich auszuzeichnen bemühen.^^ 



53 

[520.] BiblloChrt «irr okononifscIicB GetcHscIisift so Dresdon. 
— „Schrillen ood VerbanclIaDgeD der ofconoaischen Ge- 
sellscbafi im Kikiigreiche Sachsen^ Lief. L. [Dresifen, in 
CoiDinissioB bei Arnold. 8.] pp. 53—65 Verzeichoisse der 
' im Laafe des Halbjahrs, C^em bis Michad 1843, an- 
geschafiicn ood zum Geschenk erhaltenen Bücher , 75 
Nummern. 

[521.] Königlich öffentliche Bibirotliel sa Dresden. — 
Fr. Gottscbalck's ,,1>resden, seine Umgebnngen und die 
sachsische Schweiz*^, 11. Aufl. [Dresden , Gottschalck. 16.] 
pp. 45—49, Beschreibung der königl. offeotl. Bibliothek, 
nach Falkenstetn's gröfserem Werke, en mimature zum 
Nutzen und Frommen von Reisenden. Für Viele der* 
selben wird die Beschreibung hinreichen : doch mochte 
sich fragen lassen, ob die Bibliothek nicht ebeiiso^ grofser 
Aufmerksamkeit werth sei. ab die Dresdner Kunstsamm- 
lungen, denen verhältnifsmarsig weit grofsere Abschnitte 
im Taschenbuche gewidmet sind. Die Wissenschaft gebt 
freilich überall hinter der Kunst her, und es nimmt fust 
Wunder, dafs der Bibliotheken überhaupt noch in der- 
gleichen Tasch^büchem Erwähnung geschieht, es ipür»te 
denn sein, dafs die Bibliotheken wegen ihrer kunst- und 
prachtfollen Eiqbände u. s. w. der besonderen Eoäpfehl- 
nng iur die Reisenden würdig wären. 

[523«] Caialogi Bibliotheeae seeundi generis Prineipalis 
Dresdensh Speeimen sestum Joarnii Serenissimo 
Duci Sqxoniae etc* etc. e/c. rite pie grate offert 
Drm Julius Petzholdty Bibliotheeae Custos etc* 
Dresdae^ sumtu editoris typia espressU Teubner.. 
8. IV «. 16 SS. Fr. n. 4 Ngr. 
JCS" No. 37 u. 3a 122. 330. 

Aufser der Nachricht über einige wenige für die Biblio- 
thek angekaufte Handschriiten und dem Abdrucke des Spec IL 
p. 12 (nicht 21) erwähnten Schreibens Georgs von der Pforte 
an seine Sohne, enthält das Torliegende Speeimen unter dem 
besondem Titel ^yCaiahgus Bibliotheeae Danieae** ein Yerzeich- 
Bils' aller derjenigen auf Dante bezuglichen Werke und Ab- 
.handlungen, welche in der Prinzl. Secnndogcniturbibliothek zu 
finden sind. Bekanntlich ist der dermalige Besitzer der Biblio- 
thtdc, der Prinz Johann, ein warmer Verehrer des Dante und 
ualer dem Namen Philalethes sogar als Herausgeber und Com- 



54 

mentator der Divina Conmedia aufgetreten: es lässt sich da- 
her natürlich erwarten, dafs seine Bibliotheca Dantea nicht 
ohne Bedeutung sein werde. Die ausgezeichneisten Stucke 
dieser Dantebibliothek sind jedenfalls die Sammlung Koch'- 
scher Zeichnungen und das von dem Prinzen angelegte Dante- 
albura, welches Arbeiten von Arrigoni, Bahr, Begas, Bende- 
mann, Giotto, Hänel, Henuig, Hefs, Peschel, Betzsch, Riet- 
schel a. A. enthält. 

[523«] Monatlicher Anzeiger fiir gewerbliche Joumalfstik 
1843. Zugleich als Speclalcatalog der hi der Bi- 
bliothek des Dresdener Gewerbvereines befindlichen 
Journale 1843. Von Dr. Julius Petzholdt, Biblio- 
thekar Sr. König]. Hoheit des Prinzen Johann o. s. w« 
Dresden, gedruckt bei GSrtner. 8. 150 SS., cxci. 
Titel 0. Vl'eihschnft. Pr. n. 25 Ngr. 

Die Schrift, welche Unter vorstehendem Titel nur in we- 
nigen Exemplaren ausgegeben worden, und nicht in den Buch- 
handel gekommen ist, fiihrt in. den für den Buchhandel be- 
stimmten Exemplaren folgenden anderen Titel: „Monatlicher 
Anzeiger für gewerbliche Journalistik verbunden mit einer Bi- 
bliographie der gesammten Gewerbskunde. Erster Jahrgang 
1843. Januar bis December. Herausgegeben von Dr. Petz- 
holdt, Bibliothekar. Leipzig, Härtung. 1844." Der Anzei- 
ger verzeichnet die in den Journalen der VereinslNbliothek 
(p. 1) enthaltenen Aufsätze gröfseren sowohl als kleineren 
Umfanges in 12 monatlichen Stucken nach möglichst wissen- 
schaftlicher Ordnung,' uod vertritt somit die Stelle eines wis- 
senschaftlich geordneten Gesammtrepertoriums jener Journale. 

[524.J Bibliothek des pädagogischen Vereins zu Dresden. 
— „Achter öfifentlicher Bericht über den pädagogischen 
' Verein zu Dresden,^' [Dresden, gedruckt bei Blocbmann 
u. Sohn. 8.j p. 20 über die Bereicherung der Bibliothek 
im J. 1843. Sollten die angeführten Schriften den haupt- 
sächlichsten, oder wohl gar nur alleinigen Zuwachs der 
Bibliothek ausmachen, so möchte die Bibliotheksbereicher- 
ung eine aufserordentlich. dürftige genannt werden müssen. 

[525.] Bcrgakadcmischo Bibliothek zu Frelbei'g. — ^ Ei« 

Verzeichnifs von 15 Schriften, die vom October 1842 

i>is dahin 1843 der bergakademiscben Bibliothek geschenkt 

worden sind, s. Kalender für den Sachs. Berg- and 

. Hntten-Mann auf das J. 1844. [Dresden, gedruckt bei Teiib- 



5& 

nor, 8.J pp. 172 — 17S. £ia im Vergleich zum Ansehen 
der Freiberger Anitalt sehr kärglicher GescheuLeuzufliini ! 
,— Vgl. No. 399. 

[526.] LindesbibUothek in Fulda. — Wifs* „Beitrage zur 
Geschichte der UochstifU- und Landes - Bibliothek in 
Fulda.'^ S. Verhandlung der VI. Vcrsumniliirig deutscher 
Philologen und Schulmäoner in Cassel 1843. [Cassel, 
Fbcher 4.] pp. 65 — 72. Einleitung: ,.Eine volUtandige 
nnd begründete Geschichte der Fuldaer Benedict iner 
Stifts- und gegenwärtigen Landes - Bibliothek wurde so- 
vrohl wegen des hohen Alters als jles wichtigen ßestan- 
cies derselben ein bedeutender Beitrag zur Geschichte der 
deutschen Literatur sein. Aber die Dunkelheit, welche 
die Schicksale dieser einst so reichen ßucher^aiiiinliing 
verhiiUt, läfst sich leider gerade in der wiciitigsten E)>ocbe 
nicht ganz zerstreuen, in welcher die werthvoJUten Hand- 
schriften daraus fast spurlos verschwunden siud.^^ — In- 
halt: §. 1. Quellen: 1. unmittelbare^ die handschrifilich 
noch vorhandenen Cataloge und Urkunden, a. CdUdo- 
gM librorum omnium bibliothecae majoris ecdesiae FuliJcn- 
n$ anno millmmo qxungentesimo sexagesimo primo reperto- 
rym in pergameno, foL 28 SS. ; b, Bescheinigung den Bi- 
schofs von Speyer, Marquard, über geliehen -erhaltene 
Bücher^ vom J. 1568; c. Concept zu einer Erinnerung 
an die Rückgabe dieser Bücher vom 23. November 1604; 
d. Schreiben des Kaisers Rudolf des II., in Betreff der 
Darleihung von JRabani Über de sanda cruce^ vom 15..Jun. 
1599. 2. mittelbare. §. 2. Eintheilung der Geschichte 
der Bibliothek in drei Haupt-Zeiträme : §. 3. I. Von der 
Gründung der Abtei bis zur Anwendung der Buchdrucker- 
kunst,. 744 — 1440. Ueber Sammlung- der Bibliothek, 
deren Anfang sich von Bonifadus herschreibt, und über 
Handschriften. Genauere Beschreibung einiger derselben 
. theils nach eigener Ansicht, theils nach Schannat. §. 4. 
II. Von der Anwendung der Buchdruckerkunst bis auf 
die Gründung der gegenwärtigen Bibliothek, 1440 — 1775. 
Ueber Zerstreuung der alten Bibliothek. Trotz manchen 
Verlustes waren zu Anfang des XVII. Jahrhunderts noch 
750 Manuscripte vorhanden, doch hundert Jahre später 
alle bis auf drei fast spurlos verschwunden. §. 5. III. Vom 
J. 1775 bis auf jetzige Zeit. Ueber Sammlung und Auf- . 
Stellung der gegenwärtigen Landesbibliothek. Die Er- 
richtong. eines Biblio^hekgebäudes und die Aufstellung der 



66 

Bucher ans dem Benedictiner-Kloster ond dem furstlicheii 
Schlösse in dem neuen Gebände erfolgte im J« 1776 
unter Heinrich VIII. von Bibra. Vollendung der Catatoge 
im J. 1800. üebergabe der Bibliothek des Benedictiner- 
klosters zu Weingarten durch den Fürsten von Fulda, 
Wilhelm von Oranien, dem das Kloster Weingarten zu- 
gefallen war, im J. 1803. Die Bucherzahl der Biblio- 
thek mag sidi jetzt auf 15,000 Bde. belaufen. Die Rei- 
henfolge der Bibliothekare ist : 1800 f. die Benedictiner 
Pet. Böhm und Chrysost. Winkopp; 1812 f. NicoL Kind- 
Knger; 1824 f. Prof. Phil. Wehner. 

[527.] Verordnung für die Bibliothek der Grofshersogli- 
chen Ludewigs - Universität zu Giefsen. Mitgetheilt 
von Stadtbibliothekar Dr. Naumann in Leipzig. S. 
Serapenm. Jahrg. V. Intelligenzbl; No. 21« pp. 
161—164. No. 22. pp. 16S— 172. No. 23. pp. 
177—180. No. 24. pp. 185—188. 

Besteht aus <|er sehr ausführlichen Verordnung des Grofs- 
herzogl. Hessischen Ministeriums des Innern und der Justiz 
vom 8. Nov. 1837 und einigen Ergänzungsbestimmungen der 
Grofsherzogl. Hess, akademischen Administrations - Cömmission 
ÄU Giefsen vom 9. März 1838. Bei einer Vergleichung an- 
derer derartiger Ordnungen mit der Giefsener wird der letzte- 
ren sicherlich nicht eine der letzten Stellen anzuweisen sein : im 
Ganzen ist die Giefsener mit eben so grofser Umsicht als, Li- 
beralität ausgearbeitet, und wnrd der Anstalt so gut wie allen 
Denjenigen, welche die Anstalt benutzen, in ihren Studien 
gleich förderlich sein, während bei anderen Verordnungen 
wohl behauptet werden kann, dafs sie das Wohl der Anstalt 
viel zu sehr, das des Publicums dagegen viel zu gering be- 
rücksichtigen. 

[528.] Anzeige; Von Stadtbibliothekar Dr. Naumann in 
Leipzig. S. Serapenm. Jahrg. V. No. 12. pp.l84 — 190. 
No. 13. pp. 203—205. 

XS" Betrifft No. 243 a Otto's Commentar. zu den MSS. 
der Giefsener Universit Biblioth. 

[529.] Paläograpliische Beitrage aus den Herzoglichen Samm- 
lungen in Gotha von Dr. J. K» Möller. Orientali- 



*7 

sehe Paliographlf« Heft I. Eisleben, Reichardt. 
[Facsimilirt ond gednickt bei Urkermann In Erfurt.] 
Fol. X SS. u. 14 Taf. Pr. S Tlilr. 

Die Schrift enthalt, anfser der Einleitong, 31 Facsimiles 
von den in der Grofsherzogl. Bibliothek zu Gotha befindlichen 
Bmchstiicken kafischer Korane. Datf vollständige Verzeichnifs 
dieser Bruchsttieke kennt man bereits aus dem Catalogus lihro^ 
rvtm iam manHicriptorum quam impreuorum qiä a b. Seettenio in 
Oriente emti in WfUotheca Gothana asservantur, Tom, J. (Gth- 
thaey Glaeser.^ 1826. 4.) p. 1. Die Einleitimg beschäftigt sich 
theiis mit der Erörterung einiger Fragen über Sammlung des 
Korans und dessen Pnnctationy sowie einiger aus den Facsi- 
miles gewonnenen paläographischen Resultate^ theiis mit dem 
Nachweise der betreffenden Koranstellen. — Das Erscheinen 
eines zweiten Heftes soll von der etwaigen günstigen Auf- 
nahme des ersten abhängig sein. Vgl. Fleischer im Leipzig. 
Repert. der deutsch, n. ausl. Literat. Jahrg. L 1843. Uft. 21. 
pp. 333—334. 

[530.] Bibliothek der^ lateinischen Hauptschulc sn Halle. 
— ,9 Programm der Lateinischen Hauptschule zu Halle 
für das Schuljahr 1843— 1844 '< [HuUe, Waisenhaus- 
Buchdruckerei. 4.] p. 11 berichtet Rector Eckstein unter 
den Schulnachrichten nur ganz kurz, dafs die Bibliothek 
durch Ankäufe für die etatsmäfsige Summe vermehrt, 
aufserdem durch ein Gescheuk erfreut, sowie im Laufe 
des Sommers 1843 der neu geordnete und zweckmäfsig 
aufgestellte geographische Apparat mit der ofieutlichen (?) 
Bibliothek verbunden worden sei. Mehr liefs sich also 
nicht berichten? 

[531.] * Verzeichnifs der Sammlung des Clubbs der Freund- 
schaft. Nebst einem Anhange. Hamburg. 8. 160 SS. 

Die Bibliothek enthält jetzt 4500>-5000 Bde., vor dem 
Brande 1842 etwas mehr als 5000. 

[532.] Katalog der Commerz-Bibliothek In Hamburg. Erste 
Fortsetzung. Hamburg, Druck von Voigt. 4. iV n. 
84 gespaltene SS., excl. Titel. 

35^ No. 209. 

Die neuen Erwerbungen der Commerz-Bibliothek seit dem 
Erscheinen des Uauptcataloges vom J. 1841 sind in der vor- 



58 

liegeDclen Fortsetzung systematisch verzeichnet Voran stehen 
die auf Sprachenkiinde bezüglichen Werke, die Encyclopä- 
dien, Zeitschriften u. s. w. Sodann folgen die staatswissen- 
schaftlichen Schritten; die ans dem (gebiete der Handelswis- 
senschaflen, und zwar der Handelskunde, des Handelsrechtes 
und der Schifffahrtskunde; ferner die Literatur der mathema- 
ÜKhen und Bauwissenschaften; die der Geschichte; die der 
Geographie, Statistik und Reisen; endlich die Karten. Hierzu 
ein aiphabet. Nameu-Verzeichnifs der Verfasser. — Die an der 
Seite beigefügten fortlaufenden Nummern entsprechen den Sei- 
tenzahlen des Hauptkataloges. 

[533.] '^Heniirie Gesetze für die Ilambargisdie Stadtbi- 
bliothek. Auf Befehl Eines Hochedlen Rathes der 
Freien und Hanse - Stadt Hamburg publiclrt den 1. 
März" 1844. Hamburg. 4. 

ItST Ordnung der öffentlichen Stadtbibliothek zu Ham- 
burg , publicirt den 1. März 1751. Fol. 

[534.] '*' Reglement für die Benutzung der Hamburgischen 
Stadt-Bibliothek vom 21. Februar 1844. Patentforraat. 

[535*] ^ Verzeichnifs der Handschriften und Incunabcln der 
Stadtbibliothek zu HannoTer, von C. L. Grotefend. 
IlannoTer« 8. ~ > 

Vgl. * Gotting. gel. Anz. 1844. 

[536.] Schenkung der Heidelberger Bibliothek durch Ma- 
ximilian I. Herzog und Churfürsten von Buyern an 
Papst Gregor XV. und ihre Versendung nach Rom. 
Mit Originalschriften von Augustin Thelner Priester 
des Oratoriums. München^ lit. art« Anstalt. 8. VI 
n. 105 SS. Pr. n. 20 Ngr. 

Vorwort: „Es wird hoffentlich den Freunden der Lite- 
rargeschichte nicht unerwünscht seyn^ das grofse Dunkel, wel- 
ches bis jetzt immer -noch trotz der Leistimgen Wilkens über 
die Schenkung der Palatina verbreitet ist, in dieser gegen- 
wärtigen Monographie aufgehellt zu sehen. Wir bedienten 
uns hierbei der Originalschri fiten, welche an Ort und Stelle 
erlassen worden waren, und von denen wir die wichtigsten 
auch beifügen. Sie fanden sich in dem schätzbaren bistori* 



99 

sAok nüA pMologttdMQ Nachlaac tot, den der lauterblidM 
Abcd, dem bekanotfich die Veneodimg der Heidelberger Bi- 
bfiothdc nach Rooi aoigetragea worden war, ziirückgeliisseii. 
Dieser Nachlafii ist nach den Be«ümniongen des erlauditen 
Yerbliclienen von Erbe xa Erbe gegangen, und endücfa, da 
die gesetxfichen Erben erloschen waren, aD5rer Bibliothek der 
Yater des Oratoriums, mit denen AJacci in den frenndscbaft- 
fidlsten Yeriiältnissen lebte, anheimgefallen/' — Bekanntlich hat 
Se Schenkung der Palatina an den Papst für die Vatitann 
von jeher mandierld Anfechtungen erleiden müssen, und es 
hat dabei nicht an Leuten gefehlt, die dcfjthalb bald den Ge- 
l>er, bald den Empfänger allein, bald beide der Beraubung 
Deutschlands sowie des Hochverrat hs an deutscher ^Vi^sen- 
Schaft beschuldigt haben. Unter denen, welche dif^^halb dem 
Kurfürsten Maximiliaa die meiste Schuld beimessen, steht Wil- 
ken in seiner Schrift, Geschichte des alten Heidelberg. Bucher- 
sammlungen, obenan, während andere, wie bereits gesagt, in 
Folge weiterer Forschungen zu der Ansicht gekommen sind, 
dafs weniger der Kurfürst, als vielmehr der Papst Gregor als 
Derjenige zu bezüchtigen sei, in dem Heidelberg und mit ihm 
ganz Deutschland den Urheber des nicht genug zu beklagen- 
den Verlustes zu sehen habe. Gegen letztere Ansicht nun, 
ebenso wie gegen die von Wilken vertretene ist Theiner's vor- 
liegende Schrift gerichtet. Theiner giebt zwar zu, dafs Gre- 
gor die Schenkung des Palatina zunächst veranlaf^te, und die- 
selbe schon zu einer Zeit, ab die Palatina noch gar nicht 
einmal in Bfaximilian's Besitz gekommen war, durch den Bi- 
schof CarafEa vorbereitet und bei Maximilian nachgesucht habe, 
allein er meint auch beweisen zu können , dafs Gregor dazn 
nicht nur berechtigt, sondern auch veqiflichtet gewesen sei, •«- 
berechtigt, -sofern nichts billiger gewesen, ,,als dafs der Papst 
für die vielen und grofsen Opfer, die er seit dem Antritt 
seines Ponti6kats dem Herzog von Bayern dargebracht hatte, 
eine Entsdiädigung verlangte. Mehr als 200,000 Kronen hatte 
er ihm und dem Kaiser zur Fuhnmg des Krieges bereits aus- 
gezahlt, beiden ansehnliche Zehnten auf« geistliche Güter ein- 
geräumt, dem Herzog von Bayern ferner stehende monatliche 
Heerzahlungen durch den Kölner Nuntius gesichert, und nodi 
uberdiefs den 6. Oktober 1621 eine Baarzahlung von 60^000 
Gidden zugeschickt Welche Opfer! Eine passendere und zu- 
gleich ehrenvollere und für den Herzog von Bayern weniger 
druckende Entschädigung, als die Schenkung der Heidelber- 
ger PaiatinbibKothek konnte vom Papste, sicherlich nicht ver- 
langt werden^; — verpflichtet, sofern Gregor, anf sein hei- 



60 

4 

liges Recht gestutzt j wünschen nrafste, den berühmten Heidel- 
berger Bücherschatz nach Rom versetzt zu sehen, ,,um den 
Protestanten, die gerade in dieser Zeit die Denkmäler der 
dbristlichep Vorzeit so sehr entstellten und die katholische Kirche 
mit aller Mifskennung nnd Verfälschung ihrer Dokumente aufs 
leidenschaftlichste angriffen, diese Goldgrube, ans der. sie mit 
Verachtung des kostbaren Metalles ^ das sie enthielt, nur die 
gemeinsten Schlacken bis jetzt auszugraben gewohnt waren, 
um die katholische Kirche anzufeinden, zu schliefsen/^ Diefs 
etwa das Thema zu den mancherlei Variationen der Schrift 
selbst, an dessen Schlüsse Theiner Folgendes sagt: „Diefs 
ist nun der ^geschichtliche Hergang der Schenkung der Pala- 
tina. Die Leidenschaft und Blindheit haben bei dieser Gele- 
genheit das Andenken des unvergleichlichen Maximilian von 
Bayern, eines der grofsten deutschen Herrscher in den drei 
letzten Jahrhunderten, und Gregor des XV. auf die ungerech- 
teste und liebloseste Weise verläumdet. \}ni\ wer hat diese 
Bibliothek von ihrem unvermeidlichen Untergange gerettet, wenn 
nicht Gregor der XV. nnd Maximilian von Bayern! Selbst 
Wilken, der nicht Worte genug finden kann, um Maximilian 
von Bayern wegen seiner Schenkung der Palatina als eineh 
Hochverräther des deutschen Vaterlandes und der Wissen-* 
Schäften darzustellen, sieht sich genothigt, einzugestehen, dafs 
diese Bibliothek, wäre sie nicht nach Rom gekommen, nsefa- 
rere Male, namentlich aber im Mai 16^ unwiederbringlich 
ein Raub der Flammen geworden wäre ! . Sind demnach nicht 
Gregor XV. und Maximilian von Bayern vielmehr zu feiern^ 
dafs sie diesen Bücherschatz der literarischen Welt gerettet 
haben! Beider Namen werden stets und von der spätesten 
Nachwelt als die Erhalter der Palatina dankbarst gepriesen 
werden!^ Soviel als Probe, mit welcher Gewandtheit Theiner 
den Papst sowohl als den Kurfürsten von den ihnen gemach- 
ten Beschuldigungen zu entlasten weifs! Somit wäre durch 
Theiner die Sache für ewige Zeiten abgethan, und es^ möchte 
als Schlufsstein zu Theiner's meisterhaftem Bauwerke von al- 
lerlei Lügen nnd Unverschämtheiten nur noch etwa das zu 
erwähnen sein, dafs alle Versuche, die zur Wiedererlangung 
der Palatina gemacht worden sind, , keinen Erfolg weiter ge- 
habt haben, wenn anders nicht die Rückgabe von 852 meist 
altdeutschen Handschriften, die auf Verwendung der verbün- 
deten Monarchen beim romischen Hofe im Jahre 1817 statt- 
fand, als flrfolg zu berücksichtigen ist. — Schliefslich bleibt 
zn bemerken, dafs die Handschriften der Piatina in Rom durch 
^ eine eingeklebte (auf dem Titel der Theiner'schen Schrift ab- 



61 

gdnldete) Vignette beBierkUch gemacht worden sind. Die«e 
-Yigaette enthält das bayerische Familienwap{>eo und folgende 
auf die Schenkung der Palatina anspielende Inschrift: „Sam 
(ie BikUMeca^ quam Hdddherga capta, Spolium fedt, if P. 
M. GregeriQ XV, tnphaeum misit MaximUiamts Vlriutq.^ Ba-^ 
nariae Dux ßfc. S, R. /. Archidapifer et Princeps Eleciw. 
Anno Chritii cio.ijc.xxiii,'' Vgl. BuUet. dtt BiUiopk. Bäge. 
1844. Tom. I. Na. 7. pp. 360-36L 

[537.] Die lilte Heidelberger Liederfaindschrifl. Hertot- 
gegeben von Franz Pfeiffer. Mit einer Schriftprobe. 
Stuttgart, gedruckt auf Kosten des literarischen Ver- 
eins. 8. XII n. 295 SS. [Gehort zur Bibliothek des 
literarischen Vereins in Stuttgart. iX.] 

Die Handschrift (Cod. memhr. $aec. XIJI^XIV. No.357) 
ist die älteste unter allen bekannten Liedersammlungen; sie 
oithält: 1. Reimar, 2. Reimar der Vidcler, 3. Rcimar der 
Junge, 4. Walther von der Vogel weide, 5. Der von Morunge, 
6. Der Truhseze von St. Gallen, 7. Rubin, 8. Niüne, 9. Ge- 
drnty 10. Nithart, 11. Spervogel, 12 Der junge Spervogd, 
l3. Rudolf von Rotenbercy 14. Heinrich der Riche, 15. Hein- 
rich von Ruccbe, 16. Hartman von Ovve, 17. VVolfram von 
£schebach, 18. Vvahmuot, 19. Rudolf Ofifcnburg, 20. Wal- 
ther von Mezze, 21. Gotfrit von Strasburc, 22. Heinrich von 
Veltkilchen, 23. der Marcgrave von Hohenburc, 24. Hein- 
rich von Veltkilche, 25. Havvart, 26. Günther uz dem Vor- 
ste, 27. Der Herzoge von Anehalten, 28. Albrecht von Jo- 
liannesdorfy 29. Der Marcgrave von Rotenrurc, 30. Bruder 
Vl^ernher, 31. Lutolt von Seven, 32. Hug von Mulndorf, 33. 
Der Burcgrave von Regensburc, 34. Grave Otto von Bott^- 
loben. Hierzu ein Anhang. — Die Pfeiffer'sche Ausgabe be- 
steht ans der Beschreibung und dem ziemlich diplomatisch ge- 
nauen Abdrucke des vollständigen Textes der Handschrift. 

[538.] Bibliothek der deatsclien Gesellschaft zu Leipzig. — 
„Bericht an die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft zn 
Erforschung vaterländischer Sprache und Altcrthiimer in 
Leipzig. '^ Herausgeg. von Kari Aug. Espe. [Leipzig 
Brockhaus. 8.] pp. 78 — 84 ein Verzeichnifs von Bücher- 
Ankäufen und Geschenken fiir die Bibliothek und die 
übrigen Sammlungen der Gesellschaft 



60 

liges Recht gestutzt, wünschen nrafste, den berühmten Heidel- 
berger Bücberschatz nach Rom versetzt zu sehen, „um den 
Protestanten, die gerade in dieser Zeit die Denkmäler der 
dbristlichep Vorzeit so sehr entstellten und die katholische Kirche 
mit aller Mifskennnng und Verfälschung ihrer Dokumente aufs 
leidenschaftlichste angriffen, diese Goldgrube, ans der sie mit 
Verachtung des kostbaren Metalles ^ das sie enthielt, nur die 
gemeinsten Schlacken bis jetzt auszugraben gewohnt waren, 
um die katholische Kirche anzufeinden, zu schliefsen/^ Die(s 
etwa das Thema zu den mancherlei Variationen der Schrift 
selbst, an dessen Schlüsse Theiner Folgendes sagt: „Diefs 
ist nun der ^geschichtliche Hergang der Schenkung der Pala- 
tina. Die Leidenschaft und Blindheit haben bei dieser Gele- 
genheit das Andenken des unvergleichlichen Maximilian von 
Bayern, eines der gröfsten deutschen Herrscher in den drei 
letzten Jahrhunderten, und Gregor des XV. auf die ungerech- 
teste und liebloseste Weise verläumdet. Und wer hat diese 
Bibliothek von ihrem unvermeidlichen Untergange gerettet, wenn 
nicht Gregor der XV. und Maximilian von Bayern! Selbst 
Wilken, der nicht Worte genug finden kann, um Maximilian 
von Bayern wegen seiner Schenkung der Palatina als etneh 
Hochverräther des deutschen Vaterlandes und der Wissen«» 
Schäften darzustellen, sieht sich genothigt, einzugestehen, dafk 
diese Bibliothek, wäre sie nicht nach Rom gekommen, nsefa- 
rere Male, namentlich aber im Mai 16^ unwiederbringlich 
ein Raub der Flammen geworden wäre ! . Sind demnach nicht 
Gregor XV. und Maximilian von Bayern vielmehr zu feiern^ 
dafs sie diesen Bücherschatz der literarischen Welt gerettet 
haben! Beider Namen werden stets und von der spätesten 
Nachwelt als die Erhalter der Palatina dankbarst gepriesen 
werden!^ Soviel als Probe, mit welcher Gewandtheit Theiner 
den Papst sowohl als den Kurfürsten von den ihnen gemach- 
ten Beschuldigungen zu entlasten weifs! Somit wäre durch 
Theiner die Sache für ewige Zeiten abgethan, und es~ mochte 
als Schlufsstein zu Theiner's meisterhaftem Bauwerke von al- 
lerlei Lügen und Unverschämtheiten nur noch etwa das zu 
erwähnen sein, dafs alle Versuche, die zur Wiedererlangung 
der Palatina gemacht worden sind, , keinen Erfolg weiter ge- 
habt haben, wenn anders nicht die Rückgabe von 852 meist 
altdeutschen Handschriften, die auf Verwendung der verbün- 
deten Monarchen beim romischen Hofe im Jahre 1817 statt- 
fand , als flrfolg zu berücksichtigen ist. — Schliefslich bleibt 
zn bemerken, dafs die Handschriften der Piatina in Rom durch 
^ eine eingeklebte (auf dem Titel der Theiner'schen Schrift ab- 



ai 

gebildete) Vignette bemerUich gemacht worden sind. Die«e 
•Yigaette enthalt das bayerische Familienwapi>eo und folgende 
auf die Schenkung der Palatina anspielende Inschrift: „Sam 
.de BikUMfBca^ quam Häddberga capta^ Spolium fedt, if P. 
M. GregeriQ XV, trvphaewn misit MaximUiamu Vlriatq.^ Ba* 
wuriae Dux ^c. S. R. /. Archidapifer et Princeps EUctor. 
Anno Oiritii cioJjc.xxili^^ Vgl. Bullet, du BiUiopk. Beige. 
1844. Tom. I. No. 7. pp. 360-361. 

[537.] Die lilte Heidelberger Liederhandschrifl. Heraoa- 
gegeben von Franz Pfeiffer. Mit einer Schriftprobe. 
Stuttgart, gedruckt auf Kosten des literarischen Ver- 
eins. 8. XII n. 295 SS. [Gehort zur Bibliothek des 
literarischen Vereins in Stuttgart. IX.] 

Die Handschrift (Cod. membr, $aec. Xlfl^-XIV, iVb. 357) 
ist die älteste unter allen bekannten Liedersammlungen; sie 
oithält: 1. Reimar, 2. Reimar der Vidcler, 3. Rcimar der 
Junge, 4. Walther von der Vogel weide, 5. Der von Morunge, 
6. Der Truhseze von St. Gallen, 7. Rubin , 8. Niilne, 9. Ge- 
draty 10. Nithart, 11. Spervogel, 12 Der junge Spervogei, 
13. Rudolf von Rotenberc, 14. Heinrich der Riebe, 15. Hein- 
rich von Rucche, 16. Hartman von Ovve, 17. Wolfram von 
£schebach, 18. Vvahmnot, 19. Rudolf Ofifcnburg, 20. Wal- 
ther von Mezze, 21. Gotfrit von Straslnirc, 22. Heinrich von 
Veltkilchen, 23. der Marcgrave von Hohenburc, 24. Hda- 
rich von VeltkilchCy 25. Ha wart, 26. Günther uz dem Vor- 
ste, 27. Der Herzoge von Anehalten, 28. Albrecht von Jo- 
hannesdorf , 29. Der Marcgrave von Rotenrurc, 30. Bruder 
Wernher, 31. Lutolt von Seven, 32. Hug von Mulndorf, 33. 
Der Burcgrave von Regensburc, 34. Grave Otto von Bott^- 
loben. Hierzu ein Anhang. — Die Pfeiffer'sche Ausgabe l>e- 
steht ans der Beschreibung und dem ziemlich diplomatisch ge- 
nauen Abdrucke des vollständigen Textes der Handschrift. 

[538.] Bibliothek der deatschen Gesellschaft zu Leipzig. — 
„Bericht an die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft zu 
Erforschung vaterländischer Sprache und Altcrthiimer in 
Leipzig. '^ Herausgeg. von Karl Aug. Espe. [Leipzig 
Brockhaus. 8.] pp. 78 — 84 ein Verzeichnifs von Bücher- 
Ankäufen und Geschenken für die Bibliothek und die 
iibrigen Sammlungen der Gesellschaft. 



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fn Betreff der in den X 1841 — 1843 fui^ die Bh 
blioth^k gemachten Erwerbungen auf dem Wege des Kau*' 
fes sowohl als namentlich der Scheokang vgl. die Be- 
richte vom J. 1841. pp. 85 — 94, vom J. 1842«. pp. 
72—78, vom J. 1843. pp. 54—59. 

[539.] Sladtbibliothck zu Leipzig. — In den „Mittheilungen 
aus den Pienarverhandiungen der Stadtverordneten zu 
Leipzig in dem J. 1831 bis 1843." Uerausg. von Ed. 
Hermsdorf. [Leipzig,- Fest. 8.] finden sich folgende die 
Stadtbibliothek betreffende Stellen: über die Benutzung 
der Bil^liothek, p. 105; über einen dritten Eröffnungs- 
tag und Gehaltszulage für die Angestellten, p. 173; über 
das Legat des Bürgers Carl Wilh. Aug. Schubert 1837, 
in dessen Büchersammlung und 9450 Thlr. bestehend, 
p. 219; über Gehaltszulage für den Aufwärter, p. 240; 
über das Verraachtnifs des Geh. Raths und Prof. Pölitz 
1838, in dessen Büchersaramlung und 6400 Thlr. be- 
stehend, p. 275; über das Legat des Oberhofgerichts- 
rathes und Proconsul Dr. Heinrich Blümner 1839, in 
dessen Büchersammlung und 300 Thlr. für die Biblio- 
thek j 100 Thlr. für den ünterbibliothekar , 100 Thlr. 
für den Observator bestehend, pp. 318 — 319; über Ver- 
wendung der Zinsen zum Bücherankaufe^ p. 403; über 
Erhöhung des Gehaltes für den Bibliothekar auf 250 Thlr., 
für den Observator auf 150 Thlr., p. 465; über Eröff- 
nung des Münzcabinets für das Publicum, p. 504; über 
Verwaltungs-Rechnungen pro 1833, pp. 104 — 105; pro 
1834, p. 164; pro 1836, p. 220; pro 1835 u. 1837, 
p. 276; pro 1839, p. 383; pro 1840, p. 403; pro 
1841, p. 445; pro 1842, p. 498—499. 

[540.] Mittlieilungen aus der Ilandschriftensammlung der 
Stadtbibliothek. Von Stadtbibliothekar Dr. Naonuinii 
in Leipzig. S. Scrapeum. Jahrg. V* No. 16. pp* 
244—249. No. 17. pp. 266—271. 

Enthält den vollständigen Abdruck einer „Verordnung des 
Rathes zu Nürnberg aus dem 15. Jahrhundert, zur Beschränk- 
ung des Luxus auf Hochzeiten.'^ Voran geht Naumann's Er- 
klärung, wie er beabsichtige, von Zeit zu Zeit aus den Hand- 
schriften ' der Leipz. Stadtbibliothek über noch nicht gedruckte 
Stücke derselben MittheiluDgeD za machen, und auch Einzel- 



fc. 



63 

darans gani abdrncken zn laflsea, fo weit et der be- 
•chrankte Raom des Serapeuois nur immer gestatte. 

[541.] Ueber ein bis jetit noch unbekanntes xylograplii- 
sches Prodact der Presse Christoph Froschovers in 
Zürich [In der Leipziger Stadtbibliothek]. Von Sudt- 
bibllotliekar Dr. Naumann in Leipzig. S. Serapeum« 
Jahrg. V. No. 16. pp. 241—244. 

Betrifft ein Schriflenbuch in klein Folio, welches ans 10 
nur auf einer Seite bedruckten Blättern besteht, nnd zum Vor- 
legen beim Sch'reibunterrichte bestimmt gewesen ist 

[542.] Universitätsbibliothek za Leipzig. — Ein Inserat der 
Sachs. Vaterlands-Blätter v. J. 1844. No. 128. p. 516, 
unter der Aufschrifl „Die Leipziger Universitätsbibliothel^^^ 
rügt den Umstand, dafs die Studirenden in Leipzig von 
der Universitätsbibliothek nur auf specielle Empfehlung 
und Verbiirgung von Seiten eines ordentlichen Professors 
Bncher geliehen bekommen, währeud jeder Student auf 
blofses Vorzeigen der Studentenkarte Biicher von der 
Ratbsbibllothek erhält. Allerdings ist eine solche Ein- 
richtung nichts weniger als zweckmäfsig und zeitgemäfs, 
und wurde fiir die Studirenden höchst drückend sein, 
wenn die Leipziger Professoren In Betreff ihrer Empfeh- 
lung und Verbürgung von der seither bewiesenen Libe- 
ralität irgendwie abzugehen sich geneigt fühlen sollten. 

[543.] Bibliotliek des Museum Francisco-Carolinnm za Lim. 
— Die Vermehrungen des Linzer Museum Francisco-Ca- 
rolinum für Oesterreich ob der Enns und Salzburg von 
1. Decbr. 1843 bis 3L Decbr. 1844 sind vom Biblio- 
thekscustos C. Ehrlich, M. Ph., ganz in der nämlichen 
Weise j wie im vorigen Jahre [No. 405], in der „Zeit- 
schrift des Museum Francisco - Carolinum auf das Jahr 
1844« No. 4. p. 18 b, No. 5. p. 22, No. 8. p. 34 b, 
No. 9. pp. 37b — 38a, No. 10. p. 42b, No. IL pp. 
45b— 46a, No. II, pp. 46b, No. 12. pp. 50a, No. 
15. p. 62, No. 18. p. 74, No. 21. p. 86 b, No. 22. 
p. 90 a, No. 24. p. 98, No. 26. p. 106, No. 27. p* 
110b, No. 28. p. 114, No. 30. p. 122, No. 3L pp. 
125 b — ^26a, No. 83. pp. 133 b — 134 b, No. 86. 
pp. 14ttb — 147 a, bekannt gemacht worden. 



64 

[544.] Christlidie Leihbibliothek zq Laxembarg. — Johann 
Theodor, Bischof von Chersones, apostoliftcher Vicar für 
das Grofsherzogtiium Luxemburg, hat am 18. Jan. 1844 
einen Hirtenbrief erlassen, um, zur Abwehr gegen die 
verderblichen Folgen der Lektüre unchristlicher Bücher, 
die Begründung christlicher Leihbibliotheken dringend an- 
zuempfehlen. „Eine solche christliche Leihbibliothek'^ 
sagt er unter Anderem zum Schlüsse seines Briefes ^»ge- 
denken wir in unserer Stadt (Luxemburg) anzulegen, in 
der Hoffnung, die anderen Städte und Flecken und gros- 
sen Gemeinden des Landes werden diesem Beispiele zu 
folgen sich beeifern, wenn sie uns nicht schon mit dem 
ihrigen vorangegangen sind. Zur Anschaffung und Un- 
terhaltung dieser öffentlichen Bibliothek ersuchen wir un- 
sere dazu vermögenden Pfarrgenossen und Mitbürger, be^ 
sonders alle Freunde der Jugend, um milde Spenden an 
Geld und guten Büchern, und bitten dieselben, die be^ 
liebigen Beiträge auf eine beikommende oder nachfolgende, 
von uns eröffnete Liste einzuzeichnen, auch zu bemer^ 
ken, wieviel sie jedes Jahr zu diesem Zwecke beizu- 
steuern gedenken, ohne jedoch sich irgendwie dazu zu 
verpflichten.^' Ueber die christliche Fürsorge des guten 
Seclenhirten ! Vgl. Allgem. Prefsztg. 1844. No. 73. pp. 
291b — ^292b. Behufs der Auswahl von passenden Bü- 
chern für derartige christliche Leihbibliotheken würde viel- 
leicht die * „Oberhirtliche Unterweisung über die schlech- 
ten Bücher, gegeben von dem Erzbischof und den Bi- 
schöfen von Belgien an den Klerus und an die Gläubi- 
gen ihrer Diözesen. Aus dem Französischen. '' [Lands- 
hut, Thomann. 1844. 8. 71 SS. Pr. 5^ Ngr.] mittel- 
^ bar von Nutzen sein. ' ' 

[545.] '*' Katalog der Bibliothek der Harmonie - Gesellschaft 
- in Mannheim. Fortsetzung^ 8. 

JCS* ♦ Katalog. 1837. 8. 

[546.] Bibliothek der Fiirstenschule zu Meifsen. — G. Flü- 

gel's „Geschichte der dreihundertjährigen Jubelfeier der 

Königlich Sächsischen Landesschule St. Afra zu Meifsen 

. den 2. 3. und 4. Juli 1843" [Meifsen, Klinkicht & Sohn. 

* 8.], pp. 39 — 40 von der deutschen Lesebibliothek, die, 
gegen Ende 1841 begründet, bei Gelegenheit der Jubel- 
feier aus dem Nachlasse des verstorb. Afraners C. A. Vet- 
ter eine Sammlung von mehr ab 1000 Bänden deatscher 



65 

B&dMT geschenkt eriiidt, mid pp. 40 — 44 von denjeni* 
gen Schriften, welche der grofseren SchulbibKothek bei 
der Dämlichen Gelegenheit von yerschiedeoen ehemaligen 
Afianern als Weibgeschenke überwiesen wurden. Hier- 
mit ist theilweise Dasjenige zu vergleichen , was der Bector 
D. C. M. Baumgarten>Crusias im „Jahresbericht der ko- 
nigL Landesschule zu Meifsen, Jul. 1844/' am Schlüsse 
des Schttlprogrammes [Müenae, ex ojfidna KUnkicktii et 
fil, 4.], über die Sammlungen der Schule mitgetheilt hat: 
pp. 12 — 14 u* 16 über die eigentliche Schul bibliothek, 
pp. 14—16 über die Afranerbibliothek (No. 176—199), 
pp. 16 — 17 über die deutsche Lesebibliothek. 

[547.] Königliche Bibliothek zu München. — yJLa nouvelle 
hiblioiheque de Munüh^^j par A, Schayes, S. Bulletin du 
BibliophÜe Beige, 1844. Tom. L No. 5. pp. 202—209. 
Enthält die Beschreibung des neuen Münchner Biblio- 
theksgebäudes, mit vorangehendem Abrisse der Samm- 
lung. ^yLe jtouveau local de la bibUotheque royaU de Mu^ 
wcÄ/' sagt der Verfasser, „gwe le roi de Bavihe vievit 
de faire cpnstruire^ est sans contredit le p^ hei et le plus 
parfait idifice de ce genre qni existe en Europe, tant sous 
le rapport de Parchiiecture que sous celui des distributions 
interieures, Pour ce motif, nous avons cra qu*une descrip- 
Hon sommaire de ce palais ne serait point dpplacee dans 
ce recueä^^' und weiter: „Nous ferons prvceder cette rfe- 
scription d'ien coup d'*oeil rapide sur Vorigine ei les accrois^ 
tements successifs de la bibUotheque de Munichy devenue de 
- nos jours temule des bihliotheques de Paris, de Viefine, de 
Göttingue et de St. Petersbourg.^' Schliefslich der Wunsch 
nach einem ähnlichen Gebäude für die königl. Bibliothek 
in Brüssel. Uebrigens ist der Bestand der Münchner Bi- 
bliothek, wenn auch im Widerspruche mit anderen An- 
gaben, doch richtig auf 16,000 Handschriften, 13,000 
Incunabeln, 250,000 gedruckte Werke, 100,000 Disser- 
tationen und 300,000 Broschüren, zusammen auf mehr 
als 800,000 Bde. angegeben. 

[548.] Gesetze für den* Besuch und die Benutzung der 
königl. hayer. Hof- und Staats - Bibliothek zu Mün- 
chen. Mitgetheilt von Stadtbibliothekar Dr. Nau- 
mann in Leipzig. S. Serapeum. Jahrg. V. IntelU- 
genzbl. No. 19. pp. 145—148. 

5 



66 

Die Gesetse, wekhe unter dem 31. Decbr. 1828 erlas- 
sen worden ^ sind bereits No. 339. 340 vollständig abgedruckt. 

[549.] Die Cimelien der Munchener BIbliotliek. Von Dr. 
Gessert in München. S., Serapeum. Jahrg. V. No. 6. 
pp. 81 — 86. 

Ans der No. 339. 340 erwähnten Schrift auszuglich mit- 
getheilt. 

^550.1 Anzeige und Auszug. Von Stadtbibliothekar Dr. 
Naumann in Leipzig. S. Serapeum. Jahrg. V. No« 16. 
pp. 249-256. 

Betrifft No. 339. 340. 



[55 U] '*' CJeber einige altere handschriMiche Seekarte;n. 
Gelesen von J. A. Schmeller in der Sitzung der 
I. Klasse der k. Bajr. Akademie der Wissenschaf- 
ten, am 2. Decbr. 1843. München, Franz. 4. 
SS. 241 — 273. [Aus 4en Verhandlungen besonders 
abgedruckt.] 

Die betr. Karten sind Eigenthum der konigl. Bibliothek 
zu München. 

[552.] Königliche Bibliothek zu München. — „St. Ulrichs 
Leben y lateinisch beschrieben durch Berno v. Reichenau ^ 
und in deutsche Reime gebracht von Albertus.^' Herausg. 
von J. 'A. Schmeller. [ München , liter. art. Anstalt, 8.] pp. 
IV — XXV eine ausführliche Beschreibung der Handschriflty 
woraus St. Ulrich's Leben" abgedruckt worden ist, mit 
einem Facsimile. Die Handschrift befindet sich in der 
Münchner königl. Bibliothek, und gehörte früher zur Samm- 
* luhg des Stifles St. Udalrich u. Afra zu Augsburg. 

[553.] Die Nämliche. — „Federzeichnung aus dem Wesso- 
brunner Codex. Im Besitze der k. Bibliothek zu Mün- 
chen. ^^ S. Kunst - Denkmäler in Deutschland. Abth. I. 
Lief. 1. [Schwelnfurt, Kunstverlag. 4.] Abbild. IL Be- 
merkungen dazu von Dr. M. A. Gessert, pp. 7 — 9. 
Dieselben zerfallen in vier kurze Abschnitte: I.Beschreib- 
ung des Codex nach dem Aeufseren und Inhalte (Cod. 
membr. Wessobr. 53 de inqvintime vd imenUone sandae 



67 

: crudi); iL Alter and Herknnil des Codex (taec. IX,); 
IIL Der illiutrirte Theil derselben; IV. Die Federzeich- 
nongen (19). Scblierslich die BeschreibuDg der initge- 
tbeiltea Abbildung. 

|554.] Die Nämliche. — „Abbildung aus dem Musterbuche 
eines Kunstschreibers und Buchuialers [1400 — 1450]. In 
, der k. Bibliothek zu München. Mit Text von M. A. Ges- 
sert'' S. Kunst - Denkmäler in Deutschland. Abth. I. 
Lief. 3. [ Schweinfurt I Knnstverlag. 4.] Abbild. Vif. pp. 
25—26. 

[555«] Volks- und Wanderbibliothek za Neokirchen. — 
Ueber die vom Pfarrer Schwerdt zu Neukirchen im Grofs- 
herzogthume Sachsen- Weimar (Fürstenthum Eisenach) an- 
gelegte Volks- und Wanderbibliothek (bereits von 350 
Bänden) und deren gedeihlichen Fortgang s, Schwerdt't 
eigenen Bericht im *' Allg. Volksblatte der Deutschen, 
herausg. von Schwerdt und v. PfajQfenrath ^ 1844, wor- 
aus ein kurzer Auszug ui den Sachs. Vaterlandsblättera, 
1844. No. 45. p. 182, mitgetheilt ist 

[556.] Bestimmongen , die Benützung der Stadtbibliothek 
betreffend. Mitgetheilt Ton Stadtbibliothekar Dr. Nau- 
mann in Leipzig. S. Serapenm. Jahrg. V. IntelU- 
genzbl^ No. 24. pp. 188—190. 

Erlassen d. 1. Septbr. 1841. 

[557.] Bibliothekarische Unterhaltungen. Herausgegeben 
TOB Dr. J. F. L. Th. Merzdorf, Grofsherzogl. 01- 
denburgischem Bibliotheksecretalr u« s. w. Mit Ur- 
kunden. Oldenburg, Schulzesche Buchhandlang 
(Berndt). 8. VI, LXXXVl u. 173 SS., exd. Regi- 
ster. Fr. n. 1 Thb. 

Jt^ * L. W. C. V. Halem's Bibliographbche Unterhaltungen. 
Stück 1—2. Bremen. 1794-1795. 8. 192 SS. 

Vorwort: „Der verstorbene Bibliothekar Hofrath L. W. 
C. V. Halera gab in den Jahren 1794 und 1795 kurz nach 
dör Errichtung der hiesigen (Oldenburgischen) öffentlichen Bi- 
bliothek zwei Stück Bibtiographische ^Unterhaltungen auf seine 
Kosten heraus, deren in den Göttinger gelehrten Anzeigen 

5* 



68 

1794 S. 1396 f. so wie 1795 S. 87 rübmlichst Erwähnung 
geschieht. Der Zweck dieser Unterhaltungen war, das Pub- 
licum nach und nach mit den Schätzen der Bibliothek und 
mit der Geschichte einzelner entweder seltener oder sehr theu- 
rer Bücher bekannt zu machen. Durch einen Brand ist die 
Fortsetzung unterdrückt, so wie die ganze Auflage jener Heft- 
chen gänzlich vernichtet worden, so dafs dieselben jetzt zu 
den bibliothekarischen Seltenheiten gehören dürften. Diefs hat 
uns veranlafst^ dieselben zur Hand zu nehmen, und von Neuem 
dem Publicum vor die Augen zu führen. ' Da jedoch seit fünf- 
zig Jahren sich Vieles in der Litteratur ganz anders gestaltet 
hat, so hielten wir es für unsere Pflicht, dieselben der heuti- 
gen Zeit anzupassen, da der wortliche Abdruck, mit hinzu« 
gefügten Anmerkungen und Verbesserungen, nicht leicht zu 
beseitigende Schwierigkeiten darbot. Ais Probe unserer Um- 
arbeitung liegt dem Leser dieser Band vor, welcher das erste 
Stück der v. Haleiti'schen Arbeit enthält Jenes .Stück enthält 
auf 90 S. eine Vorerinnerung über den Zweck des Unter- 
nehmens, eine kurze Nachricht über die Bibliothek nebst Schema 
^des Catalogs und endlich vierzehn gröfstentheils von mis um- 
gearbeitete Artikel. £s sind diefs die Nummern 

S, Bodini Colloqaium Heptaplomeres, MS, chart saec, XVIL 
5. Amcenae canon medicinae tramlat,. a Gerhardo. Carmonensi, 
S, l. et a. 

8. Milis Repertorium juris alias Absenti. 1475. 

9. Biblia latina, 1486. 

11. Bocatii genealogiae deontm et Über de montibus, 1494. 
1532. 

12. Aristotelis opera graece, Venet, Aid, 1495 — 1498. 

13. Baptistae Mantuani Eclogae. 1501. 1509. 1514. 

14. Mintumus de poeta, Venet. Rampazet 1559. 

15. Etienne Apologie pour Herodote, 1566. 1572. 1723. 

16. Firenzuola Discours de la Beauti des Dantes. Parisy An- 
gel. 1578. 

17. Huvinel Vinstruction du Rois en fexercice de monier a che- 
vaL Paris, Rocolet 1627. 

18. Gassendus de vita et moribus Epicuri, Lvgd,, BarUer, 
1647. 

19. Blount Censura celebrior, authorum. Lond,, Chiswel. 1690. 

20. Encydopedie puhl. par Diderot. II Edit. par DiotaU, 
Lucq.y Giuntini.' 1758 — 1771, 

von denen wir einige m«hr, einige weniger umgearbeitet ha- 
ben , je nachdem wir nach, dem jetzigen Stande der Wissen- 



69 

^diaften nach andern Neigungen oder nach unsem Kräften uns 
dazu befähigt hielten. Gänzlich iiingearbcitot »ind Nummer 3. 
11. 12. 13. 15, ganz neu aber die Geschichte der Bibliuthe- 
* ken im Uerzogthume Oldenburg sowie die Nummern 

1. Von den tein Boden Gode». 3IS, chart 1407. 

2. Befragte Landt-Ürtheill. MS. chart. 1560. 
4. Speciäum Jeddo (Japan. Stuatsjvalender). 

O. Küchemeysterey. O. O. u. J. 
7. Weintaxe. O. O. u. J. 
10. Wandkalender vom J. 1493. 

Die von Halem'schen VorstGcke haben wir als entbehr- 
lich ganz weggelassen , auch wegen der bedeutenden geschicht- 
lichen Zugaben das Bibliographisch in Bibliothekarisch umge- 
wandelt *' Was den Abschnitt ^^Bibliotheken im Herzogthume Ol- 
denburg*^ anlangt, so nennt ihn der Verfasser mit grofser 
Bescheidenheit den „Versuch einer Geschichte der Bibliothe- 
ken i. H. O.) und sagt darüber im Eingänge: „Im Vergleich 
zu andern Ländern deutscher Zunge fliefsen die Quellwi, ans 
denen eine solche Geschichte zu schöpfen , sparsamer und las- 
sen noch mancher Nachlese Raum. Ohne uns nun bei der 
Znsammenstellung jener Nachrichten einer besondern Verdienst- 
lichkeit rühmen zu wollen, hoffen wir doch, manches Neue 
ans Tageslicht gebracht und dadurch ein Scherfiein beigetra- 
gen zu haben zu einer noch zu erwartenden Bibliothek - Ge- 
schichte Deutschlands. Wir sind bei der Abfassung dieser Bei- 
träge den chronologischen Weg gegangen, indem wir von. den 
ältesten, nachweislich bestandenen Bibliotheken bis auf die 
jetzt noch bestehenden Rücksicht genommen haben.'' So wer- 
den denn, mehr oder minder ausführlich^ folgende Bibliotheken 
der Reihe nach den Lesern vorgeführt: der Benedictinerklö- 
ster za Rastede und Hude, des Nonnenklosters zu Blankeu- 
burg, der Kapelle des Johannitcrordens und der Collegiat- 
kirche (?) zu Oldenburg, des Franciskanerklosters zu Vechta, 
der Gräflichen zu Oldenburg und der daraus gebildeten Gräfl. - 
Aldenburgischen , später Bentinck'schen zu Varel, der öffent- 
lichen zu Jever und der Grofsherzogl. öffentlichen zu Olden- 
burg. Aufserdem wird noch der Militairbibliothek , der des 
Vennessungsamtes und des Gymnasiums, sämmtlich zu Olden- 
burg, der Pastoreibibliothek zu Elsfleth, sowie mehrer Pri- 
vatbibliothekea gedacht. — Wenn das Unternehmen genügende 
Unterstützung finden sollte , so beabsichtigt der Verfasser auch 
das zwdte Stück der v. Halem'schen Schrift zu bearbeiten, 
und dabei mancherlei Eigeoes, Bibliographisches und Geschieht- 



70 

liches, ^. B. über die Eutin'schen und Gottorp'schen Biblio- 
theken mitzutheilen. Hoffentlich wird Merzdorf in dem Bei- 
falle, welchen seine fleifsige Arbeit verdient, Veranlassung ge- 
nug finden, seine Absicht recht bald zur Ausführung" zn 
bringen. Vgl. Bullet du Biblioph, Beige, 1844. Tom. 1, No. 8. 
pp. 427—428. 

[558.] Bibliothek des Jesuiten-CoIIegiums zn Paderborn. — 
„Denkmale des Landes Paderborn von Ferdinand Freih. 
V. Fürstenberg. Aus dem Latein, übers, von Franz Jos. 
Micus.'* [Paderborn, Junfermann. 8.] In Betreff von Fer- 
dinand's Bibliothek lautet dort dessen Testament vom 29. 
April 1683. p. 137 folgendermafsen : „Unfsere Bucher aber 
vermachen wir unfserem Collegio Sodefatis Jesu in unfser 
Stadt Paderborn, selbige zu dasiger Bibliothec zu fügeni 
und dabey zu verwahren. Von diesem legato sind aufs- 
genohmen . . . die Manuscripta, welche wir zwarn unfse- 
rem Enkeln Christian Dieterichen von Plettenbecg Thumb 
Capitularen zu Hildesheimb legieren^ davon gleichwohl die 
Manuscripta y so unfser hiesiges stiffl betreffen, unfserem 
Successoriy und welche unfsere Famili angehen , bei dero- 
selben verbleiben sollen.*^ 

(559.] Stiftsbibliothek zu St. Paul in Kärnten. — „Die 
Stifls-Bibliothek zu St Paul in Kärnten. . Von P. A. Bn- 
dik, k. k. Bibliothekar." S. Oestet reichische Blätter für 
Literatur und Kunst. 1844. Quart. III. No. 28. pp. 
217 a — 219 b. Die Bibliothek besteht gröfstentheils aus 
den schon während der drohenden Kriegsereignisse in 
Frankreich nach Oesterreich geretteten Schätzen der Bi- 
bliothek in dem ehemals berühmten Benedictinerstifte St 
Blasien im Schwarzwalde, deren Geschichte Budik aus 
„authentischen Urkunden" mitgetheilt hat. 

[560.] Kirchenbibliothek zu Pegau. — Superint. Leopold^« 
Aufsatz „Pie Kirchen bibliothek in Pegau." S. Sächsische 
Kirchen - Zeitung für evangelische Geistliche und Kirchen- 
freunde, 1844. No. 6. pp. 46 a — 47 a. Die Bibliothek, 
welche aus 275 Bänden in /o/., 186 in quart., 131 in 
ocf., 3 in diiod. , zusammen 595 Bänden besteht, ist in 
der St. Laurentiuskirche aufgestellt. Ihre Stifter und ih- 
ren Zweck nennt folgender Anschlag an derXhüre, welche 
zu der Bibliothek und zur Canzel führt: ^^Bibliothecm 
Aedium sacrarum hujus appidi in nomine D. N, X C. in^ 



71 

dnU cepit anno n^eralntndaHtü gratiae MBLXXXlh Hoc 
Veto ejus receptaculum postea demum anno MDLXXXV, est 
exstrudumy praefecto et consule Jacobo Spies, tune reipw- 
Micae gubemaaäa tractante, Servientibus vero ecdesiae 
Chridi M,Matthia Dettschelioy pastore et Superintendente 
et Hieronymo Mulmanno atque M. Martino Schau, Diaco- 
nis nee non Christophoro Helmuthy aerarii ecclesiastici cm- 
ratore. Volentibus consiäere autoresy qtäbus vil scholae mi" 
nutris vel pastoribus huic dioecen addictU fiat adüus et 
capia in sacrario illot legendi et quae voluerunt describen" 
di, praesente vel uno ex Diaconis vel iempli cuitode, Si 
vero quigpiam ex ministris ecdesiae kujus voluerit in domo 
sua quaedam in libris hinc mutuo acceptis cognoscere^ fiat 
ei potestas ad aliquot dies vel septimanas, salutato propte- 
rea Superintendente et scripta ac relicta schedula^ testante 
illam accommodationem ad certum tempus fadam. Augen- 
tikus bibliothecam hanc Deus dies vitae et felidtatis au- 
geat; auferentibus vero d abalienantibus libros idem^ quod 
Mcrilegisy eveniat.** Vgl. No. 504. 

[561.] UniTersitatsbibliothek za Prag« — „Geschichte und 
BeschreiboDg der k. k. UDiversitatsbibliothek za Prag. Von 
Dr. Ant Spirk, k. k. Bibliothekar/' S. Oesterreichbche 
Blatter für Literatur und Kunst, 1844. Quart I. Beibl. 
No. 1. pp. la — 6b, No. 2. pp. 12a— 16b, No. 3. 
pp. 20a— 24b, No. 4. pp. 30a— 32b, No. 5. pp. 
36b — 38a. Der Schlufs, wahrscheinlich in einem der 
folgenden Quartale, ist mir nicht zu Gesicht gekommen, 
— Als von besonderem Interesse ist die pp. 15 — 16 mit- 
getheilte Tabelle Qber den Beamtenstand und die Leser- 
zahl V. J. 1777 bis zum J. 1838 auszuheben. 



72 

S k r i p 
Jahr. I. Bibliothekar. 11. Bibliothekar. I. H. 

1777. Karl Maria Cba- Samuel Mende, ? ? 

ruel , Inf. P., 370 fl. 

300 fl. 

1778. „ „ ? ? 

1779. 80. Nov. +. „ ? ? 

1780. 20. Oct. Karl „ ? ? 
Raph. Ungar, 

500 fl. 

1781. „ 11. März f. 15. Mai Jog. 15. Mai Leop 

Karmaschek, Mayer, 300 fl. 
300 fl. - 

1782. „ 17. Aug. Job. „ „ 

Bartbolotti, 300 fl. 

1783. 18.Nov.Z.300fl. „ „ „ 

1784. 
1785. 

1786. 



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6. April Z. 200 fl. 


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24. Oct. +. 
27. Decbr. Ben 
Jos. Müller, 300 


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15. Decbr. f. 
17. Mai 2. Biblio- 


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1787. 
1788. 
1789. 

tbekarstelle aufge- 
hoben. 

1790. „ 30.Jun. Z.200fl. „ 

1791. 30.JUI1. Z.400fl. A. 2. April Kai 

2. April Bernb. Jos. Fischer, 
Müller, 500 fl. 30Q fl. 

IIB „0 

}l^ 99 „ „ - 

1794. „ „ „ 

1795. „ 

rm. „ . - 

1798. „ „ „ 

1799. „ ,, 

1800. „ „ 

1801. „ 

1802. 



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isra. „ 

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1806. „ 

C II s t o d e n : 

1807. 14. Jul. +. 9. Nov. Bernh. „ 
9. Nov. Faust. Jos. Müller, 

Prochaska, 1200 fl. 700 fl. 

1808. „ 1. Febr. G. 1. Febr. Kari 1. Febr. Jak. Fo 

800 fl. Fiscber G. hofer G. 500 

600 fl. 



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78 

Bibliotheksdiener. 

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21. Mai Job. 
Pacholik. 



11. Mai Job. 
Gilek. 



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Mai E. ]. Jan. 
Georg Röscher. 

„ 120 fl. Jul. A. T 

28.JuI. Karl Fischer, 1200. 

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,, 200fl. 2. April Jak. 

Forthofer, 200 fl. 



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2. März +. 
2. März Wenz. Barth, 200 fl. 



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13. März Job. 13. März Wenz. 
ortbofer, 300 fl. Barth, 300 fl. 



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23. Jan. A. 
23. Jan. Jos. 
Ehrlich, 300 fl. 
1. Febr. Jos. 1. Febr. die IV. 
Bbclicb G. 8kripioratelle auf- 
400fl. gebobcn 



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9. April Ant. 
Woytischek. 



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23. Jan. Karl 
Wlczek. 



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€962. 



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189. 
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2615. 
5666. 

8633. 



11156. 



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74 


Fabr. 


I. Bibliothekar. ' 


Custodeu 


1809. 
1810. 


2. Dec. f. 
30. Mai Franz 
Posselt, 1200 fl. 


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1811. 



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1813. 
1814. 
1815. 



1816. 
1817. 

i8ia 

1819. 
1820. 
1821. 



1890. 

1823. 
1824. 
1836. 
1826^ 

1827. 
182& 

1829. 
183& 
183t 
1832. 
1833u 
1^34t 

1835. 
1896. 



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29. Jan. t. 
13.Jul. Karl 
Fischer, 800 fl« 



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13. Jul. Jak. 

Forthofer, 

600 fl. 



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13. Jul. Jon. El 
Uch, 500 fl. 



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20.Oct Jol 
ZimmemuiDi 



13. Mai P. 

20. Oct. Jos. 

Ehrlich. 

10. Mai f. 31. MuNoi 

31. Mai Joh. Zimmermann. Waniek. 



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16. Jan. -{• 


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19.^ Jan. Ant. 


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Spirk, 1200 fl. 




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30. -Jan. Z. 




200 fl. 


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27. Aug. f. 7. April Frie^ 

Daäbeck. 



1837. 

1838. 
1839. 
1840. 
18*1. 



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17. Mai Z. 300 fl. 



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13. Oct. Friedr. 
Dambeck. . 



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13. Oct J( 
SsylhaTU 



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22. Mai Paul 
Jos. Schafibrick, 
überzähliffer Custoa, 
800 fl. 

ABMCrkatf Aber die gebraaekteH Abkinaacea. — Das Datan badaalet daa Aaetalha 
JBatolduBf ; „ baaekhaet: derselbe; • aabesetat; A. AuHritt aae des INeaslia; K. aatt 



75 



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13. Jal. Job. 





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400 fl. 




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11 Sept. Jos. 





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10. Febr. A. 

10. März Mart. 

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24384. 


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21959. 


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12710. 


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14628. 


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13860. 


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12385. 


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13806. 


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16644. 


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20125. 


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21839. 


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22079. 


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19256. 



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II. Jun. f. 
7. Sept. Job. Wietz. 



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99 
99 
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30013. 

38774. 
37905. 
38013« 
33112. 



-■9 -5- •'j^ «•■ t dabelneht, de« Storietaf des Beaatca. dfe beifeaetsie Zahl aber < 
Mi; e. ajatanrirte Gckaltserlidknici P. feadoairt; Z. Oekalts-ZäKge; V Mbekaa^ 



76 

[562.] Lycealbibliothck za Prefsbar^. — „ Über einige sel- 
tene Manuskripte in der Bibliothek des evangelischen Li- 
ceums zir Pressburg." Von J. H. s. Ocsterreichische Blät- 
ter für Literatur und Kunst, 1844. Quart. II. No. 24. 
pp. 185 a — 189 b. Enth. I. das Ofner Stadtrecht im 
15. Jahrhundert. Ob in einem der folgenden Quartale 
eine Fortsetzung dieser Mittheilungen gegeben worden^ 
ist mir nicht bekannt. 

[563.] Gymnasialbibliothek zu Sondersliansen. — ,,Jahres- 
bericht über das Fürstl. Schwarzb. Gymnasium zu Son- 
dershausen," 1844. Osterprogramm , pp. 29 — 30 über 
die im Laufe des Schuljahres 1843 — 44 erfolgte Ver- 
mehrung der Bibliothek, der jedoch in Folge der Re- 
stauration der Kirchenbibliothek rücksichtlich der Gelder^ 
welche sie bisher zum Bücherankaufe zu verwenden hatte, 
ein Ausfall erwachsen ist, da die 3 Thlr. Examengelder, 
die bisher jeder Candidat der Theologie nach seiner Prü- 
fung an die Kasse der Gymnasialbibliothek zu entrichten 
gehabt, nunmehr der Kirchepbibliothek überwiesen wor- 
den sind. 

[564.] Das Fast - Schöffer^sclie Psalterium latinum von 
1457, erworben im Jahre 1843 für die Königl. öf- 
fentl. Bibliothek in Stuttgart. Von Oberbibliothe- 
kar and Oberstudienräth Dr. Moser in Stuttgart. 
S. Serapeom. Jahrg. V. No. 9. pp. 129 — 137. 
INo. 10. pp. 145 — 156. No. 11. pp. 161—171. 
No. 12. pp. 177—182. 

Das Exemplar, eines der besterhaltenen und vollständig- 
sten des unschätzbaren Psalteriums, ist in der Eichstädter 
Collegiatstiftsbibliothek entdeckt, und gegen ein Exemplar der 
Acta Sanctonm in 52 Folianten eingetauscht worden. 

[565.] Handschriften der gräflich Ortenburgi sehen Biblio- 
thek zu Tambach in Franken. Mitgetheilt von Franz 
Schmidt in Tambach. S. Serapeum Jahrg. V. No. 8. 
pp. 113 — 122. 

Auf einige einleitende Bemerkungen über Tambach, die 
mir, mindestens in der Form, wie sie mitgetheilt worden sind, 
hier ganz überflüssig zu sein scheinen, folgt ein Verzeichnifs 
von 6 Uandschriflen , von denen man, was die beiden letzten 
betrifft, nichts weiter als die Titel erfährt: die übrigen sind ^ 



77 

naher beschriebeo, and die erste, PredigtbmclMtricke ans dem 
XIV. Jahrhdt., sogar völlig abgedruckt — Schmidt's frühere 
MittheiluDg über einige J>ruckwerke io der Tambach'sdien Bi- 
bliothek 8. No. S46. 

[566.] Ueber die NeitliaHsche Bibliothek im Münster in 

Ulm^ als die bis jetzt erweislich erste öffentliehe 

Bibliothek Deutschlands. Mitgetheilt von Stadbibllo- 

thekar Dr. Naumann in Leipzig. S« Serapeom. Jahrg. 

V. No. 13. pp. 193—202. 

Vergl. die Hafsler'schen Mittheihingen darüber, No. 412. 
In Hafsler^s Besitze befinden sich vier auf diese schon längst 
untergegangene — vielleicht aber doch nur der Ulmer Stadt- 
bibiiothek (theiiweise?) einverleibte — Bibliothek bezugliche 
Urkunden: die erste vom J. 1443, worin die hinterlassenen 
Brüder- und Bruders- und Schwesterkinder des Stifters die 
ersten Anordnungen für die Erbauung der Liberei über ihrer 
Familiencapelle im Münster sowie für V^erwaltung und Benuz- 
znng drr Büchersammlnng selbst treffen; sodann der sehr ge- 
naue Katalog der Bibliothek vom J. 1465, und endlich von 
demselben Jalure zwei weitere Urkunden, von welchen die 
grefsere als die ausführlichere und alle auf die Bibliothek be- 
züglichen früheren Bestimmungen zusammenfassende im Sera* 
penm mitgetheilt worden ist. 

[567.] Hofbibliothek zu Wien. — „Kurze Nachricht von 
dem Musik-Archiv der k. k. Hofbibliothek in Wien« Von 
Anton Schmid, Skriptor an derselben." S. Oesterreichi- 
scfae Blätter für Literatur und Kunst, 1844. Quart I. 
Kunstbl. No. 3. pp. ^3b— 24b. Quart IL No. 2. pp, 
14 b— 16 b, No. 6. pp. 46 b— 47 b. Das Archiv besteht 
ans folgenden 8 Hauptabthdlungen : 

1. literatnr der Tonkunst 1700 Bde. od. Hftc. 

2. Aeltere Musik vermischten, zanäscfast aus 

Druckwerken bestehenden Inhaltes . 2020 „ „ 

3. Kirchenmusik 1300 „ „ 

4. Kanomermusik 800 „ „ 

5. Opern und vreltHche Kantaten • . 1568 „ „ 

6. Oratorien und gebdiche Kantaten • 244 „ „ 

7. Privatsammlung des Kaisers Leopolds L, 

mebt dramat. Stoffes 480 „ ^ 

8- Antographen . 500 ., »^ 

Gesammtbetrag 8612 .,, ,, 



T8 

[568.] UniriMe zur Geschichte and Beschreibung der Wol- 
^ feDbüttler Bibliothek. Von Bibliothekar Schonemann 
in Wolfenb»itteI. S. Serapenm. Jahrg. V. No. 14. 
pp. 209 — 224. No. 15. pp. 225—236. 

Fortsetzung von No. 349. Dieselbe umfafst die Zeit von 
J738 bis 1781, dem Todesjahre Lessing's, dessen Walten auf 
der Wolfenbüttler Bibliothek der Verfasser einen grofsen Theil 
seines diefsmaligen Aufsatzes gewidmet hat. Der Beschiufs der 
Schönemann'schen Umrisse soll später folgen. 

[569.] * Ludovici, Trossii ad Julium Meutelot ^ coUegü 
JRegü Borhonii^ quod Partsiis floret^ professorem 
mentissimum j de codicey quo amplissimus contine^ 
tur Phaedri paraphrastea , olim Wisseburgenai nunc 

* _ 

Guelpherbytano epistola* Hammone^ typis Schul-' 
ziams. 8. 40 SS. Fr. 10 Ngr. 

Vgl. Repertor, des class. PhiloL Jahrg. I. ^ 1844. Hft. 3. 
pp. 363 — 364, wo es von dem Codex heifst: ,,£«< is ele- 
ganter exaratus ( initio saecdi X, ) sed in plurimis fabulatoris 
locis mutilus ac vitiomsj sed aperte ex libro vetustissimo de- 
Mcriptus, Aliquanto post et sectdo quidem XL alter qtädam li" 
brarius codicem e correctiore ^xemplari emendavit»*^ 

[570.] Petition an das Rathskollegiam 2a Zittau, die 5f- 
' fentliche Stadtbibliotliek betreffend. Von M. Chri- 
stian Adolph Pescheck, E. B. und Diak. Bautzen, 
Druck der Hlecke^schen Bnclidruckerei. 8. 15 SS. 

Die Petition zerfällt in 28 Paragraphe» deren kurze In- 
haltsangabe, behufs weiterer Veröffentlichung der Eingabe, 
hier wohl erlaubt sein wird, um so mehr, als die Eingabe 
nicht auf die Zittauer Bibliothek allein, sondern auch auf^an- 
dere oherlausitzische, wie der Verfasser selbst sagt, und ich/ 
möchte hinzufügen , auch' auf andere nichtoberlausitzische Stadt- 
bibliotheken theilweise passen mag. 

§. 1. Unter allen Stadtgütefn ist die Stadtbibliothek das 
einzige, deren Verwaltung, ohne Mitwirkung von Glie- 
dern der Bürgerschaft, von obrigkeitlichen Personen aHeia 
besorgt wird. 

§. 2. Eine Theilnahme von Seiten der Bürgerschaft' an 
der Verwaltung der Stadtbibüothek aber ist nicht nur 



79 

nntsenbringend , sondern auch recht , mithin wiinsdieas- 
werth. 

§. 3. Bis jetzt ist die StadtbibKothek fast nnr ein todter 
Schatz gewesen, and hat nie ein öllentliches I^bens- 
zeichen Von sich gegeben , ist folglich auch wenig be- 
achtet ; 

§. 4. Und doch verdient sie durch das, was sie bereits i«t, 
und mehr noch durch das, was sie werden kann, weit 
grofsere Berücksichtigung. 

§, 5. Zur Hebung, der Stadtbibliothek mm bedarf es ver- 
schiedener neuer Einrichtungeh und dabei der Theilnahme 
Diehrer gelehrter und gebildeter Stadtbewohner. 

§• 6. Vor Allem müssen, aufser dem beaufsichtigenden Stadt- 
rathe und dem Gymnasiallehrer als Bibliothekar, noch ei- 
nige andere autorisirt werden, bei der Verwaltung der 
Stadtbibliothek mitzuwirken : 

§. 7. Vorlaufig etwa 3 Gelehrte der Stadt, die, mit Ge- 
nehmigung des grofsen Bürgeransschusses, vom Magistrate 
gewählt würden« 

§. 8. Diese 5, welche zusammen eine Bibliothekdepntafion 
bildeten, werden jahrlich zwei besondere Sitzungen zu 
halten haben, 

§. 9. Bei welchen Conferenzen dann von Seiten des inspi- 
cirenden Stadtraths Vorzutragen sein dürfte, was Magi- 
strat und Bürgerschaft auf die Bibliothek zu verwenden, 
und was er etwa anzuschaffen gedächte; von Seiten des 
Bibliothekars, was ihm an Veränderungen und Verbesse- 
rungen nothwendig oder wünschenswerth erschiene, und 
welcher Bücher Gewinnung empfehlenswerth oder durch 
gute Gelegenheit eben möglich sei; von Seiten der drei 
Beisitzer endlich, was sie theils im Namen der Bürger- 
schaft verändert oder verbessert, theils nach eigenen Ein- 
sichten angeschafft wünschten , sowie was sie. im verflos- 
senen Halbjahr für die Bibliothek gethan hätten. 

§§. 10. 11. Diese ihre Thätigkeit aber würde namentlich darin 
bestehen, dafs sie der Stadtbibliothek Geschenke und Ver- 
mächtnisse zuzuwenden suchten, was ihnen nicht eben 
ach wer werden dürfte, wenn nur einmal die Aufmerk- 
samkeit des Publicums wieder auf die Stadtbibliothek ge- 
lenkt worden wäre. 

§. 12. Zu letzterem Endzwecke müfste unter Anderem jähr- 
lich ein Jahresbericht gedruckt ins Publicum kommen, und 
darin der neuen Anschaffungen und Geschenke gedacht 
werdeq. 



80 

•v 

$. 13. Wiewohl die Stadtbibliothek allen Wissenschaften ge- 
widmet isty so mufs doch bei den Erwerbungen beson- 
ders Diejenige begünstigt werden > die für Alle gleiches 
Interesse hat; und das ist die Geschichte. 

§. 14. Freilich ist das Gebiet der Geschichte zu umfassend, 
als dafs an eine Vollständigkeit der Bibliothek in Betreff 
der geschichtlichen Werke gedacht werden kann; allein 
es giebt eine Uuterabtheilung, welche der Vollständig- 
keit nahe gebracht werden mufs, die Geschichte der be- 
treffenden Provinz. 

§.15. Die Stadtbibliothek wurde mithin die Lausitzische 
Literatur so vollständig als möglich zu sammeln , und ein 
besonderes Hepositorium hisaticum aufzustellen haben.' 

§. 16. Daoei dürfte man sich nicht begnügen^ das schon 
Vorhandene geordnet zusammenzustellen, sondern es müfste 
das Fehlende geflissentlich aufgezeichnet, .und gesucht 
werden, solches auch zu erlangen. 

§. 17. Leider ist die Zahl der Lusatica in der Stadtbiblio- 
thek noch geringe indem man seither auf nichts weniger 
besonders bedacht gewesen ist, als die Materialien zur 
Provinzialgeschichtc sorgfältig zusammenzubringen. 

§§. 18. 19. Daher ist sogar manche Privatbibliothek, wie 
z. B. die des Petenten selbst, reicher an Material zur 
vaterländischen Geschichte, als die öffentliche Stadtbi- 
bliothek. 

§. 20: Was den Platz zur Aufstellung, der Lusatica betriftl, 
so würde der im Bibliotheksgebäude befindliche untere 
Saal, jetzt eine Wüstenei, mit leichter Mühe und weni- 
gen Kosten passend dazu vorzurichten sein. 

§. 2L In diesem Locale könnte dann auch eine der inter- 
essantesten und schönsten Besitzungen der Stadtbiblio- 
thek, die werthvolle Portraitsamrolung verdienter Männer 
aus der Vorzeit der Stadt, die jetzt getrennt, und theils 
auf dem obern Bibliothekssaale, theils in dem untern Ge- 
wölbe befindlich ist, zweckmäfsig vereinigt, und, wenn 
man sich anders nur einige Mühe geben wollte, bedeu- 
tend vermehrt werden. 

§. 2% Eine jährlich im Sommer einmal wiederkehrende öf- 
fentliche Ausstellung dieser Portraits sowie > anderer Ge- 
mälde und Seltenheiten der Stadtbibliothek würde den 
Besuchenden viele Freude gewähren. 

§§. 23 — 28. Schliefslich Vorschläge in Betreff des Austau- 
sches von Doubletten, und mancherlei Wünsche, dar- 
unter die Bitte an den Magistrat, die vorliegende Ein- 



81 

gäbe Dicht blos ad Ada zn nehmen, sondern sie hoher 
Aufmerksamkeit zu würdigen. 

[571.] Bibliotheken zo London. — Der '*' Moniteur untrer- 
ulj 1844, enthält einen ausfuhrlichen Bericht des be- 
kannten Bibliographen Delpit über die Bibliotheken zu 
London, der insbesondere dazu dienen wird, Franc. 
Michel's früheren Bericht über die altfranzosischen Manu- 
scripte in London's Bibliotheken zu ver\oIlstäudigen. Vgl. 
Blatt, für liter. Unterhalt. 1844. No. 143. p. 572 b. 

[572.] Die Nämlichen., — Lettres sur let Archives^ les Bi* 
blioMque* et les Etablts$emenis icieniifiqms de LondreM, par 
Martial Ddpit L ä M. AugusUn Thierry, V, Bulletin du 
Bibliophile publ. pur Tech euer. No. 13. Janv, 1844. pp. 
709 _ 718; II au meine. Ibid. No. 14. Ferr. 1844. 
pp. 161— ni; IIL ä M. Miguet Ibid. No. 16 et 17. 
Avr. et Mai 1844. pp. 865 — ^77. .IV. au mme. Ibid. 
No. 19. Jaill. 1844. pp. 977—992. Hierzu Rec'ißcations, 
par le Prince Alexandre Labanoff. Ibid. pp. 1017 — 1018. — 
Von diesen Briefen handeln der 1. und 3., zum Theil 
auch der 2., über die Archive, der 2. zum gröfseren 
Theile über das Britische Museum, und der 4. über des- 
sen Haudschriflensammlung. Nach Delpit besteht diese 
Sammlung aus folgendon Theilen: 1. Biilioihtque Sloatie, 
2. B. Coüonienne, 3. B. Harlcieune, 4. B. Boyale (King^s 
iibrary), 5. Supplemens Manuscrits poar le Becueil de Ry~ 
mer, 6. Biblioiheque Lansdotcite^ 7. Manuscrits Hargrave, 
8. M. Burney, 9. M. du Boy Georges 111; 10. M. Eger- 
ion^ 11. Papiers Stepney; 12. Biblioiheque Arundel^ 13. 
Manuscrits de Cole, 14. iif. additionnels , \o, Chartes. Un- 
ter denjenigen Bibliotheken, welche näcbät dem Briti- 
schen Museum zu den Beträchtlicheren Loudon's geh5- 
r<*n, werden im 2. Briefe folgende sechs genannt: 1. 
Biblioiheque de Lambeih , conservee dans le palais de rar- 
cheveque de Cani orber y ^ sur la rive droite de la Tamise^ 
2. B. de la sociHi royale, 3. B. de la social des anU- 
quaires, consert)C'es touies deux ä Sommerset-House , 4. B. 
de Lincoln* s-lnn ou des avocais^ 5. B. de la cite de Lon- 
dresj 6. B. du College d"* armes ^ oii se trouce une partie 
des manuscrits d'Arundel. — lu weichem Veihältuisse übri- 
gens die vorliegenden Briefe zu dem No. 571 erwähnten 
Berichte stehen, ist mir unbekannt, da ich nicht Gele- 
genheit gehabt habe, letzteren selbst einzusehen. 

6 



82 

\ 

In Bezug auf Delpit erwähne ich noch, dafs der- 
selbe von der französischen Regierung nach England ge- 
sendet worden, um in den dortigen Archiven und Bi- 
bliotheken nach schriftlichen 9 auf die Geschichte von 
Frankreich bezüglichen Dpcumenten zu forschen. 

[573.] * Select papyri in ihe Meratic character from 'the 
coUections of the British -Museum^ with prefatory 
remarks* [Edited by Edw. " Hawkins Esq. Keeper 
of the Antiquities.] Part. II h London^ printed hy 
Nico!, fol. 12 SS. u. 70 Doppeltaf. 

JJS' No. 215. 351. 

Vgl. Bulletin du Biblioph. Beige. 1845. Tom. II No. 1. 
p. 76. 

[573 1.] Zur Gescliichte der Bibliotheken in Frankreich. 
Von Bibliothekar Dr. Gräfse in Dresden« S. Sera- 
peam. Jahrg. V. No. 24. pp. 376—380. 

Fortsetzung von No. 355. Enthält Cap. IV., die Biblio- 
thekare der königl. Bibliothek zu Paris betreffend , nach * Le 
Ba$ DicUonnaire encyclopedique de la France, Tom, II. pp. 
526 tqq. 

[574.] * Notice sur les principales biblioth^quea particU" 
likrea du df^partemefit jdu Nord^ par M. Le Glay» 
Laie, DaneU 8. 83 SS. 

No. 154. 200. 



Zweite neu durchgesehene und in Betreff der Privatbi- 
bliotheken vermehrte Ausgabe. Vgl. Bullet du Biblioph. Beige. 
1844. Tom. L No. 4. pp. 191 — 192. ♦ Archiv, du Nord de 
la France. Nouv. Sh. Tom. IV. Livr, 3. pp. 479—480. 

[575.] *** BiMiothSque communale de la ville d^Amiena» 
Catalogue de la biblioth^que legude par M. Co- 
zette. Amiensy DuvaU 8. 12|- BB. mit Facsimile. 

[575 a.] Fernere Nachrichten über einige Klosterbibliothe- 
ken des Mittelalters. Von E. G. Vogel in Dres- 
den. S. Serapeum. Jahrg. V. No. 8. pp. 123—128. 
No. 9. pp. 138—144. 



83 

Gut ali FOTtMtzmg der No. SSI 2S5. 578 aagefukr- 
tm NaduicbteB, wd bcCrifil die BUotkck der Benedictioer- 
Abtei sa Cla^j, die, na f k dt m sie in Folge klosterfickes 
FkiCses md refigiösen Eifen ii eioem Zeitrauae Ton nekr 
ab 600 Jahrca auf einige tanscad — bu nennt sogar 4000 — 
Bände angewmduen war, im J. 1562, der Zeit des dnrck 
das Blutbad Ton Vassy Tfranlafsten ersten Bürgerkrieges« dorck 
die Beformirten hst TÖUig Temicktel wurde. Das Wenige, 
was damals noch dem Verderben entgangen war, Tcrscbwand 
im J. 1789, ab durch die ReYolutionsmänner die letzte Plunder- 
mg erfolgte, gänzlich. 

[576.] * Lettre sttr la Bibiwtheque de St. Etiemme; 
par J. Jmtinm St. Etienne. S. 1 B. 

[577.] SUdtbibltothek lo St. Eticnnc. — Notice nur tm 
Obibume de la Cafktdrale , de CAartreSy qui $e traute ä 
la BibiiMeqme de Saint - Elinne ; par A. Benoit, jnge- 
tt^pUant d Chartret. S. BuUttin du BibiiopkiU pM. par 
Techener. ho. 20. Aoüt 1844. pp. 1039—1044, wo es 
zu Anfang heifst: ,,// exitte, depuis «a petit nombre dfan" 
n^et^ ä la Bibiiotheque de la rille de Saint- Etienne^ un 
mantuerit sur parchemin qui appartenoit primitivement au 
ckapitre de la cathedrale de Chartres. Ce manusfrity «wn- 
pos^ de 138 feuillets.^ presente 255 millimttrts de hauteur 
$ar 165 de largeur. B est rtlit en venu et porte, sur les 
deux faces ext^'eures de sa coucerture^ Fimäge en or de 
la chemise de la vierge/' und einige Zeilen später: „Cg 
mamucrit se compose prindpalement de deux parties biea 
distindes. La premiere est le martyrologe compos^ au /X« 
dide par le moine Utuard^ ^'apris Vordre de Charles -le- 
Chauoe, et dont la bibiiotheque de Chartres possede plu- 
äeurs copies. La seconde est un necrologe ou obituaire de 
la cathedrale de Chartres^*' 

[578.] Die Bibliothek der Benedictinerabtei Saint Benoit 
oder Fleury an der lioire. Von E. G, Vogel in Dres- 
den. S. Serapeam. Jahrg. V. No. 2. pp. 17—29. 
No. 3. pp. 46—48. 

Dafs die Begränduog der Bibliothek mit der Entstehung 
des ConvenU selbst in der ersten Hälfte des VII. Jahrhunderts 
zusammenfalle, oder wenigstens aus demselben Jahrhunderte 
sich datire, bt mit ziemlicher Gewißheit anzunehmen, theib 

6* 



84 

weil das Staminkloster St. Aignan , wo schon der Abt Bene- 
dict eine solche gesammelt* hatte, jedenfalls die ersten Be- 
griinder von Fleiiry wenigstens mit den nothwendigsten lite- 
rarischen und liturgischen Büchern versehen hatte, theils weil 
aith noch jetzt Handschriften aus dem letzteren Kloster erhal- 
ten haben, welche erweislich aus dem VI l. Jahrhunderte stam- 
men. Nachdem die Bibliothek an die 9 Jahrhunderte, in den 
letzten beiden freilich nur als ein vernachlässigter todter Schatz, 
bestanden hatte ^ fand sie, zuerst im J. 1562 durch die Huge- 
notten geplündert, endlich im J. 1793 bei Aufhebung des Klo- 
sters ihren völligen Untergang. Die bei der Aufhebung noch 
vorräthigen Handschriften, einige 230, wurden in dtr Stadt- 
bibliothek zu .Orleans niedergelegt. Von denen, welche frü- 
her bereits d. Ik vor 1793 für Fieury verloren gegangen wa- 
ren, besitzt jetzt einige die königl. Bibliothek zu Paris, an- 
dere die Vaticana, die Berner, die Genfer Stadtbibliothek. 

[579.] * Rapports sur les livres et estampes des BibHo- 
thdques du Palais -des- Art s* Lyon^ Perrin» foh 
li BB. 

Die Bibliotheken, 6 an der Zahl, besitzen zusammen 
etwa 20,500 Bde., wovon 10,000 auf die Bihliomque du Pa- 
laü-des-arts , proprement dite kommen, 8200 auf die B, de VA- 
cademie, 800 auf die B, de la Societä d*agnaUtürey 400 auf 
die B. de la SociÜi Liim(^en7ie , 100 ,auf die B. de la So^ 
diti de pharmacie und 1000 auf die B, de la SociiU de me- 
decine. Sie stehen unter der Aufsicht eines Bibliothekars Mon- 
falcon, welcher der Verfasser des Rapports bt. 

[580.] * De la nouvelle liöliothdque de Montpellier^^ dite 
du Mus^e - Fahre et des embellisenients dont eile 
est susceptible* [Estrait du Courrier du Midi^ des 
23 et 27 Janv. 1844] Par M. Paulin Blanc^ bi- 
bliothe'cQire. Montpellier^ Genies. 8. 14 SS. 

Die Nachricht scheint sehr unzulänglich zu sein. BuHef, 
da Biblioph. Beige, 1844, Tom, I. No. 4. p. 192, sagt dar- 
über unter Anderem Folgendes: „Ow ne nous dit pas le nom- 
bre de voliimes que coniient le depSt. Nous savons seulement 
qv^il s*y trouve 50 portefeuillesy contenant plus de 4,000 eslam- 
jTe*, dont un grand nombre de choix, M, Paulin BlanCj qid 
parle de sa bibliotheque avec amour^ nous donnera sans doute 
plus tärd des ditaiU plus pr4cis, non plus sur les bdÜments fttt 



85 

ia renfermeni, »i «irr iet omements q» CemMU$9mt^ mau sur 
m compaution iiilniije^iie.^ 

[581.] Bibliothek des Mut^ Fibre sa Montpellier. — 
Sur quelques un$ des livres rares et predeux imprimh en 
langue espagnole que possede la bt'biiotheque du Mus^e Fahrt 
ä Montpellier; par Achille Jubinal, S. Bulletin du Bi- 
kUophile publ, par Techener, Ao. 22. Octbr, 1844. pp. 
1153 — 11()1. .Zu Anfang dei Anftatzes sagt Jubinal: 
Parmi les licres rares et predeux imprimt's en langue Uran» 
gere que possede la bibliotheque du Slusee Fahre ^ d Mont» 
pdtier^ les trois suicansy de format in 4^, en lettres go» 
thiques^ et tout rtcemment relii's acec beaucoup de goüt^ eit 
maroquin vert, gräce aiur soins du bibliothtcaire de la vilUt 
M. Paulin Blanc, nous ont paru dignes d^une analyse et 
d*une courte notice hihliographique , d^autant plus que le 
Manuel du libraire de M, Brunei n^tn signale aucun dant 
ses iditions antt-rienres , et que edle qui vient d*etre termi- 
nee ne parle (fort hriecement meme) que de l*un d*eux. 
Ces trois ouvrages pbrtent les titres suicants: Gamaliel nue- 
vamente traduxido en lengua Castellana etc; la historia de, 
rey Canamor y dd infante Turian su hijo y de los grau- 
des aventuras que ovieron; Cancionero de diversas ohras de 
nuevo trohados, todas compuestas e hedias per Ambrosio 
Montesino etc,^* 

[582.] BibUotheken za Paris. — „Die Pariser Bibliotheken." 
S. Wiener Zeitschrift für Kunst, Liter., Theat. u. Mode 
vom J. 1844. No. 209. pp. 1669—1670. No. 211. pp. 
1685—1686. Enthält über die 6 hauptsächlichsten Pa- 
riser Bibliotheken folgende Angaben über die Begriindung 
und Vermehrung^ den Bücherbestand und die Leserzahl: 
1. Die KonigL Bibliothek besafs unter Carl V. 910 Bile., 
unter Franz I. 1890 Bde , unter Ludwig XIIl. 16,748 
Bde., im J.-1684 50 542 Bde., im J. 1775 150,000 
Bde., im J. 1790 200,000 Bde., jetzt 700,000 Bde. 
gedruckte Schriften, 80,000 Manuscripte, 1,200,000 Kup- 
ferstiche, 40,000 Karten, exci. Münzen und Medaillen. 
In Folge der Verordnung, dafs von jedem Veriagsartikel 
der franz. Buchhändler ein Freiexemplar an die Biblio- 
thek eingeliefert werden mufs, erhält letztere alljährlich 
9000 broschirte Bde. Die vom Auslande angekauften und 
eingeschickten Bücher betragen das Jahr hindurch 3000 
Bde. Die Zahl der Leser in der Abtheilung der ge- 
druckten Bücher belauft sich täglich auf 600 Pecsoneo. 



86 

2. Die Mazarinsche Bibliothek,' vom Kardinal Mazarin be- 
gründet, enthielt bereits im J. 1680 40,000 Bde. und 
war damals schon öffentlich, also früher noch, als die 
königliche, welche erst im J. 1737 der ofifentlicheh Be- 
nutzung zugänglich gemacht wurde. Jetzt besitzt die 
Bibliothek 100,000 Bde. und 4000 Handschriften. Sie 
wird täglich von mehr als 100 Lesern besucht. 

3.' Die Bibliothek des Arsenals, begründet diirch den ehe- 
mal, französ. Gesandten in Polen, Marquis von Paulny 
und im J. 1781 vom Grafen d*Artois erkauft. Derselbe 
vereinigte damit beinahe die ganze Bibliothek des Her- 
zogs von Lavaliiere. Jetzt enthält die Bibliothek 176^734 
Bde., incl. 5794 MSS. 

4. Die Bibliothek der Heil. Genovcva, im J. 1624 begrün- 
det. Im J. 1687 hatte die Abtei schon 20,000 Bde. 
und 400 Handschriften. Jetzt enthält die Bibliothek 
220,000 Bde. und 3700 MSS. , und wird tägUch von 
nahe an 300 Lesern besucht. 

5. Die Bibliothek des Instituts, im J. 1796 begründet, er- 
hielt damals 20,000 Bde. aus der ehemaligen Stadtbi- 
bliothek. Jetzt besitzt sie 90,000 Bde. . 

6; Die Bibliothek der Universität enthält 40,000 Bde. 

Vgl. damit die Angabe in No. 355. 

[583.] * Catalogo razonada de las manuscrüoa espanoles 
existentes en la Biblioteca real de Paris ^ se guido 
de un suplemento que contiene las de las otres 
tres Bibliotecas publicas [del Arsenal^ de Santa 
Genoveva e Mazarina]; por Eugenio de Ochoa» 
Paris^ en la imprenta real. 4. 720 SS. Pr. 18 Fr. 

„Z<e präsent cataloguey" sagt darüber BiUlet. du BibHopk, 
Beige. 1844. Tom. 1. No. 9. pp. 484 — 485 , Jres - uHle et 
tres - substantiely est divis^ en 6 Qasses: 1. Thhlogie, 2. 
Histoire, 3. Jurisprudence ^ politique et philosophie^ 4. Sciences 
et artSf 5. Bdles-lettres ^ 6. Melanges,^^ und: „Le volume est 
termiTid par une lettre ancdytique.*^ Mir selbst ist das Werk 
leider noch nicht zu Gesiebt gekommen. 

* 

[584.] Mazarinsche und Königliche BiUiotlieken zu Paris« 
— Nouveatix Apergiu sur Vancienne BibliotMqae Ma%arins 
et sur la Bibliotheque duMoiy par Paidin Paris, S. Bulle- 
tin du Bibliophile publ. par Techener. No, 20, Aoüi 1844. 



87 



fp. 10S3 — 1038. Exfrmi du VI. Voiitme de Pouvrage 
MUT les MaHU9cnts fran^ois de la BibiiofhttjHe du Iloi. 
(Dieses Yl. Bandes wird im 1845. Jahrgänge des An- 
«eigen weiter gedacht werden.) 

[585.] KoDigUche Bibliothek ni Pans. — Handschriftliche 
Erwerbungen der Pariser Bibliothek. S. Zeitschrift (Tir 
die Alterthomswissenschaft. Jahrg. II. 1844. Hft. YIII. 
No. 96. pp. 761—763. 

[586] Mjnat^ Saiii(nlang griechischer Handschriften [In 
' der Kooij^. Bibliothek so Paris]. Mitgetbeilt voo 
Stadtbibliothekar Dr. Naumann In Leipzig. S. Sera- 
peonu Jahrg. V. No. 6. pp. 86 — 90. 

Beide Aufsatze sind aus dem , nach dem * iMoniteur gear- 
beiteten und No. S86 bereits erwähnten, Artikel der Aiigs- 
barger allg. Zeitung entlehnt. Das dort mitgetbeilte Verzeich- 
niis einiger Handschriften, welche Minoide Mynas aus den 
Klosterbibliotheken des Berges Athos für die Pariser erworben 
hat, ist zwar zu wiederholten Malen zur öffentlichen Kennt- 
mTs gebracht worden, doch, mit Ausnahme des Sera|>eums, 
an Orten, wo es Denjenigen leicht entgehen kann, die das- 
selbe später einmal wieder zur Hand zu haben wünschen. Da- 
her theile ich das Verzeichnifs , wie es das Serapeum schon 
gethanr hat, auch an diesem Orte in Folgendem mit: 



1) Aesopisdie Fabeln in Cho- 
lianben Ton Balebrias oder 
Bkbrias , die mehre 1000 neue 
Verse enthalten, and bei l>i- 
d«C jetzt im Druck erschie- 
nen sind. 

9 235 Aesopische Fabehi in 
Prosa. 

3) Apophtbegmen von Aesop, 
JHippokrates,Hermippos, B V a- 

' gnos, Demokrit, Sextus, Iso- 
krates und einigen Kirchen- 
Tätern. 

4) Der Lachfrennd oder Philo- 
gelos. Schwanke aus den 
Werken yon Hierokles und 
Philagrios enthaltend. 

d) Abhandlung über die Syntaxis 
der Redetheile von Gregor 
▼on Corinth. 

6) Granuuatik des Theodosios 
ans Alezandria. 



7) Konstantin Laskaris* Abhand- 
lung über die Bar>toiui und 
Pcrispomena. 

8) Briefe von Theophyhiktos 
Symokattes. 

9) Progymnasmata des Aphtho- 
nius; Aristoteles über die 
Dichtkunst. Kategorien und 
syllogistische Fonuen, Phy- 
sik, nebst einigen Coounen- 
tarien. Saee. XVi, 

10) Cato's Sentenzen, ins G riech, 
übersetzt n. commentirt yon 
Planudes; Sophokles Elektra 
nebst Schollen n. Interiinear- 
glossen; eine anonyme Ab- 
handlung über die Erschaf- 
fung der Welt ; Prediger Sa- 
lomonis samnit einigen Scho- 
llen; das angeblirÜie Werk 
Salomo^s über die Magie. 
Saec XiF. chart. 



88 



11) Sprich wortersammlang des 
Gregor von Cypern, des 
14Q. Patriarchen yon Kon- 
Btantinopel. in alphabetischer 
Ordnung. Vollständig. Saec, 

12) AaszQge ans den SprichwSr- 
tern Plato^a. 

13) Wörterbuch des Heil. Kyrill. 
Vollständig. Saec. XUL ? 
homh. 

14) Synonymik von unbekanntem 
Verfasser. Saec. XIV, 

15) Verzeichnifs der intransitiven 
, und transitiven Verba , >vel- 

che den Genitiv, Dativ und 
Accusativ regieren, mit den 
Präpositionen, die jedes Ver- 
bum erfordert, von Harme- 
nopulos, Kichter in Thessa- 
lonich. 

16) Homer^s Iliade nebst Schö- 
lten und Interlinearglossen. 
Saee, XIII. Der Anfang des 
MS. fehlt, vom ersten Ge- 
sänge sind blos 152 Verse 
vorhanden, dann folgen die 
Gesänge 2—13, 14—19 feh- , 
len, ein Theil des 20. und 
die vier letzten sind wieder 
da, ein Theil des SchifiTs- 
catalogs macht den Beschlufs. 

. 17) Aristophanes Plutus u. Wol- 
ken. Saec. XV. chart. 

18) Sophokles Ajax mit Scho- 
llen; Hesiod's Werke und 
Tage mit Scholien von Ma- 
nuel Moschopulos ; -Cato^s 
Sentenzen übersetzt und mit 
Scholien von Planudes ; Boe- 
thius* Consolatio philosoph. 
übers, u. mit Anmerkungen 
von Planudes. Saec. XIV, 
Chart, 

19} AJterthümer von Konstantino- 
pel, eine Beschreibung der 
von den Kaisern aufgeführ- 
ten Bauwerke, Statuen, Obe- 
lisken, Säulen, von Deme- 
trios Kydonios. 

20j Geschiente der ersten Ein- 
nahme Thessalonichs durch 
die Saracenen, von Johann 
Kaminiates. 



21) Geschichte der Eroberung 
Cbina^s durch die Tartaren 
in graeco-barbarischer Spra- 
che, von dem Archimandriten 
nachher. Patriarchen von Je- 
rusalem, Nektarios. Nach 
russ. Quellen bearbeitet. Mit 
einer Dedication an Constan- 
tin Bassarabas, Fürsten der 
Walachei. Saec' XVI. cHarL 

22) Philostratus über die gym- 
nastische Kunst. 

23) Belagerung mehrerer Städte. 
Enthält : Kampf des Pyrrhus 
mit den Romern; ein inedir- 
tes Fragment aus dem 20. 
Buch des Dionys von Hali- 
karnafs; 'drei lielagerungen 
von Dexippus ; zwei Belager- 
ungen von Priscus; Auszüge 
aus dem 8. und 21. Buche 
des Polybius über die Bela» 
gerungen von Syrakus und 
Ambrakia ; die Belagerung 
von Plateä von Thukydides; 
Auszug aus dem 9. Buche ^t§ 
Historikers Eusebios über die 
Belagerung vonThessalonich. 
Saec. XU, 

24) Enchiridion des Justiniani- 
schen Rechts von den Kai- 
sern Basil, Konstantin und 
Leon; Gebet für die Arme- 
nier, die ihrer Ketzerei ent- 
sagen ; über die Specialsyno- 
den; Auszug aus dem kano- 
nischen Recht der AposteL 
j4. 1115. membr. 

25) Erläuterungen über die In- 
stitutionen. Saec. XVI, 

26) Matthäus Blastaris über das 
. Riömische Recht in alpbab. 

^Ordnung, nebst einer Ab.- 
handlung über Synoden, Ju- 
stiuian's Ackergesetzen, einer 
kurzen Geschichte des Rom. 
Rechts und den Canones der 
Apo>tel. Saec. XIV, ekart, 

27) Kanonisches Recht in 50 Ti- 
teln; ein Abrifs der darauf 
bezuglichen Novellen von 
Erzbischof Johann von Kon- 
stantinopel; Brief des Heil. 
Basil an Amphilocbios; desgl. 



89 



des Heil. Gregor Ton' Nyisa 
an Litoius, Bischof too Malta, 
nebst ▼ielen Briefen ▼on Kir- 
cbenvfttem und einer mora- 
liscfaeo Abhandlang des HeiL 
Basil; Beschlösse des Con- 
dls Ton Karthago; u. s. w, 
Saee, Xiil, bomb. 

3B) Fragmente des Abrisset der 
Novellen von Theodor von 
Hermopolis. , CkarL 

39) Galen*s Euporista oder Heil- 
Bittellehre. Saee. X V, ekart, 

30) Varianten zum Werke des 
Dioskorides. 

31) Geographische Fragmente ; 
Auszug ans der Hippokrati- 
sehen Schrift über diemensch- 
liche Natur; Kalender; phy- 
sikalische Abhandlung von 
Simeon von Seth, dem Kai- 
ser Michael Dukas gewid- 
met; einTheil der Meteoro- 
logie von Psellos. Saee. XV. 
ehart. 

32) Pauli Aeginelae Mediei op- 
iimilibri »eptem. Saee, XllL 
ehart, 

33) Begriffsbestimmung und Ein- 
theilung der Philosophie ; 
Commentar über das erste 
Buch der Physik des Aristo- 
teles; Systeme der Philoso- 
phen in Jamben; Fortsez- 
zung der Commentare über 
das 1. 2. 4—8. Bach der 
Aristotelischen Physik. Saee, 
XVL ehart, 

34) Geschichte der Thiere vom 
Kaiser Konstantin Porphy- 
rogeneta, mit Aosschluls des 
2. Buchs. 

35) Aristoteles de coelo, de ge- 
fieraCione et corniptione» 
Saee, XFI, ehart, 

36) Demophilos' Abhandlung über 
die Sentenzen des Pythago- 
ras ; goldene Denksprüche des 
Demokrates; Beispiele der 
Moral von Georg Koressios, 
einem Chier des XVII. Jahr- 
hunderts; die gute Sitten- 
lehre von Anton von Byzanz, 
eio dassisvhes Buch für die 



gnech. Schulen. SmecXJ'U, 
ehart. 

37) Liturgie der Apontel Jacob 
und Petrus. Saee. X l\ ehart. 

38) David's Psalmen, mit Aus- 
nahme des Anfangs u. Ende. 
Saee. XI V, membr. 

39) Predigten eines Patriarchen 
von Konstantinopel. Saee, 
XI r. Chart. 

40) Auslegungen der Apokalypse; 
Trauerrede auf einen POr- 
stensohn in Jamben u. mehre 
andere theologische Abhand- 
lungen. Saee. XFil, ehart, 

41) Predigten in walachischer _ 
Sprache. Chart. 

42) Astrologische Abhandlung von 
Georg Pisides; dessen Wün- 
sche für den Kaiser He- 
raklios bei dem Zuge ge- 
gen die Perser; über die 
Yerehelichung eines Sohnes 
von Nikephoros. Saee, Xlli, 
bomb. 

43) Ein Palimpsest, dexsen In- 
halt nicht naher angegeben 
ist. Membr. 

44) Sechs Bücher des Kaisera 
Theodor Laskaris über die 
Verhältnisse zwischen den 
physischen und moralischen 
Wesen, ^aec. Xlll. membr. 

45) Wörterbuch von unbekann- 
tem Verfasser ; Fragmente 
aus den Werken des Heil. 
Gregor von Nazianz. Saee, 
XI f\ Chart. 

46) Aristophanes Plutus, Wolken 
und Frosche mit Schollen, 
eine Biographie des Dich- 
ters und Bemerkungen über 
das Schauspiel. Saee, XIV, 
bomb, 

47) Zehn Bücher Widerlegungen 
sämrotlicher Ketzereien ( die 
drei ersten Bücher und der 
Schlufs fehlen). Saee, XIV, 
bomb. 

48) Die Assisen von Jerusalem in 
griech. Vulgärsprache. Saee. 
XV, Chart. 

49) MicbaePs von Ephesus Scho- 
llen über die Metaphysik des 



90 



Aristoteles« Saee. XVIL 
Chart, 
50) Eine Chronik yon unbekann- 
tem Verfasser; Johann Sky- 
litzes* chronologische Tabelle 
bis auf die Zeit des Kaisers 
Johann des Komnenen; eine 
anonyme knrzgefafste Chro- 
nologie; Reden Ton Metho- 
dies Patareos; theologische 
Auszüge; Georg Zygabinos' 
oder (nach ^deren) Theo- 
dor Prodromos* Abhandlung 
über die 7 Vocale^ Homer^s 
Batrachomyomachie mit In- 
terlinearglossen. Saec, XyiL 
eharL 



51) Liturgie des Heil. Banl mit 
dessen Miniatur - Bildnifs. 
Saec, XL membr, 

52) Fragment der Liturgie des 
Heil. Chrysostomos. Saec, 
XL membr, 

53) Schollen über die Reden des^ 
Heil. Gregor von Nazianz^ 
(Anfang fehlt); historische 
Abhandlung über die heid- 
nischen Gottheiten, deren in 
Gregorys Reden gedacht wird« 
von Nonnos, oder Proklos, 

. einem Schüler des Heil. Ba- 
sil. Saec, X, membr. 



[587*] ^ Notice de deus manuscrits de la Bibliotheque 
du Roi^ contenant rApparition de maUre Jean 
de Meun par Honör^ Bonnet* [ Paris* ] 8. 32 SS. 
[ Tir^ ä 27 exemplaires 8ur grand papier vdUn et 
ne se vend pas.] 

Extrait du XL Volume de Vouvrage de M, Paulin Pari$ 
iUT las MSS. fran^ais de la biblioth, royale de Paris, Vergl. 
Bulletin du Biblioph, Beige, 1844. Tom. J. No, 6. pp. 
319—320. 



[588.] Königliche Bibliothek zu Paris. — Notice d!un Mo- 
nuscrit de la Bibliotheque du Boi contenant l'Apparition de 
Maitre Jean de Meun par Honor^ Bonnet; par Paulin Pa- 
ris, S. Bulletin du Bibliophile publ, par Techener, No, 
18. Juin 1844. pp, 913 — 932. Gleichfalls Auszug aus 
dem Paris'schen Werke über die franz. MS. der konigl. 
Bibliothek, und wahrscheinlich der nämliche, der bereits 
No. 587 angeführt worden ist. 

[589.] ♦ Collectton Orientale* Manuscrits inädits de la 
Bibliotheque royale ^ traduits et publids par ordre 
du .Bot* Omäe de frontispices y vignettes et en- 
cadrements dessinSs d^apr^s les manuscrits par A. 
Chenavardi [ FL VoL de la CoUection ou IL Tom* 
du Livre des Bois pa Elbouchesim^ trad par /• 
MohU] Paris* [Strassbourg y TretUtel et Würtz*] 4. 



91 

[500.] Königliche Bibliothek la Paris. — Von dem Werke 
* ^yLomi» ei Charles^ Dacs d'OrUam, Leur influence sur 
U$ artt^ la liU^rature et Vetprit de leur sitcle, d'apris les 
documen* originaus et les peinfures des tnaniucrits^ par 
' Ami Champollion ' Figeac^* [ Paris ^ Compfoir des Impri^ 
meurs'unis, 8. 2 VolL] enthalt der zweite Band unter 
Anderem ^um atlas de quarante-kuii plaiiches lithographUes 
offrant im nomln'e trh mMplii de sujets emprunUs et co- 
* , piü des plus beaux manuscrifs de la Bihlioiheque royale, 
ayant trait sott aux ducs d^Orleans, soi't* ä Vhistoire gi- 
niraU des arts et des lettres aux quatorzieme et quin%ieme 
sihdes.*^ Vergl. Bullet du Biblioph. pubi. par Techener, 
No. 18. Mn 1844. p. 956. Bullet du Biblioph. Beige. 
1844. Tom. I. No. 8. p. 430. 

[591.] Bibliotliek der Asiitischen Gesellschaft za Paris. — 
E, Bumoufs y^Introduction a Vhistoire du Buddhisme In- 
dien^^ Tom. I, [Parisy imprimerie royale, 4.J enthält pp. 
33 — 588 y an der Stelle des zweiten Memoire« , eine 
jyDescription de la collection des livres du Nepal,'* und 
Bumouf sagt in Bezug auf dieselbe, wie überhaupt auf 
die ganze Arbeit, im Eingange des ersten Memoires, 
welches ,yObservations preliminairet^* betitelt ist, p. 1. sq, 
jyLes recherches auxquelles sont consacr4s ces Memoires ont 
Hi entreprises ä Paide d'une collection nombreuse de livres 
sanscrits que la Societe Asiatiqiie de Paris a re^ue, vers la 
fin de Vannie 1837, de M, Brian Houghtoü Hodgson, re- 
sident anglais ä la cour du Nipäl. Fixi par les devoirs 
de sa place au centre d\n pays oü fieurit encore le Buddhisme. 
M. Hodgson eut^ des Vanrne 1821, la pensh de profiter 
de son s^jour ä Kathmandu pour Studier cette doctrine re- 
Hgieuse et philosophique alors si peu connue; et quöique ses 
loisirs fussent presque entierement employ^s par des traoaux 
Vhistoire natureUe qui ont rendu son nom cäebre, il sut 
encore trouver assez de temps pour rassembler plus de do- 
cuments originaux sur le Buddhisme qu*on iCen avait re- 
cueilli jusqu'cUors^ soit en Asie, soit en Europe. M. Hodg- 
son se mit en rapport avec un Baddhiste instruit de Pa- 
toft, et il en obtint des renseignements tres-curieux sur Um 
dogmes fondamentaux de la religion du N'pdl^ ainä que 
des indications pr^dses sur Vexistence de liores buddhiques 
icrits en sanscrit, auxquels itaient puises les d^tails qu'il 
ienait du Bdigieux de Patan. B ne negligea rien pour 
wrir ces Uvres; ü en acquitj noit saus pstne, vn certaitt 



9i 

nombre, en fit copier d'auires; ei aprh plusieiirs atin^es 
d'efforts et de recherches, ü se vit en possession d'une col^ 
lection coimderable de traites huddhiques sanscrits^ dont 
Vexistence rivtait pas meme soup^onnee avaut lai, ä Pex- 
ception peui-etre du seid Laiita vistara, espece de vie de 
(^akyamuni Buddha^ dont W, Jones et Colebrooke avaient 
ou vu ou posMe un exemplaire.^^ Von dieser durch Hodg- 
80D veranstalteten Sammlung erhielten die Britische Asia- 
tische Gesellschaft sowohl al»^ die Pariser bedeutende Ge* 
schenke; in Betreff dieser Letzteren schreibt Burnouf p. 
4 s(i, yyMais ce n^Üait pas assez pour M, Hodgson d'a- 
voir donni ä une soci^t^ anglaüe dont ü etait membre ces 
preuves nombreu^es de sa libdralit^,; il voidut encore appe- 
ler la SociÜ4 Asiatique de Paris ä partager les fruits de 
ses decouvertes^ et il lux fit don en 1837 de vingt-qiiatre 
ouvrages sanscrits parmi lesqueh plusieurs sont d'une ^tendue 
consid^rable, Ce prhent Jut saiti d*un envoi beaucoup plus 
precieux encore: il se composait de soixante-quatre manu- 
scrits renfermant ä ppu prh touf ce que possidait depxds 
peu de temps la Sodüi Asiatique de Londres, M, Hodg- 
son avait fait copier ces manuscriis pour le compte de la 
SociÜi Asiatique de Paris ^ qui des 1836 s^ etait hdt^e d'ac- 
cepter Voffre que faisait ce savant, de trarismettre aux corps 
litthaires qvi dhireraient les possMer^ des copies des ma- 
nuscriis qvÜl avait d^couverts, Ainsiy grdce ä ce double 
acte de liberalit^ et de zele, la Societd Asiatique de Pa- 
ris y ä laquelle celle du Bengale venait d^envoyer^ une an- 
nh auparavant, la grande collection des ouvrages buddhi- 
ques traduits en tibitain, cojinue sous le nom de Kah-gyur 
( Bkah-hgyur) ^ possidait la plus grande partie des textes 
sanscrits, qui de Caveu des Buddhistes du Bhoty comme de 
ceux du Ni^pdl^ passent ^our ttre les originaux sur les- 
quels ont Ü4 exhut^es les traductions tibetaines.'' Was nun 
aber die oben erwähnte Description etc, selbst anlangt, 
80 zerfällt dieselbe in 7 Sectionen, von denen die erste 
pp. 33 — 70 eine Description generale enthält; die drei 
folgenden ^.aux livres inspirh^' gewidmet sind, und zwar 
die zweite pp. 70 — 232 Sütras ou Discours de Qdkyaj 
die dritte pp. 232 — 437 Vinaya ou Discipliney die vierte 
pp. 437 — 522 Abhidharma ou Metaphysique^ die fünfte 
ferner pp. 522-^554 „aux Livres oü le cvlte de ^iva 
se mele ä celui de Buddha^^ und zwar Tantras; die sechste 
pp. 554 — 574 „awx ouvrages portant des noms dauteurs"; 
und die siebente endlich pp. 574 — 588 f,ä VUistoire de 



03 

h c9Üech'on du N^piiL** Aus der ersten Section p. 33 hebe ich 
hier Folgendes aus: ,,Zxi colleciion btiddhique du Ntpäl 
se compose d^un grand nombre d'ouvrages dont les iure» an- 
Honcent des traiUs de genres tres-dicers. Ces iitres wont 
ctfnnus depuis quelque tenips par les Mvmoires de M, Hodg- 
Mon, et ce savant en a publik deux listes vtendues duns les 
Mecherches aaah'ques de Cnlcutta (T, XVL pp, 42Ö sqq.) 
et dans les TransacHoHs de la Socü'ie Asiaiique de Lon- 
dres (T, IL p. 229 j. Ce double catalogue doii s^augmen- 
ter encore de celui qiCon pourroit rvdige'r d*aprh Canulyse 
que Csoma de Cörös a donm'e de la grande collection ii^ 
bitaine dans le Journal de la SocieU Asiatique du Bengale 
(T, L PP'I et 375 j, et surtout dans les Recherches Asia- 
tiques de Calcutta (T, XX, pp. 41 577. et 393 sqq ). En 
effetj comme^ ä Vexception de quelques traiti's dont les 4di- 
teurs tibÜains ne rapportent pas les titres sanscrits, les li- 
vres dont se compose cette collection sont des traduction$ 
d*ow)rages indiens, et que^ suivant Vopinion de M. Hodg~ 
son, ces ouvrages ont du exister ou se conservent meine 
peut itre encore dans quelques monasteres du Nvpdl ou du 
Tibet, on comprend que le catalogue de la collection sans- 
icrite du Nepal pourrait trouüer, dans Vanalijse du Kah- 
gyur tib4tainy la matiere d^un Supplement considf'rable, Nous 
ne possMons pas ä Paris la totalit4 des ouvrages dont un 
catalogue form^ de ces trois listes r^unies nous ferait con- 
naitre Pexisteiice/^ etc. 

Schliefslich erwähne ich noch, was Btimouf p. 30 
sq, über einen zu seiner „Introdaction^^ gehörigen späte- 
ren Abschnitt sagt. „Dans un autre Mtmoire qui siäora 
celui que je viens de rt'sumer, je ferai de la collection pd- 
Ue de Ceylan un examen semblable ä celui auquel faurat 
soumis la collection sanscrite du N^pdl. J^exposerai ce que 
la tradition nous apprend sur Vexistence de cette collection, 
et notamment sur celle des anciens conciles oü se fixa d*une 
manihe reguliere la doctrine de (^dkya, Ce Memoire se 
composera de cinq sections. Je consacrerai ensuite un autre 
Memoire ä la comparaison des collections du Nepal et de- 
C^lan, et des traditions qui se conservent dans le Nord et 
dans le Sud^ touchant Vune et V autre de ces collections, 
Cette comparaison nous donnera les moyens de reconnaitre 
que Von possede dans la bibliotMque sanscrite du Nepal et 
dans la bibliotheque pälie de Ceylan deux redactions des icri- 
iures buddhiques dont la difference consiste^ en g^neralj moins 
dcms le jonds que dans la forme et la Classification des livre*,^ 



94 

[592.] * Catalogfie de lä Bibliothkque paraissiale de St» 
Sulpice, Paris. 8« 

[593.] * Le Catalogue des imprhn^s de la Biblioth^que 
de Reims ^ avec des notices sur tes ^ditions rares^ 
curietises et singulieres^ des anecdotes litt^raires et 
la provenance de chaque ouvrage, IL Sciences et 
Arts. Reims ^ Regnier, 8. 35 BB. 

No. 368. 



Bedactcar des Cataloges ist bekanDtlicb der Bibliothekar 
Lonis Paris. 

[594.] Stadtbibliothek za Troyes. — Bibliotheque de Tro- 
yesy par L, Äim^ Martin. S. Bulletin du Bibliophile puhl, 
par Techener. No. 15. Mars 1844. pp, 836 — 842. 
Betrifft ,,«fe* notes pr^deuses^ qiie,^' me der Verfasser an 
den Redacteur des Bulletins schreibt, y^ltii-mime a recueil- 
lies dans les'papiers de Racine, d^posis ä la bibliotheque 
de Troyes,^* 

[595.] Zur Ueschichte der Hollandischen Bibliotheken. Von 
Bibliothekar Dr. Gräfse in Dresden. S. Serapenm. 
Jahrg. V. No. 21. pp. 321—323. 

Enthält Cap. I. kurze Ge3chicbte der ütrechter üniversir 
tätsbibliothek, über deren Quelle Gräfse — mir will fast schei- 
nen, mit zu grofser Wichtigkeit — im Eingange Folgendes 
sagt: ,,Je schwieriger es in Deutschland ist, bei dem nur ge- 
ringen Verkehr , welcher zwischen unserem vaterländischen Buch- 
handel und dem Hollands stattfindet^ nur einigermafsen selt- 
nere Werke von dort zu beziehen, desto wichtiger erscheint 
es, aus dem Catalogus Bibliothecae Rheno - Trajedinae, Traj, 
ad Rh. 1835. T. L foL 1834. (sie!) T. IL ib. fol. (alpha- 
betisch eingerichtet), die demselben von dem Bibliothekar Ph. 
Wilh. van Ueusde vorausgeschickte kurze Einleitung über die 
Entstehung dieser ^ Sammlung auszuziehen und einige aus 
Mangel an gehörigem Material über diesen Gegenstand in Vo- 
gel's fleifsiger Literatur öffentl. und Corporationsbibliotheken 
p. 457 sq. eingeschlichene Irrthümer hierdurch stillschweigend (?) 
zu rectificiren. " — Was die ütrechter Bibliothek selbst be- 
trifil, so hat dieselbe, anfänglich Eigenthum der Stadt, seit 
1815 aber des Staates , ihren Ursprung: aus den städtischen 




POT.] 




IBM. TmL 




VI 



«. 71« S& Pr. 4 TUr. 









«kB L 



■ 4« J. 1S40 — l!>4K 



BBiEoack Toa S. Marco xa Tenedig ( franiostsdie H^nd« 

fdriften), pp. 1 — 97. 
BibfioAck im P^hste Biccanü m Flornnx, pjK 98—11^ 
Yaticanisdie Kbfiotlid^ za Rom: <i) BtUiMtcn luttc«»«; 
*J Palatitut; c) UrÜMata; d) der Konigin Christine voü 
Schweden; e) Oüobwmiana, pp. 119—646, 
BSbtiMeai Guanaieitsis za Rom, pp. 647—6^8, 
Bibliothek des Fanten Barberini «u Rom, pp, 689— 60ik 
Kbfiothek des Forsten Corsmi «u Rom, pp, 61U — lOU 

Zum Schlüsse der Schriil folgen noch BenchtigimgNi und 
Nachtrage, pp. 702 — 709; sodann Uebcrsicht der AuMUtt« 
ans Handschriften, pp. 710 — 712; und Register, pp. 7M— 718, 
— Uebrigens ist zu erwähnen, dafs Keller's Mittheilung in« 
folge der Prafect der Gasanatischeii BibUothek bei & Af«rJ« 



96 

iopra Minerva j der Dominikaner Giacinto de Ferrari, mit Ab- 
fassung eines Kataloges der seiner Aufsiebt anvertrauten Hand*' 
Schriften eifrig beschäftigt sei, nhd^ vie neuerdings verlautet, 
den Katalog durch den Druck zu veröffentlichen beabsichtige. 
Vgl. Bullet du Biblioph. Beige. 1844. Tom. I. No. 5. p. 249. 

[599.] Italienische Bibliotheken. — Unter den gelegentlichen 
Mittheilungen über italienische Bibliotheken in J. C. Ful- 
chiron*s y,Voyagh dans VItalie miridionale, JL EdiU^ IV 
Tom, [Paris, Pillet ain4, 8.] verdienen die Bemerkungen 
über die Florentiner Laurentiana'^ Tom.L pp. 207 — 211, 
und Riccardiana, ibid. pp. 212 — 214, die königliche Bi- 
bliothek zu Neapel, Tom. JL pp, 530 — 538, sowie die 
Vaticana zu Rom, Tom. JV. pp. 488 — 500, einige Be- 
achtung: doch darf man diesen Bemerkungen^ die sich^ 
meist mit Erzählung des Ursprunges und Wachsthumes 
der Sammlungen, mit Beschreibung ihrer Localitäten und 
einiger Druck- und Handschriften beschäftigen, nicht un- 
bedingt Glauben schenken , da Fulchiron in Betreff der- 
jenigen Mittheilungen, die er Anderen nacherzählt, nicht 
überall aus der zuverlässigsten Quelle geschöpft zu ha- 
ben scheint. Theilweise im Widerspruche mit anderen 
Angaben^ schätzt Fulchiron die Florentiner Riccardiana 
auf ungefähr 25,000 Druck- und 3500 Handschriffen, 
die Marucelliana'zii Florenz auf mehr als 45,000 Bde., 
die 6 gröfseren Florentiner Bibliotheken zusammengenom- 
men auf 400,000 Bde., die königl. Bibliothek zu Nea- 
pel auf 200,000 Druck- und 5000 Handschriften, die 
Bibliothek S. Filippo Neri ebenfalls zu Neapel (Tom, TV. 
p. 534), mit Einschlufs der trefflichen Bibliothek des 
Bibliophilen Jeseph Valletta, auf 150,000 Bde., die Rö- 
mische Vaticana auf 100,01)0 Druckschriften und 24,000 
Manuscripte. Was die letzteren anlangt, so besitzt die 
Vaticana nach des Marquis JMelchiori detaillirter Angabe 
24,277 Handschriften, und zwar 

Latins 18,108 Slaves 18 

Indiens . ^ . . • 22 

Chinois ..... 10 

Cophtes 80 

Armeniens .... 13 

Georgiens .... 2 
Collections 2^lada et 

Cappuni . • . 889. 



Grea . . . . 

Hdbrai'ques , . 
Ar<d>et . . . 


. 3,469 
726 

787 


Pitrians , , . 


• 65 


Tura - . . . 


64 


Sjfriaquet , . . 


459 
71 



97 

Offenbar fidtch itt die kooigl. Bibliothek su Pftris, de- 
ren in einer Anmerkung gedacht wird, auf etwa« mehr al« 
500,000 Druck- und 100,000 Handschriften angegeben. 

[000.] De Gceronis PhiUppicarum Orafionum Cadice Vd- 
ticano et de Librü aliquot MSS* Bibliothecae Lau- 
rentianae. Connnentatio qua orationem ex iegepub^ 
lica die XXVllm Januarü A. a. hora XI, a se 
habendam indicit ad eavnque audiendam inoitat Fer^ 
dinandus Deyclcs^ Philos. Doctor et Professor puil» 
ordm Monasterii Guestphalorum ^ Regettsber^. 8. 
40 SS. Jk. Specifnen scripturae Codicis Cheroms 
PhiUppicarum Faticani. Pr. n. 5 Ngr. 

Die Abhandlung zerfallt in 3 Abschnitte. Nachdem der 
Yerfiiiser in der Einleitung, pp. 3 — 8, über die zu wieder- 
bolteo Malen [1561 von Gabr. Faemus, 1562 von M. A. Mure- 
tna, 1777 von Gasp. Garatonius, um 1820 von Niebuhr und 
später noch einmal für Niebuhr von Ant. Aghich] veranital- 
teten Collaüonen des Vatican'schen Codex gesprochen hat, 
folgt im ersten Abschnitte, pp. 8 — 18, die Beschreibung und 
kritische Würdigung der Handschriilt. Dieselbe stammt von dem 
Cardinale Jord. Ursious^ und ist Eigenthura ^,non bibliothecae 
majoris VaU'cani, sed Tabularii (Jrchivium vocant) Ss. Basili- 
cae S, Peiri de Urbey'^ wohiu auch, laut dem mitgetheilten 
Verzeichnisse, noch mehrere andere Bücher des Cardinais ge- 
kommen sind. Der zweite Abschnitt, pp. 18 — 31 , beschäf- 
tigt sich mit der Erörterung einiger Varianten der Handschrift 
Im dritten und letzten, pp. 31 — 35, sind die in der Floren- 
tiner Laurentiana befindlichen Handschriften der Philippischen 
Beden aufgezählt Schliefslich , pp. 36 — 40, ein paar Bemer- 
kungen über Philologie und Cicero, die mit dem Vorherge- 
benden nur in sehr losem Zusanunenhange stehen. 

[601.] Römische Bibliotheken. — In Folge der Bulle, welche 
Papst Leo XII. den 28. August 1824 zur Regulirung des 
Erziehungswesens im Kirchenstaate erlassen , und die noch 
^ jetzt Giltigkeit hat, ist den romischen Bibliothekaren fol- 
gendes Reglement vorgeschrieben: 

„Titel VlIL 
Von den Bibliothekaren. 

05) An jeder Universität soll ein Bibliothekar sein, der vom 
Enkaomler oder Kanzler zn wählen und von der heil, 

7 



98 

- # 

CongregtttioD sa beetätigen ist Hinsiclitncli der Alexan- 
ftriniscben Bibliothek der römischea Universität soU die 
Bulle Alexanders VlI. sei. Andenkens befolgt werden. 

96) Der Bibliothekar hat dafiir zu sorgen , dafs die Biblio-> 
thek wohl geordnet und die Bücherverzeichnisse genau ge- 
fuhrt werden. 

97) Die Bibliothek soll an allen Schultagen Vor- und Nach- 
mittags eine halbe Stunde vor Beginn der Vorlesungen 
zuhi allgemeinen Gebrauch geöffnet werden, und Nach- 
mittags dritthalb Stunden ununterbrochen offen stehen. 

'96) Anch an den Feiertagen (mit Ausnahme der Sonntage 
und gebotenen Festtage) soll die Bibliothek znr gröfse- 
ren Bequemlichkeit der Studirenden zu den gleichea Stun- 
den offen stehen. 
99) In den Sommerferien soll sie vom Beginn dieser Feriea 
bis zum 30. September' vier Stunden offen sein und eine 
halbe Stunde vor Mittag geschlossen werden; das Gleiche 
ist zu beobachten an den drei ersten Tagen, sowohl der 
Carnevalsferien als der hoben VToche. 

100) Wahrend der Sommerferien bleibt die Bibliothek aufser 
den Sonn- und gebotenen Feiertagen geschlossen jeden 
Donnerstag, am Fest Petri Kettenfeier und an jenen Ta- 
gen, an welchen der Doctorgrad feierlich ertheilt oder in 
der Universitätskirche feierlicher Gottesdienst gehalten wird. 
Ami. Oktober bei Eröffnung der Schulen bleibt sie eben- 
fölls geschlossen. 

101) Ein Verzeichnjfs soll alljährlich die Tage angeben, an 
welchen die Bibliothek nicht eröffnet wird. 

102) Der Bibliothekar hat sich alle Tage, an welchen die Bi- 
bliothek offen steht, in dieslbe zu verfügen und nicht eher 
daraus zu entfernen, bis sie geschlossen wird. 

103) Es soll ein Buch aufgelegt werden, in welchem jeder, 
der ein Buch zum Lesen verlangt^- seinen Namen und 
den Titel des Buchs einzutragen hat. Der Bibliothekar 
wird dafiir sorgen, dafs jedes aufgezeichnete Buch wie- 
der zurückgegeben wird, bevor der Verlangende sich aus 
der Bibliothek entfernt. 

104) Er hat auch zu verhüten, d^fs die Bücher nicht über- 
schrieben oder verdorben werden. 

105) Auch dafür soll er sorgen, dafs in der Bibliothek kein 
Lärm entsteht, und Niemand mit Reden oder Lesen An- 
dere störe. 

106) Vor der Entfernung aus der Bibliothek soll er genau 
nachsehen, ob so viele Biicher ab ausgegeben worden. 



wieder iiiiud(gcgeben mid ia dw Schnnke gebracht wofw 
deo siod; nürde eio Budi khkoy toll er das feUende 
Buch und deo, der es verlangt hat, dem Rector vorzei* 
gen, damit das Buch wieder aofgefundeo und der Be- 
treffende xur Ahndung und Strafe gezogen werden kann. 

107) Dem Bibliothekar ist untersagt. Jemandem ohne Vor- 
weisung einer rechtmaistgen Eriauhnifs verbotene Bücher 
verabfolgen zu lassen. 

108) Niemand, selbst nicht der Bibliothekar, soll irgend ein 
Buch aufser die Bibliothek tragen. 

109) Ist die Bibliothek geschlossen , so verbleiben die Schiiis- 
sd beim Bibliothekar, dem sie anvertraut sind. 

110) Biese Vorschriften sollen in den Bibliotheken einer jeden 
Universität gedruckt aufgehängt werden.^ 

S. „Das romische Studienwesen nach den Statuten Leo'i 
XIL<< [Scbaffhansen, Hurter. 8.] pp. 23—25. 

[602.] Brerabibliothek zu Mailand. — Biblioth^ue de Breroj 
ä MUttHy par Mr. de Reiffenberg, S. Bulletin du BtbliQ-^ 
pMe Beige. 1844 Tom. I. No. 9. pp. 462—463. Ent- 
hält einen kurzen Auszug aus der Schrift von Rossi [No. 
183. 194.] 

[603.] Vaticanische 'Bibliothek za Rom. — fgn. Jeitteles, 
in seiner Schrift^ „Eine Reise nach Rom^* [Siegen und 
Wiesbaden, Friedrich. 8.], wie er denn überhaupt mit 
Nachrichten über italienische Bibliotheken sehr sparsam 
ist, weifs m Betreff der Bibliotheca Vaticana wenig mehr 
zu sagen, als dafs die Bibliothek sehr bedeutend ist, 
gro&e Kostbarkeiten enthält, und zur Zeit der französi- 
schen Revolution nicht unerhebliche Verluste erlitten hat, 
alles Dinge, die Jeitteles fuglich ganz übergehen konnte^ 
da sie schon tausendmal wiederholt und anderwärts bes- 
ser erzählt worden sind. S. pp. 216 — 218. 

[604.] St Marcnsbibb'othek zu Venedig. — „Geschichte 
und Beschreibung der Bibliothek des heil. Markus in Ve- 
nedig. Von Dr. Wilhelm Gintl, k. k. Professor in Grata.*« 
1 Artikel. S. Oesterreichische Blätter für Literatur und 
Kunst. 1844. Quart. II. No. 8. pp. 57 a — 62 b, No. 
9. pp. 71a— 72b, No. 10. pp. 76b— 80b.. Ist aus 
den Quellen geschöpft; doch sind die neueren Arbeiten 
fast ganz übersehen worden. — Ob ein zweiter Artikd 
endiienen, ist mir unbekannt 

7« 



100 

[605.] Rnssist'he Blbliothelcfn^ — Zufolge der in v. Uwa- 
roffa „General - Bericht an Se. Majestät den Kaiser ober 
' das Ministerium des öffentlichen Unterrichts für das Jahr 
1843*' [St. Petersburg, gedruckt bei der kaiscri. Acade- 
mie der Wissenschaften. 8.] gegebenen Mittheilungen über 
die. Bussischen Bibliotheken ergiebt sich über deren Be- 
stand in den J. 1842 und 1843 Folgendes: - 

1842. 1843. 

St Petersburg, kaiseri. offentl. Bibliothek 428,265 Bde. 464,077 Bd^ 

„ ' Bibl. d. Akad. d. Wissensch. 107,477 „ 110,409 
„ Bibl. d. Rumjänzow'schen 

Museums 32,918 „ 32,997 

Warschau, Kronbibliothek 61,630 „ 74,252 

„ Bibliothek der Sternwarte . — „ 417 „ 
Moskwa, Universitätsbibliothek . . . 70,486 „ 73,97d „ 
Dorpat, „ ... 69,373 „ 70,885 „ 
Kiew, Bibl d. Umversit. d. H. Wladimir 65,324 „ 77,065 „ 
Charkow, Universitätsbibliothek • • • 40,856 „ 41,245 ^ 
Kasan, „ ... 38,190 „ 40,252 
St. Petersburg, „ ... 29,327 ,» 32,263 
Moskwa, Bibl. d. medicin. Chirurg. Akad. 12,054 „ 12,192 
St. Petersburg, Bibl. d. pädagog. Haupt- 
instituts . , . 9,148 „ 9,779 

Odessa, Bibl. d. Richelieu^schen Lyceums ^804 „ 10,866 
Kiew, Bibl. des Fürstl. Besborodko'schen 

Lyceums 7,134 „ 7,303 

Moskwa, Bibl. d. Demidow^schen Lyceums ^,761 „ 5,879 



St« Petersburger Lehrbezirk. 

St Petersburg , Bibl. d. I. Gymnasium 1,831 „ 1,963 

»> „ n. „ 1,658 „ 1,588 

,> ni. „ 1,818 „ 1,863 

399 „ 461 



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III. 

IV. 


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Pskow, „ „ 2,627 „ 2,844 

Nowgorod, „ „ 3,614 „ 3,440 

Wologda, „ „ 4,144 „ 4,359 

Petrosawodsk, . „ „ 2,441 „ 2,U7 

Archangelsk, „ „ 2,879 „ 2,921 



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99 9> IlJ. „ 

Wladimir, „ „ 

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Kostronia, 

Kaluga, 

Smolenski 



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254 „ 694 



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Moskwa^scher Lehrbezirk. 

Moskwa, Bibl. d. adeligen Instituts . 3,995 „ 4,100 

99 99 Lasarew^schen Instituts 11,296 ,„ 11,296 

99 99 .!• Gymnasiums . . 4,182 „ 4,259 ,^ 



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99 



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99 



161 „ 1,457 

750 „ 819 „ 

4,194 „ 4,200 „ 

3,321 „ 3,182 „ 

1,894 „ %m „ 



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1842. 184S. 







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BftI* ^ I- GjBoinm ol9 ^ 998 y« 

» IL „ 1.473 „ 1,575 „ 

Kmimj-Ummetni, „ „ 2,238 „ 9,3*0 „ 

SüMak, , „ 2,497 „ 2,509 „ 

P«-^ • « 2,094 „ 2,156 n 

WjiUta, „ „ l,«9a „ 1,9» « 

üfc. „ „ 1,063 „ 1,119 n 

AftndHAy „ „ 1,7W „ 1,79» n 

Charkow 'sdMr Lehibexiik. 

Cktfk«w, BIbl. a. I. GjMasiiui M97 ,, 6,773 „ 

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„ „ 4,681 „ 4,M6 „ 

9» »9 4,414 „ ^i** »» 

.Owl, „ „ 4,640 „ 4,685 „ 

«9 »9 5,443 „ 3,514 «» 

4,903 „ 5,010 „ 

8Uwr«p«ly „ „ 1,000 „ 3,M8 „ 

Kieff^scber Lehrbeark. 

Kiew, Bibl. d. I. GymnasioB 5,007 „ 6,689 „ 

„ IL „ 1,110 „ MI8 n 

8chitoidr(uiWoni7iiieD)„ „ 6,555 „ 6,815 „ 

KuMMS . Podolsk, „ „ 3,053 „ 3,153 ^ 

Tichenueow, „ „ ^j}^ ^ ^^ ^ 

Nowgwd-Öewenk, „ „ 3,0» „ 3,1» „ 

Pcitmwa, „ „ 3,543 „ 3,669 „ 

Neadr«w, ?, „ 1,866 „ 1,065 ., 

Winnia, „ „ 6.191 ,, 6ß71 „ 

Rawno, „ « 4,381 „ 4,600 „ 

WdCnnmisdier Lehrbesirk. 

Wibm, Bibl. d. adeUgea Insdtots . . 4,307 „ 4,580 „ 

„' „ GymafiiiBS . . • 3,649 „ 3,681 „ 

K^ ,7 „ ... 3,890 „ 3,834 „ 

Gr^dM^ „ . „ . . • 3,436 „ 3,555 n 



IM 



1842. 1843. 



8wiftIoUcb, BibU d. Gymnagiam 

Bjeiostoky 

Minsk, 

Sliuk, 

IMobilew, 

Witebsk, 

Dünaburf, 



n 






4,473 Bde. 
4,200 
j,648 
6,637 
4,546 
1B,576 
1,538 



Odessa^scher Lehrbezirk. 

Chcrsofi , Bibl. d. Gymnasium 1,316 

Simferopol (in Tanrien), „ „ 3,569 

Jekaterinoslaw. „ „ 3,293 

Kiscbinew (in Bessarablen), . „ 3,862 

Taganrog, „ „ 2,627 



Tiflis, Bibl. d. Gymnasium 

JrkuUk, 

Tomsk, 

Toboldc, 



99 
99 

99 



Separat - Schulverwaltungen. 

5,390 
4,457 
1,143 
1,975 



*» 

M 
99 



( Erhielt die Bibliothek aus dem Nach- 
lasse des wirkl. Staatsrathes Slowzow, von 
857 SUberrubei Wertb.) 



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99 
91 
» 
»9 



9» 
»9 
99 
9» 
99 



99 
99 
99 
»9 



4,54a Bdk; 

4,371 
1,797 
6,846 
4,697 
13,484 
1,853 



1,547 
2,763 
3,340 
3,929 
3,651 



5,401 
4,483 
1,164 
2,240 



99 
99 
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99 
99 



99 
99 
99 
99 
«9 



99 
9» 
9» 
99 



Gouvernements - und Kreisstädte. 



Astraoban, 

Bjelsk, 

Wologda, 

Wjätka, 

Grodne, 

Kaluga, 

Kamenez-Podolsk, 

Kertsch, 

Kiscbinew, 

Krafsnojarsk, 

Kuitgur, 

Minsk, 

Mitau, 

Nowgorod, 

Odessa, 

Ostäscbko, 

Pensa, 

Perm, 

Petrosawodsk, 

Poitawa, 

Pskow, 

Romen, 

Rjäsan, 

Sarapul, 

Sacatow, 



öffentliche Bibliothek 



99 
99 
99 
99 
99 
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99 
99 
99 
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99 
99 
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99 
99 
99. 



6,032 


99 


6,137 


1,992 


99 


2,466 


1,103 


99 


1,187 


1,930 


99 


1,930 


1,261 


99 


1,427 


2,513 


99 


2,967 


2,842 


99 


3;950 


716 


99 


913 


2,250 


99 


3,438 


899 


99 


1,145 


1,504 


99 


1,504 


983 


99 


1,340 
1,386 


1,212 


99 


1,686 


99 


1,800 


8,758 


99 


9,090 


2,285 


99 


2,546 


1,519 


19 


1,641 


875 


99 


875 


803 


99 


948 


1,346 


99 


1,489 


1,672 


99 


1,773 


990 


99 


1,077 


2,647 


99 


3,647 


3,278 


99 


3,278 


3,377 


tj 


3,466 



99 
9» 
99 
99 
99 
9» 
99 
99 
99 
99 
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99 
99 
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99 

99 
99 



103 

1842. 1843. 

fiMioosk, ««010111:116 BiUMÜMk 886 Bde. 960 Bde. 

Tealiow, „ 12,6(B „ 12,868 „ 

TomA, ^ 1,477 „ 1,617 „ 

üfi^ . n W) „ 8W „ 

Tfdiernigow, „ 1,699 „ 1,9» „ 

Ueberdiefs besteben nocb 13 bereiu eröffnete Bibliotheken, deren 
Bächersabl' jedoch in Ermangelong sicherer Nachrichten dtrübef 
mht angegeben werden kann. 

Aehnliche statistische Uebersichfen aus den früheren Jah- 
rea s. No. 82. 187. 296. 

[606.] Bibliothek der Akademie der Wissenachaflen lo Pe- 
tersbarg* — * Boefatlingk iiber eine Palibandscbrift im 
asiatischen Museum der Akademie. S. Bulletin de la clas$e 
des idences hidoriques^ phiMogiques et politiquet de VAca- 
d^mie Imphiale des sdencee de Saint- Pttersbawrg. Tom. II. 
[St. Piter^bawrg; Leipn'g, Voss. 4J pp. 343—347. 

f607.] Kaiserliche Bibliothek la Petersburg. — * Edw. v. 
Muralt über einige neu aufgefundene griechische Hand- 
schriden der kaiserl. offentl. Bibliothek. S. Bulletin de 
la dasse des edences historiques^ philologiques et politiqiui 
de CAcademie Imp&iale des sdences de Saint -Ptiersbaurg. 
Tom. I, No, 16. [St Peter^ourg, Leipsigy Voss. 4t.] pp. 
248 — 252. Die Uandschriften sind : Liturgie des U. Ba- 
sHius, ^Ogoloytov (liyciy Olympiodor's Prolegomenen der 
Platonischen Philosophie (eine Abschrift des Wiener Co- 
dex), Hephästions Metrik (Verschieden von der, welche 
Pauw und Gaisford herausgegeben), Porphyrius von den 
Tugenden, Theodor's des Metochiten moralische und hi- 
storische Capitel. Vgl. Neue Jen. allg. Lit. Ztg. 1844. 
No. 149. p. 593 b. Zeitschrift f. d. Alterthumsw. Jahrg. 
IL 1844. No. 114. p. 912. 

[608.] ^i'Beitrige zor alten Literatur, oder UntenmchaDgen 
iiber Philo, Plinius L, Ptolemaus, DIonysfas Areo- 
pagita, Hephästio, Porphyrius, BasQius, Olynipio- 
dor nnd Theodorus Metocbita« Nach St. Petersbar- 
ger Handschriften, nebst Copien einiger nnedirten 
griechischen Inschriften. Von Edward v. Muralt. St. 
Petersburg [Leipzig. Vofs.] 8. 4J BB. Pr. 20 Ngr. 
I>ie Handschriften gdiören der kaiserL Bibliothek. 



« ' 



104 

[G09.] * j4d PubU Virgiliwn Maronem ex codice membr. 

Bibliatkeeae Acadenncae Lundensis nunc pHnmm 

eoUato lectionis varietatem adnotavit Joh. GusU 

Eck^ eloq* et poes* P» O* Accedunt observatmu'- 

culae criticae. Specimen 1 — IXm Lundj Berling» 

4. 72 SS. 

Die Handschrift gebort in das XV. Jahrhundert In dep 

9 Spedminibus ist die CoUation der Bacolica^ Geargica 

und der Aeneü bis IV, 534 enthalten, 

[610.] Universität za üpsula. — * Kohung Gustaf ITl efter- 
lemnade och femUo ar eßer hans dod öppnade pap- 
per. Öfoersikt, uldrag och jemförehe af K G, Geijer. 
Deel. IlL Afd. 1. Upsala, WahUfröm. 8. 165 SS. l*r. 
1^^ Rdr. Des Königs Gustaf IH; nachgelassene und fünfzig 
Jahre nach sänem Tode geöffnete Papiere. Uebersicht, Aus- 
zug und Vergleichung Ton £. G. Geijer. Aus dem Schwedi- 
schen. Dritter Theil. £rste Abtbeilnnj;. Hamburg, Perthes. 
8. V u. 144 SS., excl. Berichtigungen. Pr. n, 24 Ngr. 
Vgl. No. 433, sowie in Betreff des 11. Tbeiies Augsb. allg. 
Ztg, 1845. No. 126. pp. 1001a— 1002a. 

[611.] * Die Amerbachische Abschrift des FeÜejus Pater-- 

culua and ihr VerhSltnifs zam Marbacher Codex und 

zur Editio princepa. Eine Untersuchung Ton Dr. D. 

A« Fechter, Lehrer am Gymnasium zu Basel« Ba- 

«el, Ne^kirch. 8. 70 SS. Pr. 15 Ngr, 

Aus den vom Verfasser dargelegten Daten ergiebt sich id 
Betreff der Frage ^ aus welcher Quelle die Amerbachische Ab* 
Schrift geflossen sei, welchen Werth sie für die Kritik des 
Vellejus besitze u. s. w. , nach Hand's Relation etwa Folgen- 
des: Rhenanus hatte 1515 von dem im Kloster zu Morbach 
aufgefundenen Codex des Vellejus, der an sich schon sehr in- 
correct war, behufs der Herausgabe des genannten Schrift- 
stellers eine Abschrift fertigen lassen, welche aber so nach- 
lassig gemacht zu sein schien, dafs Rhenanus, in der Erwar- 
tung, einen bessern Codex in Mailand zu finden, die Heraus- 
gabe aufschob und das Manuscript zur Seite legte. Da die 
gehegte Erwartung nicht in Erfüllung ging, lie(s Rhenanus 
den Urcodex aus Murbach nach Basel kommen, unterliefs aber 
eine neue Abschrift zu nehmen, und sendete die fehlerhafte 
Copie sammt der Handschrift vor semer Abreise nach Schlett- 
Stadt mit der Weisung in die Dmckerei, der Corrector möge 



105 

von der Handschrift Einsicht nehmen und danach die Fehler 
der C«»|iie verbessern. Diefs aber geschah nicht; et wurde 
nur die mangelhafte Abschrift 'gedruckt und der Text noch 
uberdiefs durch Druckfehler entstellt und in demselben die von 
Uienanus wahrscheinlich auf dem Rande bemerkten Conjectu- 
rea aufgenommen. Diese Verunstaltung erkannte alsbald Bu- 
rer und unterzog sich einer neuen Collation der noch in Ba- 
sel befindlichen Handschrift, und tibergab das Verzeichnifs der 
Verbesserungen in brieflicher Form dem Rhenanus, welcher es 
der Ausgabe noch beifügen liefs. So enthält die Collation des 
Barer den eigentlichen Urtext, und höchstens ist nur zu ver- 
muthen, dafs Rhenanus bei einzelnen ihm ganz sicher schei* 
Müden Conjecturen die ursprüngliche Lesart als nicht zu be- 
rücksichtigen in der Collation beseitigt habe, wofür die Amer- 
bachische Abschrift Andeutungen giebt Diese Abschrift aber 
ist nicht aus dem Murbacher Codex, sondern von Amerbach, 
der in Freiburg lebte, während der Ferienzeit 1516 aus der 
in Rhenanus* Besitze befindlichen fehlerhaften Copie des Mur- 
baciier Codex entnommen und in Rhenanus' Hause gefertigt; 
mithin darf ihr nur eine untergeordnete Geltung und geringe- 
rer Werth zugeschrieben werden , indem sie allein da in Rück- 
sicht kommt, wo sie von der editio priticeps abweicht, ohne 
dafs Burer etwas bemerkt Die von Rhenanus stillschweigend 
anfgenomoienen Conjecturen setzen Auslassungen in der Ab- 
schrift voraus. Hat nun Rhenanus selbst die Murbachsche 
Handschrift weder benutzt, noch selbst eine Einsieht davon 
g^oiQmen, so macht die Bjirer'sche Collatipn verbunden mit 
der Editio princeps die* kritische Grundlage aus, und es kann 
die Amerbachische Abschrift eine unbedingte £ntschei<Iung nicht 
gewähren. Ueberdiefs hat die neuere von Fechter gelieferte 
Yergldchung den Bestand dieser Abschrift selbst erst begrün- 
det YgL Hand in der Neuen Jen. allgem. Liter. Ztg. 1845. 
No. 113. pp. 451b— 452 b. 

[612 ] Denkmahle des Mittelalters. — St. Gallen's altdeut- 
sche Sprachschätze. — Gesammelt und herausgege- 
ben vou Heinrich Hattemer, in Blei. Erster Band. 
-St. G^en, ScheiÜin und ZoUikofer. gr. 8. VIII u. 
431 SS., exci. Titel u. Zneignnngsschrifr. Mit 4 Ta- 
feln Facsimiles. Pr. 5 Thlr. [Vom dritten Bande 
sind bereits vFieder 3 Lieferungen, a l Thlr., 272 
SS., gleichfalls noch im Laufe des J. 1844 er- 
•ddeiieD.] 



'* ' 



104 

[G09.] * jid Pubh VirgiUmn Maronem es codice membr. 

Bibliotheeae Academicae Lundensi^ nunc primum 

eoUato lectionis varietatem adnotavit Joh. GusU 

Eckj eloq* et poes» P* O» Accedunt observatimW' 

culae criticae, Specimen 1 — IX» Lund^ BerUngm 

4. 72 SS. 

Die Handschrift gebort in das XV. Jahrhundert In den 

9 Spedminibus ist die CoUation der Bucolica^ Georgica 

und der Aeneü bis IV, 534 enthalten, 

[610.] Universität za üpsula. — * Kohung Gustaf IIl efter- 
lemnade och femtio ar efter hans dod bppnade p^nf- 
per. Ofoertikt, utdrag och jemföreUe af E, G, Geijer. 
Deel. IIL Afd. 1. Upsala, WahUMm. 8. 165 SS. I^r. 
Ij^^ Rdr. Des Königs Gustaf IH: nachgelassene und ffinfzig 
Jahre nach seinem Tode gf oflfnete Papiere. Uebersicbti Aus- 
zug und Vergleichung Yon E. G. Geijer. Aus dem Schwedi- 
schen. Dritter Theil. Erste Abtheilung. Hamburg, Perthes. 
8. V u. 144 SS., excl. Berichtigungen. Pr. o. 24 Ngr. 
Vgl. No. 433, sowie in Betreff des IL Tbeiies Augsb. allg. 
Ztg, 1845. No. 126. pp. 1001a— 1002a. 

[611.] * Die Amerbachische Abschrift des FeÜejus Pater-- 

culua and ihr Verhfiltnifs zom Marbacher Codex und 

zur Editto princeps. Eine Untersuchung von Hir, D. 

A. Fechter, Lehrer am Gymnasium zu Basel« Ba- 

«el, Ne^kirch. 8. 70 SS, Pr. 15 Ngr. 

Aus den vom Verfasser dargelegten Daten ergiebt sich id 
Betreff der Frage > aus welcher Quelle die Amerbachische Ab- 
schrift geflossen sei, welchen Werth sie für die Kritik des 
Vellejus besitze u. s« w. , nach Hand's Relation etwa Folgen- 
des: Rhenanus hatte 1515 von dem im Kloster zu Murbach 
aufgefundenen Codex des Vellejus, der an sich schon sehr in- 
correct war, behufs der Herausgabe des genannten Schrift- 
stellers eine Abschrift fertigen lassen, welche aber so nach- 
lässig gemacht zu sein schien, dafs Rhenanus, in der Erwar- 
tung, einen bessern Codex in Mailand zu finden, die Heraus- 
gabe aufschob und das Manuscript zur Seite legte. Da die 
gehegte Erwartung nicht in Erfüllung ging, lie(s Rhenanus 
den Urcodex aus Murbach nach Basel kommen, unterliefs aber 
eine neue Abschrift zu nehmen, und sendete die fehlerhafte 
Copie sammt der Handschrift vor seiner Abreise nach Schlett- 
stadt mit der Weisung in dk Druckerei, der Corrector möge 



105 

von der HandUchrifl Einsicht nehmen und danach die Fehler 
der Copie verbessern. Diefs aber geschah nicht; e« wurde 
nur die mangelhaile Abschrift 'gedruckt und der Text noch 
iiberdieüd durch Druckfehler entstellt und in demselbea die von 
Uienanus wahrscheinlich auf dem Rande bemerkten Conjectu- 
reo aufgenommen. Diese Verunstaltung erkannte alsbald Bu^ 
rer und unterzog sich einer neuen Collation der noch in Ba- 
sel befindlichen Handscbriity und iibergab das Verzeichnifs der 
Verbesserungen in brieflicher Form dem Rhenanus, welcher ec 
der Ausgabe noch beifügen liefs. So enthält die Collation des 
Burer den eigentlichen Urtext, und höchstens ist nur zu ver- 
mothen, dafs Rhenanus bei einzelnen ihm ganz sicher schei- 
nenden Conjecturen die ursprungliche Lesart als nicht zu be- 
rücksichtigen in der Collation beseitigt habe, wofür die Amer- 
bachische Abschrift Andeutungen giebt Diese Abschrift aber 
ist nicht aus dem Murbacher Codex, sondern von Amerbach| 
der in Freiburg lebte, während der Ferienzeit 1516 aus der 
in Bhenanus' Besitze befindlichen fehlerhaften Copie des Mur- 
bacber Codex entnommen und in Rhenanus^ Hause gefertigt; 
mitbin darf ihr nur eine untergeordnete Geltung und geringe- 
rer Werth zugeschrieben werden , indem sie allein da in Rück- 
acht kommt, wo sie von der edüio princeps abweicht, ohne 
dafs Burer etwas bemerkt. Die von Rhenanus stillschweigend 
aufgenommenen Conjecturen setzen Auslassungen in der Ab- 
schrift voraus. Hat nun Rhenanus selbst die Murbachsche 
Handschrift weder «benutzt, noch selbst eine £insicht davon 
genommen, so macht die Bjirer^sche Collatipn verbunden mit 
der Editio princeps die* kritische Grundlage aus, und es kann 
die Amerbachische Abschrift eine unbedingte Entscheidung nicht 
gewähren. Ueberdiefs hat die neuere von Fechter gelieferte 
Yergleichung den Bestand dieser Abschrift selbst erst begrün- 
det VgL Hand in der Neuen Jen. allgem. Liter. Ztg. 1845. 
No. 113. pp. 451b --452 b. 

[612 ] ]>enkmahle des Mittelalters. — St. Gallen's altdent- 
Bche Sprachschätze. — Gesammelt und herausgege- 
ben von Heinrich Hattemer, in Biel. Erster Band. 
• St. GtOlen, ScheiÜln und ZoUikofer. gr. 8. VIII u. 
431 SS. , excl. Titel u. Zneignungsschrift. Mit 4 Ta- 
feln Facsimiles. Pr. 5 Thlr. [Vom dritten Bande 
sind bereits wieder 3 Lieferungen, a 1 Tlilr., 272 
SS., gleichfalls noch im Laufe des J. 1844 er- 
sdüeoen.] 



106 

„Zur herausgäbe dieser Sammlung bewogen uqs^^ schreibt 
Hattemer in der Vorrede, „vorzüglich drei gründe: weil eine 
Zusammenstellung dessen, was St. Gallen an sprachlichen «chas- 
zen besitzt 9 wünscheuswerth erscheinen dürfte; weil ferner ein 
ziemlicher theil noch gar nicht gedruckt und der gelehrten 
weit zugänglich gemacht ist; und endlich, weil das, was im 
drucke erschienen,, mitunter sehr fehlerhaft wiedergegeben ist. 
auch der gedanke, ein nazionales werk sowohl in betracht des 
grofsen teutschen Vaterlandes als des kantones St. Gallen auf- 
zustellen, trug das seinige bei, dafs ^ir uns dieser mühevol- 
len arbeit unterzogen.'^ Ein paar 21eilen weiter unten fahrt er 
dann fort: „Unsere Sammlung, ihrer natur nach kein werk ei- 
ner leichten Unterhaltung, und bestimmt, eine reine ungetrübte 
quelle zu sein und dauernden werth zu haben, mufste gainz 
objectiv gehalten werden, defswegen haben wir eine diploma- 
tische, nicht eine kritische ausgäbe angekündigt, es leitete uns 
die Überzeugung, dafs keine kritische ausgäbe für die wbsen- 
schaft dein werth einer diplomatisch genauen erreiche; denn 
bei gelehrten arbeiten ist nichts angenehmer und wichtiger, als 
zwischen seiner arbeit und ihrer grundlage kein fremdes glas 
zu haben, und immer bleibt, auch gegenüber jeglicher aukto- 
ritüt ein ängstliches mifstrauen und eine qualvolle Unsicherheit, 
besonders wenn man die erfahrung gemacht, wie wenig rann 
sich öfters auch auf gepriesene namen verlassen kann, wenn 
ferner bei manchen stücken noch manches mittel fehlen dürfte^ 
am etwas werthvolies zu erstellen, mufste bei anderen dage- 
gen, die nichts als eine richtige, abschrift und einen richtigen 
abdruck erfordern, der name kritisch unbegründet erscheinen, 
endlich hatten wir gefunden, dafs ein paar gesunde angen, 
die das richtige lesen, nicht rathen wollen, in tausend fallen 
die besten kritiker sind.^' Zur weiteren Orientirnng hinsicht- 
lich der Anordnung des Materiales in der vorliegenden Aus- 
gabe bemerke ich noch aus der Torrede ^ dafs jedem Stücke 
einige wenige Noten, meist diplomatischer Natur, beigegeben, 
sachliche und sprachliche Bemerkimgen aber in die Einleitungen 
zu den einzelnen Stücken aufgenommen worden sind. „In die 
dnleitungen haben wir auch,^^ schreibt Hattemer schliefslich a. 
a. O.j „andere kurze nachrichten, deren wir über die Schrift- 
steller und ihre werke gerade habhaft werden konnten, in be- 
tracht, dafs «dieselben anderen orts nicht zu finden sein dürf- 
ten, aufgenommen. Quelle waren uns hierbei vorzüglich die 
zwei Verzeichnisse der handschriften hiesiger bibliothek'^ (ver- 
steht sich der alten berühmten Stiftsbibliothek , aus deren hand- 
schriftlichen Schätzen fast sämintiiche Mittheilungea der Saoun- 



107 

kmg entldmt and): ,,da8 altere, wissenschaftlich etageridi- 
tete, aber nicht gaos volUtändige des Pias Kolb, und das 
JMgere, nach den nummem der handschriften geordnete, voll- 
itiiadige des lUlefons Ton Arx. dem gewichtigen urt heile die- 
ser beiden manner folgten wir insbesondere bei angäbe des 
alters der einzelnen stucke, wenn nicht das gegentheil aus- 
drücklich bemerkt ist<^ YergL Berl. lit. Ztg. 1844. No. 103. 
pp. 1646. Bidlet. du Biblioph. Beige. 1844. Tom. L No. & 
ff. 240-S50. 

lahaUsverzdchnifs des I. Bandes: 

1) pp. 1 — 4. Sterbegesang des ehrwürdigen Beda. MS, 254. 
mee. IX. 

2) pp. 5 — 14. Wörterbuch des heiligen Gallns ( Vocabuia- 
rius St. Galli). MS. 913. mec. VllL 

S) pp. 15—130. Kero's Benediktiner-Regel, latein. u. deutsch. 

MS. 916. saec. VIIL 
-4) pp. 131 — 218. Kero's Wörterbuch (VocahidariHm Keronit. 

MS. 911. $aec VIIL 
5) pp. 219—252. Glossen zur Bibel. MSS. 295. 9. 1395. 

mee. IX; MS. 299. saec. X; MS 292. wec /J; MS. 

70. saec. VIIL 
' ^ PP* ^^ — ^^' 61<^^cn zu kirchlichen Schriften. MS. 

159. Maec. X; MS. 29'). ioec IX; MS. 299. saec. X; MS. 

S92. saec. IX; MSS. 136. 134. saec. X; MS. 243. 

saec. XI; MS. 172. saec. 2'; MS. 216. saec. IX; MS. 

218« saec. X. 

7) pp. 285—300. Naturgeschichtliche Glossen. MS. 299. 
e^ee. X; MS. 292. saec IX; MS. 184. saec. X; MS. 
S92. saec. XL 

8) pp. 301—320. Glossen Terschiedenen Inhaltes. MS. 299. 
Mee. X; MSS. 292. 183. saec. IX; MS 184. saec. X; 
MS. 193. saec. IX; MS, 28. saec. X s. IX; MS. 141. 
saec X; MSS. 751. 219. 283. saec. IX; MS. 296. 
saec. IX et X; MS. 105. saec. IX. 

9) pp. 321 — 330. Gebet des Herrn. Glaubensbekenntnisse. 
Beichtformeln. MS. 911. saec. VIII; MS. 1394. saec. 
XI; MS. 232. saec. IX et XI; MS. 338. saec. X et XIL 

10) pp. 331—336. Namen der Monate und Winde. MS. 
251. saec. IX; MS. 248. saec. X; MS. 250. saec. XI; 
MS. 397. saec. IX. 

11) pp. 337 — 344. Batperfs Lobgesang auf den heiligen 
Gallns in der lateinischen Uebersetzung Ekkehard's des Vier- 
ten. MSS. S93. 174. saec XI; MS. 168. mm. IX. 



108 

12) pp. 345—402. Die alten Gesetze (das Salisdie, Ribna- 
ridche, J^iigobardiscbe, Alamanniscbe, die Verordoiing 
Childebert^s II. Tom J. 5d6, die Verordnungen von den 
J. 779, 789, 800, 803, die Samminngen des Ansegisus 
und Benedictus). MSS, 727. 728. saec. IX; MS. 729. 
met. X; MS, 730. mec. VII; MS, 731. mtc. VIII; 
MSS, 732. 733. A, C, 7. wcc IX 

13) pp. 403-423. Buntes. 

pp. 424 — 431. Verbesserungen, Uebersichten der Abkürs- 
ungen und Zeichen , Bemerkungen , InhaltsTerzeichnifs so- 
ivie Verzeichnifs der beim 1. Bande benntzten Hand- 
schriften. 

Inhaltsverzeichnifs der 3 ersten Lieferungen des III. Bandes: 

pp. 1 — 272. Notker's des Teutschen Werke, Bd. I: Di« 
Ciesänge David's, bis Psalm LXXVil. MS. 21. jaec, XIL 

[613.1 * Notice 8ur un Manuscrit du aeiziime stiele , ap- 
part&nant ä la Bibliothique cantonale par F^dä- 
rtc Chavarmes. Lausanne^ BrideU 8. 72 SS» [bt 
nur in 100 ^Exemplaren abgezogen worden.] 

Die Handschrift enthält der Ton Chavannes gemachten 
Entdeckung zufolge nnedirte Gedichte von Clement Marot und 
Theodor Beza, sowie einen Brief der Katharina von Medicis, 
den sie in ihrer Jugend geschrieben hat 

[614.] '*' Lettre ä la Commission royale ffhüfoire^ sur 
les documents cancernant Vhiatoire de la Belgique^ 
qtd esiatent dana les Bibliotheques de Madrid et 
de PEscurialy par M. Gachard. [Estrait du TVnfi. 
IX. No. 2 des Bulletins.] Brusellesj Hayez. 8* 
87 SS. 

yyM, Gachard vient de faire tm sijour de dix-sept moit 
en Espagne. M, Q. a fouüÜ la bibUotheque de PEscwial^ la 
HbUothique nattümale ä Madrid y et celle de l'acadimie royale 
d^hiitoire» II donne quelques d6iaiU mr les Üablissements mimes 
et 9ur ceux de leurs manuscrits qui concement la Belgique.^' VgL 
BuüeL du Biblioph. Beige. 1845. Tom. IL iVo. 1. p. 80. 

[615.] * Museo de Antigiiedades de la Biblioteca nacio- 
nal de Madrid. Bescripcion de la colleccion de 
idolasj nasos Uadmados etruscos\ äftfaras^ masfU" 



109 

«0«^ unuu eineraHaä^ Idmparas^ eamafeoB^ pie- 
dras gradadasj medallas^ sellos^ antUos^ signato- 
rioMy manuacritosj ediciones incunablea^ estampas^ 
euadros y de todos los al^elos anliguos mas pre- 
dosoB que pos^e el Museo de Antigäedades y Me- 
daUaa de la Biblioteca nacional de Madrid* L Ma- 
' drtdj Hidalgo. 4. 16 SS. Snbscript. Pr. 4 R. 

Das WerlL erscheiDt unter den Auspicien der Sodedad 
arqiuologica espanola, und wird von Basil Sebast Ca«tellano8 
bearbeitet Es zerfallt in 8 Sectionen , und soll zugleich eine 
Creschichte der spanischen Bibliotheken überhaupt^ insbeson- 
^dere aber der Bibliothek und des Museums zu Madrid enthal- 
ten. Kupfer- und Stahlstiche sowie Holzschnitte werden dem 
Werke, soweit es zur Erläuterung sowohl als Ausschmtickung 
detselben dient, in erforderlicher Anzahl beigegeben. 

[616.] Serailbibliothek zu Constantlnopel» — In Tischen- 
dorfs- ,, Wanderungen in und um Konstantinopel ,^ einem 
Aufsatze der Augsburger allgem. Zeitung vom J. 1844. 
No. 308, wird p. 2457 der Serailbibliothek in Constan- 
liAopei gedacht; dar&ber heifst es: ,,DaIli sich sowohl in 
als um Konstantinopel noch bis auf diesen Tag kostbare 
griechische Handschriften verbergen, ist eine alte und 
vielverbreitete Meinung. Hauptsächlich ist es das grofs- 
herrliche Serail wo der Schatz zu heben seyn soll. Es 
hat in der That eine seltsame Bewandtnifs mit dieser ge- 
heimen Serailbibliothek. Als die gelehrte Mission des 
Papstes Nicolaus um das Jahr der Einnahme Konstanti- 
fiopels das hebräische Urevangelium des Matthäus verge- 
bens aufgesucht hatte — es galt einen Preis von 5000 
Seudi — hinterbrachten sie nach Rom die Auskunft das- 
selbe sey in die Schätze des Serails gerathen. Dazu kam 
fast gleichzeitig des beruhmten^ Laskaris Versicherung dafs 
er in der kaiserlichen Bibliothek zu Konstantinopel das 
Geschichtswerk Diodors von Sicilien in aller Vollständig- 
keit gesehen habe. Neuere Nachforschungen, oder viel- 
mehr Schritte zu Nachforschungen^ geschahen wiederholt. 
Im 17ten Jahrhundert wollte man auf die Versicherung 
eines italienischen Reisenden hin die verlorengegangenen 
Bücher des Titus Livius aus dem Serail holen. Von Flo- 
renz und Venedig waren grofse Preissummen geboten. 
itaUenischer Geistlicher hielt sich der Serailsmanu« 




110 

Scripte kalber zu Anfang des ▼origen Jahrhonclerts lange 
in KoDstantinopel auf. Endlich gelang es ihm auch, wie 
er angibt y durch die Hand eines jungen Helfers zur Un- 
tersuchung derselben zu gelangen, und er' fertigte einen 
Katalog davon. Ich sah diesen Katalog als eine Selten- 
heit zu Mailand. Allein hiernach hat sich kein einziges 
griechisches Manuscript unter einer Masse orientalischer 
vorgefunden; es blieb das Geheimnifs von den verborge- 
nen Kisten dunkel wie zuvor. Unter verschiedenen an- 
dern Angaben, die gewisse Manuscripte, wie die bibli- 
schen, sogar der Zahl nach bestimmen, steht aber auch 
die eines französischen Abb^ da, der um das Jahr 1728 
zur Auffindung 'griechischer Manuscripte von seiner Re- 
gierung in den Orient gesandt worden, nämlich die daGi 
die des Serails sämmtlich unter Amurat III. verbraont 
worden seyen. Ganz unlängst geschah, wie ich hörte, 
durch einen preufsischen Maler, 'der die Gunst des Sul^ 
tans besafs, an denselben eine Wunschäufserung in Be- 
treff der vermeintlich im Serail verborgenen griechischen 
Manuscripte. Der Sultan soll entgegnet haben, er glaube 
nicht dafs deren vorhanden seyen, doch wolle er selber 
nachsehen lassen. Natürlich geschah weiter nichts. Mit 
dem Glauben an verborgene Schätze überhaupt ist heut- 
zutage in Deutschland auch der Glaube an den in Frage 
stehenden Schatz gesunken \ allein das Unglaubliche wird 
im Orient oftmals wahr. Wer möchte ^^es nicht unglaub- 
lich nennen, dafs es vermauerte Bibliotheken gibt? Den- 
noch befindet sich in diesem Zustand eine in Kairo (an- 
geblich von 18 Maniiscripten und 2 — 3000 gedruckten 
Büchern), deren Hauptbestand ans Antiochien stammen soll« , 
Ebenso wird jenes griechische Bibel fragment aus dem^ 4ten 
Jahrhundert, wovon wohl unlängst diese Blätter eine Nach- 
richt werden gegeben haben, viele überrascht haben, die nim- 
mermehr an die Existenz solcher Manuscripte im Orient glau- 
ben mochten. So bleibt mir, alles zusammengenommen, 
immer noch die Wahrscheinlichkeit dafs das grofsherriiche 
Serail in der That alte und kostbare griechische Manu- 
scripte verbirgt, mag man auch über deren Inhalt in völ- 
ligem Dunkel seyn. Allein bevor die politische Lage der 
Dinge ihre grofse Wendung genommen hat, wird kein 
diplomatischer Schritt dieselben zu Tage fördern , es 
müfste denn jene Waffe,' welche blendender ist als scharf, 
noch eher einen Zugang bahnen. Nur darf man sich 
Mcht ober den Hauptfeind täuschen den es hier »i be- 



Ul 

kämpfen gilt: da« ist der türkische Fanatismus, der leicht 
glaaben mag da(s jene altep Manuscripte, zumal theolo- 
gische f christliche Talismane verbergen die den Islam wer 
wei(s in welche Gefahr stürzen könnten. In Sachen des 
Glaubens uqd in allem was mit ihm verwandt, ist die 
Pforte so unwandelbar als der gröfste ihrer Gegner.'^ Im 
Verlaufe der weitereu £rzählung über die Wanderungen 
geschieht übrigens noch p. 2457 b der Bibliothek des Pa- 
triarchen von Jerusalem in Constantinopel mit etwa 20 
Manuscripten und p. 2458 a der Bibliothek des Klosters 
der Panagia auf Chalki mit mindestens 50 Handschrif- 
ten kurze Erwähnung. 



Sr a e h t r a g^. 

[617.] Oeffentliche Bibliothek zu Amlens. — Den No. 359 
(s. Jahrg. 1843. p. 45 u. 1844. p. 4) erwähnten Cata- 
lagne descriptif et raisonni des ManuscHts de Iß BUdifh- 
ihique communale de la Ville d^Amiefts, Par /. Garnier, 
Bihliöthicaire-Adjoint etc. Amiens, Duval et Herment 1843. 
8. LV u, 563 SS., habe ich mittlerweile selbst zu durch- 
Uättem Gelegenheit gehabt , und fuge Dem , was ich be- 
reits darüber mitgetheilt habe, aus der Schrift noch ei- 
Diges Weitere bei. Was zunächst die Anordnung der 
Materialien anlangt, woraus die Schrift zusammengestellt 
ist, so erwähne ich^ dafs an der Spitze derselben eine 
ziemlich ausfuhrliche Einleitung steht ^ die sich mit dem 
Greschichtlichen der Bibliothek und ihrer Handschriften be- 
schäftigt; dann der Catälog folgt; und zum Schlüsse 3 
Tabks mitgetheilt sind, nnd zwar l) Table indiquant /V 
rigine des manuscrits^ 2J Liste des mantiscrits inventori^s 
dans les anciens cat(dogues et qui ont disparu^ 3) Table 
gin&ale des matteres et des noms de personnes et de lieux, 
Hit Uebergehung des geschichtlichen Theiles^ woraus oben 
p. 4, über die Entstehung der Bibliothek, Einiges bereits zur 
Kenntnifs der Leser gebracht worden ist, beschränke ich 
mich hier auf eine nähere Beschreibung des Cataloges. 
In Betreff des Planes, welchen der Verfasser bei der Aus- 
arbeitung des Cataloges befolgt hat, sagt er gegen Ende, 
der Einleitung Folgendes: „/at adopti les dimsions bi- 
bUographiques les plus en usage', fai fait siämre le titre de 
la provenanee et dtd le n^. correspondant du catalögme de 



1701 y powr le$ Mn, de Corbie, indiquant eenx qin faU 
saient partie du catalogue de Monifaucon ou du Nouveau 
irtdU de diplomatique j rattachant ainu Vancienne biblio- 
graphie ä la nauvelle. Quelques Tiotes paUographiques et 
historiques ont accompagnd la description pour aind dire 
phytique de chaque volume, Tai donni pour les ounrages 
tpie fai crus in^dits Vincipit et Vexcipit^ comme on l*a 
faii d Bruxelles^ pour le cßtalogue de la Bibliotheque des 
ducs de Bourgogne, aßn d^aidet ä leür düermination. 
Der Catalog selbst zerfällt in folgende Abtbeilungen: 



ö' , 



TMologie. 

I Section, Ecrihire Sainte, 

A, Bibles, MS, 1 — 5; B. Limes s^arh de la Bilde en 
differentes langties^ 6 — 31; C. Interpretes et Commenta-' 
teurs, 32 — 93; D. Harmonie et Concordances des Eean^ 
gilesy 94 — ,95; E. Critique sacree ou Traitis concemant 
ntude de VEcriture Sainte, 96 — 98; F, Histoires abr^" 
g4es et Figxires de la Bihle, 99 — 108; G. Philologie «a- 
cree, 109—110. 

JI Section, Liturgie, 

1. Bn-viaires et leurs differentes parties. 

A, Breviaires, 111—120; B, Diurnaux, 121—123; C 
Piautiers, 124—127; J). Aniiphonaires, 128—130; E. 
Hynrnes et Proses^ 131 — 135; F, Collectairts j 136—141; 
G. Lectionnaires j 142 — 153. 

2. Misseis st leurs differentes , parties, 

A. Misseis, 154^—165; B, Processionnaux ^ 166 — 171; 
C. Epistolaires et Eoangiliaires , 172 — 175; D. Graduels^ 
176-177. 

3. Limes ecclesiastiques extraits du Breviaire et du Missel, 
A. Offices des Mortsy 178 — 180; B. Offices parUculiers, 

181— 18a 

4. Livres rituels ou des CMmonies d^Eglise, 

A, Rituels, 184—194, B, PonUficaux, 195—196. 

5. Pritres et Heures^ 197 — 206. 

III Section. Condlesy 207—210. 

IV Section, Saints Peres, 

A, Ouvrages des S, P., 211 — 226, darunter wunderbar 
genug S, Isidori liber Ethimologiarum , B, Remarques sut 
les Saints Peres, 227—229. 



IIS 

1. TkMogie Scofastiqve et DogmaHque. 

A. Tkeoiogiens tchoiasHques et leurs Interprite^iSO — 249; 

B. Cours et Trait^s g^tUraux, 250 — 251; C. Traitgt 
partiaäiersy 252—264. 

2. ThMogie mwaie: 

A. Traiti g^nhal, 265; B. TraiU$ mwaux nar U$ Sa^ 
cremenU, Instructions pour Us Confeueurs, Cos de Coih- 
seience^ 266 — 274;' C. Disputes et Conferences sur divers 
poMs de Theologie tnorale, 275—276. 

3. Thiologie cat4ch4tique ^ 277—281. 

4. Thiologie par&nHiqvue ou Sermons , 282 — 302. 

5. Theologie ascetique, mystique et contemplatioe , SOS— 387. 

6. Thiologie pol^ique, 338^ — 346. 

Järisprujäence* 

. 1 SecHm. Droit Gvil, 347—352. 

. II. Sectio/n. Droit ^Ecdesiastiqüc, 353 — 397, damnter von . 
384 an ein eigener Abschnitt Droit EcddsiastiqMe de France, 
und darin wieder von 388 an eine Unterabtheilang Sta- 
tuts des Ordres religieux. 

Sciences et Arts. 

TraiUs ghihaux, 398:-400. 

I Seetion, Sciences, 

1. Philosophie, 401—413. 

2. PoUtiqae^ 414—416. 

■ 3. RUoire naturelle^ 417—418, 
. 4. M4ieciney 419—421. 

5. Maihimatiques y 422—423. 

II Sedunu Arts. 

Art militaire^ 424. 

BeUes^LeUres. 

1. Grammaire^ 425— 42a 

2. Rhäorique, 429—438. 

3. Po^Uque, 434—440. 

4. Art dramatiquey 441—443. 
ö. Bomans, 444. 

6. Philologie, 445—452, darunter 447. 448. 449. 450 
' Melanges curieux^ Anecdoten nnd verschiedene kleine 

poetische Producte enthaltend. Ein seltsamer Milsgrifi, 



114 

dergleichen Zeug unter Philologie m Mchnen, wie ich 
denn überhaupt gestehen niu&, nicht recht eingesehen 
zu haben, was Garnier uiiter Philologie gemeint hat. 

I Sedion, Geographie et Voyages, 45S— 458. 
// SecHmi, Hvdoife ecd^siattique, 

1. Vies des Saints et des Martyrsy 459 — 467. 

2. Vie des Personnages illustres en PiÜi^ 468 — 475, 

3. Histoire des Religions et des HMsiesy 476 — 479. 

III &ei:U<m» Histoire andennej 480 — 481. 

. IV Sectiwu Histoire moderne, 

1. Histoire d'Italie^ 482. 

2. Histoire de France, 

1) Histoire des Croisades^ 483; Z) Histoire gifiirale 
de France j 484 — 495; 3) Histoire des Promnces: 
A. Flandre et Artois, 496—504 ; B. Picardie , b05~59St, 
darunter eine Menge von Schriften, die in die Kir- 
chengeschichte gehören. 

V Section. Histoire heraldiquey 533—535. 

Bibliographie^ 536 — 561. 
MÜanges^ 562 — 568. 
Orntm, 569—572. 

Von dem Abschnitte ,yBibliographie'^ gehe ich schliefslich 
hier folgenden Auszug: 

536. Catalogue alphabitiqae de la bibliothique des d^devant 
religieux Augustins d^Amiensy fait au district •' d^Amiens 
par les citoyens Baron et Devermont, commissaire adjmnt 
ä la gar de des livres es annees 1792 et 1793> vieus 
style , premier et deux de la ripubUque fran^aise, " 452 jf. 
9743 Voll. 

537. Catalogue alphabitique de la bibliotheque des ci-devant 
Feuillants de la commune d^Amiens ridig^ par le dtoyen 
Huchette^ commissaire^ et d^nt la minute est restie ä la 
bibliotheque du district d'Amiens. Ce 23 messidor an 2e 
de la r^ubUque fran^aise une et indivisible, 79 j^. 

538. Catalogue alphabitique de la wiaison de Voratoire d^A- 
miens^ Van 2ß, par les citoyens Huchette ei IMorme, oom- 
miuaires, 233 ff- 

539. Catalogue alphabitique de la bibliotheque de la ci*devant 
Mßye de SL Futden^ rUig^ per ke äto^au Btarpn et 



115 

Hmkette eomms, H dont la minute e$t red^t ä la InWo- 
theque du duirid d^Amiens. Le 28 prairial an 2«. 40 ff, 
759 VoU. 

540. Caiahgue alphabüique de la bibliothique de Machaidt^ d- 
devant evique d*Amien$, ^migri^ fait par le citoym De- 
lorme commissaire ^ Van 3. 252 j^. 2038 VolL 

541. Ckitalogue alphahÜique de la bibliothtque de la d- devant 
abbaye de St Jean d*Amiens, Van 5 de la n'pMique une 
indimsible et ins(^arable. [Fait par le ciioyen Gaudefroy 
commissaire? ] Tom. I. 11 IIL 411, 328, 108/, 

542. Catalogue alphabdtique des xmprimis de la bibliotheque 
des Capucins dÜAmiens^ par le citoyen Belleguetdle) c^mmt«- 
safre, Van 3. 353 ff. 

543. CatcUogue alphabetique de la bibliotheque des d-devant Cat- 
mes de la commuhe d^AmienSy par le dtoyen JJelormey com^ 
missaire^ Van 3. 330 ff, 4198 artides, 

544. Catalogue alphabdtique des imprina's de la bibliotheque des 
d'devant religieux Minimes de la commune et distrid d'A- 
miensy par le dtoyen Bourry, commissaire ä la partie lit- 
teraire pres ie distnct d^Amiens, Van 3. 300 ff. 

.645. Catalogue alphabetique des livres de la bibliotheque des 
d'devant religieux Cordeliers d^Amiens, fait par le dtoyen 
Belleguevlle y commissaire bibliographe prhs le distnct d'A" 
Wiens,, Van 3. 228 ff. 

546. Catalogue alphabdtique de la bibliotheque des d-devant Do* 
miniquains de la commune d^Amiens^ par le citoyen Gaude-^ 
froy\ commissaire y an 3. 535 ff. 

547. Catalogue alphabdtique des impnmds de la bibliotheque de 
la d'devant abbaye de CorbiCf distnct d^Amiensj par (e 
dtoyen HuchettCj commissaire littdraire prh le distnct d^A^ 
miens. Van 3. Tom. I. II 264, 300 ff. 4409 drticles 
en Tom. 1. 

548. Catalogue alphabdtique de la d - devant abbaye de St 
Achetd d'Amiens, par le dtoyen Delorme, commissaire^ an 
S. 330 ff. 

549/ Catalogue des Hvres de la bibliotheque de Croy d*Havrdj 
emigrdf iroutde en sa maxson ä Wailly'et aduellement dd- 
posee en la maison du distnct d^Ämiens^ fait par /e ct- 
toyenHuchettey commissaire littdraire , Van 3. 100 jf. 732 
artides» 

550. Catalogtie alphabdtique des livres de la bibliotheque du d^ 
devant marquis de Vdrac, dmigrd^ trouvds en son chateau 
^Orival, fait par le dtoyen Gaudefroy, commissaire bi" 
Uu^s^^tpkM ffk U didriet d^Amieäs, Van 3. 146 /. 

8* 



116 

551. Catalogue alphahäiqae de la hibliothhque de Nttmere, fait 
parle citoyen Huchettej commistairey an 3. 341 J^. 

552. Catalogue alphahÜique du d-devant colUge et de Vaca- 
d^mie d*Amiensy ä Amiensj fait par le citoyen Huchette^ 
commissaire ä la Bibliographie et par le citoyen Baron^ 6t- 
bliotkecaire du district d* Amens ^ an 4. 843 ff. 

553. Catalogue de la bibliatheque de Vabbaye de St; Martin" 
auX'Jtmeaux^' ä Amiens. 95 ff, (Aufser den gedruckten 
Bäcbem 47 MSS.) 

554. Catalogue alphabitiqu£ des livres des bibliotheques r4unies de 
plusieurs communauth de filles . religieuses , fait par les ci- 
toyens Bellegueulle et Huchette, commissaires bibliographes 
prhs le district d^ Amiens, Van 4. 74 ff, 960 articles, 

555. Catalogue alphabetiqu£ de la ■ bibliotheque du ci-devant si- 
minaire d* Amiens; fait par le citoyen Huchette, commu- 
saire bibiiographe Van 4. 304 ff, 

556. Catalogue alphabäique des livres de la bibliotheque des 
ci-devant religieux de Vabbaye de St. Pierre-les-SeUncourt, 
dite Sainte-Larme y Pr^montris^ fait par le citoyen BeUe- 
gueuUe^ CQmmissaire bibliographe pres le district d'JjnienSj 
Van. 4. 100 ff. 1257 articles. 

557. Catalogue de la bibliotheque de St, Martin-aux-JumeauXy 
par le citoyen Delorme, commissaire. HO ff. 1965 qrtides, 

558. CatfUogue de la bibliotheque de Lestocq^ chanoine d^A" 
miens, par 4e citoyen Bowry^ commissaire. 171 ff, 

559. Catalogue alphabetique de la bibliotheque de la ti-devant 
abbaye^ du Gard. 101 ff. 1972 artides. 

560. Catiäogue d^wie bibliotheque (d'*un pretre? }. S2ff, 

561. Caialogues des manuscrits de la bibliotheque de Vabbaye 
de Corbiej 2 Bände, deren erster 30 ff., Copie des in 
der königl. Bibliothek zu Paris befindlichen Cati^loges ist, 
der zweite 5 60 ff., den Titel fuhrt; Notice des manucrüs 
de la ci-devant abbaye de Corbie^ faite par le citoyen Le- 
vrierj magistrat, commissaire Uttiraire pres le district d^A^ 
miens en Vcm 3, Letztere eine Copie des deün Departe- 
mentsarchive gehörigen Originales. 

[617 a.J * Catalogue des livres de la bibliotheque de rum- 
versitz de IMge^ tome guatri^e. M^decine» Li^ge^ 
Collardin. 8. XXIII u. 780 SS.- 

y,Ce volume, quoique marqud le quatrieme, est le premier 
^ aii paru da catalogue giniral de la bibliotheque de tum- 



117 

vernii de Liege. Pbwr la m4thade ei l'exactitude on powmt 
s*en rapporier ä M, U bibUMecaire J, Fiess. Malgre quelqiuiM 
iacmtes inMtMe» , ce ' volume prhente une exceliente motiogra- 
pkie bibiiograpkique. M est termin^ par une table alphabetifue 
de» atUeur» qtd facilitera beaucoup les recherches. Cette table 
oecupe les pp, 6!23 — 780.'^ Bulletin du Biblioph. Beige, 1845. • 
Tarn. IL Nu. 3. p. 279. 

[618.] Katalog der Bibliothek dea Königlich Preobischen 
Ober-AppeliatioDS - und höchsten Gerichts zu Greifs* 
wald. [Herausgegeben Ton Friedrich Hermann Sob- 
oenschniidt.] Stralsund, königl. Regierungs - Boch- 
druckerei. 8. XVI u. 251 SS., exci. Corrigeod. 

](£' ^ Catalogus Bibliothecae »ummi Regii Tribunalis Wisma- 

,riensisj in quo eiiumerantur libriy tradatus et scripta va-* 

riorttm, quotquot in hac Bibliothecß exstant, Audorum etc» 

Opuscülum quod pvhlid jxins fedt ffenning Joach. Gerdes. 

Wismar, 1703. fol. Cantinuatio. Ibid. 1751. foL 

Nachdem die ältere Bibliothek des königl. Schwed. Hohen 
Tribunales zu Wismar, welche von den Erben des im J. 1670 
▼erstorbenen ersten Vicepräsidenten Dav. t. Mevius und dem 
Erben des im J. 1694 verstorbenen Tribunal - Protonotarius 
öbrist. Troyd durch die dem Tribunale geschenkten, von den 
genannten Erblassem hinterlassenen beträchtlichen Büchersamm- 
Inngen gegründet, und demnächst unter anderen auch durch 
Geschenlce des Tribunal-Präsidenten Baron ^ Joh. v. Rosenhane 
sowiel durch ein Bücherlegat des Landraths Dav. Conr. v. Me- 
vios anf Schrevenborn vermehrt worden, — nachdem diese aus 
mehren tausend Bänden besond. Jurist., phiiosoph., philolog. 
nnd historischer Bücher bestehende Bibliothek bei dem Brande 
des Tribunalgebäudes im ,J. 1781 fast gänzlich verloren ge- 
gangen, und davon nicht viel mehr als die S. v. Palthen*schen 
und H. H. V. Engelbrecht'schcn Manuscripten - Sammlungen 
übrig geblieben waren, hatte der damalige Bibliothekar Dr. Joh. 
Christ V. Quistorp auf die Begründung einer neuen Bibliothek 
sofort Bedacht genommen. Diese neuere Bibliothek ist denn 
auch nach und nach, insbesondere durch die Erwerbung einer 
grofsen Anzahl von Büchern und der Manuscripten- und Col- 
lectaneen - Sammlung aus dem' Nachlasse des im J. 1786 ver- 
storbenen Tribunal -Vicepräsidenten Aug. v. Balthasar, der Bi- 
bliothek des im nämlichen Jahre verstorbenen Justizrathes und 
Tribonai-Procurator Dr. Joh. Dav. Lembke und dec aus mehr 



118 



als 200 Bänden bestehenden Dissertationen-Sammlang des Baths- 
▼erwandteo und Tribunal - Procurator Dr. Joach. Christ. Un« 
gnade im J. 17^, zu der früheren Gröfse nieder angewach« 
sen: sie enthält jetzt, mit Ausnahme der Dissertationen- und 
Manuscripten - Sammlungen , mehr als 5100 Bände, und wird 
theils durch die Zinsen eines Kapitales von etwa 1200 Thlr. 
Preufs. Cour., theils durch die^ freilich nur geringen^ Intro- 
ductions-Gebühren der im Greifswalder Departement angestell- 
ten Advocaten und Notarien fortdauernd vermehrt. Seit dem 
J. 1843 erhält sie namentlich durch einen mit ihr in Ver- 
bindung stehenden Lesezirkel, welcher die neuesten und besten 
juristischen Zeitschriften und Broschüren umfafst, einen an- 
sehnlichen . Zuwachs. — Bei der Verlegung des Tribunales von 
Wismar nach Stralsund im J. 1802, sowie vou dort nach 
Greifswald im J. 1803 ist die Bibliothek npitürlich dem Tri- 
bunale gefolgt, und hat jetzt, wie dieses, in Greifswald ihren 
bleibenden Sitz. Sie ist dort im neuen Obergerich tsg^bäude 
aufgestellt, und wird, während ihre Benutzung früher nur den 
Mitgliedern und Angehörigen des Gerichtes freistand , seit 
neuerer Zeit auch für das gröfsere Publikum geöffnet. Be- 
kufB solcher Benutzung ist folgende Ordnung vorgeschrieben: 

1) Nur an hiesige Beamte und Personen, welche in ähoii* 
chen Verhältnissen stehen, können Bücher aus der BiblicK 
thek verabfolgt werden; andere Personen dagegen solche 
nur auf besondere Erlaubnifs des ^ Bibliothekars und ge- 
gen eine angemessene Sicherheitsleistung geliehen erhal* 
ten. Sollen Bücher an Auswärtige verliehen werden, so 
ist dazu die Genehmigung des Kollegiums erforderlich. 

2) Ueber jedes einzelne zu leihende Buch mufs dn beson- 
derer Zettel von der Gröfse eines OctaV - Blattes , wel- 
cher den Titel des Buches , unter Angabe der No., dea 
Vol. oder der Lit., und den Namen des Empfängers ent- 
halten mufs, ausgestellt werden, welcher Zettel ber^der 
ZurficUieferung des Buches zurückgegeben wird. 

S) Jedes Buch ist unbescliädigt zurückzuliefern, widrigfeiH 
falls der Leiher dasselbe ersetzen mufs. 

4) In der Regel werden Bücher nur auf^ 6 Wochen verlie- 
hen« Will Jemand ein Buch länjger bebalten , so hat er ' 
dazu die Erlaubnifs des Bibliothekars nachzusuchen. Anf 
Verlangen des letzteren müssen jedoch die verliehenen Bü- 
cher zu jeder Zeit und sofort zurückgeliefert werden. 
. 5) Ein Weiterverleihen der aus der Bibliothek geliehenen Bit- ' 
eher ist nicht gestattet. 



11» 

Yi9» nan den vorliegenden Bibliotheks - Catalog anlangt, 
so bt derselbe seinen Ober- nnd Unterabtbeilongen nach sy- 
stematisch, in Betreff der Büchertitel jeder Unterabtheilung abec 
alphabetisch geordnet Die Oberabtheilungen sind folgende: 

I. Juristische Dteratnr nnd Dterärgeschichte. — 3 Un- 

terabth. 
^ n. Encyklopädische, rechtsphilosophische und gesetzge- 

bungswissenschaftliche Werke. — 3 desgl. 
IlL Bömisches Recht. — 7 desgl. ^ wovon die 7te wieder 

in 5 Abschnitte getheilt ist. 

IV. Deutsches Recht überhaupt, insbesondere allgemeines 
Deutsches Privatrecht. — 11 desgl. 

V. Allgemeines Handels-, Wechsel- und See -Recht 

VI. Lehrrecbt 

V)L Deutsche Particular-Rechte (mit Ausschlufs des Preus- 

sischen). — 7 desgl. 
VIII. Deutsche Statutarrechte. — 2 desgl. ^ 
UL Staats- imd Volkerrecht — 6 desgl. 
X. Cameralrecht und Cameralwissenschaften. 
XI. l^ircheHrecht 
XII. Crimioalrecht. — - 7 desgl. 

XIII. Civilprocefs« — 10 desgl. ^ 

XIV. Reichsgerichtsprocefs. — 3 desgl. 

XV. Medidna et 4nathesis forensis, — 2 desgl. 
XVi. Preufsisches Recht, nebst den Provinzialrechten der 
Preufsischen Monarchie, jedoch mit Ausschlufs des Neu- 
vorponimerscben Provinzialrechts. — 6 desgl. 
XVII. Pomeranica, — 3 desgl. 
XVIII. Juristische Sammelwerke. — 12 desgl. 
XIX. Auswärtige Rechte. — 6 desgl. 
XX. Griechisches Recht. 

XXI. Geschichte, historische Hülfswissenschaften und allge- 
mein-literarhistorische Werke. 
XXII. Varia. 

Erster Anhang: Sagimlung juristischer Dissertationen, die ge- 
genwärtig aus 400 und einigen Quartbänden besteht, und 
ihrem Ursprünge nach in 3 Abtheilungen zerfällt, und 
zwar in die Lembke'sche, Ungnade'sche und Haselberg- 
lUies'sche. üeber diese Sammlung ^st ein Auctorenregi- 
ster — jedoch nur handschriftlich — in der Art ange- 
legt, dafs in dem zu dem Ende in foL gebundenen und 
X mit Papier durchschossenen Vogel - Weigelschen Lexicon 
liierahiLva^ academicae juridicae die vorhandenen Disserta- 



r 

tionen unter Bemerkung des Vol. üiid der Nammer der- 
selben» aogestrickea ond resp. nachgetragen sind. 

Zweiter Anhang: Männscripte, handschriftliche Sammlungen und 
CoUectaneen, wovon hier schliefslich noch eine Ueber- 
sieht der Unterabtheilungen: 

1) S. V. Palthen'schc Sammlung. 

2) H. B. V. Engelbrecht'sche Sammlung. 

5) A. V. Balthasar'sche Sammlung, worunter besonders auf 
die reichhaltige aus verschiedenen Collectaneen, insbeson- 
dere aus Leichen predigten , Leichenprogrammen, Hoch-* 
Zeitsgedichten und dergl. Gelegenheitsschriften aus der Zeit 
vom Schlüsse des XVI. bis nach der Mitte des Will. 
Jahrhunderts, sowie aus mehren theilweise noch älteren 
Originalurkunden bestehende Sammlung genealogischer und 
anderer Nachrichten über Pommersche Familien, in '41 
Bänden, aufmerksam • zu machen ist. 

4) F. P. V. Breitenstern'sche Manuscripte. 
' 5) Collectaneen aus den Verlafsschaften noch einiger anderer 
Tribunalsmitglieder. 

6) Verschiedene andere Handschriften und ^ handschriftfiehe 
Sammlungen, gröfstenthells ofl&ciellen Ursprunges. 



s«a Aameiger fir dms Jmkr 1845 



(8S.] l>fr xwche Fudkd ist Bodi nicbl mckienca, nd 
dürfte denen Hcnasgabe in der oidiätcn Zeit woU 



[148 
[388 



148.1 Ein dritter Band fdilt noch immer. 

Von einem folgenden Bande Teriaatet nidits.' 
[846.] Von dem Erscheinen einer zweiten Partikel ist mir nichts 

bekannt. 
[S76.] Der sechste Band ist im J. 1845 erschienen, und toll 
im nächsten Jahrgange des Anzeigers seine Stelle finden. 
VgL No. 584. 587. 588. 
(315l] Bie Beitrage sind hu jetzt noch nicht ersdiienen. 
[S34.] Von einer zweiten Fortsetzung verlautet nodi immer 

nidits. 
pSO.] Uebcr die Fortsetzung der Beiträge von Seiten Uko:^ 

allein ist noch nichts bekannt geworden. 
|S56.] Ob an dritter Theil noch folgen werde, bleibt wie fro- 
her noch nngewiCi. 
[365.] Die Herausgabe dnes Bandes des folgenden Thefles ist 
entweder berdts erfolgt, oder mmdestens in der näch- 
sten Zdt zu erwarten. 
360.] Ein drittes Supplement fehlt bis jetzt noch. 
439.J In Betreff einer dritten Lieferubg ist nur nichts b^ant 
440.] Das Neujahrsblatt ist mdnes Wissens nicht fortgesetzt 

worden. 
[440.] Ein drittes Verzdchnifs soll, glaube ich, im Laufe des 

nächsten Jahres ausgegeben werden. 
450.] Von dner dritten Lieferung ist mir nichts bekannt 
460.] Der sechste Jahrgang ist im Erschdnen begriffen. 
470.] Ein zwdtes Heft ist bis ietzt noch nicht erschienen, 
und es scheint mdn oben ausgesprochener Zweifel über das 
Fortbestehen der ganzen Zeitschrift dadurch sowohl als 
durch das, was Baron v. Reiffenberg im Bulletin du Bi- 
bUephäe Beige, 1845. Tom, IL No. 2. p. 181, sagt, ziem- 
lich gerechtfertigt. A. a. O. heifst es nämlich: ,,Ls Bi- 
bUoth^ire^ autre Journal jonde par M. Quihrard^ et que 
nous ne recevotu plus, nous inspire quelques inquivtude* sur 
son existence/* 
[472.] Vom zweiten Tbeile sind mir bis jetzt die ersten bd- 
den Nummern zugekommen. 



122 



[473.] VoD der siebeoten Serie ist meines Wissens nnr erst 
das Januarheft erschienen. Das Decemberhefl No. 24 der 
sechsten Serie, von Mrelchem ich oben bemerkte, daTs es 
mir noch , nicht zugekommen sei, habe ich mittlerweile er- 
halten, darin aber nichts gefunden, was die Interessen 
der BibKothekwissenschaft näher angeht. 

[491.] Der sechste Jahrgang ist bereits ausgegeben, und es 
soll darüber im nächsten Hefte des Anzeigers berichtet 
werden. 

[493.] Der sechste Theil ist meines Wissens noch nicht er- 
schienen: er wird das Verzeichnifs der von der Biblio- 
thek im J. 1844 gemachten Erwerbungen enthalten. 

[497.] Der zweite Bogen soll zwar veröffentlicht sein, ist nur 
aber noch nicht zu Gesicht gekommen. 

[501.] Eine zweite durchaus verbesserte Auflage wird eben 
ausgegeben, und soll im nächsten Jahrgange des Anzei- 
gers besprochen werden. 

502.] Die Fortsetzung findet sich im laufenden Jahrgänge. 

504.] Der zweite Bogen erscheint in der nächsten Zeit. 

516.] Eine Fortsetzung ist mir noch nicht zu Gesicht gekommen. 

'522 ] Specimen Sepiimum wird demnächst erscheinen niid:^ 
aufser der Anzeige einiger angekauften Manuscripte, „Or- 
do doctrinae naturalis in usum bibliothecarum'^ enthaltea. 

523.] Der Monatliche Anzeiger wird nicht fortgesetzt 

529.] Ein zweites Heft ist bis jetzt noch nicht erschienen. 

532.] Eine zweite Fortsetzung ist nicht ausgegeben worden« 

540.] Weitere Mittheilungen fehlen bis jetzt noch. 

'5Ö7.],Ueber die Herausgabe der neuen Bearbeitung des zwei- 
ten Stückes der von Halem'schen bibliographischen Un- 
terhaltungen ist bis jetzt noch nichts Weiteres bekannt 
geworden. 

561.] Der Schlufs ist mir noch nicht zn Gesicht gekommeii. 

562.] lieber eine Fortsetzung fehlen mir die Nachweise. 

568.] Der Schlufs ist bis jetzt noch nicht erschienen. 

'573.] Von einem vierten Bande verlautet nichts. 

593.] Ein dritter Theil ist bis jetzt nicht ausgegeben worden. 

595.] Ein zweites Capitel ist noch nicht erschienen. 

604.] Ein zweiter Artikel ist mir nicht zu Gesicht gekommen. 

605.] Der Generalbericht für das J. 1844 ist meines Wissens 
noch nicht «erschienen, möglich, dafs er erst im Lßufe 
des nächsten Jahres mit dem Berichte für das J. 1845 
zugleich veröffentlicht wird. . 
[610.] Ueber die Herausgabe des zweiten Bandes des dritten 
Theili bt mir nichts bekannt 



1S3 

[§12.] Etwas Wdtmi kt «mbcs WUmos bü jetzt aock iiickl 

erscbieiieii. Bcr zweite Band toll übrigens mmIi der Be- 

cadigtiiig «let dritten ausgegeben werden. 
[615.] Ob ein zweites Stock bereits o^sdiienen sei, ist mir 

nnbekannt 
[617a«] 0ie drei ersten Binde fdilen noch, sollen aber nock 

▼or der Ausgabe des fünften Bandes nacbgdieferl werden. 

In Betreff des in den früheren Jahrgängen begonnenen 
Verzeichnisses von bibfiothekwissenschaftlichen Schriften, deren 
Heransgabe yom Jahre 1840 n. f. an beabsichtigt, aber, bis- 
her wenigstens, nicht zu Stande gekommen ist, bemerke idl 
über die im letzten Jahrgange des Anzeigers geroachten An* 
gaben, dafs zum Fac-simiie de l^^vangvUaire üate de Reim$ 
noch Bullet du Bibliopk. Beige. 1844. Tom. l No. 6. p. 309 
und zum Katalog der königl. Bibliothek zu Copenhagen die 
nämliche Schrift i. a. Th. No. 6. |>. 309 zu vergleichen ist, 
andi meine Vermutbung sich bestätigt hat, dafs ein Werk von 
Toiain „Aiifoire des hibliothkques andennes ei modernes de Ui 
Bdgiqae^ gar nicht existire: die so oft citirte ^jHistoire^^ ist 
indits anderes, als das No. 17 genannte Werk .^Doatmenfs,^* 
und das dort gegebene Versprechen der eigentlichen „HiVfoir«^^ 
hat Yoisin unerfüllt lassen müssen. — Schliefslich noch die 
Fortsetzung jenes Verzeichnisses: 

Yerzdchnifs der Harmonie-Bibliothek zu Bamberg. S. Adrefs- 
buch deutsch. Biblioth. II. Aufl. p. 9. 

Yerzeichnirs der persischen und türkischen Handschriften in der 
königl. Bibliothek zu Berlin, wozu die Akademie 300 
Thlr. verwiüigt hat , und von Prof. Rüdiger in Halle und 
Prof. Schott gefertigt. S. HalL Liter. Ztg. 1844. IntelL 
Bl. No. 38. p. 306. 

Jahrbuch der königl. Bibliothek zu Dresden beabsichtigt Hof- 
rath und Oberbibliothekar Dr. Falkenstein nach dem Mu- 
ster' des ▼. Beifienberg'schen AnnuaiTe herauszugeben. S. 
BuUet. du Bibliopk. Beige. 1844. Tom. l No. 6. p. 308. 
Vgl. No. 491. 

Irische Handschriftenbilder aus dem VIII. und IX. Jahrhun- 
derte Jn der Klosterbibliothek zu St. Gallen, als Beitrag 
zur Geschichte der zeichnenden Künste, von Ferdinand 
Keller. (Zürich, Meyer und Zeller.) 

Catalog der öffentl. Gymnasialbibliothck zu Gera. S. Adrefsb. 
deutsch. Biblioth^ IL Aufl. p. 61. 

Catalog der neueren Harmonie - Bibliothek zu Hamburg. S. 
das. p. 79. 



124 

Catalo|^ der Bibliothek der Provinzial-Loge von Niedersacbsen 
zu Hamburg. S. das. p. 81. 

Catalog der Bibliothek des Gesundheits - Rathes za Hamburg. 
S. das. p. 82. 

Catalog der Stadtbibliothek zu Luxemburg. S. das. p. 108. 

Schmöller's Vorlesung über zwei ital. Maunscripte der königl. 
Bibliothek zu München, die sich auf Rafael Sanzio als 
Architekten beziehen , in der philol. - philos. Klasse der 
Münchner Akademie gehalten, worüber vgl. Neue Jen. 
allg. LitZtg. 1844. No. 156. p. 622 b. 

Catedogiu librorum manuscrtptorum Bibliothecae Casanatensis (Ro- 
manae) auct. Hyac, de Ferrari. S. No. 598. 

DescripUon de la CoUedion pdiie de Ceylan (dans la Biblith- 
Mque de la Social Anatiqtie ä Pari*), par E, Burnouf. 
S. No. 591. 

Catalog der Bibliothek der Petersburger Akademie der Wis- 
senschaden , vom Akademiker v. Bahr systematisch ent- 
worfen und 24 geschriebene Bände umfassend. S. Sera« 
peum. 1841. p. 157. 

Catalog der Handschriften (16,000 an der Zahl) der kaiserL 
öffentl. Bibliothek zu Petersburg. 

Kaustmann's Mittheilungen über Portugals Bibliotheken und die 
Archive in Lissabon, in der philol. - philos. Klasse der 
Münchner AkajJemie gelesen,, worüber vgl. Neue Jen. allg. 
Lit. Ztg. 1844. No. 156. p. 622 b. 

Neuer und vollständiger Gesammtcatalog der Büchersammlung 
der Societät in Rostock. (Das frühere Verzeichnifs er- 
schien mit 3 Fortsetzungen 1806—1840 in Octav.) 

Erster Nachtrag zum aiphabet. Verzeichnisse der in der RathV 
bibliothek zu Stralsund befindlichen Bücher. S. Adrefs- 
buch deutscher Biblioth. II. Aufl. p. 148. (Das Ver- 
zeichnifs ist im J. 1829 [in 4to. 40 u. 454 SS.] ^:. 
schienen. ) 

Jahrbuch der kaiserl. Bibliothek zu Wieii beabsichtigen die 
Bibliotheksbeamten nach dem Muster des v. Reifienberg'- 
sehen Annuaire herauszugeben. S. Serapeum. 1844. p. 
172. Vgl. No. 491. 



e s 1 8 t e r. 



Abnliuu. 499. > 
AckenuBD. 439. 
Adrian. 469. 
Albert 470. 



I. Aatorcn- Register. 

Ehrtich. 5«. 
Ricbler. 441. 
Ekendahl, v., 436. 
Espe. &3H. 



Bahr. 436. 478. 

BoDegaealM. 617. 

Beaoil. 677. 

Blanc 5tN>. 

Boülliibaiili, de. 470. 

Boarry. 617. 

BSthlingk. 60S. 

Kagaxzi. 4S3. 

BrraDt«. 436. 

Brunet. 470. 

BQdlk. 3ö9. 

Banonf. 69 t. 

Bas, da. 490. 

Caatellanos. fil5. 

Challamel. 470. 

Cbalon. 472. 

Cfaampollian-Figcac. 450. 590. 



Cbavi 



■: 613. 



Chenavard. aÖ9. 
Cozetle. ä7b. 
Sethaase. 470- 
Ddorme. Öl7. 

^Belpit, 436. 571. 573, 

DcTermont. 617. 

D«ycke. 600. 

Babeai. 470. 
~ Dapleesis. 473. 

Eck. 609. 

B<^t«m. 530. 



Fechter. 611, 

FeKner. 465. 

P^tis. 491. 

FiPBs. 617 a. 

Fkbcher. 529. 

Kliierl. 469. 433. H6. 

Kiitchiron. 699. 

Filrslenbere. T. 558. 

GacharJ. 614. 

Garabad. 485. 

Garnier. 436. 617. 

Gaiidefrov 6t7. 

Gallisch. 45a. 461. 

Geijer. 436. 610. 

Gerdes. 61Ö. 

Ge^seil. 469. 649. 553. &&4. 

Gintl. 604. 

Gottscksklc. 521. 

Grüfse. 436. 673 a. 595. 

Grille. 470. 

Grotefend. 53S. 

Guichard. 470. 

H. 562. 

Haas, 454. 



Haien 



. 557. 



Hand. 611. 
Hattemer. 612. 
Hawkina. 673. 
Heller. 436. 
Herinsdorf. 531. 



126 



Hensde, t. 595. 

Hub er. 436. 

Huchette. 617. 

Jacobs. 436. 

Jan, T. 509. 

Janin. 576. 

Jack. 469. 477. ^ 

Jeitteles. 603. 

Jonghe, de. 472, 

Jubinal. 581. 

Keller. 598. 

Kosegarten. 436. 

Kozmian. 446. 

Krantz. 515. 

Laban off. 572. 

Le Bas. 573 a. 

Le Glay. 436. 574. 

Leo XII. 601. 

Leopold. 560. 

Levrier. 617. 

Looff. 458 a. 

Mai. 436. 

Malkowsky. 448. 

Mahne,* de. 470. 

Martial. 436. 

Martin. 594. 

Mafsmann. 469. 

M^cene. 470. 

Meersch, ▼. d. 472. 

Melchiori. 599. 

Mertei\s. 596. 

Merz. 437. 442. 

Merzdorf. 557. 

Minciotti. 436. 

Mohl. 589. 

Monfalcon. 579. 

Moser. 436. 469. 564. 

Möller. 529. 

Muralt, T. 607. 608. 

Namur. 481. 482. 

Naumann. 436. 469. 477. 487. 

502. 510. 513. 527. 528. 540. 

541. 5i8. 550. 556. 566. 586. 
Ochoa, de. 583. 
Ortlepp 4 44. 
Otto 436. 

P 470. 

Pdris, L. 593. 

Pdris, P. 473. 584. 587. 688. 
Pescheck. 570. , 

Petzholdt. 436. 458. 501. 504. 

522. 523. 



Pfeiffer. 456. 537. 

Photius. 470. 

PiUon. 470. 

Qu^rard. 470. 

Ratjen. 497. 

Reiffenberg, v. 436. 456. 470. 

472. 491. 495. 602. 
Reufs. 507. 
Richard. 470. 
Rossi. 602. 

Saint-Genois, de. 496. 
Schayes. 472. 547. 
Scheler. 469. 492. 494. 496 a. 
Schmeller. 551. 552. 
Schmid. 567. 
Schmidt in Berlin. 436. 
Schmidt in Tambach. 469. 565. 
Schott. 436. 
Schönemann. 469. 568. 
Schuch. 518. 
Schuegraf. 475. 
Schütz. 469. 
Schwerdt. 555. , 
Schwetschke. 443. 
Serrure. 472. 
Sigaud. 480. 
Sintenis. 449. 
Sonnenschmidt. 618. 
Sotzmann. 469. 
Spirk. 561. 
StruTe. 436. 
Theiner. 536. 
Theodgr. 544. 

Tischendorf. 479- 484. 616. 
Torselli. 466. 
Trojanski. 451. 
Trofs. 569. 
Trotter. 518. 
Uwarotf, V. 605.- 
Vermiglioli. 467. 
ViUenave fils. 470. " 
Villenave pere. 470. 
Visser 597. 
Vogel* in Dresden. 469. 471. 

575 a. 578. 
Vogel in Leipzig. 469. 
Voisin. 436. 
Wehrhan. 438. 
Weifs. 470. 
Werlauff. 498. 
Wifs. 526. 
Z. 469. 



IL Bibliotheken - Register. ' 

Afrika« 

Cairo. 616. 

Ubysche Waste: Kloster (koptische). 479. 

I 

Amerika. 

^ . Brasilieii. 4801 

Nordamerikanische yereinigte Staaten. 483. 

Barnstable (ßounty)* Social Librariet. 483. 

Berkshire „ „ - „ 483. 

Bristtol „ „ „ 483. 

I>ttkes „ „ „ 483. 

Bssex „ „ „ . 483. 

Franklin „ . „ „ 483. 

Hampden „ „ ^ 483. 

Hampshire „ „ „ 483. 

Massachusetts 483. 

Bfiddlesex (Count^. Social Librariet. 483. 

Nantucket „ „ „ 483. 

Norfolk ^ ^ „ 483. 

Plymouth „ „ „ 483. 

Suffolk „ „ „ 483. 

Worcester ^ „ „ 483. 

Amherst: College and Student$* Libraries, 483. 

Andoyer: Theol. Sem, and Student$* Libraries, 483. 

Annapolis: öffentliche. 483. 

Bahia: erzbischöfliche. 4dl. Kloster der Benedictiner. 481. Desgl. 

der Franciskaner* 481. Oeffentliche. 480. 481. 
Baltimore: öffentliche. 483. 
Boston: Athenäiyn. 483. Oeffentliche. 483. 
Cambridge: Student»^ Libraries of Harvard üniversity. 483. 
Charlestown: öffentliche. 483. 
Georgetowa: CoÜege. 483. 
St. Mary: College. 483. 
Newton: Theol, Seminar y. 483. 
New York: Jpprentices'. 483. City. 483. Mereantile. 483. Fi- 

gtorical Society. 483. 
Fliiladelphia: öffentliche. 483. Philosophical Society. 483. 
Rm Janeiro: mediciaisdie Faceltat. 480. National. 480. 483. 



128 

Sonth Carolina: Collef^e. 483. 

Virginia: University, 483. 

Washington: JVafiowaZ Library. 483. 

Williamstown : College and Studenta* Libraries, 483. 

Worcester: American Antiquar, Society, 483. 

Yale: College. 483. 

Asien. 

Ceylan. 591. 

N^pdl. 519. 

Tibet. 591. 
Samarkand: Tamerlan-Bibliothek. 485. 
Sinai: Kloster. 484. 

Europa. 436. 486. 487. 

Belgien. 488. 489. 

Antwerpen: Stadt. 596. 

Brüssel: Biirgundische. 469. 494. 6lY. Kammer der Repräsentan- 
ten. 490. Königliche. 436. 455. 487. 488. 489. 491. 492. 493. 
495. 547. 

Gent: Stadt n. Universität. 496. 

Lüttich: Priesterseminar. 496a. Stadt. 496a. Universität. 436. 
469. 496 a. 617 a. 

Dänemark. ' 

Gottorp. 557. 
Kiel: Universität. 497. 

Kopenhagen: königliche. 436. 486. 498. 499. Nener Stndenten- 
Verein. 500. 

Deatschland. 436. 456. 501. 502. 557. 

Oberlausitz. 570. 
Oberpfalz. 436. 
Oldenburg. 557. 
Oesterreich. 457. 
Sachsen. 458. 504. 505. 
Schlesien. 506. 
Unterfranken. 507. 

Alt- oder Mariazelle bei Nossen: Kloster der Cistercienser. 4ÖS. 

Annaberg: Kloster der Franciskaner. 458. 504. Schule. 458. 

Aschersleben. Schule (höhere Burger-) 458a. 

Augsburg: Siift St. Udalrich u. Afra. 552. 

Baireuth: königl. Kanzlei. 508. 

Bamberg: königliche. 509. 510. 

Berlin: Gesellschaft für Erdkunde. 511. Königliche. 436.441.447. 

486. 512. 513. 
St. Blasien: Stift der Benedictiner. 559. 
Blankenburg: Kloster (Nonnen-) 557. 

Bonn: Verein von Alterthumsfreunden im Rheinlande. 514. 
Breslau: Bernhardin. 506. Elisabeth. 506. 515. Gesellschaft 

(schlesische) für vaterlandbche Kultur. 615. Maria-Magdn- 



129 

lena. 506. Verein (Schlea. ProTinzial-Gefang^nifii-). 516. Uiii- 
Tersitat. 506. 

Brieg. 506. 

Bach bei Leisnig: Kloster der Oislercienser. 458. 

Badissin: Stift (Collegiat-). 458. 

Camenz: Kloster der Franciskaner. 458. Sclmle. 458. 

Cassel: GymDafiium. 517. Kloster der Benedirtiner. 436. 

Chemnitz: Kloster der Benedictiner. 458. 

Constanz: Lyceoml 518. 

Corbei: Kloster der Benedictiner. 436. 

Danztg: Gymnasium. 4j9. 

Deutsch - Krone: Progymnasinm. 448. 

Dresden: 486. Akademie (chir. roedicin.). 519. Geselisrhaft (öko- 
nomische). 520. Gymnasium. 505. Kloster der Augustiner. 
458. Desgl. der Franciskaner. 458. Könißlic2xj.49l.ä}4. 513. 
521. Prinzl. Secundogenitur. 436. 458. • 5222. Verein ( Ge 
. werb-). 523. Desgl. (pädagogischer). 524. 

Eicha bei Naunhof: Kloster der Antonior. 4bH. 

Eichstadt: Stift (Collegiat-). 564. 

BIbTng: Gymnasium. 437. 442. 

Elsfleth: Pastorei. 557. 

Eutin. 557. 

Freiberg: Akademie (Berg-). 525. Gymnasium. 458. Kirche (Ja- 

cobi-). 458. Kloster der Augustiner (S. Maria - Magdalena) 

Nonnen von der Buf^e. 458. Desgl. der Dominikaner. 458. 

Desgl. der Franciskaner. 458. Stift (Collegiat-). 458. 
Fulda: Kloster der Benedictiner. 436. 526. Kurfürstliche Lan- 

desb. 526. 

Giefsen: Universität. 436. 469. 527. 52a 
Gotha: Herzogliche. 529. 
Godau bei Budissin : Stift (Collegiat.). 458. 
Görlitz: Gesellschaft (naturforschende). 449. Gymnasium. 436. 
Gottingen: Universität. 486. 547. 

Greifswald: Gericht (Oberappellations- n. höchstes). 618. 
Grimma: Kloster der Augustiner. 458. Schule (Fürsten-). 458. 
Halle. 443. Kirche (Marien-). 443. Ponickauische. 443. Schule 
(latein. Haupt-). 530. Universität. 443. Waisenhaus. 443. 

Bamblirg: Clubb der Freundschaft. 531. Commerz. 532. Leih- 
bibliothek (christliche). 444. Sudt. 533. 534. Verein (schnl- 
'wissenschaftl. Bildungs-). 460. 

HanhoTer: Stadt. 535. 

Heidelberg: Palatina. 536. Universität» 537. 

Hi|de: Kloster der Benedictiner. 557. 

Jever: öffentliche. 557. 

Konigstein: Kloster der Colestiner. 458. 

Landshnt in Schlesien. 506. 

Leipzig: CoUegi^m (grofses Fürsten-). 436. Gesellschaft (deut- 
sche). 538. Gymnasium (Thomas-). 505. Kloster der regul. 
Antonier Chorherren. 458. Desgl. der Dominikaner. 458. 
DesgL der Franciskaner. 458. Sudt. 461. 469. 539. 54QL 
541. 542. Unifersitat» 436. 438. 458. 543. 

9 



130 

Linz: Mandatariat; 457. Museum Francisco-Carolinum. 543. 

Lorsch am Rhein: Kloster der Benedictiner. 436. 

Luckau: Gymnasium. 462. 

Luxemburg: Leihbibliothek (christliche). 544. 

Lübeck: Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Thätigkeit. 

463. Oeffentiiche. 439. 
Mannheim: Harmonie- Gesellschaft* 545. 
Mariazelle. S. Altzelle bei Nossen. 
Meifsen: Kloster der regul. Augustiner Chorherren. 458, DesgL 

der Franciskaner. 458. Rath. 458. Schule (Fürsten-). 546. 

Stift (Hoch-). 458. 

Michelfeld: Kloster der Benedictiner. 436. 

München: Königliche. 456. 469. 486. 547. 548. 549. 550. 551. 652. 

553. 554. 
Neukirchen: Volks- u. Wanderbibliothek, 555. 
Nürnberg: Stadt. 456. 556. 
Oldenburg: Gräfliche. 557. Grofsherzogliche. 557. Gymnasium. 

55T. Kapelle der Johanniter. 557. Kirche (CoUegiat-). 557. 

Militär. 557. 'Vermessungsamt. 557. 
Oschatz: Kirche (Aegidien-). 458. Kloster der Franciskaner, 

436. 458. 
Oybin: Kloster der Cölestiner. 458. 
Öls : 506. 

Paderborn: Collegium der Jesuiten. 558. 
St. Paul: Stift. 559. 
Pegau: Kirche (Lorenz-). 504. 560. Kloster der Benedictiner. 

458. 
Pimaj^ Kloster der Dominikaner. 458. 
Plauen: Gymnasium. 505. 

Prag: 'Collegium der Jesuiten. 458. Universität. 458. 561. 
Prefsburg: Lyceum. 562. 
Rastede: Kloster der Benedictiner, 557. 
Regensburg: Capitei (Dom-). 475. 
Reichenbach: Kloster der Benedictiner. 436. 
Reisbach: Kloster der Benedictiner. 436. 
Sagan. 506. 

Schleusingen: Gymnasium. 464. 

Sondershausen: Gymnasium. 563. Kirche. 563. ^ 

Spainshart: Kloster der Benedictiner. 436. 
Steyer: Mandatariat. 457. 
Stolpen: Stift (CoUegiat-). 458. 
Strenmen: Kirche. 504. 

Stuttgart: Königl. öffentliche. 469. 664. Königl. Private. 465. 
Tambach: Gräflich Ortenburg'sche. 469, 565. 
Ulm: Neithart'sche. 469. 566. Stadt. 566. 
Varel: Gräflich Aldenburgische, später Bentinck'sche. 557. ^ 
Vechta: Kloster der Franciskaner. 557. 
Waldsassen: Kloster der Benedictiner. 436. 
Wallerbach: Kloster der Benedictiner. 436. . 
Weingarten: Kloster der Benedictiner. 465. 526. 
Weisenau. S, Weifsensee, 
Weifsenburg: Kloster. 569. 
Weifsensee oder Wei«enaa: KJeiter der Benediotiner. 436. 



131 

Wien: Kakcrfic^. «6l 49L Sft7. 567. 
Wismar: TribvBal Ober>;. 618. 
WittenKerg: UnirerFhit. -laCL 
Wotfeabättel: Heno^Scke. -«361 469. 56ol 569. 
Wunen: Sdft rCoDff^at.). 45e. 
Zabehhx: Kircke. 50«. 

Zittu: KlosUr der PnaGd^acer. -ISa Sudt. 4f>?. 570. 
Zwickau: Kloster der Pnncükaaer: 458. Klcsterbof der Grw- 
kaiäer Cisterdenser. 458. Ratk oder Schule. 458. 

Kngland. 

LoBdoiL 571. 672. Adrocatcii ( LtveWa*« - /■»>. bTX CoBM^m 
(Ostindisclie). 445. Enbiscböfliche (Lamkftk^, b7X Gesell. 
Schaft (antiqaarische), .Vortrff •/ jlmtiqmarUs, 572. PcseL 
asiatische. 591. Desgl. köo'^che. R^yal-S^cifiy. 57X M^ 
UjTy ColU^€ of erat. 572. MaseoB (Bntisches). 486. 671. 
57a. Stadu 572. 

Frankreich. 436. 573 a. 574. 

St^ Ai^an: Kloster der Benedictiner. 578. 

Asiens: Capitel. 436. Colleg. nnd Akademie. 617. Kloster der 
An^stiner. 436. 617. DesgL der Bernhardiner (Fmil/anls). 
617. Desgl. der Capnziner. 617. De5gl. der Carmeliter. 436. 
617. Desgl. der Dominikaner. 617. Desgl. der Pranciska- 
ner. 617- Desgl. der Minoriten. 617. DcsgL St. AcheoL 436. 
Desgl. St. Fnscicn. 436. 617. DesgL St. Jean. 436. 617. JDesgl. 
St. Martin-aox Jumeanx. 436. 617. Oratoriom. 436. 617. Se- 
minar. 436. 617. Sudt. 436. 575. 617. 

Anchin: Kloster der Benedictiner. 487. 491. 

St. Bteolt. S. Fleur^'. 

Chartres: Stadt. 577. 

Cliignj: Kloster der Benedictiner. 469. 575 a. 

Corbie: Kloster. 436. 617. 

St. Etienne: Stadt. 576. 577. 

Flenry: Kloster der Benedictiner (St. Benolt). 469. 578. 

Gard: Kloster. 6 17. 

LouTiers: Stadt. 436. 

Lyon: Palais-dcs-Arts (yieademie, Soeiete d*agricultur€^ Linn^ 
enne, Soc. de pharmacie, Soc, de medecine). 579. 

Montpellier: Mas^e Fahre. 580. 581. 

Mnrbach: Kloster der Benedictiner.- 611. 

Orleans: Stadt. 578. 

Paris. 582. ArsenaL 486. 582. 583. Gesellschaft (asiatische). 591. 

St. G^n^vicTe. 486. 582. 583.^ Institut. 582. Königliche. 436. 

450. 469. 486. 547. 573 a. 578. 582. 583. 584. 585 586. 5b7. 

588. 589. 590. 599. 617. Mazarinsche. 582. 583. 584. Pfarra 

St. Sulpice. 592. Universität. 582. 

Rheims: SUdt. 593. 

Selinconrl: Kloster der Prämonstratenser St. Peter. 436. 017. 

Troyes: Stadt. 594. 

9* 



132 

Holland. 595. 

DeTentert Stadt. 597. 
Utrecht: Universität. 595. 

Italien. 478. 598. 

Kirchenstaat. 601. 
Lucca. 466. 

Bobbio: Kloster der Benedictiner. 436. 

Bologna: Universität. 436. 

Florenz. 599. Laurentiana. 599. 600. Marucelliana, 599. Riccar- 
diana. 598. 599. 

GrottA ferrata (Crypta ferrata): Kloster der Basilianer. 436. 

Mailand: Ambrosiana. 436. Brera. 486. 602. 

Monte Casino: Kloster der Benedictiner. 436. 

Neapel: Königliche. 599. S. Filippo Neri. 599. 

Nonantola: Kloster der Benedictiner. 436. 

Padua: Kirche (Dom-) St. Antonio. 436. 

Perugia. 467. 

Rom: Casanatensis. 598. Fürstl. Berberinische. 598. Fiirstl. Cor- 
sinische. 598. Kirche (St. Peters^). 600. Kloster St, Croce 
di Gerusalemme. 436. Oratorium. 536. Universität (Alexan- 
drinische). 601. Vallicelliana. 436. Vaticana. 436. 536. 578. 
598. 599. 603. 

Venedig: St. Marcus. 598. 604, 

Verona: Gesellschaft (literarische). 468. 

Krakau. S. Rufsland. 
Portugal. • 

Lissabon: Königliche im Palast d^Ajuda. 482. 

Rufsland. 605. 

Charkow'scher Lehrbezirk. 605. 

Dorpat'scher 

Kasanischer 

Kiew'scher 

Moskwa'scher 

Odessa'scher 

^t. Petersburger 

Weifsrussischer 

Archangelsk: Gymnasium. 605. 

Astrachan: Gymnasium. 605. Oeffentliche. Das. 

Bjelostok: Gymnasium. 605. 

Bjelsk: Gymnasium. 605. 

Charkow: Gymnasium. 605. Universität. Das. 

Cherson: Gymnavsinm. 605. 

Dorpat: Gymnasium. 605. Universität. Das. 

Dunaburg: Gymnasium. 605. 

Grodno : Gymnasium. 605. Oeffentliche. Das. 

Irkutsk: Gymnasium. 605. 

Jaroslaw: Gymnasium. 605. 

Jekaterinoslaw : Gymnasium. 605. 





605. 




605. 




605. 




605. 




605. 




605. 




605. 



133 

Kaln^: Gjwunn. 605. Oeffeatiii^e. Das. 

Kamenex - PodoUk: Gjmiiasina 605. Oeffeatlicke. l>ms. 

Kasan: Crrvnasiea. 606. UaiTenität. Das. 

Kertsch: Oeffeatfiche. 605. 

Kiew: Gymiasiec. 6^)5. Lyceam (FörstL Besborodko'scb.). Du. 
UniTersitit. Das. 

Kischioew: Gjmna^iuau 606. Ocffcatlicke. Das. 

KostroBia: GTomasiaai. 606. 

Krakan: UaiTemtäC 461. 

KraCsnojarsk: Oeffent liehe. 606. 

Kroze: Gjanasiaai. 606. 

Knngar: Oeffentlicb«. 605. 

Knrsk: GymnasiazD. 606. 

Minsk: Gjamasiom. 605. Oeffeatlidie. Das. 

Bfitan: GTamasiaai. 606. Oeffentliche. Das. 

Mokilew: Gymna«iaai. 606. 

Moskwa: Akademie i^medicin.-cbiiiirpsrfae). 606. GjBiRas'en. Pss. 
Jnstitot (adeL|. Das. D«"«^. (^La<arevi'»cb.). Da«. L;.ceuai. 
(Demidow'cch. i. Da«. UoiTeraitat. Das. 

Nenirow: GyBnasiom. 605. 

Nlschny - Nowgorod : G}k nina«icni. 606. 

Nowgorod: Gyamasiuni. 606. Oeff^itiicbe. Das. 

Nowgorod -Sewenk: G^oiaashun. 605. 

Nowotscberkas^k: G\nina«:um. 606. 

Odessa: Lyceam CRicheiiea*Ach.j. 606. OefTentlicbe. Das. 

Orel: Gymr.asiDm. 605. 

Ostascbkow: Oeffeniliche. 606. 

Pensa: Gvama^iom. 605. Oeffentlicbe. Das. 

Penn: Gymnasiaai. 605. Oeffentlicbe. Das. 

8t. Peier^barg: Akademie der Wissenschaft en. 606. 606. Depar- 
tement (a«iat.|. 436. Gymnasien. 605. Institut ( päda^cg. 
Haupt-). Da^c. Kaiserliche. 496. 547. 605. 607. 601 Mu»euui 
(Rumjanzovi'scb.^. 6^5. UaiTenität. Das. 

Petrikaa. 447. 

Petrosaviod^k: Gvainasiam. 605. Oeffentlicbe. Dss. 

Poltawa: GyniRasium. 6%. Oeffentlicbe. Das. 

Pskow: GTrünasiam. 605. Oeffentlicbe. Das. 

ReTal: Gjamasiom. 6^j6. 

Riga: Gymnasium. &)5. 

Rjisan: GvmnasiMm. 605. Oeff.-ntliche. Das. 

Romen: Oeffentlicbe. 6U5. 

Rowno: GTmnaeium. 605. 

Sarapnl: Oeff entliehe. 6i>5. 

Saratow: Gymnasiooi. 605. Oeffentlicbe. Das. 

8ckitomir: Gymnasium. 606. 

Siabirsk: Gymnasium. 605. 

Simferopol: Gymna>innfi. 605. Oeffentlicbe. Das. 

Slnsk: Gymnasinm. 605. 

Smolensk': Gymna^ium. 605. Oeffentlicbe. Das. 

JStawropoI: G^mna«iT]m. 605. 

SiKilslotEcb: GTmnasium. 605. 

Taganrog: Gymnasium. o*J5. 

Tambow: Gymnasium. 605. Oeffentlicbe. Das. 



134 

Tiflis: Gymnaflinm. 605. 

Tobolsk: Gymnasiunu 606. 

Tomsk: Gymnasium. 605. Oeffentliche. Das. 

Tschernigow: Gymnasium. 605. Oeffentliche. Da». 

Tala: Gymnaciom» 605. 

Twer: Gymnasium. 605. 

Ufa: Gymnasium. 605. Oeffentliche. Da«. 

Warschau: Krone. 605. Sternwarte, Das. 

Wilna: Gymnasium. 605. Institut (adel.). Das. 

Winniza: Gymnasium. 605. 

Witebsk: Gymnasium. 605. 

Wjätka: Gymnasium. 605. Oeffentliche. Das. 

Wladimir: Gymnasium. 605. 

Woiogda: Gymnasium. 605. Oeffentliche. Da^^. 

Woronesch: Gymnasium. 605. 

Schweden. 

Land: Universität. 609. 
Upsala: Univeisitat. 436. 610. 

Schweiz. 

Basel: Universität. 611. 

Bern: Stadt. 578. 

St Gallen: Stift. 612. 

(Senf: Stadt. 578. 

Lausanne; Kantonalbibliothek. 613. 

jZürich : medicinisch - chirurgische. 452. Stadt. 440. 

Spanien. 

Eskurial: Kloster St Lorenzo. 436. 614. 

Bfadrid: Akademie für Geschichte. 614. Königliche. 614. 615. 

Türkei 

Athos: Kloster. 436. 585. 586. 

Chalki: Kloster der Panagia. 616. 

Constantinopel: Patriarch von Jerusalem. 6l6. Serail. Das. 



Draek in Ta^ner'flGhaa OtBti» In Draada». 




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Bibliothekwlssensebaft. 



Jahrgang 1845. 



Herausges^eben 



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jDr. JTuHuM JPetaholdtf 

RibliothekAr 8r. Köarfl. Hoheit dei PrimoM Jokawi 
Henof» «I $Mki«« «tc. 



Droid«B und Leipzig, 

Amolditcht Buchhandlunif. 



18 46. 




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^R^k mein Aniei^er früher sclion miinclier Erwdfertiitg 
nnterworfen gewesen war^ so hat selbiger diesmtt elf!« 
derartige Umgestaltung erfahren, dass ich ztiverstehtÜell 
hoffen darf^ den an mich Ton Zeit sti Zeit gesteMeii 
Anforderungen in BetreiT grosserer Volls^ndigkeit des^ AtH 
leigers, soM'eit diese nimlieh in 'der En^eitenihg- dei^ 
Greiiien bestehen sollte, werde in dem vorliegendcii Jtihf-* 
gange dea Anseigers möglichst entsprochen sein. PicM 
Grensen aber, iiinerlialb deren sich mein Anseiger fartaMf 
bewegen wird, sind von mir in dem unter Nr. I; taif^jgiyl 
theilten Aufsatze über die Literatur der bibliothelcwtsseH'' 
scliaftlichen Zeitschriften, welchen ich aus der Neuen 
Jenaisehen allgemeinen LiteraCfir- Zeitung, 1846. No* 9ii 
pp. 374^376 und No. 95. pp. 377-'380, mit einigen uitw«!^ 
senlKchen Verainlenuigen habe abdrncicen lasaien^ pp VHf 
*^1X ao weit als nothig befifproch^n worden, und es aeheint 
mir daher, nicht angemesseniBU' sein, liier über' dle«eti«6e^ 
gcmstandnodi' welter sn' VerfiaddiH'n. 'YfBk dagegen» lilib^ 
yetA^e YelletSiKliglceit'Mlabgtv' diö itoa» von lüeitwili AiH 
ztigier mick iii indeiw Rü«^iitht^fiA((h^^g^f6irdeH if«t ua^ 
ich möolfte diese JRüekstcht die^etaivc^ nenne»; tindijeiM 
hinaichtlidi de^€ren«en dea Antfdgera die cttensi^e "^«iOt 
mMta* iiA ' darüber' tlefa|i1lMN|^ Leber !<iaB^ürilheili>alleflw 
überiaal^n,'^ 'tW^mlr in^ dem 've^liegauden' Aihi^gilhge'ilrM 
gcnd Etwas getlian worden ist, was mein Streben, auch' 



diesen rorderiin/^eii möglichst zu eiitspreclieii^ benrkiiiidef^ 
was ihm, dem Leser^ den Beweis giebt, dass ich in int-i- 
nem Streben nach Vollständigkeit nach allen Seiten liiii 
rohidestens Das gethan habe, was dem Einzelnen zu timii 
nur immer möglich war. Es wird mich freuen, wenn der 
eine oder der andere der Leser sein Urtheii darüber mich 
wissen ISsst. Gegründete Aussteilungen und empfehlens- 
werthe Vorschläge sollen mit aufrichtigstem Danke aufge- 
nommen und nach Befinden bereitiiiiiigst berücksichtigt 
werden. 

Denjenigen Herren, welche mir bei meinen Arbeiten 
In Betreff des Anzeigers überhaupt mit Rath und That liis- 
her zur Seite gestanden, welche mich insbesondere bei 
dem vorliegenden Jahrgange durch Beitrage von Schriften 
und Alittheiiungen darüber zu unterstützen die Güte gehabt 
liaben, vor Allen dem Herrn Qberbibliothekar Baron von 
Rdffenberg in Brüssel, — allen sage ich hiermit meinen 
berzlichsten und verbindlichsten Dunk. Mögen sie mir 
und meinem Anzeiger ihre TheilnaJime auch ferner erhal- 
len «nd, so weit es namentlich sie selbst angeht, meine 
Mif ufflsteheildem Blatte ausgesprocsh^e Aufforderung und 
Bitte freundlichst erfüllen, oder auch zu deren Erfüllung 
von anderen Seiten nach Kräften beitragen. 

Scliliesslich benutze ich hier die Gelegenheit, aus 
einem an mich eingegangenen Schreiben des Herrn Pro- 
fessor Kttgier In Berlin dessen Urtheii über den unter 
No. III. mitgetheilten Aufsatz Delepierre's zur Keantniss 
der Leser zu bringen. Herr Professor Kugler hat zum 
Tbeile zwar m?in eigenes Urtheii über die Delepierre'seh« 
Arbeit (s« No. ^3) bestätigt^ letzterer aber meiner Ansieht 
usdi doch m Ganzen sa wemig Gerechtigkeii widerfah- 
ren luseo. ' Delepierre'sAu&atZf^sagttieKv^ler'adie Kri- 
tik, Ist nur eine Compibtion, uhd zwar eine sehr wenig 
genügende. Auf die reiche Fülle von Mittheilungen, die 
über die Geschiehte der tlaiidscliriftenmalerei von deal- 
sehen Sdirütstellernv' besonders von Professor Wangen, 



gegeben sind^ tiif die bestimmtere Charakteristik de« 
Thatsächlichen, auf die Bericlitigung falscher Angaben, die 
hieraus zu entnehmen gewesen Märe^ ist in dem Aufsatae 
gar nicht Rücksicht genommen^ unä noch weniger ent- 
spricht derselbe in der kunsthistorischen Ansicht und Auf- 
faasungswelse überhaupt jener tieferen Belebung und Be- 
gründung, von der man in Deutschland mindeatena, als deiii 
schönsten Resultate deutscher wissenschaftlkber BemühHBt^ 
gen, nicht iüglidi mehr ablaasen darf. Mit ZuhilfenahoMi 
der deutschen IMaterialien und nach dem deutsch-wissen« 
schaftlichen Standpunkte umgearbeitet, würde der Defow 
pierre'sche Aufsatz allerdings eine ganz interessante Ueber- 
sieht gewähren. — So weit Herr Professor Kugler. 

Dresden, nach der Oatermesse 1846. 



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Bibliothekar J9r. JtMus WeUhMM^ 






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■t : ; ; 



AnlTordemiig nnd Bitte« 

.- Behufs deri iHoglicbsten Vdbtändigkeit 4e» Anzeigers der 
BibUoHkehwüsenschuft i^ ^eüi Herausgeber desselben die Kennt« 
tiiMi unten genannter Schriften und Mittbeiinngen höchst wün- 
athatumeribj niul es ergebt daher an die Herren Bibliothekare 
Hod Bibliographen^ Buchhändler und Antiquare hiermit offenf- 
Kdl die freundliche Aufforderung und Bitte, dass sie, soweit 
esi in ihren Kräften steht , entweder durch Zusendung der 
Schriften selbst oder, wo dies nicht tfaunllch ist, durch Mitthei- 
lungen darüber, sowie ober sonstige in den Bereich des Anzei- 
gers gehörige Gegenstände den Herausgeber gutigst un- 
terstützen, und selbigem ihre Sendungen auf dem Wege des 
BucMiattdels unter der Adresse Ati die AmoMische Buchhand- 
lung in Dresden für den Anzeiger der Bibliothekwissenschaft ge- 
falligst zukommen lassen wollen. 

1) Verzeichnisse, Beschreibungen und sonstige Mittheilungen 
über öffentliche, Corporations - und Privatbibliotheken, 
mögen sie selbstständig erschienen^ oder irgend einer 
anderen Schrift einverleibt sein. 

2) Mittheilungen über Veränderungen unter dem Personal 
der öffentlichen und Corporationsbibliotheken, über Todes- 
fälle früherer Bibliothekare und von Bibliographen u. s. w. 

5) Mittheilungen über die von Bibliotheksbeamten herausge- 
gebenen Schriften, so weit diese nicht schon unter Nr. 1 
nnd 4 mit inbegriffen sind. 

4) Bibliographische Schriften, buchhändlerische Verlägscata- 
loge wid antiquarische Bücherverzeichnisse. 



Einleitendes. 



[I.] Literatur der bibliothekwisgengchaftllchea • 

Zeitschriften. 

Unter der grossen Menge yon ZeitBchriflen der verachio 
denften Fächer des Wissens war in Deutsdiland bis zum Jabve- 
1B40 auch nicht eine einzige» welcher die Interessen der JBi*' 
bliothekwissenschaft ein wenig mehr als blos gleicbgthig gc* 
wesen wären, geschweige denn dass sie diese Interessen an»^' 
schliesslicher Berücksichtigung gewürdigt hätte \ ^ — war dena* 
doch auch bis dahin dieBibliothekwissenschafl, mindestens in deaM 
Umfange, den sie jetzt auf Grund ihres guten Rechtes für mA- 
in Anspruch genommen hat, wenig oder gar nicht bekannt, :da' 
jnan unter Bibliothekwissenschaft meist nichts weiter als de«' 
Inbegriff von Kenntnissen über Einrichtung und Verwaltung voil 
Bibliotheken verstehen zu müsseii meinte, mithin unter Biblio-> 
thekwissenschaft Das blos verstand, was man -jetzt, nach deol 
Torgauige des Franzosen Constantin, mit dem Namen der Bi«^ 
bliothekonomie, d« h. auf deutsch Bibliothekenlehrey zu bezeid»^ 
nen sich gewöhnt hat Jetzt begreift 'man unter BibliothelB^ 
Wissenschaft allerdings etwas mehr noch : sie gilt jetzt als der ge-: 
ordnete Inbegriff aller unmittelbar auf die Bibliothek beEÜglidm 
Kenntnisse, und zerßUlt ala solcher in die Bibliothekenlehre m4 
in die Bibliothekenkunde» von denen die erstere die Bibliothek^* 
sofem darunter eine Buchersammlung überhanfti verstandesi 
wird, im Allgemeinen betrachtet, und die letztere die B i Mia I 
theken, sofern darunter bestimmte d. h. früher sowohl als mgdr 
bestehende BüchersammUingen gedacht werden, im Besondeiwa; 
ins Auge fasst. In diesem Umfange wurde die fiibliothekwii*^ 
seMchaft in Deutschland erat seit dem Jahre 1840^ bekannlMl 
dem Jahre der Jubelfeier des vierhunderijäheigen Bestehens dmt' 
Buchdrnckerkonsty Gegenstand einer regefambsigen Zeitschrift^ 

PefsAWrfr, Abs. d. BM.- WiMenich. IMS. I 



II Einfeiteiides. 

liehen Be»prec1iang, erhielt von da an^ in Verbindaog mit der 
Handschriftenkunde und älteren Literatur, eine eigene Zeit- 
schrift, das Serapeum — wie doch so seltsam, aber ganz pas- 
send, dass das der Wissenschaft gebotene Geschenk durch die 
Zeitverhältnisse gewissermaassen zugleich zu einer Festgabe ge- 
macht wurde, welche die ßibliothekwbsenschaft der Buchdrucker- 
knnst, ihrer nährenden Mutter^ zur Jubelfeier darzubringen 
schien. 

Im Auslande hatte man mindestens in einer Zeitschrift, 
in dem noch jetzt bestehenden Pariser Bulletin du Bi- 
bliophile, bereits vor dem Jahre 1840 (seit dem Jahre 1836) 
den Anfang gemacht, Gegenstände aus dem Gebiete der Bi- 
bliothekwissenschaft in den Kreis der regelmässig wiederkeh- 
renden Besprechung zu ziehen ; allein überlegt man einerseits, 
wie Das, was wir Deutschen schon, geschweige denn die Fran- 
zosen, geradeso wie die Engländer, unter Bibliophilie zu ver- 
steben pflegen, auf so weite Grenzen angewiesen ist, dass in 
«Hier Zeitschrift, die man fär die Interessen der Bibliophilie über- 
haupti bestimmt hat, die besonderen Interessen der Bibliothek wis- 
gqifchaft schwerlich auf eine. vorzqgsweiseBeröcksichtignng rech-> 
mm. dürfen, und vergleicht man« andererseits die bisherigen bi* 
Uiotbekwissensdiaftiicheii Leistungen, des Bulletins, so darf es 
fiwilich nicht Wunder ndwuen, wenn.man sieht, daai die Biblio- 
thdiwsenschaft in^ zeitschrifüicber Bezidmpg durch das Bul- 
letillf..1lsenn^ auch etwas, dodb im. Ganzen immer nicht viel g^ 
UMonnea. hat, trotzdem dass Manner-, wie Ptiulin Paris und'G. 
l^leMMy früher.aucl^ Ch. Nodier, als-Hauptleiter an der Spitze 
des Unternehmens: stehen und seUbigca- G. Brunet, Gnicbard, 
iuDinaux, Lerpux de Lmcy, Paul/ de Maiden und Andere zu 
s^en. stehenden Mitarbeitern zählt — doch alles imm' Theile 
BBnner, deren Namen schon versprechend gering sind» um von 
ihlien.fur die Bibliothekwissenschafl Erhebliches hoffen in dar- 
ten^ Männer, die auch in dieser Hbadcht- Bedeutendes leislen 
niirden, wenn sie eben nur .als Bibliothekare (natnrtich in der' 
wtereo Bedeutung, des Wortes) und nicht als Bibliophilen- an- 
4ttn. Unternehmen betheihgti wären. Was- ist denn aber eigent* 
ttchrcin Bibliophile, wird Mancher üragen» Ein Bibliophile,' sagt 
Uflibrcit^ um diesen vorläufig auf die F^age> antworten zu -las- 
aiBf ist ein Mensch, der. von der Bedeutung jener körperlich 
gongen Existenzen, welthe wir Bocber-Bennen^jinnigst iiber- 
zengt: ist, indem, ihnt durch die -Anschauung einer- solche» Exi^ 
stoBZ. die kiUMtfUge^ Gegenwart- dnes bedeutenden- M^Mentes- 
dni« gestaltend fortwirkenden» Colturgeistes der* MenddMb zn 
Tfeili wird, in iadividiiellet-GestekiHBg^ '»Jedes Bueh^- das fnr 



UI 

iho bteretae hat, würdigt er ia aeiaer ganieB Erachdouiig naeh 
•eioeni Inhalte und nach aeiiieBi Aeosaeni; gewahK er do^aa 
enen aolchen Buche den Aasdnick mannigfacher Fähigkcitea 
uiid Thätigkeiten der Menichheit, wie me sich zu einer gana 
eigeDthümUchen Lebenaauatening eben dieser Menschheit Ter* 
einigt haben. Er hat sich überaeugt, dasa die Büchdrucker- 
kaust von ihrer Erfindung an durch eine Menge höchst wich- 
tiger Welt- und Lebentmomente bedingt 9 gestaltet, geschickte 
lieh individualisirt wurde uod immer wird. Unendlich ist daa 
Ineinanderspielen solcher Momente. Religion, Politik^ Wissen**, 
schaff Kunst, Technik, National- Wohbtand und Wehrstam^ 
Staatsverfassung, Handelstaat, Fabrikstaat, Ackerbaustaat^ ead* 
lieh Krieg oder Frieden, unterjochter oder beherrschender Staat 
mni was nicht noch Alles? bedingen oft wirklich indefinibel ms 
unendlichen Gestaltungen das Gefild, auf dem sich der Bibllo«* 
philo ergeht So weit Umbreit's Schilderung eines Bibliophileoj 
die freilich — ganz abgesehen' davon , dass es sich überh&opt 
fragt, ob ein Bibliophile in einer derartigen Schilderung: sioil 
selbst wiedererkennen wird, ob insbesondere eine deraitife 
Schilderung auf den französischen Bibliophilen anwendbar sei — « 
bei allem ihreo Wortreichthume doch kaum geeignet sein durfte;^ 
uns über diejenigen Gegenstände genauen Aufschluss zu gebco^ 
mit denen der Bibliophile zu thun habe. Was indessen deii 
französischen. Bibliophilen betrifit, so wird: nah später^ bei Be** 
aprechong des. BriLsseler Bulletin du Bibliophile Beige und den 
BibKoth^ire, genug Gdegenheit finden, um einen Blick auß daa 
Gebiet aller der Gegenstände weHbn zu können^ die ein fran« 
zosiacher Bibliophile^ unbekümmert darum, ob auch 1 die Masse 
der Gegenstände mit den Kräften dnea gründlichen Gelbhrtea 
nur anigermaassen im Verhältnisse, stehe, in den Kreis setnen 
Betrachtungen zu ziehen pflegt. Hier nur noch ein paar Wort« 
übor die äussere und innere Sinriehtung des Pariser BuUetiast 
Dasselbe erscheint int 2, auch 4f io' der Regel aber 3 Bogen star^ 
ken Heften, wovon jed^n Monat eines ausgegeben ^ird, nrnl 
deren 13 einen Band- ausmachen« ' Jedes Heft zerfällt wieder ni 
3 Abschnitte,. von denen der ersteiUieist längere Aufsätze, jeden 
unter seiner besonderen ■ Aufschrift , enthält, der zweite nur 
kür^re Mittheilungen unter den. aUgemeineut Titelh :: Väri^l^i 
bibliographiquee et litt^aires, oder NouveUesifatbliographiqnci} 
oder auch Gorrespendance bibliographique^.und^der dritteiCBd« 
lieh eine Bibliographie, die frethch weniger im^ Interesses. 4tn 
BibKc^ihilie^ als vielmehr im Interesse d^ Venlagshandlung! den 
Bnlleitins. letztereoi beigegeben zu werdea scisointl^ da sie; 
gf$8#t^. Tiieile^/ hMit Titeli auaeinem'Gatalogttaidb 

1* 



IV BUkUmäm. 

et curieux, de litt^titare', d'histoire, etc., qui se trotivent en 
▼ente k la librairie de J. Techener besteht, und die Piiblications 
nöuveiles, die sie schliesslich anknndigt, doch wahrscheioÜch 
auch durch die Techener'sche Handlung zn beziehen sein wer- 
den. Für die lithographischen Beilagen des Bulletins ist eine 
gewisse Zahl nicht festgesetzt. 

Die erste bibliothekwissenschaftliche Zeitschrift, im eigent- 
lichen Sinne des Wortes, ist erst im Jahre 1840, und zwar auf 
deutschem Grunde und Boden, mit dem bereits genannten Leip- 
ziger Serapeum ins Leben getreten. Ueber die Veranlassung 
zur Heransgabe dieser Zeitschrift und deren Zweck hatte der 
Herausgeber, Robert Naumann, in einem besonderen Prospekte 
das Weitere mitgetbeilt, und wiewohl dasselbe jetzt, nachdem 
die Zeitschrift selbst eine Reihe von Jahren schon überdauert 
hat, als hinlänglich bekannt vorausgesetzt werden darf, so 
wird doch die Wiederholung von ein paar Stellen jenes Pro- 
spektes hier aus dem Grunde ihre genügende Entschuldigung 
finden, weil auf eine darin befindliche Lücke nachtraglich noch 
aufmerksam zu machen ist; oder soll man es anders nennen, 
als eine Lücke, wenn man im Prospekte einer Zeitschrift, die 
sich selbst als Zeitschrift für Bibliothekwissenschaft, Handschrif- 
tcfikunde .und ältere Literatur angekündigt 'hatte, die genaue 
Bestimmung des Begriffes der Bibliothekwissenschaft ganz über- 
gangen sieht. Denn wollte man einwenden, dass dieser Be- 
griff ein schon längst bekannter gewesen sei, so würde man 
irren, da früher, wie oben erwähnt, unter Bibliothekwis^fenschaft 
nicht Das begriffen worden ist, was man heut zu Tage darunter 
versteht, und noch Ebert, doch sonst immer der anerkannte 
Crewährsmann bei allen Fragen in Sachen der Bibliothekwissen- 
schaft, letztere falsch für den blosen Tobegriff aller zur bi- 
bKothekarischen Geschäftsführung erforderlichen Kenntnisse und 
Fertigkeiten, oder mit anderen Worten für biose Bibliothe- 
kcnlehre erklärt hatte. Oder wollte man meinen, dass aus 
Dem, wa» über die im Serapeum zu verhandelnden Gegenstänfle 
im Prospekte gesagt worden, hinlänglich zu ersehen sn, was 
der Herausgeber unter Bibliothekwissenschaft verstanden wissen 
wolle — nun so wird es nur darauf ankommen, die hierher 
gehörigen Stellen des Prospektes in Augenschein zu nehmen. 
Naumann hat in Bezug auf die in seiner Zeitschrift zu bespre- 
cheoden Gegenstände etwa'Folgendes geäussert: Eine Hanpt- 
anigabe der Zeitschrift «oll es sein, darauf aufmerksam zu 
machen, was sowohl die einzelnen öffentlichen (und nach Be- 
finden auch Privat-) Bibliotheken an seltenen nnd noch nicht an- 
derwärts beschriebenen Handschriften nnd DrtfdLweiiLeo besksen. 



DieM sa erfahren ood Notiien darüber in einer besonderes 
Zeittdnrift niedergelegt zu wisiien, miias nicht nur dem Biblio- 
thekare von Fach und Freunden des Bibliotbekwesens , sondern 
aoch dem QueÜenforscher in jeder Wissenschaft höchst wUl- 
können sein. Es besitzen oft kleine und der Zahl nach un 
bedeutende Bibliotheken bedeutende Schatze an handschrifüi* 
eben oder gedruckten Werken; aber sie sind nicht zahlreich 
genug, um in einem besonderen Werke dem Publikum bekannt 
gemacht werden zu können, oder es stehen (wie das so man* 
eher Bibliothekar erfährt, welcher die seiner Obhut anvertran^. 
ten Schätze gern einem weiteren Kreise bekannt machen mochte) 
der Veröffentlichung buchhändlerische und merkantilischeSchwie^ 
rigfceiten im Wege. Die Zeitschrift soll aber auch Alles ver- 
öffentlichen, was zur Geschichte der einzelnen Bibliotheken ge- 
hört, z. B. auszugsweise Berichte über die (jährlichen) Acqoi- 
sitionen, über Personal Veränderungen u. s. w. Alljährlich soU ^ 
anc^ ein Yerzeichniss der sämmtlichen deutschen Bibliothekbo* 
unten gegeben werden. Recensionen werden nur in so wck . 
aufgenommen, als sie Schriften über Bibliothekwissenschaft (9) 
und Werke über einzelne Bibliotheken betreffen. So weit Na»- 
mann, und diess also-^die Gegenstände, die der Prospekt dem 
Serapeum zur Behandlung vorgeschrieben hatte, die GegciH 
stände also, aus denen zu beurtheilen sein wird, was NaumaMi 
unter Bibliothekwissenschaft verstanden hat Es sind diess aber 
alles Gegenstände aus dem Gebiete der Bibliothekenknnde, enMf 
blosen Thciles der Bibliothekwissenschaft, und man würde denu^ 
nac^ zu folgern haben, dass Naumann unter Bibliothekwis- 
sensehaft nichts weiter als blose Bibliothekenkunde verstanden 
wissen wolle. Letztere allein aber macht bekanntlich ebenso 
wenig als die Bibiiothekenlehre allein die Bibliotl^ekwtssensduift 
ans: beide zusammen wohl, wie denn diess auch Naumann in 
Yeriaufe der Zeitschrift selbst, durch Aufnahme von Aufsätzen 
ans dem Gebiete der Bibliothekenlehre, tbatsächlich bestätigt, 
und ^ somit das Vorhandensein jener Lücke im Pros|)ekte stül» 
schweigend zugegeben hat, — immer noch gut genug, dass 
die Lücke blos auf den Prospekt beschränkt geblieben ist. 
Ein paar anderer Lücken, die sich diessnial aber leider in der 
Zeitschrift selbst finden, soll weiterhin gedacht werden^ ob^ 
schon dann nicht sowohl aus dem Grunde, um dem Serapeun 
desshalb irgend einen Vorwurf zu machen, als vielmehr an 
des ganzen Zusammenhanges willen, sofern diese Lücken gerade 
zur Herausgabe von ein paar anderen bibliothekwissenschaft- 
liehen Schriften, von denen mindestens eine auch zeitsdirift« 
licher Art ist, mehr oder weniger Veranlassung gegeben habeiii 



VI 

Zuvor wild .et jedoch nothig sein, Eweierla noch Erwafaoung 
»1 thiin, uihI swar domal Dessen, was, wie beim Pariser Bul- 
letin du Bibliophile, so auch beim Serapeum in Bezug auf die 
innere und äussere Einrichtung desselben zu bemerken ist, und 
das andere Mal der Jahrbucher der .Bibliothekwissenschaft. Ueber 
diese Jahrbücher sogleidi das Weitere. Was das Erstere an- 
langt, so wird es genügen, zu erwähnen, dass Ton der Zeit- 
sdirift den 15. und letzten jeden Monats eine Nnmmer Haupt- 
«nd eine andere Nummer Intelligenz-Blatt erscheint, ersteres 
muBk dem Umfange eines ganzen, das zweite von dem eines halben 
Bogens, nach Befinden, fnit oder ohne litbographirte Beilagen. 
Das Hauptblatt enthält alle unmittelbar auf die Bibliothekwis- 
senschaft bezuglichen Mittheilungen, die kleineren am iSchlasse 
«iter der gem^nsamen Aufschrift: fiibliothekchronik und Bus- 
, oeUaneen, das Intelligenzblatt dagejgfen, ausser einer Auswahl aus 
. 4er neuesten Bibliographie, buchhändlerische nnd Anktionsan- 
ädgen, seit der neueren Zeit auch den Abdruck von Ordnungen 
deutscher Bibliotheken — letzteres eine gewiss in jeder Hin- 
ridkt dankenswerthe Zugabe, 'die gern Alles' vergessen lässt, 
was man sonst am Intelligenzblatte aosseteen könnte. 

Zu der nämlichen 2^, als von Leipzig aus das Sera- 
peum angekündigt worden war, hatte' Petzholdt in Dresden, 
d«r Nachbarstadt, gldchfalls zur Herausgabe -einer bibliothek. 
wiiMensdisiftlichen Zeitschrift, der bereits .gaiannten Jahrbü« 
cher der Bihliothek Wissenschaft vorläufig Veranstal- 
long getroffen; .allein,' mit Ausnahme des Prospektes, ist von 
diesen Unternehmen bis jetzt nichts weker l>ekannt gesiaonden, 
die Zeitsohrift selbst ist <bei dem Erscheinen de$ :Serapeums 
unterblieben, und ob sie späterhin nodi einmal ins Leben tre* 
ten werde, läsat sich unter den jetzigen Untttänden wohl 
•diwerlich mit Entschiedenheit bestimmen, da — demi man 
■msste doch wohl ihr Erscheinen als von der Notfawendigkeit 
bedingt annehmen — wollte man auf der etnen Seite bei der 
Fhige über die Nothwendigkeit einer zweiten Zeitschrift allge- 
mein bibliothekwissenschi^lichen Inhaltes neben dem Serapenm 
blos das Bftdürfniss der Leser berikksichtigen , die Antwort 
darauf vielleicht verneinend ausfallen dürfte, während dieselbe 
Itege, wenn man tias Beclür&iss 'der W>issiensdiaft allein -zn 
Bathe zoge^ jedenfalls b^bt werden koniite; denn dass das 
Serapenm in seiner jetzigen Ansdehnung, und man mochte 
nach sagen, in seiner jetzigen Richtung nicht im Sikande sei, 
den Bedürfnissen, der ioMner mehr und mehr Platz gretienden 
' Kbliothekwissenschaft vollständig su genügen, ist ieicht ein- 
znsehitn, «nd ei würde ^«raur darauf ankommen, zu warten. 



hm «nt die Bedfirfimse 4er Le«er inl dtHütn der WiMeiuid»ft 
Hl Einklang getreten waren, «n dann das 'E^racheinen der Mir* 
imlnr> ood wenn e» *dieBe nicht aehi soHen » einer a n de tm 
«ierartigen Zeitacfariffc ala notkweiidig anielten xa dürfen. Bü 
dahin findet sich hoflentKch Veranta^aifiig lind Gelegenheit ge- 
sag noch, «n über den Plan einer aotcfaeü ^ieitathrifl daa Ni- 
here aHtzotlieilen, so daaa hier davefn nkhts weiter geaagt ta 
werden braucht 

ietflt wird es an der Zeit sein, jeifer beiden bibliotltfek- 
wisaenadiafMichen Schriften an gedenken*, die, wie oben er- 
wähnt wurde, von dem Serapeom ,' wenn anch vielleicht Wideir 
deaaen WiHen» ins Leben gerufen worden aiüd : es können h^ 
greiflidierweise darunter keine anderen geaMint sein, als Pflfe- 
hoklt's Anzeiger für Literatur der Bibliotbekwili- 
aenschaft und dess^ Adressbnch deutscher BibKo^Mien. 
Was das Letztere anlangt, so wird, da selbiges nicht etgenltlitek 
zeitsGhriftlicher Art ist, obacbon jeden AtigenblidL bereit^ in die 
Beihe der Zeitschriften einzutreten, und durch seine ganze Ata- 
kige. dazu berufen, — ao wird hier wohl kaum eine ansfÜHr- 
liche Besprechung desselben erwartet werden dürfen : hier möcArte 
in Betreff des Adresabuohes nur zu erwähnen sein, daas Man 
dasselbe, abgesehen von seiner weiteren Ausführung, nament- 
lich in der zweiten Auflage, snnäcbst für nichts weiter anzu- 
aeben habe, als für den Versnth zur ErgSVizung dner Lacke des 
Serapemns; mindestens ist die Absicht, das vom Serapenm ver- 
heiesene und anch begonnene VerzeichniSB der sammtliek^ 
deutschen Bibliothekbeamten zu ergünzen und forlansetzett) 
bei ^er Herausgabe des Adressbaches HnC Veranlassnng ge* 
wesen, da das Verzeicbniss bekanntKch vom Ser ap e nm uclbat 
nicht fortgesetzt worden wan Was dagegen den Aniseiger 
anlangt, so wird* über diesen, -als eine eigentliche Zeitschlift, 
hier natürlidi ausführlicher gehandelt werden müssen. Auch 
der Anzeiger ist, wie das Adreasbüch, zunächst zur firgancndg 
des Serapeuras bestiaimt gewesen, nnd sogar jetzt, wo dpdi 
daaSerapeum offenbar mehr als früher darauf Bedacht ninnilt^ 
die literarischen Erscheinnngen auf dem Gebiete der Bibliothek- 
wiasenschafl in den Kreis seiner Besprediungen na ziehen, 
wird der Anzeiger von den Lesern des Serapeums immer ^aodi 
nicht ganz bei Seite gelegt werden dürfen, es wäre dem^ 
dass man die Kenntnissnahme der literariachea Erscheimmgen 
überhaupt für zu unerheblich hielte, als dass man sich nicht 
mit Dem^ was das Serapeum in dieser Hinsicht bietet, einzig 
nnd allein begnügen zu können meinte. Aber sogar für diesen 
Fall möchte der Anzeiger bei seiner jeCaigen Ausdehnung den 



YHl WpMttMfai. 

Lesern des Serapeuuu aidit ganz entbehrlich sein, nnd man 
durfte es nur einmal darauf ankommen lassen, die Zwecke 
des Anzeigers, zumal bei seinem steten Streben nach grosserer 
Vollkommenheit, aufmerksam zu prüfen, um daraus zu ersehen, 
das« es sich im Anzeiger noch um etwaf Mehres handelt, als 
nm biose Kenntnissnahme. der einzelnen literarischen £rsch,ei- 
nungen. Als der Anzeiger zuerst erschien — • es war diess ein 
Jahr>0päter^ als das Serapeum, im Jahre 1841 — - war im Vor- 
worte gesagt worden, dass der Anzeiger dazu bestimmt sei, die 
selbstständig erschienenen bibliothekwissenschaftlichen Schriften 
mit möglichst vollständiger Titel- und Inhaltsangabe in geord- 
neter Reihenfolge zu verzeichnen; im Jahre darauf schon wur- 
den die Grenzen des Anzeigers dahin erweitert, dass darin auch 
ein Verzeichniss derjenigen bibliothekwissenschaftlichen Schriften 
Auftiahme finden sollten, deren H^usgabe vom Jahre 1840 an 
9war beabsichtigt worden, bisher aber noch nicht zur Ausfüh- 
rung gekommen sei; vom dritten Jahrgange an versprach der 
Anzeiger femer noch die Mittheilung anderweitiger auf die 
Bibliothekwissenschaft bezüglicher Nachrichten, die sich in . 
fremdartigen Schriften vorfinden wiirden; hierzu kommt, 
dass im nächstfolgenden Jahrgange der Anfang gemacht wurde, 
von den im Anzeiger aufgeführten bibliothekwissenschaftlichen 
Schriften auch Recensionen nachzuweisen , wie denn diesem Al«> 
len noch im fünften Jahrgange endlich Verzeichnisse bibliogra- 
phischer und bibliopolischer Schriften sowohl als derjenigen 
Privatbibliotheken hinzugefugt wurden, die im Laufe des be- 
treffenden Jahres zur Versteigerung gekommen, öder wovon 
sonst gedruckte Nachrichten bekannt geworden waren. Und 
nun, nachdem man so den Gang des Anzeigers 4iurch eine 
Reihe von fünf Jahren Schritt vor Schritt verfolgt hat, werfe 
man schliesslich einen Blick auf den Standpunkt , den der An- 
zeiger von seinem sechsten Jahrgange an einnehmen wird. Ab- 
gesehen davon, dass einerseits die Grenzen, innerhalb iRrelcher 
sich der Anzeiger bisher bewegt hat, nicht nur nicht eingeschränkt, 
sondern andererseits auch durch die Aufnahme von Nachrichten 
über Bibliothekare noch erweitert werden, tritt der Anzeiger 
unter ganz neuer Gestalt und, .wenn man so will,- unter neuem 
Titel auf, sofern, was das Letztere betrifit, der Titel: An- 
zeiger tür JJteratur der Bibiinthekwissenschaft , in den einfa- ^ 
cheren und zugleich dem grosseren Umfange des Anzeigers 
mehr entsprechenden: Anzeiger der Bibliothekwissen- 
schaft umgewandelt wird.^ Was dagegen die neue Gestal- 
tung des Alizeigers anlangt, so besteht dieselbe darin, dass 
der im Anzeiger zu verarbeitende Stoff übersichtlicher, als diess 



K 

bblMr gescliehen ist, nnd zwar in folgender Weise vertheilt 
wird: Voran, gewiMennaassen als Einleitung and an der Sljeile 
der sogenannten leitenden Artikel, wie man sie in vielen Zek- 
schrillten findet, stehen einige Aufsätze, die theils zur allgenei- 
neren Besprediung einzelner oder mehrer literarischer £rschei- 
mmgen im if^nsammenhange, tbeils zur weiteren Erörterung von 
Fragen dienen, wozu gerade die eine und andere dieser £r* 
sdieinnngen gelegentlich Anlass giebt; dann folgen, als Haupt- 
bestandtheil des Anzeigers, die gewohnlichen Mittheilungen, meist 
literarischen Inhaltes , A. in BetrejQT der eigentlichen Bibliothek- 
wissenscfaaft, 1) über Bibliothekwissenschaft überhaupt, sowie 
Bibliothekenldire und Bibliothekenkunde insbesondere, letztere 
mit Ausschluss der Nachrichten über Bibliothekare und Privatbi- 
bliotheken, 2) über Bibliothekare, mit Rücksicht aaf deren schrift- 
stellerische Thätigkeit, soweit dieselbe nicht schon aus den 
übrigen literarischen Nach Weisungen des Anzeigers ersichtlich 
ist, 3) über Privatbibliotheken , B. in Betreff der Bibliographie^ 
mit Bezugnahme auf die bemerkenswertheren Bücherverzeich- 
nisse von Buchhändlern und Antiquaren ; den Schluss des 
gers macht, anstatt der smtherigen Autoren- und Bibliothek« 
Register, ein fünffaches Register, eines der Verfasser nämlich, 
ein zweites der Bibliothekare, ein drittes der Besitzer von Pri- 
vatbibliotheken, ein viertes der öffentlichen Bibliotheken und^ 
als fünftes, ein allgemeines Sachregister. Rücksichtlich der 
äusseren Form des Anzeigers bleibt sonst Alles, wie früher» 
und es erscheint derselbe nach der bisherigen Weise jähriidi 
einmal in einem dem jedesmal vorhandenen Stoffe angemesae- 
Ben Umfange. 

Nachdem so in Deutschland seit dem Jahre 1840 die Biblio^ 
thekwissenschaft in zeitschriftlicher Beziehung Grund und Be<« 
den gewonnen hat, sind mittlerweile auch im Auslande zwei 
neue, und zwar franzosische Zeitschriften zum Vorscheine ge* 
kommen, die, wenn sie auch weniger mit dem Serapeum, mehr 
mit dem Pariser Bulletin Aehnlichkeit haben, doch mit gletchem, 
wo nicht grösserem Rechte, als das letztere, in der Reihe der 
bibliothekwissenschaftlichen Zeitschriften aufzuführen sein wer- 
den. Die Eane, um zunächst bei dieser stehen zu bleiben, iat 
das Brüsseler Bulletin du Bibliophile Beige, oder, 
wie es sich kürzer auch noch nennt, le Bibliophile Beige, daa 
seit dem Jahre 1844 erscheint Waren oben, bei Besprechung 
des Pariser Bulletins, die Gegenstände unerwähnt geblieben, 
mit denen der französische Bibliophile zu thun hat, so wird 
sich hier, bei dem Brüsseler Bulletin sowohl als der anderen 
nodi zu erwähnenden Zeitschrift, passende Gelegenheit bietelii 



X EfadekoMict. 

das Varsäumte nadiziiholen, obwobi im Voraos bemerkt wer- 
iien mos«, dass man trotsdem' mu völlig abgeschlossenes Bild 
des bibliophiltschen Gescbaftskreises aas dem GhrntMle nicht wird 
«rkalten können, weil sich der Bibliophile selbst nicht in be- 
atimmte Qrenzen etnschliessen lassen will, und erforderlichen- 
Mh kein Gegenstand dem Bibliophilen so entfernt zu liegen 
sdieint, dass es ihm nicht belieben kdniite, einen solchen ent- 
fernteren Gegenstand mit irgend einem Boche in Verbindung 
Wa bringen; dann mochte es wohl eine schwierige Aa%abe 
§ma y dem Bibliophilen gegeniiber noch behaupten ^u wollen, 
dass der Gegenstand nicht innerhalb der Grenzen seines eigent- 
Kdien Geschäftskreises liege, fn Betreff derGegeaslände, deren 
Besprechung dem Brüsseler Bulletin zur Aufgabe bestimmt ist, 
bat sich der Herausgeber^ Baron von B«iffenberg> im Avertisse- 
ment der allerersten Nummer folgendermaassen geäussert : Yoici 
quelle sera habituellement la oomposition de nos bulletins: 
1) l^e9 articies sur Thistoire Ikt^raire du pays, principalement 
sor des bibliographes, des imprimeurs, des calKgraphes , des 
graveurs, des relieurs, des bibliophiles qiii m^ritent d^^tre tir^ 
de la ibnle. 2) Des dissertations sur les diverses parties de 
la bibliographie. 3) L'histoire des biblioth^ues pnbliques ou 
particulieres. 4) Des descriptions de livres rares et prtöeux, 
seit imprim^s, soit ex^ut^ par d'autres moyens graphiqnes. 
6) Des anecdotes qui se rattachent ä la bibliologie. 6) L'an- 
aoBce des ouvrages bibKologiques qui parattront däns qiielque 
langne que ce soit 7) Des renseignementa sur les ventesim- 
portantes qui auront lieu. 8) Une correspondance destin^ ä 
procurer aux amateurs des articies qui leur manquent, et ä 
rendre possibles des echanges mutuellement profitables. 9) En- 
Ün un choix des meiileurs articies de la librairie Yandale. So 
weit Reiffenl^g. Hierzu möchte gleich Das noch zu fugen 
sein, was Photius »m Avant-Propos des Biblioth^ire, jener an- 
deren Zeitschrift, virn der noch weiter die Rede sein sollte, — 
was Photius über diejenigen Gegenstände mitgetheilt hat, zu 
deren Besprechong die Blätter des Biblioth^caire bestimmt wor- 
den waren : als solche ' bat Photius denn folgende genannt 
Histoire litt^ire; — £xamen impartial des onvrages sur ce 
snjet ; — Revue mensnelle des petits <6v^ements de la litt^- ' 
rature et des vicissitudes de la presse ; — BiograpUes ancien- 
nea et Noticea sur les savants, les litt^teurs et les artistes, 
que la mort vient ä iVapper; — Particnlarit^s sur quelques- 
mes de nos c^l^rit^ litt^raires Vivantes; — Examen impar- 
tial de biographies; — Bibliogra|)hie raisonn^, g^^rale, na- 
tionale, professionneHe et speciale; "— Bulletio systematique 



Ebdcitend«!. XI 

loel des publications les plas importantes de'la Fiaote 
et de r^tmnger; — Examen des ouvrag^es et det syst^met da 
UUiographie; — Topographie litt^ire; — Bibiipth^aet pm- 
Uiqoesy leur statistiqiie et leur bistoire; — Ventes de biblioth^ 
qvef, des r^exioas sor l'intdr^t qii'elles peavent offrir, et bo« 
tioes Bar lenrs posgesseors. Sa weit auch Photius. Dieat 
wäre denn Das, woraus sich jinnahemd die Grenaen beortheüen 
liessen, in denen sich die französische Bibüophiiie aa ergelMn 
beKebt: es ist diess aber in der That nichts ^weringeres, ilb 
fite^ was man Literärgeschichte zu nennen pflegt, in dem wei- 
testen Sinne des Wortes^ mit allen ihren nur moglicben Beaie- 
kongen znr Geschichte der Känste sowohl als Gewerbe. Bei 
einer solchen Ausdehnung des bibliophilischen Wirkungskreises 
mochte es allerdings sehr dem Zu&lle überlassen bleiben mils- 
sen, ob sich die Bibliothekwissenschaft in einer Zeitschrift, 'die 
den tnteressen der Bibliophilie überhaupt gewidmet ist, einer 
besonderen BeräcksichtiguBg werde au erfreuen haben, oder 
nicht, und es wird theilweise nur als ein glückHdies Ungefikir 
aasusehen sein, dass in den seither erschienenen Nummem 
des Brüsseler Bulletins die Bibliothekwissenschaft ungleieh mehr 
begünstigt worden ist^ als diess eigentlich von einer derart»* 
gen Zeitschrift zu erwarten war; denn was anders ist es, na 
■ar eines Umstandes besonders zu gedenken , — was amtoi« 
als glncklicher ZufiiU ist es, dass an der Spiüse des Unterndn 
taeas ein Bibliothekar von Fach steht, welcher, durch und d«tli 
Bibliophile zwar, und stets von den verschiedenartigsten Arbei- 
ten in Anspruch genommen, trotzdem der Wissenschaft, der 
er seiner bürgerlichen Stellung nach angehört, in literarischer 
Hinsicht weit grössere Aufmerksamkeit schenkt, als man diess 
an vielen Anderen seines Gleichen tagtäglich zu sehen Gele- 
genheit hat; wie denn audi gleich hier bemerkt werden magy 
dass Rdffenberg ausserdem noch eine aadere in das Fach der 
BibÜotbekwissenschaft emschlagende Schrift, auch eine Art yaa 
Zeitschrift^ vden bekannten Annuaire der Brüsseler Bibliotfaek^ 
seit dem Jahre 1840 herausgiebt Ueber den Letzteren no«h 
ein paar Worte sjuiter; jetzt das Nöthige über die äussere and 
innere Einrichtung des Brüsseler Bulletins. Dasselbe erscheint 
in zwanglosen Heften zu S, 4 oder 5 Bogen , deren dO etwa 
zusammen jährlich einen Band bilden. Jeder Heft zerfällt 
hinsichtlich des darin verarbeiteten Stofies in vier Absdmitla, 
und i&war i. in eine Histoire des bibKotheqnes, des livres in- 
prim^ et mantiscrits, des archives , etc. , II. in eine Histoire 
de Timprimerie, des imprimeurs, des libraires, des bibliophilea, 
des auteurs, etc., UL in Chronique et Vari^t^ ond IV. in 



XII SMtimdn. 

I 

Beroe bibliographiqae; in Betreff der ietsEteren möchte darauf 
anfmerlüNmi zu machen sein, wie wesentlich sie sich, und ge- 
wiss nicht zu ihrem Nachtheile, von der Bibliographie des Pa- 
riser Bulletins dadurch unterscheidet, dass sie» vom Herausge- 
ber selbst bearbeitet, lediglich die wissenschaftlichen Interessen 
der Leser im Auge behält, während jene, ein ganz gewöhnli 
eher Buchhändlercatalog mit Bemerkungen in mehr oder minder 
rein kaufmännbchen Interessen, von dem Verleger besorgt wird. 
Die Zahl der Holzschnitte und Dthographien, die dem Bulletin 
beigegeben werden, ist nicht bestimmt. Von den Mitarbeitern 
lies Bulletins . sind auf dem Titel R. Chalon, Th. de Jonghe, 
A. B. Schayes, C. P. Serrure und P. van der Bieersch n^ment- 
bdi bezeichnet. 

Der Biblioth^caire (Archives d*Histoire litt^ire, de 
Biographie 5 de Bibliologie et de Bibliographie)., um nun auf 
diesen zu kommen, hatte sich bei dem Erscheinen der ersten 
Nummer^ im Juli 1844, in einer Weise angekündigt, dass, hätte 
mon von der vielversprechenden Ankündigung der Zeitscbrift 
auf ihre Dauer einen Schluss machen wollen, — dass man leicht 
versucht gewesen wäre, eher den Einsturz des Himmels zu er- 
warten, ab zu glauben, die neue Zeitschrift werde ebenso 
sdmell wieder verschwinden, als ihr kaum geahntes Erscheinen 
mitten im Jahre Viele überrascht hatte; und doch hat sie ausser 
der ersten Nummer ein Lebenszeichen nicht weiter von sich 
gegeben, wie man h5rt, haben buchhändlerische Verhältnisse 
das Unternehmen im Keime erstickt. Wenig^er nach Dem, was 
Photius, einer der baden Herausgeber, über die Grenzen der 
Zeitschrift — man kennt diese bereits — gesagt und im Avant- 
Propos sonsit noch versprochen hatte, als vielmehr nach Dem, 
was man von den Mitarbeitern weiss, deren Kräfte für die 
Zeitschrift verwendet werden sollten, hätte man füglich für die 
Bibliophilie (Photius nennt sie litt^rature bibliographique) über- 
haupt und, was hier am Meisten in Betracht komnit, insbeson- 
dere für die Bibliothekwissenschaft nicht unerhebliche Leistun- 
gen erwarten können, waren doch, ausser M^c^ne, dem anderen 
Herausgeber, noch J. M. Albert, G. Brauet, F. Deihasse, E. de 
Bianne, Doublet de Boisthibault, L. Dubeux, F.Grille, J. M. 
Gulchard, Pillon, J. M. Qudrard, F. •deReiffenberg, Richard, 
Villenave Vater und Sohn, Ch. Weiss und autres biographes, 
crltiqnes et bibliographes als Mitarbeiter bezeichnet ; allein die 
ganze Zeitschrift ist dahin, und es würde sich unter solchen 
Umständen ein besonderer Nutzen nicht absehen lassen, wollte 
man jetzt noch^ zumal lediglich nach Maassgabe der ersten und 
einzigen Nummer, untersuchen, ob die Zeitschrift den von ihr 



Eiiikitaidw XIH 

gdi€gteii Erwartungen entsprochen haben wurde , oder nicht: 
ein annähernd richtiget Urtheil über erfüllte oder getausdile 
Erwartungen würde ohnehin dann erst möglich gewesen sein, 
wenn mehre Nummern dem Benrtheilenden vorgelegen hättäi. 

Von einer dritten Zeitschrift des Auslandes, die jüngat 
erst zu erscheinen begonnen hat, und, zur Hälfte wenigstena^ 
bibliothekwissenschaftlichen Inhaltes zu sein scheint, der Revue 
des ^coles et des biblioth^ques lä?st sich hier nicht viel 
sagen, und zwar aus dem Grunde, weil bis jetzt, ausser der 
blosen Anzeige von dem Bestehen einer solchen Zeitschrift, we- 
der über deren Plan eme weitere Nachricht nach Deutschland 
gekommen, noch überhaupt darüber Gewissheit vorhanden ist^ 
ob diese Revue auch wirklich noch fortbesteht, oder ob man 
nicht, durch das Schicksal des Bibliothecaire roisstrauisch ge- 
macht, aus dem Mangel an Nachrichten darüber auf das Ge- 
gentheil zu schliessen habe; bekannt ist bis jetzt nur so viel, 
dass die erste Nummer der Revue, zwei Bogen stärk, im Juni 
1845 zu Yaugirard erschienen sei, und eine gleich starke Nuuh 
mer jeden Monat habe folgen sollen. 

Mochte schliesslich noch über etwaige andere bibliothek- 
wissenschaftliche Schriften etwas zu erwähnen sein, die, ob- 
schon nicht eigentliche Zeitschriften im strengsten Sinne des 
Wortes, doch den zeitschriftlichen Erscheinungen insofern angifr- 
boren, als sie eben, wie diese, in regelmässigen Zeitabschnit- 
ten erscheinen , so würde hier vor der Hand nur des Reiffeo- 
berg'schen Annnaire de la biblioth^que royale de 
Belgique gedacht werden können, — • ein Unternehmen, wel- 
ckes seiner Zweckmässigkeit wegen wohl verdiente, dass ei 
nahlreiche Nachfolger fände, wie dl^n auch in der That von' 
Seiten der kaiserlichen Hofbibliothek in Wien und der könig- 
lich öffentlichen Bibliothek in Dresden ähnKehe Jahrbücher hei^ 
ausgegeben werden sollen ; über die Zeit, wann diess gesche* 
hen werde, ist freilich noch kiichts bekannt, aber begnüge man 
sieh einstweiten mit dem Wunsche, dass es nur überhaupt g^ 
sdiehen. möge. Was den Reiffenberg'schen Annuaire betrifit, 
so erscheint derselbe (mit Vignetten) seit dem Jahre 1840 •— 
Mtürlich in Brüssel — > nach dem Plane, worüber sich der Her- 
ausgeber in dem Avertissement mit folgenden Worten ausge-^ 
aprochen hatte: Chacune de ces publications eontiendra, ave< 
nn expos^ de la Situation de la bibÜoth^que royale, des no- 
tices «ur ce quelle renferme de rare on de curiemc, des re* 
cherches sur les anciennes bibKoth^ues dn pays, des renieig* 
nemens sur Celles qni exbtent, actuellement'^ des articies bio-' 
grapbiques sur les bibliogniphes^ lea artiates et les.^crivaina 



XHV EiiüataMtes. 

b^gefi, avec des m^langes bibltologiques. Bien de ce qni ap« 
paitieat ä la connaissaoce des livres» et mdme ä celle des m^ 
dailles^ des cartes, des piaos et des estampes» sortout dans leurs 
rapports avec la Belgiqiie, n'en sera exclu, — ibdn sieht, dass 
aiMh hier iu Bezug auf die Gegenstände, weiche zur Bespre- 
chung gebracht werden sollen,, verhältnjssmässig eben so weite 
Grenzen festgehalten worden sind, als diess bei dem Brüsseler 
Bulletin der Fall ist, und es möchte daher, fall&.das Dresdner^ 
Wiener oder sonst ein anderes derartiges Jahrbuch nach Reif- 
feoberg*schem Muster wirklich noch zur Ausführung kommen: 
sollte, diesen im Interesse der Bibliothek Wissenschaft anzu* 
empfehlen sein, dass sie sich rücksichtlich der angegebenen 
Grenzen den Reiffenberg'schen Annuaice nicht allzu, sclayisch« 
zum Vorbilde nehmen mögen^. um bei angeschränkteren Gren- 
zen für die Bibliothekwissenschaft um so besser wirken zu kön- 
nen. Sollte, ausser dem Reiffenberg'schen Annuaire, zuletzt noch • 
das NtQujahrsbJatt herausgegeben von der. Stad-t- 

«bibliothek in Zürich auf das Jahr 1841: hier erwähnt 
werden, so konnte es nur sein, um dabei zu bemerken, wie 
darüber^ ob man- das Blatt in den folgenden Jahren fortgesetzt 
habe^. ebenso wenig etwas bekannt, als der Plan des Blattes* 
auS; den. wenigen Mittheilungen, die darüber Tortiegen, ersicht- 
lich, ist«. 

Wenn sich übrigens nicht läugnen lässt, dass die Biblio- 
tbekwisaenschaft in der neueren Zeit, namentlich seit dem Jahre 

'1840,. auch in vielen anderen Zeitschriften allgemein wissen- 
schaftlichen Inhaltes grossere Beachtung gefunden hat, denn 
früher, so verdient hier in dieser Hinsicht keine nnter allen 
awt mehr Recht genannt zu werden, als die Oesterreichischen 
Blätter für Literatur und Kunst^. die in Bezug auf Nachrichten 
ZOT Bibliothekenkunde des österrekhischen Kaiserstaatet: eine 
reiche Fundgrube geworden sind« 

Fasst man- jetzt. Dasjenige, was siiji ans vorstehenden 
Mittbdlungen ergeben iiat, in möglichster Kürze zusammen, so 
wild sich' über den,- Stand- der B.bliotfaek Wissenschaft in zeit-- 
schriftlicher Hinsicht, im Allgemeinen i^olgendes sagen lassen. 
Während > der Bibliothekwisseoschaft.vor dem Jahre 1840 in den 
Zeitsohriften^ mit Ausnahme des Pariser Bulletins^ wenig' oder 
gar, keine Beachtung zuTbeü geworden war, hat sie seit dem 
Jahre 1840, in einer. Reihe, von nicht, mehr als sechs Ji^ren^ 
anft dean z^tschriftlichea Gebiete so weit Grund' und. Boden ge- 
wonnen, dass sie nicht nur, ihre Bedeutung als Wissenschaft, 
wie jede andere^ .in den Zeitschriften geltend i gemacht sieht,, son- 
dern unter diesen audi ihre eigenen Vertreter aufweisen. kann, 



BiaMlMdii. XV 

mid wenn es zooichst IXeatochland gewesen ist, wo die Biblio* 
thekwifsentciMift in dieser BeziehuDg saerst Beriicksichtigang 
gefunden hat, so ist es auch Deutschland wieder, wo ihre In- 
teressen insofern am Besten vertreten sind, als da noch Mi • 
Meisten die Sonderinteressen anderer Wissenschaften von den bi- 
btiothckwissenschafllichen Zeitschriften entfernt gehalten werden. 



[II.] lieber SchrCjibgeräthschaften. 

ein Abschnitt aus der.blbllothekarischen Handschrif- 

tenknnde, 

Nadi Pfeiffer, Ebert 4]nd Hoffmann. 

Die Schreibgerathschaften theilen sich, je nachdem man* 
darnach fragt, ob durch sie, oder mit ihnen, oder anf 
ihnen geschrieben worden sei, in Schreibwerksenge, 
Schreibmittel und Schreibstoffe. 

Was zunächst die Schreibwerkzeuge anlangt, so sind^ 
diesdben in der Haodschriftenkunde weniger desshalb, weil 
ans ihrer Kenntnissnahme ein w^ientlicher ^klt8en erwächst^ ahi( 
vielmehr der Volbtändigkeit' wegen zu erwohnen; doch kenn 
men hier von den maDcberlei Arten der eigentlichen SchreülH* 
Werkzeuge, zu deren Anwendung die verschiedenen Schreibmit- 
tel und SdireibstofieAnlasS' gegeben haben, mehr oder weniger 
nur Gxiffel, Rohr»^ Feder und Pineel in Betradit. £^' 
gegen sind noch von den Hilfswerkzengen^ diejenigen, welche* 
man aumtLintren gebraucht bat, zu bemerken^ und zwnv' 
uns- SQ. weniger mit Stillschweigen zn übergehen, als die Be*' 
anlwortnng der Frage über das, wie und womit dieXinien^ 
gezogen« worden' seien, in der Handschriftenkunde nicht d^ie* 
allO'Bedeutnng ist . ^ 

Der GYiffleU <1« ans Hohl sowohl alfii Metall 4ind Elfe»-' 
bein gefertigt' wurde, hat, w^ihrend er in> älterer Zeit znm* 
Schrien selbst gebraucht worden war, doch später vielleidit* 
höchsten« nur zum- Voraeichnen blinder Linien gedient Mi 
den Alten hiess der GnSkl bekanntlieh sttus, später auch' gm^ 
phium^ wie denn ein solches graphiom^ audi unter den Schrdb^^ 
geräthscheften vork(»nmt, die nach des Priors Gliigo Vorschrift- 
jeder Karthänser in san«r' Zelle haben sollte: die Statuta of^' 



XVI Einkitelid«. 

diois Cartfaasienb a Gnigone edita, XXVIII^ 2, verlasgtien, 
dafs jeder 2ellenbewohner ad acribendum scriptorioni, pennas^ 
cretam, pujnices duos, coroua» duo, scalpellüm unum, ad ra- 
daoda pergamena novacuia sive rasoria duo, punctorium unuiii, 
sobolam unam, pltimbum , regulam ^ postea ad regulandum ta- 
biilas graphium erhielte. 

Das Rohr, aus den gewohnlichen Pflanzenstoffen und gewiss . 
nur in seltenen Fällen aus Metall, ist zwar gleichzeitig mit dem Grif- 
lel in Gebrauch gekommen, hat sich aber länger als dieser darin 
erhalten, und wird bei den Morgenländern noch jetzt zum Schrei- 
ben verwendet. Die Alten nannten das Rohr calamuS| arundo, 
iuncus. 

Die Feder oder der Kiel, penna, die man, wie noch 
jetzt, von verschiedenem Geflügel zu entnehmen pflegte, ist als 
Scbreibwerkzeug, wenn nicht. früher, doch jedenfalls seit dem 
Anfange des Y IL Jahrhunderts bekannt gewesen ; denn nicht 
genug, dass sich die Feder von dieser Zeit an in Handschrif- 
tcnmalereien abgebildet findet, so gedenkt ihrer auch Isidor, 
Qngg. VI, 14, wo er zugleich mit. Rücksicht auf das Rohr 
Folgendes sagt: Instrumenta sunt acribendi calamus etpenna; 
ex his emm verba paginis infiguntur. Sed calamua arboriiT 
est, penna avis, cuius acumen in duo dividitur, in toto cor- 
pore unitate aervata. 

Der Pins-el, meist ans Haaren, ist im Allgemeinen aeÜ- 
nec zum eigentlichen Schreiben, als vielmehr zum Malen dec 
Initialen und Miniaturen angewendet worden. Bei den Alten 
ftihrte der Pinsel den Namen peniciUnm. 

Unter denLinirwerkze.ugen steht das Lineal oben 
an: man kennt dasselbe aus älterer Zeit unter den Namen 
canon, regula, norma, linea. Ausser ihm und dem Pi^nctc^ 
rium oder der Pfrieme (subula), sowie dem Zirkel, als 
denjenigen Werkzeugen, deren man sich bedient hat, um bei 
dem Liniren für Gradheit und gleichmässige Entfernung der 
Linien eine Richtschnur zu haben, sind namentlich die zum 
Littiren selbst erforderlichen Hiifismittel aus d^pn Gründe sn 
erwähnen, weil, wie man die Linien in Rücksicht ihres Zweckes 
thdk in Randlhnien (pikiöts)^ theils in Schriftlinien 
(yifaiifiat) unterschieden hat, die Linien auch in Rücksicht jener 
Linirmittd in blinde und sichtbare zerfallen: als Regel 
gilt hierbei, dass die blinden Linien nur der älteren Zeit bis 
zom XII. Jahrhunderte angehören, wo man nur den Griffel 
und metallenen Stift (fioilv/^jo^) zum Liniren angewendet 
bat, die sichtbaren aber der Zeit von dem XIII. Jahrhunderte 
an, seit Blei (Bleiweiss oder ReissU«) und Farben (Rothel. 



Einleitendes. XVK 

and farbige Tinten) an die Stelle des Griffels und Stiftes ge- 
treten waren. Doch hat diese Regel ohne Zweifel mancherlei 
Ausnahmen erlitten; und wenn bereits Linien mit dem blosen 
Stifte noch in einigen Handschriften des XV. Jahrhunderte« 
nöchgewie^en worden sind, so giebt es, meist von der Hand 
italienischer Schreiber des XIV. und XV. Jahrhundertes, auch 
andere Handschriften, wo zwar keine Liuien sichtbar, wohl ab^ 
Gründe vorhanden sind, zu vermuthen, dass die Linien nicht 
von Haus aus blind, sondern sichtbar gezogen und später nur 
wieder ausgelöscht worden seien — eine Vermuthung, die vor- 
Kugsweise da ihre Anwendung findet, wo kein Eindruck eines 
Stiftes im Schreibstofie sich bemerkbar macht. 

Was ferner die Schreibmittel bctriftlfc, so theiien sich 
dieselben, meist Flüssigkeiten, in Tinten und Farben, deren 
Erörterung in der Handschriftenkunde, wenn nicht aus anderen 
Gründen erforderlich, doch jedenfalls desshalb nöthig ist, weil 
damit die Bestimmung der chemischen Reagentien, wodurch 
verblichene oder ganz erloschene Tinten wieder zum Vorscheine 
gebracht werden können, in sehr genauer Verbindung steht. 

Die Tinten, von tinctum^ zerfallen in schwarze und farluge. 
Dte schwarze Tinte, das bekannte jLuAav oder atramen- 
tum^ das man auf sehr verschiedene Weise zubereitete, ist bis 
cum IX. und wohl auch noch X. Jahrhunderte nichts weiter 
als eine Art Tusche gewesen und hat im Wesrntlichen aus 
Russ von mancherlei Stoffen und Gummi bestanden; unter den 
Alten handeln hierüber namentlich Vitruv de architect. Vtl, 10, 
Plinius Histor. natur. XXXV, 25, Dioscorides de mater. medic. 
V, 183, und aus letzterem giebt Oribasius medicinal. collect. 
XIII unter melan folgendes Tintenrecept : Fuliginis pictorum 
mina, gumrai sesquilibra, glutinis taurini unda una, oboli duo- 
decim, atramenti sutorii denarius et oboli tres. Erst seit dem 
IX. Jahrhunderte scheint der Gebrauch von Galläpfeln (galla) 
mit einem Zusätze von Vitriol (chalcanthum) behufs der Tin- 
tenbereitung allgemeiner geworden zu sein. 

Unter den farbigen Tinten ist die rothe (rubrum),* 
wozu von den Mineral- und Pfianzenstoffen hauptsächlich Men- 
nig (minium), Zinnober oder auch der Saft der Scharlachbeere 
(coccus) verwendet wurde, bei Weitem häufiger gewesen, als 
die blaue oder' irgend eine andere : mit der rothen hat man, 
wenn auch nur seltener gansK Seiten und Abschnitte, doch ein- 
zelne Stellen und sehr gewöhnlich die Anfangsbuchstabeu (Ini- 
tialen), insbesondere aber die Ueberschriften geschrieben, daher 
letztere auch ohne Weiteres rubricae und deren Schreiber rubrica- 
tores genannt Miniatores und Miniographi sind mehr eigentliche 

PetaMdr, ku. d. BibL- WiMCBBcIi. 1815. 1 1 



XTtU Einleitendes. 

Bfaler, als dergleichen Schreiber, ebenso wie man unter Minia- 
turen nicht Schreibereien, sondern Malereien aller Art zu vor- 
stehen hat. In den Bereich der Letzteren gehört auch niehr 
öder weniger die Anwendung . des Goldes und Silbers, nament- 
lich zu Anfangs-Buchstaben und Zeilen, Auf- und üeberschrif- 
ten U.S. w.; und wenn man von einer besonderen Kunst, mit 
Gold zu schreiben (xQvaoYQciq)i(t odbv 'j^QvßoYQcinuia^ ^ und 
dergleichen Schreibkiinstlern {xQvaoYQci(poi) gesprochen hat, so 
ist danmter nicht die Kunst, mit Goldtinte zu schreiben, allein 
zu verstehen — denn im Ganzen lassen sich, im X. und XI. 
Jahrhunderte noch seltener als in der folgenden Zeit, ebenso 
wenige mit Gold als mit Silber geschriebene Bücher nachwei- 
sen — sondern auch die Kunst überhaupt, mit Goldfarbe zu 
malen sowohl als mit Goldblättchen die theils vorher gefärb- 
ten, theils ungefärbten Flächen von Schreibereien und Malereien 
ZQ überlegen. 

Die Farben, die zu den Malereien erforderlich vraren, 
haben meist aus den nämlichen Mineral- und Pflanzenstoffen 
bestanden, wie die Tinten, nur dass man die Letzteren flüs- 
siger zubereitete, als die Ersteren. 

Bei der Anwendung der zum Wiederauffrischen verbliche- 
ner und gänzlich erloschener Tinten dienlichen chemischen 
Reagentien (Tinkturen), deren man mehre in Vorschlag ge- 
bracht hat, ist vor Allem darauf zu sehen, dass dadurch die 
neben den Schriftzügen befindliche leere Schreibfläche in keiner 
Weise beschädigt werde, eine Beschädigung, welcher eine mit 
der früher üblichen Galläpfeltinktur, d. h. Auflösung von Gall- 
äpfeln in Wasser, benetzte Schreibfläche kaum entgehen zu kön- 
nen scheint Auch wird nach Blume bei der Anwendung sei es 
der einen oder der anderen Tinktur in allen Fällen Folgendes 
ab Cardinairegel festzuhalten sein : Es ist unmöglich, für alle 
Handschriften ein und dieselbe Tinktur mit gleichem Erfolge 
anzuwenden, sondern nach Verschiedenheit der Umstände wird 
diese oder jene Zusammensetzung den Vorzug verdienen; es 
* gilt diess nicht nur in Ansehung der Quantitäten, sondern auch 
der Qualitäten. 

Was endlich die Schreibstoffe anlangt, so unterschei-r 
det man, mit nur wenigen Ausnahmen, den Papyrus etwa und 
einige seltnere Stoffe, blos Pergament und Papier, von 
denen das erstere im Allgemeinen als derjenige Stoff gelten 
kann , den man in den- älteren Handschriften anzutreffen ge- 
wohnt ist. 

Der Papyrus (charta papyracea s. aegyptiaca) ist der 
älteste Schreibstoff, dessen Gebrauch jedoch im Abendlande 



Eioldteiides. XIX 

scboo mit deikn IX. Jahrhunderte aufgehört hat, und nm so 
mehr in Abnahme kommen musste, je mehr eines Theiles der 
Gcbraiidr des Pergamentes und Baumwoilenpapieres Aufnahme 
fand^ und dadurch anderen Theiles die Kenntniss clerTapyrus* 
bereitung beschränkt wurde. Nach £ustathius, dem Muratori, 
Antiq. Ital. \i\, 832 — 833, beistimmt, hat man schon im Xil. 
Jahrhunderte die Bereitungsweise des Papyrus nicht mehr ge- 
kannt: laf^xagta sind des Custathius eigene Worte Schol. in 
Hom. Odyss. 1913, 41 ed. Rom., wo er von dem aus der Pa- 
pyrusstaude bereiteten Schreibstofie spricht, cnoia üatog x«l 

anijiiiTtxat» 

Das Pergament steht dem Papyrus in Hinsicht des Al- 
ters zunächst, und ist mit selbigem lange hindurch gleichzeitig 
im Gebrauche gewesen : man kennt das Pergament theils unter 
diesem Namen (charta pergamena), den es von der Sta :1t Per- 
gamus, dem angeblichen Erfindungsorte, erhalten hat, thdk 
unter dem Namen der Charta membranacea s. membrana. Der 
Gebrauch des Pergamentes ist natürlich seit der Zeit, als die 
Anwendung des Papyrus in Vergessenheit kam, mehr und mehr 
verbreitet worden, und bis auf die neueste Zeit dergestalt 
in Aufnahme geblieben , dass, wenn man sich auch nach und 
nach mit dem Aufkommen des Papieres und namentlich seit deni 
XIV. Jahrhunderte mehr an das Papier gewöhnte, doch nach- 
her noch theils blose Pergament-, theils gemischte Pergament* 
und Papier handschriften neben den blosen Papierhandschrifleo 
vorkommen. Was die Beschaffenheit des Pergamentes zu den 
verschiedenen Zeiten betrifft, so scheint dasselbe in der älte- 
sten gewöhnlich von Kalbshäuten gefertigt worden zu sein, und 
der Grebrauch des Pergamentes von todtgeborenen Lämmern 
erst dem XUI. Jahrhunderte anzugehören, im Allgemeinen auch 
aU Regel sich annehmen zu lassen, dass das ältere Pergament 
sich durch Festigkeit sowohl als Feinheit und Zartheit vor dem 
späteren auszeichne, und das letztere seit dem XI TL und XIV. 
Jahrhunderte häuGg ein durch Kalk hervorgebrachtes weisses 
Aussehen erhalten habe, insbesondere italienische Pergament- 
handschriften an der weisseren Oberfläche auf nur Einer Seite 
vorzugsweise wohl kenntlich seien. Wenn man sich übrigens 
schon im IX. Jahrhunderte (und in einzelnen Fällen sogar frü- 
her noch), bei immer mehr steigendem Bedürfnisse nach Schreib- 
stoff, durch die hohen und namentlich im X. Jahrhunderte 
ganz übermässigen Preise des Pergamentes veranlasst gefunden 
hatte, das bereits beschriebene Pergament zum zweiten Male 
zu benutzen, und zu diesem Behufe die ältere Schrift auszu- 

II* 



XX EinlciteiHles. 

löschen — eineSitte^ welcher didPaliiapsesten (codices re* 
scripti, rasn) ihre Entstehung zuzuschreiben haben — so hat' 
naturlich im XIV. Jahrhunderte mit der Einführung des Lin- 
nenpapieres jene Unsitte fast ganz aufgehört. Das Werkzeug, 
dessen man sich übrigens in den angegebenen Fällen zum Aus- 
loschen der älteren Schrift bediente, ist bekanntlich das raso- 
rium gewesen, das nämliche, welches man i'iberhaupt auch 
vorzugsweise gebraucht haben mag, um das Pergament zum 
Gebrauche beim Schreiben passend vorzurichten, und in Betreff 
dieser Vorrichtung lässt denn Kopp (Bild. u. Schrift, d. Vorz. I, 
188) den Petrus Blesensis vom Pergamente Folgendes sagen: 
prius traditur rasori, ut cum rasorio omnem superfluitatem, 
pinguedinem, scrupulos et maculas tollat; dein supervenit pu- 
mex, ut quod rasio auferre non potuit pumice deleatur. 

Das Baumwollenpapier (charta bombycina, gossypina, 
xylina), wohl auch Seidenpapier genannt, ist im Abendlande 
schon im IX. und X. Jahrhunderte im Gebrauche gewesen, ob- 
schon sich Handschriften aus Baumwollenpapier nur erst aas 
dem XI. Jahrhunderte nachweisen lassen. Von dem Pergamente, 
dem das Baumwollenpapier in Hinsicht der Glätte und Festig- 
keit wohl ähnelt, unterscheidet sich dasselbe mittels des blosen 
Gefühles, von dem Linnenpapiere dagegen durch grössere 
Dichtheit, geringere Härte und .Rauhigkeit, aber auch geringere 
Bkgsamkeit und mithin grössere Neigung zum Brechen ; und 
was endlich den Unterschied des reinen Baumwollenpapieres 
?on dem gemischten Baumwollen- und Linnenpapiere anlangt, 
so ist Ersteres am sichersten, wenn es sich zunächst an den Rän- 
dern aufzulösen anfängt, an dem reinen Baumwollenstofife er- 
kennbar. Das Baum wollenpapier beisst beim Theophilus (sehe- 
dala diversarum artium), wie auch anderwärts, pergamena 
graeca. 

Das Linnenpapier (charta lintea s. linea) findet sich 
zuerst im reinen Zustande, so weit wenigstens vor der Hand 
die sicheren Nachrichten reichen, in Deutschland seit dem J. 
1301; doch ist auch nebenbei noch nach dieser Zeit bis zum J. 
136Ö das reine Baumwollenpapier sowohl als das vermischte 
d. h. halbbaumwollene und halbleinene Papier nichts Unge- 
wöhnliches geblieben. Zur Beurtheilung der Zeit, des Ortes 
and des Verfertigers der Linnenjiapiere dienen mehr oder we- 
niger die Papierzeichen (Wassermarken), mit denen man^ 
in Deutschland mit dem Beginne ^es XIV. Jahrhundertes, die 
ganzen so gut wie die halben Papierbogen zu versehen sich 
gewöhnt hat. 

Zu den seltneren Schreibstoffen, bei deren Wahl insbe- 



£iiileiteiides. XXI 

sondere die Sucht nach Seltsamkeiten im Spiele gewesen zu sein 
scheint, geboren vorzuglich in der neueren Zeit die verschie- 
denen Gattungen der bunten Papiere. 



Schliesslich folgen ein paar Capitel aus dem ersten Buche 
der bereits erwähnten Schedula diversarum artium des Theo; 
philus, nach der neuesten Ausgabe von Escalopier (Paris, Di- 
dot. 1843. 4) und mit den dort zum Theile fehlenden Varianten 
des Leipziger Codex : die Capitel beziehen sich sämmtlich auf 
ilas Farbenwesen , so weit selbiges in den BücherhandscbrifteD 
des Mittelalters zur -Anwendung gekommen, und somit für die 
bibliothekarische Uandschrifteiikunde von Bedeutung ist. Zu- 
gleich kann nachstehende Auswahl als Probe einer neuen Aus- 
gabe gelten, deren die Theophilische Schrift, trotz der verdienst- 
Kchen Bearbeitung Escalopier's, doch aus mehr als einem 
Grunde bedarf. Zuvor einige erläuternde Bemerkungen in Be- 
zug auf das beigefügte Variantenverzeichniss. E. bezeichnet 
die bereits erwähnte neue Pariser Ausgabe Escalopier's ; C 1. 
den Cod. Cantabrigiensis I., das Eigenthum der Cambridger 
Universitätsbibliothek ; R. die Raspe'sche Ausgabe, die nach dem 
Cod. Cantabrigiensis 11., dem Eigenthume des dortig. Trinity 
College, gefertigt ist ; L. den Cod. Lipsiensis der dort. Univer^ 
sitätsbibliothek; G. die Braunschweig^sche Ausgabe Lessing's 
und B. dessen Berliner Ausgabe, letztere von Lachmann besorgt, 
beide nach demCod.Guelpherbytanus der dortig. Uerzogl. Biblio- 
thek. Aus y. d. i. dem Cod. Venetus der St. MarcusbibliotheK 
sind nur ausnahmsweise ein paar Varianten mitgetheilt, wie 
sich diese im Morelli^schen Mss. Cataloge vorgefunden haben. 

Gap. XXX. De molendo auro in libris.^ 

Cum pertraxeris imagines vel litteras in libris, tolle auruo^ 
purwu^) et lima ülud minutissime^) in mundissima pelvi, sive 
baccina ^), sicque lavabis iliud cum pincello '^) iu concha testu- 
dinis vel conchilii, quae de aqua tollitur. Deiude^) habead 
molendinum cum pistillo suo ^), utraque fusilia ex metallo cupn 
et stagni ita commixto, ut tres partes sint cupri puri^) et 
qnarta stagni mundi a plumbo. His ita*) compositis ftin- 
datnr molendinum ad similitudinem mortarioli, et pistillum eius 
circa fermm quasi *^) nodus, ita ut ferrum inde procedat 
grossitudine unius digiti et longitudine modice umplius pedis 
dimidii; cuius ferri tertia pars infigatur ligno diligenter tor- 
nato ad longitudinem quasi ^ ^ ) unius ulnac et rectissime forato^ 



XXII Eialeiteiides. 

in cuiiis inferiori parte tarnen ^>) a fine longitadipe ^ &) qna> 
toor digitoram sit rotnla sive lignea sive plambea toraatilis, 
et in media parte superiori figatur corrigia, qna^^) trahi et 
volvendo ^ *) retrahi possit * •). Posthaec mittatur ipsum mo- 
lendinum in foramen super scamnuni ad hoc aptatiim inter 
duas columnellas^^) ligneas in ipso scamno finniter fixas, su- 
per qua« Sit aliud lignum eis insertum, quod possit eiici^®) 
et reponiy in cuius medio inferius sit foramen, in quo voU 
▼atur pistillum molendini. His ita^^) dispositis mittatur au- 
mm ditigenter purgatum in^^) molendinum addita modica 
«qua, et imposito pistilio atque superiori ligno coaptato tra- 
katur corrigia et revolvi permittatur, rursumque trahatur et 
iterum*!) revolvatur, sicque fiat per duas vel tres horas**). 
Tunc^') superius lignum eiidatur^^), et pistillum in>^) eadeni 
aqua cum pincello lavetur^^). Deinde molendinum elevetar, 
ct*^) anrum cum aqua^^) nsque ad fundum cum pincello 
moveatur et modice teneatur^ donec quod grossius est resideat; 
moxque aqna in baccinam^^) mundissimam '^) effundatury et 
qnicquid auri cum aqua exierit, molitum est ' ^ ). Rursumque ^ ^) 
imposita aqua^^) repositbque pistilio et superiori ligno ite- 
rom^^) mölatur eo ordine, quo prius^donec omnino exeat'^) 
emn aqua. Taii modo molendum est'^) argentum, anrical- 
cum et cuprum^^). Sed aurum diligentius molendum est et 
leniter'®) trahendnm, saepiusque respidendum , quin mollias 
oeteris metallis est^*)) ne forte adhaereat molendino vel pistilio 
et conglomeretur^^). Quod si per negligentiam contigerit, 
qnod conglomeratnm est eradatur et eiiciatur*^), et**) quod 
reliquum*^) est**) nsque ad effectum molatnr. Quo facto 
superiorem aquam cum sordibus de baccina*^) effundens *^), 
inde*^) aurum diligenter in concham mundam lava. Dehinc 
infundens*^) ei*®) aquam cum pincello move, et cum per 
unam horam in^^) manu tenueris, ipsam aquam in alteram 
concham funde, et illud minutissimnm quod cum aqda exierit 
•erva. Bursumque imposita aqua'^^) super carbones calefac 
et.mo?e, ac sicut prius minntum cum aqua eiice^^), sicque 
fitdes, donec omnino purgaveris*^). Posthaec ipsum**) mi- 
nntum relava ordine eodem bis ^ ^) et tertio, et qnicquid auri 
susceperis priori admisce. Eodem ordine lavabis argentum, 
auricaicum et cuprum * ^). Ddnde®^) tolle*®) vesicam pisds, 
qui vocatur*®) huso*^), et lavans**) eam**) aqua tepida 
tertTo, incide particulatim, ac mittens *8) in ollam purissimam **) 
cnm aqua, sine mollificari per noctem, et in crastinum coque super 
carbones , ita ut non bulliat ^ *), donec probes digitis tuis, si ad- 
haereant^^), et cum fortiter adhaeserint ® ^), bonum est gluten. 



EinlateiKief. XXIII 

1) L. in indice et R. omitt. „ia libri« '' B. add. ex C 1. et in- 
£cilMU G. et B. „et de fundendo molendino/' Eadem add. L. et ia. 
indice et in textu. R. hab. „et de moleiidino eius.** G. et B. in 
indicibiM hab. „molando.** 3) R. add. „coctum/* 3) R. hab. „dl- 
ligentiMiae.'* 4) G. et B. hab. „bacina/* R. „baccino.** 5) G« aC 
B. hab. „bmcella/* 6) L. hab. „Dehinc '' 7) L. omitt „suo.<' 8) 
Hpuri'* add. E. ex C 1. et R. Idcm add. L. 9) L. hab. „itaqae.<« 10) 
R. hab. „qualiter.*< 11) L. omitt „quaai."' 12) C 1. hab. „tantum." 
13) C 1. hab. „longitadinem/* R. „longitudinis.'* 14) R. hab. „qoae.** 
16). R. omitt „volvendo.'« 16) R. add. ,.molendino.'' 17) R. hab. 
^colmnnaa.'' 18) G.etB. hab. „eici."« 19) L. hab. .,itaque/< 90) 
E. omitt „pistiUum molendini... purgatum in.^* 21) R. omitt „ri^^ 
▼olvi... iterum." 22) Cl. hab. „vel per hora« tres.** 23) „Tunc** 
omitt C 1. 24) G. et B. hab. „eiciatur.'' 25) L. omitt „in.'« 26) 
L. add. „etaarumcamaqua.'* 27) „et** exCl. etL. acript 28) R. 

hab. „lavetur cum aqua. Auram.*' 29) G. et B. hab. „bacinaro.^ dO) 
R. hab. „atque in haccino mundissimo.*' 31) R. hab. „molitandnai 
«at.^ 32) C 1. et L. omitt „que."« 33) L. bab. „aqua impotita." 
34) R hab. „tertium.'' 35) R. hab. „pereat*< 36) R. add. „anrum.'* 
37) Cl. omitt ,.et cupnim.'< 38) R. hab. „leviter.'' 39) L. hab. 
^est ceteris metallis'' 40) L. hab. „cum glomeretur.'* 41) G.etB. 
hab. „eiciatur.«' 42) L. omitt „et«' 43) C 1. hab. „requisum.«« 44) 
L. add. „a.«' 45) G. etB. bab. „bacina,** B. „baccino." 46) Sie 

C 1. et L. „eiiciens'« hab. R. , „effunde** rell. 47) R. bab. „idem.«« 
4B) L. hab. „infunde." 49) R. omitt. „ei " 50) R. omitt. „in.'*' 51) 
R« add. „eum." 52) G. et B. hab. „eice.** 53) R. hab. „purgetur.*« 
54) C 1. omitt „ipsum." 55) R. hab. „et ordine bis." 56) L. hab. 
„auricalcum argentum," omissis „et cuprum." 57) Sic L. Reli. hab. 
„deincepa. 58) C 1. oraitt „tolle.*' 59) L. hab. „dicitur.** 60) R. 
hab. „uaa>* 6!) C 1. hab. .Jayabis.** 62) Sic C 1. etL. Reil. omitt 
^eam." 63) L. add. „eam.** 64) Sic B. ex R. ReiL hab. „parviasi- 
mam.** 65) L. hab. „ebuliat*' 66) Sic C 1. L. V. et B. Rell. hab. 
„adhaereat*' 67) Sic L. et V. B. nah. „adheserint, G. „adheserit,** 
rell. adhaeserit*« 

Cap. XXXL Quomodo aurum et^) argentum pona- 

tur in libris*). 

Postea tolle miDiam purum, et adde ei tertiam partem 
cenobrii, terens super lapidem cum aqua 3). Quo diligenter 
trito percute darum ex albugine ovi *) , in aestate cum aqoa, 
in hieme sine aqua, et cum purum fuerit, mitte minium in 
cornu et infunde darum, impositoque ligno move modicum, et 
inde cum pincelio imple- omnia loca ^), in quibus aurum Tdis 
ponere ^y Dehinc pone ollulam cum glutine super carbones^ 
^et cum liquefactum fuerit, funde in concham auri et lava il- 
Ind iode. Quod cum effuderis in aiteram ''') concham, in qua 
pargamentum servatur, rursus infunde gluten calidum, et te- 
nens in palma manus sinistrae move diligenter cum pincelio, 
et pone utrum volueris spissum vel tenue, sie tamen ut glatinis . 



XXIT Emkiteiides. 

modicum sit, qnia, si snperabundaTerit, nigresdt anram et noo 
redpit fulgoreoi. Postquam autem siccatum fiierit, polies il- 
lud dente vel lapide sanguiDario diligenter .limato ^) et polito 
super tabulam corneam a'equalem bc liicidam. Qupd si con- 
tigerit per negligentiam ^) glatinis non bene*^) cocti, iit**) 
aurnm in fricando se pulveret ^^)y vel prae nimia spissitudine 
se elevet ^ 3), habeas penes te clariim vetus sine aqua percus- 
siim, et mox cum pincello de eo modicum ac leniter^^) W- 
niens *^), cum siccum fuerit, denuo **) Jente vel lapide frica- 
bis'^). Hoc modo [aurum]'^), argentum, auricalcum et 
coprum in suis lods pones et fricabis. 

1) R. hab. ,,Tel ^ 2) C I. hab. „in libris ponaiur,«* R. et L. 
„libris imponatur/' Sic in indicibns G. etß* 3) Sic C 1. et L. Rell. 
oantt. „cum aqna/^ 4) L. hab. „ovoruni/* &) R. omitt. „loca.** 
6) Sic C 1. et L. Rell. hab. „imponere.'^ 7) R. hab. „infuderis in 
aliam/' 8) R. hab. „linito.'' 9) .6. et B. hab. „neglegentiam.'' 10) 
C 1. omitt. „bene.'« 11) R. hab. „aut.'' 12) Sic B. ex C 1. L. hab. 
„pulaeriret/* G. etB. „puluerit,'' R. ,,pu!erit.'^ 13) L. omitt. ,,8e 
eleTet.** 14) C 1. hab. „leviter." 15) R. hab. „linies." 16) C I. 
etR. hab. ,,de uno.*' 17) C J. hab. „fabricabis."« 18) Cl. et L. 
omitt. ,,aurum.'' 

Cap. XXXIL Quomodo decoretur^) pictara libro- 

rum stagno^) et croeo^). 

Si vero neutrum habneris, et tarnen opus tuum qaoqao- 
modo 4) decorare volueris, tolle stagnum purum, et raso ^) 
minutissime mole^) et lava sicut aurum''^), et pone eoden» 
glntine in litteris®) vel aliis locis®), quae ^ ^) volueris auro vel 
argento ornare, et cum polieris dente, tolle crocum quo seri- 
cum coloratur ^^), perfundens illum^^) claro sine aqua, et 
cum per noctem steterit, sequenti die cum pincello cooperies 
ca loca ^ '), quae volueris deaurare * *) ; caetera habeto loco ar- 
genti ^ *). Deinde facies subtiles tractus circa [libros] ^ *), lit- 
teras^^) et folia et nodos ex minio cum penna et paratnras 
vestimentorum ac caetera oVnamenta^®). 

1) R. hab. „decoratur." 2) R. hab. „cnm 9tagno/^ omisso „libro- 
lum.** L. inindice „stanno/' 3) C 1. hab. „et cupro." 4) L.hab. 
,^uo modo.'' 5) R. hab. „tamdiu/' omisso „raso.** 6) C 1., G. et 
B. hab. „mola." 7) R.-add. „coctum." 8) R. add. „tuis." 9) C 1. 
omitt. „locis." 10) L. hab. „quo.*' 11) C 1. hab. „colatur." R, 
omitt. „et cum polieris... coloratur." 12) L. et R. hab. „illnd." 
13) L. hab. „loco." 14) R. hab. „decoVare." 15) R. hab. „cetera 
loca argenti habeto." 16) C 1. etL. omitt. „libros." G. etB. hab. 
„lumbos." 17) Omnes hab*. „literas.'* 18) E. ex R. add. quinque 
uncis inclusa capita, quae, in rell. codd. omissa, non Theophili esse 
videntor. 



XXV 



Cap. XXXVIIP). De omni genere glutinis in pio- 

tnra anri. 

Si vesicam non habueris, pergamenum ^) vituli spissum ') 
eodem modo incide, lava et coque. Follem^) qiioque an- 
gnillae diligentissime rastim, indäum et lotnm eodem modo co« 
qne. Ossa quoqne ^) capitis liipi piscis sicci diligenter ^) Iota 
in calida aqua ter ita coque. Qualecnnque ^) horum coxeris, 
adde ei tertiam partera gummi lucidissimi, et modice ^) coque. 
poterisqne servare quamdiu *) volueris. 

1) R. omitt. hoc et qaae sequuntur Septem capita. 2)'C1.bab. 
»»P^fß»"»««." 3) L omitt. „spissum.** 4) L. hab. ,.feilem." 6). C 1. 
iMb. ^etiam** et L. „et.*< 6) L. add. „ea." 7) C 1. hab. „quatt- 

canque/^ 8} L. hab, „modico/* 9) V. hab. „quandlu.^ 

Cap. XXXIX. Quomodo colores in libris tempe- 

rentur. 

Hia ita^) peractis fac temperaraentum ex^) gummi lud- 
dl*amo et aqua sicut snpra, et tempera omnes colores, ex- 
cepto viridi et') cerosa et niinio et carmin. Yiride salsnm 
non valet in libro. Viride Hispanicum temperabis vino puro ^), 
et si volueris umbras facere, adde modicum succum *) gladioli vel 
caulae^) vel porri. Minium et cerosam et carmin temperabb 
daro. Omnes mixturas colorum^Xsi indigueris ad pingendaa 
ima^nes, compone in libro ut supra. Omnes colores bis^) 
ponendi sunt^) in libro, in prirais tenuissime, deinde spissins; 
in Utteris^) vero semd. 

1) L. hab. „itaque." 2) L. hab. „de." 3) L. omitt. „et.** 4) 
L. hab. „puro Tino.** Cl ante „vino" add. „in/* *) Omnes hab. 
,i8acum.** 5) L. hab. „cauli.** 6) E. exCJ. add. „colorum.** Idem 
hab. L. 7) C 1. omitt. „bis.** 8) L. hab. „ponendi sunt bis.** 9) 
Omnes hab. „literis.** 

Cap. XL. Degeneribns et temperamentis folii^). 

Folii tria sunt genera, unum rubeum, aliud purpureum, 
tertium saphireum, quae sie temperabis. Tolle cineres, et cri- 
bra eos per pannum, et perfundens eos aqua frigida, fac inde 
tortulas in similitudinem panis ^\ mittensque ^) eas ^) in igneni^ 
sine^) donec omnino candescant Postquam autem<^) diutis- 
sime candnerint, et postea friguerint, mitte inde partem in^) 
vas fictile, perfundens urina, et move ligno. Cumque resede- 
rit s) iudde, perfunde inde rubeum folium, et terens illud mo- 
dice super lapidem, adde ei quartam partem vivae calcis ^}, et 
cum tritum fuerit ac suflßdenter perfusum, cola illud |>er pan- 



XXVI SiuleitaHles. 

nnm, et trahe cum pinccUo ubi volueris tenue, deiride spissiiis. 
Et 81 placet similitudiDein pallii in pagina facere purpureo fo- 
lio, eodcm ^^) terapcramento sine ciUce perfiiso ^ ^), pinge penna 
prius in ipsa pagina nodos vel circiilos et interius aves sive ^ ^) bc- 
stias ant folia; et cum siccum fuerit, linies per omuia rubeum 
folium tenue, deinde spissius, et tertio si sit opiis^^); ac 
postmodum linies desuper tenue vetus . darum sine aqua per- 
cussum. Purpureum folium ^^) et saphireum non teres, sed 
perfunde eodem temperamento in concha sine calce, et move 
Ügno, et cum per noctem steterit^ in crastinum^^) pone quo- 
modocumque volueris, liniens^^) claro su|ierius. Vestimenta 
quoque ^ ^) et omnia, quae folio et carmen pin](eris, daro su- 
perlinies. Cineres autem coctos, qui remanserint, servare diu ^ ^) 
poteris siccos*^). 

1) L. hab. in textu „De folio/< 3) L. omiti. „panis/* 3) C 1. 
bab. ^mittesque.'* 4) L. hab. „eos.^ 5) 6. etB. omitt. „sine/' 6) 
L* hab* „aotem/* B. ex C 1. „ante/' G. et B. neutrum. 7) L. omitt. 
„partem in." 8) L. hab. „resident" 9) L. hab. „calds vivi.** 10) 
Cl. omitt. „eodem." 11) L. omitt. „perfuso " 12) L. hab. „vel." 
Id) L. hab. -„81 opus fuerit." 14) U add. „non." 16) Cl. hab. 
f^crastino." 16) Li. hab. ,^linie8." 17) G. et B. omitt. „qaoqae." 
18) C 1. omitt. „diu." 19) L. omitt. „sicoos." 

Cap. XLI. De cenobrio. 

Si desideras cenobrium componerc, tolle sulphur, cuins 
tria sunt^) genera, album, nigrum et croceom, quod fran-' 
gens*) super lapidem siccum, adde ei duas partes vivi ar-* 
genti aequo pondere staterae; et cum diligentius ^) miscueris, 
mittein vitream ampuUam, cooperiens eam^) ex omni parte 
argilla, et os obstrue, ne fumus exeat, et pone eam ad^) 
ignem ut siccetur<^). Deinde pone eam inter carbones arden- 
tes, et mox cum coeperit Calefieri, andies fragorem interius, 
qnomodo se vivum argentum commiscet ''^) ardenti sulphuri; et 
cum 801^118 cessaverit, statim eüce^) ampuUam, et aperiens tolle 
colorem. 




Cap. XLII. De viridi salso^). - 

Si autem viridem colorem velis conficere, sume lignum 
quercinum, quantae longitudinis et latitudinis volueris, et cava 
illud in modum scrinii. Deiade tolle cuprum , et fac illud at- 



tennari in lamiiiaB, quantae latitudinis vohiem*), ot tamai 
loDgitado eius coopoiat latitodinein caTi ligni. Postbaec ae- 
dpe scutellam plenam salis, et comprimens eum fortiter mitte 
in ignem et cooperi carbonibus per nocteaiy et in crastinuoi 
tere eum clitigentissime super lapulem siccum. Cun\que acce- 
peris surculos gradles, colloca eos in praedictum cavam lig- 
num '), ita ut dnae partes sint inferius et tertia superius, nc- 
qoe linies laminas cupreas ex ntraqne parte melle puro, asper- 
gens desuper saM) tritum, et collocabis super surculos^) iUos 
conjunctim, cooperiens diligeoter altero ligno ad hoc aptato, 
ita ut nihil spiraminis exire possit. Poistea ^) fac foramen te- 
rebrari in angulo ipsius ligni , per quod possis^) infundere 
acetum calefactum aut uriuam caiidam, ita^) ut tertia paii 
eins impleatur, et mox obstme foramen. Hoc lignum in tali 
ioco debes ponere, ubi possis illud sterquiünio ex omni parte 
coo|>er]re. Post quatuor vero^) septimanas solve coopercn* 
lum^^)y et quicquid super cuprum invencris, erade et senra, 
et^^) iterum reponens^*) cooperi online quo supra. 

1) L. in texta et indice hab. ««De Tiridi^ (in indice ^Teridl'*) 
^colore.^ 2) C 1. et L. „Tolueris.^' 3) L. bab. ^lignum cavuiu** 
4) Cl. omltt. „8ai/< 5) C 1. hab. ,^rculo8.'' 6) 8icL. Reli.hab. 
y,post.'< 7) L. ,,possit(?)'' 8) C 1. hab. „et.«' 9) L. hab. ^quataor 
vero post.** 10) L« hab. y,opercuIum.'* IJ) L. omitt. »iCt." 12} L, 
hab, |,deponens.'* 

Cap. XLIIL De viridi Hispanico. 

Si vero viride Hispanicum componere velis ^), tolle cnpri 

tabnlas attenuatas et radens eas dili^enter ex utraque partes 

perfunde aceto puro et calido absque melle et sale, componei- 

qne^) eas in ligno minori ') cavo» ordine quo supra. Post 

duas septimanas respice .ac rade, sicque facies ^)^ donec tibi 

color ^) sufficiat 

1) C 1. et L. hab. „volueris.'^ 2) L. hab. „componensqne.'* 
omisso „eas.** 3) Cl.etL. hab. ,,minori Ugno.'* 4) Cl.etL.hab« 
^fadas/' 5} L. hab. y,color tibi.^ 

Cap. XLIV. De cerosa*) [et mfnio]*), 

Cerosam ') autem compositnrus fac tibi plumbeas tabolaa 
attenuariy et componens eas siccas ^) in cavo ligno sicut cqpnim 
snpra, infuso aceto' calido sive urina cooperi. Deinde post 
mensem solve cooperculum, et quicqui<i album fuerit auferenS) 
rursus^) repone sicut prius. Cumque tibi suffecerit, et mininm 
inde facereplacuerit^), eandem^) cerosam tere snper lapidem 
absque aqua, et®) deinde mittcns in ollas novas duas ^) ve\ 



XXmi EUeHcttdes. 

tres^ pone saper cärbones ardentes ; habeas antem ferrum gra- 
eile currain ex una |iarte ligno aptatiim et in summitate latum, 
cum quo movere ac miscere ipsam cerosam interdiim possis, 
atque hoc tamdiu focies * ^), dunec miniam oinoino rubeum fiaf. 

1) T>.*in indice hab. „cernsa/' 2) B. ex C 1. add. „etminio/^ 
3) L. hab. „cerusam/^ 4) L. hab „ponaa eos/* omisso „siccas^' 
5) E. ex C l. hab. „rursom.** 6) L. hab. ,,voluem.*^ 7) Sic G. et 
B. Reil. hab. j^eamdem.'' 8) L. omitt. „et.** 9) L. hab. ,yduas no- 
vas." 10) C 1. et L. hab. y^facia^.** 

Cap. XLV. ^) De incausto. 

Incaiistiim etiam facturus incide tibi Itgna s|)rrtanim in 
aprili sive^) maio, priusquam producant fiores aut folia, et 
congregans inde fascicnlos, sine jacere in umbra duabns hebdo- 
madibns ^) Tel tribus aut^) quatuor, donec aliquantulnm ex- 
siccentnr. Deinde habeas malleolos ligneos^ cum quibus super 
aKod lignum durum contundas jpsas spinas , douec corticem 
omnino evellas, quem statim mittes ^) in dolium aqua plehum ; 
cumque duo dolia Tel tria seu ^) quatuor aut quinque cortice 
et aqua repleveris, sine sie stare per octo dies^ donec aqua 
omnem corticis succum in se emordeat. Posthaec mitte ipsam 
a^uam in cacabum mondissimum vel in lebetem, et supposito 
igne coque; intcrdum etiam immitte de ipso cortice in caca- 
bum, ut si quid [succi] ^) in eo remanserit ^) excoquatur Quem ^) 
cum coxeris, eiice, aliumque rursus^^) immitte. Quo facto 
^oque residuam aquam usque ad tertiam partem, sicque eiiciens 
de ipso cacabo mitte in minorem, et tamdiu coque, donec ni- 
grescat ac incipiat densescere^^), hoc omnino cavens, ne ali- 
qnod addü^ aquae, excepta illa quae succo ^ ^) mixta est. Cum- 
que videris eam^^) densescere, adde-vini puri tertiam par* 
teim, et mittens in ollas novas duas ^ ^) vel tres, tamdiu coque, 
donec videas quod in supremo quasi cutem trahat. Deinde 
tollens ipsas ollas ab igne pone ad solem, donec se nigrum in- 
caustum al rubea faece purificet. Postea tolle folliculos ex per- 
gameno diligenter consutos^*) et*®) vesicas, et infundens pu- 
rum incaustum suspende ad solem, donec siccetur. Cumque 
siccum fuerit, tolle inde quotiens volueris, et tempera vino 
•nper cärbones, et addens modicum atramenti scribe. Quod 
si cootigerit per negligentiam, ut non satis nigrum sit incau- 
stum, accipe frustum grossitudine * ^) unius digiti, et ponens in 
ignem sine candescere, moxque*^) in incaustum proiice. 

1) G. etB. omitt. hoc caput. 2) E. ex Ol. hab. „in.** 3) L. 
hab. „ebdo <«8 ." 4) L. hab. „sive.*' 5) L. hab. „mittas." 6) L. 
hab „vel.*« 7) L. oniitt. „sucd.** 8) C 1. hab. „remanslt/* 9) L. 



Eiuleiteiulet. XXIX 

bab, „qoem/' posi „cuin^' add. ^modice.^^ E. exCl. hab. ^quaai^^ 
10) L. hab. „rursum.'* 11) L. hab. „densessere/' 12) L. bab. 
„aquae quae suco," rell. oniiM. 13) L. oniitt „eam ^' 14) L. hab. 
„daatf novas/* 15) Cl. hab. „consirtos.^ 16) L. hab. ,,ac/* 17) 
L. hab. „ferrnm,'' oiniss. „groasitadine.** 18) E.ex Cl. hab. y^mox et.** 



[Hl.] lieber die Zeichenknnst nnd Malerei in ihrer 
Anwendung aoif die Handschriften. 

Nach Delepierre. 

Die ersten Jahrhunderte der Kunst. Die Kunst, 
Handschriften mit Malereien und sonstigen Zierrathen in Golci, 
Silber und anderen Farben auszuschmücken — eine Kunst, 
deren man sich in Europa vom IV. Jahrhunderte an bis in das 
XYII. befleissigt hat, und die als das Mittelglied zwischen der 
Malerei der älteren und neueren Zeit anzusehen ist, hat bei 
aller ihrer Bedeutung doch bis auf den heutigen Tag die 
Aufmerksamkeit der Schriftsteller noch nicbt in der Weise, wie 
sie es verdient, auf sich gezogen. Und doch sollte dieser in 
jeder Hinsicht beachtenswerthe Zweig der schonen Künste eben- 
so gut ihre Geschichte haben, als die Oehnalerei, die Kupfer* 
Stecherkunst, die Holzschneiderei und was sonst dergleichen 
mehr ist. Allein, mit Ausnahme derjenigen Werke, wie d«i 
von Montfaucon, Mabillon, Muraton, der Nouveau Trait^ de 
Diplomatique, das von Astle imd einigen Anderen, die steh 
allerdings mit den Handschriften beschäftigen, aber meist mir 
in Bezug auf ihr Alter und ihren Schriftcharakter, hat man sonst 
nur sehr Weniges, worin die Handschriften auch in Bezug anf 
ihre Malereien zum Gegenstande der Betrachtung gemacht wor- 
den sind, etwa nur Dibdin's Bibliographical Decameron^ die 
Schriften Madden's, Seroux d'AgincourtV-, Lenoir's, Silvestre^i 
nnd des Grafen Bastard. 

Zwar hatte Rive im Jahre 1782 eine Schrift über dieses 
G^;enstand angekündigt, und von den dazu gehörigen Abbü* 
düngen einige bereits herausgegeben, aber diese letzteren sind 
so schlecht ausgeführt und so wenig getreu, dass man wenig 
Ursache hat, zu bedauern, dass das Unternehmen keinen wet- 
teren Fortgang gehabt hat. Ueberhaupt scheint Rive mit deni 
Gegenstände nicht eben sehr vertraut gewesen su sein, wie 



XXX Etnletteiides. 

wenigstens daraus hervorgeht, dass er in seinem Prospekte, den 
er Teroffentlicht, ohne grosses Bedenken die Malereien vom X. 
Jahrhunderte an bis in die Mitte des XIV. sammt und son- 
ders für ganz abscheulich erklärt hat, denen der Stempel der 
Roheit ihrer Zeit aufgedruckt sei. Man muss in der That ent- 
weder gar keine Handschriften gesehen haben, oder allen Ge- 
schmackes baar und ledig sein, um ein solches Lästerurtheil 
fallen zu können. 

Indem sich erwarten lässt, dass doch noch endlich der 
eine oder der andere Gelehrte sich entschliesäeu werde, mit 
Hilfe der zahlreichen Materialien in Frankreich , Italien , Eng- 
land und Deutschland, eine Geschidite der Zeichenkunst und 
Malerei in ihrer Anwendung auf die Handschriften zu schrei- 
ben, und darin den Ursprung, die Fortschritte, das Wieder- 
aufleben und den Verfall der Handschriftenmalerei weiter zu un- 
tersuchen, sollen hier immer vorläufig einige allgemeine Be- 
merkungen über die Anwendung und den Styl solcher Hand- 
sdiriftenverzierungen mitgetheilt werden, mit Rücksicht auf den 
Verlauf der Kunst von Jahrhundert zu Jahrhundert Es sind 
dabei die Materialien, die sich im Nouveau Trait^ de Diplo- 
matique, von Langlois, Rive und in den Werken der anderen 
bereits genannten Schriftsteller gesammelt finden, natürlich zu 
Bathe gezogen und, soweit sie eben Passendes boten, benutzt 
worden. 

In Betreff der Grenzen für die hier zu besprechenden Ge 
genstande wird es gut sein, dieselben so eng als möglich zu 
sidien, und daher über die orientalischen Handschriften^ die 
Ewar alle auch mit Malereien von den herrlichsten Farben ge- 
nert und in Bezug auf die Kunst von grossem Interesse sind, 
doch hier nicht weiter zu reden. Bei den nachstehenden Be- 
merkungen soll nur auf einen Thdl von Europa Rücksicht ge- 
nommen werden : der Leser wird aber schon sehen, dass sich 
hier für die Untersuchung immer noch fruchtbarer Boden ge- 
nug vorfindet, welcher der Pflege hinreichend bedarf. 

Man hat in früherer Zeit den Luxus und die Pracht der 
Bacher bis aufs Höchste getrieben, so yf&tf dass aus den vier 
Jahrhunderten, seit die Buchdruckerkunst gemeinschaftlich mit 
der Kupferstecherkunst und Malerei das Ihrige zur Verschöne- 
rong der Bücher beigetragen hat, kaum Etwas aufzuweisen 
sein dürfte, was dem uns jef^ fast unbegreiflichen Reich- 
thume einzelner Bände des Mittelalters gleich käme. 

Es sind nun mehr denn achtzehn Jahrhunderte, seit man 
•ich ausser der Calligraphie auch 4er Malerei zur Verzierung 
der Hands'chriftea bedient bat. So ist z B. von Varro, nach 



Einleitendes. XXXI 

dem Zeugnisse desPlinius in der Historia naturalis, eine bio- 
graphische Sammhing angelegt, und diese mit den Portraitt 
berühmter Personen aiisgeschmiickt worden: diess erzählen 
nachPlinius auch Carrio, Boxhom» Titon du Tillet und nadi 
ihnen wieder eine Menge Anderer. So hat femer Pomponiut 
Attikus, wie Cornelius Nepos berichtet, die Thaten merkwürdi- 
ger Romer in V^-scn beschrieben, und seine, Beschreibung gleich- 
falls mit den Portraits- der betreffenden Personen verziert. 
Diese. beiden Schriften aber des Attikus' und Varro existiren 
nicht mehr. Einigen Nachrichten zufolge wäre freilich die 
Letztere gegen das Ende des IV. Jahrhundertes noch nicht ver* 
loren gewesen, oder man hätte mindestens, wenn auch nicht 
die Urschrift, doch Copien davon gehabt. Nach Anderen aber, 
die sich dabei auf eine Stelle des Aulus Gcllius berufen, soll 
dieses Werk bei der Plünderung der Varro'schen Bibliothek, zur 
Zeit der Proscription Yarro's im Jahre 710 nach Roms Erbauung 
d.i. einige 40 Jahre vor der <;hristlichcn Zeitrechnung, setnen 
Untergang gefunden haben. 

Geht man von der Zeit der beiden eben genannten Man* 
ner abwärts bis in das IV. Jahrhundert nach Christi Geburt 
zurück, um von da an den eigentlichen Anfangspunkt der Bü- 
chermalerci zu bestimmen, so stosst man in dieser Zeit auf 
griechische Fragmente der Genesis mit 250 der interessantesten 
Crenmlde: leider sind dieselben bei dem ersten Brande der Cot« 
tonianischen Bibliothek im Jahre 1731 sämmtlich bis auf 21 mit 
verloren gegangen, und selbst diese haben endlich bei dem 
zweiten Brande im Jahre 1741 ihren Untergang gefunden. 
Von der Londner antiquarischen Gesellschaft besitzt man aber 
wenigstens noch die in Kupfer gestochenen Abbildungen jener 
letzten 21. 

Das Einzige , was man noch aus jener Zeit hat, ist ein 
R5mischer Calender, dessen Miniaturen Lambecius im vierteil 
Bande seiner Commentare zum Kataloge der Wiener Bibliothek 
in Kupferstich hat abbilden lassen. Es ist diess in Betreff der 
alten Kunst eins der bemcrkenswerthesten Belegstucke. Die 
Monate sind darauf durch allegorische, reich drapirte Figuren 
dargestellt. Diese Miniaturen^ von beinahe 8 Zoll Hohe, stann 
men, so versichert man, aus dem Jahre 354, und sind von einem 
gewissen Valentinus unter Constantin, dem Sohne Constaatin 
des Grossen, gefertigt. Der Styl ist ganz und gar klassiscN^ 
sowohl in Hinsicht auf die Anatomie der Fignren als deren 
Draperie. Zeichnung und Composition sind von gleidi grosser 
Vollkommenheit. Bei Betrachtung dieser Malereien wird man 



XXXII Einlotendes. 

nnwillkurlich an jene Zeit erinnert, wo die griechische Eleganz 
noch in voller Bliithe stand. 

# 

Aus dem folgenden Jahrhunderte besitzt man ausser einem 
Terenz noch Bruchstücke eines Virgil, beide mit Malereien ge- 
ziert; von den Miniaturen i\es letzteren sind die meisten im 
Jahre 1677 von Pietro Sante Bartoii in Kupfer gestochen, und 
seitdem mehrmals wieder herausgegeben worden. Man ist in 
dessen über das Alter dieser Maniiscripte noch verschiedener 
Meinung. Der heilige Hieronymus, der im IV. Jahrhunderte 
lebte, erwähnt übrigens aus seiner Zeit Bücher, die ausseror- 
dentlich prächt'g verziert und mit Gold und Silber auf pur- 
purfarbiges Pergament geschrieben gewesen seien. 

Der heilige Augustin brachte, als er nach England kam, 
und es geschah diess im VI. Jahrhunderte^ dahin ein Exemplar 
der Evangelien mit, worin zu Anfang eines jeden Evangeliums 
eine Miniatur mit Scenen aus dem Leben Jesu angebracht war. 
Das Exemplar befindet sich in der Bibliothek des Collegiums 
Corpus Christi zu Cambridge. Einen bemerkenswerthen Beleg 
zur Beurtheilung des Standes der Handschriftenmalerei in Eng- 
land während des VII. Jahrhundrrtes liefert ein anderes Evan- 
gelienbuch in der Cottonianischen Bibliothek. Es ist diess das 
des heiligen Cutbert, welches für den heiligen Ethelwald ge- 
fertigt worden * war. Die Zeichnungen darin und sonstigen 
Zlierrathen verdienen alle Beachtung. Fast die nämlichen 
Grandzüge der Malereien, die man in diesem Buche wahr- 
nimmt, möchten sich bei einer genaueren Prüfung wohl auch 
in dem Evangelium, das man in der Kathedralkirche zu Licht- 
field aufbewahrt, sowie in dem Hushworth 'sehen Codex in der 
Bodleianischen Bibliothek zu Oxford wiederfinden lassen. 

Ein Beispiel der Art und Weise der Zeichnung und der 
Verzierungen an Buchstaben im VHI. Jahrhunderte hat man 
in dem Leben des heiligen Paul, des Eremiten, welches dem 
Collegium Corpus Christi gehört. Die Miniaturen aus dem 
Ende dieses Jahrhundertes sind, wenn auch mit aller Sorg- 
falt aufgeführt und fein gemalt, doch mehr oder weniger hin- 
sichtlich der Zeichnungen verfehlt: dergleichen Fehler kommen 
namentlich da zum Vorscheine, wo Christus am Kreuze oder 
andere nakte Personen dargestellt sind. Gewöhnlich sind diese 
Miniaturen schlecht componirt und von Leuten gefertigt, die 
f on den Lehren der Perspektive nichts gewusst haben : dem- 
ongeachtet verdienen sie wegen der Originalität und Kühnheit 
der Gedanken, ebenso wie wegen der Frische des Colorits ge- 
wiss Beachtung. 

Die Gunst, deren sich die Illuminatoren von Seiten Karlmann's 



Einleiteades. XXXIII 

und seines Enkds, Karl's des Kahlen, zu erfreuen hatten, 
machte, dass im Laufe des YIII. und IX. Jahrhundertes viel- 
leicht weit mehr schone Handschriften gefertigt «wurden , als 
zu jeder anderen Zeit. Insbesondere, glaubt man, seien dabei 
italienische und deutsche Kunstler beschäftigt gewesen, die. 
nach Mustern der griechischen Schule gearbeitet hätten. Eineg 
grossartigen Beleg ihrer Kunstfertigkeit hat die St. Paulskirche 
zu Rom aufzuweisen, in der Bibel Karlmann's nämlich, die 
noch jetzt unübertroffen dasteht. Diese Bibel dient unter An* 
derem zum entscheidenden Beweise, dass die Kunst damals 
riicksichtlich des ziemlich ausgebildeten Geschmackes in der Ver- 
zierung der Manuscripte noch nicht im Abnehmen begriffen 
gewesen, wie dies« allerdings in ihren höheren Zweigen 
der Composition und des Coiorits der Fall war. Was die 
eigentliche Ausfuhrung der Malerei in den Handschriften an- 
langt, so stieg die Kunst vom VI IL bis zum XVI. Jahrhun- 
derte fortwährend von Stufe zu Stufe der Vollkommenheit. 

Karl der Kahle Wess mehre prächtige Evangeliarien schrei- 
ben, mit goldenen Buchstaben — wahre Meisterwerke der Gal- 
Ugraphie. Eins aus dieser Zeit, die an Miniaturen so ausser- 
ordentlich reich ist, besitzt die Burgundische Bibliothek. Die 
Miniaturen sind in allen Farben auf architekturirtem Goldgrunde. 
Die Hauptlettrinen in Gold haben purpurfarbigen Grund, die 
übrigen Lettrinen, gleichfalls in Gold, orangefarbige Leisten: 
bei beiden ist Grün vorherrschend. 

Als besondere Gönner und Beförderer der Studien über- 
haupt sowohl als jener Kunst, die Manuscripte zu verzieren, 
rühmt man namentlich auch Ludwig den Stotterer, Sohn KaiYg 
des Kahlen, und seine Tochter Judith, welche letztere bekannt- 
lich, nachdem sie zwei Ehemänner gehabt, Angelsachsen, von 
Baudouin entführt und Gräfin von Flandern wurde. 

An der Copie der Psychomachia von Prudentius in der 
Cottonianischen Bibliothek verräth die Zeichnung italienischen 
Styl aus dem IX. Jahrhunderte. Von einigen sonderbaren 
BÜniaturcn in der Harlejanischen Bibliothek soll weiter unten 
noch gesprochen werden. 

So. hält es nicht schwer. Schritt vor Schritt ui|d ohne 
Unterbrechung in der Zeit den Gang der Kunst in allen ihren 
Veränderungen in den verschiedenen Ländern Europas zu ver- 
folgen. Es wird indessen dabei nöthig sein, die verschiedenen 
Arteq, wie die Griechische, Italienische, Französische, Engli- 
sche und Flandrische, von denen doch jede gleichzeitig ihre 
Eigenthümlichkeiten gehabt hat, wohl von einander zu tren-;- 
nen. Astle sagt in Bezug, auf den Gang der Handschriften- 

Fttzkoidt, kn*. ä,Bm.-Wiwen9ch 1845. lU 



XXXIV EuMteiide». 

malerd io den verschiedenen Jahrfaonderten, da» vom Y. an 
bb zum X. die Miniaturen in den griechischen Maniiscripten 
im Ganzen sehr gut ausgeführt gewesen seien, ebenso die in 
italienischen, englischen und franzosischen Handschriften. Vom 
X. Jahrhunderte an bis in die Mitte des, XIY. dagegen zeige 
{idi in der Mehrzahl der Fälle ein offenbarer Verfall der Kunst, 
während ach wieder gegen das Eoide des XIV. hin ein Fort- 
schritt bemerken lasse , und man grade aus den beiden fol- 
genden Jahrhunderten ganz vortreffliche Sachen besitze. 

Eine besondere Klasse in Betreff der Kunst zu illumini- 
tfia bildet die irländische Schule. Diese hat einen ganz eigen- 
thümlichen Styl, der, urspriinglich zwar ohne Zweifel dem 
Lateinischen entlehnt, doch in der Zeichnung und sonstigen 
Ausführung einen Charakter angenommen hat, den man in den 
Haqdschriften anderer Nationen nicht wiederfindet. Ein recht 
«affalliger Beweis für die Genialität dieser Schule ist das be- 
rühmte Buch von Durham oder das Evangelium des heiligen 
Cutbert, so genannt, weil es Eadfrith, Bischof von Lindisfarn, 
der im Jahre 721 starb, zu Ehren jenes Heiligen hatte schreiben 
und illuminiren lassen. Von gleicher Art mag die Copie der 
Evangelien gewesen sein, welche, im XI L Jahrhunderte, Giral- 
dos Cambrensis in Ejldare sah, nnd die aus dem VI. Jahr- 
hunderte stammen sollte. Giraldus spricht in seiner Topo- 
graphia Hiberniae mit grosser Bewunderung davon, und be- 
schreibt die Malereien und sonstigen Verzierungen in einer Weise^ 
rühmt, um ihn selbst reden zu lassen, tam delicatas et sub- 
tiles, tarn actas et arctas, tam nodosas et vinculatim colligatas, 
(amque recentibus adhnc coloribus illustratas intricaturas, dass 
man in Bezug auf ihre wandervolle Ausfuhrung fast jener 
Legende Gehör schenken konnte, wonach dem Maler, durch 
Vermittelung der heiligen Brigite, von dnem £nge] die Origi- 
nak Bu den Zeichnungen überbracht worden sein sollen. 

Der anterscheidende Charakter der Verzierungen und 
Buchstaben in Handschriften dieser Klasse besteht darin , dass 
die einsekien Züge in überaus mannigfacher Weise unter ein^ 
ander verwickelt, mit Schlingen in Form von Diagonalen oder 
Carr^ durchfiochten, einigemal auch Thierformen darunter ge- 
mischt sind, oder Zeichnungen, die sich in Schlangen- und 
Vögelk(^fe endigen : hierzu kommen noch roth punktirte Li- 
inen rings um die Ränder der grossen Buchstaben. Nach 
Dem, was die Benediktiner im Nouv«au Trait^ de Diplomatique 
über diesen Gegenstand sagen, zeigen dergleichen verzierte 
Buchstaben niemals lachende Ideen, und verrathen, trotz aller 
Genialität und trotz des unverkennbaren StrebeniB nach mog- 



EiakiteiMlet« XXXV 

Schönheit, doch Spuren der Rohheit und Barbarei, wie 
sich denn diess stets nach der Beschaffenheit des Klimas von 
denjenigen Lande richte, wo die Schreiberei gefertigt sei. 

Was das Letztere anlangt, so scheint es nicht ganz rtch- ^ 
tig zu sein ; denn es möchte doch seine grosse Schwierigkeken 
haben/ einen triftigen Grund ausfindig zn machen , wesshaUi 
die dnrchflochtenen und schlangenähnlichen Buchstaben der 
hyberuisch-sächsischen Schule < das Auge weniger ansprechen, 
minder vortrefflich sein sollten, als die mosaik- und stickerei- 
artigen grossen Buchstaben in den Lombardischen und West- 
gothischen Handschriften. Uebrigens ist auch so viel gewiss, ' 
dass sich auf den Monumenten und in den Handschriften nidrt 
Frankreichs allein, sondern auch Italiens, Deutschlands und 
der nordlichen Lander offenbar Spuren der Nachahmung jenes 
dgenthumlichen Styles nachweisen lassen. * 

X. Jahrhundert« Um auf die Zeit des X. bis mit Xif. 
Jahrhunderte zu kommen, so besteht der vorherrschende Chat-» 
rakter der Zeichnung während dieser Periode hauptsächlidi kl 
euier sehr langgezogenen Form des Körpers , der Hände nnd 
Fiisse bei den Figuren, in flatternden Draperien mit yielen 
Falten : in den Figuren ist im Ganzen vieler AusdrueL 

Einer der schönsten Belege in Betreff der Kunst jener 
Zeit ist ein Missale in der Sammlung des Herzogs von De* 
vonshire, welches zwischen den Jahren 963 und 970 geschriebea 
mid illuminirt worden ist Das Colorit, die Zeichnung, das 
Feuer, sowie die Correkth'eit der Composition sind wundenrcrfL 
Die Verzierungen sind in sächsischem Style, den man als 
eigene Klasse zu betrachten hat Unter den Arbeiten des 
zen Continentes, die damals gefertigt worden sind, ist kein^ 
welche jenes Missale überträfe. Das Missale zu Ronen, und 
zwei Psalterien im Britischen Musevm, das eine aus der Anm-» 
deKanischen, das andere aus der Cottonianischen Sammlnog^ 
sind Beweise für die Richtigkeit dieser Behauptung, 

Einige Beispiele sächsischer Initialen derselben Zeit, itt 
Geschmacke, der anf dem Festlande herrschte — ein Gemisch 
von Schlangen , Vögeln und Laubwerk — finden sich in einer 
Handschrift des Caedmon der Bodlejanischen Bibliothek, nnd 
daraus auf der CIIL und CIV. Kupfertafei zum 24. Bande der 
Londoner Archaeologia. 

XL Jahrhundert. Die Handschriften dieses Jahrkiü*- 
dertes aeigen sehr hübsche Muster von Eingesungen, insbe- 
sondere die griechischen Manuscripte, die f&r Personen voll 
hohem Range gefertigt waren: so b. B. die Copie der Wetkt 
des HeüigeQ (äiysostooins , die der Kaiser Nioephoms B«t^ 

m* 



» N 



XXXYI Emleiteiidek 

niates, zwischen den Jahren 1078 bis 1081 » hatte illumi.niren 

lassen. 

In den lateinischen Handschriften derselben Zeit, die weit 
gewohnlicher sind, als die griechischen, macht sich die An- 
wendung einer sehr zarten hellblauen Farbe un<l eines brillan- 
ten Grün bei den Titeln und Initialen bemerkbar. Selbst bis 
in die Mitte des folgenden Jahrhundertes erhielt sich die Vor- 
liebe für diese Farben. 

Die grossen Buchstaben mit Verzierungen sind häufig von 
flachen Tmten, gleichförmig, golden» blau oder roth, die vollen 
theilweise überdeckt und durchsetzt von geschlungenen Zügen 
mit Schnörkeln, Blunienwerk oder Arabesken an ihren Enden. 
Man vergleiche die beiden lateinischen Evangeliarien von St. 
Nicolaus in München und vom Kloster Nieder- A Itaich in Nie- 
*derbaiem, wo sich ganz gute Proben solcher Buchstaben fin- 
den. Die Buchstaben sind hier wahrhaft gigantisch, von einer 
solchen Lange, dass sie die ganze Höhe der Seite einnehmen. 
Beide Evangeliarien besitzt jetzt die Münchner königliche Bi- 
bliothek. 

Was den Charakter der Figuren im XL und XII. Jahr-' 
hunderte betrifift, so machen sie sieb durch eine bemerkens* 
werthe Zartheit im Ausdrucke kenntlich, die Draperie ist mit 
Grazie und Eleganz geworfen : so besonders in einigen Manu- 
scripten, die England aufweisen kann. 

Anch zeigen sich vorzüglich in dieser Zeit bis znm XIT. 
JiArhnnderte seltsame Gruppen von menschlichen Figuren und 
Thieren. In den Arabesken der Einfassungen spricht sich eine 
Art phantastisches Gemisch von Eleganz und zugleich wieder 
einigemal von grosser Steifheit aus. Zahlreiche Belege hierzu 
bietet an Bestiarium im Ashmolean Museum zu Oxford, aus 
dem Ende des XII. Jahrhundertes« Der Goldgrund lässt hier 
Dichts zu wünschen übrig, wiewohl das Colorit sonst im All- 
gemeinen ein sehr einfaches ist, und nur aus Roth, Blan nnd 
Weiss besteht. 

Correcteren Styles sind in dieser Zeit die sogenannten 
Evangeliarien« Ihre Einfassungen haben etwas Griechisches 
und Römisches an sich: die Capitalbuchstaben sind elegant, 
und die Titel der einzelnen Abschnitte oft in Gold. 

Fast den nämlichen Charakter zeigen die Missale, die 
Breviarien und Horarien, welche häufig vorkommen. 

XIL Jahrhundert. Aus Dem, was so ebim mitgC'» 
theilt worden ist, wird man bemerkt haben, dass sich dieses 
Jahrfanndert und das vorhergehende in vieler Hinsicht gld-* 
che»; indessen möchte sich das erstere durch eineD Ueberflum 



Eiokitemlcik XXXTlt 

▼OD Zierrathen, sowie dorch eine complidrte zwar, aber dabei 
anmatbige Manier, die Capitalbuchttaben au DMilen, von dem 
XI. Jabrhund^e anterscheiden. Man trieb es dabei mit Hilfe 
von Gold nnd Silber selbst bis zur maasslosen Ausschweifung, 
.und wenn auch die Malereien .der damaligen Zeit, in Hinsicht 
der Eleganz und Ausarbeitung, denen einer anderen Zeit in 
nichts nachstehen, so verräth sich doch in ihnen von Zeit m 
Zeit dieser tische Geschmack, der unvermerkt in allen spate- 
ren Formen mehr und mehr überhand genommen hat. 

Die in Azur und Gold gemalten Arabesken der griechi- 
schen Handschriften sind oft von beachtenswerther Schönheit. 

Dazu kommt, dass damals die Mode eines Formates von 
fost unglaublicher Grosse Eingang fand. So erzählt Wood, 
am diesen als Zeugen dafür anzuführen, in seiner Historia 
universitatis Oxoniensis von Daniel Merlacus, einem englischen 
Gelehrten jener Zeit, der in Paris Schüler gesehen habe, vor 
sich die Traditiones des Ulpian, „descriptos,^^ wie Wood sagt, 
^Codices tmportabiles aureis literis.^* 

Das, was man an der Correktheit des Geschmackes feh- 
len liess, suchte man oft durch reiche Ausstattung zu er- 
setzen. Der Grund von Miniaturen und Initialen glich masnv 
goldenen Platten. 

Im Allgemeinen sind die Manuscripte dieser Klasse das 
Werk von deutschen und franzosischen Künstlern. 

XII T. Jahrhundert. In diesem und den beiden fol- 
genden Jahrhunderten wurden die Capitalbuchstaben in einer 
«olchen Weise verziert, dass einige derselben wahre Gemälde 
sind, auf denen irgend ein Gegenstand vollständig und in gan- 
zen Figuren dargestellt ist, und solcher Figuren giebt es oft 
eine ziemliche Anzahl. 

Die Miniaturmaler scheinen im Besitze einer unglaubHch 
grossen Menge von Farben gewesen zu sein, und die Kunst 
gekannt zu haben, sich die Farben zuzubereiten, und zu einer 
unermesslichen Mannigfaltigkeit die Tinten zu mischen. Den 
Beweis hierfür hat man in den jetzt noch übrigen Werken 
der Kunstfertigkeit jener Maler vor Augen. Nebenbei ranss 
selbst bemerkt werden, dass den Malern der damaligen Zeit 
die Oelmalerei wohl bekannt gewesen sei, wie sich diess aus 
einer vom Jahre 1239 datirten Anweisung Heinrich's III. von 
England ergiebt: nach dieser Anweisung nämlich sollen aus 
des Königs Schatzkammer dem Goldarbeiter Odon und des- 
i^en Sohn, Eduard, 117 Schilling 10 Pence, also nach heuti- 
gem Gelde etwa 88 Pfund Sterling, bezahlt werden, für Ein- 



kauf von Oe), Farben und Fimiss and £e Malereien, die im 
Zimmer der Königin in Westminster ausgeführt worden seien. 

In Bezug auf die Gilligraphie der damaligen Zeit ist «viel- 
^ leicht, eins der interessantesten Dotumente das Verzeiehnis« 
der Biicher, welche der Cardinal Guala dem St. Andreaskloster 
lu Vercelli im Jahre 1227 vermacht hat: darin sind alle Ver- 
schiedenheiten der Schriftziige sowohl als der sonstigen Ver« 
aierungen, die französischen, englischen, italienischen, lombar-> 
discben >u. s. w., angemerkt. 

Im Laufe dieses Jahrhundertes sank auch die Knnst^ zu 
▼ergolden und die Farben zu bereiten , behufs» der Verschö- 
nerung von Büchern, zu einer Art Handwerk herab — ein 
Umstand, der ohne Zweifei «lazu beitrug, dass sich die Zahl 
der Illuminatoren vermehrte, da ihre Beschäftigung nun eise 
ninder schwierige war, als sie diess früher gewesen« 

In Italien dagegen erhielt die Knnst, die höhere näm- 
lich, durch Nichola Pisano, Cimabne und Giotto neues Leben. 
Insbesondere war es der letztere von diesen, welcher die 
Fehler in Hinsicht der Zeichnung von Seiten der byzantini- 
sehen Schule beseitigte, und sich seine eigene Manier bildete, 
die aus der Natur selbst geschöpft war — eine Manier, die 
bis auf die Zeit des Leonardo da Vinci vorherrschend ge- 
blieben ist. 

Für die Praxis der Büchermalerei trugen jene Künstler 
natürlich Wesentlich bei, den Geschmack zu läutern. Indes- 
sea mnss bemerkt werden, dass die Zahl der Bände mit rei- 
dien Miniaturen aus der letzten Hälfte dieses Jahrhundertes 
weniger beträchtlich gewesen zu sein scheint, als zu Anfang, 
Die Kunst erhielt zwan ihre volle frühere Stärke endlieh wie- 
der, aber die Malereien zeigten dann allemal ein Gemisch be- 
ständiger Wiederholung der groteskesten Gegenstände. Ein 
sicheres Zeichen vom Verfalle des Geschmackes! Ohne Zwei- 
fel ist es auch diese Sitte, groteske Thiergestalten in den Ein- 
lösungen der Manuscripte anzubringen, auf welche Odofredus 
von Bologna (er starb im Jahre 1265) in seinem Commentare 
zum Jnstinian^ischen Codex anspielt, wo er von einran Pariser 
Schüler sagt: fecii librot babmnare de literis aureia. 

In Deutschland waren zu jener Zeit die Handscbriften- 
malereien, sowohl in Hinsicht der Zeichnung als des Colorits, 
oft noch ausserordentlich roh ausgeführt: dieas sieht man an 
einer Handschrift, einer deutschen Uebersetzung desRottdnes von 
Tristan von Leonnais, die aus der ersten Hälfte dieses Jahrhun- 
dertes. von Gottfried von Strassburg stammt, und in der königlich 
öffentlichen Bibliothek zu Dresden (?) sich be6nden soll. 



EioldtMKlct. XXXIX 

XIV. Jahrhundert. In den Handachriflen ans dieser 
Zeit verbessert sich nicht nur die Composition um * ein Be- 
deutendes, sondern auch die Architektur, die sich in gewis- 
sen Miniaturen 2eigt, gewinnt an Eleganz und erreicht die 
höchste Stufe der Vollkomnienheit. Die Phantasie entfaltet 
sich bei der Composition von Initialen oft in der verschieden- 
artigsten und zugleich anmuthigstea Weise. Die griechiscbe 
Kunst blickt überall durch. 

Franco von Bologna, Silvestro und Don Jacobo, die bei- 
den letzteren aus dem Orden der Camaldulenser, erhielten dia 
Kunst bis zum Schlüsse des XIV. Jahrhundertes fortdauernd 
anf der Hohe ihres Ruhmes» den sie bis dahin erlangt hatte. 
Der Ruf jener beiden Camaldulenser war 'ein so ansserordent- 
licher, dass die Klosterbrüder, um das Andenken an sie für 
immer auf Erden zu erhalten, die beiden Rechten, womit so 
viele Kimstwerke ausgeführt worden waren, einbalsamirten und 
heilig aufbewahrten. 

Dem Anfange dieses Zeitraumes gehören zahlreiche Manu- 
scripte an, die in Frankreich und England gefertigt sind, und 
in denen grosse Initialen von Purpur und Gold vorkommen: 
dergleichen Initialen scbliessen Formen von Menschen und Thie- 
ren in sich ein, und laufen in spirale Schnörkel aus, welche 
sich längs des oberen und unteren Theiles des- Randes aus- 
breiten, und oft kleinen Gruppen oder auch einzelnen Dar- 
stellungen von Hunden, Hasen, Affen und dergleichen zum 
Anhaltepunkte dienen. In diesem bizarren, wiewohl prächti- 
geo Style bt z. B. das Psalterium, welches dem Lord Bray- 
brooke gehört Das Breviarium der königlichen Bibliothek 
im britischen Museum (2, B., VII) giebt in seinen Randgrup- 
pen ein Muster der beliebtesten Zeichnungen jener Zeit 

Die Farben, deren man sich damals bediente, namentlich 
blau und roth, sind von einer Schönheit und einem Reich- 
thume, welche die Künstler der neueren Zeit nie haben nach- 
ahmen können. 

Nach einer Stelle des Dante, die oft angeführt worden 
ist, scheint es, dass in Italien Oderisi von Agubbio, ein Zeit- 
genosse des Giotto und, wie dieser, ein Schüler des Cimabue, 
von dem Maler Franco von Bologna übertroffen worden sei, 
dessen Kunstfertigkeit in der lUuminiruDg von Handschriften 
damals in- vollem Glänze strahlte; nach der Uebersetzung des 
Prinzen Johann schildert« Dante seine Unterredung mit Ode- 
risi im Purgatorium der Göttlichen Komödie in folgenden 
Worten: 



■I 



XL EinleiteDdes. 

,,0/^ sprach ich jetzt, .,bist du nicht Oderisi, 
,,Agiibbio*8 Stolz, die Ehre jener Kanst nicht, 
• „Die zu Paris man nennt Illuminiren ?*' 
,,0 Brnder/' sprach er, ,j8choner lächeln Blätter, 
„Die Franco Bolognesers Pinsel färbet/* 
Aus dieser Stelle des Dante hat man, und zwar mit 
einiger Wahrscheinlichkeit, geschlossen, dass der Ausdruck: Illu- 
miniren damals eben erst von Seiten der Italiener von den 
Franzosen herübergenommen gewesen sei. Indessen darf man 
nicht etwa glauben, dass dieser Ausdruck damals neu war, er 
ist vielmehr schon seit dem VIII. Jahrhunderte von englischen 
und französischeu Schriftstellem als ganz gewohnlich gebraucht 
worden, wie sich aus Du Cange's Glossarium ersehen lässt. 

£in prächtiges Beispiel für die Art und Weise, zi; illu- 
miniren, bei den Franzosen gegen die Mitte di^es Jahrhnn- 
dertes hat man in dem Roman von Alexander, dem Eigenthnme 
der Bodlejanischeii Bibliothek. Etwas später finden sich einige 
beachtenswerthe Muster der germanischen Kunst in der deut- 
schen Bibel der kaiserlichen Hofbibliothek zu .Wien, die für den 
Kaiser Wenzel gearbeitet worden ist. 

* XV. Jahrhundert Wenn, der Annahme zufolge, unter 
Karlmann die erste Periode der Wiederbelebung der Kunst, die 
Manuscripte zu verzieren, begonnen hatte, so begann unter 
Philipp dem Guten die zweite. Die Anregung dazu war von 
Philipp's Vorgängern, dem Könige Johann und seinen Söhnen, 
Karl V. und Philipp dem Kühnen, ausgegangen. Eine grosse 
Anzahl bibliographischer Künstler^ im Fache der Schrill selbst 
so gut wie in dem der Malereien, hatt\e einen sehr hohen Grad 
der Fertigkeit erlangt. Die Menge der Bände, die von ihrer 
Hand im Laufe des XV. Jahrhnndertes gearbeitet worden sind, 
ist kaum zu berechnen. Man erstaunt , wie die Copisten und 
Illuminatoren eine solche Unzahl von Mannscripten haben zu 
Stande bringen können, wenn man überlegt, dass oft mehre 
Jahre, ja selbst die ganze Lebenszeit eines Copisten zur Fer- 
tigung einer einzigen Handschrift gehörten. 

Die Kunst der Handschriitenmalerei that, hinsichtlich ihrer 
Vervollkommnung, in diesem Jahrhunderte einen gewaltigen 
Schritt vorwärts: die reineren Formen wurden m^hr erhoben 
und modellirt, und die breiten Einfassungen bedeckten sich 
jnit leichtem Laubwerke und sonstigen Blumenzienrathen « die 
sich wieder um gefällig geordnete Figuren, um seltsame Thier- 
gestalten, um groteske, aber manchmal anziehende Formen 
herumschlangen — alles Vorboten des bevorstehenden Erschei- 
nens der kostbaren Arabesken unter Ludwig XH., Franz I. uud 



£inldt€iidei. XU 

Heinrich IL Man sieht hieraus, dass der Luxus der Hand- 
schriften in malerischer Hinsicht damals nicht blos von der 
Verzierung der eigentUchen Gegenstände, sondern wesentlich 
auch noch von dem Reichthume der Einfassungen und der • 
Sonderbarkeit der Figuren abhängig war, die sich darin je 
nach der Laune abgebildet fanden. 

Drachen und Ungeheuer aller und jeder Art wurden wäh- 
rend einer ganzen Reihe ?on Jahrhunderten die auffallendsten 
Verzierungen. Man möchte fast sagen, es sei diess ein ma- 
gischer Kreis gewesen, über welchen hinaus die Miniaturmaler 
sich nicht zu wagen schienen, um gefalligeren Launen Raum 
zu geben. Das Merkwürdigste dabei fit aber immer das alles 
Maass und Ziel überschreitende Streben der Maler nach Pos- 
senhaftem und Groteskem. Die Figur des Affen und die-des 
Fuchses finden sich in den Verzierungen der Manuscripte des 
XIV. und XV. Jahrhundertes lin grosser Verbreitung. Mehre 
Beispiele beweisen, dass der bekannte Roman vom Fuchse su 
einer Menge solcher drolligen Sachen Veranlassung gegeben 
hat. Die öffentlichen Bibliotheken sowohl als die Privatsamm- 
lungen enthalten eine Unzahl von Proben der Kunst dieser 
Zeit. £s möchte jedoch bei der Ausdehnung des Feldes, auf 
dem hierüber Forschungen angestellt werden könnten, nicht 
thunlich sein, näher ins Einzelne einzugehen, aber es dürflie 
wohl wenig Bände geben, die, in Hinsicht der Schönheit und 
des Reichthumes in der Ausführung der Miniaturen, den Ge- 
dichten der Christine von Pisa in der Harlejanischen Bibliothek, 
dem Bedford'schen Missale, von dem gleich weiter die Red^ 
sein wird, und der Sammlung von Romanzen zuvor kämen, 
weldie vom Grafen Shrewsbnry der Margarethe von Anjou über- 
reicht worden ist. Alle diese Handschriften waren das Werk 
firanzösischer Künstler, deren Talent damals überhaupt Auf- 
munterung fand. 

In den Verzierungen und Einfassungen der Handschriften 
zeigte sich jetzt nach und nach ein von früher ganz ver- 
schiedener Geschmack. Man begann die Natur zu studiren, 
und anstatt der grotesken Figuren sieht man Blumen in allen - 
Farben, Früchte, Vögel, Insekten, alles mit der grössten Sorg- 
fhlt und der grössten Zartheit colorirt, auf goldenem Grunde. 
Es gab diess einen Glanz, machte eine Wirkung, die man 
vorher nicht gekannt hatte. 

Die Erfindung der Oelmalerei, um die Mitte dieses Jahr-« 
hundertes, hatte während der ersten fünfzig Jahre etwa auf 
die Werke der Illuminatoren keinen merklichen Einfiuss. 

In Italien wurden damals eine grosse Anzahl klassische 



Schriftsteller abgeschrieben und illustrirt. Das Talent eines 
Francesco Veronese and Giroiamo da i Dbri war nicht allein 
liir die Malereien der prächtigen Chorbücher des Vatikan in 
Thätigkeit, in denen sich früher schon der Pinsel des SiWe- 
stro degli Angeli mit Erfolg versucht hatte, sondern auch, im 
Auftrage von Fürsten und Prälaten, fiir die Ausführung von 
Verzierungen der erhabensten Art in IMQssalen oder den Per- 
gamentdrucken beliebter Schriftsteller. 

Die Kunst) Grau in Grrau zu malen, gab den Künstlern 
wieder einen neuen Anlass zur Entwickelung ihres Talentes 
in der Vertheilung von Schatten und Licht. Ein Werk in 
diesem Genre ist eine *für den Herzog Karl von Burgund ge- 
fertigte Handschrift von den VFundem der heiligen Jungfrau, 
die sich in der Douce'schen Privatbibliothek befindet Es zeigt 
sich hier, wessen die Kunst fähig war, und zwar in einer 
so trefflichen Weise, dass weit kostbarere Bände reit allen ih- 
ren prächtigen und glänzenden Verzierungen davor zurück"- 
treten müssen. 

In England datirt sich der Verfall der Kunst von der 
Zeit Heinrich's V. an; der innige Zusammenhang Englands 
nämlich mit Frankreich und den Niederlanden war Ursache, 
dass man den Künstlern der letzteren beiden Länder vor den 
englischen in deren eigener Heimath den Vorzug gab. Viel- 
leicht das einzige von einem Engländer der damaligen Z^t 
.geraalte Buch, welches einigen Werth hat, ist Lydgate's Ler 
ben des heiligen Edmund in dc^ Hariejanischen Bibliothek« 
DasBudi zieren hundert und zwanzig Miniaturen von eigen- 
th&mlichero Style und grosser Schonhdt 

Eine besondere Vorliebe für schöne Bücher hatte Hein- 
rich VlI^ wie die von ihm herrührenden Handschriften im Bri- 
tischen Museum bewdsen. Ein interessantes Missal, welches 
diesem Monarchen ehems^Is gehört hat, besitzt der Herzog von 
Devonshire. Eine Inschrift darin von Heinrich's eigener Hand 
bezeugt, da^s er es seiner Tochter Margaretha, der späteren ^ 
Konigin von Schottland, gegeben habe. Die Miniaturen des 
Missais sind von frischen Farben, die Zeichnungen voll Kraft 
und Leben. In den reichen Einfassungen zeigt sich eine glän- 
aeede Fülle von Blumen und Früchten , und in sonderbarem 
Gegensatze zu Dem, was man in den Einfassungen der Mis- 
sale und Horarien jener Zeit fast überall antrifft, hat der 
Künstler zu verschiedenen Malen Todtenköpfe von ausseror- 
dentlicher Wahrheit darin angebracht Auf der Vorderseite 
des letzteren Blattes steht eine englische Inschrift, die im 
Detitschen so lautet: „23« April 1718. Diätes Buch hat sich 



£iiileitaid€i. XUH 

seit nahe 70 Jahren in den Händen des Herrn Le Pin (?X 
einer Magi8trat^>erson von Brügge, befunden, und ist nach 
dessen Tode, im Jahre 1717, von den Testaments voHstreckera 
durch mich gekauft worden, gez. George Wade.^^ Die Schon* 
heit dieses Buches giebt, in Bezug auf die Kunst, einen Itfaass« 
Stab, wonach man die Kunstfertigkeit der Miniaturmaler jener 
Zeit beurtheilen kann. 

Was Belgien anlangt, so bestehen die charakteristischen 
Blerkmale der Handschriften, »die auf Befehl des Herzogs Phi- 
lipp gefertigt worden sind Qene^ Fürsten, der wegen seiner 
Endlichen Ehrfurcht gegen seine Mutter und der langen Trauer 
seit der Nachricht vom Morde seines Vaters den Beinamen 
des Guten erhalten hat), — so bestehen ihre charakteri- 
stischen Merkmale in der Feinheit und Schönheit des Perga- 
mentes, der Eleganz und Deutlichkeit <ier Schrift, dem Reich* 
thume und der Verschiedenheit der Lettrinen, sowie der Quadrate 
und Mipiatnren. Das Azurblau des Uitramarins, das dem 
Golde an Kostbarkeit gleich steht, findet sich^ trotz aller seiner 
Undurchsichtigkeit, mit einer ausserordentlichen Zartheit ange- 
wendet. Die Stoffe der Draperien, gleichviel ob durchscheir 
neod, oder undurchsichtig, oder eine Art Gewebe von Gold, 
sind das treue Abbild der Vollkommenheit, zu der es die fiaqpi-r 
sdie Industrie damals gebracht hatte. Die Draperien, deren 
Beichthum uberdiess noch durch Pelzverbramungen erhöht 
wird, zeigen eine Gefälligkeit, Leichtigkeit, eine Fälle und An« 
puith> wie diess nur Sache des wahren Talentes ist 

Damals kam nuch und nach der geflecht- oder tapisserie- 
•rtige Grund, der sogenannte byzantinische Grund, in Ab^ 
nähme; nicht minder auch der mittels Blattgold gebildete 
Grund, dessen Glanz man noch jetzt oftmals zu bewundern 
Gelegenheit hat. Die Architektur entfaltete sich in ihrem gan- 
xcn Luxus, in dem Hintergrunde der Bilder kamen Land- 
schaften zum Vorscheine, die eine grosse Meisterschaft verm- 
tbdn. Indess stand dieser Theil der Kunst damals ohne Zweifel 
noch nicht in seiner vollen Blüthe, nicht nur, dass in der 
Darstellung von Personen, sondern auch in den Conturen 
der Bäume mancherlei Fehler begangen wurden ; das Laubwerk 
war in der Regel schwer, ein dichtes Haufwerk, nnd man 
sieht offenbar, dass sich die v^eichner darauf beschränkten, die 
Blatter sclavisch zn copiren, ohne dabei auf die Art und Weise^ 
wie sie sich in der Ferne ausnehmen, w.eiter zu achten. 

Die unermesslichen Reichthumer Philipp des Guten kamen 
seinen edlen Neigungen wohl zu Statten. Für einen Fürsten 
sdner %eit zeichnete er sich vor allen anderen, wie David 



XLkT Eialdtendes. 

Aobert in der Vorrede zu seiner Chronik Von Neapel sagt, 
dnrch eine Bibliothek aus, der reichsten und edelsten der Welt 
(de la plus riebe et noble iibrairie du monde, pourquoi il a 
joamellement et en diverses contrdes grands clercs, orateurs, 
translateurs et escrivains, k ses propres gages occup^s). Die 
Malereien der flämischen Schule damaliger Zeit in Grisaille- 
und CamaTeu- Manier sind sehr schön, wiewohl selten. Sil- 
yestre giebt das Facsimile eins der prächtigsten solcher Ge- 
mälde aus einer Handschrift von dem Leben der heiligen Ca- 
tharina, das von Mi^lot aus^ dem Lateinischen übersetzt ist; 
er fugt eine Bemerkung hinzu, die sehr sonderbar klingt, er 
sagt nämlich, um seine Worte ohne weiteren Zusatz anzufüh- 
ren, dass man unter jenen flämischen Känstlem einen Breughel 
den Alten (un ancien Breughel) erwähne, bei dem Johann von 
Prngge Unterricht gehabt. Wenn iibrigens Silvestre von einem 
schönen Manuscripte des XV. Jahrhundertes, dem Leben der 
heiligeh Catharina von Siena in der königlichen Bibliothek zu 
Paris, sagt, dass diese Legende in flämischer Sprache geschrie- 
ben sei, einer Mundart des grossen germanischen Sprachstam- 
mes, welche, mitten inne zwischen dem Deutschen und Fran- 
BÖsischen (press^ entre Tallemand et le fran^aia), wenig gün- 
stige (xclegenheit zu einer grossen Entwickelnng gehabt habe, 
so irrt er; denn das Manuscript ist gar nicht im Flämischen, 
sondern im reinen Deutsch geschrieben, wie selbst die Seite 
beweist, die Silvestre als. Probe giebt 

ßin anderes prächtiges Erzeugniss der flämischen Kunst 
ist Karl'sV. Horarium in der kaiserlichen Uofbiblibliothek zu 
Wien,, das jedoch nicht mit Karfs Breviarium yerwechselt 
werden darf: denn letzteres ist erst eigens für ihn gefertigt, 
geschrieben sowohl als gemalt, während das Horarium älterer 
Zeit angehört. Die Ränder sind überladen mit Figuren, Blu- 
men, Pflanzen, Thiergestalten und anderem Grotesken, die 
Miniaturen, zahlreich und sehr niedlich, meist klein, mit Aus- 
nahme von 14 grösseren, von denen einige gewiss bei Jedem 
die lebhafteste Bewunderung erregen müssen. 

In die Zeit des XV. Jahrhundertes fallt die Bliithe eines 
Vereines von Mmiaturmalern, der, unter dem Namen der 2unfl 
▼on St. Luca bekannt, gegen Anfang des XIV. Jahrhundertes 
in Florenz errichtet worden war. Ein ähnlicher Verein bestand 
in Antwerpen und Brügge. Mehre seiner Mitglieder arbeiteten 
ohne Zweifel mit an dem bereits erwähnten glänzenden Ge- 
betbuche, welches für den Herzog von Bedford^ dem Regenten 
von Frankreich Y gefertigt worden ist. Dasselbe enthält 59 
Miniaturen von der Grösse einer ganzen Seite fiist und etwa 



EinleiteDdes. XLV 

lOOe kleinere von blos 1^ Zoll Durchmesser. Die reich mit Blat- 
terwerk verzierten £iiifas«uDgen sind von Blumen überisaet 
Da»y was den Werth des Buches möglicherweise noch erhöht, 
•iod die darin befindlichen Portraits des Herzogs und seiner 
Gemahlin, Anna von Burgund , die einzigen, welche man von 
diesen Personen kennt. Das Ganze ist das voilendeste Mu- 
ster der Kanst jener Zeit. Der Marquis von Biandfort bat die- 
ses Wunderwerk den 24. Mai 1786 för die Summe von 687 Pf. 
15 Sh. (etwa 17,200 Fr.) erkauft. 

Gegen das Ende des XV. Jahrhundertes hin fan<len auf 
dem Gebiete der Kunst so vielfache rückgängige Bewegungen 
statt, dass sich an eine Aufstellung von Regeln in dieser Be- 
ziehung nicht denken lässt. Statt eines reineren Geschmacks 
nnd einer sorgfältigeren Zeichnung macht sich oft ein ganz 
eigenthömlicher Hang zu extravaganten Verzierungen bemerkbar. 

Indessen giebt^ es auch rühmliche Ausnahmen hiervon^ 
wie man dergleichen z. B. bei Francesco Veronese und seinem 
Sohne Girolamo da i Libri, dem Lehrer des berühmten Giulio 
Clovio, antrifft. Ihr prächtiges Missal, wovon Dibdin in sei- 
nem bibliographical Decameron eine ausführliche Beschreibung 
giebty ist ein Me'sterwerk und hinlänglich , den Künstlern die 
Unsterblichkeit zu sichern, gleichviel, ob man die Schönheit 
nnd VortrefBichkeit der ComjMwition , oder die Anranth der 
Stellungen, oder auch die ausserordentliche Zartheit der Aus- 
führung ins Ange fasst Dieses Missal, ein wahres Kleinod» 
war für den Papst Sixtus IV. gearbeitet, dessen Wappen an 
mehren Stellen des Buches vorkommen, und ist im Januar 
1816 für den Preis von 307 Pf. Sterl. (etwa 7,500 Fr.) an den 
gegenwärtigen Besitzer Astle verkauft worden. Die Miniatu- 
ren Francesco's sind übrigens in Aquarell, die seines Sohnes 
dagegen mit Deckfarben gemalt. Die Farben, deren sich 
beide vorzugsweise bedient haben, sind Rosa, Lila, Puqiurrotb, 
Blau und Grün. 

Einigemal begegnet man auch Miniaturen aus der dama- 
ligen Zeit, die auf einem blau moireartigen und mit Sternen 
übersäeten Grunde . gemalt sind. £s bt diess eine Erinnerung 
an die alte Schule, und ein schöner Beleg hierzu ist die flä- 
nnsche Uebersetzung der Apokalypse ,in quadratischem Folio^ 
welche die königliche Bibliothek zu Paris besitzt. 

Ebenso war es in der damaligen Zeit, um diess hier zn 
iMmerken, wo die Sitte, grosse Gegenstände auf kleine Blätter 
zu malen, Eingang iand, oder mit anderen Worten, wo man 
in Octav- und selbst Duodezbänden, oft zur ganzen Höhe der 
Seite, Personen blos bis zur Hälfte des Körpers darstellte. Die 



XLin Einleftendes. 

Konst Yerliert hier offenbar, insofpm hier, wo doch die Ein- 
^issnngen fortdauernd in der nämKchen glanzvollen Weise aus« 
geführt sind, wie fVüher, die Fehler in der Kenntniss der Ana- 
tomie und in der Nüancirong der Lichter und Schatten weit 
anfiallender hervortreten, als bei Gegenständen von geringerer 
Ausdehnung. 

Fragt man schliesslich nach Dem, was gegen Ende dieses 
Jahrhunderts vorherrschend gewesen sei, so wir<i man als sol- 
ches die grosse Menge verschiedener Gegenstände in den Ein- 
fassungen zu bezeichnen haben. Insekten , Vögd , kostbare 
Steine, Perlen mischen sich überall unter die Arabesken. Man 
kennt Bände von 1000 Seiten, wo auch auf jeder derselben 
de^rtige Einfassungen zu findein sind. Das Schönste in dieser 
Art ist von flämischen, aber meist unbekannten Kikistlem au»^ 
geführt. Auch mochten noch als Prachtwerke der damaligen 
Zeit das Horarium der Anna von England in der königlichen 
Bibliothek zu Paris und ein Missal zu nennen sein, letzteres 
von Francisco de Roias für [sabelle von Spanien gearbeitet und 
Jetzt im Besitze John Tobin's in Liverpool. 

Was übrigens jene köstlichen Erzeugnisse der Miniatur* 
ikialer anlangt, denen man heutzutage so begierig nachstellen 
sieht, so stammen diese ßist sämmtlich aus den letzten Jahren 
des XV. und der ersten Hälfte des X\l. Jahrhundertes; die 
Miniaturmalerei kkm damals grade wieder zu einer gewissen 
Bliithe, und, gleich als ob die Maler die Absicht gehabt hät- 
ten, die Bevorzugung der Typographie und der Kupferstecher- 
kunst vor der Caliigraphie bedauern zu machen, beeiferten sie 
sich um die Wette, Meisterwerke auszufahren, zu einem so 
hohen Preise, dass sich nnr Fürsten den Genuss ihres Besitzes 
verschaffen konnten. 

XYL Jahrhundert. , Dieses Jahrhundert war Zeuge 
des letzten Triumphes, den die Kunst unter dem Pinsel eines 
Da Vinci, Raphael, Giulio Romano und Giulio Clovio zu er- 
ringen wusste. Die zahlreichen Bibliotheken, die während der 
letzten fünfzig Jahre entstanden waren , wurden ' zum Sporne 
für das Genie dieser ausgezeichneten Künstler. Die Miniatur- 
malerei erstieg dadurch, dass Künstler ihre Pflege übernah- 
men, die sich bereits in Werken höherer Art rühmlichst ver- 
sucht hatten, eine nene Stufe von Ruhm und Ansehn. 

Die Formen des Mittelalters verschwinden merklieh: die 
Malereien auf Pergament zeigen oft ein gewisses Gemisch von 
der Würde Poussin's und der Zartheit Muriilo's, besonders in^ 
der Darstellung von Frauen und Engeln. Die Zmhnnng ist 
tdiMi durchgängig von merkwfird%er Correktiieit 



Bnlateodcs. XLVII 

Einar von Denen, die in Betreff der ülastration von filis- 
salen den meisten Ruf erlangten, ist Clovto. Seine Miniaturen 
sind manchmal unnachahmlich, und man muss sie gesehen 
haben, um sie nach ihrem wahren Werthe bemessen zu kön- 
nen. Sie wurden hauptsächirch für die Bibliotheken eines der 
Biediceer, Cosmus, und der Cardinäle Grimani und Famese 
ausgeführt Die Vaticana besitzt eine von Clovio illustrirte 
Handschrift von Dante^s gottlicher Comödie, wo man die Kühn- 
heit der Zeichnung, die der Römischen Sdiule eigen ist, mit 
der Aninuth ' des Colorits und der Feinheit des Pinsels der da- 
maligen Zeit vereinigt sieht Fast sammtliche Manuscripte ha- 
ben Verzierungen aufzuweisen, und diese zeigen einen Ge- 
schmack, eine Sorgfalt und Gewandtheit in ihrer Composition, 
das« man sie schon um letzterer willen zu den merkwünlig- 
sten Denkmälern der Kunst rechnen dürfte, zu denen, die 
für. die Geschichte der Malerei bis jetzt am Lehrreichsten sind. 

Hinsichtlich der Kunst in Frankreich und Deutschland 
kann man sich eine genaue Vorstellung davon verschaffen, wenn 
man die Handschrift des Romans von der Rose und das für 
Franz I. illnstrirte Chronikenbuch, soV^ie das prachtvolle Werk 
liber die Alchimie in der Harlejanischen Sammlung im Briti- 
schen Museum in Augenschein nimmt. £s möchte schwer sein, 
etwas Glänzenderes, Phantastischeres und zugleich Anmuthige- 
res auf einmal so wieder zu finden, wie diess in der letzt- 
genannten Handschrift der Fall ist Das Buch handelt, wie 
bereits gesagt, von der Alchimie, und fuhrt folgenden Titel: 
Das gegenwertig Buechel wirt genannt Solendor solis oder sonn 
und glahtz u. s. w. Aus der zu Anfang des Buches befind- 
lichen Inschrift von der Hand des Lords Oxford und aus dem 
Datum in einer der Miniaturen ersieht man, dass letztere im 
Jahre 1582 gemalt worden sind. Die Einfassungen sind aiif 
Goldgrund, mit Blumen, Vögeln, Schmetterlingen und Hirschen 
in naturgetreuen Farben reich verziert Die Gemälde, an denen 
oft die Landschaften und der Himmel volle Bewunderung er* 
regen, verrathen eine ganz ansserordentliche Einbildungskraft 
des Künstlers, die freilich nur manchmal die Grenzen allen 
Maasses überschreitet. Statt der quadratischen Einfassung 
Ton Blumen, Vögeln u. s. w. haben einige dieser Gemälde Rän- 
der von architektonischen Verzierungen auf Goldgrund, von 
der grössten Reinheit der Zeichnnng und im Renaissance-Style. 

Eine der Ursachen, wesshalb die Mannscripte des XVf. 
nnd XVII. Jabrhundertes eine auffallend schöne Beschaffenheit 
und sorgsame Ausführung zeigen^ besteht ohne Zweifel' darin, 



XLTIII Einieiteadef. 

dass sie fa«! nur noch für Personen von hohem Bange oder 
Fürsten gefertigt wurden. 

Die Erfindung der Qnchdnickerkunst gab Änlass, dass 
die Macht, welche die Zund der Schreiber so gut wie die der 
lUiiminatoren seither für sich geltend gemacht hatte, nach 
und nach untergraben, dass deren Kunst zu einem Gewerbe er- 
niedrigt wurde, welches ohne alle Bedeutung war. Nur in 
seltenen Fällen noch schrieb man die Bücher ab , anstatt sie 
zu drucken, verzierte sie dann aber auch mit Allem, was nur 
der Pinsel Glanzvolles hervorbringen konnte. 

War bei Gelegenheit der Mittheilungen über das vorige 
Jahrhundert Karl's Y. Horarium Erwähnung geschehen, so wird 
hier natürlich des prächtigen Breviariums jenes Fürsten gedacht 
werden müssen; dieses Breviarium ist ein Beleg für den Ty- 
pus des XVI. Jahrhundertcs. Die Malereien darin stammen 
ofifenbar von einem Künstler der s|>anischen Schule. Mehre 
Blätter des Manuscripts zeigen noch tiefe Eindrücke von der 
Brille, die Karl in dieses Buch zwischen die Blätter von den 
Bnsspsalmen oder dem Gebete an den h. Karl zu legen pflegte. 

XVH. Jahrhund<«rt. Die Kunst der Manuscripten- 
maierei existirte zwar noch, jedoch nur in sehr beschränktem 
Maasse. Als Beispiele der letzten Regungen der Pergament- 
malerei können vielleicht das vom Jahre 1601 datirte Horarium 
der Belgischen Familie von Croy, ein Glanzwerk mit Wappen 
und anderen Verzierungen im Britischen Museum, und jener 
prächtige Band in der Hafod'schen Bibliothek angeführt werden, 
den Francisco de Herrera für König Philipp IV. von Spanien 
im Jahre 1637 gefertigt hatte. 

Ausserdem möchte hier noch das von Friedrich Brentel 
gearbeitete Horarium Wilhelm*s' von Baden zu erwähnen sein, 
welches auf Befehl Ludwig^s XVI. für die königliche BibUothek 
za Paris angekauft worden ist. Nach dem einstimmigen Ur- 
theile der Sachkenner haben die zeichnenden und malenden 
Künste in Betreff der Bücherverzierungen nichts aufzuweisen, 
was den Miniaturen dieses Horariums zuvor, ja was ihnen 
gleich käme. Der Künstler hat das VVerk mit seinem Namen 
bezeichnet, und zum Schlüsse des Bandes sein eigenes Portrait 
in Medaillon angebracht; in einer Unterschrift mit gohlenen 
Buchstaben sagt er, dass die Arbeit von ihm im Jahre 1647 
unternommen und beendigt worden sei. Was das Reinere der 
Zeichnung, das Anmuthige, Lebhafte, Harmonbche im Colorit 
und die ausserordentliche Gewandtheit bei diesen Gouachema- 
lereien anlangt, so ist diess alles sehr vorzüglich nnd mit sel- 
tenem Glücke so wohl gelungen^ dass es an die schönsten 



Einleitendes. XLIX 

Gemälde eines Rubens, Jordaens, Albrecht Dürer, Van Dyck, 
Woiiverinann , Teniers und Breughel erinnert, in verjüngtem 
Maassstabe nur. Von cßesen Malereien haben 20 eine Höhe 
von 4 Zoll 10 Linien und eine Breite von 3 Zoll, die übrigen 
10 nur eine Höhe von 2 Zoll. Gegen das Ende des Buches 
ist Wilhelm von Baden, knieend am Fusse einer Schädelstätte, 
abgebildet: seine Wafifen und das Wappenschild liegen am Boden. 

Auch dürfen die Werke des Nicolas Jarry hier nicht un- 
erwähnt bleiben: er ist einer der geschicktesten Calligraphen^ 
die es jemals gegeben, und seine Copien sind mit Miniaturen, 
Guirlanden und Einfassungen geziert, von ausgesuchtem Ge- 
schmacke und der Hand verschiedener Maler. Von diesen, 
oft wahren Kleinodien Jarry's hat Brnnet mehre in seinem Ma- 
nuel du libraire und den Nouvelles recberches bibliographiqnes 
beschrieben ; namentlich möchte aber, hinsichtlich der Vollkom- 
menheit der Miniaturen, auf ein Office de la conception de la 
Vierge aufmerksam zu machen sein, das 15 Miniaturen ent- 
hält. In Silvestre's Paleographie universelle findet sich ein aU 
lerliebstes Facsimile davon. 

Vielleicht einer der modernsten Belege für die Kunst de^ 
XVII. Jahrhundertes ist das reiche Missale m der öffentlichen 
Bibliothek zu Ronen. Dasselbe hat eine Höhe von ziemlich 
3 Fnss, und ist das Werk eines Mönches , der 30 Jahre lang 
daran gearbeitet. Das Buch ist im Jahre 1682 beendigt worden. — 

Doch genug Dessen, was sich in dieser kurzen Uebersicht 
mittheilen Hess ; es wird hoffentlich hinreichen^ um Diejenigen, 
welche sich für den Gegenstand interessiren, zum weiteren Ver- 
folgen dieser Untersuchungen zu veranlassen. Die Mannscrip- 
tenmalerd, obschon eigentlich nur ein Nebenzweig der Kunst, 
kann doch, wie d'Agincourt richtig bemerkt, das eine Verdienst 
gewiss für sich in Anspruch nehmen, dass sie einmal zur Wie- 
derherstellung und zum weiteren Fortschreiten der Malerei auf 
eine höhere Stufe der Kunst, sowie zweitens auch, sei es nun 
durch die Schönheit oder die Seltsamkeit ihrer Verzierungen, 
zur Erhaltung einer Menge von kostbaren Werken insofern bei- 
getragen habe, als letztere, ohne dergleichen Znthat, der Zer-- 
störung sicher nicht entgangen wären, wie diess mit anderen 
Schriftdenkmälern der Fall gewesen ist, die solche Vorzüge 
nicht besessen hatten. 



Petzhoidt, Aos. d. Bibl.-WissMiBeli. Id45. IV 



Eipleiteiideg. 



[IV.] VerKeiehniss deutscher Bibliotheken 

nach der Zahl ihrer Bande und der Hohe ihrer Geld- 
mittel zur Anschaffung von Buchern. 

Meist nach dem Adretsbuche devticher Bibliotheken. 

Königliche Hof- und Staat^b. 

zu München .... 600,000 Bde 17,300 FL 
'^Königliche Bibliothek zu ' 

Berlin 510,000 „ 10,000 Thlr. 

UniversitäUb. zu Göttingen . 400,000 „ 5,000 Tblr. 
♦K. K. Hofb, zu Wien . . 350,000 „ 19,000 Fl. C. M. 
Königliche B. zu Dresden . 300,000 ,, 3,000 Tblr. 
Universitätsb. zu Breslau . 300,000 „ 2,450 Thlr. 
Universitätsb. zu Tübingen . 200,000 „ 8,300 FL 
Herzogliche B. zu Wolfen- 
büttel 200,000 9, 400 Thlr. 

Oeffentliche Stadtb. zu Ham- 
burg . 160,000 „ 300 M. Cour. u. 

Zinsen bedeuten- 
der aus verschiede- 
nen Vermächtnis- 
sen, stammender 
Capitalien. 
Herzogliche B. zu Gotha . 155,000 „ 1,200 Thlr. 
'i' Universitätsb. zu Rostock . 120,000 „ 1,500 Thlr. 
Universitätsb. zu Wien . . 115,000 „ 3,500 FL CM. 
Karl-Ferdinand-Universitätsb. 

zu Prag 110,000 „ 1,600 Fl. C. M. 

Universitätsb, mit der v. Po- 

nickauischen B. zu Halle . 100,000 „ 2,500 Thlr. mit den 

Zinsen von 4,000 
Thlr. 
Universitätsb. zu Giessen . 100,000 „ 4,000 FL 
'^ Universitätsb. zu Freiburg 

im Breisgau 100,000 „ 2,000 FL 

Vereinigte k. Kreis- u. Stadt- ) ^Kreisb. 100 Fl. n. 

bibliothek zu Augsburg . 1 100,000 „ /Zinsen von 700 FL 

) (Stadtb. 360 Fl. 

Grossherzogliche B. zu Karls-; • 

ruhe 86,000 „ 2,000 FL 

t , .:..•■ , ■ 

/ 



EiiikiteiNl«. 



U 



Uoiversitätftb. zu Würzburg 

^Unlversitätsb. zu Kiel . 

Königliche B. zu Bamberg 

Kurfürstliche B. zu Cassel 

Universitätsb. zu Greifswald 

KantoDsb. zu Luzem 

Pteulinische Universitätsb. zu 
Münster 

Universitätsb. zu Lemberg 

Stadtbibiiothek zu Nürnberg 

Franzen-Universitätsbibl. zu 
Olmütz 

Stadt- oder Bnrgerb. zu Bern 

Karl-Franzen - Universitätsb 
zu Grätz .... 

Stadtb. zu Lübeck . . 

'^Fürstl. Lobkowitzische B 
zu Raudnitz a. d. Elbe 

Universitätsb. zu Innsbruck 

Universitätsb. des Gymnasial- 
Jehrercollegiums und der 

. Philosophischen und Theo- 
logischen Facultätenzu Pa- 
derborn 

Lycealb. zu Salzburg . . . 

B. der oberlausitzischen Ge- 
• Seilschaft der Wissenschaf- 
ten zu Görlitz .... 

* Prinzl. Secundogeniturb. zu 
Dresden 

Beverin'sche B. in der Dom- 
kirche zu Hildesheim . . 

Kreis- u. Studienb. zu Passau 

B. der oberpfälzischen Pro- 
vinz zu Amberg . . 

Königliche Hofb. zu Aschaf- 
fenburg . . . . . 

Lycealb. zu Linz .... 

'*'Raths- oder Stadtbibl. zu 
Stralsund 

Baczynski'sche B. zu Posen . 

Lycealb. zu Laibach . . . 



70,000 Bde 

70,000 

63,000 

60,000 „ 

50,000 

50,000 



50,000 
50,000 
50,000 



99 



99 






99 

* 

99 
99 



45,000 „ 

42,000 „ 

42,000 „ 
40,000 



» 



40,000 „ 
40,000 „ 



40,000 „ 
35,000 „ 



5,000 Fl. 
1,488 Rth. 

600 Fl. 
1,200 Thir. 
2,000 Thlr. 
2,000 Schweiz. Fr. 

720 Thlr. 
1,000 Ft. C. M. 
400 Fl. 

700 Fl. C. M. 
3,000 ScJiweiz. Fr. 

600 Fl. C. M. 
1500 — 2000 M. 

1,000 Fl. C. M. 
600 Fl. C. M. 



100 Thlr. 
400 Fl. C. M. 



32,000 „ 295 Thlr. 
30,000 „ 1,000 Thlr. 



30,000 
30,000 




400 Thlr. 
400 Fl. 


30,000 


99 


200 Fl. 


25,000 
25,000 


99 


6— 800 FI. 
300 Fl. C. M. 


25,000 
24,000 

24,000 


5> 
99 


100 Thlr. 
Zinsen von 25,0CrO 
'j'hlr. 

500 Fl. C. M. 

IV* 



D. des Kantent Aargao aa 20,000 Bde 1,500 Schweiz. Fr. 

Aarau 

Stiftsb. zn St. Galleo . . . 20,000 „ 600 Fl. 

* B. des evangeKsch-theologi- 

schen Seminariums zu Ta« 

biogen 20,000 „ 420 Fl. nnd die 

Zinsen von 3,000 
Fl. 
Lyceatb. zu Kiagenfurt . . 20,000 „ 300 Fl. C. M. 
Stadtb. in .Verbindung mit . 

der Schamar - Besserer'- 

scben B. zu Ulm . . . 20,000 „ 250 Fl. 
Stadtb. zu Luxemburg . . 20,000 „ 200 Fl. 
B. der Kirche U. L. Frauen 

oderMarienbu zu Halle • 16,000 „ 150 Thhr. 
B. der Ritter -Akademie za 

Liinebuig 15,000 „ 1—200 Thlr. 

B. des Wilhelms-* Stiftes zu 

Tübingen ..... 15,000 „ 100 Fl. 
B. der Harmonie-Gesellschaft 

zu Mannheim .... 14,000 ^ 600 FL 
Kon. Kanzteib. zu Baireuth . 14,000 ,^ 550 Fl. 
Lycealb. zu Constanz . . 14,000 „ 400 Fl. 
B. der Dom-Schule zu Gii« 

strow 14,000 „ 40— öOThk*. 

B. des polytechnischen Insti- . ^^ 

tuteszuWien . . . . 13,000 ^ 12--1500 FL C. M. 
Oeffentliche oder Milichsche 

Gymnasialb. zu- Görlitz . 13,000 „ 131 Thhr. 
B. des ärztlichen Vereines zu 

Lübeck 12,000 „ 600 Thlr. 

Raths- oder Stadtb. zu Mag- 
deburg 12,000 „ 800 Thlr. 

Stadtb. zu Lüneburg . . . 12,000 „ 70—80 Thlr. 
Rathsb. zu Zittau . . . . 11,000 „ 80Thh-. 

Gymnasialb. zu Speyer . . 10,000 „ 300 FL 

"** Dom-Gymnasial- oder Mo- 

ritzb. zu Magdeburg . . 10,000 „ 125 Thh". 
Fenitzer-Dillherr'sche B. in 

der Kirche zu St. Lauren- 

tius zu Nürnberg . . . 10,000 „ Zinsen von 3000 FL 

* Stadtb. zu Lauban . . . 10,000 „ 16 Thlr. 
B. der medicinisch - chirurgi- 



Khen Geielbditn ui Zü- 






i ^ 


ridi ...... . 


9,000 Bde 


400 Thlr. 




9,000 


.. . 


g iWnir. ,„:. 


HerrL y. SchindelKhe Maj». 






■-. 


ratsb. ru SchoDbruDD b. 








Görlitz 


8,000 


„ 


60 Thlr. 


B. «I«köii.r^ii(ti.'s-S<liu!ewi 








Grimma 


7,000 


>t 


100 TOr. 


Stadl-Sctuilb. IM Mag<lebiirg 


7,000 


„ 


100 Thlr. 


B. der GcdUchaft i.,r Be- 
















Thatigkeit zu Lübeck 


6,000 


„ 


400 TWr. 


Gymnasial-Lihr^rb. zu GW- 








witz 


6,000 


„ 


900 TWr. 


GymnaMalbzuFraberg. . 


6,000 


>i 


100 Thlr. 










ußi) höch»lcD Gerichte» zu 










5,500 


" 


Zii»ea von laoo 
TUr. 


Gymnasialb. zu SHizwedel . 


5,500 


„ 


, . 60 Thlr. 










Gera 


5,000 


„ 


lOOllilr. . , 


*G;mnasialb- z^iTorgau . . 


5,000 


" 


Zinsen von 1700 
TUr. 










Braunstbwpig .... 


4,800 


„ 


sotblr: 


GyimiBiial ■ LehrerbiU. »• 








Prenilau 


4,000 


» 


aoo Thlr. . 










litz 


4,000 


„ 


S6 Thlr. 


Gymnasialb. zu Dortmund . 


4,000 


„ 


70Thir. 


Johaimeische Gyinnasialb. zu 








Lüneburg 


4,000 


„ 


60—70 Thlr. 


B. der Kreuzscbnle zu Drea- 








dea 


-3,500 


„ 


80 Thlr. 


•B, des SchiillL'hrcr-Seniina- 








nares 2u Dresden . . . 


3,500 


„ 


50 Thlr. 


•HUitairb. des Hers. Braun- 








schweig. Ortiziercnq)B zu 








Brau» schweig ■ * 


3,000 




300 Thlr. 




3,000 


„ 


300 Fl 


Gymikasial'Jugciidb. zu Glei- 








witz 


3,000 


„ 


30 Thlr. 


Maudatariatsb. zu Linz . . 


3,500 


„ 


4-500 Fl. CM. 



UV 



Banleilettdei. 



Scimlb. za Chemnitz . . . 

Gymnasial -Schukrllpeb. zu 

Prenzlan 

Gjmnasialb. zu Bamberg . 
B. der medidnischen Lesege- 

Seilschaft zu Braunschweig 
B. der Burgerschule zu Gör- 

Htz 

Gymnasial-Schulerb. zu Riur 

teln (seit 1838) . . . . 
Progymnasial -Schiilerb. zu 

Hössel 

* Gymnasial- Schiilerleihb. zu 

Prenzlau (seit 1835) . • 

Armenb. der höheren Bür- 
gerschule zu Görlitz . . 

B. der Haupt-Kirche zu St. 
Peter und Paul zu Görlitz 
(besteht fast nurausMss. 
n. Incunabeln) . . . . 

B. der Mädchenschule zu Gör- 
litz 

Gymnasial - Schülerbibl. zu 
Luckau (seit 1842) . . 



2,500 Bde 


Zinsen von ein paar 
hundert Thlm. 


1,500 „ 
1,200 „ 


aoThlr. 
50—75 Fl. 


1,000 yy 


4—500 Thlr. 


600 „ 


100 Thlr. 


600 „ 


50 Thlr. 


600 „ 


20 Thlr, 


• 

600 „ 


Zinsen von 300 
Thlr. 



500 



280 



200 



100 



99 



»> 



») 



»? 



12 Thlr. 



Zinsen von 100 
Thlr. 

15 Thh^ 

Ä— 50^Thlr. 



Die mit * bezeichneten Bibliotheken haben ausser der 
angegebenenen Geldsumme in der Regel jedes Jahr rioch einige 
andere Einnahmen, worüber sie Behufs von Bücherankäufen 
verfügen können. 



[V.] Zur Statistik des deutschen Bücherwesens. 

Nach dem LeipTngei^ Messkataloge. 

Im Laufe eines einzigen Jahres, von Michael 1844 bis 
ebendahin 1845, sind, soweit der Leipziger Messkatalog darüber 
Auskunft giebt; im deutschen Buchhandel 10^1 Schriften bei 



931 ▼endiiedeneii Veriegeiii erschieDeii^ und zWar zur 1845 
Odtermesse 5892 Schriften bei 794 Verlegern und zur Michae- 
lismesse dieses Jahres 4489 Schriflen bei Bi9 Verlegern ^ wofbei 
nämlich zu bemerken nöthig ist, dass unter den zuletzt {be- 
nannten 589 Verlegern 452 mit inbegriffen sind, die berats 
auch im Ostermesskataloge aufgeführt gewesen waren. 

Mit Ausnahme von 470 Schriften, die im Auslande bd 
36 Verlegern, nämlich 

253 Schriften bei 7 Veriegem in Dänemark (ohne Schleswig u« 

Holstein), 



88 


» 


» ^ 


» 


„ Frankreich, 


41 


3> 


» 4 


99 


,, Schweden, 


39 

1 


» 


,. 8 


» 


„ Russland, 


33 


« 


» 5 


3> 


„ Holland und Belgien (ohne 
Luxemburg), 


11 


>J 


,. 3 


» 


„ England, 


5 


99 


„ 2 


5» 


„ Krakau 



erschienen, und nur als Commissionsartikel deutscher Bncb- 

handlnngen im Messkataloge mit aufgeführt worden sind, yer- 

theilen sich die übrigen 99 Jl Schriften von 895 Verlegern auf 

die einzelnen deutschen Staaten und die Schweiz in folgender 

Weise: 

2778 Schriften bei 314 Veriegern an 99 Orten in Preussen. 



1859 


55 


55 


132 


55 


55 


14 


55 


„ Sachsen, 


1054 


99 


J5 


78 


55 


99 


27 


55 


„ Baiern, 


873 


» 


>5 


76 


» ' 


55 


16 


55 


„ OesterreScb, 


804 


» 


>5 


55 


»■ 


55 


11 


55 


„ Würtem- 
berg. 


483 


5> 


» 


34 


55 


55 


16 


55 


„ der Schweiz, 


274 


55 


55 


20 


55 


55 


5 


55 


„ dem Gross- 
herz. Hessen, 


257 


55 


>5 


13 


55 


55 


4 


55 


„ Sachsen- 
Weimar- 
Eisenach, 


244 


99 


5> 


17 


• 

5» 


55 




5) 


„ Hamburg, 


241 


5» 


>5 


29 


55 


55 


9 


55 


„ . Baden, 


194 


5» 


» 


19 


55 


55 


12 


55 


„ Hannover, 


159 


55 


55 


20 


5» 


»5 


~"~ 


55 


„ Frankfurt 
a.M. 


121 


» 


55 


9 


55 


55 


3 


55 


„ Braun- 
schweig, 


104 


>5 


55 


11 


55 


53 


D 


55 


„ Schleswig u. 
Holstein, 



I^> 



73 Schriften bei 12Yerlegem an 6 Orten in demKurf. 

Hessen, 



56 


>» 


9J 


« 


99 


99 


1 99 


jy Oldenburgs 


^ 


99 


59 


5 


99 


99" 


— jj 


jy Bremesn, 


46 


79 


99 


6 


W 


99 


1 M 


,, Sachsen- 
Coburg- 


■. 








• 


, 




Gotha» 


44 


V 


9J 


4 


99 


99 


2 „ 


„ Sachsen -AL- 
tenburg. 


40 


» 


9> 


7 


99 


99 


5 ,. 


jy Mecklenburg- 
Schwerin, 


37 


^) 


W 


2 


>l 


>9 


2 „ 


j^ Schwarzburg- 
Sonders- 
hausen, 


22 


^> 


5* 


7 


95 


99 


3 „ 


„ Nassau, 


20 


>» 


» 


1 


» 


59 


» 


„ Lübeck, 


15 


99 


)9 


6 

1 


99 


99 


4 w 


yy Sachsen- Mei- 
Dingen-Hild- 
burghauseny 


12 


l> 


J9 


3 


n 


95 


2 » 


y, Anhalt- 
Dessan« 


12 


9J 


» 


2 


« 


99 


1 9J 


„ Mecklenborg- 
Strelitz, 


10 


11 


99 


3 


59 


>9 


^ 59 


„ Schwarzburg- 
Hudolstadt, 


^ 


n 


»9 


1 


>9 


>9 


1 9* 


„ Lippe -Det- 
mold, 


7 


99 


» 


4 


>9 


59* 


3 w 


„ Reuss, 


6 


>9 


>9 


1 


J9 


9> 


1 99 


yy Luxemburgs 


4 


» 


9* 


1 


9> 


99 


1 59 


yy Anhalt-Bern- 
burg, 


1 


59 


» 


1 


99 


99 


1 9, 


„ WaldecL 


9911 


19 


„ 895 


» 


„ 256 „ 


„ 32 Staaten 
















zusammen. 



Was die einzekien Verlagsorte anlangt, so sind unter 
denen, welchen die meisten Verleger bis auf 6 herab ange- 
hören, (mit Ausnahme der freien Städte) folgende zu nennen : 
Leipzig mit 105 Verlegern; Berlin mit 84; Wien 34; Stutt- 
gart 31; Breslau 17; Nürnberg 14; München 13; Prag 12; 
Augsburg und Halle, jedes mit 11; Coln, Carlsrnhe und 
Darmstadt mit je 10; Dresden, Königsberg und Pesth mit je 
9; Erfnrt 84 Braunschweig, Jena und Magdeburg mit je 7; 
Aachen, Bern, Bonn, Cassel, Mainz, Münder, Ulm und Zü- 
rüch, jedes mit 6. 



EiftfeitaMfei^ LVn 

WaB aber die einzeliien Verleger betrifil, «o siod dme; 
nach der Zahl der bei ihnen erschienenen Schriften bkf auf 
20 herab, in folgender Ordnung aufzuführen: Michelsc» iä 
Leipzig 157; Manz in Regensburg 145; O. Wigand in hmpaig 
135; Voigt in Weimar 108; Arnold in Dresden 99; Brockhaot 
u. Avenarius in Leipzig 90; Franz inMiinchen 88; BrockhaM 
in Leipzig 85; £iiiich in Pesth and Fues in Tiibingen 75; 
Coita in Stuttgart 75; Hahn in Hannoyer 69; Bassein Q«ed- 
linborg und Meyer n. Zeiler io Ziirich 68; Beimer in BerKri 
67; Kolhnann in Leipzig und Leske in Darmstadt 65; KoU- 
mann in Augsburg 63; Wohlgemuth in Berlin 61; Hejmami 
in Berlin und BraumüUer u. Seidel in Wien 59 ; Scheitlin u. ZaA» 
likofer in St Gallen 55 ; Benziger in Einsiedeln und das Ver-* 
lags-Comptoir in Grinuna 52; Falckenberg u. Co. in Maggie-*' 
bürg 51; Rieger in Augsburg 50; Vieweg u. Sohn in BrawH 
schweig, Wagner in Innsbruck, Friedrich Fleischer in Ldpng 
und Franckh in Stuttgart 49; Ernst in Quedlinburg 48; Baum* 
gärtner in Leipzig, Favarger in Triest und Gerold in Wien 
47; Bünsow in Kiel und Fürst in Nordhausen 46; Baensch 
in Magdeburg 45 ; Ebner in Ulm 44 ; Nestler u. Melle in HaoH 
burg 43; Schulze in Oldenburg 42; Voss in Leipzig/ Hart- 
leben in Pesth, Liesching, sowie J. F. Steinkopf in Stuttgart 
41; Weidmann in Leipzig 40; Hinrichs in Leipzig 39; v. Je- 
nisch u. Stage in Augsburg 38; Mittler in Berlin 37; Duncker 
u. Humblot, sowie Nicolai in Berlin, Schwetschke u. Sohn in 
Halle, Berendsohn in Hamburg, Sauerländer in Frankfurt a. Bf., 
Klinkhardt in Leipzig und Günther in Lissa 36; Redam jnn. 
in Leipzig und Beck in Nördlingen 35; Veit n. Co. in Berfin, 
Gerhard in Danzig, Theile in Königsberg und Seitz in Ulm 
34; Hennings u. Hopf in Erfurt und Mauke in Jena 33; Mar- 
cus in Bonn, G. P. Aderholz in Breslau, Enke in Erlangen, 
B. Tauchnitz jun und Teubner in Leipzig 32; die liter. artist 
Anstalt in München 31; Heinnchshofen in Magdeburg, Becher 
u. Müller, sowie Metzler in Stuttgart^ v. Seidel in Sulzbach 30; 
Grass, Barth u. C. in Breslau, Jonghaus in Darmstadt, Theis- 
siiig in Münster ^ Wagner in Neustadt a. d. O. und Laupp in 
Tübingen 29; Herold in Hamburg, Engelmann in Leipzig und 
Volke in Wien 28; Bronner in Frankfurt a. M., Herder in Frei- 
burg, Mayer in Leipzig und Jasper in Wien 27 ; Schlosser in 
Augsburg, Duncker in Berlin, Flemming in Glogau^ Calve in 
Prag und die Mechitaristen-Buchhandlung in Wien 27 ; Hirsch- 
wald, sowie Simion in Berlin, Vandenhoeck u. Ruprecht in Got- 
tingen, Kirchheim, Schott u. Tbielmann in Mainz, Eggenberger 
in Pesth, Harter in Schafifhauseu , Eupel in Sondershausen, 



\ 



LVin Einleitendes. 

Schoroer in Stranbingen und Kaiilfuss Wttwe, Prendel n. Cr, 
in Wien 35; Habicht in Bonn. Westermann in Brannschweig, 
Kaiser in Bremen^ Hiiber n. Co. in St Gallen, Dieterich in Göt- 
tingeOy Schweizerbart in Stuttgart nnd Lintz in Trier 2dt; Ver- 
lag«handlung in Belle- Vne, Eyssenhardt in Berlin, Baedeker in 
fissen, K« Winter in Heidelbergs Barths Fritzsche, Weber in 
Leipzig, Heckenast in Pe»th, Hallberger in Stuttgart nnd 
Sehuithess in Zürich 23; Schweighauscr in Basels Wirth in 
Mainz, Jackowitz in Leipzig, Fiiiütelin, Ficischmann in Mün- 
chen 22; Plahn, Springer in Berlin, Kessmana in Genf, Per- 
thes, sowie Perthes-Besser u. Mauke in Hamburg, Helwing in 
Hannover, Thomann in Landshut, Härtung in Leipzig, Orell, 
Füssli u. Co. in Zürich 21 ; Kleeraann, Morin in Berlin, C. F. 
Winter in Heidelberg, Thomas in Leipzig, Eiwert in Mar^ 
bürg, Geibel in Pesth, Waliishaosser in Wien und Stahel in 
Würzburg 20. 



Allgemeines. 



fl.] Iilteratar. — Anzeiger für Literatwr der BiUitf^ 
Ihekmuentchaft* [Heransgegeben von Bibliofhekar Dr. JuHus 
Petzholdt] Jahrgang 1844. Mit Autoren ^ und BibUotheken-Re- 
gistem, Dresden und Leipng^ Arnold. S. XVI u. l^^ SS. IV, 
n. 24 Ngr. Vgl. 1844. Nr. 436. 

Ersichtlich sucht Fetzholdt, sagt Dr. Hoffmann in seiner An- 
zeige des vorl. Anzeigers (Hamb. Corresp. No. 241. Sp. 12), Jeden 
neuen Jahrgang der VoUkooinienheit näher zu bringen ; mit Sorg« 
falt wird früher weniger genau Angegebenes berichtigt und cir. 
gänzt. Es liegt in der Natur einer solchen literarischen Arbeit, daiiss 
sie nicht sofort ohne Lücken der Oeffentlichkeit übergeben werden 
kann, wenn sie Yon Einem geleistet wird; daher sehr zu wfiir- 
sehen, dass Beitrage Anderer dem Herausgeber in recht grosser 
Zahl zufliesscn mögen. Der augenblickliche Nutzen ist es nicht 
allein, welcher dem Anzeiger Werth giebt, sondern die bialier 
erschienenen Jahrgänge liefern hinsichtlich der Jahre 1840 \n$ 
1845 brauchbare Materialien zu einer künftigen ausführlichen 
Bibliographie der Bibliothekwissenschaft, die täglich mehrBe^ 
dürfniss wird. — So weit Dr. Hofimann. 

Zur Berichtigung und Ergänzung des vorliegenden JafaN 
ganges, sowie der früheren ist Folgendes zu bemerken : 

Zum J. 1840. Nr. 79. * Catalogue des Uvres cowtposänt hi 
Mblioihtque de Viade royaU p(dytech7äque. T^ble$ par ordre al^ 
pkabetique des anäeurs et des ouvrages anonymes, Part«, Bachdie^^ 
1841. foL Soll nicht 1840 erschienen sein. ' j 

Zum J. 1842. Nr. 217. '*' NoHce d'un Atlas eh langxbd dsüt^ 
lane^ manuscrit de Pan 1375, conserve parmi les manuscrits delti 
Bibliotheque royede smu le noi GSl6,fonds onciVn in^fol^ thax,; par 
J. A. C. Bufih&n et J. Tasftu. Pkris, imprimerie r&yale, 1840. #• 
Avec un atlas in 4 dans ttn Hui. Ist aus den Nbtices et Eiitrhici 

Petzholdt, Abs. d Bibl..WiMen8cli. 1849. 1 



2 BibUotbekwisseQSchaft. 

des Maniiscrits de la Bibliotheqiie du Roi, Tom. XIV. Part. 2 
[1842. No. 217.] abgedruckt und besonders ausgegeben worden. 

Zum J. J844. Nr. 218. * Notice des Estampes exposees ä la 
BibUotheque RoyalSy formant un aper(^u hütorique des produits de 
la gravure^ avec des recherches sur Corigine, Vaccroissement etc. du 
cahinet des estampes, Par M. Duchesne, Paris, 1841.12. In Betreff 
der anderen Ausgaben ist zu erwähnen, dass die I. Paris, 1819. 12., 
die II. Das. 1823. 8., die \\l Das. 1837. 8. erschienen sein soll. 

Zum J. 1843. Nr. 3()9. Anzeige dfs Nauurcuursihen Sera- 
peums 1843 von Petzhblift, s. Nette Jen. aftg. Lit. Ztg. Nr. 186. pi>. 
742—744. 

Zum J. 1844. Nr. 447. * Catalogue of the Sanskrit mann- 
scripts coUetied by Sir R, Chambers. London, 1838. gr. fol. Mit 
Chambers* Bildniss und vielen lithogr, Facsimiles von Briefen. 
Soll von dem 1842 erschieuenen Kataloge v^acbiedeii sein. Die 
Sammlung befindet sieh bekanntlich jetzt in dcrkönigl. Biblio- 
thek zu Berlin. 

Znro J. 1844. Nr. 438. Das dort von Petzholdt mitgetbeilte 
Verzeichniss sächsischer Kloster wird nach Dem, wasTittuiann 
in seiner Geschichte Hitirich des Erlauchten, Bd, II, (Dhresden und 
JfA&psdg^Arnöld. 1846. 8.^ über diesen Gegenstand mitgetheüt hat, 
i|( folgender Weise zu berichtige» sein: Adorf, VoigtEndische 
K^öraturei des Deutschen Ordens. — Altzeile, Ciatercienäer- 
Äjonchskloster 1162 confurmirt. — 0uch^ Cistercienser-Monchs- 
Uoster spätestens 1193 gestiftet. --^ Chemnitz, Benedictiner- 
j^oster regulirter Chorherren 1 143 gestiftet — D ö b e 1 o , s. Stau- 
cjbA. — 'Dörschnitz, ein Hospital 12^ 6 gegründet, 1233 — 1250 
in ein Benedictiner-Noonenkloster yerwandek und später (1270 
bestimmt schon) nach Skzeroda äbergesiedelt — Dresden, 
Franciskaner-Mönchskloster 1272 zuerst erwähnt — Freiberg, 
Augustiner- Noonenkloster 1248 zuerst erwähnt. . Dominikaner- 
Mönchskloster 1233 gegründet Franciskaner-* Mönchskloster 
kaum 1223 schon, sondern wahrsdieinlich erst 1233 gestiftet -^r 
Geri ngs w aide , Benedictiner-NooQenkloster 1233 gestiftet. — 
Griinhain, Cisterciensrr- Mönchskloster 1236 gestiftet; t^ 
Grimma, s. Nimpschen. -— Hain, Augustiner Nohnenkloster 
kommt 1240 und 1288 vor. Collegiat^tift zn S^ Georg, Neben- 
s^ft des Uochstiftes zuMeissen. r— Kritamitssoha«, Augusti- 
ner-Mönchskloster 1222 begründet. -» Leipzig, Augustiner- 
Kloster regulirter Chorherren 1213 and Domkiikaner- Mönchsklo- 
ster 1299 gestiftet — Meiaseo, Beoedictiner-NoBttenkloster 
12^ begründet. FranciskaBer-MönchslÜoiter wird zwnrst 1281 
ii Uffkundeo des königl. sachs. HauptstaatsärohiTi «rwähnt. — ^ 
Ni.i».picjie09 OistercieQsel^NoQlMnklo6lsv xoeff8t'«iHl wenige 



BibliotkekwnMwdMft. 3 

stens 1240 zu Torgaa, tob dort 1350 nach Grimnia und ipater 
nach Nimpschen verpflanzt. — Oschatz, Frandskaner-Mönch«'- 
kloster lt{40 zuerst urkundlich erwähnt. — Pegau, Benedicti«- 
ner- Mönchskloster 1106 confirmirt. — Planen, Dommikaneb- 
Mönchskloster zwischen 1273 und 1285 erbaut. VoigtländiKhe 
Komturei des deutschen Ordens. — Reichenbach, Voigtlan- 
dische Komtiurei des deutschen Ordens. — Reniissen, Ben^ 
dictiner-Nonnenkloster 124d. — Riesa, Benedictiner-Nonaea- 
kloster bestimmt vor 1197. — SeussHtz, die Stiftung des 
S. Clara " Nonnenklosters erhielt 1255 die pftpstl. GenehraigiMig 
und ward 1268 durch Urkunde vollzogen. 12^8 werden dort 
Francbkancr erwähnt, wobei freilich daran zu erinnern ist, dais 
der S. Clara-Orden mit dem Franciskanerorden im ZusamoKn- 
hange stand. — Stauch a, Benedictiner-Nonnenkloster konmit 
1264 vor und wurde 1330 nach Döbeln übergesiedelt. — Zschil- 
len, Angustiner-KIoster geregelter Chorherren bis 1278, -daMi 
wegen Sittenverfall als solches aufgelost und dem deutschen Or^ 
den übergeben. S|mter findet sich ein Barfässerkloster in Zsclnl- 
len. Laut der im kön. sächs. Hauptstaatsarchive befindL Ofif^*- 
nal-Urkunde vom 13. Septbr. 1291 hat der Provincial^Comme»- 
dator des deutschen Ordens in Thüringen, Heinrich v. HochhdlB, 
dem Zschillener Ordenshause die Bücher eines Priesters Petmii 
überlassen : Summa vitionim , Summa theologica veritatis, Psal- 
terium glössatum, dn- Opus Conradini, sechs Sammlungen flkiv 
mones, drei Scbrifleni von denen blos die Anfangsworte angegc^ 
ben werden, Formula confessionis and einige andere ungebvB*- 
dene. S. Tittmann a. a. O. p. 80. Die vollständige Urknnd« aöU 
in Petzholdt's urkundlichen Nachrichten zur Geschichte der.siclii- 
sischen Bibliotheken, Bog, 3, mitgetheilt werden — Zwick«». 
Das Eisenberger Kloster regulirter Chorherren ward 1219 mit 
dem Zwicfcauer Kloster vereinigt und in eb Nonnen -Kloster 
umgewandelt. 

Zum J. 1841^ Nr. 470. Die von Querard und einigen api^ 
deren Bibliologen unternommene Zeitschrift Le BibliofMeaire^igt 
nach Ausgabe der ersten Nummer wieder eingegangen. Im 
raison commerciale, aagt Reiffenberg darüber, a tu^ la raison Hft- 
teraire. 8. Bull, du Bibliiiph. Beige. No. 5. p. 418. • '' 

Zum J. 1844. Nr. 498. Hisioriske Efierreininger mm 40t 
^ioTß MngßÜgB Bibliothek i JKi'dbenheMH, Ved E. C, YfeHmiff. 
Jhlien/or'6g9de 9gfortmMtte üdgmoty med toende Hylograpkende 
Tegninger, MiebaUumn^ iforiagt af Samfundet tu den dmuktLi-- 
f^ititiir« Frynwis. 1644. 8w X n. 432. «SiS^. . «^ 

Gnthälti p|>.'L^l& [faidlediwig] Die ersten Anfänge der 
BibliotliekdatiKarsidiveft Christian lU., der önter deff^fönÜclM 



4 BibKotftM!kw'is0eMcliaft. 

Königen zuerst eine eigene Bibliothek besass, mit einem BibKo- 
tiiekar, Mester Hans^ und einem Hofbuchbinder. Vermehmngen 
der Bibliothek unter Friedrich 11. und Christian IV., von denen 
der letztere indessen auch die Universitätsbibliothek mit Geschen- 
ken bedachte, wie 1605 mit einer Sammlung von 1 100 Bdn. Mit 
Friedrich IIL 1648 beginnt die eigentliche Geschichte der Biblio- 
thek. — pp. 17 — 58. [Bibliothekets Stiftelse af Kong Frederik 
dca Tredie. Bibliothekarerne Markus Meibom og Peter Schuma- 
cher.] Erste Periode von 1648 bis zuFriedrich's 111. Tode 1671, wo 
dieBibliothek bereits 10,000 Bde. zählte, darunter diePrivatbibiio- 
thd^en von Gersdorf, Ulfeid und Scavenius. Der von Friedrich 
tmterliommene Bibliotheksban wurde erst nach dessen Tode 1673 
beendigt. — pp. 59 — 127. [Det kongeüge Bibliotheks Skiebne 
•g Tilstand nnder Bibliothekarerne W. Worm, J. C. Wolfen og 
A. Höier.] Zweite Periode von 1671 bis 1730 unter Christian V. 
oad Friedrich IV. In die Zeit des ersteren &Uen die Erwerbun- 
gci der Meier'schen (1675), Puffendorfschen (1690) und gräfl; 
Friis^schen Privatbibliotheken, in die Zeit des letzteren der 
Beitzer'schen (l7,000Bde.) und freiherrl. Coyet'schen (1710), so- 
wie der Gudius'schen Manuscriptensemmlung. — pp. 128—152. 
[Det kongelige Bibliothek under H. Grams Bestyrelse.] Dritte 
Periode von 1730 bis 1748 unter Christian VI. Die Zahl derge- 
<lnfCkten Bücher belief sich am Schlüsse der Periode auf 60 — 
7<MK)0 Bde. — pp. 153 — 197. [Det kongelige Bibhothek under 
B« MöUmanns Bestyrelse.J Vierte Periode von 1748 bis 1778 
Uater Friedrieh V. wurde 1749 die von den Herzogen von Hol- 
Btein-Gottorp 1606 zu Gottorp gestiftete Bibliothek, 12,000 Bde 
gedruckter Bucher und 331 MSS. enthaltend, der königlichen 
einverleibt* Jähriiche Dotation der Bibliothek unter Friedrich V. 
1000 dän. ThJr., unter Christian VII. anfangs nur 500, später je* 
doch 700. Am Schlüsse der Periode landen sich in der Bibliothek^ 
100,000 Bde. vor. (pp. 185—188, s. die Bibliothekordnnng.) -^ 
p^ 198—244. [Det kongelige Bibliothek nnder J.H.Schlegels 
og J. Erichens Bestyrelse.] Fünfte, sehr glänzende Periode von 
1778 bis 1787, in welche die Erwerbungen der Scherewien'sohen 
Ob}HitaiionssammInng, der Schönnig^schen Privatbibliotbek, der 
Wasserschleben'schen Kiipferstichsammlung (29,000 Kstche.), 
der auf dem Schlosse Hosenburg befindlichen Bacher, der königl. 
Hand- oder Cabinetsbibliothek, der Bücher des Geh. Archive«, 
des Krazenstein'schen Handschrifteiilegates (258), 1783 des Bii- 
chervorrathes der Prinzessin Charlotte Amalia a. des Tkott'scfaen 
Bächervermächtnisses fallen. Letzteres bestnid am 4154 MSS., 
d^oDter 400 auf Pergament, nad 6169 bi» znm J. 1530 gedruck- 
te« BttGkem. Mit Ausschlnss der Tkott'whea BiSS. tak sich die 



ßiUiotliekwiMeiiKiMilt; 5 

ßil>li(>thck am Schliisse der Periode im Besitze voo 3677 Haml- 
Schriften. Jährliche Dotation der Bibliothek von 1784 an auf 
10 Jahre 3000 Thlr. — p'p. 245—337. [Overbibliothekaren D. G. 
Moldenhawers Bestyrelse.] Sechste Periode, eine noch glänsen- 
dere als die frühere, von 1788 bis 1823, in welcher die Bibliotkek 
zu einer Höhe von 300,000 Bdn. gebracht wurde. Die haupt* 
sächlichsten Erwerbungen waren: 60,000 Bde. aus derThott^schen 
Auction« die Suhm'sche Bibliothek (100,000 Bde., danmter 3000 
MSS. über scandinav. Geschichte und die Reiske'schen Hand« 
Schriften), die Büchersammlungen von Berger (1791), Nielsen 
(1797), V. Haxthausen (1803) u. Aaskow (1804), die Uldairschea 
und KalPschen Handschriftonsaramlungen (536 und 688), die 
Müller'sche Kupferstichsammlung (4500 Bll. Dänemark betr.)^ 
die Hielnestierne-Rosenkrone'sche Bibliothek, die IkrnstckrflTfldie 
und V. Rumohr'ache , die Mannscriptensammlungen von Thorke- 
lin, Ancher, Rothe, Z5ega und Bugge, viele Bucher aus den Mol- 
denhawer'schen Sammlungen und mehre andere v<illstandige 
Privatbibliotbekcn. Seit 1793 wurde die Bibli<»thek öffentlidi, 
wie denn schon in der Instruktion für den Oberbibliothekar vom 
J. 1788 (s. pp. 247 — 250) gesagt worden war, dass die grosse 
Bibliothek zum allg. und offentl. Gebrauche bestimmt sei. Eiiriger 
Betrieb der Katalogarbeiten unter Moldenhawer. Die 50,000 
Doubletten, welche die Bibliothek mit der Thott'schen Sammlung 
erhalten hatte, wurden an die Universitätsbibliothek in Christiania 
abgegeben. — pp. 338 — 410. [Det störe kongelige Bibliothek* 
Tilstand og Virksomhed 4 Tidsrummet 1823—1843.] Die neueste 
und für die innere Einrichtung der Bibliothek insonderheit wich* 
tige Periode unter dem jetzigen Oberbibliothekar Werlauff. Er- 
weiterung des Biblidthekslokales ; Beendigung der Arbeiten des 
Realkataloges für die gedruckten Bücher in 192Bden., worin 
jedoch die dänische nnd norwegische Literatur noch nicht mit 
verzeichnet ist ; Erwerbung der von Rask auf seiner indischen 
Reise gesammelten Handschriften ; jährliche Dotation der Biblio- 
thek von 11,500 dän. Thhrn. seit 1841; — diess und inehres An- 
dere ist etwa das Hanptergebniss der verdienstvollen Geschäfts- 
führung Werlauffs. In Folge einer Verordnung von 1841 wird 
an der volbtändigen Catalogisirung der Handschriften ileising 
gearbeitet, und es ist bereits das Verzeichniss aller orientalischen 
Mss., mit Ausnahme djer Indischen, von Olshausen, Hohlenberg 
und Hermansen gefertigt und zum nächst beginnenden Drucke 
bereit. Nach der genannten Verordnung sollen die interessan- 
testen Handschriften selbst veröffentlicht werden. Die Bibliothek 
ist zum Lesen alle Wochentage 11 — 2 Uhr, zum Leihen von 
Büchern fünfmal in der Woche 11 — 1 Uhr geöfinet. Das seit 



6 Bibüotliekwiftsenschaft. 

1836 Von der Bibliothek getrennte Ktipfersticbkabinct, das 37,634 
Dil und 401 Portef. besitzt, steht dem Publikum seit 1843 gleich- 
falb zur Benutzung offen. — pp. 411 —414. Berichtigungen nmX 
Nachträge. — . pp. 415 — 432. Register. — Von den beiden Ab- 
bildangen zeigt eine den Gnindrtss der Bibliothek , die andere 
dep grossen Bibliotheksaal. 

. ■■ ' Zum J. 1844. Nr. 499. DeseripHon des Manuserits fran^ais 
iu moyen dge de la BibliotheqHe foytde de Copetüiagve, precedee 
d'uM. iioiice hiUorique mr cetie BiblioMque. Par N, C. L, Abra- 
kems^ Professeur ä P Universite de Copefüiague, Copenhague, im- 
primerie de TAte^. 1844. 4. XVI n. 152.55., mit ^ Facsimiles. 
Unter den 58 Handschriften , die Abrahams in seiner überaus 
schon ausgestatteten Description, doch fast mit zn grosser Ranm- 
väncfawendung beschrieben hat, und zwar nach ihrem Aeusseren 
sowohl als des Weiteren nach ihrem Inhalte, webei^ ausser Ver- 
zeichnissen der Miniaturen^ die Anfönge ond der Schhiss der 
Handschsiilken^ selbst längere Ausziige daraus in Prosa nnd Ver- 
8^, sowie Nachweisungen über die früheren Besitzer nnd biblio- 
graphische Citate mitgetheilt sind, — unter diesen Handschriften 
ist mit einigep wenigen Ausnahmen nichts, was gerade ein beson- 
deres Interesse ffir sich in Ansprach nähme. Unter die Ans- 
nahmen gehören etwa einige Chroniken, darunter Chronique de 
Tournay ou Roman de Bostah», seconde partie (XLIII.), la 
Bibie historiale par Cruiarf des Moultns (IL) nach Comestor, la 
Flenr des histoires, quatrieme partie (XXXVI), Uebersetzungen 
Ton Cäsar's Commentarcn (XXVIII), Ovid's Metamorphosen 
(XXV), Curtius (XXVI), der ersten 9 Bücher der dritten Decade 
^ronLivius (XXVII) und einiges Andere. Die treftlich ausge- 
Itthrten Facsimiles sind aus dem Bestiaire de Philippe de Thaon 
(XIX), dem Livre du Comput par Pierre de Dace (XXI) und der 
Vie de Chariemagne (XLl) entlehnt. — Was die vorangestellte 
Notice historique anlangt, so ist dieselbe an recht bequemer und 
gefälliger Auszug aus Werlau^Ts neuester Geschichte der kÖnigl. 
Bibliothek zu Kopenhagen. Vgl. * Revue de bibliograph. analytiq. 
p. 144. Bullet, du Biblioph. Beige. No. 4. pp. 353 — 354. 

Zum J. 1844. Nr. 501. Anzeige des Petzholdt'schen 
Adressbucbes deutscher Bibliotheken von Hoffinann, s. Hamburg. 
Coirespond. 5. April 1844. 

Zum J. 1844. Nr. 518. Angabe und Beschreibung der in 
der LyceumtbibUathek dahier aufgestellten älteste Druchterke (In- 
wnabula) bis zum Jahre MCCCCLXXXXIX. von Franz CaH 
TroUery Professor und Bibliothekar am Lyceum zu Contianz, Con- 
9tanz^ gedruckt bei Stadler. 1844. 8. SS. 1—Vlll. u. 9-91. 
exd. Vh-besserungen. 



BibliotbeLwisaenscbaft. 7 

Vorrede: Schon bitlü nachdem ich das Amt des Bibliotheluirs 
an unserer Anstalt angetreten und ich mich l>ei genauerer Prufnilg 
übiTzeugt hatte, dass nicht wenig seltene Werke sowohl au» der 
neueren, als auch ganz besonders 9M& der älteren Literutut' die 
hiesige Bibliothek besitze, fasste ich den Elntschluss, bei gelege- 
ner Zeit eine kurze Geschichte dieser Sammlimg und die dsairin 
Yorkommenden interessanten Druck* und Handschriften öffentlich 
bekannt zu machen. Zu diesem Vorhaben ermunterten midi 
noch Kenner uu<l insbesondere Dr, Mone, der namentlich die 
Vernmthung au8S|>rach, dass unter unsern ältesten Druckwerkeni^ 
den sogenannten Incunabeln, gewiss solche sein dürften, welche 
in den vorhanilenen Verzeichnissen über ältere Drucke, nameni* 
lieh in Panzer's typographischen Annalen, noch nicht beschriebea 
wären. Dass diese Vermuthung nicht ungegründet w»r, davod 
wird man bei Durchlesung dieser Blätter und hei näherer Ver* 
gleichung der hier verzeichneten Druckwerke mit den Verzeich- 
nissen^ besonders, dem Panzer'schen , überzeugen. Für jetzt 
habe ich mir vorgenommen, mich ausschliesslich auf die Be- 
schreibung der Druckwerke aus dem XV. Jahrhunderte zu be- 
schränken, die Beschreib«mg der Handschriften dagegen auf eine 
andere Zeit zu versparen. — Unsere Bibliothek besitzt von den 
letztern^ g^g^n 80 und darunter sehr werth volle, wie die Biblia 
))auperum aus dem XI n. Jahrhunderte, dem lateinisch- deutschen 
Vocabulanus aus dem XV. u. A., welche theilweise schon an 
Prof. Weissgerber in seinem Programme, hulex ac recensio ali- 
quot codicum Ms«, etc. Constantiae MDCCCXXXII., ein^n 
Lobredner gefunden haben. Ich habe auch vermieden , mich in 
eine umständliche Erzählung iiber den Ursprung, den Fortgang 
uud die Schicksale unserer Biichersammlung einzulassen , da das 
W ichtigste hierüber schon Lender in seinen Beiträgen zur Ge- 
schichte der Studien und des wissenschafllichen Unterrichts in 
hiesiger Stadt, als Einladung zu den Herbstpriifungen in den 
J, 1833. S. 48., 1834. S, 3. 38 n. a., 1837. S. 22 f., mitgetheilt bat 
— Die in dem XVI [. Jahrhunderte von den Jesuiten gestiftete 
und schon in den ersten Zeiten ihres Bestehens durch mehrfache 
Schenkungen berühmte Bibliothek hatte sich in dem XVIII. 
Jahrhunderte namentlich an neuern Werken keines grossen Zu- 
wachses zu erfreuen. Ihr guter Stern ging erst im jetzigen 
für sie auf, einmal durch Gründung des ihr beigeordneten Le* 
severeins und ganz besonders durch öftere Zuschüsse und GeUU 
verwilligungen von Seiten unserer Regierung. Dadurch wurde 
man in den Stand gesetzt, neuere, umfangreichere Werke in 
allen Hauptzweigen der Wissenschaft, soweit dieselben den Kreis 
der Lyccaistudieu berühren, zu erwerben. Dazu kamen nodi 



8 Bibliotlickwis0eB0ch)ifl. 

meiiriaclie Gescbenke von woblwollenden Gebern , unter denen 
ich nur einige anfiihre: den Freihemi Ton Lassberg, den Frei- 
herrn von Wessenberg und X. Lender ^ welcher ausser andern 
Schriften vor einem Jahre unserer Bibliothek 170 verschiedene, 
mitunter umfangreiche, meistens franzosische Werke unentgelt- 
lich iiberliess, so dass sich jetzt die Bücbersammlnng des Ly- 
&!dmB und des Lyceumslesevereins auf 14,000 Bande beläuft. — 
Bevor ich zu dem nnr zunächst vorgesteckten Ziele, der Beschrei- 
bung der ältesten Druckwerke übergehe, erlaube ich mir nur 
noch über den Grundsatz, weldier mich hierbei hauptsächlich 
gäeitet hat, auszusprechen. Vor allen Dingen mödite ich ge- 
gen den Vorwurf mich verwahren, als habe ich mich in der Be- 
schreHlMmg bd manchen Incunabeln zu weitläußg, bei andern zu 
kurz gefasst. Durch die Bekanntflbachimg unserer ältesten 
Drucke habe ich die doppelte Absiebt : einmal im Allgemeinen 
z« zeigen, welche Seltenheiten unsere Bibliothek besitzt, und 
zweitens die uns bekannten Verzeichnisse solcher Werke dadurch 
zu vervollständigen, dass die daselbst nodi nicht aufgeführten 
Böcher, wenn auch nicht gerade in bedeutender Ansah), ergänzt 
oder die dort zwar genannten, aber mangelhaft beschriebenen 
vervollständigt werden können. Denn insbesmidere dadurch, 
dass solche Druckwerke, wie selbe sich in kleineren Büchersamm- 
lungen finden, beschrieben werden, kann man mehr und mehr in 
jetziger Zeit, nachdem die grosseren und bekannteren Bibliothe- 
ken tu Europa so ziemlich durchsucht und deren Schätze ent- 
deckt und bekannt sind, dem erwünschten Ziele entgegenkom- 
men, ein vollständiges Verzeichniss der noch vorhandenen älte- 
sten Drucke zu erhalten. Diesem Grundsatze huldigend, hielt 
ich für nothwendig, den Titel eines jeden Werkes, sowie seinen 
Schhiss möglichst genau anzugeben, worüber es gewiss bei den 
Sachverständigen keiner Rechtfertigung bedarf. — In der Be- 
flchreibung war ich nur bei denjenigen Werken genau und zu- 
weilen weitläufig, welche ich in den mir zu Gebote stehenden 
Hilfsmitteln, ganz besonders in den vollständigsten dieser Art (?), 
den typographischen Annalen von Panzer und in Ebert's biblio- 
graphischem Lexicon entweder gar nicht oder nur mangelhaft 
oder unrichtig beschrieben fand, und bd solchen, die ich ihres 
Inhaltes oder ihres seltenen Druckes und sonstiger Eigenthnm- 
lichkeiten wegen besonders für merkwürdig hielt. — Dass ich 
die Druckwerke nicht weiter als bis zum Jahre 1499 angegeben, 
hat seinen Grund darin , erstens weil die bis zu dieser Zeit ge- 
druckten Bücher vorzugsweise das sogenannte Prädikat Incnna- 
bula verdienen, und zweitens, weil ich mich für jetzt auf diese 
beschranken wollte , indem andernfalls die Arbdt für ein Pro- 



Bibliothekwissemdiall. 9 

gramm zu umfangreich und kostspielig geworden wäre. Unsere 
Bibliothek besitzt noch wichtige Werke ans dem Anfange des 
XVf. Jahihunderts. Ich erwähne hier nur onter den deutschen 
Drucken : 1) ein Formnlari nnd teutsch rethorica, gedruckt Ton 
Hansen Froschouer in Augs|>urg 1501. 4.;- 2) Crailer von Kai- 
sersberg, gedruckt durch Matth. Schurer 1510. fol. ; 3) Etterlin 
Kronica Von loblichen Eidgenossenschaft. Gedruckt zu -Bald 
durch Midiaei Furter 1507. fol. Die Druckwerke, welche sie 
von den Jahren 1500 bis 1520 besitzt, belaufen sich auf 134Bände^ 
von denen 16 der Geschichte, 53 der Theologie, 34 der Philolo- 
gie, 19 der Philoso|iie nnd 2 der Juris|irudenz angehören. -— 
In der Art der Beschreibung bin ich vorzüglich Panzer's annsiles 
typograph. ab artis invent origine ad a. MD. und dessen Annaleik 
d. älteren deutschen Literatur mit den Zusätzen gefolgt, nnd habt 
dabei Ebert's genanntes Werk, Brunct manuel du libraire n. e. 
a. vielfach benutzt. — So weit der Verfasser, dem leider Haines 
treffliches nnd einem Incunabeinforscher durchaus unentbehrli- 
ches Repertorinm bibKographicum nicht zur Hand gewesen zn 
sein scheint. Was übrigens die Zahl der Druckwerke bis 14§9 
betrifft, so besitzt die Bibliothek deren 157 in 113 Banden, und 
zwar lateinische undatirte 40 in 27 Bdn. (pp..9 — 27), Druck- 
werke thdls mit, theils ohne Angabe des Druckjahres 20 in 6 
Bdn. (pp. 28 — 35), datirte 85 in 69 Bden. (pp. 35 — 76. 89— 91)^ 
deutsche Drucke mit Angabe des Druckjahres 9 in 9 Bden. (pp. 
76 — 86)und deutsche undatirte 3 in 2 Bden. (pp. 86^89). Der 
älteste undatirte Druck ist von 1472. 

Zum J. 1844. Nr. 522. Anzeige des Petzholdt^schen Ca« 
talogi Bibliothecae secundi generis Principalis Dresdensis Sped- 
men VI. von Hoffmann, s. * Hamburg. Correspond. 1844. 

Zum J. 1844. Nr. 529. Von Möiler's paläographischen Bei- 
trägen aus den Herzogl. Sammlungen in Gotha ist das I. Heft 
bereits 1842 erschienen und 1844 nur mit neuem Titel wieder aus- 
gegeben worden. 

Zum J. 1844. Nr. 536. Anzeige der Theiner'schen Schrift 
über die Schenkung der Heidelberger Bibliothek nach Bom in die 
Yatikana, s.2^tschrift f. dieAlterthumsw. Hft.yi.Nr.61.p.488. 

Zum J. 1844. Nr. 573. Sdect Papyri in the HieraUc Cku* 
raccterfrom the CoUeetians of the British Museum With prefatary 
remarks [hy Edu>. Hawkins] Part. JIL PiaUs XCIX—CLXVJll 
London, printed by Nicol, sold at the British Museum. 1844. fid, 
12 SS., excl, Titd, u. 70 Taff, 

Prefatory Remarks: The Papyri, thirieen in number [the 
three first and the last in the series of .fac-similes form part of 
a well known boMection of Sallier of Aix in Provence, the 



10 BibliotbekwisseiisclNift. 

otber nine Papyri forme<l part of tbc collectiun, made by 
Aoastasi , formerly Swedish Consiil in £gy|)t, whicb Dr. Lopiiis 
examined at Leghorn in 18d8], published- in Ulis work^ are ali 
wrkten in the bieratic cbaracter of ancient Egypt. Tbey con- 
taiii Etdogies of monarchs/ Adorations, Addresses, and a va- 
nety of documents, for the most part of nncertain »ubject: 
throughout are fonnd historical notices, extending fron» the 
reigo of Rameses III. (Sesostris) to that of Menephtah II f., 
an<| of great valiic fronl the scantioess of monumentaL evi* 
deiice for this period : the relations of Egypt mih foreign 
coiintries are . illiistrated by many new and curioits pnr- 
ticiilars, and in <Hie: Papyrus is a narj^ative of the canipaign of 
Rameses lU. againjit the Chet (Scytbi.ans), and their allies. — 
From the exchisive nse of the hieratic character in these Mss., 
it Biay be inferred that they canoot be of later date than the 
XXVith dynasty (B.C. 525), aod their internal evidence leads 
U8 lo consider them the work of scribes during the XVII Ith 
(about ß. C. 1400). — The texts are distinguished by certain 
uniisual iuarks. Sentencea are in several places separated by 
red dots or stops; and words in some pages are repeated in 
the margins above, as headings, apparently to assist the 
reader's eye in making referenceft. — As these interesting com- 
positions have already attracted much attention from the most 
distinguished Egyptian Archacologists , fac-similes of them are 
here published, in order that Uiey may be seciured in this 
form from the decay or acddcnta to which the originab are 
liable, and become raorcf generaliy known and aecessible : each is 
illustrated by. a short description drawn up from the best autbo^ 
rities; bnt no cnmplete interpretation has been attempted, as this, 
from the dißiculties of the hieratic character, the bad condition 
of the texts, and the many novelties in style and subject^ would 
reqnire much criticcd discussion scarcely suited to the design and 
limits of the present work. — Since these Mss. have been unrolled 
they have been laid down according to the order of their pages, 
which are nnmbered in the margins of the Plates; the fac-simües 
are arranged, as far as possibJe, chronologicaily, and the en- 
dorsements occnpy the säroe relative position as their Originals 
oo the Papyri. — The fac-similes of the Papyri in thia public 
catjon have been made with the utmost fidelity by NethercÜfl, 
havipg been traced on transfer lithographic paper, and their 
accuraey is further ensured by a very careful revisioo and 
coraparison with the Originals by Birch, Assistant -Keeper of 
the Departement of Antiquities, to whom, on account of 
hb extensive acquaintance with Egyptian Archaeology, it has 



lieen Ihougfat riglit to coiDfiiit the druwiog up of the abov« 
|irefatnry reroarks. 

Zum J. 1844. Nr. 579. * Rappti swr le$ üeres et e9l0twtp$$ 
des BiidiatMcqHe9 da Paimu-dts Arts, pHsaäe ä M. Terw^y w m in 
deLymt. [Par Moitfal^ti] Lyon, Perrim.lb44.ffL 

Zom J. 1844. Nr. 591. lieber die in Betreff der Biblio- 
fiiek der Asiatischen Gesellschaft zu Paris erwähnte Bnmouf sehe 
Introdoction a l'histoire du Buddhisme Indien, Tom. f., vgL 
SfiiegeFs Äufsatx: Die buddhistische Buchersammking in ^fo- 
pal, im Ausland, Nr. 159. pp. 633—634, Nr. 16a p|w 637—638; 
Nr. 161. pp. 642 — 643; femer Spiegel'« Anzeige im X.eipz. Re«* 
pertorium, Hft. 20. pp. 269 — 275; die Bemerkungen aus dem 
Jahresberichte der Asiat C^ellschaft zu Paris im Ausland, Nr. 
257. p. 1026; Blatt f. üter. Unterhalt Nr. 121. p. 488 b^ 
Biot's I^rittheilungen im * Journal des Savants, Avril pp. 234~ 
•244, Mai pp. 257—269, Juin pp. 338—349. 

Zum J. 1844. Nr, 608. Beiträge awr Alien JUtengtur adsr 
ÜHtersuchungen iUer Philo , PUmui /., PteUmaeusy Dlanyimt 
AreopagiUi^ HephaeeHo, Perphifriu», BmsiUiu, CHympioder und 
Tkeodorus Meloehita^ nach St. Petersburger Handschriften ncM 
Copien einiger unedirten Gtiechitchen Inschriften van Edwwrd 
von Murali. [Aus dem BulUiin der Kaiserlichen Akademie der 
Wissenschaften,] Si. Peterwbwrgy gedrucki bei der Kaiserl. Am* 
demie der Wisienschaften. [L^xig^ Voss.] 1844. 8. 2ile/, 10^ 
16, 10, 21, 6 tf. 6 SS. Nebst einm Facnmile. 

Enthält : 1) Dionys der Areopagite und die in der akademi 
Bibliothek befindliche [Papier-] Handschrift der nach ihm be- 
nannten .Werke, ^10 SS. Aus dem Bullet, de la classe histoT. 
philolog. Tora. l. No. 16. — 2) Beschreibung der schönen der 
Akademie gehörenden Pergament - Handschrift der Natiirge* 
schichte des Plinins, 16 SS. mit Facsimile. Aus dem Bullet 
scientif. Tom. V. No. 14. — 3) Untersuchungen über Philo in 
Beziebimg auf die der Akademie gehörige [Papier-] Handschrift 
von 27Tractaten desselben, 10 SS.* Aus dem Bullet scientif. 
T. VI IL No. 2. Die Tractate sind, vielleicht der Zeitfolge nadi, 
im Ms. folgendennassen geordnet. 1. ntgl xij^ Mmaim^ 
KoepLOTtottag^ 2. ilg rov StxaXoyov Mmoimg^ 3. nt^l yo/uiav 
ts^i&v alktiYOQtfov wv yizxit xr^v i^arjQov^ 4. mgl ttav j^ 
govß)u. %4xl rijg ifßXoyivfig ^o(Aq>atag xol rov nxiö&ivxog nge^ 
rov l| av^Qmnov Katvj 5. nfgl vofumv t^gcSv akltjyoQtit 
ösvxigccy 6. xd nsgl öinaffxovy 7. ntgl ivütßdag nal fpiketv^ 
^gcDTtlag^ 8. TCf^t xaxaöxaasiog Sqxovxogf 9. ntgl xov navta 
öwovöaiov ilvai iktv^iQOVj 10. n$Ql ßlov d-ie^Qt^xinov <f 
iKBXiSv dgixmvy 11. nt^l xov fiitf^fio noQVtig ilg to Sigov 



12 BibliothekwMMiMcSisft. 

fii} nqoöSixiC^aij 12. ntql rnv avuipegoiiivmv iv tiSfi, vo- 
fiooy eig ovo yivri t(Sv l XoylmVy ro 4 xai ro i ^ ro xor« 
|»oiX<ov i>uA n(X¥Tog u^toXaövov xorl to xatci €lvÖQoq)6vmv xal 
ni^g ßiag^ 13. ßio^ nohxixog^ okbq Sern nsgl '/Doaij<p, 14. 
nf^i Tcoy IsQovQfovvTmv "Aßik zi xal Katv^ 15. nc^l ytyofv- 
Tfloy, 16. tibqI TOVf oTi aT^e^cTov To ^iiovj n.niQi inoi- 
«lo^j 18. kiqI ßtov 6oq>ov rj vofi^v aygtitpoiv^ 19. nr^l tov, 
t\g 0. Toov &elciv ngayfiaxiov nlrigovonog^ 20. ;sc^l rot; ^eo- 
nifiTTTOt;^ tlvM rovg opelgovg, 21. yr^pl i&lmv xal l^rirftfiKov, 
23* 9if^ dg^Vj 23. 9re^ a^CTtuv ^toi 9re^l avÖQslag xal 
ticfßiiagy 24. ^rf^l jS/ov Mmaimg^ 25« »f^l ivy^vüag^ 26. 
9Effl 0vy%i;afw? dialixTMVy 27. ;r€pl itp^tiqoiag itoüfuav. — 
4) Beschretbuog einer lateinischen Pergament-Handscbrifl der 
Kosmographie des Ptolemäus, nebst den Kapitdn derselben 
über Russland, kritisch verglichen, 21 SS. Aus dem Bullet 
sdentif. Tom. X. No. 7. Die Handschrift, früher in der Samm- 
lung des Fürsten Lobonow-Roslawsky, gdbürt jetzt der Biblio- 
ikfk des kaiserlichen Generalstabes. — - 5) Uebersicht tier im 
Corpus inscriptionum Graeeanun noch fehlenden Inschriften 
6armatiens, 6 SS. — 6) Ueber einige neu aufgefundene Grie- 
chische Handschriften der Kaiserl. offentl. Bibliothek, 6 SS. Aus 
dem Bullet scientif. Tom. X. Nq. 16. Die Handschriften sind 
folgende, 1. Liturgie des H. Basiltus, 4 Pgmtbll. saec XIIL; ' 
2. Ogoloyiov ^^ya, Abschrift eines 1775 zu Venedig gedruck- 
ten Kirchenbuches, 67 PapblL; 3. Olym|>iodor's Prolegomena 
der platonischen Philosophie von Schow aus ^er Wiener Hand- 
schrift abgeschrieben in zwei mehr oder weniger vollständigen 
Exemplaren ; 4. Hephastion's Metrik, verschieden von der von 
Pauw und Gaisford herausgegebenen, von Schow aus dem Wie- 
ner Codex abgeschrieben ; 5. Porphyrius von den Tugenden, 
Anecdotou aus derselben Handschrift; 6. Theodor's des Meto- 
chiten moralische und historische Kapitel, eine Art Encyclopadie, 
von Schow aus der Wiener Handschrift abgeschrieben. — Der 
von Muralt im letzten Abschnitte p. 1. gegebenen Nachricht zu- 
Mge liegt der Katalog der in der kaiserl. Bibtiothek befind- 
liehen alten Bibeln zum Drucke bereit 

Zum J. 1844. Nr. 612. Von Hattemer's Denkmahlen des 
Bfittelalters [St Gallen*s altteutsche Sprachschätze] ist 184^ noch 
die 4. Lief, des IIl. Bdes., SS. 273-^384 erschienen, und. es ent- 
hält dieselbe die Fortsetzung von Notker's des Teutschen Wer- 
ken, Bd) 1., die Gesänge David's Psalm LXXVÜ— CV. Pr. 
1. Thlr. 

So viel .zur Berichtigiiog und Ergänzung des Anzeigers. 
— Ausserdem sind aber auoh noch folgende, Nachträge übrig: 



BMietMEwiMCäMlwIi: 13 

Zum Jahrgaifig 1840L 

[2.] * Koppe^ J, C, Veneichmss der Budkersammlung der 
Sadetttt in Rostock, Dritte FortsetmuHg, RostoeL 8. 

Das Hauptverzeichniss erschien 1806, ciie 1. und 2. Fortsetsnng 
1831 f. Ein neuer und vollständiger GesammtkataJog soll in 
Kurzem herausgegeben werden. 

[3.] * Ckitalogue de la hittHothhque de Saint-Thowuu d'Aqmn, 
Paris, a 

Zum Jahrgang 1842. 

[4.] * / Mauoseritti ItaÜmni deüa regia IMioteea parigina 
deseritti ed iUustrati dal dotiere Antonio Marsand^ professore 
emerito ddT imp, e reale universita di Padova. Tom, IL Pärigi^ 
della stamp, reiäe. 4. 

Der 1. Theil ist bereits 1835 erschienen^ uqd es kqstet nuor 
mehr das vollst. Werk 25 Fr. 

[5.] * Colleetion Orientale. Manuscrits inedits de la Biblio^ 
theque royale^ traduits et publih par ordre du Roi, Le livre des 
rois par AboH*lkasim Firdousi^ publik, traduit et commente par 
M. Jules Mohl. Tom. l IL Paris. kLfoL Pr. 96 fl. 

Zum Jahrgang 1843. 

[6.] * Bücher-VerMeichniss der Kantons-Bihliothek in Ltuenu 
2te Fortsetzung. Lauern^ gedruckt hei Peiermann. 8. Pr. 2 Bt%, 

Was die früheren Bucherverzeichnisse anlangt, so kostet 
Bd. 1., Luzern^ gedruckt in der Meyer^schen Buchdruckerei. 183S. 
a,6Btz.; Bd. IL, das. 1836. 8., gleichfalls 6 Btz.; Bd. 11^ 
das. 1836. a, 5 Btz. und die erste Fortsetzung, das. gedruckt bei 
Petermann. 1839. a, 2 Btz. Das Erscheinen einer dritten Fort* 
setznng ist für den Anfhng des laufenden Jahres versprochen. 
Laut Reglement mos« das Yerzeichniss, von Zeit zu Zelt fort^ 
gesetzt werden. 

Zum Jahrgang 1844. " 

[7.] Dreizehnter Jahresbericht des historischen Vereins in 
Miitetfranken. 1843. An^ach, Drwck von Briigd. 4. Enthalt 
pp. 91 — ^96 ein Verzdchniss der Bücher des historischen Vereins 
IV. Abtfaeilung. Nr. 645 — 874^ Hiermit vgl. pp. VII I - XVI dus 
Verzeichnisse der Büchergeschenke , mit Angabe des Inhalte* 
mefarer derselbe^ und einzelnen Auszügen; pp. XVI — XIX einr 
zweites Verzeichniss der eingesendeten Abhandlungen, Uand^ 
Schriften und Urkuuflen ; pp. XXV — XXIX. MittheÜongen voh 
inländischen historischen Verdnen und andern geehrten Gesell- 
schaften, und ppb XXXi — XXXVI. Mittheilungen von auswärli-« 
gen historischen Vereinen, beides mit Inhaltsangabe. Für die 
Bibliothek, die sich bekanntlieh in Ansbach befindet, sind im J» 
1843 exd. BuchbiBderlöhoe 293 fl. 42 kr., verausgabt worden. 



14 

[8.] Osterprogramm der Real- und Gewerbsckule su Elber- 
fdd. 8. Enthält pj). 52^ — 54 einige Nachriditen über die Biblio- 
theken dieser Anstalt. Ausser der eigentlichen Schutbibliothek 
besteht jetzt noch eine SchQterbibliothek, deren Griiridnng den 
Bemähungen der Lehrer Dr. Herrig und Cornelius zu danken 
ist. Dieselben erliessen nämlich vor ein paar Jahren eine Auffor- 
derung an die Schuler und Jugendfreunde zur Begründung einer 
derartigen Sammlung, und sahen sich bereits 1843 in den Stand 
gesetzt, den Katalog zu eröffnen. Die Bibliothek zählte 1844 
schon 620 Bde. deutscher Werke und 120 Bde. englischer, sowie 
ihinz5sischer. In Betreff der Schulbibliothek sind hier nur einige 
Geschenke erwähnt. 

[9.] Osterprogramm der kön. Ritter * Akademie xu Lieg- 
nits. 4. Enthält in der Schulnachricht p. 26 eine ganz kurze 
Anzeige von ein paar im Laufe des J. 1843 — 44 fiir die akadem. 
Bibliothek eingegangenen Geschenken. Ob für die Bibliothek 
.sonst noch Etwas geschehen sei, wird, wi^ es bei solchen An- 
gaben in Schulprogrammen überhaupt gewöhnKch ist, nicht gesagt. 

[10.] Osterprogramm der Realschule in Meiningen, 4, p. 32 
wird von etatsmässigen Mitteln gesprochen^ die im J. 1843 — 44 
für die Bibliothek der Anstalt bewilligt worden seien- Worin 
9ber diese Mittel bestanden , was. man mit ihrer Hilfe für dfe 
Bibliothek gethan und ob dieselbe sonst noch Geschenke er- 
haltjcn habe — davon verlautet kein Wort. 

« > ■ 

[IL] Michaelisprogramm des Gymnasiums ssu Prenzlau, 4. 
Enthält pp. 44 — 46 Mittheilungen üb^r die am Gymnasium 
bestehenden drei Bibliotheken, der wisseaschaftiicihen nämlich, 
der Schiller-Lese'- und Schüler-Leih-BibliotheL Alle drei haben 
im Laufe des-J. 1843 — 44 mancherlei Geschenke erhalten, die 
namentlich angeführt sind. In Betreff der Scbaler*Lese-Biblio- 
tbek wird erwähnt, das$ «ie zu Ende des J. 1843 aus 421 Wer- 
l^en ia.l368Bden.y die wissenschaftliche ai^s, 1693 Werken in 
a5&9Bden. und dieSchider-Leih-BibUothek av9 57^ßden. be- 
ständen' habe. Letztere ist, zum Besten unbemittelter Scho- 
bnea, von dem. Oberlehrer I>r. Strahl 1835. duroh freiwillige 
beschenke der Schüler lelbst erdetet und bis jetzt j^uch. ge- 
Ldiltet. fwordem Die 3cbuler^I.ese-Sibliotiiek. besorg^ ^rQfesaor 
De Meinicbe. 

^12.] • Osterprogramm des Hn. Gywmäsiums-.gu MtlHbnu 4«. 
Ebtthäit p(). 34—33 (sie) eimgeMiCthalungeb über die Gymna- 
sialbibliothek, zn deren Vermehrung imLaofe des J« .1843^— r4| 
die 401' Etat bewilligte Surnnhe von 94a HiUr. irerwendet worden 
ist.' Sonst bat die Samnking ailobnodi mehre GttdUeokeerb»!- 



FibUothdcwisseniGiuift. 15 

ten, die namentlich aufgeführt sind. Vod deo angekauften Bü- 
chern ist keines genannli. 

[13.] * Cat^xlogue de la hiUiotheque unioersdie des bons livres, 
fond^e a MarseiUe. Lyon, PMsse, 8. 1 1 J BB, 

[14.] * Histoire eccUsiastiqiie de la ville et comte de Valeti- 
Henne, -par Simon Le Boucq^ Pr4v6t(l6bO)y reprodiijction texUielle 
du pr^deux manuscrit appartenant ä Id Bibliofheque pMique dß 
Vcdenciennesy illustree de 53 planches lifhograpfti^es representant 
les anciens monumens de ladtte ville^ dessinees par Henry Macaire, 
publice par les soiiis de 31. Ä, Prigitety imprimeary etpricidee d'une 
notice historique et bibliographique sur Vauteur, par M, Arthur K- 
naux^ de la Soci^ti Royale des antiquaires de France etc, Valen- 
ciennesy impr, typograph, et lithograph, de Prig7iet, 4. 

[15.] * Catalogue de la bibliotheque de Hoeufft, Ämter-' 
dam. 8. 

16.] * Catalogue des liores defeu M, Lebegue. Gand. 8. 
17.] * Verzeichniss der Bibliothek von Quix. Aachen, 8. 
18.] * Catalogue jie$Uvres defeu M. Schlüter. Delft, 8. , 

[19.] * Verzeichniss 4er von Sclimitt hinterlassenen Bücher'- 
Sammlung, Berlin^ 8. 

[20.] * Catahgus van bocken, 7iagelaten door X A. Vom 
Waenens, '* Graoenhage. 8. 

[21.] * Manuale bibliograßco del Viaggiatore in Italia, con* 
cernente localitä^ storia^ arUj sdenze, antiquaria e commerdoi 
preceduto da un elenco deUe opere periodiche letterarie che attu4il>-: 
mewtesi pubbUcano in ItaUa; e susseguito da un'' appendice e da. 
tre indici di viaggi, di localitä e di autori. Del dottor Pietro Lich-^ 
tenthal, Terza edizione origiiale, notabilmente accresduta e migUih- 
rata, Milano, Silveäri. 16.. JJ^— 488 SS, Pr. 4, «^ L, 

Die Schrift bildet den 477* Band der ''' Biblioteca sceltadi 
opere italiane antiche e- moderne. Die erste und zweite Auf- 
gabe de» Manuale ist gleichfalls in .Mailand, und zwar die erster 
bei Fontana. 1833. 12. Pr. 3 1^, die zweite bei Pirola. J843. 12.. 
Pr. 4.L., erschienen. Vgl. Bibliograph. itaL No. 2. p^25. 

{22} * Bibliografia Prateee^' compäata per un da Prato» 
Prato, Ponteoehii a Xü/F«. 3^ SS. Pr. 8, *« L, 

[23.) Zweites- Verxeidmis» des Verlages der Amoldisehefi: 

Bwth-^ Kunst-- tmd MueikaUen-HaMdlung in Dresden tmd Ldpm^ 

vendenJ.lH4^^hismtlSH. 8. XI u, fiO SS. . : . . 

Das erste Verzeiijbiiiss ist 1842 erschienen^ und ein drittes«' 

wird baldigst lolgeliL , - : ! 

[24.] Verzeiekmsä des antiquar, Lagers der Schwer^scheni 
Buchhan^Umg in Kiel, Nr. 11 Theologie und mioMphk, 8. 87 ^.. 



16 BMiotbekwiueMohaft; 

I 

' Enthält Bibelansgaben, wissensdiaftL Theologie, Erbauungsbu- 
cber, Predigten, Religionsunterricht und Philosophie. 

[25.] Zeitoelirifit« Serapeum. Zeitschrift für Biblio^ 
thehmssenschafl, Handschrfftetikunde und ältere Lüteratur, Im 
Vereine mit Bibliothekaren und LdtteraturfreundeH herausgegeben 
von Dr, Robert Naumann. Sechster Jahrgang, Mit zwei lithogra- 
phirten Blättern, Leipzig, Weigd, 8. VlI^ Haupt bl, 384 und 
IntetUgenxbl, 196 SS. Pr, n, ^ Thlr. Vgl. 1844. No. 469. 

Der Herausgeber ist bei dem vorliegenden Jahrgange der 
Zeitschrift mit Beiträgen von 20 Herren unterstützt worden, die 
nach Massgabe des Umfanges d. h. der Seitenzahl ihrer Beiträge 
in folgender Ordnung aufzuführen sind: Bahr in Heidelberg 44, 
Vogel in Dresden 39 , Weigel in Leipzig (der Verleger) 37, 
Scheler in Brüssel 32, Reuss in Würzburg 28, Heller in Bamberg 
23, Gutermann in Stuttgart 21, Bethmann in Berlin 18^ Grässe 
in Dresden 18, Ludewig aus Dresden in Nordamerika 18, Budik 
in Klagenfurt 14, Steinschneider in Beriin 12, Gessert in Mün- 
chen 10, Schonemann in Wolfenbüttel 9, Moser in Stuttgart 7, 
Longhena in Mailand 6, Sotzmann in Berlin 6, Spiker in Berlin 4, 
Schmidt in Meiningen (früher in Tambach > 3, und Keller in Tü-> 
hingen ^. Der Herausgeber selbst hat, mit Ausnahme der Biblio- 
thekchrönik und Miscellaneen^ für seine sonstigen in drei Bücher- 
anzeigen bestehenden Arbeiten etwa 10 Seiten- gebraucht. Die 
beste ,und zugleich umfangreichste Arbeit ist der Bähr'sche Auf- 
satz über die jetzt in der Vaticana befindliche Heidelberger 
Pälatina, ein Aufsatz , der den Gessert'schen über den nämli^ 
eben Gegenstand fast ganz überflüssig machen würde « wenn 
%ti Gunsten des letzteren nicht Das angeführt werden könnte, 
dass dieser von einem Katholiken geschrieben ist, während Bahr 
auf protestantischer Seite steht: es ist interessant xu sehen, 
wie hier von protestantischer sowohl als katholischer Seite die 
ultramontanen Unverschämtheiten und Lügen eines Theiner in 
übereinstimmender und überzeugender Weise zurück gewiesen 
werden. " Ausser der Bähr'schen Arbeit sind ferner noch als 
die interessanteren des ganzen Jahrganges folgende namentlich 
anfsuführen: der Budik'sche Beitrag zur Handschriftenkunde^ 
einem in neuerer Zeit sehr wenig angebauten Felde, die Vo^ 
geloschen Erinnerungen an verdienstvolle Bibliophilen und die 
Nai^ichten über Verordnungen wegen Ablieferang von Pflicht- 
exemplaren von demselben Verfasser, Hellers Zusätze zu 
Panzer's Annaien, Schonemann's Mittheilnngen über die Leitz- 
kauer, Braunschweiger und Hannoversche Bibliothek. Wichtig, 
jedoch überaas weitschweifig ist Gutermann s Geschichte der Fabri- 
kation des Linnenpapieres. Waa die ReiHs'Bchen Blittheilungen 



BibliotlrakwiMeOMlMift. 17 

über und aus Wurzburger Bibliotheken, SchelerVr Notiz übet 
die Commentare Carl's V. und die Geschichte der Plantin'schen 
Polyglottenbibel des Montanus von dem nämlichen Verfasser, 
Spiker's Nachricht über Boccaccio*s Fiammetta und Hellers Ab- 
druck ein paar alter deutscher Gedichte anlangt, so mochte 
sich bei allem Interesse, welches diese Aufsätze b^ten, doch 
wohl zweifeln lassen, ob nicht das Eme oder Andere darin die 
Grenzen des Serapeums überschreitet. Allein dürften sich hier 
auch Griinde auffinden lassen, die dem Heransgeber die Auf« 
nähme der Aufsätze trotz ihrer nicht in das Serapeum gehö- 
rigen Bestandtheile rathsam gemacht haben könnten^ so wird 
es weniger leicht sein, die Frage, wesshalb die Platz ver- 
schwendenden Mittheilungen des Verlegers über die De Bry'sche 
Sammlung indischer Rdsen Aufnahme gefunden haben, mit 
stichhaltigen Gründen zu beantworten : es ist in einer Zeit«- 
schrift, wie das Serapeum, dem der Raum ohnehin sehr knapp 
zugemessen ist, in der That unverzeihlich^ wenn Mittheilimget 
aufgenommen werden, weiche den Lesern, ausser einer veb- 
hältnissmässig sehr geringen Erquicklichkeit und Belehrniig^ 
noch eine Menge weisses Papier mit in den Kauf geben. Wdsses 
Papier ist zumal allerwärts wohlfeiler, als bei dem Verleger des 
Serapeums. Es soll zwar nicht behauptet werden, dass die 
Weigel'schen Mittheilungen für den Bibliographen ohne Werth 
seien, aber Das, was dem Mittheilungen ihren Werth giebt^ 
konnte, bei zweckmäs8%em Drucke und ohne mit dem EUume 
zu knausern, recht gut auf höchstens 16 Seiten Platz finden, 
während jetzt nicht weniger als S7 Seiten von den Mitthei- 
lungen in Anspruch genommen sind. Was ferner die Anzer- 
gen literarischer Erscheinungen auf dem Gebiete der Bibliothek- 
Wissenschaft sowohl als der Bibliographie betrifft, so finden 
sicl^ deren im vorliegenden Jahrgange 9, nnd zwar von 1 Schrift 
aus dem J. 1813, von & ans dem J. 1844 und von 3 ans denl 
J. 1845. Von Reifienberg's Annuaire der Brüsseler Bibliothek 
hat diessmal Grässe die Anzeige gefertigt, während diess in 
den früheren Jahren Sdieler's Sache gewesen war; wesshalb diess- 
mal eine Aenderung? Scheler steht doch der Brüsseler Bibliothek 
und dem Verfasser des Annuaire weit näher als Grässe, «nd 
die Leser des Sersq|>eums haben, wie es scheint, bisher stets 
Ursache gehabt , mit den Scheler'schen Anzeigen zufrieden zu 
sein. Die Bibliothekdironik ist wie immer dürftig; trotzdem 
finden sich aber auch noch Nachlässigkeiten, wie die Wieder- 
holung einer und derselben Nachricht über Burnouf pp. 47 u. 
80 und über Auguis pp. 46 u. 144. Die berats im Intelli- 
genzMatte des vorigta Jahrganges begonnene verdienstliche 

Betzhoidt, Ans. d.Bibl.- Wissens eh. Id45. 2 



18 BlbKoaiekwisicMclMlb 

Zasaminenst^llting deutscher Bibliothekordnnngen ist im diess- 
jährigen fortgesetzt worden. 

Wenn übrigens Naumann im Vorworte zum siebenten 
Jahrgange des Serapeums gel^entlich sich dahin ausspricht, 
dass letzteres bis jetzt die einzige Zeitschrift auf dem Gebiete 
der Bibliothek Wissenschaft sei, so mag diesem Ausspruche hier 
Jkks gelegentlich entgegen gebalten werden , dass es scheinen 
will, als kenne entweder Naumann die übrigen Zeitschriften nicht, 
oder als glaube Naumann, diese übersehen zu müssen. Zum Letz- 
teren ist aber kein Grrun<l vorhanden. Im ersten Falle da- 
gegen wird die oben unter No. I. mitgetheilte Literatur bibliothek- 
wissenschaftlicher Zeitschriften <fie nötbigen Nachweise geben. 
[26.} JDesi^« — Btilleti» du BiUioph'le, pubii^ pat J. 
Techener^ sous la direction da MM. PauUn Paris et G. Jh;j^esmi:^ 
6. Brmet, Chachard, A, Dinaux^ Leroux de Lincy^ Pmd de Mal- 
den» ele.^ avec le Caialogue raiüonne des titree^ de V^diieux, No, 
l — 8 [Janvier-Aoüt]. Sepmme SMe* Pmns. 8. SS. 1—376. 
Preis des voUständ, Jahrganges 12l^r., hei Versendung durch die 
Pwk 14 Fr. Die Sept-Dechrhefte, No. 9— 12 sind noch rück- 
äändig. Vgl. IBM. No. 473. 

Für die Bibliothekwissenschaft m ist den vorliegenden Nnm-» 
Blern nicht viel Erhebliches geschehen, mehr für die Bibliogra- 
phie. In Betreff jener dürfte vielleicht noch am allerersten 
die Notiz über die ehemaligen «nd jetzigen Bibliotheken im 
Departement Vauduse und Lerout de Lincy's Mittheiking «bef 
mige alte bandschriflh'che Catalo^e von vier Privatbtbliotiieken 
9i^ von Interesse zit^erwäbnen sein i' eine Fortsetimig der letz- 
teren Arbeit sollte in der nächsten Nitiamer folget, ist aber 
bis jetzt noch nicht erschienen. Sonst sind etwa no^h der 
Bericht über die Yerinclirimg der geographischen Sammlung in 
der kön. Biblbthek zu Paris wahreml des J. 1^44, femer' Bar-- 
bier s Anzeige des Cataloges der gedruckten Bücher m Briti^ 
aoben Museum und Endlich eine andere AnodgeQnicherat's von 
Paris' Werk über die franz. Handschriften der Pariser Biblio- 
thek, letztere ans dem Journal des Debats hier wieder abge- 
dcQckt, namentlich aufzuführen. 

' Das vom vorigen Jahre rück8tand%e Decemberii^d, No.^, 
SS. 1233 — 1282, ist, wenn man Maiden« Aufsatz über den Bü- 
cheneinband ausnknmt, für die Biblbthekwissenschaft. fast gan« 
•hne Interesse. Zu der Mahlen'schen Ai^itgehonto 8 lithogr. 
Tafeln, Abbüdungen von Einbänden enthallend;' 

. [27.] IHm^l. — Bulletin du BOHophilB Beige, publi4 
parim Ukraine A, Vandaloy sous la diredmi 4% M. 4e Baron 
d0 Mm§BaAerg, mwc la €olhbßrBetim4e Mfit» R. €kalmi, f%.de 



BibliothckwUfenscbaft. 19 

Jonghcy A. B. Schayety P. C. Serrure et P. vander MeentA. 
Tome n, No, 1 — 6. [Avec une planche et quatre vignettei.] 
Bruxelles, Hayez impHmeur, 8. 500 *SÄ, excL Titel, der noti, 
nicht avsgegeben ist, iV. 10 JPV. ßir Belgimu p Fr. für das Atu^ 
Und. Vgl. 1844. No.472. • ' ' ' 

Unter Denjenigen, von welchen der zweite Band des Balletiaa 
Arbeiten aufzuweisen hat, ist der Herausgeber, Baron v. ReifiiNi- 
berg, wie auch früher bei dem ersten Bande, jedenfalls der 
ThätigMe gewesen, im!t|..«f . k(il|n ii^ <li|Ber Hinsicht so Man- 
chem, der die Leitung einer Zeitschrift übernommen hat, als 
nachabmungswertbes Muster anempfohlen werden, zugleich zum 
Beweise, dass der Herausgeber einer Zeitschrift nicht blos der 
Einsammler von Beiträgen seiner Mitarbeiter zu ,.sein braucht, 
sondern .wie er auch selbsi an .der Forderung der Interesicai 
seiner Zeitschrift noch weiteren Antheil nehmen l^n. Aqssap 
Reiffenberg ist ferner Delepierre als/ tätiger Arbeiter am'BiÜIiir 
tin zu erwähnen: einer seiner Aufsätze , die, wenn .aiicli JB 
mancher Rücksicht einseitige, doch ebenso anziehende als seSt* 
gemasse Abhandlimg über Handschriftenmalerei .ondet sich oImb 
unter Nr. TIT. in einer deutschen Bearbeitung. Brühet s. Slotivfr- 
nirs de la vente Nodier und Serrnre*s Yente des ancienoes' b|l^^ 
th^ues.des Jesu'ites (in Belgien nämlich) ble^n nianches Weres-' 
saj^te^ wie <|enn ancli%dfienberg*s Auszug ^lis seinem Annuain 
de la biblioth^que royale de Belgiqne pour 1845 Vielen wfllkoii^ 
men sein wird, die nidit Gelegenhdt finden, den Annuairfl 
selbst zu durchblättern.' Die den einzelnen Nummern des $|iitr 
letins angehängte jEtevuebibliographique, ein wahrer Sdiats 
gegen den armseligc;n Catalogiie ra&onn^ fIeS',Jjvres des Parisei; 
Bulletins, ist sehr reichl^altig und giebt. für die grosse und yidt« 
seitigeöeleienheit des Herausgebers ein günstig;es Zengniis äl>, 
schadf; nur, dass ^e Tite) vjou deütiscb'en Büchern nicht Mltapt 
von den gröbsten ortbogräp^isclien''JSctihrtzeni verunsfaTfef .^i||4* 
[28.} ÄefligL — T *Rfime des JEicöleset ießSiUiotkiqiu. 
Premiere ann^e, JVa. 1— 5,' l^aifgfrard, tmpr. 4(ß Deiacm^r, 8. 
4BB. Jahrisspr/sFr, jur'l^ifummern» \ '!# i 

Die Zeitschrift, deren erste Numimer den.]. Ji^ü ausgegeoen 
woi^den war, ist bereits mit' der zweiten wieder eingegangen* 
Demgemäss wird die obeii Nou I. mitgetheilte Nachnebt ober 
^ie Zeitschrift zu ergänzen s^n. . ? « . ^ 



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18 BIbUolhekwisiMttclMlb 

Zasaminenstdlting deutscher Bibliothekordnungen ist im diess- 
jährigen fortgesetzt worden. 

Wenn übrigens Naumann im Vorworte zum siebenten 
Jahrgange des Serapeums gel^entlich sich dahin ausspricht, 
dass letzteres bis jetzt die einzige Zeitschrift auf dem Gebiete 
der Bibliothek Wissenschaft sei, so mag diesem Ausspruche hier 
Jkks gelegentlich entgegen gebalten werden , dass es scheinen 
will, als kenne entweder Naumann die Cibrigen Zeitschriften nicht, 
oder als glaube Naumann, diese übersehen zu müssen. Zum Letz- 
teren ist aber kein Ghrund Torhanden. Im ersten Falle da- 
gegen wird die oben unter No. [. mitgetheike Literatur bibliothek- 
wissenschaftlicher Zeitschriften lue notbigen Nachweise geben. 

[26.] JDesi^« — Mulleii» du Bibfioj^'ky pMi^ pat J. 
Techmer^ sous la direction dt MM, PmUin Paris €t G. Dufiesmsi^ 
Cr. Brmet, Gmchard, A. Dinanx^ Leroux de Lincy, Pmd de Mai- 
den, eU,^ avec le CaUdogüe raitsönni des Utree^ de PMteur, Nu, 
1—« [Janvier -Aoät]. Septi^Hte S4rie. Pmiis, 8. SS. 1—376. 
Preis des voUständ. Jahrganges 12 i<V., hei Versendung durch die 
Ptik 14 Fr, Die Sept-Dechrhefte , No, 9 — 12 situL noch rück- 
äändig. Vgl. 18*4. No. 473. 

Für die Bibliothek Wissenschaft i» ist den vorliegenden Nnm-» 
Blern nicht viel Erhebliches geschehen^ mehr für die Bibliogra- 
phie. In Betreff jefier düri'te vielleicht noch am allerersten 
die Notiz über die ehemaligen «nd jetzigen Bibliotheken im 
Deiiartemcut Vauduse iiad Lerout ^ Lkicy's Mittheiking übef 
mige alte bandschriflh'che Catalo^e von vier Privatbtbiiotheken 
1^ von Interesse zu erwähnen seifii'eine Fortsetimig der letz- 
teren; Arbfit sollte in der nächsten Nitiamer folget y ist aber 
bis jetzt noch nicht erschienen. Sonst sind etwa no^h der 
Bericht über die Verinehritttg der geographischen Sammlung in 
der kön. Biblbthek zu Paris während des J. 1^44 v femer- Bar-* 
bier's Anzeige des Cataloges der gedruckten Buche» im Briti^- 
Msben Museum nndiendlich eine andere Annage -Qnicherat's von 
Paris' Werk über die franz. Handschriften der Pariser Biblio- 
thek, letztere ans dem Journal des Debats hier wieder abge- 
druckt , namentlich aufzuführen. 

' Das vom vorigen Jahre riick8tänd%e Decemberii^ft, No.^, 
SS. 1233—1282, ist, wenn man Maiden» Aufsatk ober dcn'Bii- 
cheidnband ausninmit, für die Biblbthekwissenschalt fast gan« 
nhne Interesse. Zu der Malden'schen Arbeit gehoi^ 8 lithogr. 
Tafeln, Abbildungen von Einbänden enthallend;' 

[27.] Umm^i. — BuUeUm d\L BOHophile Beig^, publiS 
pwrim liirairie A, Vandaley sous la UrecUmi -A M. 4e Baran 
d0 Mt^ßukerg, «ose la ^olhihmdbixm 4e MM^ R. €kalm, Tk.de 



Bibliothckwissenschait. 19 

Jonghe^ A, B. Schayes, P. C. Serrure et P. vander Meersch, 
2'ome II, No, 1 — 6. [Avec une planche et qtiatre vignettes,] 
Bruxelles, Hayez imprimeur, 8. 500 SS. , excl. Titel, der noch 
nicht ausgegeben ist. Pr. 10 jPr. für Belgien, 12 Fr. für das Aus- 
land. Vgl. 1844. No. 472. 

Unter Denjenigen, von welchen der zweite Band des Bulletins 
Arbeiten aufzuweisen hat, ist der Herausgeber, Baron v. Reiffep- 
berg, wie auch früher bei dem ersten Bande, jedenfalls der 
Thätigste gewesen, und er. kann ia (fieser Hinsicht so Man- 
chem, der die Leitung einer Zeitschrift übernommen hat^ als 
nachahmungswertbes Muster anempfohlen werden, zugleich zum 
Beweise, dass der Herausgeber einer Zeitschrift nicht blos der 
Einsammler von Beiträgen seiner Mitarbeiter zu sein braucht, 
sondern wie er auch selbst an der Forderung der Interessen 
seiner Zeitschrift noch weiteren Antheil nehmen kann. Ausser 
Reiffenberg ist ferner Delepierre als/ thätiger Arbeiter am ßull^ 
tin zu erwähnen: einer seiner Aufsätze^ die, wenn auch jp 
mancher Rücksicht einseitige, doch ebenso anziehende als zeit- 
gemässe Abhandlung über Handschriftenmalerei findet sich oben 
unter Nr. HL in einer deutschen Bearbeitung. Brunet s S^onvfe- 
nirs de la vente Nodier und Serrure's Yente des ancienoes biÜib^ 
tlieques des Jesui tes (in Belgien nämlich) bieten manches Intcres-' 
sante, wie denn auch Reifienberg's Auszug üus seinem Annuaii^ 
de la bibliotheque royale de Belgiqne pour 1845 Vielen willkom- 
men sein wird, die nicht Gelegenheit finden, den Annuaire 
selbst zu durchblättern. Die den einzelnen Nummern des Biilr 
letins angehängte Revue bibliographique, ein wahrer Schatz 
gegen den armseligen Catalogue raisonne des L'vres des Parisei; 
Bulletins, ist sehr reichhaltig und giebt für die grosse und viel- 
seitige Belesenheit des Herausgebers ein günstiges Zeugniss ab, 
schade nur, dass (lie Titel von deutschen Büchern nicht selten 
von den gröbsten orthographischen Schnitzern verunstaltet i|ind« 
[28.} ]Des|^L — : * Renue des Ecoles et des Bibliotheques. 
Premiere ann^e, No, X—% Vangirard, inipr. de Delacmir. 8. 
^BB. Jahrespr. 8 Fr. fir 12 Nummern. 

Die Zeitschrift, deren erste Nununer den 1. Jimü ausgegeoen 
worden war, ist bereits mit der zweiten wieder eingegangen. 
Deriigemäss wird die oben No. I. mitgetheilte Nachricht über 
die Zeitschrift zu ergfinzen sein. 






2r* 



Besonderes. 



N 



Enta: Abscbnitt. 

Bibliothekenlehre. 

[29.] TolluUbliothekem — ^ Ueber VolMbUothe- 
ken^ ifisbesondere in Städten, Ein offenes Senduchreiben an den 
Buckhändler L[udw]. S[chreck] in Lfeipzig] von K. Fr, Fischer , 
Diaconus in Frohburg. Leipzigs in Commission bei Schreck, 8. 
IV. 6 Ngr, 

[30.] !De0Kl« — Der Rathinann Dietrich und sein Wir- 
ken ßir Einrichtung einer VolksbibUothek, von Preusker, S Deut- 
9ck$s Volksblatt herausg. von Haas, Hfl, 1. pp. 34 -45. 
Ist nicht sehr ansprechend. 

[31.] [Desgl. — Sonntagsunterhaltungen und Volksbiblio- 
ikeken. Zwei Mittel %ur Büdung unseres niederen Volkes, Ein 
praktischer Versuch [aw dem Archiv für vaterländische Interessen 
besonders abgedruckt], Marienwerder, Baumann, 8. 49 SS, Pr, 
6 Ngr. 

[32.] Desgl« — Bei Gelegenheit der Feier des 16. Stif- 
tungsfestes des Handwerker-Vereines zu Chemnitz, den I. Juni, 
hat der frühere Vereinsbibliothekar F. F. Müller einen kurzen Abriss 
iiber VereinsbibKotheken und deren Zweckmässigkeit gegeben, 
mit Zugrundelegung selbst gemachter Erfahrungen. S. Bericht 
; des Handwerker-Vereines zu Chemnitz auf d. J. 1844 — 1845. p.30. 
.[33J »esgl. — * Michelini, G. B.^ delle biblioteche 
circolanti, V, Letturedi Famiglia. Anno IV, No. 18. 
BetriiOft wahrscheinlich ebenfalls Voiksbibliotheken. 

[34.] !DesKl« — * AthMes comnuinaux, Bibliotheques et 
enseignements populaires, Enquete sociale. U IniUateur^ pari, Ter- 
son, Paris, Churpentier. 8. l^J^. 

[35.] ISlehiffliMbltotliek. — Une bibliotheque ä bord 
d^un baqmbot, V, Bullet, du Biblioph. Beige, No, 1. pp, 73 — 74. 
Aus der Revue britannique. Auf Schiffen sind Bibliotheken 
allerdings ganz an ihrem Platze: nur miisste freilich die Aus- 
wahl der Bücher eine bessere sein, als diess bei der Bibliothek 
des Swansea-Bdstoler Packetbootes der Fall gewesen ist, wo der 



BiUiotliekenklire. 21 : 

in der Revue gegebenen Erzählung zufolge asGeCitcke' und der« 
artige Bucher eine Hauptrolle »pielen. 

[36.] üataloge. — * StU Modo di c^mpiiare U OUa^ 
lago di una Bibliottca ; taggfo proposto al gtuAsio dei dtdti'dtd 
MC. Francesco Vitumi. Miitmo, Truffo 1844 8. XX u, dMSS. 
Pr. 2,i^L. 

Ein Opus pothnmuin, welches, obschon auf dem Titel 1844 
steht, doch erst 1845 zur Veröffentlichung gekommen i«t. Entb^ 
ausser einem Vorworte, fünf Kapitel , deren erstes über Kala- 
K)ge im Allgemeinen handelt, das zweite äbeft alphabetisch«^ ' 
das dritte über systematische, das vierte über andere Katii«^ 
löge und das fünfte über Aiannacrqjle. Vgl. Bibliogratih. Ital. 
No. 6. p. 178. 

[^7.] Btbltotheloiferieiu — Im Jidfliefto der M<h 
natschrift: LesEcoles findet sich p. 59 unter dem .Titel: Les 
Biblioth^ques ein kleines Aufsätzchen« worin die Klage ansgc« 
sprochen wird, dass man liie Bibliotheken im Herbste/ währeaA 
einiger Monate zu scfalienen pflege, offenbar ans keinem aii^ 
deren Grunde, als weil dadurch den Bibliothekaren freie Zeit 
zur Erholung von fliren Gesdiäften verschafft werden; .soUet 
Warum denn Ferien zu gleicher Zeit für alle Beamten) vmd 
warum nicht für den Einen die Ferien früher, für den Anderen 
später; im letzteren Falle würde es dem Publikum, weldies 
keine Ferien hat, möglich sein, zu allen Zeiten die Bibliothek^ 
zu benutzen. — Ein sehr wahres und beherzigenswertbes WmI! 

[S8.] BuclibbNlerpretse« — Uebm' Buckbindtrprmsßi 
Ein Beitrag swr GeMckichte der Bwchkinderti und in** beumdioFM 
Mwr bibliotkekariichai Praxis. Van J. PetshMi. S, Journal der 
neuesten Fortschritt» in der Buchbinderei m. «. lo. Hft^ IL 
pp.Sd — 39. \ 

- Enthält die Bachbindertaxe des Charfarsten August von 
Sachsen vom J. 1578, von dem Churfürsten Christian im J. lfiB7 
bestätigt, eine andere des Churfürsten Johann Georg vom Jaklä 
162^3, femer die revidirte Berliner Taxe vom J. 1771» die Dresdner 
vom J. 1764, endlich die neuesten Bachbinderpreise Dresden^ 
Berlins; Wiens, Londons und Paris'. ^ / 

[39.] BlfeU^tlMk^lta«. — Im YnteresM des bekannt- 
lich früher beabsichtigten Neubaues der Pariser Bibliothek hat 
auch Benj. Delessert seine Ansichten darüber im * Artiste. IV S^ 
T. 3. pp. 18 — 21 aasges[irochen. Ein Aussag daraas findet 
sich unter dem Titd : Formes qu'il faudrait adopter pouc kA 
bätimens destin^ aux btblioth^ues pubüqnes. — Noinbre ap4 
proximatif des vohimes de la biblioth^oe royale de Paris r— in 
Bullet, da Biblioph. Beige. No. 3. pp. 371—272. Naeh DekmM 



22 BMothekenidire 

wiirüe für BlbKothekagebäudc eine zirfcelrnnde Form die ge- 
eignetste sein, und in Rücksicht hierauf sagt der Auszug im 
Allgemeinen: Celle forme exigerait moins d'espace, la con- 
struction des edifices serait h la fois prompte et ^conomique^ 
le Service et la surveillance faciles et commodes, und dann 
mit Beziehung auf die Pariser Bibliothek im Besonderen : Celle 
forme permettrait de placer 800,000 volumes dans un espace 
de 1,900 toises carr^. Nach Delessert's Berechnung würde 
ein derartiges Bibliotheksgebäude für die kön. Bibliothek nicht 
mdbr ab 8 Millionen kosten. Vgl. weiter unten : Bibliothe- 
kenkunde, Paris. 

[40.] HMiilselirlftenkiinde. — Zur Handschriflen-^ 
künde. Von P, Ä. Budik^ k. k. Bibliothekar in Klagenfiirt, S. Se- 
rapetan, No. 24. pp. 369—383. 

Ein werthvoUer Beitrag zur praktischen HandBcbriflenkonde, 
▼OD dem nnr zu wünschen ist, dass er zu mehren dergleichen 
Affbeiteu Yeranlassong gebe, damit endlich einmal ein vollstän- 
diges Lehrbuch der Handschriftenkunde zu Stande komme — 
ein Gegenstand, der in neuerer Zeit, seit Ebert, ganz in Ver- 
gessenheit gekommen zu sein scheint. Einen kleinen Beitrag 
teT' theoretischen Handschriftenkunde s. oben Nr. II. 

[41.] Desgl. — Le$ anciens tnanuscritf asteques ournexi- 
eotiM, par M. de Beiffetiberg. F. Btdlet du Biblioph, Bdge. No, 4. 
pp. 309—^13. 

Extrait de Prescott^s Ancien Mexican dvilisation, dans la Re- 
▼«e Britannique, ^d. de Brux., pp. 171 et soiv. Mit Rücksicht 
auf die in Europäischen Bibliotheken befindlichen Handschriften. 
[42.] Desgl. — Jean Mieht^ cäiligraphe et secräaire 
du die Philippe- le-Bon, par M. de Eeiffenberg. V, BuUet du 
Biblioph, Beige, No, 5. pp, 381—386. 

Unter den Secretairen, deren sieh Philipp bediente, nm 
sebe Neigung für Bücher zu befriedigen, war Mielot einer der 
fleissigsten Uebersetzer, Schriftsteller und, was hier namentlich 
m Betracht kommt, Abschreiber. Handschriften von ihm fin* 
den sich in den königlichen BIbtiotheken zu Brüssel, Paris und 
Kopenhagen. 

[43.] HaniUielirlftenBiAlereL — Bic dessin «e de la 
mhiature dans leur application aux manuscriti, par O, Ddepierre, 
V. Bxilet du Biblioph, Beige, No, 6. pp, 4-25—445. 

Der Aufsatz nimmt sowohl in Hinsicht auf den darin be- 
kaodelten Gegenstand als auf die Behandlung selbst das volle 
Interesse der Leser in Anspruch, und es wird daher der Um- 
stend, dass der vollständige Aufsatz in deutscher Bearbeitung 
#beB «oter Nr. III. mitgethetk worden i^ ohne Angabe weiterer 



BiUiotbekenlelire. , 23 

Gründe seine Rechtferf ignog fincieo. Dflepierre hat bier eine 
Sachkenntnis.^ entwickelt, die, wie das Serupeum sehr richtig 
bemerkt, nur aus der An^chaiiung und dem Studium vieler 
mit Miniaturen verzierter Handschriften erworben sein kann. 
Leider ist nur Deiepierre in der Beröck^cbtigung der Leistun^ 
gen Anderer über diesen Gegenstand etwas einseitig gewesea, 
sofern er Das, was Deutsche geleistet haben, mit Stillschweigen 
übergeht VVaagen's Schrift *über die Kunstwerke und Künstler 
in Deutschland liefert gewiss sehr werthvoJIe Notizen über Uand- 
Schriften malerei^ und wenn Das, was £bert bereits gegeben hat, 
an sich zwar wenig ist, so hat doch auch dieses Wenige seine 
grosse Bedeutung, ganz abgesehen davon, dass Ebert <jKe 
Herausgabe einer eigenen Schrifl über Hamischriftenmalereieii 
beabsichtigt und für diesen Zweck Manches gesammelt hat. 
Das Nähere aber die £[bert's<^en Sammlungen soll nächstens 
mitgetheilt werden, da hoflfentlich bald eine ausführliche Nach* 
rieht über Ebert's handschriftlichen Nachluss, den die Dresdner 
königl. Bibliothek besitzt, znr Veröffentlichung kommen wircL 
In Betreff Delepierre's ist übrigens noch zu erwähnen, dass er 
in der Wahl seiner Ausdrucke, wie vorzüglich, vortreff- 
lich, ausgezeichnet u. s. w., vorsichtiger hätte sein kön- 
nen, indem er so nicht selten in die Verlegenheit kommt, von 
einem Vorzüglicheren, nachdem von einem Vorzüglichsten be- 
reits die Rede gewesen war, doch hinterdrein noch sprechen zu 
müssen. Es sieht diess nicht selten wie Uebertreibung aus. 

Bei dieser Gelegenheit mag nachträglich noch aus dem J. 1843 
auf folgenden Aufsatz aufmerksam gemacht werden : * Fabroni, 
ricerche chimiche sopra le miniatiire di un antico manoscritio, 
in Atti deir i. e r. Accademia Aretiua dt Scienze, Lettere ed 
Arti, VoL I. 

[44.] 9e90, — Einige recht gute Notizen über Hand- 
schriftenmalereien und deren Künstler sollen sich auch in Vinc^ 
Marchese's Schrift : "^Memorie dei piü insigni Pittori, Scultori 
e Architetti Domenicani, con aggiunta di alcuni scritti intorno 
le belle Arti, Vol. I. [Firenze. 8.], finden. 

[45.] l^eiBKl* — Graf Aug. ▼. Bastard in Paris hat eines 
der kostspieligsten und mühsamsten sowohl als werthvollsten 
Werke zu veröffentlichen begonnen, wozu die Materialien seit 
Jahren gesammelt worden sind — über die Malereien der Hand- 
schriften. Seine Copien der schönsten Verzierungen und Miniaturen 
ans allen Schulen vom V. bis XVI. Jahrhunderte bilden dne 
unschätzbare Sammlung, durch welche die Entwicbelung der 
Kunst in möglichst anschaulicher Weise dargestellt wird. Drdssig 
Künstler, meist ehemalige polnische OfBziere, sind bei der 



24 Bibliotbekenlebre. 

Veröffentlichung «lieses Werkes beschäftigt. Dasselbe wird 
ans mehren hundert Kupfertafeln in fol. bestehen. (Lpz. allg. 
Mod. Ztg. 1846. No. 3. p. 24 b.) 

[46.] ülnnenpapier« — Die älteste Geschichte der^ 
Fahncation des Linnen- Papiers, Atu handschrifllichen Urkunden 
und gedruckten Nachrichten gesasnmett vmi Friedrich Gut ermann 
in Stuttgart, Mit 64 Abb, auf ^2 lithogr. Taf, S. Serapeum, No. 17. 
pp. 257—265. No. 18^ pp, 273 — 286. [lU auch besonders erschie- 
nen^ Leipzig bei Weigel, 8. 24 SS, mit Abb.] 

Eine zwar kleine, aber höchst interessante l^chrift, ans wel* 
eher sich ergiebt, dass die berühmte Malerfamilie Holbein zu 
Anfang des XIY. Jahrhundertes das erste Linnenpapier, und 
zwar zu Ravensburg am Bodensee, mit dem Wasserzeichen des 
Ochsenkopfes, dem Holbein sehen Fabrikzeichen, fabricirt hat. 
Das Alter der Holbein'schen Papiermühle ist seit dem J. 1301 
nachgewiesen. — Trotz der Kleinheit des Aufsatzes findet sich 
doch noch Manches darin, was, ohne dem Zusammenhange 
und der Deutlichkeit der Darstellung zu . schaden , recht gut 
hatte wegbleiben können. Die Einleitung ist ungeheuer weit 
aussehend und beginnt ab ovo, Gegenstände berührend, die gar 
nicht zur Sache gehören. Vgl. Literaturbl. zum Morgenbl. 
Nr. 123. pp. 491— 492. Bert. lit. Ztg. 1846. No. 2. p. 37. 

[47.] Arabisetae SilTeni. ^— Zur Geschichte des Ge- 
hrauches arabischer Ziffern^ von Prof. Dr. Meuss in WärMburg. 
S, Serapeum. No, 20. p. 320. 

Dient zur Berichtigung einer Stelle in der Hoffmann'schen 
Handlschrift'enkunde für Deutschland, betrifft aber keine Hand- 
schrift, sondern eine Inschrift in Stein. 

[48.] Auto|pr»ptaen* — * Simples doutes en wmtiere 
d^autographes, J. articie, V, Bullet des Arts. pp, 49 — 52. 

[49.] Desgl* — * Sammlung historück-betühmter Auto* 
graphen oder Facsimiles von Handschriften ousgeMeickneter Per- 
sonen alter und neuer Zeit. Auf Stein geschrieben. Heft ^ — 6. 
Stuitgartj Becher und Müller. 4. Pr, ä 1^ Thlr. n. 

Die vier Hefte enthalten 147 lith» Tafeln. Die beiden ersten 
Hefte, die im J. 1844 erschienen sind, bestehen aus 42 BIl. Den 
zu den Tafeln gehörige Text bilden historisch-biogra|>hisch-li- 
terarische Notizen. Ueber Hit. 3 n. 4 vgl. Bullet, du Biblioph. 
Beige. No. 5. pp. 421 — 422. Die Sammlung wird in vielen 
FäHen für den Handschriften forscher von unschätzbarem Werthe 
sein, wie denn überhaupt gleich hier mit zu erwähnen ist, dass 
die Bedeutung von Autographensammlungen für die Hand- 
schriftenkunde noch nicht die gehörige Anerkennung gefun- 
den hat. 



Bibliothekenkuiide. 

[50.] liiteratiir« — Ein Veneichniis too Aiifsatzeti, 
von Bibliotheken handeln nnd in den Schriften deiitaciier hiitori-r 
»eher GeselUchaftschriflen befindlich sind, s. Waltber's systemat* 
Repertorinm über die Schriften sämnitl. hiator. freseilschadcii 
Deutschlands, pp. 71 — 76. Das Yerseichniss ist noch nicht' cf^ 
schöpfend, dessenungeachtet aber immer sehr dankcnswertib 

[51.] MiliUoMekeM. — Der ** Alg. Konst- en Letter* 
bode, no. 31. 3X |)p 62 — 66, giebt eine Uebersicht^ der baiipt« 
sachlichsten Bibtiotheken der Erde. Vgl. Ballet du Bibliopk 
Beige. No. 6.-p. 463. 

[52.] Afrik». — Trotz der Erwartungen, die man sich 
nach Dem^ was Tischendorf bereits in seinen vorliiufigcfi Reise* 
berichten der Angsb. allg. Zc»tiing über Bibliotheken mitgetheilt 
hatte, in dieser Hinsicht auch von Tisdiendorf s siiaterer Reise« 
beschreibnng machen in können geglanU hat, sind doch ^ 
im ersten Bande derTischentlorTschen Reise in den Orient (Lpfe. 
gr. 12.) eingestreaeten Notiien über Bibliotheken in Afrika ad» 
sparsam auKgefallen, nnd dodi wäre manches hierauf Besü^ 
liehe, als nkht streng wissenschaftlich, ebenso' gut in der Reise* 
beschreibung am Platse gewesen^ ab vieles Andere. *-p p« 71 
Bibliothek des kathoL Klosters zu Cairo: sie scheint bei de« 
Bewohnern in keinem grossen Ansehen in stehen. Es findti 
sich hier einige arabisdie MS,, <loch tob geringem Werthe. -^ 
pp. 78 — 79 Bibliothek des griechischen Klosters der Sinaiten «i 
Cairo, blose Zierrath des Klosters ; denn die Klosterbewofcacr 
▼erstdien die Ms.^ deren sie eine siemliche Menge besitseä| 
gar nicht einmal, hatten sie sogar bisher fiir blose Drucke 
Schriften gehalten. Vid sind die meisten Handschriften nidit 
werth. — pp. 7 9 ' 8 6 hier und da zerstreute Notizen &ber dk 
bereits loi^ Nr. 616 erwähnte vermauerte Bibliothek der grie^ 
chischen Patriarchen von Alexandrien zu Cairo. Dieselbe soll 
vor etwa 20 Jahren aus Antiochien nach Cairo ab Unterpfiuid 
gekommen sein, und aus lauter Mss. bestehen. Tisdiendorf 
hat zwar nach vieldidiem Bemühen nur eine geringe Anzahl 
von Handschriften daraus zur Durchsicht erhalten , indem naMi 
vorgegeben, die übrigen in der Bibliothek befindlichen Bücher 
bestanden aus mehren tausend Druckschriften ; man scheint aber 
bei solchem Vorgeben nicht ganz aufrichtig gewesen zu sein. 
— pp. J24 — 125 Bibliotheken der koptischen Klöster in der 
Libyschen Wüste. Hierüber hat Tischendorf meist blos Daa^ 
was darüber bereits in der Augsb. allg. Ztg. (1844. Nr. 479) 



26 Bibliothekeiikunde. 

gesagt worden war, Tviederholt. Trotz der Ankäufe, die in 
neuerer Zeit von Seiten der Engländer für das Britische Mii- 
peum aus der Bibliothek des vierten Klosters gemacht worden 
smd, enthalten die Bibliotheken der übrigen Klö»ter doch noch 
manches Werthvolle. 

[53.] Abysslnien. — Auf dem Berge Aniara in Abys- 
ahnen soll sich nach dem Berichte zweier älterer Tonristen, 
Grikus und Cceraones, eine grosse von ihnen besichtigte Biblio- 
thek befinden, zu der die Königin von Saba den Grund gelegt, 
nnd in welcher die Bücher verwahrt würden^ die Salomo der- 
selben bdm Abschiede von ihm zum Geschenke gemacht ond 
9nch spater alljährlich ziigescbiokt hätte, desgleichen die Bü- 
cher £noch's von den Elementen und anderen philosophi- 
schen Sachen ^ ein Buch des Noafa von der M«ithematik und 
cien heiligen Ceremonien, des Erzvaters Abraham Vorlesungen 
iUber PbiioSophie , die er öffentlich im Thale Mamre gehalten^ 
sawie die Bücher von Hiob, Esra, den Propheten, Hohen]>rie- 
st^n und Sibyllen, theils in ungebundener Rede, theüs in Yer- 
ien geschrieben. Ja man will hier noch, lieisst es, die Bücher 
aeigen, Welche die Königin von Saba selbst nnd ihren Sohn 
Malüach zu Verfassern haben. Es giebt zwar Viele, meint ein 
späterer Autor, die diesem Berichte der Abyssinier jener uralten 
Bü(^er wegen keinen völligen Glauben schenken mögen; dem 
Mt aber, wie ihm wolle, so sei dodi gewiss, dass in dieser 
Hoiirenbibliothek überaus rare Bücher nnd allein viele Millionen 
Mss. zu finden, alle auf weisses Pergament geschrieben nnd «n 
seidenen Futteralen verwahrt. Bei jedem Thronwechsel werde 
SHcii dem neuen Regenten der Sdilüssel' snr Bibliothek , so in 
der Landessprache Assubraria heisse, eingehändigt. (Gesellschaf- 
ter, Bl. 124. p. 71 1 b.) — Wäre eine sehr merkwürdige Bibliothek! 

[54.] Aem^ypten. — Die in Aegypten zu Cairo beste- 
iMnde Association litteraire d'Egypte hat jüngst den ersten 
Band ihrer Werke, '^ Miscellanea aegyptiaca , herausgegeben, 
ttnd darin über die reiche angelegte Bibliothek Mittheilungen 
gemacht. Bekanntlich hat diese Gesellschaft sowohl als die 
andere, vor etwa 8 Jahren begründete Societe ^gyptienne du 
Caire, von der sich die erstgenannte im J. 1842 abgezweigt, 
<leo, Zweck, Reisenden in Eegypten zum Mittelpunkte zu die- 
nen, eine Bibliothek über Aegypten und die umliegenden Län- 
der zu bilden und ihre Nachrichten herauszugeben. 

[55.] Algier. — Laut Ordre des franz. Kriegsministers 
sollen in den Haupthafenplätzen Algiers Bibliotheken, aus Büchern 
über Medicin, Chirurgie und deren Hilfswissenschaften bestehend, 
angelegt werden. (Bull, du Biblioph. Beige. No. 2. p. 172.) 



Bibliothekeokutide. 27 

[56.] HTordainerikaiiisctae verelM. Stoätek« -^ 

Eine gar nicht UDerheblichc Ausbeute liefert die Bauroer'nche 
Schrift: Die vereinigten Staaten von Nordamerika, Th. IL 
(Lpz. 12), auch' fär den Bibliothekenforscher, der darin Nack^ 
weise über folgende* Bibliotheken erhalten wird. — p. 60 Biblio^ 
thek des Yalecqllege in Newhaven (Connecticut) zählt 1?,0M 
Bde.<, die der Gesellschaft der Studirenden 20,000 Bde. -^ 
p. 62 JBibliothek der ärztlichen ^ Lehranstalt zu Louisville mtt 
4^5000 Bden. — p. 70 Bibliothek der Universität Charlottevaie 
in Virgiuien hat jährlich 525 Thlr. für Bücher und Zeitschriften^ 
375 Thlr. für den Bibliothekar. — p. 73 Bezirksbibliotheken, für 
welche im J. 1841 aus öffentlichen Kassen nicht weniger aU 
95,000 Dollars gezahlt worden sind. — p. 82 Bibliothek des 
Harvardcollege zu Cambridge, in einem aus dem Gore sehen Yer* 
mächtnisse neu und geschmackvoll errichteten Gebäude, besitzt 
etwa 1800 theol., 1000 medicin. und 6100 juristische Bucher, und 
hat in neuerer Zeit zum Ankaufe von Büchern 21,000 BkiUars 
geschenkt erhalten. Neben der eigentlichen Collegebibliotliek 
besteht nodi eine Gymnasial- mit 40,000 Bden und eine zweitt 
aus Beiträgen von Studenten entstandene Bibliothek mit 9000 
Bden. — pp. 91 — ^93 Kreisbibliotheken d. s. die für jeden Schal* 
bezirk und jede Gemeinde begründeten Büchersammlungen^ and 
zwar nicht blos für Schüler, sondern hauptsächlich für £r-^ 
wachscne. Im J. 1843 enthielten die Bibliotheken blos inner- 
halb des Staates Newyork bereits 875,000 Bde, zu deren An- 
schaffung die B^gierung 94,000 Dollars gegeben hatte. Im 
J. 1844 war die Zidil der Bde schon auf eine Million gestiegen. 
Der Gedanke, solche Büchersammlungen anzulegen, ist zuerst 
durch Wedsworth und Marcy in Newyork neuerdings in Anre- 
gung gebracht, und dann auch in Massachusetts gefördert wer- 
den. Schriften, in denen polit. und theolog. Streitigkeiten ab« 
gehandelt werden , sind von den Kreisbibliötheken ansgescklos« 
sen. — pp. 112 — 114 öffentliche Bibliotheken. In Amerika zeigt 
sich an allen Orten die grösste Theilnahme für Anlegung and 
Vermehrung von Bibliotheken: man weiss sie aber auch zu be* 
nutzen. Für die öffentl. Bibliothek in Washington sind, wni 
nur den Bücherankauf und die Verwaltung betrifft, ^hrfidi 
9000 Dollars ausgesetzt Die beiden Bibliothekare, Meahan «nd 
Stella, erhalten 1500 und 1150 Doli. Jahrgehalt. Mehre west- 
liche Staaten, wie Illinois n. s. w., haben einen Theil des ans 
Landverkauf eingehenden Geldes zum Ankaufe von Büchern bc* 
stimmt Kentucky hat zu .wissenschaftl. Zwecken jährlich 500 
Doli, und die Hälfte der Staatseinnahme von der Bank bewä- 
ligt. Alle öffentl. Bibliotheken sind stetierfrd. MassadiuseHs 



28 Blbliothekenkunde. 

hat g^eich&lU für die ofifentl. Bibliotheken bedeutende Summen 
angewiesen. Zusammengenommen enthalten diese Sammlungen 
im eben genannten Staate etwa d0O,O0O Bde, excl. 150^000 Bde 
in den Sonutagsschttlbibliotheken. Missisippi verausgabt fiir 
Gründung und Vermehrung von Bibliotheken jährlich 4000 Doli. 
Fiir Wisconsin (mit 18,000 £.) und Jowa (mit 21,000 £.) hat der 
Congress zu Anlegung von Bibliotheken 10,000 Doli, bewilligt. 
Ausser den öfifenti. Bibliotheken finden sich noch aller wärts Leih- 
bibliotheken, von denen viele sehr bedeutend sind, wie z. B. 
die kl Cincinnati 1840 angelegte Leihbibliothek, welche 1816 be- 
reits an 8000 Bde besass. — pp. 236 — 237 ISchulbuchereien in 
Gncinnati und die darauf bezüglichen Klagen das kathol. Bi- 
schofes. — pp. 237 — 238 Bibliothek des theolog. Serainares, des 
LanecoUege,' in Cincinnati zählt 10,000 Bde, meist theolog. In- 
halts. Behufs grosser Ankäufe für sie war Prof. Stowe als 
Sachverständiger nach Europa gesendet worden. -^ pp. 238 — 
239 Bibliotheken von Handwerkern und jungen Kaufleuten durch 
ilreiwillige Beiträge begründet in Cincinnati. Die Bibliothek der 
Handwerker und Lehrlinge enthielt im J. 1841 über 2000 der 
bestgewählten Schriften, wovon wöchentlich etwa 400 Bde aus- 
geliehen wurden. Die Theilnehmer und Beitragenden wählen 
jährlich einige Direktoren, diese wieder ernennen den ^Kblio- 
tkekar, der aus der Stadtcass^e 100 Doli, erhält. 

[57.] Des^l« — Anders als bei der RaumerVhen Schrift 
iat die Ausbeute fiir den Bibliothekenforscher in der Salzba- 
cber'schen : Meine Reise nach Nord-Amerika im J. 1842 f Wien. 
8.). Der Verfasser, Dr. Jos. Salzbacher, Domcapitular zu St. 
Stephan in Wien , der die Reise nach Nordamerika in der Ab- 
sicht unternommen hatte, um die dort bestehenden kathol. 
Missionen und Diöcesen zu besuchen, und den Zustand der 
dort, kathol. Gremeinden überhaupt kennen zu lernen, hat bei 
der Berichterstattung über diese seine Reise nichts übergangen, 
Ufas ihm zur Verherrlichung seiner Kirche zu sagen passend 
geschienen. Daher muss es Wunder nehmen, dass sich über 
Bibliotheken, die doch ebensogut wie Seminare, Collegien u.s.w. 
Bildungsstätten des Volkes sind, im Ganzen so wenig gesagt fin- 
det; denn man sollte doch meinen, dass gerade eine ausführ- 
liche Besprechung aller Bildungsstätten ohne Ausnahme in einer 
solchen Schrift ganz am rechten Orte gewesen wäre. Vielleicht 
ist Salzbacher's Ansicht über die Bibliothek als Bildungsstätte 
eine andere: in dem Abschnitte über Schulen, Waisenhäuser, 
Collegien und Seminarien pp. 3oO — 358 sagt Salzbacher minde- 
stens kein Wort über Bibliotheken. Das Wenige, was er über 
den letaten Gegenstand mitgetheilt hat, ist hier und da nur 



Bibliothekcnknode. S9 

gelegentlich bemerkt S. p. 107 Bibliothek der Kirche ludi 
U. Augustin in Philadelphia, 1000 Bde ebia stark, ist 1814 
verbrannt. — p. l40 katholische Lesebibliothek zu Baltimore^ cfie 
im Hause des Erzbischofes zum Nutzen und Frommen aller ka- 
tholischen Bürger der Stadt aufgestellt ist, und wo jede PersOQ 
für einen jährlichen Beitrag von l Doli, das Leserecht erhaltea 
kann. — > p. 233 Bibliothek der Kathedrale zu Vincennes , in der 
neben der Kathedrale befindlrthen neu gebauten Rotunda, ist 
vom Bischöfe Brut^ hinterlassen und zahlt etwa 6000 Bde, 
darunter sehr kostbare Werke, z. B. Polyglotten, Collectio SS. 
Patrum. — p. 263 Bibliothek der Gesellschaft für christl. Beleh- 
rung zu Detroit mit 800 Büchern. Die Bücher cirkuliren wö- 
chentlich unter den Mitgliedern. — p. 320 Bibliothek des theo- 
logischen Seminars St. Athanasius zu Nashville ist durch den 
Bischof in Europa und Amerika zusammengebracht worden. -— 
In Betreff der Dotation der öffentl. Bibliothek zu Washingtoa 
ist die Angabe bei Salzbacher p. 434 ein wenig verschieden von 
der bei Raumer. Nach Ersterem betragt die Summe für Bfi^ 
cherankauf 6000 Doli., für Bibliotheksverwaltimg 1800 und ISr 
Besoldung der Bibliothekare 3450 Doli. — Die grosste und vor- 
züglichste Bibliothek in den vereinigten Staaten, wie Salzbacher 
p. 280 sagt, die Bibliothek der Harvard-Universität zu CauH 
bridge mit 40,000 Bden, hat der Reisende wegen Abwesenheit 
Ticknor's, des Mitgliedes der Bibliothek, nicht in Augen- 
schein nehmen können. — pp. 368—360 einige Nachrichten 
aber katholische Zeitschriften in Nordamerika. Im Laufe des 
J. 1844 sind in den vereinigt. Staaten &8 neue katholische Werke 
erschienen. 

[58.] mesgl« — Bihliographie und BibHoiheken in dm 
vereinigten Staaten von Nardamerika. Erster ArÜkeL VHiH.Im» 
dewig. S. Serapewn No. 14. pp. 209—224. 

Der erste Artikel betrifft weniger die Bibliotheken , enthäk 
vielmehr, ausser der Einleitung zu dem Aufsatze, die Literatur 
der über Amerika erschienenen Schriften in chronologischer 
Rdhenfolge. Die Arbeit ist, wie Ludewig selb.«t sagt, das 
Ergebniss der Studien seiner wissenschaftlichen Reise. Nun^ 
das Ergebniss der Reise ist besser, als ihr Anfang, die Ab- 
reise von Dresden, war. Um dieser misslichen Abreise willedi 
wäre es jedenfalls besser gethan gewesen, wenn Ludewig "gar. 
nicht von seiner Rase gesprochen hätte, zumal diess hier nicht 
viel zur Sache thnt, wohl aber dazu beitragen kann, den Ver-' 
fasser bei Vielen, die dessen Missgeschick aufrichtig bedauert 
haben, in einem ungunstigen Lichte erscheinen zu lassen. la 
Betracht dessen hätte daher auch Grässe, der gleichfalls vini 



80 Bibliotbekenkunde. 

Lndewig's , seines FremMles, wissensehaftlichor Reise (Serap. 
Ne. 15. p. 232) spricht, freundschaftlicher gegen Liidewig ge-- 
kandelt, wenn er diess ganz mit Stillfichweigen übergangen; 

[59.] Maeacu« — Laat der Nachricht im Ausland^ Nr. 
a27. p. 1306 b, besteht die Bibliothek des Klosters von S. An^ 
tooio >n Mareen in Brasilien ans einer , Nische mk ein paar 
wurmstichigen Büchern und einigen Bündeln vergilbter Ma<^ 
iMscripte. 

: [60. j PMladelpbia. — Die Bibliothek des Muse««« 
und der Akademie der schönen Künste ist in der Nacht vom 
•^^Juni verbrannt. Ein paar Notizen darüber s. * Bullet des 
arts. p. 28. 

[61.] Rio Janeiro. — Der Missionar Kidder erzählt 
in seiner Schrift , * Sketches of residence and travel« in Brazil, 
über die Nationalbibliothek folgendes : Sie besteht grö«stent^eiU 
MM den Biichern, welche ursprünglich, der k, Bibliothek in Por* 
tngal gehörten und * von Don Joaa VL herübergebracht wurden. 
Eröffnete sie dem Publicum, und sie ist auch seitdem immer 
•Ifen geblieben. Alte G^emälde und Kvpferstkhe in alten Rah- 
men zieren, die Mauern. Wenn man eine breite Treppe hinauf- 
gestiegen ist, gelangt man in die Sala ^ie Leitura (Lesesaal), 
wo mit Tuch bedeckte Tische stehen , auf denen Schreibma- 
terialien und Gestelle fiir grosse Bücher rings herum laufen. 
Die Schranke selbst sind bedeckt mit Büchern io allen Sprar 
eben und aus allen Zeiten. Auch die Zeitungen aus der Stadt 
mid mehre europäische Journale finden sich hier; dennoch 
habe ich stets nur waoige Leser gefundeo.. Die neueren Ver- 
mehrungen der Bibliothek sind nicht bedeutend, obgleich von 
7L&t zu Zeit Ansdiaffungen gemacht werdsn* Am meisten ist 
die^Bibliothek durch Schenkungen vermehrt worden^ unter denen 
die des bekannten Jose Bonifazio de Andrada am meisten £r- 
wäbMtng verdient (Ausland. Nr. 185. p. 74ab.) Jn Betreff 
der Erwerbung von Andrada's Privatbibli«tbek, die jetzt eben 
nicht m^r zu des Neuigkeiten gebort, berichtet auch eil» Cor- 
letpoudeiit (%) des Lpz. Qiarivari, Nr. 146. p 2335 ; fär dieseq 
BWS8 dieErlterbuDg doch eine NeuigkeU gewesen sein. 

' : ' [62.J 9efl|^ — Eine andere kurze Naqhrii^t über die 
Nationalbibliothek, und zwar auch mehr inBücksicIit auf die 
Loeafität derselben, s. Ausland. Nr. 346. p. 1263^ 

[63.] fidctamiadxiiik — Die Bibliothek des dortigen 
Conventes, die durch den Klosterbischof Joayoef Schaehatunoff 
in J. 1836 in Ordnung gebracht worden ist — - <)er Katalog 
wurde nach St. Petersburg geschickt, und von dem. Akademiker 
Brosset (s. 1840. Nr. 12) ins Rossisdbe.uod Franzosische fiber? 



Bibliothekenkuiid& 31 

setzt — enthält gegen 500 armemMlie Werke ^ darunter etwa 
260 geistlichen und gegen 90 historischen Inhaltes, auck ▼ick 
alte Handschriften, M^ie z. B. vor Allen die älteste Haadecfarift 
der unter der Leitung des Patriarchen Isaak und des gelehfieii 
Mesrop von 40 Schrifltkundigen übersetzten armenischen Bibd 
auf Pergament mit roh gemalten Bildern. Die Bibliothek befi»^ 
det sich in einem an den Patriarchenpalast stossenden Gt^ 
bände in zwei Zimmern aufgestellt Dieses Grebande liegt iMit 
dem eben genannten Palaste und der arroenisch-gregorianischeii 
Synode von Edchmiadzin in einem Hofe, zu dem maa durck 
das vrestliche Thor iles Klosters gelangt. — Ausser der grosse« 
ren Convcntsbibliothek steht noch im Schlafzimmer des Pak 
triarchen, im Patriarcheopalaste^ eine kleinere Handbibliothek^ 
die indessen nichts Besonderes enthält. (Ausdug von Afosk^n 
nach Transkaukasien, im Ausland. Nr. !263. pp. 1051 b — 1063 a.) 

[64.] Slinai« — Einige wenige Bemerkungen über das 
in der dort. Klosterbibliothek früher wenigstens befindfitbe^ 
jetzt aber vielleicht nach England verkaufite Evangelienbucfay 
angeblich das des Kaisers Theodosius, sowie über ein paar andavt 
dort. Handschriften, s. Tischendorfs Reise in den Orient, Bd. X 
(Lpz. gr. 12.) p. 240 — 241. Die nähere Schiliterung Tische»* 
dorfs von der Bibliothek in der Angsb. allg. Ztg., s. iai An* 
Zeiger, J. 1844. Nr. 484. Dieeie Schilderung fehlt hier. 

[66.] nitet« — Ueber die CoUection universelle dei 
buddhiqves conserv^ au Tibet, deren Umfang, Inhalt, Ent<^ 
stehung und Kosten im Bullet, du Biblioph. Beige, No. 4. p. 34^^ 
kurz angegeben skid, s. das Weitere im Burnoufschen Werkt 
(1844. Nr. 591). 

[66.] Kiurapa« — Rapport adre$s^ ä M. le MiwUtre di 
Vmärnuctiön piMfue Fkn- M, le dodeur Darem^erg BibUMtcam 
de VAmdimie T&ytüe de m4decine, nMecin de Bureau de Bf 4»* 
fmsawney ckwrg4^fme missimi m^dieo-Ütt^raire en AUanagne, Paris^ 
impr. de Dupont. 8. 32 SS, •• • 

Im Eingange des Berichtes sagt Oaremberg p. I^: Pour restcr 
dans les limites d^m Rapport, je dois me borner ä conaigner 
ici les r^suRats gem^raax de mes recherohte, niere»ervant'4l^ 
piblier lin fravaM etendu qiii comprendra tme «otice critiquc 
des mantMcrits^ ^le j^ai paiticuli^eBent etudi^, an catalngnc 
de oenx qne je n'ai pn examiner h fonti, enfin de nombncwK 
extraits des textes inedits qwc j*ai copies. * — pj». l*-*9 nber 
die in der Königsberger Universitätsbibliothek befiadlicken Pä* 
piere des verst. Professor Dietz, weldier na Auftrage- der Prenüi 
Regierung Europa Tter^aln-e hindurch <larcii wandert batte^«tnA^ 
behufs einer grossen Avsgaike der griech»chm und lattoillisdieii 



S2 Bibliothckcnknnde. 

Aente, die betreffenden Handschriften in den verschiedenen Bi- 
bliotheken zu copiren und zn vergleichen (am aiuführtichsten 
vket die auf den Hippokrates, Rufus, Oribasius und Galen 
bezüglichen Papiere). Schade, das« der Gitalogue exact et 
d^ill^ welchen Daremberg davon einzusehen Gelegenheit ge- 
habt^ hier nicht mitgetheilt worden ist, da die Benutzung der 
Dtetz'schen Papiere mancher Schwierigkeit zu unterliegen scheint. 
Dtr Berichterstatter selbst sagt darüber p. 2: Deposes h la bi- 
blioth^ue de TUniversit^ de Königsberg, ccs papiers appar- 
fiennent» il est vrai, ä TEtat', mais on ne peut en obtenir 
eommnnication qu'ä la charge de payer iine assez forte in- 
demnite aux h^ritiers deDietz. Ce n'est donc que par suite 
de eirconstances toutes speciales, et qu'ü serait trop long 
d^xpliquer id , que j'ai pu obtenir gratuitement a Berlin une 
partie de ces manuscrits ; de plus, j'ai ^te assez heureux pour 
en trouver un catalogue exact et ddtailld Comme je dois 
publier int^gralement ce catalogue, je me bornerai ä donner 
id quelques details sur les. texte« que j'ai eus ä ma disposi- 
tton, et que j'ai pu copier ou coUationner. — pp. 9 — 14 über 
die Handschriften der kön. Bibliothek zu Berlin. — pp. 14 — 17 
über Leipziger Handschriften, und zwar in der Stadt- (pp. 14 — 
1&) nnd der Universitätsbibliothek (pp. 1& — 17). — pp. 17 — 21 
über die Manuscripte der kön. Bibliothek zu Dresden, -r- pp 
31-— 30 über die Handschriften in Breslau, insbesondere der 
Universitäts- (pp. 22 — 27) und der Maria^lülLBigdalenenbibliothek 
(pp. 27—30). In Betreff der Rhediger'schen Biblieth^ von St 
Eliss^th sagt der Berichterstatter p. 22 : J'ai tronver ä Berlin un 
catalogue de cette bibliotheque, catalogue dont l'existence etait 
iBconnue & Breslau et qui a peut-^tre ^t^ fait parle e^l^reMoeh- 
sen, ou du moins par ses soins. — p. 30 über die Bonner Universi- 
tätsbibliothek, wo die Ausbeute sehr unbedeutend war. — > 
I^. 30 — 31 über die Blanuscripte der Burgunderbibliothek in 
Brüssel. 

[67.] He^i^l« — *Baiteri, J. G., Varietas hctionis ad 
fAdmcorum od Herennium libro$ IV e sex codidkus enotata. 
Atft /. //. Twrici, Ordlj Füsdi et soc. 4. 66 SS. Pr. 21 Ngr. 

Das Variantenverzeichniss bildet das Vorwort zu «kn Lections- 
Verzeichnissen der Züricher Hochschule für das Wilder* und 
Sommerhalbjahr 1844 — 1845. Die Handschriften, woraus die 
Varianten mitgetheilt,. sind folgende: 1. Cod. Paris, bibl. reg. 
7714, olim GL Puteani, saec IX.; 2 und 3. Codd. Bamberg, n. 
420 saec. X. und n. 421. saec XIII. ; 4. Cod. Frising. nunc 
Monac. saec. XI.; 5. Cod. Trossii saec. XII.; 6. Cod. Turic 
saec XUI. Diese sechs Handschriften sind bei der zweiten 



\ ' 



Bibliothekenkonde. 33 

Orellischen Ausgabe benutzt worden. (Leipz. Repert. HfY. 49. 
p. 400.) ' ' 

[68.] tdes^l» — Vi^er die Handschriften der Kleinen Grie^ 
chischen Geographen. Eine Abhandlung dem Herrn Professor und 
Doctor Carl JasUis BlochmanHy Directory, s. te. zur Gedächtnis»-' 
^feier seines Geburtstages^ den 19. Februar 1845, als Zeichen seiner 
Dankbarkeit gewidmet von B, Fabricius [Heinrich Bittrich]. Drei» 
den, Druck von Tevhner. 8. IV u. 5 — 36 SS. Pr. 7^ Ngr. 

Enthält die Beschreibung und kritische Würdigung dreier 
Handschriften : 1. der von Uöschel unter dem Namen Cod. Pa- 
lat. angeführten, die, früher in Heidelberg, jetzt in der Vaticana 
sich befindet; 2. der unter dem Namen Cod. Hervuorti be- 
kannten in der Münchner, früher in der Angsburger Bibliothek; 
3. der Pariser Handschrift^ des ohne Zweifel wichtigsten Manu- 
Scripts und , wie der Verf. sagt , wahren Urcodex. Eine ganz 
kurze Angabe des Resultats der Dittrich'schen Untersuchungen 
s. Zeitschrift f. d. Alterthumsw. Nr. 141. p. 1128. 

[69.] Des^l« — Historische Uebersicht der Verordnungen 
wegen Ablieferung von Pflichtexemplaren an öffentliche Bibliothek 
ken in einigen europäischen Staaten^ von E, G, Vogel in Dresden. 
S. Serapeum No. 22. pp. 337—350. 

Betr. Oesterreich, Baiem, Preussen, England mit Schottland 
und Irland. Eine recht wackere und mühsame Arbeit, von der 
es nur zu wünschen ist, dass sie fortgesetzt > d. h. auch auf 
andere Staaten ausgedehnt werde. Dazu gehören freilich vie« 
lerlei Hilfsmittel, und zwar Hilfsmittel, wie Gesetzsammlungen, 
Verordnungen u. s. w., die sich selten auf Einer Bibliothek voll- 
ständig finden lassen dürften. Wenn mdireGelehrte sich der Ar- 
beit annehmen wollten, dann müsste freilich bald etwas Vollstän- 
diges zu Stande kommen, und dann würde es auch vielleicht 
möglich sein , . auch auf die Verordnungen einzelner Stadtbe- 
hörden wegen Ablieferung von Pflichtexemplaren an Stadtbi- 
bliotheken Rücksicht zu nehmen. — Die Sitte von Pflichtexem- 
plaren besteht seit etwas mehr als zwei Jahrhunderten, und 
scheint zuerst in England, wenn nicht zu gleicher Zeit oder 
dann mindestens nur wenig später in Oesterreich aufgekommen 
zu sein. Auf Oesterreich ist unter den beiden übrigen hier 
erwähnten Staaten zunächst Baiern und später erst Preussen 
gefolgt. 

[70.] Belsien« — Lettres inidites relatives ä la Biblio- 
theca Belgica Manuscripta de Sanderus, publ. par C. P. Serrure» 
V. Bullet, du BiUioph. Beige. JVo.2. pp. 156— 166. 

Enthält 7 Briefe von Johannes, Abt zu Parc ; Chr. Le Roy^' 
Bibliothekar der Abtei Liessies; Ch. Pocha, Prior zu Villers ^ 

Perzfto/df, Ans. d.Bib1.-V\iMen8ch. 1843. 3 



34 BibHöthekenkaDd^. 

Heinr. van der Heydch^ Abt zu Yillers; Edmund, Abt zu Alne; 
Nie de Regnaulcourt, Prior ^u Marchiennes — sämmtlich, mit 
Ausnahme eines einzigen Briefes, an Sander selbst gerichtet, 
aus den J. 1636 u. 1639. 

[71.] Des^l. — Sehr unbedeutender Art sind die No- 
tizen in Louisens von Ploennies Reiseerinnernngen aus Belgien 
(Berl. 8.) über die Genter Bibliothek in der Kirche der alten Ab- 
tei von Bandeloo (sie), die 66,000 Bde stark sein soll, pp. 44 — 45, 
uiki die Burgnndische Bibliothek zu Brüssel pp. 157 — 167. — 
Sind die Notizen auch mibedeutend, so ist es doch immer Et- 
was and zeugt von dem guten Willen der Verfasserin: es ist 
doch immer mehr, als was Kuranda in seiner Schrift, Belgien 
seit seiner Revolution (Lpz. 1846. 8.) in dieser Beziehung ge- 
geben hat. Kuranda hat nämlich über die Bibliotheken . gar 
nichts gesagt, wiewohl er zu einigen Mittheilungeii über den 
Stand dieser Sammlungen« in neuerer Zeit im 29. Capitel , wo 
über die Literatur und deren Institute gehandelt wird, die beste 
Gelegenheit dazu gehabt hätte. Als ob die Bibliotheken zur 
Charakterisirung eines Landes gar nicht mit in Betracht käme. 

[72.] llesgl. — Venfe des andennes BtWotheques des 
J^statesy par C. P. Serrure. V. Bullet du BibUoph. Beige. No. 3. 
pp. 185— -196. 

Den Hauptinhalt des Aufsatzes bildet der Bericht des Akade- 
mikers G^rard an das österreichische Gouvernement, auf dessen 
Befehl, nach Aufhebung des Jesuitenordens in Belgien, die 
sammtlichen Jesuitenbibliotheken verkauft worden. So waren 
mit Ausnahme einiger Bücher, die man für die Brüsseler ofifentl. 
Bibliothek und sonst noch zu andern Zwecken zurückbehalten, 
im Laufe der letzten Monate des J. 1780 die Büchervorräthe der 
Jesuitencollegien von Antwerpen, Brüssel und Mecheln, Nivelles, 
Hurioiont, Luxemburg, Alost und Mons, Ypem^ Kortryk, Gent, 
Löwen, Doornik und Brügge verkauft, und aus dem Verkaufe 
133,064 florins 3 sols 3 deniers gelost worden. 

[73.] DeHpL — üeber Ge/ängnissbibliotheken s. * Me- 
moire a Tappui du projet de loi sur les prisons, präsente a la 
chambre des repr^sentants de la Belgique, dans la s^ance du 
3. D^cembre 184i (Brux. 8.) pp. 217 u. LXXXVIII. Vgl. Bullet, 
du Biblioph. Beige. No. 6. p. 498. 

[74.] Desgl. — In Mecheln, Verviers, Oudenaarde^ Ar- 
Ion, Ath und Hasselt sind Stadtbibliotheken errithtet worden. 
(Bullet, du Biblioph. Beige. No. 2. p. 171.) 

[75.] BrOggpe« — Tn Folge ähnlicher Roheit, der man 
in der bekannten Portlandsvasengeschichte begegnet, hat sich 
dn gewisser J. A. Giles an einer Handschrift der Stadtbibliothek 



BibitoUiekeiikaBde. 35 

vergriffen, nml ist desskalb, vor Gericht gestellt, in erster In- 
stanz zu 2 Jahr Gefangniss verurtheilt worden. (Bullet, da 
Biblioph. Beige. No. 5. p. 416.) 

[76.] Brüssel. — In * Alph. Wauters' Bruxelles et ses 
environs, guide de Tetranger dans cette capitale (Bnix. 12.) 
seheinen in dem Artikel über die BibBotheken manche Unrich- 
tigkeiten untergelaufen zu sein, die am allerwenigsten in einem 
solchen Wegweiser vorkommen sollten, da man von Verfassern 
solcher Bücher verlangen kann i^nd muss, dass sie mit den 
Verhältnissen des betreffenden Ortes genau bekannt sind. S. 
Bullet, du Biblioph. Beige. No. 6. p. 487. 

[77.] Hes^l« — Ancienne bibliotkeque du conseil desßnctnn 
ces, par C, P(ieters). V, Bullet du Biidtoph, Bdge, No, 6. p. 445. 
Enthält das Verzeicbniss der Bibliothek des Finanzrathes, 
einer der wichtigsten Verwaltungsbehörden Belgiens unter öster- 
reichischer Oberhoheit, und es wird selbiges mitgetheilt zum 
Beweise, dass die früheren Specialbibliotbeken bei Weitem^ wth 
uiger vollständig gewesen seien, als die heut zu Tage. Nicbt 
ein volles Hundert von Bänden ist es, weldies der Catalog 
auffuhrt. 

[78.] Des^l* — Annuaire de la Bibliotheque Rayale de 
Belgt'que, par le conservateur Baron De Reiffenberg etc Sixibne 
annee, [Avee trois planches, representant les marques de$ impti" 
meurs beiget»] Bruxelles et Leipzigs Muquardt 12. ^8^ SS.,exd. 
Titel tt. DedicaiiofL Pr. tu 1 Thlr, J5 Ngr, Vgl. 1844. Nr. 491. 
Enthält I. Coup d'oeil sur la Bibliotheque royale: 1. Impri- 
mes. Cartes, plans et estampes. Cabinet numismatique. 2. Ma^ 
nuscrits (ancienne bibliotheque de Bourgogne). Batiments. Ca* 
binet de lecture. Pr^t exterieur. Observations. — II. Notices et- 
extraits des manuscrits de la Bibliotheque royale: Chansons 
historiqucs du seizieme et du dix-septieme siecle (I. Chanson 
bourguignonne sur la defaite de Fran9ois I er ä Pavie. 2. Autre 
sur le miinie sujet. 5. Sur la prise de Rome et la mort da 
duc de Bourbon. 4. Reponse des habitants de Bruges au dnc 
de Vendome, qui le» exhortait a se rendre, en juin 1631. 5. 
Chanson sur la victoire de Jarnac en 1569. 6. Psaume £4i 
accommode ä ladite victoire), sämmtlich bereite im "^Bullet, 
de r Acad. T. X. n. 11 abgedruckt. Legende de Barlaam et 
de Josaphat, ebendort T. X. n. 9 et 10; T. XI, n. 1 et 5 schon 
veröfientlicht. Satire guelfe enigmatique du trcizieme siecle, 
ebendort T. IX. n. 1. Epigrapfaie, extrait d'un manuscrit de 
Simon Leboucq. Anciens« metiers. — HL Memoires pourl'hi- 
stoire des lettres, des sciences, des arts et des moeurs en Bd- 
gique : Notices sur le iiiarqais de Foriia d'Urban, s. "^ Annuaire 

3* 



34 Bibliothekeiikaiid^. 

Heinr. van der Heydch^ Abt zu Villei^; Edmund, Abt zu Alne; 
Nie de Regnaulcourt, Prior ?u Marchienncs — sammtlich, mit 
Ausnahme eines einzigen Briefes, an Sander selbst gerichtet, 
tius den J. 1636 u. 1639. 

[71.] Des^l. — Sehr unbedeutender Art sind die No- 
tizen in Louisens von Ploennies Reiseerinnerungen aus Belgien 
(Berl. 8.) über die Genter Bibliothek in der Kirche der alten Ab- 
tei von Bandeloo (sie), die 66,000 Bde stark sein soll, pp. 44 — 45, 
uiMi die Burgnndische Bibliothek zu Brüssel pp 157 — 167. — 
Sind die Notizen auch nabedeiitend, so ist es doch immer Et- 
was und zeugt von dem guten Willen der Verfasserin : es ist 
doch immer mehr, als was Kuranda in seiner Schrift, Belgien 
seit seiner Revolution (Lpz. 1846. 8.) in dieser Beziehung ge- 
geben hat. Kuranda hat nämlich über die Bibliotheken . gar 
nichts gesagt, wiewohl er zu einigen Mittheilungen über den 
Stand dieser Sammhingen« in neuerer Zeit im 29. Capitel , wo 
über die Literatur und deren Institute gehandelt wird, die beste 
Gelegenheit^ dazu gehabt hätte. Als ' ob die Bibliotheken zur 
Charakterisirung eines Landes gar nicht mit in Betracht käme. 

[72.] Desgl. — Vente des andetines Bibliotheques des 
J^swtes, par C. P, Serrure. V. Bullet du Bibliopk. Beige. No, 3. 
pp. 185— -196, 

Den Hauptinhalt des Aufsatzes bildet der Bericht des Akade- 
mikers G^rard an das österreichische Gouvernement, auf dessen 
Befehl, nach Aufhebung des Jesuitenordens in Belgien, die 
sämmtlichen Jesuitenbibliotheken verkauft worden. So waren 
mit Ausnahme einiger Bücher, die man für die Brüsseler öfifentl. 
Bibliothek und sonst noch zu andern Zwecken zurückbehalten, 
im Laufe der letzten Monate des J. 1780 die Büchervorräthe der 
JesuitencoUegien von Antwerpen, Brüssel und Mecheln, Niveltes, 
Hurioiont, Luxemburg, Alost und Mons, Ypem^ Kortryk, Gent, 
Löwen, Doomik und Brügge verkauft, und aus dem Verkaufe 
133,084 florins 3 sols 3 deniers gelost worden. 

[73.] !Des9l* — Ueber Ge/angnissbibliotheken s. * Me- 
moire a Tappm du projet de loi sur les prisons, präsente a la 
chambre des repr^sentants de la Belgique, dans la s^ance du 
3. D^cembre 1844 (Brux. 8.) pp. 217 u. LXXXVIII. Vgl. Bullet, 
du Biblioph. Bdge. No. 6. p. 498. 

[74.] Desgl. — In Mecheln, Verviers, Oudenaarde^ Ar- 
Ion, Ath und Hasselt sind Stadtbibliotheken errichtet worden. 
(Bullet, du Bibliopb. Beige. No. 2. p. 171.) 

[75.] Brügge« — Tn Folge ähnlicher Roheit , der man 
in der bekannten Portlandsvasengeschichte begegnet, hat sich 
dn gewisser J. A. Giles an einer Handschrift der Stadtbibliothek 



BibltoÜiekeiikaBde. 33 

vergriffen, nnd ist dessbalb, vor Gericht gestellt, in erster In- 
stanz zu 2 Jahr Gefangniss verurtheilt worden. (BuUet. da 
Biblioph. Beige. No. 5. p. 416.) 

[76.] Brüssel. — In '^ Alph. Wauters' Bruxelles et ses 
environs, guide de i'etranger dans cette cai>itale (Briix. 12.) 
seheinen in dem Artikel über die Bibliotheken manche Unrich- 
tigkeiten untergelaufen zu sein, <He am allerwenigsten in einem 
solchen Wegweiser vorkommen sollten, da man von Verfassern 
solcher Bücher verlangen kann itnd muss, dass sie mit den 
Verhältnissen des betreffenden Ortes genau bekannt sind. S. 
Bullet, du Biblioph. Beige. No. 6. p. 487. 

[77.] Hes^l« — Andenne bibHotkeque du c&nseil desßnctnn 
cesy par C. P{ieteri). F. BuUet. du BibHoph. Beige, No, 6. p. 445. 
Enthält das Verzeichniss der Bibliothek des Finanzrathes, 
einer der wichtigsten Verwaltungsbehörden Belgiens unter öster- 
reichischer Oberhoheit, und es wird selbiges mitgetheilt zum 
Beweise, dass die früheren Specialbibliotheken bei Weitem/ wth 
niger vollständig gewesen seien, als die heut zu Tage. Nicbt 
ein volles Hundert von Banden ist es, weldies der Catalog 
aufführt. 

[78.] Desgl* — Annuaire de la Bibliotheque Roy (de de 
Belgiquey par le conservateur Baron De Reiffenherg etc. Sixihne 
annee, [Avee irois ptanches, reprhentant les marqiies de$ impri" 
meurs beiget,] Bruxelles et Leipsig, Muquardt, 12. 28^ SS.,exd» 
Titel u, DedicaiiofL Pr. iu 1 Thlr, J5 Ngr, Vgl. 1844. Nr. 491. 
Enthält I. Coup d'oeil sur la Bibliotheque royale: 1. Impri- 
mes. Cartes, plans et estampes. Cabinet nnroismatique. 2. Ma- 
nuscrits (ancienne bibliotheque de Bourgogne). Batiments. Ca* 
binet de lecture. Pr^t exterieur. Observations. — II. Notices et- 
extraits des manuscrits de la Bibliotheque royale: Chansons 
historiqucs du seizieme et du dix-septieme siede (I. Chanson 
bourguignonne sur la de£aiite de Fran9ois I er ä Pavie. 2. Autre 
sur le mime sujet. 5. Sur la prise de Rome et la mort da 
duc de Bourbon. 4. Reponse des habitants de Bruges au duc 
de Vendome, qui le» exhortait ä se rendre, en juin 1631. 5. 
Chanson sur la victoire de Jarnac en 1569. 6. Psaume I4i 
accommode ä ladite victoire) , sämmtüch bereite im * Bullet, 
de r Acad. T. X. n. 11 abgedruckt. Legen<le de Barlaam et 
de Josaphat, ebendort T. X. n. 9 et 10; T. XI. n. 1 et 5 schon 
veröfientlicht. Satire guelfe ^nigmatique du trcizieme siede, 
ebendort T. IX. n. ]. Epigrapfaie, extrait d^un manuscrit de 
Simon Leboucq. Ancicns* metiers. — IIL Memoires pourrhi- 
stoire des lettres, des sciences, des arts et des moeurs en Bd- 
gique : Notices sur le marquis de Fortia d*Urban, s. "^ Annuaire 

3* 



36 Blbfiolliek«kiuide. 

de l'Acad. 1844 u. Ballet, da Bibliopli. Beige. Tom. I. No. 1. 
Quelques mots sur fea Antoine Reinhard Falck, s. Bullet, du 
Biblioph. Beige Tom. I. No. 8. Christophe Plantio. Charles 
Nodier, s. ebendort No. 3. — IV. M^langes bibliologiques : Ob- 
servation« r^trospectives (Nicaise Ladam. P. A. et J. De Lannay. 
Guidonis über. Sedulius Seotus, Tboec van der avonturen. Be- 
cueil de proverbes flamands. Waltharius manu fortis. M. Raoux). 
Enseignes, adresses, marques et devises des imprimeurs beiges. 
Civilit^ litt^raires, envois, versiculi ex tempore (Boucbaut. 
Des Poliers ä leur mattre. A une beaut^ cr^^e par l'imagina- 
tion du poete. Inscnption pour un vase de fleurs Four Talbum 
de la princesle Galitzin. Les contes de Ferrault et le nouveau- 
n^. Le fauteuil d'un btblio|>hile. A un faquin dore' sur tranche 
et sur le plat.) Curiosit^ nouvellemeiit acqiiises (Gravüre de 
Tan 1418, wovon gleidi weiter die Rede sein wird). Lettre de 
C. P. Bock ä M. de Reiffenberg, sur la vie de saint Maur qu*il a 
publice dans les nouv. M^moires del'Academie deBrux. Tom. 
XiV. Notes. — Aus dem ersten Abschnitte, dem Coup d'oeil, 
den Reiffenberg auch im Bullet du BibKoph. Beige. No. 1. pp. 
1 — 23 hat abdrucken lassen, wird Folgendes besonders auszu- 
heben sein : Von den 80,000 Fr. des Bibliotheksbudgets fiir das 
J. 1844 sind 26,000 Fr. für Personnel, 18,900 Fr. für Frais d'ad- 
ministration et mat^nel und 34,500 Fr. für Achats et reliures 
verausgabt worden. Die neuen Erwerbungen vom 1. Octbr. 
1813 an bis zum 1. Octbr. 1844 haben in 430*2 Drückschrifteis 
71 Handsdiriften, 149 Karten und Plänen, 974 Kupferstichen 
u. s. w., sowie 807 Münzen und Medaillen bestanden. Die Zahl 
Derjenigen, welche das Lesecabinet besucht, hat sich auf etwa 
3000 belaufen. 1100 Bände oder 630 Werke sind an 80 Personen 
aulsgeliehen worden. 

Anzeigen des Annuaire's s. * Revue de bibliograph. analytiq. 
pp. 332 — 337; von Scheler, dem bbherigen Berichterstatter im 
Serapeum, diessmal im Leipz. Repertor. Hf%. 16. pp. 82 — 87; 
von Grässe im Serapeum No. 6 pp.92 — 96. No. 7. p 112. In 
Betreff der letztgenannten Anzeige s. Reiffenberg's Gegensconn 
pliment gegeO Glrässe im Bullet, du Biblioph. Beige. No. 5. p. 423. 
Reiffenberg's Zusätze zu den früheren Jahrgängen seines Jahr- 
buches 8. ebendort No. 1. p. 74. 

[79.] (Jatalogue des accroissemenU de la Bibliotheqae Roy- 
ak en liores imprim^s, en carte» ^ estampes et en manuscrits, 
Sixieme Partie, (Annee 1844 J BmxeUet^ Hayez imprim, de 
VAcadimie Royale, (Bruxelles et Leipzig, Muqaardt) 8. 147 SS, 
exd. Titel und Fehlerverzeichnist. Vgl. 1844. No. 493. 

Die sämmtlichen Erwerbaogen belaufen sich (mit Ausnahme 



Bibliothekadkmide; 37 

der 50,000 Bde. der Stadtbil>Iiothek, 8. No. 91) auf 2058 Num- 
mern ; davon kommen , nm nach der Uebersicht im Bullet, du 
Biblioph. Beige No. 6. p. 499 die einzelnen Klassen anzugeben, auf 
die Introduction aux connaissances humaines, encyclopcfdie^ lo-r 
gographie, bibliographie, histoire de rimpriTnerie, incunabula 
157; die Theologie 74; die Philosophie et p^dagogie 94; die 
Jurisprudence et scieiices politiques 171; die Sciences mathe-* 
matiques , physiques et naturelles 274 ; die Sciences m^dicales 
53; die Arts et nietiers 155; die Philolf»gie et belles-lettres (auch 
hier also nach dem franz. Schlendriane die Philologie mit den 
Belles-lettres zusammengewürfelt!) 268; die Histoire et sciences 
auxiliaires 698; dieRecueib et m^langes litteraires, scientifiques 
et critiques, jouruaux J25; die Manuscrits (meist genealogischen 
und biographischen Inhaltes, nichts von älteren Handschriften) 
89. — Man darf über die Zahl dieser Nummern nicht gar zu 
sehr erstaunen, da zu bemerken i«t, dass einmal nicht sekeä 
einzelne Hefte eines und desselben Werkes, deren mehre erst 
einen einzigen Band bilden, unter ebenso vielen einzelnen Num- 
mern angeführt sind, und das andere Mal auch Fälle vorkom- 
men, wo ein und dieselbe Schrift zweimal erwähnt wird, also 
auch zwei verschiedene Numiliem erhält, wie z. B. pp. 58 n. 
71 Germaniens Völkerstimraen von Firmeuich , pp. 2 u. 135 
Bulletin du Bibliophile Beige. Unter den neuen Erwerbungen 
ist die niederländische und französische Literatui^ natürlich am 
meisten und besten vertreten, weniger die deutsche, noch wc^ 
niger die englische, italienische und sonstige Literatur, am 
wenigsten die orientalische. Journale finden sich ans vielerl^ 
Ländern und vielerlei Fächern. In Bezug auf die deutschen 
Bücher ist auffalleod, wie fehlerhaft oft dijs Titel derselben im 
Cataloge angegeben sind. Bei der Wahl des Stichwortes der 
dnzelnen Titel für die aiphabet. Classification ist gerade auch 
bei den deutschen Büchern manches Versehen begangen worden. 
[80.] Üesiipl* — * Mapport o M, le Mirästre de PintMeur 
sur differtmis manuscriU grecs des Oeuvres de Phüostrate, d^osh 
ä la bibliotheque toyale^ par Ch. Bemard, biblioMcaire de la 
chambre des representants etc, Bruxellesy imprim, du Momteur 
Beige. 8. 24 SS. 

Bernard, der vom Minister des hinern 1842 den Auftrag er-^ 
kalten hatte, über die in der königl. Bibliothek befindlichen 
griech. Handschriften von Zeit zu Zeit Bericht zu erstatten^ 
ist bemüht gewesen, diesem Auftrage nach Möglichkeit zu ent' 
sprechen, und hat der Behörde unter dem 31. Decbr. 1844 in 
vorstehend . verzeichnetem Rapport bereits den fünften solchen- 
Bericht vorgelegt. Er betrifft, wie der Titel sagt, dieWerkd 



38 Bibliodickeiikande. 

des Philostratns. Vgl. Bullet du Bibltopb. Beige. No. 6. p. ^91. 
Von den vier früheren Berichten behandelt der erste (vom 
28. Decbr. 1842 datirt) die Paraphrase grecque de Theophile; 
der zweite (vom 28. Juni 1843) CoUectaneen des belg. Gelehr- 
ten Carl Langius, meist Auszüge aus alten Schriftstellern, theils 
griechisch, theils in latein. Uebersetzung aus dem Griechischen ; 
der dritte (vom 30. Jan. 1844) die Briefe des Fhalaris ; der vierte 
(vom 30. Jun. 1844) die rhetorischen Werke des Hermogenes. 
Das Weitere hierüber giebt folgender Aufsatz : 

[81.] Üessl* — Die griechischen Mamucripte der hömg- 
liehen Bibliothek zu Brüssel, von Bibliothekar Dr, Aug. Scheler in 
Brüssel. S. Serapevm, No. 23. pp. 360 — 367. 

Man findet hier das Wesentfiche. der funfBemard'schen Be- 
richte mitgetheilt. 

[82.] Üessl* — Aus den Handschriften der kön. Biblio- 
thek haben Buchon: '''Le hvrede la conqueste de la princee de 
Mor^e, und F. H. Mertens, Bibliothekar der Stadt Antwerpen, 
u. £. Baschmann: * Dan. Papenbroeck's Annales Antweq)ienses 
▼erö£fentlicht. (Bullet, du Biblioph. Beige. No. 6. pp. 485—486.) 

[83.] Üessl* — Nach dem in der königl. Bibliothek be- 
findl. Origiiialmanuscripte erscheint: *Hisioire des Seigneurs de 
Gavres. Roman du XV e siecle, omi de quatre vingt-quinxe snjds 
et lettrines coloriis et reproduit en fac-simile par H, Kr eins, 
Augmente d'un avertissement et d'*un glossaire, Bruxdles^ che» 
Vegobert. 4. 488 SS. in 60 Ldeferungen ä 75 cent 

[84.] 'Demglm — ^ Manuscrits de Merder de Saint Liger^ 
par Mr. de Reiffenberg. V. Buüet. du Biblioph. Beige. No. 2. 
pp. 126—127. 

Im Besitze der konigl. Bibliothek aas einer Genter Anction. 

[85.] Ües^l« *— Un album du seizieme siide^ par Mr. 
de Reiffenberg. V. BuüeL du Biblioph. Beige. No. 2. p. 127—133. 
Gleichialb im Besitze der königL Bibliothek. 

[86.] Bessi« — Unter den handschrifU. Erwerbungen 
der königl. Bibliothek in der neuern Zeit befindet sich auch 
dh Gedicht auf Anna Boleyn. (Bullet da Biblioph. Beige. No. 1. 
p. 71.) 

[87.] Beflisl* — "^ Michielsj Alfr., Histoire de la peinture 
flamande et hoUandaise, Tom. I. (Brux, 8.) Beschreibt unter 
Anderem mehre der mit Miniaturen versehenen fiandsobriften in 
der Burgundischen Bibliothek und im Privatbesitze des Herrn 
La Gruthuyse. 

[88.] Hesf^l« — Impression U^geoise inconnne en pariie ou 
du nwins mal coTmue, par Mr. de Reiffenberg. V. Btdlet. du 
BMoph, Beige. No, 4. pp. 306—309. 



Bibliothekenkuocle. 39 

Die Dnickschridt ist: Du ilebvoir des Glles, par J. B. de Glen. 
Liege chez J. de Glen. 1597, im Besitze der köuigl. Bibliothek. 
[89.] Üensl« — La plus aucienne Gravüre connue avec 
wie date. Mi'tüoire par Le Baron De Reiffenberg, etc. Hommage 
Au Congres archeologique de Lille, Avec un Fac-simile. Brusel^ 
les^ Hayez imprim. de l*Acad4mte royale. 4. ^ SS. Extrait des 
Memoires de VAcad^mie roy. Tom, J^JX.] Arne un Post-scriptnm,. 
SS. 31 — 35. Ist niclit in den Biichhandf*! gekommen. 

Der für die köuigl. Bibliothek um 500 Fr. angekaufte U(»Iz- 
schnitt ist nicht vom J. 1423, wie im Anzeiger 1844. No. 495 in 
Folge eines Satzfehlers gesagt worden, stellt auch nicht das Bild 
des H. Christophorus vor, sondern ist vom J. 1418 und stellt die 
Heilige Jungfrau mit dem Jesuskinde dar: oben drei Bngel,. 
welche Blumenkränze reichen, und z^^ei schwebende Tauben, 
zur Seite eine dritte Taube, die H. Kutharinu und H. Barbara, 
zu Füssen die H. Dorothea und H. Margaretha. Leider ist da» 
Bild ausgemalt und, wenn auch nicht dadurch verdorben, doch 
verunstaltet. Bei der Wichtigkeit dieses Holzst hnittes kann es 
nicht Wunder nehmen, dass darüber von vielen Seiten geschrie- 
ben worden ist, und vielleicht aus dem Grumle noch mehr dar- 
über veröfifentlicht wenlen wird, weil es Vielen noch eine Streit- 
frage zu sein scheint, ob das Bild überhaupt ein Uolzscbnitt 
sei, oder ein Kupferstich. Hierauf bezüglich s. Ernst Förster'« 
Aufsatz, Zur Geschichte des Holzschnittes und des Kupferstichs, 
imKunstbl. zum Morgenblatte. Nr. 57. pp. 234 b— 233 b. Vgl. 
Bull, du Biblioph. Beige No. L pp. 65 — 67; No.3. pp.270 — 
271; No.4. pp. 343— 344. 

[90.] i^em^h — Die königl. Bibliothek hat bei einer 
Genter Münzen- und Medaillenvcrsteigerung im Mai Gelegenheit 
gehabt, rücksichÜich einer Anzahl von baroniales fran9ai8es de 
la collection Van Loo einen guten und billigen Kauf zu thun. 
(Bullet, du Biblioph. Beige. No. 5. p, 418.) 

[9L] V^etmh — Die 50,000 Bände der alten Stadtbiblio- 
thek sind iiti Laufe des Mai innerhalb 10 Tagen in guter Ord- 
nung in die konigl. Bibliothek geschafft, und dort aufgestellt 
worden. (Bullet du Biblioph. Beige. No. 5. p. 419.) Zur £r. 
leichterung und Beschleunigung der dabei erforderlichen Arbeiten 
hatte man sich einer Jiolzerneii Brücke bedient , die quer über 
den Hof des Palais de Tindustrie weg errichtet worden war.. 
Eine sehr launige Anekdote, durch diesen Brückenbau veran- 
lasst, s. Das. pp. 412 — 413. 

[92.] Hessl* — Ein Aufsatz von L. Vandewalle im 
* Messager des scienc. historiq. et archiv. des arts de Beigiqne. 
Ldvr. 2. pp. 276 sq. handelt von Genter Bibliotheken 9 wie. es 



40 BiUiothekenkamle. 

aber scheint, mehr von Privatbibliotheken als den 5fientlichen. 
(Bullet, du Btblioph. Beige. No. 6. p. 495.) 

[93.] Oent* — Lamberti Floridusy nach der Genter Hand- 
9chrifty von Dr. Beihmann. S. Serapeum, No, 4, pp. 59 — 64. 
No. 5. pp. 79—80. 

Die Uandscbrifl befindet sich in der Universitätsbibliothek. 
£ine frühere Analyse der Lambert'schen Conipilation von J. 
Zacher, nach den Handschriften der königl. Bibliothek von Haag 
und der Leidener Universitätsbibliothek, s. Serapeum 1842. Nr. 
10. pp. 146—154 Nr. 11. pp. 161—172. Vgl. noch über die 
Lamberfsche Schrift ^Messager des scienc. historiq. et archiv. 
des arts de Belgique. Livr. 2. pp. 264— 267 und Anzeiger 1844. 
No. 496. 

[94.[ Ii5iren« — Actepar lequel Livin Torrentius^ Mque 
d^Anversy insHtue lesj^tmles de Louvain pour ses h^eticrs, etleur 
laisse entre autres sa bildioiheque |595, publ. par C. P. Serrure. 
V. Bullet, du Biblioph. Belg^. No. 4. pp. 328 — 330. 
Das Original ist im Besitze des Herausgebers. 

[95.] IiutÜeh« — Naumann'? Anzeige von dem 1844. 
No. 617 a bereits erwähnten *Caialogtie des livres de la biblio- 
iheque de Vuniversiti de lÄ^ge. Tome quatrieme. M^decine. [Par 
J. Fiess.] Lirge^ che* CoHardin et Bonn che% Marcus. 1844. 8. a. 
tt. d. T, Catalogue des livres de Midedne de ta bibliothique de 
lA4ge. Pr. 2^ Thlr. s. Serapeum. No. 12. pp. 190—192. Der 
Katalog enthält auf pp. 1 — 589 eine Zahl von 6640 Werken und 
Dissertationen, auf pp. 590 — 622 ein Supplement von noch 402 
Werken, die während des Druckes des Kataloges der Biblio- 
thek zugegangen waren. Die Table des matikes, in 7 Haupt-, 
244 Unterabtheilungen und zahlreichen Nebenabtheilungen der 
letzteren, wird von Naumann als ein Muster für jeden neu zu 
entwerfenden medidnischen Realcatalog einer Bibliothek ge- 
rühmt. — Der erste Band des Kataloges, die Beschreibung der 
MSS. und Incunabeln enthaltend, soll nächstens folgen. 

[96.] Befliyl« — "^ Notice sur un manuscrit de Thomas a 
Kempisy appartenant au S^minaire de Ld4ge, par M. Bormans^ 
professeur ä VuniverM de cette mlle. V. Cömpte rendue des 
siances -de la commission royale d^histoire ou Recueü de ses bul- 
leOns. Tom.X. no. 11. pp. 156—171. (Vgl. Bullet, du Biblioph. 
Beige. No. 5. pp. 423.) 

[97.] meehielM. — BibUothkque de Varchetkhi de Ma- 
linesy par Mr. de Eeiffenberg. V. Bullet du Biblioph. Beige. No. 6. 

pp. 365—366. 

Betrifit im Wesentlichen die von Seiten des Cardinais Tho- 
mas Philippe de Boussu, dit d'Alsace^ der Bibliothek zu Theil 



Bibliothekeakonde. 41 

gewordene Bereicherung — zur Widerlegung der von dem Her- 
zoge Saint-Simon (^M^moires coropl. et authentiq. Par. 1843.) 
gemachten Beschuldigungen. 

[98.] ^ Üessl* — Biblioiheque du Grand Con$eil de MmU^ 
nes, par C. Piot F. Builet duBiblioph. Bdge. No, 4. pp, 316 
—316. 

Nachdem bei der Pliinderung Mechelns von Seiten der Spanier 
im J. 1580 auch die Bibliothek des Grossen Rathes ihren Unter-* 
gang gefunden hatte, wurde das Jahr darauf die Errichtirag 
einer neuen derartigen Sammlung beschlossen und, um dadurch 
weder der Regierung noch dem Rathe selbst irgendwie Kosten 
zu verursachen , die Bestimmung getroffen, dass jeder Präsident, 
Rath und Schreiber des Collegiums hinfuhro nach des letzteren 
Auswahl ein Bach oder eine dem Preise desselben angemessene 
Summe Geldes der Bibliothek als Andenken überlassen solle, 
abgesehen noch von Dem, was überdiess eine Jede der genannten 
Personen bei ihrem Eintritte in das Collegium für die Bibliothek 
zu leisten habe. Auf diese Weise hat sich die Bibliothek bi» 
zur Zeit d^ franz. Einfalles erhalten. 

[99.] ÜftneniArk» — Die k5nigl. dänische Societät der 
Wissenschaften hat folgende, auch die Bibliothekenkunde mdir 
oder weniger berührende Preisaufgabe gestellt: Qualit apud 
nostrates medio aevo condicio rei librariae fuen% partim adhue 
explorattun ed^ videturque, d quis in eam diligenter inquid^. 
verity non mediocrittr proßcere poue ad cognoscendum exponm^ 
dumque^ qtuitenus et quemadinodtan litterae cultae dnt ipsapie 
nodronan hominum ifigenia excoluerint Itaque societas nodra 
hujiis rei investigaiionem praemio suo commendandam rata koMC 
hominibus doctis quaestionem proponit^ vi exploretur, quaUs faerit 
rei librariae forma et condicio in Dania medio aevo usque ui 
sacrorum emendaiionem, -— In hujusmodi quaestione^ ad qum 
persequendam multa documenta cum in suhddiis historiae Danicae 
medii aevi impresds tum in codicibu» manuscriptis bibliothecarum 
nostrarum continentur, kae potisdmum rationes habendae vide»» 
tur: 1) Qualis dt fueritve externa librorum manuscriptorum ex 
illa aetate, qui aut $upermnt aut quos olim fuisse constat^ forma 
quum materia^ tum foliorum magnitudine^ scripturae genere^ tma* 
ginibusy integumento; quae hinc effid posdnt regulae ad aetatem 
codicum manuscriptorum aedimandam; quid de ipds scribis Ubrariit 
aut constet aui probabili conjectura inüeniatur. 2) Quaenam jm^ 
tisdma opera peregrinorum scriptorum aut veterum dasdcortunque. 
'ttut medii aevi illa aetate in Dania exstitisse reperiantur, dve 
hie descripfa dve ab exteris huc advecta. 3) Quid reperiatwt 
de Ubri$ emptis venditisque, deque eorum pretiisy deve ii$ penm/r 



4S Biblietbekeokunde. 

taUone, dono^ ieUamenta ad alios dominos trandatU. 4) Quob 
librarum apparatus coUectos^ habuerint quam ptiblice irutituti coeius, 
vi coenobia^ capitida^ scholae, collegia, tum privati homines 
qwuqiie de librorum con$ervatio7iey um simlibwque instiMa fue- 
rmt 5) Quae fata hujusmodi librorum collediones posteriore 
tempore habuerint quum ante sacrorum emendationem tum po$t 
Mm. — Omnis haec quaestio nece$9ario etiam Scaniam^ Hallan- 
diam, Blekingiam complecti debere videtur. Bewerbuogsschriflea 
mibsen bis August 1846 an die histor. Klasse clerSocietät ein- 
gesendet werden. (Berl. liter. Ztg. No. 56. p. 892.) 

[100.] Copeiibai^n« — Grasse's Anzeige der Abra- 
ham S€hen nUescription des Mamucritsjran^ais du moyen dge de 
la Hbkotheque royale de Copetikague^^ [s. oben No. I.j 5. im Se- 
rapeum No. 20. pp. 305—312. Von Druckfehlern in dieser An- 
zeige sind folgende zn bemerken: p. 307 in der 2. Periode 
»iiss es Friedrich lY., nicht V. heissen ; p. i09 Uldall und Kali; 
nicht UUdall und Kalk; p. 311 Chronique de Toumay ouRo- 
man, nicht du Roman ; p. 312 Guiart des Moulins, nicht Giicart. 

[101.] lleiig^l« — In der histor. Einleitung zum * Codex 
d^lomatariw moTwsterii S, Michaelis Bergends dioecesis, vulgo 
J^uncalif didiy ex orig, libro membr, qui in bibl, Acad, Hafniensi 
iuservatury una cum registro praediorum ad idem monasterium per- 
Unentiumj et ipso in eadem bibL asservatoy ediU a P, A. Munch 
(Ckristian.y Grondahl, 4.) wird über das Kloster Monkalif und 
die betreff, beiden Handschriften der Universitätsbibliothek wei- 
ter«e Nachricht ertbeilt. 

[102.] Kiel. — Die Fortsetzung des bereits 1844. No. 
497 genannten Verkeichnisses der Handschriften der Kieler Uni- 
versitätsbibliotheky welche die Geschichte der Herzogthümer Schles- 
wig und HoUtein betreffen, von Prof, H. Ratjen s. Beilage zu den 
^Nordalbingischen Studien. Bd. I. Hft. 2. (Kid, ob 1844 oder 
1845?) 

[103.] Üewttocliland« ~— Adressbuch deutscher Biblio- 
ihdeen herausgegeben von Dr, Julius Petzholdt^ Bibliothekar u. s. tr. 
Zweite^ durchaus verbesserte Auflage, Dresden^ AdUr u: Dietze, 
12. VJllu, 201 SS. Pr. n, 1 Thlr. Vgl. 1844. No.501. 

Da der Zweck des Adressbucbes ab bekannt vorauszusetzen 
ist, so wird hier nur von dem Umfange der vorl. Ausgabe die 
Rede zu sein brauchen. Mittels eines von der früheren Yer- 
lagshandlung an die Geschäftsfreunde gesendeten Schreibens 
waren letztere veranlasst worden, über die in ihrem Wirkungs- 
kreise befindlichen öffentlichen und Corporations-Bibliotheken 
darch die betreffenden Bibliotheksbeamten oder sonstige dazu 
gmgBtte und befähigte Personen die möglichst genaue Beaut- 



Bibiiothekciikii*d«i 43 

wortiing folgender Fragen besorgen zu lassen : 1) Welchen Na- 
men führt die B. ? 2) Wann und von Wem ist dieselbe ge- 
gründet? 3) Wie viel ist jährlich an Geld für dieselbe be* 
stimmt? 4) Sind andere B. derselben einverleibt, und welche? 
5) Wie hoch beläuft sich die Bändezahl der Drucke und Hand- 
schriften? 5) Sind gedruckte Cataloge vorhanden, und wana 
sind diese erschienen? 7) Wo ist die B. aufgestellt? 8) Wer 
ist bei derselben beschädigt, welchen Vor- und Zunamen und 
Titel hat er? 9) Für Wem ist dieselbe zugänglich? 10) In 
welcher Zeit ist dieselbe zugänglich? 11) Wie hoch belauft sich 
die Zahl der Leser in einem Jahre? 12) Wie hoch beläuft sich 
die Bändezahl der verliehenen Bücher in dem nämlichen Z^- 
raum ? 13) Wie oft wird die Bibliothdc geschlossen ? (Hierxii 
wird künftig ein^ 14. Frage kommen, und zwar: Sind Doublel- 
ten vorhanden, und wie hoch belauft sich ihre Z^hl?) Die 
auf vorstehencle Fragen eingegangenen Antworten bilden des 
Material, woraus die vorl. Aasgabe des Adressbuches der Uanptf« 
Sache nach besteht Es sind darin etwa 370 Bibliotheksorter^ 
650 Bibliotheken und 660 Bibliotheksbeamte erwähnt, und, hiit* 
sichtlich der geographischen Grenzen^ ausser denjenigen Lan*- 
dern, wo die 'deutsche Sprache herrscht, auch die franzö^ 
sehen Cantone der Schweiz und die ausserdeutschen Provin«- 
zen Oesterreichs (mit Ausnahme des Lombardisch-Venetianischeo 
Königreiches) berücksichtigt worden. — Eine neue dritte Aus-* 
gäbe wird vorbereitet und, wenn nicht im Laufe dieses Jahres^ 
doch im folgenden bestimmt erscheinen. Vgl. oben No. IV* . 
Anzeigen des vorl. Adressbuches s. von Dr. Hofiinann in 
Hamburg. Corresp. No« 216. Sp. 12 — 13 und von Dr. Lebrecht 
in der Hall. allg. Lit. Ztg. No. 281. pp. 1057 — 1060, beide gün-^ 
stig, sowie auch eine dritle im Börsenbl. £ d. deutsch. Buch« 
handel. No. 64. p. 721 a. Eine vierte dagegen von Vogel im 
Serapeum No. 15. pp. 233 — ^235 war von der Art, dass sich 
Petzholdt veranlasst sah, inNo. 21. pp. 334 — 336 folgende Ab^ 
wehr einrücken zu lassen : Zu meiner nicht geringen VerwiUH 
derung sehe ich, dass mir, bei Gelegenheit der Anzeige mdrie» 
Adressbuches deutscher Bibliotheken, von Vogel der Vorwurf 
des literarischen Diebstahles gemacht worden ist; denn 
so muss man Dasjenige bezeichnen, dessen mich V. beschäl» 
digt hat. V. behauptet nämlich, dass ich bei Abfassung 
meines Adressbuches seine Literatur derEuropäi*^ 
sehen Bibliotheken als eine meiner Hauptqueileii 
benutzt, als solche aber nicht angeführt, mir viel- 
mehr den Schein gegeben, als sei die Zusammeni-; 
Stellung mein eigenes Werk. Gegen solche Beschuldigtfng' 



4S Biblietbekenkunde. 

taUone, dono^ iestamenta ad alios dominos trandatis. 4) Quo^ 
librarum apparatus colledos^ habuerint quam ptiblice irutituti coetus, 
vi coenohia^ capitxda^ scholae, collegia, tum privati homines 
quioeque de librorum conservationey um simlibwque instiiuta fue- 
rmt 5) Quae fata hujusmodi librorum collediones posUriore 
tempore habuerint quum ante sacrorum emendationem tum post 
€am, — Omnis haec quaestio necesmrio etiam Scaniamy Hallan- 
diam, Blekingiam con^lecti debere videtvr, Bewerbungsscbriflea 
mibsen bis Aagust 1846 an die histor. Klasse der Societät ein- 
gesendet werden. (Berl. liter. Ztg. No. 56. p. 892.) 

[100.] Copeithai^n« — Grässe's Anzeige der Abra- 
ham S€hen f^Description des Mamucritsjran^ais du moyen dge de 
k hihUoiheque royale de CopetJtagw^^ [s. oben No. l.J s. im Se- 
rapeum No. 20. pp. 305—312. Von Druckfehlern in dieser An- 
zage sind folgende zn bemerken: p. 307 in der 2. Periode 
»iiss es Friedrich lY., nicht V. heissen ; p. i09 Uldali und Kali; 
nicht UUdall und Kalk; p. 311 Cbronique de Toumay ouRo- 
Bian, nicht du Roman ; p. 312 Guiart des Moulins, nicht Gucart. 

[101.] Beugel. — In der histor. Einleitung zum * Codex 
diflomatarius monasterii S, Michaelis Bergetuis dioecesis, vulgo 
J^uncaUf dictiy ex orig, libro membr. qui in bibl, Acad, Hafniensi 
ässervatury una cum registro praediorum ad idem monasterium per- 
Unentiumj et ipso in eadem bibl. asservato^ edit, a P, A. Munch 
(Christian.^ Grondahl, 4.) wird über das Kloster Monkalif und 
die betreff, beiden Handschriften der Universitätsbibliothek wei« 
tere Nachricht ertbeilt. 

[102.] Kiel. — Die Fortsetzung des bereits 1844. No. 
497 genannten Verzeichnisses der Handschriften der Kieler Uni- 
versitätsbibliotheky welche die Geschichte der Herzogthümer Schles- 
wig und HeUtein betreffen, von Prof, H. Ratjen s. Beilage zu den 
«Nordalbingischen Studien. Bd. I. Hft. 2. (Ki^l, ob 1844 oder 
1845?) 

[103.] Üewttochlaiid. — Adrestbuck deutscher BibUo- 
Ihsken herausgegeben von Dr, Julius Petzholdty Bibliothekar u. «. tr. 
Zweite^ durchaus verbesserte Auflage, Dresden^ Adler u: Dietze, 
12. VJllu,^lSS. Pr. n, 1 Thlr. Vgl. 1844. No.501. 

Da der Zweck des Adressbucbes ab bekannt vorauszusetzen 
ist, so wird hier nur von dem Umfange der vorl. Ausgabe die 
Bede zu sein braueben. Mittds eines von der früheren Yer- 
lagthar.dlung an die Geschäftsfreunde gesendeten Schreibens 
waren letztere veranlasst worden, über die in ihrem Wirkungs- 
kreise befindlichen öffentlichen und Corporations-Bibliotheken - 
dnrdi die betreffenden Bibliotheksbeamten oder sonstige dazu 
geeigMte und befähigte Personen die möglichst genaue Beaut- 



BibiiothekcnkoAiltS 43 

wortung folgender Fragen besorgen zu lassen : 1) Welchen Na- 
men führt die B. ? 2) Wann und von Wem ist dieselbe ge- 
gründet? 3) .Wie viel ist jährlich an Geld für dieselbe be* 
stimmt? 4) Sind andere B. derselben einverleibt, und welche? 
5) Wie hoch beläuft sich die Bändezahl der Druck-* und Hand- 
schriften? 5) Sind gedruckte Cataloge vorhanden, und wana 
sind diese erschienen? 7) Wo ist die B. aufgestellt? 8) Wer 
ist bei derselben beschädigt, welchen Vor- und Zimamen und 
Titel hat er? 9) Für Wem ist dieselbe zugänglich? 10) In 
welcher Zeit ist dieselbe zugänglich? 11) Wie hoch beläuft sich 
die Zahl der Leser in einem Jahre? 12) Wie hoch beläuft sich 
die Bändezahl der verliehenen Bücher in dem nämlichen Zeit- 
raum? 13) Wie oft wird die Bibliothdc geschlossen? (Hierzu 
wird künftig eine 14. Frage kommen, und zwar: Sind Doublel- 
ten vorhanden, und wie hoch belauft sich ihre Z^hl?) Die 
auf vorstehencle Fragen eingegangenen Antworten bilden das 
Matertal, woraus die vorl. Aasgabe des Adressbuches der HaniitH 
Sache nach besteht Es sind darin etwa 370 Bibliotheksörter^ 
650 Bibliotheken nnd 660 Bibliotheksbeamte erwähnt, und, hiit* 
sichtlich der geographischen Grenzen^ ausser denjenigen Lau*- 
dern, wo die*deutsche Sprache herrscht, auch die französt"» 
sehen Cantone der Schweiz und die ausserdeutschen Provinz 
zen Oesterreichs (mit Ausnahme des Lombardisch-Venetianischeo 
Königreiches) berücksichtigt worden. — Eine neue dritte Aus-* 
gäbe wird vorbereitet und, wenn nicht im Laufe dieses Jahren 
doch im folgenden bestimmt erscheinen. Vgl. oben No. IV* . 
Anzeigen des vorl. Adressbuches s. von Dr. Hofiinann \m 
Hamburg. Corresp. No« 216. Sp. 12 — 13 und von Dr. Lebrecbt 
in der Hall. allg. Lit. Ztg. No. 281. pp. 1057— 1060, beide gün-^ 
stig , sowie auch eine dritle im Börsenbl. £ d. deutsch. Buch« 
handel. No. 64. p. 721 a. Eine vierte dagegen von Vogel im 
Serapeum No. 15. pp. 233— -235 war von der Art, dass sieb 
Petzholdt veranlasst sah, m No. 21. pp. 334 — 336 folgende Ab^ 
wehr einrücken zu lassen : Zu meiner nicht geringen Verwim-^ 
derung sehe ich, dass mir, bei Gelegenheit der Anzeige mdiie» 
Adressbuches deutscher Bibliotheken, von Vogel der Vorwurf 
des literarischen Diebstahles gemacht worden ist; denn 
so muss man Dasjenige bezeichnen, dessen mich V. beschul» 
digt hat. V. behauptet nämlich, dass ich bei Abfassung 
meines Adressbuches seine Literatur der Europa»-' 
sehen Bibliotheken als eine meiner Hauptquelleii 
benutzt, als solche aber nicht angeführt, mir viel- 
mehr den Schein gegeben, als sei die Zu5amme»fj 
Stellung mein eigenes Werk. Gegen solche BeschuldigtfDg' 



44 BiUiotliel^eiikande» 

mnss ich denn docb nacbdrücklichst widersprechen, nnd gebe 
hierzu folgende Erklärung. Die alleinige Hanptquclle 
meines Adressbnches sind diejenigen Mittheilungen, welche man 
mir, in Folge der ö£fentlich erlassenen Anfragen, als Beantwor- 
tungen eingesendet hat. Die Y.'sche Literatur ist dabei , wie 
so manche andere Schrift, z. B. der im V. Jahrgange des bi- 
bKopolischen' Jahrbuches befindliche Aufsatz über Deutschland, 
meine eigene Literatur über Sachsen, Stälin's Schrift übelr Wür- 
temberg u. a., nur in solchen Fällen zu Rathe gezogen worden, 
wo mir weder die eingesendeten Mittheilungen, noch meine 
eigenen handschriftlichen Sammlungen über deutsche Bibliothe- 
ken ausreichend waren. Mithin ist die V. sehe Literatur gewiss 
nicht als eine der Hauptquellen anzusehen, als solche 
also auch nicht anzuführen gewesen. Nicht einmal als b 1 o s e 
Quelle konnte die Y.'scbe Literatur von mir aufgeführt wer- 
den, und zwar aus dem Grunde, weil es überhaupt nicht in 
aleinem Plane lag, Druckschriften als Quellen namentlich 
anzugeben, da es sich ja bei einer Sammelschrift, wie mein 
Adressbuch ist, schon von selbst verstehen musste, dass ich 
< die vorhandenen Druckschriften, die für mein A'dressbuch von 
Belang sein konnten, also auch die V.'sche Literatur, benutzt 
haben würde. Dass diess aber nicht der Fall gewesen sei, 
habe ich nirgends behauptet, mithin mir auch nicht denjeni- 
gen Schein gegeben, den Y. meinen könnte; denn dass die 
Zusammenstellung der Angaben über die deutschen Bibliotheken, 
wie sie in meinem Adressbuche vorliegt, ganz allein mein 
Werk sei, das, hoffe ich, wird mir Niemand abstreiten, dazu 
brauche ich nicht den Kunstgriff, mir den Schein geben zu 
wollen, das kann ich dreist- behaupten, nnd erkläre es hiermit 
öffentlich. Was die einzelnen Punkte anlangt — es sind de. 
ren 13 — die Y. gegen mich geltend gemacht wissen will , um 
dadurch zu beweisen, als sei sein Buch von mir in solchem 
Maasse benutzt worden, dass ich sogar Druckfehler nnd andere 
Unrichtigkeiten getreulich habe wieder abdrucken lassen, so 
möchte ich Y. nur die Frage vorlegen, wie er ohne Weiteres 
behaupten könne, diese Punkte seien alle aus seinem Buche 
entlehnt, da er ja doch die Einsendungen, welche mir auf 
meine öffentlich ausgesprochene Bitte von vielen Orten her 
gemacht worden sind, gar nicht kennt, also auch nicht weiss, 
qh nicht der eine nnd der andere Einsender die fraglichen 
Nachrichten in seiner Handschrift genau so angeben hat, wie 
sie bei mir abgedruckt worden sind. Es würde allerdings 
nicht viel zu sagen haben, wenn ich hier blos behaupten 
woUte, -der ode^ jener von Y. angeführte Pimkt «ei, trotz der 



BibliothekenkuMk^ 4& 

übereinstunmenden Druckfehler, nicht aas dem V.'schen Buche 
entlehnt, der oder jener stehe so und nicht anders in den 
mir handschriftlich zugesendeten Mittheilungen; denn wer könnte 
in Bctre£f der letsteren, die sich ja doch blos in meinen Hin« 
den befinden, also nur in einem £xemplare vorhanden sind^ 
einen Vergleich anstellen, um darnach die Richtigkeit meiner 
Behauptung zu ermessen ? Allein glücklicherweise, sind unter 
den Punkten nicht weniger als 3, von denen ich ohne den 
Blindesten Schein der Unwahrheit der Oefifeutlichkeit gegeniiber 
behaupten darf, dass V. ganz Unrecht hat^ wenn er sie unter 
den gegen midi vorgebrachten Beweisen aufführte. Der 7^ 
8. und 9. Punkt, über Chemnitz, Dresden und Eibingen, sind 
offenbar nicht aus der V/schen Literatur entlehnt, da meiae 
Angaben ganz anders lauten, als diess b^i V. der Fall ist:, 
meine Angaben sind übrigens richtig und V.'s Berichtigungen 
in d. Bll. von gar keiner Bedeutung. Meine Angaben sind 
nur abgekürzt, wie diess wegen der dem Adressbuche gesteck- 
ten engen Grenzen nöthig schien und bei vielen anderen Xu-. 
gaben in gleichem Maasse zu bemerken ist. Ob ich übrigenf 
dem y.'schen Buche da, wo ich ihm überhaupt folgte, ohne' 
weitere Prüfung gefolgt bin, wie diess nach V.'s Aussage grof^ 
sentheils der Fall gewesen sein soll — diese Frage, ich weite 
wahrlich nicht, wie sie so ohne Weiteres entschieden werden 
soll. Dazu gehört jedenfalls mehr, als der Nachweis von da 
paar Fehlem, diQ sich in meinem und V.'s Buche gemeinschail- 
iich finden. Dazu gehört eine durchgehende Vergleichung uiW 
serer Bücher nicht allein, sondern auch der in meinen Händen 
befindlichen handschriftlichen Mittheilungen, die V. zur belieb»» ' 
gen Einsieht jeder Zeit zu Diensten gestanden kaben würden,, 
wenn er auch nur einmal ein Verlangen darnach gegen mich 
geäussert hätte. Und zu einem solchen Verlangen hätte itn 
unser seitheriges freundschaftliches Verhältniss nicht nur be-' 
rechtigt, sondern auch bestimmen sollen. Dieses freundschaft- 
liche Verhältniss aber — ist die Art und Weise, wie sich V. 
gegen mich benommen hat, diesem Verhältnisse überhaupt an- . 
gemessen? V. hat tagtäglich Gelegenheit, mich zu sehen iiod 
zu sprechen ; und sagt mir kein Wort von der Beschuldigung, 
die er gegen mich vorzubringen gedenkt. Das Verhältnis«,, 
in welchem V. zu mir siand, hätte ihn auffordern sollen, mir 
offen zu sagen, wessen er mich zu beschuldigen die Absicht 
habe, nicht damit, ich ihn von seinem Vorhaben abgeredet, 
sondern wäre es auch nur desshalb gewesen, damit ich ihm 
hätte Gelegenheit geben können , sich eines Besseren zu über- 
zeugen und insbeseodere sich die Beschämung zu ersparen — 



46 BibKolhekenkiiiKi^. 

die Beschämung, dass ich ihm nun öffentlich sagen muss^ me 
er meine stete Aufrichtigkeit und Offenheit gegen ihn auf solche 
Weise mit Undank belohnt habe. Ich für meine Person hätte 
gegen V. in ähnlichem Falle anders gehandelt^ und V.'hat Be- 
weise davon. — Diess die Abwehr, die, nachdem sie den 5. 
Septbr. mit Post von Dresden nach Leipzig an die Redaction 
des Serapeums abgesendet worden war, erst in der Nummer 
vom 15. Novbr. (die den 13. Decbr. in Dresden eingetroffen ist) 
Aufnahme gefunden hat — in der That eine Langsamkeit, die 
sich mit §. 24 der königl. sächs. Verordnung, die Angelegenhei- 
ten der Pres&e betreff, vom 5. Febr. 1844, kaum in Einklang 
bringen zu lassen scheint; denn dass der Absender der Abwehr 
um bald möglichste Aufnahme gebeten hatte^ soll dabei gar nicht 
in Anschlag gebracht werden. 

[104.] Üesifl* — Ordnungen deutscher Bibliotheken, S, 
Serapeum, IntelligenzbL No, 1. pp. l — 4. No. 2. pp, 9 — 14. 
No. 3. pp. 17—21. No. 4. pp. 25—29. No. 5. pp. 33—36. No, 6. 
pp.41 — 45. iVb. 7. pp. 49— 52. iVb. 8. pp. 57— 61. No.9. pp. 
65 — 69. No. 10. pp. 73 — 77. No. 11. pp, 81—85. No. 12. pp. 
89—92. No. 13. pp. 97—100. No. 14. pp. 105—108. No, 15.pp. 
H3— 117. iVb. 16. pp. 121— 124. iVo. 17. pp. 129— 13L iVb.l8. 
pp. 137 — 140. No. 19. pp. 145—148. Ab. 20. pp. 153—157. No. 
21. pp. 161 —164. Ab. 22. pp. 169—174. No. 23. pp. 177—180. 
Ab. 24. pp. 185^191. Vgl. 1844. No. 502. 

Eine Bitte in Betreff dieser Bibliothekordnnngen s. imHanptbl. 
No. S. p. 12a 

[105.] Desgl« — Zur Kunde alter norddeutscher Kloster^ 
h^iotheken, insbesondere des Klosters Leitskau^ im zwölften und 
dreisehnten Jahrhundert von Bibliothekar C P. C. Schönemann. 
S. Serapeum. No. 2. pp. 17 — 24. 

> Enthält im Wesentlichen eine Aufzählung von 9, jetzt in 
der herzogl. Bibliothek zu Wolfenbüttel befindlichen Handschrif- 
ten der Büchersammlung des ehemal. Prämonstrateneser-Klosters 
za Leitzkau, die, mit Ausnahme eines einzigen Ms., sämmt- 
lich gegen Ende des XII. Jahrhunderts in Leitzkau selbst ge- 
sdirieben zu sein scheinen. 

[106.] Desf^l* — Die ältesten öffentlichen Bibliotheken in 
Braunschweig und Hannover, von Bibliothekar C P. C Schöne- 
mann. S. Serapeum. No. 2. pp. 24 — ^27. 

• VTas die Bibliothek zu Hannover, die noch jetzt bestehende 
Stadtbibliothek, betrifft, so wird von dieser erwähnt, dass sie 
bereits durch die Handschriftensammlung begründet worden, 
die der Propst Conrad von Tzerstede laut seines im J. 1440 
bestätigten Testamentes der Kirche St Jacob und Georg vermacht 



Bibliothekenkand«. 47 

hatte. Die Bibliothek in Braunschweig, in der dort. Ändreacp- 
kirche, war da9 Vermächtniss des Ratfa^errn Gherwin von Ha- 
meln, dessen darauf bezügliche Anordnung ans dem Testamente 
vom J. 1495 im Serapeum mitgetbeilt ist. Diese Liberey war 
vielleicht schon vor 1440 begründet worden. Die Ms. und alten 
Drucke der Sammlung sind später theils in die Bibliothek des 
geistl. Ministeriums zu Braunschweig, theils in die ehemal. Helm- 
städter Universitätsbibliothek übergegangen. 

[107.] Oesteirelch« — * Bergenstamm, die offenilicfien 
Bibliotheken des österreichischen Kaiserstaates, S, Oesterreichische 
Blätter f. Literat, tu Kunst 

Hieraus sind die Angaben über die Bändezahl der Bibliothe- 
ken, ihre jährliche Dotation und die Grosse der jährl. Bucher- 
ansgabe entlehnt, die sich in der Illustrirt. Ztg. No. 107. p. 
38b-c mitgetbeilt finden. Die Biicheransgabe betmg diesen 
Mittheilungen zufolge im J. 1843 in der Wiener kaiserl. Biblio- 
thek 53,381 Bde, in der Prager Universitätsbibl. 33^614, in der 
zu Pavia ^32,477, in der Brerabibl. zu Mailand 28,954, in der 
Lemberger Universitätsbibl. 21,680, in der St. Marcnsbibl. zti 
Venedig 17,600, in der Universitätsbibl. zu Padua 14,609 und m 
der Laibacher Lycealbibliothek 12,000 Bde. In Betreff der Bin- 
dezahl und der jährlichen Dotation s. oben No. lY. Diet 

Illustr. Ztg. hat versprochen, nächstens auch einige Notizen 
über die bekannteren und bedeutenderen Privatbibliothekett' in 
Oesterreich zu liefern. 

[108.] fi^achnen« — Mehre Nachrichten über die znm 
Besten sächs. Bibliotheken gemachten Stiftungen s. in Acker-' 
roann's systemat. Zusammenstellung der im Königr. Sachsen be- 
stehenden frommen und milden Stiftungen, wohlthätigen An- 
stalten und gemeinnützigen Vereine (Leipz. bei Teubner. 8.)^ 
wovon erst zwei Hefte ausgegeben sind. Nach Beendigung 
dieser Schrift soll, wenn nicht eher, im. nächsten Jahrgänge des 
Anzeigers eine vollständige Uebersicht der Bibliotheksstiftungeii' 
nachgetragen werden. 

[109.] Ües^l* -^ Von den literarischen Schätzen, wel<ihe 
Prof. Dr. Tiscbendorf von seiner oriental. Reise mitgebracht 
hatte , haben die konigl. Bibliothek in Dresden und die Leip- 
ziger Universitätsbibliothek sehr werthvolle Geschenke erhalten, 
erstere drei abyssinische und zwei drusische Ms. , sowie zehn 
arabische Druckwerke, die letztere ein drusisches und zwei 
abyssinische Handschriften. S. Serapeum. No. 7. pp. IJl — 112. 

[110.] Ung^am. — In dem Arvaer Comitate besteht 
seit einigen Jahren eine grosse Volksbibliothek, die von einem 
noch lebenden edlen Manne gegründet ist, und fortdauernd 



48 Bibliothekenkunde. 

nut neuen Schriften in magyarischer, slawischer, deutscher, 
französischer und englischer Sprache bereichert wird. Bei 
dem gänzlichen Mangel an Volkssdiulen und dem dadurch be- 
dingten niedrigen Culturzustande der Gesammtmasse des Vol- 
kes wird leider die Bibliothek nicht sehr benutztpmd nur erst 
künftigen Geschlechtern Früchte tragen. Die Bibliothek aber 
desswegen in eine Vorrathskammer umzuwandeln, um daraus 
bei der in diesem kältesten und unergiebigsten Comitate Un- 
garns häufigen Hungersnoth einen Lebensborn für das arme 
Volk zu machen^ wie man in Yorsc^hlag gebracht hat — da- 
gegen möchte sich denn doch Mancherlei einwenden lassen. 
8. Deutsch, allg. Ztg. Nr. 242. p. 2323 b. 

[111.] Alienbur^. — Ueber die vom regier. Herzoge 
Joseph begründete Bürgerbibliothek, die zum Gebrauche für 
alle selbstständige Bürger dei* Stadt, für deren ans der Schule 
entlassene Kinder und Angehörige, für Gesellen, Lehrlinge und 
Dienstboten« bestimmt ist, deren intellectuelle und gewerbliche 
Bildung erweitern und namentlich die jüngeren Glieder des 
Burgerstandes für die zeitgemässe geistige Regsamkeit gewin- 
nen soll, s. Deutsch, allg. Ztg. Nr. 137. p. 1280a. Die Biblio- 
thek ist Eigenthum der städtischen Gemeinde, steht aber unter 
einer besondern Curatelbehörde, dem jedesmal Generalsuperin- 
tendenten und dem Oberbürgermeister, die jedes Jahr an die 
höchste Stelle über die Bibliothek zu berichten haben. 

[112.] Altzelle* — Gegen- die gewöhnliche Annahme, 
dass die Bibliothek des Cistercienserklosters vollständig an die 
Leipziger Universitätsbibliothek übergegangen sei, hat v. Zehmen 
in seiner Schrift: Die Reihenfolge der Aebte des ehemaligen 
Gsterdenser-Klosters Alten -Zelle (Dresd. 8.) pp. 38 — 39 mit 
Recht darauf aufmerksam gemacht, dass man auch noch in 
andern Bibliotheken, z.B. in der königl. zu Dresden, in der 
Prager Universitätsbibliothek, vielleicht im Cistercienserkloster 
Ossegk Altzellische Bücher findet. — Die Urkunde des königl. 
sächs. Staatsarchives über die Versetzung mehrer Bücher aus 
dem Neuzeller Cistercienserkloster nach Altzelle, deren. p. 25 
gedacht wird, ist in P^tzholdt's urkundl. Nachrichten über sächs. 
Bibliotheken, 2. Bogen, vollständig abgedruckt worden. 

[1 13.] Bamberg« — Die Archidiaconate und Decanate 
der Bisthums Bambergs nebst Nachrichten über die Ckipitels-Cassen 
vnd Gapitds'Bibliotheken, Von Friedrich Wunder^ Domcapitnlar. 
Bamberg y Züberlein, 8. 63 SS.y excl, Titel und Vorwort. Fr, 
J Thlr. 

Für die Bibliothekenkunde von keüfier grossen Bedeutung. 
§. 20, pp. 55—56, handelt von der Domcapitlischen (sie) Bibliothek, 



UiUM^ekenLiinde. 49 

und zwar der oeuen, die im J. 1822 entstanden ist, wo das 
Domcapitel die aus 4000 Bden bestehende Büchersamnilung des 
Dominikaner-Priors Pius Brunquell zum Geschenke erhalten hat. 
§.21, pp. 57 — 61, von den Landcapitels-Bibliotheken und Lese- 
Vereinen, z. B. von den Bibliotheken im Pfarrhause "^u Ebrach, 
Ansbach, Hannberg, im Monchhofe zu Culmbach n. s. w. Die 
Begründung aller dieser Bibliotheken fällt in die letzten 20 Jahre. 
Meist haben Geschenke und Vermächtnisse dazu Anlass gegeben. 
[114.] Desf^l« — Hofrath Thicrsch aus München hat bei 
Gelegenheit des au Michaelis zu Neapel abgehaltenen wissen- 
schaftlichen Congrcsses über einen in der königl. Bibliothek ge- 
fanderien Codex des Plinius lateinisch vorgetragen. Dieser Codex 
enthält den Schluss der Naturgeschichte, (tie^^^. Ztg. Nr. 251. 

p. 4367 b.) 

[115.] Desifl. — Supplemente zu Panzer, Mitgetheilt von 
Joseph Heller in Bamberg, ä Serapeum. No. 20. pp. 312 — 320, 
No. 21. pp. 327—333. 

Die beschriebenen Exemplare gehören der konigl. Bibliothek. 

[116.] Berlfn. — Behufs der Errichtung von Biblio- 
theken bei den zwölf Berliner Armenschulen ist. unter dem 
14. März von Seiten mehrer Privatleute Berlins eine Aufforde- 
rung zu Beiträgen von passenden B&chem oder Geld erlassen 
worden. S. Literar. Blatt., Beilage des Gesellschall , No. 12. 
p. 287. Eine der Armenschulen besitzt bereits seit Ende 1B44 
eine aus freiwilligen Beiträgen entstandene Sammlung von 
500 Bden. 

[117.] DeH^l« ' — lieber eine Handschrifl des Schah 
Nameh auf der KömglicheH Bibliothek zu Berlin. S. Ällg. Preuss. 
Ztg. No. 99. p. 513. 

Die Handschrift besteht aus 597 Folioblättem von Baum- 
wollenpapier (?), und enthält das Königsbuch desFirdusi: sie 
ist mit aller Kunstfertigkeit und Pracht orientalischer KalHgra- 
phie geschrieben, und mit 40 grossen Miniaturen geschmückt* 
Die Bibliothek verdankt die Handschrift dem Konige, und die- 
ser wieder dem Prinzen Albrecht, der sie in Konstantin opel er- 
kauft hatte. Vgl. Serapenm. No. 8. p. 128. 

[118.] Deffgl. — Ein unbekannter Pßster^scher Druck von 
Boners Fabeln, von Sotzmann. S. Serapeum, No. 2i.pp. 321 — 327. 
Betrifft das Exemplar von Boner's Edelstein, welches, einzig in 
seiner Art, die königl. Bibliothek vom Könige zum Geschenke 
erliialten hat. Es ist uro 1461 in Bamberg von Pfister gedruckt^ 
und gilt als Unicum; denn das Wolfenbütteler Exemplar ist 
verschieden von dem. Berliner, scheint andi ans späterer Zeit 
zn B&n. Der König bat tur. diesen seltenen Drock 1000 Thir. 

Flettk9idt, Au. d..BlbL-WiMeaseh. 1845. 4 



50 BiUiothekeiikuiide. 

ao die Ruse'^scbe antiqaar. Dachhandlang bezahlt. Vgl. Deutsch, 
allg. Ztg. No. 336. p. a314a. Serai>eani. No. 24. pp. 383 — 384. 

[119.] B«BA. — Der Realcatalog der konigl. Universi- 
tätsbibliothek, die bereits, aber 120,000 Bde zählt, soll bis zu 
drei Yiertheilen vollendet sein. (Serapeum. No. 24. p. 383. Lpz. 
Cbarivari. 1846. No. 170. p. 2716.) 

- [120.] Hesgl. — Reglement für die Umversitätsbibliothek 
SU Bonn. (Vom 25. August 1819.) «S^. Serapeum. Inteüigenzhl. 
No.S, pp. 57— 61. No.9, pp. 65— 69. iVo. 10. pp. 73 — 77. JNo, 
11. pp. 81— 85. 

Sehr ausführliches Reglement in einigen 60 §§. — I. Allgem. 
Verfassung der Bibl. II. Von der Aufstellung und Aufbewah- 
rung der Vorhand. Biicher u. Ms.; III. Von der Anschaffung 
neuer Bücher und den Aufgaben für andere Bibl. Bedürfnisse ; 
IV. Von der Catalogisirung der Bücher and Ms.; V. Von der 
öffentl. Benutzung der Bibl. ; VI. Von den mit der Univ.rBibl. 
verbundenen Sammlungen. 

[121.} Bramiseliweiif. — In Sdiiller's, C G. W., 
Schrift: Braunschweig*s schöne Literatur in den J. 1745 — 1800, 
(Wolfenb. 8) ist im Anhange, der einen flüchtigen Blick auf 
das Regentenhaus Braunschweig-Wolfenbüttel in Bezug seiner 
Verdienste um Kunst und Wissenschaft werfen soll, an meh- 
ren Stellen (pp. 228. 230. 232. 234. 236—238. 241. 243. 249. 250. 
252. 256. 259.) der Verdienste von Brannschweig's Fürsten um 
die Landesbibliotheken gedacht. Unter diesen Bibliotheken sind, ^ 
ausser der des Collegium Carolinum in Braunschweig, insbeson- 
dere die herzogl. Bibl. zu Wolfenbüttel und die Uiliversitätsbibi. 
zu Helmstädt die Gegenstände des fürstl. Wohlwollens gewesen, 
und in dieser Beziehung hat Niemand mehr gethan, als Herzog 
Carl (geb. 1713. f 1780). Durch letztern allein hat die Wol- 
fepbütteler herzogLBibL, abgesehen von vielen einzelnen Be- 
reicherungen, noch folgende ganze Büchersammluogen erhalten : 
1753 die aus des Herzogs Ludwig Rudolph Nachlasse (328 Ms. 
u. 10^408 Bde); 1759 die von Carl's Bruder, Friedrich Franz; 
1762 die seiner Mutter Antoinette Amalie; 1764. die seines Bru- 
ders Ludwig Ernst; zu gleicher Zeit das Bibelcabioet und später 
den übrigen Büchervorrath der Herzogin Elisabeth Sophie Marie; 
1768 die Sammlung seines Grp^Mvaters Ferdinand Albrecht I. 
and seines Sohnes Wilhelm Adoilph; 1767 aach die 10,000 Bde 
starke Bibliothek des 1764 zu Braonschweig verstorb. Hofrathes 
Baudiss. 

[122.J VresUMi» -«- NmchriMi^kr eine für die Kirchen- 
gm^ekie xmmAd SrAkäem wkktige Amdecktift, van Giütav 



B»bliodidwidnuide. 51 

Ai.iA.f Stentd, S, Zeitschrift/, GeschichUwitftiuchaft htraiug, vm 
Schmidt Bd. 111. Hft. % pp. 152—169. 

BetrifiPt den Cod. Uistorta disBefwionani inter doceni Henrieatn 
IV. tt e]>iscopum Thomam IL saecXiV. fM. in der Bibfioditk 
von St. Elisabeth. 

[123] Desirl« — Me^ementfür di$ MSmgliche und Uni. 
verntäU'Biblioikds »u Breilau. (Vom 19. Mm 1815.) S. Serapemii. 
Intelligenzbl. No. 13. pp. 97 — 100. No. 14. pp. 105 — loa No. 16. 
pp. 113—117. No. 16. pp. 121—124. No. 17. pp. 129 — 151. 

Zerfallt 5 wie das oben No. 120 erwähnte Bonner Beglemeaf» 
in sechs Abschnitte,' die an vielen Stellen mit denen des Bonner 
ganz gleichlautend sind. I>as Breslauer (in 69 §§.) ist iv man- 
chen Stücken aber noch ausführlicher, als das Bonner. 

[124.] ClieiiiiiitK« — Im Bericht des Handwerfcer-Ver- 
* eines zu Chemnitz auf d. J. 1844 bis 1845. pp. 6-^7 dnfge Nach- 
riditen über, die Vereinsbibliothek. Dieselbe wird an zwei vei^ 
schiedenen Wochentagen zur Ausgabe von Bifcfaem ge5£[ifef. 
Die Benutzung .ist durch den Druck von Catalogen wesentltck 
erleichtert. Mit der Bibliothek in Verbindung steht ein lonraaU- 
|ft Zirkel, für den eine Anzahl UnterbIbKothekare bestellt sind. p.90 

Aufforderung zur Bereicherung der Bibl. durch Geschenke^ d^ 
ren ancb mehre schon diessmal erwähnt sind. Laut p. 7 hat 
sich der Stadtrath zu Löbao Notizen über die Anlegung und 
Benutzung einer^Volksbibliothek erbeten und auch erhalteo. 

[123.] Dilleiiliiuril^» — Im Osterprogranun des fierzog* 
lieh Nassauischen Pädagogiums zu Dillenburg heisst es * unteir 
den Schulnachrichten p. 4 so: Auf die Vermehrong der Päda- 
gogial-Bibliothek wurden 300 Gulden verwendet (d. h. im Lanffi 
des Schuljahres 1844 — 4S). — Mehr liess sich also von der 
Bibliothek nicht sagen? 

[126.] BreMleii« — In L. Choolant's Dritter Nachndit 
über die Wirksamkeit der in und mit der chnrurgisch-medid^ 
nischen Akademie vereinigten Institute (Dresd. 4.) sl p. 5 über 
die akademischen Büchersammiungen, nämlich-: diie nredicinliieli^ 
chirurgische Bibliothek, gleichmässig' der oberen Medidbftibe- 
horde u. der. Akademie geborijgiy und aus 6981 Büchern u. üM*- 
neren akadedaschen Sehrifteit bestehend ; .die etwa ÖOOO Dde 
starke Bibl. «ler Thierarzneischnle; die des Entbtnduh^iirstitlf* 
tea von ungemhr 500 Bdeo; kleinere den dnzdnen Lehlräm^Snl 
zugewiesene Handbibliothekeu. Ueber Vermehrung der BibÜ «i 
p. 8 und über' die Nam'eb der Scheokgeber iL pw 10. 

{127.] Bcsfli. >-^ In= der' sogcmamat z weiften* verttdHri 
Attfi%s voft J. f; l^^tettr's' Schrift : Dr?sdeir uoli'dih SM^ 
MMteiSdiwib' (Li^bi Ldick'^, <jM> niiiitl' weiter Mj rik 



52 BiUiothekeoktiadt. 

die alte Auflage mit neuem TiteV, neaem Inhaltsverzeichnisse 
und mit einigen neuen Blättern Nachträge zum Schlüsse, fin- 
det sich in Betreff der konigl. Bibliothek natürlich nur Das wie- 
der, was darüber in der ersten Anfluge (1845. No. 396) gesagt 
worden war. 

[128.J JleHpl* — Ordnung der königlichen öffentlichen 
Bibliothek «tt Dresden. S. Serapevm: InteUigen»bl, No. 7. pp, 
49—51. 

Die Ordnung besteht nicht als Ganzes in der hier mitge- 
theilten Form, sondern es ist nur eine Zusammenstellung der 
verschiedenen Observanzen und der in Bezug auf einzelne Punkte 
gegebenen Verordnungen der Behörde zu einem Ganzen. — 
Hat denn aber die konigl. Bibliothek wirklich keine eigentliche 
Ordnung? 

[129.J HeififL — Viro generoämmo oc magnifico summo 
ikeolog^ Dr. Christophoro Friderieo de Ammon^ Connstorii Saxo- 
nid Propraetori, etc. d. XVI. Januar. MDCCCXLV annum aetatis 
LXXX ingredienti summa cum pietate graitdaiur M, Carolus Aur 
gu^N« Ruediger, Gymnas. Friberg, Jtector emeritus etc. Inest Dis" 
wertatio de Codice DemosthemsDresdensi, Dresdae^sumtu avtoris ty- 
piß expresdt Teubner. 8. 12 SS. 

Betr. die Papierhandschrifk der konigl. BibL aus dem XV. 
Jahrh. Dieselbe enthält die Olynthischen u. Philippischen Reden, 
de pace, de Haloneso,.de rebus Chers., ad epist. Philippi, de 
Syntaxi, de Symmoriis, pro Megalopoütis, de Rhodior. liber- 
täte, de foederc Alexandrino, Pbilippi efiistola; sie ist von ver- 
schiedener Hand geschrieben, und stimmt meist mit der Vulgata, 
snweilen mit den besseren Handschriften iibereih. VgL * Archiv 
f. Philolog. u. Pädagog. 1845. Bd. II. Hft. 1. pp. 152—159.- 

[130 ] Desfjpl. — Reiffenbergio Sacrum. Index aliquot 
codicum chariaceorum oiim Erfurtensium nunc Dresdensium. Cum 
signis fabricae ubi charta facta est lithographicis. — Dresdae 
Julius Petzholdtus edidit et TeubneruM mpnii quikque exempla 
tjfpis expressit anuß MDCCCXLV. S. ^BU. 

Betrifft acht theolog. Miscellanhandschriften auf Papier, die 
iWiher dem Erfurter Karthäuserkloster angehört haben und, 
nachdem sie im J. 1835 zu Eisleben mit der Bibliothek Fr. Gottl. 
Jol. V. Bülow's von Beyemaumburg zur öffentl. Versteigerung 
gdcommen waren, jetzt in der Frinzl. Secondogenitnrbibliothek 
anibewahrt werden. 

[131.] »M9I. -^ In Gehe's, Fr. Ed., Schrift: Die 
Unterrichts- and Erziehnngs- Anstalten in Dresden (Dresd. u. 
Lpz.) Arnold. 8) s. pp; 5—6 u. 17 — 16 nber die Bibliothek der 
KreuBlchule und die daivon getOBdefte.l>etttitke:Schale^biUio- 



KbiothekeriiMdt: 5S 

« 
thek, pp. 69 — 70 aber die Bibl. des kön. Schallebrer-Semiiiareft 
in Friedrichstadt, pp. 184—185 über die Amoldiscbe Stiftung 
für Schulbibliothekeu. In Betreff der letzteren ist sa erwühnien, 
dass der Buchhändler Christ. Arnold in einem an den Vorstand 
der Stadtverordneten gerichteten Schreiben vom 15. Decbr. 1838 
(um den Glauben, dass eine sorgfaltige Erziehung auch daa- 
Bessere im Menschen hervorrnfe, zn bethätigen) für sit-ii und 
seine Erben versprochen hat, vom J. 1839 an alljährlich jeder 
öffentl. Schulanstalt in Dresden, ohne Unterschied der Religion» 
Bücher und Landkarten zn 12 Thlr. nach dem Ladenpreise aus 
seiner Buchhandlung so l^ge, als diese in dem seitherigen 
Maasse bestehen werde, anentgeltlich zu liefern. An dieser 
preiswürdigen Stiftung haben bis jetzt im Ganzen 39 Scholaa- 
stalten Theil genommen. 

[132.] 9e»%U — - Im Osterprogramme der Kreuzschirie 
zu Dresden findet sich pp. 40 — 41 ein ausfuhrliches VerzeiGh«' 
ni^ derjenigen Bücher , welche fiir die Schülerbibliothek im 
Laufe des J. 1844 — 45 thdls geschenkt, theiU angekauft wor- 
den sind. Dagegen ist, was den Zuwachs der eigentl.jGym- 
nasialbibliothek betrifit, mit beispielloser Flüchtigkeit nicht mehr 
als zweier Geschenke Erwähnung «geschehen ; denn man sotl 
doch nicht glauben, dass die Bibl. in eüiem vollen Jahre nar 
mit zwd Büchern bereichert i^orden sei. Aber der Berichter- 
statter der Kreuzschule liebte von jeher in Rücksicht seiner 
Nachrichten über die Gymnasialbibl. eine gewisse Kürze. 

{133.[ De^ii^l* — Bibliothek-Ordnung des Crewerbe-Ver- 
eines su Dresden. S, Serapeum. Jnteliigenzbl. No, 7. pp. 51 — 63. 
Die nämliche Ordnung, deren 1842. Nr. 241 gedacht . wor> 
den ist. 

[134.] Desgl. — Im Neunten öffentlichen Bericht über 
den pädagogischen Verein zu Dresden s. p. 19 ein Yerzetdiniss 
der im Laufe des Yereinsj. 1844 — 45 eingegangenen Geschenke 
lür die Bibtiothek , auf deren Vermehrung noch ausserdem ein* 
zelne Verdnsmitglieder — in welcher Weise, wird freilieh nicht 
gesagt — bedacht gewesen waren. Was der Verein in cor- 
pore für seine Bibliothek gethan habe, ist mit StUlschwdgen 
übergangen. Vgl. 1844. No. 524. 

[135.] Freilierg. — Im Kaieoder für den Sächsischen 
Berg- und Hütten-Mann auf das J. 1845 (Dresd. 8) s. pp. 98 — 
99Verzeichniss von Geschenken, welche vom Oktb. 1843 bis dahin 
1844 der bergakadem. Bibliothek gemacht worden sind. Zahl- 
reich sind sie nicht. Ueber die anderweitigen Vermehninges 
der Bibliothek fehlen die Nachrichten. Vgl. 1844. No. 525. 

[136.] Sesfi^I* — Im Zweiten Jahresbericht des Köaigl. 



54. 

Gymaatiiims sa Freiberg auf 1844—1846 heitat et ia Betreff der 
C^ouianalbibliothek pp. 28— 39 so: Die Schnlbibl., für welche 
aiidi ifl diesem Schuljahre aus dett worhandeaeo Fonds viele 
wtrlhvoJle Bacher angeschafft wurden, erhielt u. s. w. Hier folgt 
die Aufsahinng einiger wenigen Geschenke. Die angesehafitea 
BiiGher sind nicht genauer angegeben. 

[137.] Hesigl. — £ine kurze Nachricht über die in der 
Jneobikirche befindl. Bibliothek s. Deutsch, allg. Ztg. No. 348. 
p* 3430 a. Der Berichterstatter scheint Auftrag zu haben, den 
Verkauf > wenn nidit der ganzen Sammlung, doch einzelner 
Budier zu vermitteln. Allerdings^ befindet sich die Bibl. in 
eiaem sehr verworrenen und verkunuaerten ^stand^ und geht, 
wenn Jiidits für sie gethan wird, ihrem Ende .anter Staub und 
Wurmern mit schnellen Schritten entgegen: aas diesem Grunde 
keaate es vielleicht wünschenswerth sein, dass die BibL in sorg- 
same^ Hände käme — aber es wäre auch wünschenswerth, 
dass bei einem etwaigen Verkaufe wenigstens derjenige Theil 
der Sammlung, welcher aus dem früheren Jnngfraueakloster 
stanant, nicht zerstückelt, sondern zusammen erhalten würde. 

[138.] Heaifl« — Ueber die ^bliothek des Doaünikaner- 
kkwters s. die gewöhnliche magere Nachricht, wie man sie schon 
ia der Moller'schen Chronik von Freiberg darüber findet, auch 
in G. £. Benseler's Geschichte Freibergs und seines Bergbaues. 
Lief. 9. (Freib. 8) p. 563 wieder abgedruckt. 

[139.] Freiliiunr. — Der 1845 verstorb. Dr. K. J. Per- 
leb,. Prof. der Naturgeschichte u. Botanik, hat der Universität, 
ansser einer werthvoUen Bibliothek und ein paar anderen Samm« 
kingen, eine Summe von 9000 fl. vermacht, deren Zinsertrag auf 
die im Testamente näher bestimmte Weise tbeils zum Vortheüe 
der Universitätsbibl., theils zu anderen Zwecken verwendet wer- 
den soll. (Lpz. Repert. Hft. 49. p. 400. Serap. No. 24. p. 384.) 

[140.] Freyenfelsu — Verzeickniu der im Hospiz su 
Fteyenfd« noch vorhandenm Bücher, S. Reeht$verkäU7Uss de» 
PrivaUGatUsdieiuies tmd de$ ojf entliehen CrottesdieMtesj nachge" 
wiesen an der Geschichte der ScUoakapelle des Capuxiner' und 
Ihminikaner-Hotpiaes jbh Freyenfds, (Erlangen^ Bläsing. 8.) 
p. 288. 

Die Zahl der Bücher beläuft sich nur auf einige 20, von de- 
nen eins dem XVI. Jahrhdte. (dem J. 1664), einige dem XVII., 
die meisten dem XVllI. bis zum J. 1761 angehören. Die Bücher 
sind sämmtlich theolog. Inhalts und von untergeordnetem Werthe. 
Möglich, dass früher mehr Bücher im Hospize vorhanden gewe- 
sen sind; wenigstens sollen die Väter des Bamberger Capuzi- 
aerkloiters, mit denen das neu errichtete Hospiz im J. 1718 



• • 



Bililinthftiatiadi 5& 

\ 

besetzt worden war, bei ihrer Rückkehr nadli Bamberg im J. 1764 
unter ihrem Haiisrathe auch Bücher, in Fäsaer gefMickty mit nach 
Bamberg genommen haben. S. p. 29. Im J. 1706 war das Uospis 
yon Neuem mit Geistlichen ans dem Bamberg. DominikanerkloÄer- 
besetzt worden, aber im J. 1806 ausgestorben. — In der mit dem 
Hospiz in Ycrbindimg stehenden Kirche war laut «^Inventfr^. 
rlum defs Kirchen vorrathCs, so sich sn Freyenfels in der äldaa- 
sigcm Kirchen befindet: Vorgenohmen d. 10. May 1726'^ an 
Büchern Folgendes vorhanden : £in Keth mit Silber bescfalage- 
ues emissal. £in schwartz mit Messing beschlagenes emissat» 
sambt einen silbernen Begistersteeg. Zwey emissal Defunktomnu 
Zwey alte- und zwey neue Ritual, Vier Würtzburger besang 
Bücher, Ein fivangeli Buch. ->— So das Inventariam p. 392. 

[141.] Odttin^eil» — Das dem Könige von Hannover 
auf Verlangen übergeben« Promemona der Universität bezieht 
sich auch anf bessere Dodrung der Universitätsbibliothek (Se- 
rapeiutt. No. 2. p. 32.) 

[142.] Wriigli — In dem Anhange der' Göttinger ge- 
lehrten Anzeigen werden jetzt von Zdt zu 4&eit zur grossen 
Bequemlichkeit der nahen und fernen Benutzer der Universi- 
tätsbibliothek die Erwerbungen derselben bekannt gemacht. 
Die erste dieser Bekanntmachangen wird mit einer Aufzählung 
der dem Institute in neuerer Zeit widerfahrenen allerhöchsten 
Gunstbeweise und mit einer Darlegung der Grundsätze ewge- 
leitet, die bei Anschaffung der Bücher befolgt werden. Die 
Bibl. zählt gegenwärtig 350,000 Bde. (Serapeum. No. 24. p.884.) 

[143.] Dessl. — Die akademische Kupferstichsammlung 
ist von der Universitätsbibliothek nunmehr getrennt und, mit 
einer Auswahl der besten Bilder aus der Gemäldesammlung, 
in einer eigenen Räumlichkeit aufgestellt worden. (KunstbL 
zum Aiorgenbl. No.55. p. 228 b.) 

[144.] <}|»itweih. — OrientaÜtche HandtehrifleM der 
Bibliothek det Stiftes Göttweih in Oettetreichy beschrieben von 4^ 
brecht Krafft, k. k. Scriptor an der HoflibUothek. S. Wiener Jahrb. 
d. lÄteratwr, Bd. CX. AnzeigebL pp» 20 — 33. 

Die Zahl der arab. und türk. Handschriften, worunter einige 
sehr werthvoUe und interessante Stücke zu finden sind, beläuft 
sich nur auf 10 Bde, von denen 1 Rhetorik betrifft, 1 Median, 
2 Jurisprudenz, 1 Koranexegese, 1 christl. Liturgie, 2 mohamme- 
dan. Liturgie, 1 Dichterbiograpbie und 1 Poesie. Die 7 ersten 
sind arabisch, die 3 letzten türkisch. Man vermuthet, daas 
die Ms. zur Zeit und durch Verwendung des Abtes Gottfr. von 
Bessel zu Anfang des vorigen Jahrhdts. «in die von ihm im J* 
1718 (?) errichiete Bibliothek gekommen seien. 



ÖQ BMMtMMMHHMtel ' 

[143.] «•MU«« — Die Sdiiller-VoikslHbfiotli^ in Goblis 
hei Leipzig hat bei Gelegenheit der Feier des Schillerfestes am 
ll.Novbr. vom Leipziger Schillervereine wieder 100 Fde erhalten. 
(Sacbs; VaterlandsbU No. 181. p. 796 a.) 

[146.] Ckitli»« — MegiUativ über die Bedingimgen für 
Bemdsmtg der HerzegUeken BibliMek auf dem ReMenztchloin 
s« Gmthei. (Vom 13. Jan, 1844.^ S, Serapeum. IntelHgenM, No. 
l».pp. 137—140. 

[147.] CHrelfInrald. — Imtmction ßr die Geschäft»- 
fuhrvng bei der dkademiBchen Bibliothek mi Greifswald, (Vom 
18. Noobr. 182a j S. Serapeum. MelHgenabi. No, 19. pp. 145 — 
148. No. 20. pp. 153—155. 

[148.] Malle* — Die deutsche morgenländische Gesell- 
schaft^ deren Begründung nnd Or^nisirang Ton den Orienta- 
listen bei Gelegenheit der YIIL Yersamralang deutscher Philo- 
logen und Schulmänner su Dannstadt am 30. Septbr. berathen 
worden ist, hat den Zweck, die Kenntniss Asiens und der da- 
mit in näherem Zusammenhange stehenden Länder nach allen 
Beziehungen zu fördern, und beabsichtigt, diesen ihren Zweck 
unter Anderen auch durch Sammlung morgenländischer Hand« 
und Druckschriften zu erreichen. Laut §. 6 der Statuten sollen 
Halle und Leipzig der Mittelpunkt der Gesellschaft sein, und 
in einer von diesen beiden Städten auch die Bibliothek und 
übrigen Sammlungen verwahrt werden. Vorläufig ist Halle als 
Aufbewahrungsort derselben bestimmt, und Prof. Dr. Pott mit 
der Adfsicht darüber beauftragt worden. (Neue Jen. allg. Lit. 
Ztg. No. 273. p. 1090 b.) 

[140.] ücBgl. — Anzeige des Netto'schen Verzeichnisses 
der Bibliothek der Loge zu den drei Degen im Or. Von Halle 
(1843. No. 337) s. Bullet duBiblioph. Beige. No. 2. pp. 179— J80. 

[150.] DesifL — Regiment für die Bibliothek der Uni- 
versität XU Halle, ( Vom 20. Mai 1823.) S. Serapeum, IhtelligenzbL 
iVb. 20. pp. 155—157. iVo. 21. pp. 161 — 164. JVb.22. pp. 169— 
174. No. 23. pp. 177—180. No. 24. pp. 185—191. 

Enthält einige 60 §§., die mit denen in anderen prenssischen 
Bil^iothekordnuDgen natürlich zum Theil gleichlautend sind. 

[151.] Hamliiurii^. — Eemdirte Gesetze für die Hambur- 
giscke Stadtbibliothek. (Airf Befehl eines Hochedeln Raths der 
Freien und Hanse-Stadt Hamburg publidrt am 1. März 1844.^) S. 
Serapeum. Inteüigenzbl, No. 1. pp. 1 — 4. No. 2. pp. 9 — 10. Vgl. 
1844. Nr. 533. 

[152.] HeSKl. — Reglement ßr die Benutzung der Ham- 
burgischen Stadt-Bibliothek. ( Vom 2L Febr. 1844.; S. Serapeum. 
JntMgenzbl. Na. 2. pp. 11—14. Vgl. 1844. No. 534. 



BibHothfkcDkmide; 57 

[IbS.] Hannover. — Tn R. L. HoppeV Geschichte der 
Stadt ManDOver (Uaiinov. 8.) s. einige Notizen ober die kö- 
nigl. BibKothek pp. 276 — ^277, die Stadtbibliothek, sowie die der 
Aegidienkirche pp. 99—100. 163. 277—278, die Bibliothek der 
Krenzkirche pp. 165 — 166. — Die kon. Bibl., vom Herzog Jo- 
bann Friedrich gestiftet, znerst im Herrenhoiise und später im 
- Schlosse aufgestellt, 1699 in Leibnitzens Wohnhause nnd zu 
Leibnitzens ausschliesslicher Benutzung, befindet sich seit 1719 
im Archivgebäude. — Die' ältesten städtischen Bibliotheken sind 
die der St. Jacobs- nnd Georgenkirche, welcher Conrad von 
Sarstede, Propst zu L&na, als Pforrer an def genannten Kirche 
seinen Büchervorrath vermacht hatte (s. oben No. 106), nnd die, 
welche von Yolkmar v. Änderten, Canonicns zo Lübeck, dem 
Magistrate 1479 überlassen worden war. Beide waren, obwohl 
erstere Eigenthum der Kirche^ im Rathhause aufgestellt. Hierzu 
kamen die Bücher ^ welche die Minoriten bei ihrem Auszüge 
1533 im Kloster zurückgelassen. Mit Ausnahme einiger juristi- 
schen Bücher, die auf dem Rathhause zurückbKeben, wurden 
die genannten Sammlung^ 1662 in die Aegidienkirche gebracht, 
nnd mit den dort bereits befindlichen Bibliotheken des Khr- 
chenlehrers Anton Corvin (seit 1553) und des Predigers Georg 
Scarabäus (seit 1558) vereinigt. Zum Unterschiede von dieser 
älteren vereinigten Bibliothek wurde diejenige, welche der Pre« 
diger J. D. Löwensen durch Vermächtniss seiner Bücher 1708 
in der nämlichen Kirche begründete, die neue oder Löwen«* 
sen'sche genannt. Die ältere Bibl. kam 1756 wieder auf das 
Rathhaus zurück, und erhielt 1777 aus dem Nachlasse des 
Hofrathes Jobst Adolph von Reiche eine nicht unbedeutende 
Anzahl roh Druck- und Handschriften. 1843 folgte die neue 
Bibl. der älteren auf das Rathhaus. — Die Bibliothek der Kreuz- 
kirche ist von David Mejer, friiherem Prediger an dieser Kirche 
(später an der Marktkirche), auf dem Wege der Mildthätigkeit 
befindet, und 1640 durch dessen eigene Büchersammlung ver- 
mehrt worden. Die Prediger der Kreuzkirche führen die Auf- 
sicht über diese Bibl. 

[154.] ]le»|fl. — Grässe's Anzeige von *Dr, C. L. Gto- 
tefend^s Verzeichnns der Bandschriflen und Incimabeln der Stadt- 
hihliothek zu Hannover, Hannover^ gedruckt hei Culemann, 1844. 
8. 30 u. 32 SS. , excL 4 SS. Vorwort und 6 SS. Register v. 
Berichtigungen, s. Serapeum. No. 13. pp. 204 — ^206. (Vgl. 1844. 
No. 533.) Laut der von Grässe im Serap. p. 207 gemachten 
Mittheilung beabsichtigt Grotefend den vollständigen Catalog 
der Druckwerke der Stadtbibliothek herauszugeben. Das obige 
Verzeichniss Grotefend's ist nicht in den Bucfaandel gekommen. 



56 ffiUiothdwDkiHMle. 

[155.] MeBfßm — ' In der im Archiv dlef bistorischen 
Vereine für Niedertachsen. Neue f7>lge. Hft. 1. (Hannov. 8.) 
pp. 166—178 gegeb^pien: Neuesten Taterlandiscfaen Literatur 
1844. 1845. sind die für die Vereinsbibliothek. durch Schenkung 
oder Kauf erworbenen )^riften durch ein Sternchen bezeichnet« 
— » Die * Achte Nachricht über dea htstorischen Verein für 
Nieder^chsen (üannov. 8) enthält au»er Anderem die Ord- 
nung der Vereinsbibliothek. 

[156.] HeUlellMVs; — Thänir über du Schenkung der 
Heiddberger Bibliothek dwrch MurfirU Maximilian L von Bayern 
an Papst Gregor XV. Von Dr. Gwert in München. S. Serapeum 
No. l. pp. 1—11. 

, [157.] 9e»§^ — Dt« Entfuhnmg. der Heidelberger Bi- 
WothA TiocA Rom im /. 1623. Vtm Geh, Hofrath Dr. J. Ch. F. 
Bahr, Prof. u. OberbibUothfAarin Heiddberg. S. Serapeum. No, 8. 
pp. 113—127. No. 9. pp. 129—144. No. 10. pp- 145—159. Dazu 
AusMUg au9 einem hohen MimäeruxlrErUuse vom 27. Juni 1817, 
die BenutMung der Manutcripte der BibUoihek betreffend. S, da». 
No, 10. pp. 159 — 160. Beides ist auch besonder^ aus dem Se- 
rapeum abgedruckt worden (Ldpzig b. Weigel. 8. 46 SS. Pr. 
n^ 8 Ngr.). 

Die Aufsatze von Gessert und Bahr beziehen sich auf .die 
Ton Theiner herausgegebene Schrift über die Schenkung der 
Heidelberger Palatina an die Vaticana (1844. No. 536). Der 
Bähr^sche ist dne ziemlich selbstständige^ gute und gründliche 
Arbeit, die aber nicht blos den Zweck hat, die Theiner'schen 
AJJMurditäten zu widerlegen, sondern auch den von Theiner 
angeregten Gegenstand, soweit es jetzt möglich ist, femer auf- 
zuklären, und dessen richtige Würdigung herbeizufiihren. Vgk 
Neue Jen. allg. Lit Ztg. ^o. 261. pp. 1041. Der Bähr'sche 
Auft»tz macht den Gessert'schen, zum Theil wenigstens; über- 
flüssig. 

[158.] Hesifl« — Zur Geschichte der Heidelberger BibUo^ 
thßk, von X Heller in Bamberg. S. Serapeum. No. 16. pp. 251 — 253. 
Enthält die näheren Nachweise über die in der Universitäts- 
bibliothek befindl Bücher aus der Bibliothek des Bamberger 
Fürstbischofs Lambert von Brunn. Selbiger (-{- 1399) hatte dem 
von ihm begründeten Spitale in Schesslitz b. Bamberg seinen 
Büchervorrath vermacht^ damit dieser verkauft und die Ver- 
kauftsumrae zur Erwerbung liegender Güter für das Spital ver- 
wendet würde. Ruprecht, rom. König u. Pfalzgraf am Rhein, 
sowie Herzog in Baiern, kaufte die Bücher um vierthalbhundert 
Gttklen, und schenkte sie der Heidelberger Universität. Die Ver- 
kanisurkunde vom J. 1408 hat Heiler mit abdrucken lassen. 



BibliodMlfiMdaMite SO 

[159.] Mlldesli^tm« — Freiherr v. Lomkeck-Godenaa, 
Domherr alter Stiftung zu Trier und Hildeshdm, bat seiee reidi • 
haltige, aus vorzüglichen Werken der Theologie und Geschichte 
bestehende Bibliothek dem Clerical-Seminare geschenkt. (Deut-, 
sehe Yierte^ahrs-Schrift. No. 32/p.35a) ' 

[160.] KlAsenfurC« — *Btidik, Handickriflen det Bi^ 
hUothek stt KlagenfuTL S, OesterreiMsche Blätter /« lAteratwr 
tu Kunst 

[161.] KlaiuiiliAl. — Obedehrer Dr/Dietsch hat bei 
Gelegenheit der Yli. VertmmmluBg deutscher Philologen und 
SchulnianAer in Dresden, 18449 um Theilnahme für Wiederber-^ 
Stellung der verbrannten Gymnasialbibliotbek eine öffentl. Bitte 
ausgesprochen. (Yerhandl der VII. Yersamml deutsch. PhHolog. 
u. Schulmänner in Dresd. Octbr. 1844. p. 68.) 

[162.] Iielpalir« — !■» Bericht vom J. 184Ö an die Mit- 
glieder der Deutschea Gesellschaft in Leipzig (Lpz. 8.) s. pp. 
71 — 78 ein Yerzeichniss der Erwerbungen för die Gesellschaft 
Sammlungen, nameotL für ^e' Bibliothek, die viele Geschenke- 
erhalten hat Ygl. 1644. No. 538. 

[163.] Bessl« — Die för das vvissenschaftl. Studium so 
lange ersehnte und von einer Anzahl Gelehrten Leipzigs erbe- 
tene, etwas freiere Benutzung der Handschriften in der Stadt- 
bibliotbek ist am 17. Novbr. von dem Stadtrathe gewährt worden. 
(Leipz. Ztg. No. 285. p. 4979 b.) 

[164.] Desifl* — Verordnung über die Benutzmg der 

UniverntäU-BibUoihek mu Lefpadg. (Zweiter Abschnitt atu der 

Bibliothek-Ordnung,) S,Serapeum, Intäligensbl. No,6,ppAl — 45. 

Die Yerordnung ist vom 3. April 1833 datirt, und schon damals 

im Drucke erschienen. 

[165.] Iiftbecli:. — * Zweites VerMeichniss von Doubletten 
aus der Stadtbiblieihek mu Lübeck, 8. 71 SS.^ ndfst 20 SS. Naek^ 
tragy worin auch einige Kupferstiche vergeichnet sind* 

Die Doubletten sind den 7. Jan. u. f. T. 1846 zu Lübeck vei^ 
steigert worden. 

[166.] Mft»elicn« — Die neue Bibliothek in München, 
mit 9wei Holzschnitten. S. lUustr, Ztg. No. 87. pp. 136a--1386. 
Enthält eine detaillirte Beschreibung des vom Director v. Gärt- 
ner in den J. 1832 bis 1843 errichteten kon. Bibliotheksgebäudes 
in der Ludwigstrasse. Dasselbe ist 520 F. breit , etwa 206 P: 
tief und bis zum Hauptgesims 85 F. hoch. Der Beschreibniig 
voraus geht eine kurze Geschichte der Bibliothek, und zum 
Schlüsse folgt eine gedrängte Aufzählung der Bibliothekschätze. 
YoB den Holzschnitten giebt die eine die äussere Ansicht des Ge^ 
bäudes, die andere eine Abbildung des Treppenhauses. 



HCl.] MeBgL-^* Koch, Handsqkrift der Mu7ichner Hof- 
biUiMek »ur ßeichidUe von Oederreich. S. OeUerreichitche BiäU 
Ur /• LUeratur u* EMn$t. 

[168.] De«f|l* — Vortrag des Geb. Legationsrathes 
Freih. t. Aretio, in der Akademie der Wissenscbaflten am 15. 
März, iibet' eine latein. Handscbrift der kön. UniYersitatsbiblio- 
tiiek, wetlcbe die Geschichte der Maria Stuart vom J. 1560 — 1569 
enthält. Die Handschrift, Pe rebus in Scotia gestis post ser. 
prmcipis Mariae Scotomm Reginae ex GaHia io Scotiam reditum, 
bestätigt nicht allein Das , was. die Forschungen von Stanhope, 
Buckingham und Andereii neuerdings dargelegt haben ^ son- 
dern bietet auch manches N^ue dar. Der Verfhsser ist augen- 
scheinlich ein Schotte, vielleicht ein Geistlicher ans dem Gefolge 
des Bischofs John Leslie. . Zu den Eigenthumlichkeiten des Be- 
richtes gehört, was über die Intriguen des herrschbegierigen 
und grausamen Murray, über Bothwdi's Bekenntniss, uberMa- 
ria's Flucht gesagt wird. 

[169.] Oldenliiurii^« <«— Naumann^s Anzeige von Merz* 
dorfs bibliothekarischen Unterhaltungen , die grossherzogl. Bi- 
bliothek betr. , 8. Serapeum. No. 4. pp. 49-^55. Vgl. 1844. 
Nq. 557. 

[170.] Ollmfita. — '^ iSf umt, Ärckio vnd BibhMek di» 
HochdifU OUmüt*. S. Oestermekische Blätter / lÄieratur und 
Kunst 

[171.] Pommersfelde. — Einige Handschriften der 
Gräflich Schmborn' sehen Bibliothek inPommetifddej vonDr.Beth- 
mann, & Serapeum. No. 3. pp. 33 — 39. 
. . Unter den 50 bis 60 Handschriften, deren Inhalt hier, meist 
nur kurz^ angegeben wird, befinden sich mehre von ziemlichem 
Werthe, besonders aus der klassbchen literafnr. Den ge- 
wohnlichen Nachrichten zufolge muss aber die Bibliothek noch 
eine grössere Anzahl von wichtigen Mss. blitzen, und es wäre 
in . diesem Falle eine Fortsetzung der Bethmann'schen Mitthei- 
lungen sehr wünschenswerth. — Angaben, wie p. 39 Elf Ge- 
betbticher mit Miniaturen, zum Theil sehr werthvoll, und eben- 
<las. Acht orientalische Handschriften, nnd zu kurz und wenig 
ausracheiid. 

[172.] Posen« — Ein Correspondenzartikel im Bullet, 
du Biblioph. Beige. No. 2. p. 172, unter der Aufschrift : Biblio- 
theques polonaises priv^es rendues publiques, erwähnt die beiden 
von dem Grafen Eduard Raczynski und dem Grafen Dezialynski 
in Posen begründeten öffentl. Bibliotheken. Graf Raczynski hat 
nämlich seine 24,000 Bde starke Bibliothek im J. 1829 der Stadt 
Posen zum öffentl. Gebrauche gCHScheakt, und dazu ein Capital 



BSUiotliekeiikiiiidt. 61 

von 25,000 Thlr. eur Yermehrung ood Unterhaltung der Samm- 
lung. Graf V. Dezialynski dagegen hat seine Bibliothek zwar 
ebenfalls in Posen zum öffentl. Gebrauche aufstellen lassen, die 
Eigenthumsrechte sich aber vorbehalten. Die letzte Bibliothek 
ist 40,000 Bde stark, und stand sonst auf des Grafen Gute 
Dumyk. — Im Pariser Bullet, du Biblioph. No. 2. pp. 79 — 80, 
wo der nämliche Correspondenzartikel mitgetheilt ist, M'ird 
geklagt, dass solche Beispiele, von den beiden polnischen Gra* 
hü gegeben, in Frankreich wenig Nachahmung finden wollen. 

[173.] Hesf^l« — Eine nicht üble Abbildung des Raczyns- 
ki*8chen Bibliotheksgebäudes am Wilhelrasplatze s. in der illor 
strirt.Ztg. No. 85. p. 100. 

[174.] Praf^« — Unter den ausführlichen Beschreibnn-' 
gen der drei von K F. Rossler im I. Bande seiner Deutschen 
Rechtsdenkmäler aus Böhmen und Mähren (Prag. 8.) benutzten 
Handschriften des alten Prager Stadtrechtes pp. XXX—XXXVIII 
findet sich pp. XXXVI—XXXYIII die eines Papier MS. der 
Domcapitularbibliothek, welches mehr als ein Auszug und Hand- 
buch des vomal. zu Prag geltenden Rechtes (das MS. ist schon 
1394 vollendet gewesen), als ein wirklich zu amtlichem Ge- 
brauche bestimmter oder verfasster Codex für den Rechtshi- 
storiker von Interesse ist. Die anderen beiden Handschriften 
gehören dem Prager Stadtbuchämte und dem dort. Stadtarchive^ 
nnd zwar jenem die älteste 1310 angelegte auf Papier, dexa Ar- 
chive die Papierhandscbrift vom J. 1380. 

[175.] DeiiifL — In den Abhandlungen der Königlichen 
Böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften, Fünfter Folge B<i« 
I|[.'(Prag. 4.), 8. pp. 37 — 40' ein Verzeichniss der für die Get 
sellschaftsbibliothek in den J. 1843 — 1844 eingelieferten Werke« 
Für zwei Jahre ist der Zuwachs nicht bedeutend. 

Laut p. 8 der genalint. Abhandlungen hat Safarik in der sla- 
wisch -philolog. Sectioni d. 1. Febr. 1843 über das böhmische! 
Evangelium Matthäi mit Hoanilien von verschiedenen Kirchenva-i 
tern, Pergam. Ms. des XIV. Jahrhdts. in der k. k. Universität»* 
bibl., einen Vortrag gehalten , als Fortsetzung seines bereits 
früher begonnenen Berichtes über die von ihm mit Rücksicht 
anf Grammatik und Lenkographie durchgesehenen alten böhm, 
M& Der Vortrag ist in den Abhandl. pp. 739—746 knit ab- 
gedruckt, und fuhrt den Titel: Ewangelium sw. Matause s 
wykladem. Od Pawla Jos. SafaHka. Ein früher den 3. Novbr« 
1842 gehaltener Vortrag über dne andere Handschrift desXlV.^ 
Jahrhdts. in der UAiv.-Bibl. ist gleichfalls in den Abhandl. p|iw 
79^— -738 abgedrückt:. dieser hat die Anfsdirifl: Ziwot patia 
Je2fseKrista. Od Pawla Jos. Safiifflui. — In der hbtör. Sektioii 



62 

bat Spirk laut pp. 8 a. 9 den 16. Febr. iu 16. Bfan 1843 die 
F^MtsetxuDg deines bereits den 17. Nov. 1842 begonnenen Anf- 
satzes über die neoere Geschidite der Univerü.^Bibl. vorgelesen. 
Der vollständ. Aufsatz ist in den Oesterreich. Blatt, f. Literat a. 
Kanst veröflentlicht worden. Vgl« 1844. No. 561. 

[176.] Pressliitry« — Die onter dem Vorsitze des Gra- 
fen Szechenyi den 33. Decbr. 1844 eröffiiete Bibliothek der un- 
garischen gelehrten Gesellschaft soll nach dem Serapeum No. 3. 
p. 48 bereits 60,000 Bücher n. Handschriften zählen. (?) 

[177.] Beiisl- — *Manusmpte der LytmlhiWoihek in 
Preisburg, S, Oegterreichitcke Blätter f. Ldteraiwr u. Kunst 

[178.] ^uedliiiliurif« — Ueber das vor einiger Zdt 
von Ranke in der Gymnasialbibliothek aufgefundene BIS. der 
Schrift de Imitatione Christi mit einem ganzen neuen IL Buche 
t. nachträglich Bullet du Biblioph. Beige. No. 4. p. 340. 

[179.] SMukeeherg^ — Ausser einer Sdinlbibliothek 
von 4000 u. einigen Bänden , sowie einer LehrerbibHothek be* 
sitzt Sdmeeberg nodi eine SchülerbibKothek f. Knaben u. Mäd- 
chen der mittleren und oberen Klassen. Sie enthält bereits 
360 Bücher. Jedes Kind zahlt als Beitrag für die ganze Schuld- 
Zeit beim Eintritte in die Anstalt 5 Ngr. Dazu kommen von 
Seiten eines Schulfreundes eine jahrliche Beisteuer von 5 Thlr. 
und Geschenke von Biichem. (Ulustr. 21tg. No. 127. p. 368 a.) 

[180.] (gMiweiin» — * Im Jahresbericht des Vereins für 
meklenburgische Geschichte und Alterthumsknnde, Jahrg. X* 
(Rostock u. Sdiwerin^ 8.), s. pp. 13 — ^21 ein paar Notizen über 
die Vereinsbibliothek. Dieselbe ist im abgelanf. Vereinsjahre 
nm 76 Nommem vermehrt worden, und zwar grosstentheils 
durch Gesdienke von befreundeten Ges^diaften, sowie von Mit- 
gliedern des Vereins selbst. Für die in Schwerin wohnenden 
Mitglieder steht seit 1844 MichaeÜs ein Lesezirkisl mit der Bi- 
bliothek in Verbindung. Laut p. 9 sind ans der GesieUschafts- 
kasse im genannten Jahre nur 28Thhr. 90 j?« lor dieBibL ver* 
wendet worden. 

In den mit dem Jabresberidite zugleich ausgegebenen Jahrbtl- 
ehern findet sich pp. 382 — 384 die nähere Beschreibung von zwei 
der Vereinsbibi. gehörigen Sei teidieiten, dnef handschrtftL Schwe- 
riner Chronik nämlich von- 1600-^1710 nad dncs Ezemplatt 
desNovum Testament per Des, Eirasnam (RöstodMi in* cdibns 
L«d. Dielz. 1530. kl. a). 

[181.] Mntti^ari. — Bekmatmathmgy dm Sntiekmen 
au$ der X^fdgL öffentlichen BsbUethek mu Sttttigari betreffend. 
fÄMsmig 9US dem EegiefungM" Bhtt: vom /. 1828i:) & Serapeum. 
A#. 6. fp. 83*—^**' 



BibliotbdLenkande. 63 

[T82.] W^engl. — Moser's nacbtragliche Bemerkang zu 
seiner ßeschreibiing des der kon. Bibl. geborigen Psalteriam's von 
1457 (s. 1844. No. 564) s» Serapeum. No. 21. p. 336. 

[183.] Tamliaeli« — Alte Messcataloge in der Bibliothek 
zu Tambach in Franken. Mitgeiheitt von Franz Schmidt y Stu-- 
dienlehrer »u Memmingen. S. Serapeum, No. 16. pp. 253 — 256. 

Betr. fünf Frankfurter a. M. Messcataloge der BucbbändDer 
Portenbacb, Gebr. Willer, Lutz und Feyrabend von 1595, 96, 
97, 98, 99. 

[184.] TftliiiiKeH. — Der verst. Advocat Dr. Griesinger 
hat die Universität zur Erbin seines ganzen über 100,000 Fl. 
betragenden Vermögens eingesetzt. Seine Bibliothek soll be- 
deutend sein, und mehre ausnehmend werthvolle und seltene 
Werke enthalten. (Serapeum. Nö. 8. pp. 127 — 128.) 

[185.] IVien. — BibUoth^que^ de Vienne, par Aug. Sche^ 
ler. V. Bullet, du Biblioph. Beige. No. 4. pp. 314—315. 

Enthält die Aufzählung einiger Wiener öffentl. u. Privatbiblio- 
theken mit Angabe ihrer Bandezahl, aus der Broschüre: '^Uuit 
jours ä Vienne entlehnt Wozu diess? Man hat ja in Petz- 
holdt's Adressbuche deutscher Bibliotheken umfänglichere Nach- 
weise darüber. 

[186.] HesffL — Das Ambrtuer lAederhuch vom Jahn 
MDL XXXII. (Ein ünicum.) Von Joseph Bergmann. S. Wiener 
Jahrb. d. Literatur. Bd. CIX. Anzdgebl. pp. 1 — 19. 

Das Lieder-Bfichlein, ohne Angabe des Druckortes (wahrsch, 
zu Frankfurt gedruckt), dessen Primisser in seiner Beschreibung 
der k. k. Ambraser Sammlung mit keiner Sylbe gedenkt, wird in 
der genannten Sammlung unter No. 192 der älteren Bücher ver- 
wahrt. Es enthält grösstentheils Lieder aus dem XVI. Jahrhdt., 
einige davon sind noch ganz unbekannt. Zur Vergleichung 
des Büchleins mit anderen Samminngen ist, nebst einigen Pro- 
ben der Lieder selbst, der Anfang eines jeden in aiphabet. 
Reihenfolge mitget heilt. 

[1 87 ] Dessl. — Ueber die Benutzung der k. k. Hofbiblio- 
thek zu Wien, (Auszug aus den Instructionen för ihre Beamten 
vom, J. 1844.; S. Serapeum. Intelligenzbl. No, 12. pp. 89—92. * 

[188.] Heflgl« — Von Seiten der franz. Regienmg ist 
Despeyrous nach Wien gesendet worden^ um in der kais. HoP 
bibliothek theils über Briefe zur franz. Literaturgeschichte, na- 
mentl. des 16. u. 17. Jahrhdts., überhaupt Nachforschungen an-^ 
zustellen, theils und insbesondere die dort befindl. ungednick- 
ten Abhandlungen des Mathematikers Fermat (sie sind unter den 
vom Grafen Hohendorff gesammelten Papieren mit nach Wien 
gekommen) zu benätzen, da die franz. Kammern auf MllemainV 



6i Bibliothek^uDcle. 

Antrag für die Herausgabe der vollständ. Werke Fermafs eine 
bedeutende Sumn^e bewilligt haben. (BerL liter. Ztg. No. 60. 
p. 961.) 

[18d.] Iirolfenblittel« — Notice mr une ^popde cheva- 
leresque inidite, par G, Brtuiet F. BalleL du Biblioph. No. 1. 
pp. 25 — 29. 

Betrifil die in der berzogl. Bibliothek befindl. altfranz. Hand- 
schrift Guy de Warwick; Tgl. 1842. No. 262 u. 263. 

[190.] lirürBburi^« — Kurzer Abrist einer Getckichtß 
der Bücher- und insbesondere Handschriften- Sammlun gm im vor» 
maligen Hochstijte Wiirzburg , von Prof, Dr. Reuss in Würzburgi 
S. Serapeum. No. 11. pp. 161—174. No. 12. pp.'l77 — 186. 

Von den früheren Bibliotheken in Würzburg «elbst sind, 
ausser mehren Privatbibliothekeu einzelner Domcapitularen, die 
Bibliothek am Salvatordome, die älteste seit dem YlII. Jahrhdt., 
die fürstbischöfl. Hofbibliothek auf dem Schlosse Marienberg, 
die bibliotheca studiosorum paupernra (gymnasii), hospitalis 
Julianei, aeaderaicae Herbipolensb (die ältere Universitätäbibl.), 
seminarii Kilianei und societatis Jesu aufgeführt. Ueberreste 
dieser Bibliotheken finden sich jetzt noch in der neueren Uni« 
versitätsbibl. und der Bibl. des histor. Vereines zu Würzburgi 
in der UniversitätsbibL zu Upsala u. der herzogl. Bibl. zu Gotha. 
Von den ausserhalb Würzburg befindl. altern Bibliotheken, die 
aber auch jetzt noch vorhanden sind, ist der im Rathhause zu 
Ochsenfurt, der in der Kirche zu Ebern , der in Kitzingen u. a. 
gedacht. Von den neueren Würzburger Sammlungen hat die 
jetzige UniversitätsbibL und ihre Bereicherung aus den BibL 
der in Folge der Säcularisation aufgelösten kirchl. Institute des 
Hochstiftes weitere Besprechung gefunden. Zum Schlüsse des 
Abrisses sind ein Yerzeichniss der alten Dombibliothek aus 
dnem Codex des IX. Jahrhdts. und ein zweites Yerzeichniss 
der Handschriften auf Pergament in der Bibliothek der; Cister* 
denserabtei Ebrach vom J. 1789 abgedruckt. 

[191.] Desicl« — Erneuerte Bibliotheki" Ordnmg der 
Univerntät asu Würzburg. (Vom 4. April 1823^ & Serapeum. 
LitMgenzbl. No. 3. pp. 17—19. 

[192.] Decisl« — Im Bullet du Biblioph. Beige, No. 2. 
p. 176, sind die vom Serapeum 1844, No. 24. p. 384^ gegebe- 
nen ({achrichten über die Sammlung älterer und neuerer Pa- 
piersorten^ die vom Prof. Dr. Reuss bd der UniversitätsbibL an- 
gelegt worden ist, wiederholt. 

[193.] ZwielCAu« — In Bezug auf die BibÜothekea 
sind die Angaben in Herzog's Chronik der Kreisstadt Zwickau 
(2 Bde. Zwick. 1839 — 46. 8) im Gaozen sehr dürftig und dazu. 



Bibliothekenkamle. 65 

sehr mühsam zasaromenzusachen. S. über die Bibliothek des 
Francidcanerklosters I, pp. 85. 155. 1-78. II, pp. 143. 157; des Klo- 
sterhofes der Grüohaiuer Mönche I, p. J61; über Bücher der 
Katharinenkirche I, p. 125; der Marienk. I, pp. 107. 178; derMo- 
ritzk. p. 140; über die Schulbibliothek I, pp. 177. 178—182. H, 
pp. 268. 306. 328. 358. 363. 404. 412. 432. 552. 557. 611. 790. 832. 
833; die deutsche Schulbibl. I, pp. 175. 182. II, p. 769; die Sonn- 
tagsschulbibl. II, p. 845. Letztere ist durch freiwillige Beitrage 
von Büchern und Geld d. 28. Juni 1840 eröffnet worden. Die 
deutsche Schulbibl. besteht seit 1815, durch die Bemühungen des 
damal. Conrectors Friedemann begründet, ist gegen 1000 Bde 
stark und im Erdgeschosse des Alumneuras aufgestellt. In Be- 
treff der grösseren Schulbibl. ist, als weniger bekannt, zu erwähnen, 
dass ihr die Bücher des Bürgermstrs. Mich. Kratzbeer und 1698 die 
474 Bde starke Bibl. des Stadtvoigts Klaubart einverleibt worden. 

[194.] Bnf^land. — Von der Londoner religiösen Tractat- 
GesellschaÜt sind im Laufe des J. 1844 — 45 nicht weniger als 
360 ganze Bibliotheken (!) an Schulen, Fabriken u. dgl., zu 
einem Werthe von 750 Pf. St., verschenkt worden. Dabei sind 
21 Hausbibliotheken für Missionsfamilien nicht mit eingerechnet. 
Von der letzteren Art hat die Gesellschaft seit 1832 in England 
und Irland 3268 Bibliotheken, zum Werthe von 9838 Pf. St., ver- 
schenkt. Die Zahl der bis jetzt überhaupt von der Gesellschaft 
verbreiteten Schriften — wenn es nur leider nicht lauter religiöse 
Tractate wären ! — beläuft sich auf 396 Millionen. S. Mannas 
Jahresfeste der christl. und menschenfreundl. Gesellschaften in 
London. (Karlsr. 8.) p. 109. — Laut p. 92 der Mann^schen Schrift 
betrug die Zahl der von dem Londoner Sonntag Schulen-Ver- 
eine ausgegangenen christlichen Leihbibliotheken am Schlüsse 
des Geschäftsjs^hres 1844 — 45 im Ganzen 1368 : glücklicherweise 
finden darin anch histor., biograph. und andere allgemein in- 
teressante Schriften Aitfnahme. 

[195.] Cork« — Das irische Colleg, welches die Regie- 
rung zu errichten beabsichtigt, hat die Aussicht, die 130,000 Bde 
starke Bibliothek des röm. kathol. Bischofes Dr. Murphy in Cork 
legirt zu erhalten. Mindestens hat der Bischof erklärt, über 
diese Bibl. zum Besten des Publikums verfügen zu wollen. 
(Serapeum. No. 18. p, 288.) 

[196.] Kdinburi^b« — Dr. Abercrombie zu London hat 
seine aus 10,000 Bden bestehende Bibliothek dem kön. Chirurgen- 
CoUegium vermacht. [Lpz. Charivari. No. 148. p. 2364.) 

[197.] Iiondon« — Das fiebrew College hat die Biblio- 
thek des verst. obersten Rabbiners Dr. Herchel, welche 4000 
hebr. nnd darunter sehr viele seltene Bücher und MS. enthält» 

Fetzh9idtt knz, «.BfbL-Wiwenteh. I8tt. 5 



66 J^bliothekenkunUe. 

die von Herscbel selbst sowohl als seinem Vater und Grossvater 
gesammelt worden sind, um den Preis von 300 Pf. St. ange- 
kauft. (Blatt, f. literar. Unterhalt. No. 339. p. 1360 b.; 

[198.] Hesf^l« — *^» Index of such engluh books^ prin- 
tid before the year MDC^ a$ are now in the archiepiscopcU 
library at Lambeth, - Pvhlished by permission of the Lord Ar- 
chibishop of Canterbury by the Reo, S, R, Maüland , F. R. S. 
and F, S, Ä. Librarian to hü Chrace, and Keeper of the MSS, at 
Lambeth. London , Rivingtms, 8. J32 SS. Pr. 4 sh. 6 d. 

Der Katalog gibt über etwa 2000 mehr oder weniger seltene 
engl. Werke Auskunft , die sich in der berühmten Bibl. /ier 
Erzbischöfe von Canterbury in Lambethhouse in Southwark, 
einem Stadttheile Londons, befinden. Es erhellt daraus, dass 
diese Büchersammlung vielleicht mehr wahrhaft seltene Bücher 
besitzt, als die Bibliotheken der beiden engl. Universitäten 
Cambridge und Oxford, sowie der Hochschulen zu Dublin und 
Edinburgh zusammen genommen. Besagte Bibl. ist von dem 
Erzbischofe Bancroft (1544 -—1610), einem grossen Freunde der 
Literatur, begründet worden. Derselbe hatte seine Bücher- 
liebhaberei nicht blos auf Werke seines Berufes beschränkt, 
sondern auch geschieh tl. u. polit. Publicationen, sowie Schöpfun- 
gen der' schönen Literatur in den Bereich seines Sammeins 
gezogen. Ob seine Nachfolger, Abbot und der berüchtigte 
Land, diesem Beispiele gefolgt, ist unbekannt Während der 
Bürgerkriege scheint man die Bücher vor dem zelotischen Hasse 
der Rundköpfe gegen Alles, was wie ungläubig und profan 
aussah, in Sicherheit gebracht, und sie erst zur Zeit der Wie- 
dereinsetzung der Stuarts im erzbischöfl. Palaste wieder aufge- 
stellt zu haben. Die von Bancroft selbst gesammelten Bücher 
zeigen , je nachdem diess vor seiner Erhebung zur höchsten 
kirchl. Würde oder nachher stattgefunden, seine Anfangsbuch- 
staben oder das ihm später zuertheilter Wappen auf deni Ein- 
bände. S. Blatt, f. liter. Unterhalt. Nr. 148. p. 596. 

[199.] Hesf^l« — Das neue Bibliotheksgebäude in Lin- 
colns-Inn ist in Gegenwart der Königin und des Prinzen Albert 
den 29.0ktbr. eingeweiht worden. (lUuslr. Ztg. Bd. V. No. 125. p. 
322 b.) 

[200.] Des^l« ~ Catalogue of prinied books in the Bri- 
tish Museum^ Vol. L Examen par OUvier Barbier. V. Bullet, du 
Biblioph. No. 6. pp. 242—247, No. 7. pp. 298—308. No. 8. pp. 
338—347. Eine Fortsetzung soll folgen. 

Enthält die ausführliche Besprechung des 1842. No. 214. ange- 
zeigten Cataloges Panizzi's, insbesondere Regles h, suivre pour la 
confection du catalogue aus Pani^i's Vorwort 



Bibliotbekenkttnde. 67 

[201.] Dessl« — Ä Book of Ckrisfmas Caroh, ilhmina- 
'ied from Ancient Manuscripts in the British Museum ; containing 
Ten Olli English Carols by Herrick^ Bishop Hally Edmund Bol- 
ion^ etc, illuminated with Tweniy-four Borders ^ printed in Gold 
afid Colours^ in the splendid style of the Ibth Century^ and il-' 
lustrated with Four beautifidly — coloured Miniature Paintings — 
1. The Annunciationy 2. The Angels appearing to the Shepherds, 
•3. TheBirih ofOur Samour» 4. The Adoration of theMagi^ aU 
taken from the Harleian, Royal and other Manuscripts in the 
British Museum, London ^ Cundall, 4. Pr, 25 sh, or in ma- 
rocco 2 X/, 

[202.] Hes^l. — Nach dem Atbenäum hat Asber m 
Berlin dem Britischen Museum gin neu aufgeftijndenes und in 
seiner Art einziges Werk zugesendet : dasselbe besteht aus einer 
Reibe von 64 franz. Farces, bergeries und Moralites, die in 
denJ. 1542 — 1548 in dem sogen. Format d'Agenda gedruckt 
sind. Die unterrichtesten Bibliographen haben von dem Da- 
sein einer solchen Anzahl dieser Stücke nichts gewu^st, und (d|ie 
kön. Bibl. in Paris besitzt deren nur 5 oder 6. (Hamburg. Kt.' 
u. krit. Blatt. No. 85. p. 672 a. Lpz. Charivari. No. 149. p. 2380.) 
Im Bullet, du Biblioph. No. 5. pp. 187 — 191 findet sich unter 
dem Titel: Dicouverte bibliographique eine Aufzählung der ein- 
zelnen Stöcke. 

[203.] Hess'« — ^33 Britische Museum hat für die 
Summe von 535 Pf. St. drei Foliobände alter Balladen ange- 
kauft, die, früher im Besitze des Herzogs von Roxburghe, später 
an einen gewissen Bright fiir 600 Pf. St. gelangten , und von 
wo sie auf dem Wege der Versteigerung in das Museum über- 
gingen. Diese unter dem Naftien : Roxburghe's ballads bekannte 
Sammlung enthält an 1200 Balladen, und ist die reichste unter 
den bisher bekannten derart. Sammlungen, reicher noch als die 
in den Oxforder und Cambridger Bibliotheken befindlichen. 
(Blatt f. liter. Unterhalt. Nr. 277. p. 1112 b.) 

[204.] Hessl* — V^" Seiten des brit.-Museums ist an 
die verschiedenen Eisenbahncompagnien die Einladung ergan- 
gen, dem Museum eine vollständige Reihe aller Pfospektusse, 
Karten, Pläne, Durchschnitte, sowie aller anderen gedruckten 
und gestochenen, auf das Eisenbahnwesen bezuglichen Docn- 
mente einzusenden, damit diese im Museum aufbewahrt wür- 
den, da es von Interesse sei, eine möglichst vollständ. Ueber- 
sicht von allen diesen Sachen zu erhalten. (Ausland. No. 327. 
p. 1308 bnach * Shipp. and Merc. Gaz. 10 Novb.) 

[205.] Oxford. — Von Yogel's Erinnerungen an einige 
verdienstvolle Bibliophilen des XTV. u. XV. Jahrhdts. handelt der 

5* 



68- Bibliotliekeiikttmle. / 

zweite Artikel, Serapeum. No. ]. pp. II — 16, von Hiimphrfey, 
Herzog von Glocester, dem Begründer der theologischen Schule 
^divinity school) und deren Bibliothek zu Oxford. Der ganze 
Artikel zerfällt in 3 Paragraphen, deren erster über Humphrey's 
äussere Lebensverhältnisse Auskunft giebt, der zweite Humpbrey 
als Menschen und Gelehrten schildert und der dritte die Be- 
gründung der genannt. Bibl. zum Gegenstande hat 1439 ist 
das Gründungsjahr , wo der Herzog eine Zahl von 129 Bden 
MSS. zum Werthe von mehr als 100 Pf. der Schule zum Ge* 
schenk machte. 

[206.] Deflf^l. — In der Universitätsbibliothek ist eine 
Tollständige Uebersetzung von Galen^s Anatomie in arabischer 
Sprache, im MS., aufgefunden worden. (Bullet du Biblioph. 
Bdge. No. 1. p. 65.) 

^ [207.] Frankreich* — Bibiiotheqi/Les publiques ä Paris 
et dam les Dipartemens, V. Dutertre^ Annuaire de Vlmprimerie 
et de la Liln-airie, (Paris. 12.) pp. 277 —282. 

Das Verzeichniss der Pariser Bibliotheken , wie man es hier 
findet, 8. im Anzeiger 1842. No. 298. Was die 'Departements- 
bibliotheken anlangt, so sind auch diese zwar im Anzeiger 1843, 
No. 355 bereits aufgezählt worden; allein das damals gegebene 
Ttrzeichniss ist nicht aus offiziellen Quellen geflossen, wie das 
Yon Dutertre mitgelheilte, wesshalb letzterem hier immerhin eui 
Platz gegönnt werden mag, um so mehr, als es in mancher 
Beziehung noch vollständiger ist, als das frühere. — Depart. 
Aio: Bourg (Stadtbibl. 21,000 Bde), Belley (St 5,500), Nantua 

gt. 3,200), Trevoux (St 600), Pont-de-Vaux (St 2,200). Aisne: 
on (St. 17,000), St Quentin (St 14,000), Soissons (St 18,000), 
Chäteau-Thierry (St nicht zahlreich). Alliers: Moulins (St 
18^500). Basses-Alpes: Digne (St 3,000). Hautes-Al- 
pes: Gap (St ?). Ardeche: Privas (St I9OOO), Annonay 
(St 2,000), Tournon (St nicht zahlreich). Ar denn es: M^- 
zikes (St. 4,000) , Charleville (St. 22,000) , Givet (St. 5,000), 
Sedan (St 10,0C0). Ariege: Foix (St 10J^J00), Pamiers (St. 
3,500), St Girons (St. nicht zahlreich). Aube: Troyes (St 
^,000). Au de: Carcassonne (St.*2,000), Castelnaudary (St 
etwa 1,300). Aveyron: Rodez (St 16,000), Villefranche (St 
6,000). Bouches duRhone: Marseille (St. 46,500), Aix (St 
00,000), Arles (St. 10,000), Tarascon (St 2,000). Calvados: 
Cacn (St. 25,000), Bayeux (St. 7,000), Vire (St 5,500), Falaisc 
(St 4,000). C a n t a I : Aurillac (St. 6,000), St Flour (St. 17,000). 
Gharente: Angouleme (St 16,000), Confolens (St 1,200), 
Larochefaucauld (St 50Q). Charente-Inf^rieure: LaRo- 
ereile (St 22^000), Rochefort (St 14,000)^ Saintes (St 26,000). 



BibliothekeDkande. 69 

eher: Boiirgeg (St. 25,000). Corr^ze: TuUe (St. 2,200), 
Brives (St. 2,000). C o r s e : Ajaccio (St. 14^000), Bastia (St. 
6,000). Cote d'or: Dijon (St. 41,000), Beaiine (St. 40,000), 
Chätillon siir Seine (5,000), Auxonne (St. 4,000), Semur (St. 
3,500). Dordogne: Perigiieux (St. 16,000). Doiibs: Be- 
san9on (St. 40,000), Montbeliard (St 9,000), Baume (St. 1,100), 
Pontarlier (St. 4,000), Omans (St. 1,500). Dr6me: Valcnce 
(St. 12,000), Montelimart (St. 3,200). Eure: Evreux (St. 
10,000), Verneuil (St. 3,200). Eure et Loir: Chartres (St 
40,000) , Chäteaudiin (St. 6,000) , Nogent le Rotrou (St 700). 
Finistere: Brest (Marinebibl. 20,000), Quimper (St 7,000). 
Gard: Nimes (St. 32,000), Beaucairc (St. 14,000), Alais (St 
3,200), Villeneuve-les- Avignon (St. 7,500). Haute- G.a rönne: 
Toutoase (St 38,000; Collegbibl. 30,000). Gers: Auch (St. 
5,008). G i r o n d e : Bordeaux (St. 1 10,000), Libourne (St. 4,000). 
Herault: Montpellier (St 6,000; Bibl.d. meilicin. Facult 30,000), 
Beziers (St. nicht bedeutend), lllexet Vilaine: Rennes (St 
32,000). Indre: Chäteauroux (St nicht bedeutend). Indre 
e t L o i r e : Tours (St. 30,000). I s e r e : Grenoble (St. 60,000), 
Yienne (St 14,000). Jura: Lons le Saulnier (St 7,000), D6le 
(St 6,000), Salins (St 3,000). Land res: Mont de Marsan 
(St 11,000). Loir et Cher: Blois (St 18,000), Vendome (St 
5,000). Loire: St Etienne (St?), Montbrison (St 1, 500); 
Ha Ute-Loire: Le Puy (St 5,500), Brioude (St 800), Moni- 
strol (St 2,000). Loire-Inferieure: Nantes (St30,000). 
Loir et: Orleans (St 26,000), Montargis (St 500), Beaugencj 
(St 1,600). Lot: Gabors (St 12,000), Figeac (St 5,000). 
Lot et Garonne:, Agen (St 12,000), Marmande (St 400).' 
Lozere: Mende( St 7,000). Maine et Loire: Angers (St. 
25,000), Saumur (St. 6,000). Manche: Valognes (St 15,000), 
Avrancbes (St 10,000), Coutances (St. 4,500), St. L6 (St. 2,500), 
Cherbourg (St. 30,000). Marne: Reims (St. 40,000), ChMons 
(St 20,000), Epernay(St 10,000). Haute-Marne: Chaumont 
(St. 25,000), I-Ängres (St. 3^000). M a y e n n e : Laval (St 10,000). 
Meurthe: Nancy (St 26,000), Pont ä Mousson (St 6,000). 
Meuse: Verdun (St 14/)00), Bar le Duc (St. 1,700), St Mihiel 
(St. 8,500). M o r b ih a n : Vannes (St. 8,000). M o s e 1 1 e : Metz 
(St 36,000; Bibl. de la societe des lettres; Bibl.de l'ecole d'artill. 
et du genie ; Bibl. des avocats ; Bibl. de l'evecbe). N i ^ v r e : Nevers 
(St. 5,000). Nord: Lille (St. 22,000), Douai (St. 30,000), Cambrai 
(St 27,000), Valenciennes (iSt 9,000), Dunkerque (St 4^000), 
Hazebrouck (St 3,500), Bergues (St 1,000). Oise; Beauvais 
(St. 10,000), Compi^gne (St. im kön. Schlosse 28,000), Clermoiit- 
Oise (St ?),Senlis (St 8,200), Cr^py(St 1,600). Orne: Alen^oa 



70 BibBothekenkiiiide. 

(St 6,500). Pas de Galais: Arras (St 36,000)> Boiilogne 
(St 20,000), St Omer (St 12,000), Calais (1,200), Montreuil 
(St nicht zahlreich), B^thune (St desgl.). Puy de Dome: 
Clermont (St 16,000), Riom (St 9,600). Basses-Pyr^n^es: 
Pau (St 15,000). Hautes-Pyr^n^es: Tarbes (St 10,000). 
Pyr^n^es-Orientale8:Perpignan (St 13,000). Bas- Rh in: 
Strasbourg (St 130^000; Bibl. der medicin/Facult 8,000; Bibl. 
der Rechtsfacult). H a ut-Rhin : CoUnar (St 60,000), Belfort 
(St 18,000). Rhone: Lyon (St 80,000; Qibl. du palais des 

~ arts 20,000;. Bibl. ä l'arch^vech^, a T^cole vet^rinaire et ä l'ho- 
pital miiitaire de Perrache). Haute-Sa6ne: Vesoul (St 
21^000), Gray (St 4,000). Saone et Loire: Mäcon (St 
9,000; Bibl. de la societed'agricult), Ch&Ions sur Saone (St 
10,000), Autun (St 7,000). Sarthe: Le Mans (St 22,000 ; Bibl. 
de la societ^ d'agricult 2,500) , Lafert^ Bernard (St 1,800), La 
Fl^he (Bibl. de l'ecole mUit), Blamers (St ?). Seine et 
Marne: Melun (St 10,000), Meaux (St. 14,000)» Nemours- 
Fontainebleau (St 28,000), Provins (St 11,000). Seine et 
Oise: Versailles (St 40,000), Corbeil (St 4,000), Mantes (St 
4,000), Pontoise (St 4,000). S e i n e - 1 n f ^ r i e u r e : Ronen (St 
40,000), fiävre (St. 5,000), Dieppe (St: 3,000)» Neufchätel (St. 
1,200), Boibec (St. 1,000), Gonrnay (St 1000). Deux-S^vres- 
Niort (St 13,000). Somme: Abbeville (St 5,000), Amiens (St 
43,000). Tarn: Alby (St 12,000), Castres (St 6,500), Lavour 
(St 3,500). Tarn etGaronne: Montanban (St 10,000). Var: 
Tottlon (St. 8,600), Draguignan (St 7,800) , Grasse (St. 5,000), 
St Maximin (St 3,000]^, BrignoUes (St 1,000), Fr^jus (St 6,000), 

' Cannes (St 4,500), Cotignac (St 3,000). V a u c I u s e : A vignon 
(St 27,000), Carpentras (St. 20,000). V e n d ^ : Bourbon Vend^ 
(St. 5,500) , Les Sables d'Olonne (St 500). Y i e n n e : Poitiers 
(Stl3,000). Haute-Vienne: Limoges (St 12,000). Yosges: 
Epinal (St. 17,000), Rambervillers (St 10,000), St Di^ (St 7,000), 
Neufchäteau (St. 7,500), Mirecourt (St. 6,000), Remiremont <St 
4^P00). Yonne: Auxerre (St 24,000), Sens (St 6,000). 

[208.] Desgl« — Jy^ AmäioraHon$ des BibliotMques des 
VüUm de Province. Une msiie aux Bibliothkques de Sens et 
d^Auxerre, par J. Techener. V. Bullet du Biblioph. iVo. 5. pp. 183 
—186. 

Viel unnützer Wort;schwall dabei. Die Bändezahl der Stadt- 
bibL zu Sens wird auf etwa 10,000, die der Stadtbibliothek zu 
' Auxerre auf 30,000 angegeben. Vgl. No. 207. 

[209'J Dessl, — Sur le» ÄmüioraUom des BibHotheques 
dt Prwinfie. NoHce sur les Bibhotk^ues anäennes et modernes 



Bibliothekeiikiiiide. 71 

du Departement de Vauduse. V, Bullet, du Biblioph. No, 8. pp. 
348—359. 

Fortsetzung von.No. 208. Ob auch von Techener? Die 
Darstellung ist nur weit besser und verräth einen anderen 
Verfasser. Die Bibliotheken, von welchen hier die Rede ist, 
gehören Avignon, Carpentras, Orange imd Apt an. Die äl- 
teste Bibl. in Avignon war die der Dominikaner vom Papst 
Johann XXII. begriindet: später entstanden die der Augusti- 
ner durch den Cardinal Pietro Corsini 1405, die der Univer- 
sität durch den Cardinal Amedeo Saluzzo 1419, die der Cöle- 
stiner , der Cordelier u. a. Ueberreste dieser älteren Bibliothe- 
ken finden sich noch in der Stadtbibliothek , die, gegen Ende 
de; vor. Jahrhdts. entstanden, 1812 schon 26,451 Bde zählte. 
Ausser der letztgenannten Bibl. besitzt Avignon seit 1810 noch 
eine zweite, die des Calyet-Museums, welches von dem Arzte 
Calvet gestiftet ist. Die Calvefsche Bibl. wählte damals 30C0 
Bde. Seit 1826 sind beide Bibliotheken, die der Sta<lt und des 
Calvet-Museums , in einem Gebäude vereinigt, und zählen zu- 
sammen iiber 56,000 Bde, exci. 800 Ms. u. a. m. Die Begrün- 
dung einer Bibl. zu Carpentras fällt in das XV. Jahrhdt. ; sie 
war in der Cuthedrale, und stammte aus dem Nachlasse des 
Bischofes Georg d'Ornoz (oder d'Ornone). Von dieser ist 
nichts mehr übrig. Die gegenwärtig in Carpentras bestehende 
Bibl. ist 1755 vom Bischöfe Malachias d'Inguimberti begründet, 
und enthält, ausser 800 Ms., etwa 20,000 Bde Druckschriften. 
Die Stadtbibliothek zu Orange verdankt ihre Entstehung dem 
Unterpräfekten Stassart, welcher 1810 seine eigene Bücher- 
samralimg von fast 1200 Bden der Stadt überlassen hat. Der 
Zuwachs bis jetzt beträgt nur 500 Bde. Von den Büchern 
der früheren Klöster zu Orange besitzt die dort. Stadtbibl. 
nichts. Ueber die älteren Klosterbibliotheken von Apt fehlen 
die Nachrichten. 

[210.] Hes^l« — Einer kön. Verordnung vom 22. Juli 
zufolge, wodurch eine Vereinigung aller wissenschaftlichen 
Gesellschaften in Frankreich festgestellt ist, sollen alle Gesell- 
schaften zwei Exemplare ihrer Schriften zum Behufe einer be- 
sonderen Bibliothek der gelehrten Gesellschaften einliefern. Die- 
jenigen Gesellschaften, welche Bibliotheken besitzen, erhalten 
Exemplare der Werke, welche der Staat durch Subscription 
fördert oder im Drucke erscheinen lässt. (Neue Jen. allg. Lät. 
Ztg. No.240. p. 968 b.) 

[211.] Ainieiui. — Vogel's Anzeige von Gamter's Ca- 
talagne des MSS. de la Bibliotheque coimnimale de la ViU^ 



72 

d'AmieDS (vgl. 1843, No. 359 u. 1841. No. 436. 617) 8. Sera- 
peum No. 15. pp. 236—238. 

[212.] Andern» — Die Stadtbibliothek wird eine we- 
seiätliche Umgestaltung erfahren, bsofern die Bucher theils 
nach einer neuen Ordnung, die Folianten , Quartanten u. s. w. 
von einander gesondert, theils so aufgestellt werden sollen, 
dass man bequem und leicht ohne halsbrech^nde Leitern dazu 
kann. (Bullet; du Biblioph. Beige. No. 6. p. 481.) 

[213.] Hes^l* — * Lettre ä M. le baron de Reiffenberg, 
pottr releoer les faule» commiiies MM, Wetss, Godard et Moreri 
dans leurs notes sur les Bourdign4, (Touchant la Bibliotheque 
de la Viüe d* Angers,) Äuteur: F, GriUe, Angers, Cosnier. (Pa-' 
Tis, Techener.) 8. Ib SS. 

Vgl. Bullet, du Biblioph. Beige. No. 2. pp. 71—72 u. 183. 
An letzterem Orte heisst es: Cette ^pitre commence par un 
tableau plaisant et anim^ de lanarchie qui r^gne dans le con- 
seil communal d'Angers, et qui rend impossibles les mesures 
d'utilite publique. La biblioth^ue, surtout, est maltraitee ; on 
devait lui construire un bätiment nouveau; les plans restent 
dans lescartons; le subside annuel dont eile jouissait, ne lui 
est pas meme pay^, et sans le zele du bibliothecaire et de 
»es employcfs, il faudrait fermer la porte aux lecteurs et aban- 
donner les livres aux vers, ä ThuTnidite et*ii leurs autres en- 
nemis naturels. — Cette exposition ^l^aque achev^e, Grille 
entre en matiere et montre, combien, en bibliog^aphie et en 
Biographie, il est difficile d^öviter Terreur. — A cette partie 
SQccede une apologie satirique du calife Omar, apologie qui 
n'excuse pas neanmoins le conseil communal d'Angers et l'^tat 
ou il laisse sa bibliotheque. 

[214.] Avisnon« — Systeme bibliographique du Cata^ 
logue de la Bibliotheque d^Histoire naturelle donnie ä la ville 
d'Avignon par E. Requien, F. Bullet, du Biblioph, No, 4. pp. 
149—151. 

[215.] Calais. — * Rapport sur la Bibliotheque de la 
Ville de Calais, par H. & de Rheims. Calais, 1844. 8. (Nach 
einigen Angaben ist die Schrift erst 1845 ? erschienen.) 

[216.] Kpinal. — Die Stadtbibliothek hat von dem 
Buchhändler Hingray drei kostbare Bände mit Zeichnungen 
von Claude Lorrain zum Geschenke erhalten. (Kunstblatt zum 
Morgenbl Nr. 87. p. 364 a. Lpz. Charivari No. 156. p. 2495.) 

[217.] HaTre. — *Poime sur la Mus^e-Bibliotheque du 
HAvrey par J. J. Delaporte, Häore, che» tous les libraires, 8. 
1 B, mit einer Vignette, 

[218.] STaney. — *Sociä6 de Saint Vincent de Paul 



BibliotliekeokaiMle. 73 

de Nanci. BibUotUque grahtite. Catcdogue, Nanci^ impr. d€ Vägner. 
12. 3J5Ä 

[219.] Paris« — Die literarischen Nachweisnngen über 
die Pariser Bibliotheken in Giraq|t^s de St. Fargeau Bibliographie 
historiq. et topographiq. de la France (Paris. 8) pp. 231a — 
232a sind äusserst unvollständig. Nicht minder, und fast 
noch unvollständiger, die derartigen Angaben über die anderen 
fVanz. Bibliotheken pp. 60. 169. 313. 388. 401. 410. Hätte der 
Verfasser Vogels Literatur der europ. Bibliotheken gekannt, so 
MTÜrde er sich aus diesem von einem Ausländer geschriebenen 
Buche so manchen Rath über die Literatur jener Vaterland. An- 
stalten haben erholen können. Dagegen wird Vogel aus Giraulfs 
Buche auf der anderen Seite die M^moires de'' l'Acad^mie des 
inscriptions etc. als eine von ihm übersehene Quelle für seine 
Literatur kennen lernen. 

[220] Bessl« — Dürften die Besucher der öffentl. Bi- 
bliotheken dem Minister ein kleines Gesuch einreichen, schreiblt 
ein Correspondent in d. Augsburg, allg. Ztg. No. 212. p. 1691b, 
so vfäre es: möglich zu machen, dass man auf den grossen 
Bibliotheken, wo alles ist, etwas finde, ich meine in dem Lese- 
saal, denn verloren ist nicht, was fehlt, es ist in dem Privat- 
cabinet der gelehrten Herren u. Büchermacher, die zur Freund- 
schaft der Bibl. gehören; ferner dass endlich ein Katalog ge- 
macht werde, und der Sucher nicht von dem ersten besten un- 
wissenden oder bequemen Aufseher oder Bewahrer mit der 
trocknen Antwort abgespeisst werde: das Buch 6ndet steh 
nicht; drittens endlich, dass die 4ön. Bibliotheken, die nicht 
blos Frankreich u. Paris, sondern der menschlichen Intelligens 
u. der Wissenschaft gehören, nicht vom Sept. bis Oktb. ge- 
schlossen werden, in dem Augenblicke gerade, wo alle Gelehrte 
von Fach, Professoren u. s. w. ihre Ferien haben, und der Quelle 
der geist. Nahrung zuströmen. — • (Dergl. Klagen haben sich" 
in neuerer Zeit zu oft wiederholt, als dass man nicht glauben 
sollte, die Sache verhielte sich wirklich so.) 

[221.] »essl. — In G. Emond's Histoire du College de 
Louis-le- Grand Ancien College des Jesuites ä Paris (Par. 8.) s. 
einige Notizen über die beiden Jesuitenbibliotheken. — Die äl- 
tere Bibl., etwa 20,000 Bde starke darunter die Sammlung des 
gelehrten Bud^e, war bei der ersten Vertreibung der Jesuiten 1594, 
die in Folge des Attentates auf Heinrich IV. statt hatte, um 
den Spottpreis von sept cent ecns verkauft worden. Einige 
seltene Bücher u. kostbare MS. hatte man vorher heimlich ge- 
raubt, s. pp. 328. 360. — Nachdem die Jesuiten 1606 nach Paris 
zurückgekehrt, hatten sie unverzüglich eine neue Bibl. zu sam- 



74 Bibliothekenkuode. 

mein begonnen: dieselbe war in einem Gebäude aiifgestellty 
deren einer Flügel dem Oberintendanten Fouquet seine Entste- 
hung verdankte 9 und der andere den Namen Hariay führte, 
zum Andenken an eine Magisilratsperson dieses Namens, der 
dem College seine Bücher vermacht. Die Bibl., bei welcher 
sich auch ein vom Jesuiten Sirmond gesammeltes reichhaltiges 
Medaillencabinet befand , enthielt mehr als 43,000 B<le nebst 
ein paar hundert MSS., die von Cossart unter Beihilfe des be- 
kannten Garnier geordnet waren. In Folge des Attentates auf 
Ludwig XY. wurden die Jesuiten zum zweiten Male aus Paris 
vertrieben, und die Bucher verkauft: für 268 MSS. wurden- 
6000 livr., für die gedruckten Bücher 18,109 livr. eingenommen. 
s. pp. 206 — 208. 237. 360. 

[222.] Hesf^l. — Unter den in Paris lebenden Polen be- 
steht, durch Niemcewicz begründet, eine Gesellschaft, die den 
Zweck hat^ Materialien zur polnischen Geschichte, sowohl ge- 
druckte Werke, als Handschriften, Briefe histor. Personen u. s. w. 
zu sammeln, sowie auch Abschriften aus Werken, die sich auf 
Polen beziehen, in den Bibliotheken zu veranstalten. Für die- 
sen Zweck hat die Gesellschaft laut des öffentl. Berichts, der 
über ihre Thätigkeit bis zum J. 1845 Rechenschaft ablegt, 
5317 Fr. verausgabt. Präsident der Gesellschaft ist der Fürst 
Czartoryiski. Gesammteinnahme 8902rFr. (Blatt, f. liter. Unter- 
halt. No. 264. p. 1060 a.) 

[223.] Heiisl* — Fug. Delacroix hat die ihm übertrage- 
nen Malereien in der Bibl. der Pairskammer vollendet. An der 
Kuppel ist das Flysium nach Dante dargestellt: man erblickt 
den letzteren an der Hand VirgiFs, der ihn dem Homer, Horaz 
u. A. vorstellt. Um die Kuppel herum befinden sich die Bild- 
nisse von Alexander M., Achilles, Pyrrhus, Hannibal, Cäsar, 
MarcAurel, Socrates, Plato, Aristoteles, Orpheus, Hesiod, 
Sappho. (Kunstbl. zum Gesellschafter. Nr. 27. p. 1248 b.) 

[224.] Ilesifl. — Ein paar interessante Notizen über 
die kais., jetzt königl. Bibli«»thck, in Betreff der Localität und 
einiger Handschriften derselben, finden sich in K. A. Yarnhagen 
V. Ense^s Aufsalz: Aufenthalt in Paris im J. 1810, im Histori- 
schen Taschenbuch , herausg. von Fr. v. Raumer. Neue Folge. 
Jahrg. VI. (Lpz. 12.) pp. 327 — 330. 

[225.] HesiE^l. — Lettre de M. Deguignes ä M, Barbier, 
Inbliothdcaire de rEmpereur, (Paris^ 3 Feor. 1809.J V. Bullet du 
Biblioph. No. 5. pp. 195—196. 

Betrifft Ueguignes* Voyage en Chine in der kaiserl. Bi- 
bliothek. 

[226.] HeSf^lt — Lettre ä un amif sur la suppres$ion de 



• Bibliothekenknnde. 75 

Ut charg& de Bihlioth4caire du Roi, et sur im moyen ffy siippUeTy 
aussi ^conomique qu^avantageux aus lettres; par rahb4 M&rqfer 
de St. Uger. {Pari* 20 odb. 1787.; K Bullet du Biblioph. No:3. 
pp. 95 — 108. 

Der Brief erschien, in wÄiigen Exemplaren gedruckt, gegen 
Ende des J. 1787 als Antwort auf eine Broschüre von Cerra, 
welche den Titel führt : *L'an 1787, Pr^cis de rudministration 
de la Bibliotheqne du Roi, sous M. Le Noir. 1787. 8. (II. Ausg. 
mit Suppl. 1788. 8.) Diese Broschüre soll später gleicbfalU im 
Bullet, du Biblioph. abgedruckt werden. Nicht ohne Absicht 
scheint man jetzt gerade den Abdruck eines Schrifltchens ver- 
anstaltet zu haben, das so manche Nachlässigkeiten , Unord- 
nungen u. s. w. aus der früheren Geschichte der kön. Bibl. zur 
Sprache bringt, — als Parallele zwischen sonst und jetzt. (Vgl. 
oben No. 220 und später.) Das Mittel übrigens, was man damals 
in Vorschlag gebracht hatte, um den Biblioth^caire du Roi zu 
ersetzen, sollte darin bestehen, dass an des letzteren Stelle ein 
ganzer Corps de vrais scavants (celui des b^n^dictins de la 
Congregation de St. Maur) träte. Wenn auch dieser Vorschlag 
gerade nicht ganz passend geschienen, so hat er doch sicher 
manches Gute, das sich noch jetzt in Anwendung bringen 
liesse. 

[227.] Des^l« — * Memoire prherd^ en 1830 au gotwer- 
, nement et aux chambres par le conseroateur de la Biblioth^que du 
Roi ä Paris, V, Bullet des arts, pp, 84 — 89, (Die Fortsetzung 
s. in den folg. Nummern des Bullet.) 

Das Memoriale , welches 1830 im Drucke erschienen ist, nnd 
dem mehre ähnliche Schriften mittlerweile gefolgt sind , scheint 
den ersten Anlass gegeben zu haben zu dem Kampfe, der sich 
in neuer Zf it über die Frage einer mehr oder weniger durch- 
greifenden Reform der kön. Bibl. mit grosser Heftigkeit ent- 
sponnen hat. Insbesondere bat die Frage, ob die Bibliothek in 
ihrem alten baufälligen Locale gelassen, oder in ein ganz neues 
Gebäude übergesiedelt werden solle, zu lebhaften Debatten 
veranlasst, die um so lebhafter wurden, als man laut Zeitungs- 
nachrichten (s. Ausland. No. 63- p* 252 nach ^Monit. industr. 
2 Fevr.) erfuhr, dass in Folge eines Ministerialbeschlusses die 
Bibl. wirklich ein neues Gebäude erhalten, und dasselbe zwar 
auf das arnlere Ufer der Seine, in die Nähe der Kirche St 
Sulpfce zu stehen kommen solle. Die Architekten waren natür- 
lich mit einer Menge von Vorschlägen zu neuen , grossartigen 
Gebäiulen gleich bei der Hand, während mehre Literaten das 
alte Bibl.-Gebäude in Schutz nahmen, selbiges als ein unan- 
tastbares Eigenthum der Nation sowohl als der Gescbiclite 



74 Bibliothekenkunde. 

mein begonnen : dieselbe war in einem Gebäude aufgestellt, 
deren einer Flügel dem Oberinten<lanten Fouquet seine Entste- 
hung verdankte, und der andere den Namen Harlay fiihrte, 
zum Andenken an eine Magisilratsperson dieses Namens, der 
dem College seine Bücher vermacht. DieBibl., bei welcher 
sich auch ein vom Jesuiten Sirmond gesammeltes reichhaltiges 
Medaillencabinet befand, enthielt mehr als 43,000 B<le nebst 
ein paar hundert MSS., die von Cossart unter Beihilfe des be- 
kannten Garnier geordnet waren. In Folge des Attentates auf 
Ludwig XV. wurden die Jesuiten zum zweiten Male aus Paris 
vertrieben, und die Bücher verkauft: für 268 MSS. wurden* 
6000 livr., für die gedruckteu Bücher 18,109 livr. eingenommen, 
s. pp. 206 — 208. 237. 360. 

[222.] Desf^l. — Unter den in Paris lebenden Polen be- 
steht, durch Niemcewicz begründet, eine Gesellschaft, die den 
Zweck hat^ Materialien zur polnischen Geschichte, sowohl ge- 
druckte Werke, als Handschriften, Briefe histor. Personen u. s. w. 
zu sammeln, sowie auch Abschriften aus Werken, die sich auf 
Polen beziehen, in den Bibliotheken zu veranstalten. Für die- 
sen Zweck hat die Gesellschaft laut des öfifentl. Berichts, der 
über ihre Thätigkeit bis zum J. 1845 Rechenschaft ablegt, 
5317 Fr. verausgabt. Präsident der Gesellschaft ist der Fürst 
Czartoryiski. Gesammteinnahme 8902rFr. (Blatt f. liter. Unter- 
halt. No. 264. p. 1060 a.) 

[223.] Heiisl* — Fug. Delacroix hat die ihm übertrage- 
nen Malereien in der Bibl. der Pairskammer vollendet. An der 
Kuppel ist ihs Fiysium nach Dante dargestellt: man erblickt 
den letzteren an der Hand Virgil's, der ihn dem Homer, Horaz 
u. A. vorstellt. Um die Kuppel herum befinden sich die Bild- 
nisse von Alexander M., Achilles, Pyrrhus, Hannibal, Cäsar, 
MarcAurel, Socrates, Plato, Aristoteles, Orpheus, Hesiod, 
Sappho. (Kunstbl. zum Gesellschafter. Nr. 27. p. 1248 b.) 

[224.] Ilesi^l« — Ein paar interessante Notizen über 
die kais.,' jetzt königl. ßibli«»thck, in Bctrefif der Localität und 
einiger Handschriften derselben, finden sich in K. A. Yarnhagen 
V. Ense^s Aufsalz: Aufenthalt in Paris im J. 1810, im Histori- 
schen Taschenbuch , herausg von Fr. v. Raumer. Neue Foljge. 
Jahrg. VI. (Lpz. 12.) pp. 327 — 330. 

[225.] ilesiEfl« — Lettre de M. Deguignes ä M, Barbier, 
bUdiothecaire de VEmperexir. (Paris^ 3 Fevr. 1809J V. Bullet du 
Biblioph. No. 5. pp. 195—196. 

Betrifil Deguignes' Yoyage eu Chine in der kaiserl. Bi- 
bliothek. 

[226.] Desf^lt — Lettre d un amiy sur la supprestion de 



• Bibliothekenkande. 75 

la Charge de Biblioth^caire du Rot, et sitr ttn moyen d^y siippl^eTy 
auisi ^conomique qu^avantageux aus lettres; par rahb4 Merqfer 
de St Uger. (Paris 20 ocib. 1787J V, Bullet du Biblioph. No*B. 
pp. 95 — 108. 

Der Brief erschien, in wÄiigen Exemplaren gedruckt, gegen 
Ende des J. 1787 als Antwort auf eine Broschüre von Cerra, 
welche den Titel führt : *L'an 1787, Pr^cis de ludministration 
de la Bibliotheqne du Roi, sous M. Le Noir. 1787. 8. (II. Ausg. 
mit Suppl. 1788. 8.) Diese Broschüre soll später gleichfalls im 
Bullet, du Biblioph. abgedruckt werden. Nicht ohne Absicht 
scheint man jetzt gerade den Abdruck eines Schrifltchens ver- 
anstaltet zu haben, das so manche Nachlässigkeiten, Unord- 
nungen u. s. w. aus der früheren Geschichte der kön. Bibl. zur 
Sprache bringt, — als Parallele zwischen sonst und jetzt. (Vgl. 
oben No. 220 und später.) Das Mittel übrigens, was man damals - 
in Vorschlag gebracht hatte, um den Biblioth^caire du Roi zu 
ersetzen, sollte darin bestehen, dass an des letzteren Stelle ein 
ganzer Corps de vrais scavants (celui des ben^dictins de la 
Congregation de St. Maur) träte. Wenn auch dieser Vorschlag 
gerade nicht ganz passend geschienen, so hat er doch sicher 
manches Gute, das sich noch jetzt in Anwendung bringen 
liesse. 

[227.] Des^l« — * Memoire prhenU en 1830 au gowoer- 
, nement ei aux chambres par le coruervateur de la Bibliothdque du 
Roi ä Paris. V, Bullet des aris. pp, 84 — 89. (Die Fortsetzung 
s. in den folg. Nummern des Bullet.) 

Das Memoriale , welches 1830 im Drucke erschienen ist, und 
dem mehre ähnliche Schriften mittlerweile gefolgt sind, scheint, 
den ersten Anlass gegeben zu haben zu dem Kampfe, der sich 
in neuer Zf it über die Frage einer mehr oder weniger durch- 
greifenden Reform der kön. Bibl. mit grosser Heftigkeit ent- 
sponnen hat. Insbesondere hat die Frage, ob die Bibliothek in 
ihrem alten baufälligen Locale gelassen, oder in ein ganz neues 
Gebäude übergesiedelt wer<len solle, zu lebhaften Debatten 
veranlasst, die um so lebhafter wurden, als man laut Zeitungs- 
nachrichten (s. Ausland. No. 63* p. 252 nach * Monit. industr. 
2 Fevr.) erfuhr, dass in Folge eines Ministerialbeschlusses die 
Bibl. wirklich ein neues Gebäude erhalten, und dasselbe zwar 
auf das amlere Ufer der Seine, in die Nähe der Kirche St 
Sulpfce zu stehen kommen solle. Die Architekten waren natür- 
lich mit einer Menge von Vorschlägen zu neuen , grossartigen 
Gebäiulen gleich bei der Hand , während mehre Literaten das 
alte Bibl.-Gebäude in Schutz nahmen, selbiges als ein unan- 
tastbares Eigenthum der Nation sowohl als der Gescbiclite 



74 Bibliothefcenkunde. 

naeln begonnen: dieselbe war in einem Gebäude aiifgestellty 
deren einer Flügel dem Oberintendanten Fouqiiet seine Entste- 
hung verdankte 9 und der andere den Namen Harlay führte, 
zum Andenken an eine Magisilratsperson dieses Namens, der 
dem College seine Bücher vermacht. Die Bibl., bei welcher 
sich auch ein vom Jesuiten Sirmond gesammeltes reichhaltiges 
Medaillencabinet befand, enthielt mehr als 43,000 B<le nebst 
ein paar hundert MSS., die von Cossart unter Beihilfe des be- 
kannten Garnier geordnet waren. In Folge des Attentates auf 
Ludwig XY. wurden die Jesuiten zum zweiten Male aus Paris 
vertrieben, und die Bücher verkauft: für 268 MSS. wurden* 
6000 livr., für die gedruckten Bücher 18,109 livr. eingenommen. 
8. pp. 206 — 208. 237. 360. 

[222.] Heiii^l. — Unter den in Paris lebenden Polen be- 
steht, durch Niemcewicz begründet, eine Gesellschaft, die den 
Zweck hat, Materialien zur polnischen Geschichte, sowohl ge- 
druckte Werke, als Handschriften, Briefe histor. Personen u. s. w. 
zu sammeln, sowie auch Abschriften aus Werken, die sich auf 
Polen beziehen, in den Bibliotheken zu veranstalten. Für die- 
sen Zweck hat die Gesellschaft laut des öffentl. Berichts, der 
über ihre Thätigkeit bis zum J. 1845 Rechenschaft ablegt, 
5317 Fr. verausgabt. Präsident der Gesellschaft ist der Fürst 
Czartoryiski. Gesammteinnahme 8902rFr. (Blatt f. liter. Unter- 
halt. No. 264. p. 1060 a.) 

[223.] Heust. — ßtig- Delacroix hat die ihm übertrage- 
nen Malereien in der Bibl. der Pairskammer vollendet. An der 
Kuppel ist ihs £lysium nach Dante dargestellt: man erblickt 
den letzteren an der Hand Virgil's, der ihn dem Homer, Horaz 
u. A. vorstellt. Um die Kuppel herum befinden sich die Bild- 
nisse von Alexander M., Achilles, Pyrrhus, Hannibal, Cäsar, 
MarcAurel, Socrates, Plato, Aristoteles, Orpheus, Hesiod, 
Sappho. (Kunstbl. zum Gesellschafter. Nr. 27. p. 1248 b.) ' 

[224.] Desyl« — Ein paar interessante Notizen über 
die kais.,' jetzt königl. Bibli«»thck, in Betreff der Localität und 
einiger Handschriften derselben, finden sich in K. A. Yamhagen 
V. Ense^s Aufsalz: Aufenthalt in Paris im J. 1810, im Histori- 
schen Taschenbuch , herausg. von Fr. v. Raumer. Neue Foljge. 
Jahrg. VI. (Lpz. 12.) pp. 327 — 330. 

[225.] ÖesiEfl, — Lettre de M. Degtiignes ä M. Barbier, 
Inbliothdcaire de PEmpereur. (Paris^ 3 Fevr. 1809. J V. Bvllet du 
Biblioph. No. 5. pp. 195—196. 

Betrifil Ueguignes' Yoyage eu Chine in der kaiserl. Bi- 
bliothek. 

[226.] Hedglt — Lettre ä un ami^ mr la supprestion de 



• BibKothekenkande. 75 

la charg& de Bihlioihicaire du Rot, et sur un moyen cTjr suppUer^ 
aussi ^conomique qiCavantageux aus letires; par rabh4 Merqfer 
de SL Uger, (Paris 20 octk 1787.; F. Ballet du Biblioph. Not3. 
pp. 95 — 108. 

Der Brief erschien, in w^igen Exemplaren gedruckt, gegen 
Ende des J. 1787 als Antwort auf eine Broschüre von Cerra, 
welche den Titel führt : *L'an 1787, Pr^cis de rudministratioo 
de la Bibliotheqne du Roi, sous M. Le Noir. 1787. 8. (II. Ausg. 
mit Suppl. 1788. 8.) Diese Broschüre soll später gleichfalls im 
Bullet, du Biblioph. abgedruckt werden. Nicht ohne Absicht 
scheint man jetzt gerade den Abdruck eines Schriftchens ver- 
anstaltet zu haben, das so manche Nachlässigkeiten, Unord- 
nungen u. s. w. aus der früheren Geschichte der kön. Bibl. zur 
Sprache bringt, — als Parallele zwischen sonst und jetzt. (Vgl. 
oben No. 220 und später.) Das Mittel übrigens, was man damals 
in Vorschlag gebracht hatte, um den Biblioth^caire du Roi zu 
ersetzen, sollte darin bestehen, dass an des letzteren Stelle ein 
ganzer Clorps de vrais scavants (celui des ben^dictins de la 
Congregation de St. Maur) träte. Wenn auch dieser Vorschlag 
gerade nicht ganz passend geschienen, so hat er doch sicher 
manches Gute, das sich noch jetzt in Anwendung bringen 
Wtsae, 

[227.] nes^l* — * Mimoire prhent4 en 1830 au gouver-^ 
, nement et aux ckambres par le conseroateur de la BibliotMque d% 
Roi ä Paris. V, Bullet, des arts, pp. 84 — 89. (Die Fortsetzung 
s. in den folg. Nummern des Bullet.) 

Das Memorial e , welches 1830 im Drucke erschienen ist, nnd 
dem mehre ähnliche Schriften mittlerweile gefolgt sind, scheint, 
den ersten Anlass gegeben zu haben zu dem Kampfe, der sich 
in neuer Zf it über die Frage einer mehr oder weniger durch- 
greifenden Reform der kön. Bibl. mit grosser Heftigkeit ent- 
sponnen hat. Insbesondere hat die Frage, ob die Bibliothek in 
ihrem alten baufälligen Locale gelassen, oder in ein ganz neues 
Gebäude übergesiedelt werden solle, zu lebhaften Debatten 
veranlasst, die um so lebhafter wurden^ als man laut Zeitungs- 
nachrichten (s. Ausland. No. 63- p. 252 nach * Monit. industr. 
2 Fevr.) erfuhr , dass in Folge eines Ministerialbeschlusses die 
Bibl. wirklich ein neues Gebäude erhalten, und dasselbe zwar 
auf das arnlere Ufer der Seine, in die Nähe der Kirche St. 
Sulpfce zu stehen kommen solle. Die Architekten waren natür- 
lich mit einer Menge von Vorschlägen zu neuen , grossartigen 
Gebäiulen gleich bei der Hand , während mehre Literaten das 
alte Bibl.-Gebäude in Schutz nahmen, selbige» als ein unan- 
tastbares Eigenthum der Nation sowohl als der Gescbieble 



76 ' Blbliothekenkande. 

bezeichnend, das, durchgreifender Reparatur zwar bedürftig, 
doch nimmermehr aufgegeben werden dürfe. Die Regierung 
hat sich denn endh'ch in der That auch entschlossen , die 
Bibl. in ihrem alten Locale zu lassen , das Local aber zwecl- 
gemäss umzugestalten und zu erweitem. > 

[228.] Ilesi^t. 7— * Divers projeU d^Mifices propos^s en 
1841 pour transfirer la BibUotheque Royale dant le \le ovl le 
XI e arrondissement de Paris, par Gauchi, Paris, 4. 1 J Ä 

[229.] Be^i^. —*De r Organisation des BiUioth^que* 
dans Paris, par le comte de Laborde^ membre de V Institut 12 
Lettres publikes s^ar^ment (Extrait de la Presse,) Paris, Francis, 
8. Avec un grand nombre de planches. 

Nach der Anzeige dieser Briefe im Bullet, du Biblioph. Beige 
No. 6. pp. 499 — 500 sind davon im Ganzen erst drei veröffent- 
licht worden, die sich fast ausschliesslich mit der kön. Bibl. 
beschäftigen, und den Zweck haben, die «öffentliche Meinung 
iur die Erhaltung des alten Locales zu bestimmen. Nous 
souhaitons, sagt der Pariser Bullet, du Biblioph. No. 5. p. 211 
darüber, que le travail pr^cieux de M. le comte de Laborde 
fioit couronne d'un plein succcs; cependant nous vefrionsavec 
plaisir que Tadmioistration fit reparer le local de la Biblioth^ue 
Royalc, qui paroit etre un monument en ruine au milieu d'^un 
quartier si beau et si bien compose. Vgl. Bullet, du Biblioph. 
Beige. No. 4. p. 341 (nach der '*' Presse und dem * Bullet, de 
l'alliance des arts). — Ueber den Inhalt der einzelnen Briefe ist 
Folgendes zu bemerken: 

2. Lettre, pubi, enfivr,^ 24 SS. — considkre la bildiothique roy- 
tde comme occupant le centre topographique et inteUectuel de la mUe 
de Paris. Vgl. Bullet, du Biblioph. N<^ 2. p. 92. 

IL Lettre, publ. en mars, 56 SS. — est une Bemte critique des 
projets prhent^s pour le deplacement de la biblioth^que royale. Vgl. 
'''Bullet, de lalliance des arts^ Tom. III. No. 17. 

VIIL Lettre, p\M. en avril, ^^SS, — est une Etüde sux la am- 
tiruction des bibliotheques. 

Von den übrigen Briefen werden handeln : 

IJL Lettre^ de Vachevement du Louvre, ä propos dud^plac^' 
ment de la bibliotheque royale. 

IV, Lettre, de Vhistoire et description dupalais Moiarin, 

F. Lettre, de Vhistoire de la bibliotkeqiie royale. 

VI. Lettre, des bibliotheques et des livres dans Vantiquiti, 

VII. Lettre^ des bibliotheques et des livres au moyen dge. 

IX. Lettre^ des devoirs du bibliothicaire. 

X. Lettre, de Va^ministraUon d'une grande biblioth^que^ ei des 
r^formes ä introduire dans Vadministration de la bibUoth^que royale. 



SibHothekepkiuide. 77 

[230.] Besffl. — B^arme de la Btbliotheque du Raipar 
P, L, Jacob bibliophile, Paris j alliance des arts et chez Techener, 
12. 151 SS.j excl, Tita u. WeihschHfl. Pr. 1 Thlr. 2 Ngr. (Cet 
ouvrage a Üi publik dans le Journal la Patrie.) 

Die Schrift, welche ik Mr. le comte L^on de Laborde, auteur 
des lettre» sur la bibl. du roi, qiii ont contribu^ a sauver ce mo- 
tium^nt national gewidmet ist, zerfallt in-7 Abschnitte, die sich 
auf folgende gleich näher zu bezeichnemle Gegenstände bezie- 
hen : voraus noch muss bemerkt werden, dass, wenn auch der Verf. 
dieLaborde'schen Ansichten theilt, seine Bemerkungen jedoch zum 
überwiegenderen Theile auf die- innere Reform der Bibl., anf 
die Reform der Verwaltung u. dergl. , gerichtet sind , während 
bei Laborde die äussere Reform d. h. in Betreff der fraglichen, 
Baulichkeiten ein Hauptgegenstand der Erörterung ist. — In- 
halt der Abschnitte: I. Einleitende Bemerkungen über den Neu- 
bau der Bibl.^ Meinungen für und dagegen. Reform der inne- 
ren Einrichtung. Soll die Bibl. einstweilen geschlossen werden. 
IL Verfall der Bibl. ; in ihrer gegenwärtigen Lage ist sie nichts 
weiter^ als eine gewohnliche öffentl. Lesebibliothek, oder, um 
die Definition mit anderen Worten auszudrucken, un vaste ca- 
binet de Lecture ou six cents personnes vi^nnent chaque jour, 
de dix heures du matin ä trois heures de Tapr^s-midi, lire 
gratuitement les livres usuels, qu*on lit dans un salon litt^- 
raire moyennant 30 Centimes par seance. Statt den Gelehrten 
und Bibliophilen dient sie dem gewöhnlichen grosseren Publikum. 
Für Jas Letztere ist dieLocalität der Bibl. unzureichend. Die Ka- 
taloge sind mangelhaft. III. Schilderung des Schadens, welcher 
den Buchhändlern durch eine derart. Benutzung der Bibl. von 
Seiten des gewöhnl. grösseren Publikums erwächst. IV. Erör. 
tening, wie nothwendig der Bibl. ein vollständiger Katalog sei. 
Wegen Mangel desselben herrscht jetzt grosse Unordnung in 
der Bibl. Zwar sind schon oftmals Kataloge begonnen worden, 
allein man ist damit nicht weit gekommen, weil die grosse 
Anzahl der Leser und die vielen Geschäfte beim steten Ver- 
leihen der Bücher die Arbeiten gestört haben. V. Angabe alles 
Dessen^ was den Ruin der Bibl. unter so obwaltenden Umstän- 
den, mag sie nun neu gebaut werden oder nicht, jedenfalls 
herbeiführen muss. VI. So weit meistens nur in Betreff Des- 
sen, was die Bibl. an Druckschriften besitzt. Was die übrigen 
Abtheilungen der Bibl. anlangt, so haben auch sie mancherlei 
Reform nöthig. Die MS. werden zwar noch am meisten ge- 
schont, es Ist aber zu wünschen , dass sie weniger der Feuers- 
gefahr ausgesetzt wären. Beim Transport in ein neues Local 
möchten sie mehr zu leiden haben, als die übrigen Bücher. 



78 Bibliotbekenkimde. 

Die Kopferstiche haben einen unpassenden Standort, nnd bei 
ihrer Benutzung geht es, wie bei den Büchern, d. h. sie werden 
sehr ruinirtl Das Local für die Landkarten n. s. w. ist im -Ver- 
hältnisse Eur geringen Benutzung derselben zu gross, das Local 
für die Alterthümer ist dagegen zu klein. Um allen den bisher 
erwähnten Uebelständen abzuhelfen, müssen ganz neue Ein- 
nchtungen. getroffen werden. Hierzu folgende unmaassgebliche 
Vorschläge: VII. Die Bibl. soll bleiben, wo sie ist> aber nicht, 
wie sie ist. Sie soll in Hinsicht der Localität eine durchgrei- 
fende Reparatur , eine Vergrösserung erfahren. Damit die Be- 
amten zu ihren Arbeiten Ruhe haben , soll die Bibl. einige Zeit 
geschlossen werden. Für dasjenige Publikum, welches der Bibl. 
zu literar. u. derartigen Arbeiten bedarf^ sollen einstweilen an 
verschiedenen Orten der Stadt vier Säle mit den. nöthigsten Bü- 
chern eingerichtet werden. 

[231.] üeiii^l. "— Ein ausführlicher Correspondenzartikel 
in der Deutsch, allg. Ztg., No. 273. pp. 2635b— 2636b. Nr.274. 
pp. 2644 b — 2645 b, stimmt gleichfalls für Herstellung und durch- 
greifende Reparatur des alten Gebäudes der kön. Bibl. (Dabei 
zugleich eine Uebersicht der hauptsächlichsten Schätze, welche 
die Bibl. besitzt.) Aehnlicher Art ist der Correspondenzartikel 
in der Augsburg, allg Ztg. Nr. 237. pp. 1892 b— 1893b. 

[232.] Ilesi^l» — Laut Nacliricht im '*' Courrier Fran9ais 
sollen innerhalb 3 Tagen in der königl. Bibl. nicht weniger als 
1>200^000 Ratten aufgegri£fen worden sein. ? (Bullet. duBibliopfa. 
Bdge. No. 1. pp. 72 — 73.) 

[233.] IlesyL — Zu den bis jetzt erschienenen 14 Bän- 
den der Notices et Extraits des MSS. de la Bibliotheque du Roi 
(s. 1842. No. 217) soll ein Materienregister herausgegeben wer- 
den. (Neue Jen. allg. Lit. Ztg. No. 312. p. 1247 b.) Die erste 
AbtheUung des unter der Presse befindl. 16«. Bandes dieser 
Sammlung wird die Prolegomena von Ibn Khaldoun behandeln. 

[234.] He^ffL — Les ManuscriU Frangoü de la Biblio- 
theque du Roi, leiir histoire et celle des textet allemands, angloi$j 
koUandois, italiens, espagnoU -de la m^me eollection, Par A, Pau- 
Un Paris^ Conservateur-adjoint de la Bibliotheque du Roi (Section 
de$ Manuscrits) etc. VI. Parity Techener. 8. VIIL u. 499 SS,y 
exd. 1 Ä Errata. Pr. 9 Fr. Vgl. 1842. No. 276. 

Paulin schreibt in Betreff des Inhaltes im Vorworte Folgendes : 
On trouvera dans le volurae qui paroit anjonrd'hui plusieurs 
notices assez etendues sur d*anciennes compositions oubli^es 
depuis long-temps et qui m^ont sembl^ dignes d'^tre mieux 
connues. Tels sont les anciens po^raes de Renaut de Montan- 
ban et de Girart de Roussillon; les^ Chansons de geste d*An- 



BibliothekeDkiinde. 70 

tiocbe et du Chevalier au Cigne ; les po^sies de Froissart et celles 
d'£ustache Deschamps, le Rutebeuf du quatorzieme si^cle, comme 
Villon et Kabelais furent les Deschamps du quinzieme et du sei- 
zieme. La liste que je donne (pp.48 — iOO) de toutes les chansons 
legeres des Trouverres offrira moins d'omissions que d'inexacti- 
tudes; mais le reproche de celles -ci ne devra pas toujoura 
m'etre imput^. Nous avons du suivre, feu M. Mouchet et moL 
les textes que nou9 avions sous les yeux. Si d'autres Ma^ 
nuscrits cooserves en Angleterre, en Italie, en Belgique nous 
autorident ä redresser quelques attributions d'autcurs, nous eo 
formerons la matiere d'un prochain erratom. £n attendarlt, 
ä l'aide de nos tables, il semble qu'on pourroit entreprendre 
la publication d'un Corpus de tous les vieux Chansooniers 
Fran^ois; et cette collection ofiriroit peut-^tre les fondemens 
les plus assures de la langue des Sevigne^ des La Fontaine 
et des Jean-Baptiste Rousseau. — So weit Paris. Der Zahl nach 
enthält der vorl. Band die Beschreibung von 99 Handschriften, 
No. 757— 855= 7170—7224. Vgl. Bullet du Biblioph. No. 2. 
p. 80. Bullet, du Biblioph. Beige. No. 4. pp. 352—353. '*' Revue 
de bibliograph. analyt. p. 228. 

Nptice de Pouvrage intitulL: Les Manuscrits Fran^oit de la 
Bibliotheque düRoi^ par Jul. Quicherat V, Bullet.' du Biblioph. 
iVb. 6. pp. 227— 241. Aus dem "*" Journal des D^bats. 

[235.] Ilessl* — Codex Ephraemi Syri rescriptus «im 
Fragmenta Veterit Testamenii e codice graeco Pariäensi cele- 
hetrimo quinÜ ut videtur post Christum seculi eruit atque edidit 
Constaniinus Tischendorf, theologiae in Academia Lipsiensi pro^ 
fessor, (A. m. d. Haupttitel zum ganzen das Ä, u. N, Testament 
umfass, Werke, Codex Ephraemi Syri rescriptus sive Testamenti 
utriusque Testamenti 6<c.) Lipsiae, Tauchnitz. 4. 11 n. 177 SS., 
excl. Titel u. Weihschrift, Nebst einem Facsimile, Pr, n, 9 Thlr, 
Vgl. 1843. Nö. 366. 

Die Bibelausgabe ist mit dem alttestaraentl. Theile vollendet 
Zu Dem, was früher über den Originalcodex der Ausgabe ge- 
sagt worden, ist aus Tischendorf's Prolegomenen Folgendes 
hinzuzufügen : §. 1 (p. 3). Quum ante hos tres annos Novi 
Testamenti fragmenta ederem quae in codice Ephraemi sub 
recenti scriptura latuerant, nonnihil de iis quoque ejusdem co-- 
dicis ' foliis exposui quae ad fragmenta spectant Veteris Testa- 
menti. IMxi autem Veteris Testamenti fragmenta ab alia mann 
atque ea quae Novum Testamentum scripsit profecta esse. 
Quam' manuum diversitatem ut mihi quidem manifestam Ha 
cum tanta similitudine donjunctam dixi ut ad probandunk dif- 
fidlis esset Utramque vero scriptaram ejusdem prorsus aetatis 



80 Bibliothekenkande. 

habni. Quae tnoc dixi nnnc teneo. — §.4 (pp. 4 — 6). Pa- 
triam codicis quod attinet, Prolegg. ad Nov. T,est probavi, Ti- 
den Godicem Alexandriae vel certe io Aegypto exaratum esse, 
lüde in Palaestinam vel in Syriam vel in Asiam minorem 
Gommigrasse, deniqiie advectiim Constantinopolin manum eins 
expertum esse qui antiqua deleret et nova rescriberet. Quam 

SDtentiam non est quod mutem. Sunt antem in Veteris Te- 
imenti fragmentis pauciora quam in Novo Testamento bi- 
storiae codicis vestigia. Correctorem quidem et ipsa passa 
sunt, sed paucis locis atque ejusmodi unde vix in invenienda 
codicis patria adjuveris. Formationes porro sermonis graeci 
grammaticas, quae Alexandrinorum eruditorum esse putantur, 
atque etiam tales scribendi errores qui aiiquam linguae impe- 
ritiam atque ita hominem non ipso genere Graecum prodere vi- 
dentnr^ eadem fere frequentia in Vetere atque in Novo Testa- 
mento sunt. — Der Originalcodex gehört bekanntlich der kön. 
Bibliothek. 

[236.] üeiii^l. — *Descriptian d'un Evangäiaire latin 
manuscrity nauvellemeni acqms par la Biblioth^que royale, par Af. 
Champollion- Figeac, . V. Revue archMogiq. Livr, II, pp, 89 — 96. 
(Vgl. Bullet, du Biblioph. Beige. No. 6. pp. 493—494.) 

[237.] Ilesyl. — Bemerkungen über eine glagolitische 
Bulgarische Handschrift, S, Dobrowsky*s Glagolitica, IL Ausg. 
van W. Hanka, (Prag. 8.) pp. 73 — 76. 

Betrifft eine glagol. Handschrift [No. 2340.] der kon. Bibl. ans 
dem XIV. oder XV. Jahrhdt., welche die Benedictiner von St 
Maurus in ihrer Diplomatik für eine bulgarische gehalten hatten. 

[238.] Besgl. — Notice d'un Manuscrit [No. 8209J du 
Commentaire de Probus sur Virgile. Fragment inedit de ce Gram" 
mairien. Par Fr. Dübner. V, Eevue de Philolog, etc. Vol. I. 
No. 1. pp. 16 — 27. 

Die Handschrift gehört der kön. Bibl. In der folg. Nummer 
soll die Fortsetzung der Notice enthalten sein. 

[239.] Ilesi^l. — * Variantes extraites des manuscrits de 
la bibliotheque royale pour les citations greques qui se trouvent 
dans Priscien, par Pressel. V. Revue de Philolog, Vol. I. No, 2. 
pp. 145—158. 

Die Varianten sind aus der dem IX. Jahrhdt. angehörigen 
werthvoUen Handschrift No. 7496, die zum Theil mit den 
Miinchner MSS. übereinstimmt, zum Theil die Conjecturen der 
Gelehrten bestätigt, aber auch manches Neue bietet. Einzelne 
Varianten sind aus einem zweiten Codex No. 7ö01. 

[240.] Ilesgl« — Anecdoton Parisinum mifgetheilt von 
Theodor Bergk. S. Zeitschrift f. d, Alterthumsw. Hft. L No. iL 



BibliothdL€iilniiide. 81 

pp. 81—88. Bfl. II. No. 14. pp. 109—112. No. 15. pp. 11»— 
120. No. 16. pp. 121—128. No. J7. pp. 129—131. 

' Betrifft den Cod. Reg. 7530 vom J. 780 , der nor Unedirtes 
enthält, und woraus eine kleine eben noch unedirte Schrift des 
Probus de notis — verschieden von derjenigen, welche man bis-^ 
her unter des Probus Namen besessen hat — nach Theodor 
Mommsen's Angaben mitgetheilt ist Hierzu kommen einige 
Bemerkungen über die Handschrift und über deren Alter über- 
haupt, sowie über das von Quicherat daraus veröffentlichte so- 
genannte Gedicht de figuris vel schematibus. 

Zum Anecdoton Parisinumf von M. Hertz. S. Das. HfL V. No. 50. 
pp. 393—398. 

Betrifft eine Stelle des BergVschen Anecdoton und ist rein 
philologischer Natur. 

[241.} Ilesi^l. — Hofrath Jak. Grimm hat in der Sitzung 
der Berliner Akademie der Wissenschaften den 3. April über 
die handschriftl. Sammlung deutscher Minnelieder in der königl.' 
Bibliothek einen Vortrag gehalten. Die Handschrift ist 160T 
vom Kurfürsten Friedrich IV. erivorben und nach Heidelberg 
gebracht, dort aber nicht in der Palatina aufbewahrt worden, 
sondern im unmittelbaren Besitze des Kurfürsten verblieben. 
Auch Friedrich V. scheint sie getreulich bewahrt zu haben, 
so dass sie nicht mit den übrigen MSS. der Palatina 1622 an 
den Papst verschenkt werden konnte. Später ist sie jedoch 
nach Frankreich gekommen , wie, weiss man nicht und bleibt 
weiterer Erörterung überlassen. Möglicherweise war sie erst 
1688 bei der Eroberung oder 1693 bei der Einäscherung des 
Heidelberger Schlosses des Feindes gewaltsame Beute gewor- 
den. Die erste Meldung von ihrem Aufenthalte in Paris machte 
Rostgaard, der die Handschrift 1697 dort copirt hat. Später 
(kurz vor 1705) berichtete Schilter über sie, und 1726 benutzte 
sie Joh. Phil. v. Bartenstein. Proben von ihr gaben 1748 Brei- 
tinger und Bodmer, zehn Jahre später den vollständigen (?) Ab^ 
druck. Alle Versuche, die Handschrift für das Vaterland wieder 
Zugewinnen, sind leider vergeblich gewesen. (NeueJen.allg.Lit. 
Ztg. No. 182. p. 726a.) In Bezug auf den letztgenannten Um- 
stand steht Das, was von v. d. Hagen im Jahrg. 1842 der philo!.' 
bistor. Abhandi. p. 445 gesagt worden war, dass nämlich die 
Handschrift bei dem grossen Gerichte 1813 — 16 leider ver- 
gessen worden sei. Grimm ist 4n seinem Vortrage auch auf 
dieses Vergessen gekommen, und hat denn die Zulässigkeit 
eines solchen Ausdruckes in Abrede gestellt, da von Sdten 
der preussischen Regierung, wenn auch ohne Erfolg, dock 
Versociie zur Wiede r erwerbnng der Handschrift gemadit| sd- 

Pet%h9ldt, Am. 4. WüL-Vfimmmtk. 184ft. 6 



I 

82 Bibliothekeokiuide; 

bige mithin nicht vergessen worden sei. S. den Auf- 
satz: 

Die SamftUung detäscher Minne -Lieder gu Parit, S. Allg, 
Preuss. Ztg. Ab. 164. pj). 805—806. Vgl. Hall. allg. Lit. Ztg. 
lotelligenzbl. No. 71. pp. 577 — 581. 

Hiergegen ist wieder v. d. Hagen aufgetreten, und hat er- 
klärt, dass er keineswegs die Absicht gehabt habe, durch jenes 
Vergessen der preuss. Regierung einen Vorwurf zu machen; 
er sei nicht der Meinung, als habe die preuss. Regierung die 
Handschrift ausser Acht gelassen, sondern er habe nur den 
noch immer bestehenden A^ispruch an die franz. Regierung 
wegen der Handschrift wieder in Erinnerung bringen wollen. 
S. V. d. Hagen's Erklärung: 

Die Heidelberger Lieder-Handschrift in Paris, S, Allg, Preuss, 
Ztg. No, 961. Vgl. Hall. allg. Lit. Ztg. Intelligenzbl. No. 72. 
pp. 588—690. Neue Jen. allg. Lit Ztg. No. 208. p. 831. 

[242.] nengl. — Laut Nachricht im Jahresberichte der 
asiat. Gesellschaft zu Paris, der im Julihefte des '"Journal Asia- 
tique abgedruckt ist , hat die franz. Regierung den Baron Mac 
Guckin de.Slane nach Constantinopel geschickt, um dort für 
die königl. Bibliothek Handschriften anzukaufen, und, was im 
Originale nicht acquirirt werden kann, nach den MSS. in den 
Moscheenbibliotheken copireu zu lassen. Es sollen besonders 
histor. Werke der arab. Literatur, aber auch Uebersetzungen 
griech. Mathematiker, sowie griech. und latein. Handschriften 
berücksichtigt werden. Anderen Nachrichten zufolge wird der 
genannte Gelehrte auch Algier und Marokko besuchen, um dort 
gleichfalls Ankäufe zu machen. Vgl. Ausland. No. 254. p* 
1014a. Hall. allg. Lit. Ztg. Intelligenzbl. No. 23. pp. 185—186. 
[243.] Desi^l; — Progres de la Collection g^ographique 
de la Bihlioiheque Royale pendant Vannie 1844, par Jomard, con- 
servateur du cabinet <?e Geographie, V. Bullet du Biblioph. No, 4. 
pp, 139— J 48. 

Einleitende Bemerkung des Verf. : Pour eviter des rep^titions 
inutiles, nous renvoyons a Tarficle publie l'ann^e derniere dans 
le Bulletin (d^cemb.) sous le titre de Collection g^graphique 
de la Biblioth^que royale, ann^e 1843; la est indiqu^e la di- 
Vision suivie dans cet Etablissement pour le classement des 
cartes et autres productions g^ographiques en cinq branches, 
avec leurs subdivisions, savoir: I. Geographie math^matique 
(et Cosmographie comme introduction); II. Chorographie et 
Hydrographie; III. Geographie physique ; 'IV. Geographie po- 
litiqne; V. Geographie historique. Une sixitee branche com- 
prend les diverses, productioins, teile» qve les cartes raros et 



Bibliotbekenkande. 83 

cnrieases, les cartes-reliefs, les collections diverses, ha diction- 
naires geographiques , les recueils peViodiques consacr^s aux 
Yoyages et h. la geographie et enrichis de cartes. Chaciine 
de ces six branches a fourni an Cabinct g^ographiqne des 
pieces plus ou moiiis neuves ou iraportantes. Le totaKdes 
atlas, feuilles ou pieces diverses^ cabiers ou volumes, depasse 
six mille sept cents. 

[244.] tBen^l» — Das Münzcabinet der köntgHch franzo^ 
sischen Bibliothek^ Von Ihi-Mersan, (^Aus VEpoque,) S. Ham- 
burg. Hier. u. krit Blatt, No, 143. pp. 1129« — 1132a. No, 144. 
pp. 1136a— 1139«. 

Die Qescbicbte des Münz- u. Antikencabinets gebt bis znr R^ 
gierung Franz I. zurück. Die Münzsammlung bat nur sehr klein 
begonnen, und als ihr eigentlicber Begründer ist erst Ludwig 
XIV. anzusehen, der sehr yiel auf die Sammlung verwendete. 
Du Moulinet gedenkt ihrer zuerst im *Äfercure de France, 
Mai 1719. Jetzt ist das Münzcabinet das vollständigste in ganz 
Europa. In seinen verschiedenen Folgen beläuft es sich auf 
mehr als 150,000 Stück, und die Kataloge darüber füllen ein 
zwanzig Foliobände. Hierzu kommen etwa 1500 gravirte Steine, 
4 — 500 Bronzen und sonst noch Vasen, Basreliefs^ Lampen, 
Utensilien u. a., die im Cabinet mit aufbewahrt werden. 

[245.] IDesi^l» — Das Münzcabinet der königl. Biblio- 
'thek hat in neuerer Zeit so manchen Zuwachs erhalten, darun- 
ter eine Reihe von Münzen, welche die Päpste mit dem Namen 
der carolingiscben Kaiser geprägt haben. Viele dieser Münzen 
sind Le Blanc, der bekanntlich über die in Rom für die franz. 
Fürsten geprägten Münzen eine Dissertation geschrieben hat, 
offenbar unbekannt gewesen. (Deutsch, allg. Ztg. No. 223. p. 
2128 b.) 

[246.] nes^l. — * NoHce mr la solle des anceires des 
Thouttnes IIL au temple de Kamak^ expos4e ä la Bibliothhqm 
royale de Paris, et sur la table d^Abydos^ expos4e au Mus4e bri- 
tannique, Paris, Leleux. 8. 1^ BB. 

Die von Prisse aus dem Palaste von Karnak mitgebrachten 
Basreliefs, in welchem Thoutmes TU. die Namen und Bilder 
seiner Vorfahren in chronologischer Ordnung aufgestellt hatte, 
werden in den Souterrains der kön. Bibl. ganz «o, wie früher 
in Aegypten, d. h. in derselben Ordnung einen Platz erhalten; 
S. Kunstbl. zum Morgenbl. No. 68. p. 284a. Ausland. No. 269. 
p. 1076 b. Nene Jen. allg. Lit Ztg. No. 188. p. 751 a. Am letz- 
teren Orte vrird zugleich berichtet, dass die konigl. Bibl. 20 
antike auf der Stelle des alten Cerä ausgegrabene Vasen, zwn 
Theile von 4 F. Hohe nnd mit Reliefs geziert f von demUer- 

6* 



84 

zöge TOD Ccri, Prinzen von Torlooia, zum Geschenke erhal- 
ten bat. 

[247.] Bestl. — ^ Catalogue de la Bibliomque admi^ 
mdraüve du MiniiUre de PJntirieur. Paris. 1844. (oder 1845 ?j 8. 

[248.] W^engL — Lettres de Chardon La Rochetie et de 
Barbier (touchant la BibUoiheque du Conseil d*Etat). V, Bullet du 
Bibliopk. No, 1. pp. 21—25. 

Sehr unbedeutend fiir die Geschichte der Bibl. 

[249.] "DefBfß. — Quelques idees sur les dimnom du CSato- 
Ugue de la Bibliotk^que du Conseil d'*Etat^ par A, A. Bariier, 
Ubliothecaire du Conseil d'^Etat (Communication de Louis Bar-- 
biery sous-hibliotMcaire du roi au Lounre.) V. Bullet du BibUoph. 
iVi.3. pp. 119—121. 

[250.] Reimes, — * Origine de la BibUothique de Ren^ 
ne$y par Domikique Maillet^ Inbliothecaire. Mennes, impr. de Vaüir. 
& 2 BB. 

[251.] 8ehle«(0tadt. — Einige Handschriften der Bi-^ 
bliothek von Schlettstadtf von Dr. Bethmann. S. Serapeum. No. 2. 
pp. 27—32. 

Schlettstadt besitzt in seiner Bibliothek dadurch, sagt der 
Yerf.y dass diese zum Theil von Beatus Rhenanus herstammt, 
ausser dessen sehr merkwürdiger Correspondenz und einer 
grossen Anzahl Incunabehi und sehr werthvoller alter Drucke, 
auch über 100 Handschriften, leider nur schwache Reste Des- 
sen, was theils von jenem berühmten Gelehrten, theils aus dem 
Kloster St. Foix in der Stadt herstammend, sich früher hier 
vorfand, uiul jene Zahl bei weitem überstieg. Haufenweise hat 
man die Handschriften verschenkt, zerrissen, verkauft, ver- 
schleudert; bis erst ganz vor Kurzem, im J. 1840, Bi^chy, Va- 
tin und Müntz sich der Sache annahmen, und den Rest, der 
nur zu häufig die Spuren des Wassers und Feuers trägt, sam- 
melten und vor weiterem Untergange schützten. Was sie ge- 
rettet haben, ist zum grössten Theil theologisdh-ascetischeii 
und scholastischen Inhalts und ziemlich jung; doch fehlt es 
auch nicht an einzelneu sehr werthvollen Handschriften ; ja es 
ist darunter Einiges^ was sich sonst nirgends findet. Das äl- 
teste Stück ist eine Handschrift des VH. oder spätestens vom 
Anfange des Vlll.Jahrhdts., welche dieLectiones domüiicales und 
einiges wenige Andere enthält. Die bedeutendste aller Hand- 
schriften jBt aber eine am Ende des XL und im .Anfange des 
XIL Jahrhdts. in einem Kloster des Constanzer Sprengeis ge- 
schriebene Sammlimg von allerlei Stücken und namentl. von 
tkhochdeutschen Glossen. Vgl 1843. No. 387. 

[252.] Twje§. — * NqUu m la BibiiatMpe de Tn^^ 



Bibliothekenkumle. 85 

par Harmand, biblioth^caire. Troyes^ impr. de Payn. 8. ^BB. 
(ÄU9 den * Memoiren der Akademie tu Troyei,) 

[253 ] Besffl. — * Notice mr la Bibliothique de Troyet. 
V. Armuaire adminiutraUf et' staiistique de VAube powr 1045. 
(Troye$^ Bouquot &,) 

Ob die Schrift mit der Yorfaergehend geDannteo identisch ittt 

[254.] TersAlUes. — Une vifite ä la BibUoth^ d% 
la Ville de Venailles, parJ. Teehener. V. BuUet. duBiblioph. 
No, 3. pp. 122-— 128. 

Der Verf. nennt die Bibl. infiniment pr^iease, and sagt, 
dass sie von der Schlossbibl. zu Trianon zu unterscheiden sei: 
bei der ersteren seien Huot und Leroy, bei der letztem Val^ry 
als Bibliothekare angestellt. Er verspricht spater über die Ver- 
sailler Bibl. ausfuhrlicher zu berichten. Apr^ quelques indi* 
cations sur les beaux et bons livres qui la composent, sind 
Techener's eigene Worte » j'entrerai dans quelques d^tails sur 
divers livres curieux qu'elle possede, etc, Wenn diess nur 
nicht mit dem gewöhnlichen Wortschwalle geschieht, den man, 
wie bei allen Techener'schen Mittheilungen, so auch bei der 
vorliegenden mit in den Kauf erhält. 

[255.] Athen« — Die Universitätsbibliothek hat von 
Seiten der Österreich, u. preussischen Regierung bedeiftende Ge- 
schenke erhalten. Der Kaiser von Gestenreich hat nämlich die 
sämmtlichen Doubletten der Wiener Hofbibliothek an die Griech. 
* Universilät abgeben lassen, und ebenso sind mehre Kisten 
werthvoller Doubletten aus der Berliner kön. Bibliothek, zum 
Theile auch aus anderen preuss. Universitätsbibl., in Athen ein- 
gegangen. (Lpz. Charivari No. 162. p. 2586. Deutsch, allg. Ztg. 
No. 336. p. 3314a. Serapeum No. 24. p. 383.) Von Seiten der 
franz. Regierung hat Salvandj der griech. Bibliothek die Be- 
günstigung des Biicheraustausches gleich den sonstigen Anstal- 
ten ähnlicher Art bereitwilligst zugestanden. (Augsb. allg. Ztg. 
No. 212. p. 1691 b.) 

[256.] Hium^. — * Catalogus librorum et mamucripiorum 
Japomcorum a Ph, Fr. de Siebold coUectorumy annexa envmera- 
turne iUorttm, qui in museo regio Hagano seroantur. Auetore Ph. Fr. 
de Siebold, libros descripsit J. Hoffmann, Accedunt tabulae litho* 
graph. XVI. Lvgduni Batav. (Leiptsig, Fleischer.) foL VI, tc 
35 SS. Pr. n. 6 Thlr. 

[257.] Hesyl« — Achille Jubinal , Professor zu Mont« 
pellier, hat einen Brief an den franz. Minister des Unterrichts 
veröffentlicht^ worin er die literar. Schätze bezeichnet, die er inr 
der Bibliothek im Haag aufgefunden. Daronter befindet sidi 



86 Bibliothekeiikunde. 

dne altfrauz. Dichtung^ die bisher unbekannt war: La com- 
plaiute de Triboulet. (Neue Jen. allg. Ztg. No. 306. p. 1223 b.) 

[258.] Italien« — £in Correspondenzartikel im Bullet, 
du Bibliopb. No. 1. p. 32 und wahrscheinlich daraus wieder 
oder mindestens aus der nämlichen Quelle im Bullet, du Bi- 
blioph. Beige. No. 2. pp. 169 — 170 bespricht die Entdeckung 
mehrer wichtigen MSS., die der Cardinal Mai bei Gelegenheit 
einer Reise durch Oberitalien in den Bibliotheken zu Venedig 
und Verona gemacht hat, z. B. des H. Cyrillus Bibelcommentar 
in griech. Sprache, des Nicephorus Schrift gegen die Iconoda- 
sten, vier Sermonen des U. Augustinus u. s. w. Mai beabsichtigt 
^as Neuentdeckte zu veröffentlichen. 

[259.] Bergamo. — *Dahmt ^^^ dädtische Bibliothek V€n 
Bergamo, S. Oesterreichische Blätter /. Literat u. Kunst, 

Nach vollendetem Neubaue der Bibl. sind die Patrizierfamiliea 
nnd auswart. Freunde der Stadt bemüht, diese Anstalt mit 
Geschenken und Legaten zu Ankäufen eines ihres alten Ruhmes 
würdigen literar. Apparates zu bedenken. Auch die Regierung 
soll auf mehrseitiges Ansuchen nicht abgeneigt sein 9 die in 
mehren Klöstern zerstreut liegenden handschriftl. Schätze nach 
Bergamo schaffen zu lassen. Das im Auftrage der Stadt von 
Benzoni in Marmor ausgeführte Ehrendenkmal des Kaisers Franäs 
I. ist in der neuen Bibl. aufgestellt. (Augsburg, allg. Ztg. No. 
18. p. 142 b.) 

[260.] Breseia. — * Valentinelli , die Quirie-Bibliothek 
zu Bresda, S. Oesterreichische Blätter f, Literat, w. Kunst 

Die Bibl. hat von Franz Sailer, Oberleiter der städt. Reit- 
schule, mehre interessante Geschenke erhalten , meist Medaillen 
und Alterthümer, die von dem Geber auf seinen verschiedenen 
Reisen im Auslande gesammelt worden sind. Darunter befin- 
den sich : ein byzantinisches Astrolabium vom J. 1063 und ein 
hölzerner Runenstab, 95 Centimeter lang, etwa 35 Millimeter 
im Durchmesser, an der Spitze mit einem Nagelkoi)fe ' als Bö- 
schlag und mit einem 12 Centimeter langen Handgriffe. Der 
Runenstab ist achteckig und hat 70 — 75 Cent lange Coluranen. 
Jede der Hauptcolnmnen ist mit 91 roh und ungleich ausge- 
schnittenen Schriftzeichen versehen, die sich von 7 zu 7 wie- 
derholen , so dass sie zusammen genommen in jeder Coliimne 
13 Wochen darstellen : nur die erste enthält ein Schriftzeichen 
mehr, um die 365 Tage eines gemeinen Jahres zu vervoll- 
ftändigen. Die zwischen den grösseren Colniimen befindlidien 
vier- kleineren enthalten mit Runen bezeichnete Feiertage oder 
Feldarbeiten. S. den Artikel: Bereicherung. der Qinriniänischeii 



BibliothdLenkonde. S7 

Bibliothek in Brescfa, in der Illustrirt Ztg. Bd. V. No. lad. 
p.299a. 

[261.] Cremona» — *Biblioteca circolare dt edticaziant 
per ü personale insegnante della cittä e promncia di Crenama 
annessa aW üiituto privato Gallina. V. L* Economista, April. 

Vielleicht nur eine ganz kurze Notiz. — La biblioteca, sagt 
die Bibliograph. Ital. No. 7. p. 183, venne aperta il 1 apriie 
1845. GH associati in citta pagan6 austr. lire 18; in provineia ]2( 
i primi possono avere libri tre volte ia settimana, i secondi due. 

[262.] Ilesgl. — * Cktalogo dei libri che trovansi nella 
Biblioteca circolante di educavione per il personale insegnante ddla 
tittä e promncia di Oremona,. Milano, coi tipi di Lamherti, {Cre^ 
mona, Ottolini.) 8. 2^ SS, 

[263.] Florenz. — Im vierten Reiseberichte Th. Moinm* 
sen's, in der Zeitschrift f. d. Alterthumsw. Hft. IX. No. 98 n. 
99., findei^ sich pp. 779— 784 u. 785—787 Mittheihmgen über 
die der Mediceo-Laurentiana gehörige berühmte Handschrift der 
Briefe Ciceros ad Quintum fratrem und ad Atticum. Die Mitthei- 
lungen beziehen sich zunächst auf die bereits in einem Aufsatze 
(* Jahrg. II. No. 75 f.). besprochene Blätterversetzung im zwei- 
ten Buche der ersteren Sammlung, sowie eine andere dergl. 
am Schlüsse des vierten Buches der Briefe ad Atticum. Sie 
enthalten ferner noch Vorschläge zur Wiederherstellung der rich- 
tigen Ordnung, wobei Mommsen schliesslich bemerkt, dass die 
Mediceische Handschrift noch nicht völlig ausgebeutet sei, und 
dass sich noch manche gute Lesart daraus gewinnen lasse. 

[264.] 8t« C^iacomo. — * BruU Liberali marchese Fi- 
Uppo. Inediti documenii siUla biblioteca e reliqiäe di S. Giacomo 
detto della Marca, pubblicßti per la prima messa del sig, oft. 
Ant. Romandini. Bipatransone, 8. 12 SS. 

[265.] MAntiia. — * Widter^ die Bibliothek von Maniua. 
S, Oesterreichische Blätter /. Literat, u. Kunst 

[266.] nreapel. — Im 7. Capitel des I. Bandes voii: 
"^Napoli e i luoght celebri delle sue vicinanze (Nap., Nobile. 
4), ist der Bibliotheken Erwähnung getban. 

[267.] Rom« — Archives du Latran, bdties par saint Hi^ 
Udrey bibliotheque du Latran^ g4nialogie de la hibliothlque Fa- 
licaTL V, M. Th, deBussierre, les Sept Basiliques deRome ou Vi- 
nte des Sept EgHses. Tom, L (Par,, Sirou, 8.) pp. 152-^16^. 
Nachdem im Anfange des Abschnittes von der besond^reti Sorg* 
falt, womit die Kirche von den ersten Zeiten her auf Erhalt 
tung- und Sammlung schriftlicher Docnmente Bedacht genoiii- 
men, und Dem Aehnliofaen gesprochen worden ist, heisst ^ 



8» BiUiotitekaikaDde. 

achliesslich in Bezug aaf die Bibliothek des Lttems folgenr 
dennaassen: On j conserva les lettres d^cr^tales des soaverains 
pontife«, les actes des coodles, des martyrs et des saints, les 
Berits des Peres et docteurs, les condaiDnations des h^resies, 
en un mot tous les mqnaments ayant quelque Taleur pour Thi- 
stoire de TEglise. Les buües , les diplömes et les d^crets se 
r^digeaient dans cette bibliotheqne. Elle servait de chancellerie 
aus papes, et les bibliothdcaires, appel^ aassi protoscrinaires, 
^taient ordinairement des gens d'une haute capacit^ et d'un 
grand savoir. La bibliotheqne des pontifes resta au Latran 
tant qn*ils y habit^rent eux-m^mes, par cons^uent pendant 
plus de mille ans ; eile fut transporte'e k Avignon, au temps 
de Clement V. (1305 sv.), y demeura pendant cent vingt ans, 
revint h Rome sous le pontificat de Martin V. (1417 sv.)» ^ 
fut alors depos^e au Vatican. Sixte IV. (1471 sv. V. p. 387) fit 
Gonstruire un local magnifique pour le re9evoiry Sixle V. (1585 
SV.) Tagr^ndit et Torna, et gräce h ses travaux e^ ceux de 
plusieurs de ses successeurs, la somptueuse biblioth^ueVaticane, 
placke sous la garde d'un cardinal biblioth^caire, est devenue 
ce quMle est aujourd'hui. On peut donc tracer sa g^- 
n^alogie depuis le premier si^cle de notre ^re. 
(Vielleicht wohl gar noch von früheren Zeiten !) 

[268.] HeugL r— Zusätze mir Uebenicht der Handschrtf- 
t€nverzeich7ässe der Vaiicana, von E. G, Vogel. S, Serapeum. Nq. 
19. pp. 301—304. Vgl. 1841. No. 184. 

Enthält meist ungedruckte Verzeichnisse. 

' [269.] IBenglm — Ein Befehl des Cardinab Lambruschini 
veifpflichtet die Custoden der Vaticana, einen neuen Katalog 
aller in der Bibl. befindlichen gedruckten Bücher zum öffentl. 
Gebrauche anzufertigen. Zur grösseren Förderung dieser Ar- 
beit sind seit einiger Zeit den sogenannten acht Scrittori noch 
fönf Substituten, alles Männer von Fach, beigegeben worden. 
Die Vaticana enthält nicht über 35,000 Bde von Druckschriften, 
darunter freilich viele sehr seltene und werthvoUe Incunabehi, 
sowie Bücher aus Privatbibliotheken berühmter Männer mit 
Bandbemerkungen von ihrer Hand, wie denn überlianpt die 
romischen Bibliotheken in letzter Hinsicht gar nicht so arm 
siml. So besitzt z. B. die Bibliothek der Jesuiten des Colleggio 
Romano die sämmtlichen Bücher des Anton. Muretus, deren je- 
des mit wenigen Ausnahmen wegen seiner handschriftl. Margi- 
nalien fast einem werthvollen Codex gleich steht. Die Armuth 
der Vaticana an Druckschriften erklärt sich aus der Geschichte 
ihrer Entstehung : erst im XVIU. Jahrhdt. schärften Bullen der 
Päpste Clemens XI. u. Xll. den Ankauf von Druckschriften ein. 



JNbBotiiekeiikamlft 99 

Den grossten Zuwachs in dieser Besiehang erhielt die Vaücann 
Tor zwei Jahrzehnten durch Einverleibung der Priratbibliothck 
des Papstes Pins Vil. (Augsburg, allg. Ztg. No. 187. pp. 1493b 
— 149da. Bullet, du Biblioph. Beige. No. 6. pp. 481 — tö2.) 

[270.] Sien». — * Jndice per materie ddla Bildioteca co* 
munale diSiena^ campilato da Lorenzo Ilari^ primo ciutode ü 
esid, Dispenw 1 — VIL Siena^ Hpogr. aJUC iruegna deW Anoora»^ 
1844. (1845 ?). 4. 

Sulla coperta leggesi: Quest* indice presenterk per ordtne 
di materie tutti gli ^utori, le di cui opere esistono nella nostra 
senese biblioteca, i quali hanno scritto sopra qualunque sog^ 
getto di scienza, letteratura ed arte, anche per quel che trat- 
tisi di manoscritti od articoli dei diversi giomali ; e sarii distri- 
buito in 97 dispense di fogli tre ciascuna, in -4 grande dassid, o 
48 colonne, ad un paolo la dispensa per quelli che riceveranno 
la distribuzione qui in Siena, e di una lira toscana per gli altri« 
Non sarannö pubblicate meno di tre dispense al mese. Le spese 
di porto e dazio sono a carico dei signori associati. (Bibliograph. 
Ital. No. 2. p. 24.) 

[271.] Trevlno. — * ValentinelHy die Hädtische BaHo- 
ihek SU Treüiso. S, Oesterreichixhe Blätter f, Literat tu Kumt 

[272.] Polen. — Maciejowski erstattet, laut Blatt f. li« 
ter. Unterhalt. No. 31. p. 124 a, in seiner Beschreibung einer 
nach Petersburg unternommenen Reise einen kurzen Bericht 
über die Schicksale der aus Polen seit der letzten Revolutioa 
1830 nach Russland gebrachten Bibliotheken. Die Bibliothekeo 
der Warschauer und Wilnaer Uuiversitäten , der Warschauer 
Societät der Freunde der Wissenschaften, die Pulawer Biblio* 
theken, sowie mehre in litthauen confiscirte Sammlungen bil- 
den mit der bereits im vorigen Jahrhdt. nach Petersburg ge« 
schafften Warschauer 2^1uskischen Bibliothek eine besondere 
slawische Abtheilung der kaiserl. Bibl. Einen Theil der genannt 
Pulawer Sammlungen hat die Bibl. des kaiserl. Generalstab^ er- 
halten, und die Nieswieczer Bibl. ist an die kaiserl. Akademie der 
Wissenschaften gekommen. 

[273.] Borpat. — Die 5000 Bde stänke Bibliothek, 
welche die Universität im J. 1826 schon von F. M. v. Klinger 
vermacht erhalten hatte, jedoch mit der Bedingung, dass die 
Bibl. der Gattin Klinger's bis zu deren Tode verbliebe, ist jetit 
nach Eintritt dieses Todesfalles an die Universität übergeben 
worden. (Serapeum. No. 3. p. 48.) 

[274.] liiuilc« — Bei dem Brande To^Luzk in Volhjnieii, 
dem Sitze eines uralten röm.-kathol. Bisthums, ist anch eint 
schätzbare Bibliothek zu Grunde gegangen, die viele Documente 



90 BIbliothekenknnde. 

über Kirchengeschichte, immentl. der nnirten Griechen, über dit 
Verhandlungen der poln. Reichstage^ die Einfalle der Tartaren, 
'die Eroberungen der Polen u. Russen enthalten haben soll. (Se- 
rapeum. No. 23. p. 368.) 

[275.] Pc^temburi^. — Unter den Abhandlungen des 
noch nicht lange verstorb. Staatsraths Krug, die von der Aka- 
demie der Wissenschaften einem Commissioiisbeschlusse «ufolge 
gedruckt werden sollen, befindet sich auch ein Aufsatz über 
einen handschriftlichen Chronographen in der Bibliothek der 
Eremitage, als eine von den Q^iellen der nikonischen -Chronik 
in der Bibl. der Akademie der Wissenschaften. (Neue Jen. allg. 
Lit. Ztg. No. 188. p. 751 b.) 

[276.] Des^l. — Die kaiserl. Bibliothek soll laut der 
Nachricht im Lpz. Charivari, No. 146. p. 3334, (wahrscheinlich 
ans dem Generalberichte des russ. Ministeriums des offen tl. 
Unterrichts entlehnt) im J. 1844 (?) 442,788 Bde gedruckte 
Bücher und 17,477 MSS. enthalten haben. Des Nachlesens 
und Excerpirens wegen ist sie im genannt. J. von 809 Personen, 
an 3 Tagen in jeder Woche, besucht worden. Durch die Für- 
sorge ihres jetzigen Direktors von Buturlih wird die Samm> 
lung der Handschriften in Kurzem einen vollständigen Kata- 
log erhalten, nnd derselbe durch den Druck bekannt gemacht 
werden. (Serapeum. No. 3. p. 48.) — In Folge des im J. 1834 
eriassenen Ukases bestehen, fast nur aus Privatmitteln begruo* 
det, in den verschiedenen Gouvernements- und Kreisstädten be- 
reits 42 öffentl. Yolksbibliotheken. 

[277.] Pulkowa. — * Struve, F, G. F., Librorum in 
BihUoiheca Speaäae Pulcovensis contentorum Catcdogtu systemt^ 
ticus, Petropoli. [LijpHae, Voss,] 8. XLVIIL u. 4S7 SS. Pr. 
1|. Thlr, 

[278.] Riga. — Eine Geschichte der Stadtbibliothek zu 
Riga von P — x, s. in der .Dorpater Zeitschrift: *das Inland, 
No. 13. pp. 205^—211. Diese Anstalt, gegenwärtig unter der 
Leitung Dr. Sodoffsky's, zählt 28,190 Bde. (Serapeum. No. 23. 
p. 368.) 

[279.] IJpsala« — Ueber die in der Universitätsbiblio- 
thek befindlichen Papiere des Königs Gustaf III., herausg. von 
E.'G.Geijer,Th.m. Abth. 1. (Hamburg, Perthes. 1845. 8. Vgl. 
1844. No. 610), s. Literaturblatt zu den Rosen. No. 166. pp. 
1319-^1320. 

[280.] Besffl. — Die in Linn^'s Schrifjfcen unter dem 
Namen Nemesia Divina erwähnten handschriftlichen Annota- 
tionen sind , nachdem man lange vergeblich nach ihnen ge- 
forscht hätte, endlich im Nachlasse des Dr. Acrell aufgefunden» 



Bibliothekeiikiuid& M 

und darcb den Prot Fries fiir die Universitätsbibliothek aiH 
gekauft wordeif. Fries wird die Schrift herausgebeo, und man 
dann Gelegenheit haben, sich, über Linn A religiöse Ansichteo 
Aufächluss zu verschafifen. (Neue Jen. allg. Lit. Ztg. 1846. No. 
39. p. 154 b.) 

[281.] ist. Gallen. — Der Ladenpreis von Rcttig's be* 
kanntem Codex Sangalleusis antiquissimus quatuor evangeliorum 
(Zürich, Schulthess. 1836) ist von 9 Thlr. auf kurze Zeit bis auC 
4^ Thlr. herabgesetzt worden. 

[282.] X«aiu9aiine. — *NoHceswr un Manuacrtt du tei- 
zürne sihle, appartentmt ä la Bibliotkeque cantonale, par Fr, C%a« 
vanne&, Poesies inMitesde Q^ment Marot, de Cath^ine de MM-* . 
eis et de TModore de Bise, Lausanne, (Tvbinguey Fues,) 1845. 8» 
Pr,n.}^ Thlr. Vgl. 1844. No. 613. 

[283.] Def^l» — Une Dicouverte littiraire^ par J. 0..i>. 

Revue de Paris, Nouo, Sh, 1844. Tom, XXVUL pp, 276—282. 

BetrifiOt die unedirten Verse Marot's in der Cantonalbibliothek. 

[284.] Zürieh. — Statuten der medicinisck-chinirgisch^ 
Bibliotheh-Gesdlschaftin Zürich. (Vom 21. Jan. 1833.; S. Sera^ 
peum, Intelligenzbi No,S, jjp. 20 — 21. No.4.pp,2b — 29. 

Zum Schlüsse bilden die Statuten zur Benutzung der von 
der medicinisch. Cantonal-Geselischaft im Locale der medicini- 
schen Bibliothek- Gesellschaft in Zürich niedergelegten Bücher, 
sowie der im Archive der Cantooal-Gesellschafl aufbewahrten 
Manuscripte, einen besonderen Abschnitt. 

[285.] IS^panlen. — Dr. G. Heine aus Berlin macht 
durch Spanien eine Wissenschaft!. Reise, vorzugsweise um die 
dort. Bibliotheken und Archive zu Forschungen über Politik, Lir 
teratur und Kirchengescbichte des Mittelalters zu benutzen. (Lps. 
Charivari. No. 162. p. 2589.) 

[286.] J^es^l«. — Die jüngste belgische literarische Sen^ 
düng nach Spanien, (Aus der Emancipation.) S, Hamburg, liteu 
u. krit, Blätter, No.lQ,. pp, 5546 — 5566. ^o. 71. pp. 5606-«!? 
562«. 

Betrifft Gachard s Reise nach Spanien, von der er nach 19 mo- 
natlichen Arbeiten . wieder zurückgekehrt ist, und in Betreff wel- 
cher er theils der köoigl. Akademie, theils der königl. Com- 
mission für Geschichte^ theils der Repräsentantenkammer ht* 
reits -Mittheilungen gemacht hat. Diese Mittheilungen 8in4 
auch schon veröffentlicht. Die erste derselben besteht aii4 
einem Schreiben Gachard's an den Präsidenten der königl. Cömr 
mission für Geschichte, v. Gerlache^ und berichtet über verschie« 
dene Nachforschungen in den. Bibliotheken zu Madrid und* im 
Escuriali In der an ar^b* u.::griech. MSS. überauft reiche« 



, * 



02 KbliotliekiikiiiuJk 

Sammluog des Ecurials hat Gachard kaum ein Fünfzig MSS. 
für seine Zwecke Tbelgische Geschichte) xii analysiren gefunden. 
In der Nationalbibliothek zu Madrid dagegen sind alle MSS. 
Von historischem Interesse. Gachard hat deren etwa 300 analy- 
sirt. Von ganz besonderem Werthe darunter smd die auf Carl Y. 
bezüglichen Handschriften. 

[287.] MadrliL — CantUmtin Latcarü %md seine Hand- 
edkriften-Sammlung^ von E. G. Vogel. S. Serapeum, No. 3. pp. 
40 — 46. No. 4. pp. 55 — 59. 

Bildet den dritten Artikel von Vogel's Erinnerungen an einige 
verdienstvolle Bibliophilen des XIV. u. XV. Jahrhundert, nml 
zerfallt mit Ausnahme der Einleitung, einer Uebersicht der Li- 
teratur, in zwei Abschnitte, deren erster des Lascaris äussere 
Lebensverhältnisse, der andere seine Uandscbriftensanunlung be* 
spricht. Der Hauptbestand dieser Sammlung befindet sich jetzt 
bekanntlich in der Madrider königl. Bibliothek. 

[288.] Türkei. - Türkische BibUotkeken. S. White, Ch., 
Häusliches Lehen und Sitten der Türken. Nach dem Engl, hear» 
beilel, Herausg. von Alfr. Reumont Bd. IL (Berlin^ Duncker. S.) 
pp. 24—42. 

' Der Abschnitt bespricht pp. 24 — ^28 die türkischen Privat- 
bibiiotheken und pp. 29— 42 die o£fentiichen Bibliotheken io 
Constantinopel. Was die ersteren anlangt, so ist darüber 
Folgendes zu bemerken. In den Häusern der Beamten und 
Gelehrten finden steh gewohnlich kleine, aber gewählte Bücher- 
sammlungen, worin die Theologie, Jurisprudenz, Metaphysik 
und Logik den ersten Rang einnehmen. Doch haben auch 
sehr viele von den Gebildeteren die Werke der berühmtesten 
Historiker und Dichter, sowie die der geschätztesten franz. n. 
engl. Schriftsteller. So besitzt z. B. Bekir Pascha, früher Di- 
rektor der kleinen GewehrfaBrik in Dolma Baghdsche, eine 
Sammlung der werthvollsten engl Werke über Mathematik, 
Mechanik, Dam|)fmaschinen, Chemie u. s« w. Ein Anderer, Imam 
Zadeh, Rechtsgelehrter und Inspektor des ö£fentlichen Unter- 
richtes, hat die grösste Sammlung von theol., dogmat. n. Jurist. 
Werken. Ferner hat Kjaja Zadeh, Tituiar von Rnmilien, ein be- 
rühmter Metaphysiker und Bibliophile, eine seltene Sammlung 
Ms., die sich auf seine Lieblingsstudien beziehen. Selim Sirri 
Efendi, der Uebersetzer und Commentator des persischen Dich- 
ters Saib, besitzt eine Sammlung von etwa 500 der besten Dich- 
terwerke, eine Sammlung, die für die beste in ihrer Art gilt, 
Fnad Efendi, zweiter Drdgoman der Pforte und jetzt Gesandter 
hl Madrid , ein Dichter und Sohn des berühmten Dichters Izet 
MoUah, bat eine sehr ausgewählte Sammlung von etwa 1200 Bden, 



ftbliotliekeDkiiiNle. OS 

darunter die geachtesten Werke io engl, franz. u. ital. Sprache^ 
Abdullah Efendi, Hekim Baschi and Titular-Oberricbter iron 
Rumilien, kann eine Sammlung von mehr als dOOO Bden der 
besten Werke über Jurisprud. u. Medicin in turk., arab. n. ital. 
Sprache, aufiveisen , sowie Scheikh Zadeh Essad Efendi , Histo- 
riograph des Reichs, die ausgewählteste und zahlreichste Samm- 
lung von Geschichtswerken, Romanen und Gedichten in den drei 
Sprachen. — Was dagegen die öffentlichen Bibliotheken (Kitab 
Khana) in Constantinopel anlangt, so datirt sich deren Errich- 
tung von den frühesten Zeiten der Eroberung her. Die osma- 
nischen Sultane, begierig, den Khalifen von Bagdad nacbsa 
ahmen, schätzten und belohnten nicht nur die Gelehrten, soih 
dem gründeten auch Bibliotheken, um die Geistesprodukte der- 
selben der Nachwelt zu erhalten. Leider sind die Bibliotheken 
in früherer Zeit oft durch Brandunglück heimgesucht worden. 
So wurde bei dem grossen Brande der Stadt im J. 1465 die 
aus 12,00Q Bden bestehende Bibliothek des Grossherrl. Palastet 
gänzlich von den Flammen verzehrt Alle Bibliotheken be- 
sitzen hinreichende Fonds zu ihrer Erhaltung und zur, wenn 
auch nur dürftigen, Besoldung der Bibliothekare (Hafizi Kutub) 
und Diener; doch scheint es nicht, dass diese Fonds zur Ver- 
mehrung der Bibl. verwendet werden, so dass die Zahl der Bde 
fast immer dieselbe bleibt, wie zur Zeit der Stiftung, und oor 
gelegentlich werden von Sultanen oder Privatpersonen Geschenke 
gemacht. Die Sultane ziehen es jedoch in der Regel vor, selbst 
Bibliotheken zu gründen, statt die ihrer Vorgänger zu ver- 
mehren. Die Zahl der öffentl. Bibliotheken ist 40; die des 
Serai kann man kaum dazu rechnen , da sie selbst nicht^ein- 
mal den Bfoslimen ohne besondere Erlaubniss zugänglich ist. 
Die Gesammtzahl der in den offentl. Bibl. befindlichen Bucher, 
welche 76,000 Bde wohl nicht übersteigt ^ ist verhältnissmässig 
gering, und zwar um so mehr, als ein Viertel von dieser Zahl 
noch dazu aus Doubletten besteht; allein man hat zu beden- 
ken, dass, mit wenigen neueren Ausnahmen, die Bibliotheken = 
meist nur schon geschriebene und verzierte Mss. enthalten, nnd 
dass im Durchschnitte die für jeden Band gezahlten Summen* 
den mittleren Pcets von seltenen in Europa gedruckten Wer- 
ken weit übersteigen. Die bemerkenswerthesten Bibliotheken 
siud: 1) Bibl. der Moschee von Ej üb, 1160 von Muhammed IL 
gestiftet, soll mehr als 1100 Bde fast ausschliesslich theologr 
Inhalts umfassen, und grosienthcils aus Brussa stammen. 9) 
Bibl. der Moschee Muhammeds IL, 1470 gest, besitzt 940 Bde, 
hauptsächlich theolog. u. juristische Werke. 3) Bibl. der Mo- 
schee Bajesid's IL, von diesem 1607 gest, mit 1400 Bden theolog. 



9i KblioAelBeidiniidi^ 

n. Jurist \Verke, deren groaster Thetl 1770 Toih damal. Scheikh« 
ül-Islam, Abdullah Efendi, Verwalter der Wakufs dieser Moschee 
unter Murad IIL, dazu gekommen ist. 4) Bibl. der Seümja 
Moschee, 15:27 von Selim 1. gest., mit 1350 Bden, deren grösster 
Theii aus Aegypten stammt. Einige der werthyoilsten Mss. 
gehorten den Bibliotheken der abassidischen Khalifen der zwei- 
ten Linie. 5) Bibl. der ^chahzadeh (Prinzen) Moschee, 1550 
vonSuleiman gest., klein zwar, aber mit manchen seltenen und 
merkwürdigen Mss. in pers. u. arab. Sprache. 6) Bibl. der Mo- 
schee Suleiman's I., von diesem gest., mit 1750 Bden. 7) Bibl. 
Ibrahim Pascha's , Gross- Wesirs unter Achmed 111., 1719 gest., 
mit J600 Bden, worunter die ersten in Constantinopel gedruck- 
ten Bücher sind. 8) Privatbibl. des Serai, von Achmed Ilf. 
1720 gest., im dritten und inneren Hofe des alten Serai, den 
Fremden so gut. wie nicht zugänglich. 9^ Bib|. der Walide 
Terkan Suitana in der Jeni Pschami Moschee, von deren Sohne 
Achmed III. 1725 gest., nur klein und fast ausschliesslich ans 
dunklen theolog. Schriften bestehend. 10) Bibl. der Aja So6a, 
1456 von dem Eroberer gest., nächst der grossen Serai-Bibl. 
die wichtigste und zahlreichste Sammlung der Hauptstadt. 11) 
Bibl. von Galata Serai, 1753 von Mahmud I. gest., befindet sich 
in der Mitte des oberen Hofes, und enthält 800 Bde in den drei 
Sprachen und etwa halb soviel medicin. Werke in franz. Sprache. 
Für beide Abtheilungen ist ein besonderer .Bibliothekar. 12) 
BM. Osman's III., bei dessen Moschee (Nuri Osmanja) 1755 
gest , mit 2600 Bden , einem Ober - und 3 Unterbibliothekaren. 
13)- Die grosse Bibl. des Serai, 1767 von Mustafa, III. gest., 
in dem Theile des inneren Hofes, der den Namen Bostand- 
scfai's Garten (Bostandschilar Bostani) fuhrt, in einem isolirten 
Gebäude. Diese Sanmilung ist mannigfaltiger als irgend eine 
andere Bibl. der Hauptstadt. Die Zahl der Bücher soll sich- 
1842 nach der Aussage des Bibliothekars auf 4440 Bde und mit 
der kleineren davon getrennten Serai-Bibi. ^höchstens 3000 Bde) 
asf etwa 7000 Bde belaufen haben. Demnach wäre die An- 
gabe D'Ohsson's von 16,000 Bden unrichtig. 14) Bibl. Raghib 
Pascha's 1762 von diesem, dem Gross- Wesir Mustafa's III., 
dem Dichter^ Moralisten und Beschützer der Literatur, gest. 
Sie ist eine, wenn aucb nicht der zahlreichsten, doch der in- 
teressantesten Bibliotheken der Hauptstadt, in der Strasse Koska 
in einem isolirten Gebäude. 1600 Bde, alles treffliche Werke. 
15) Bibl. Abdul Hamid*», von diesem Sultan 1781 gest., in der 
Nähe des Landungsplatzes von Baghdschi Kapussi, mit 2500 
Bden. 16) Bibl. Atif Efendi'^s , des durch seine gelehrten 
Kenntnisse berühmten Finaqzministers Mahmud^s I., 1750 gest^^* 



BibliothekeDkmnie. 9ä 

r 

auf dem Gipfel des dritten Hügels. 1900 Bde. — Jede Biblio« 
thek besitzt einen geschriebenen Katalog und ausserdem einen 
zweiten (Essaini i Kutub), der eine kurze Angabe des Inhaltes 
eines jeden Buches enthält. Die Bücher sind einfach zwary 
aber sehr sauber in dunkles Maroquin oder Kalbleder gebun- 
den, mit einem Schlosse versehen, und liegen auf der Seite* 
Die Titel befinden sich auf dem Schnitte des Buches und nicht 
auf dem Einbände. Fast alle Bücher stecken in einem Fut-^* 
terale, zum Schutze gegen Feuchtigkeit und Insekten. Die 
meisten sind auf feinem Pergamente oder sehr geglättetem Pa- 
piere geschrieben, oft mit goldenen Arabesken verziert , und 
zu Anfang derKapitef befinden sich häufig Sprüche in gold-- 
ner^ blauer u. a. 'Schnft. In einigen Bibliotheken stehen die. 
Büchergestelle in der Mitte der Zimmer, und bilden ein mit 
Drahtthüren versehenes Viereck; das Ganze ist dann wieder 
mit einer Drahteinfriedigung umgeben , die hinreichend Raum- 
für den Bibliothekar übrig lässt. Der Fussboden ist mit Mat- 
ten belegt, und an den Wänden befinden sich niedrige Diwana- 
(Minder) oder Kissen (Schilti), worauf man sich setzt, nm zo 
lesen ) und vor denselben eine Vorrichtung, um die Biicher 
darauf zu legen. Wer aus einem Buche abschreiben will , mus» 
sich die Schreibmaterialien selbst mitbringen, setzt sich auf. 
die Matten oder Kissen, und bedient sich der Knie als Tisch. 
Feuer, Licht und Tabakrauchen sind verbotene Dinge. Die 
Bibliotheken sind^ mit Ausnahme des Bamazan, der beiden Bai- 
ram und der Feiertage, täglich von 9 yhr Morgens bis zum 
Abendgebete geöffnet. In den Bibliothekszimmern herrscht die- 
grosste Ruhe, da man selbst die Pantoffeln, um ihr Geräusch 
zu vermeiden , am Eingange stehen lässt.. Die Verordnungen 
für die kaiserlichen, wie für die von Privatpersonen gegründe-' 
ten Bibliotheken sind fast die nämlichen. Diejenigen Samm-- 
lungcn, welche sich in oder bei den Moscheen befinden, stehen ' 
unter dem Schutze der Kirche, die in besonderen Gebäuden 
werden von der Wakufia verwaltet. i 

[289.] Atliod. — Trotz der weitläufigen Schilderungen 
des Berges Athos und seiner mönchischen Institute imzweiCa-r. 
piteln, im 9. u. 10. des IL Bandes von J. Ph. Fallmerayei^s i 
Fragmenten aus dem Orient (Stuttg. u. Tübing. 8.), auf fast 
anderthalb hundert Seiten, findet der Verfasser doch nur gans. 
gelegentlich Veranlassung, über die Bibliotheken der Abteien 
auf Athos zu sprechen. Dazu sind es mehr Betrachtungeil,-: 
als eigentliche Angaben und Nachrichten, so dass man aus dem 
Wenigen, das der Verf. pp. 99 — 101. über die Bibliotheken bei--: 
bringt, in Betreff der Geschichte und Beschreibung dieser Samni-' 



96 Bibßotliduure. 

loogien kaam yiei mdir als mchU erfahrt. — Auf byzantioi^ 
ache KlBater aberhanpt, sagt der Verf., und insbesondere auf 
den Berg Athos die occidentalischen Begriffe von Literatur und 
Dem, was damit zusammenhängt, anwenden zu wollen, würde 
grosser Inrtbum sein. Liturgischen Bedarf ausgenommen, habe 
man auf Athos, so lange die Klöster bestehen, noch niemals 
ein Buch angekauft, vom Klostervermögen auch nicht einen 
Pfennig für solche Zwecke hingegeben, weil man nicht ein- 
adie, wozu die Bücher gut seien ; denn Alles, was der Mensch 
Eur Seligkeit nöthig habe, glaube man, sei schon lange fest- 
gesetzt, und weltliches Wissen und Grübeln führe vom Wege 
des Heiles ab. Die Sammlungen der Klöster haben sich ohne 
Zuthun der Gemeinde aus der Verlassenschaft verstorbener 
Bischöfe oder büssender Laien und ohne Plan gebildet Welt- 
müde Intriguanten, Feldherren, bankerotte Hofleute und ausge- 
triebene Fürsten aus Byzanz haben mit ihrer Langenweile und 
' ihrem Lebensüberdrusse zugleich ihre Politur und ihre Bücher 
mitgebracht, die nach ihrem Tode den Klöstern geblieben, die 
aber Niemand gelesen und die in späterer Zeit nach Europa 
verhandelt worden, oder in Massen verfault seien. — So der 
Verf., und man sieht, das Wenige, was der Verf. giebt, ist 
nicht einmal ganz richtig, sondern leidet an Uebertreibungen. 



Bibliothekare u. 8. w. * 

(Vgl. die Artikel: BibliothdLchronik im Serapenm und Chroniqae 

im Bullet, du Biblioph. Beige.) 

[290.] lkn§;ui»9 P* R.» Conservator der Mazarinschen 
Bibliothek in Paris u. Mitglied der Deputirtenkammer, geb. 6. 
Octbr. 1783 zu Melle (deux S^vres), f 21. Decbr. 1844. IHe 
Conservatorstelle ist seitdem eingezogen worden. 

[291.] nähr, Dr. J. €li. F., Oberbibliothekar der 

Universität Heidelberg, geh. Hofrath n. Professor, hat heransg.: 

* Geschickte der romischen LdieratuT, 3 s durchaus verb, u. verm* 

Ausg» Bd. IL, die Prosa^ Nachträge ic. Register enthalt Carls^ 

ruhty MüUer. 8. 47^ BB. (Pr. 5 Thlr. pro Bd. I u. II) 

[292.] BarMer» A.» Bibliothekar der kaiserl. u. königl. 
Bibliothek in Paris. 

Lettres de Ch. Kodier et du comte Ch. Pasero de Comdiano 
a Barbier. V. Bullet du Biblioph. No. 2. pp. 74—76. 

[293.] Bectastein» Ii», Hofrath u. herzogl. Cabinetsbi« 
bliothekar in Mdningen,ist zugleich zum Archivargehilfen bei dem 
dort gemeiaschaftL Hennebergischen Archive ernannt worden. 



Bibliothekare. 07 

[294.] BenthardI, ]»r. €. Ch. 8., Bibliothekar der 
kurfiirstl. Bibliothek in Cassel , hat heraasg. : 

Karl Schomburg, Brieftcechsel und Nachlass mit biographi- 
schen AndetUungen. Mit Schomburg* $ Bildniss. Kassel, Bohne. 8. 
VIII u. 471 SS, (Pr. n. 2 Thlr,) 

S. Anzeigen davon in d. Blatt, f^ liter. Unterhalt. Nr. 336. 
pp. 1346 b— 1348 a; d. Lpz. Repert. Hft. 38. pp. 455— 457; 
von Ch. Feidmapn in Biedermann's Deutsch. Monatsschrift 
Novbr. pp. 435—441. 

[295.] Beuchot, Bibliothekar der Deputirtenkammer 
in Pafis, beabsichtigt laut Lpz. Charivari, Nr. 150. p. 2397, seine 
Stelle aufzugeben, und es sollen sich nicht weniger als 800 
Bewerber darum gen^eldet haben. 

[296.] Bdhmer» »r. Jf. F., Bibliothekar der Stadt- 
^ bibliothek in Frankfurt a. M-, hat herausg. : 

Fontes Rerum Germanicarum. Geschichtsquellen Deutschlands. 
Bd. II. Hermannus Altahensis und andere Geschichtsquellen 
Deutschlands im dreizehnten Jahrhundert. Stuttgart, Cotta. 8. 
LVIu.b7^SS. (Pr. 3Thlr. b Ngr.) 

S, Anzeige davon im Literaturbl. zum Morgenblatt. No. 96. 
pp. 381b— 382 a. 

[297.] Bouffy» A« de» bisher überzähliger Beamter an 
der St. Genevi^ve Bibliothek in Paris, ist zum Employ^ an 
Dufay^s Stelle ernannt worden. 

[298.] Brotonne» F. de» Conservator der St. Gene- 
vieve-Bibliothek, hat herausg. : - 

* Civilisation primitivey ou essai de restitution de la pMode 
antehistorique pour servir dHnirodu^tion ä Vhistoire umcerselle. 
Paris, Warie. 8. 530 SS. (Pr. 7 JPV. 50 C.) 

[299.] Bussedl» O« M.» Professor der Philologie und 
Weltgeschichte am Lyceum di Porta nuova in Mailand, ist zum 
Bibliothekar der Universität Pavia ernannt worden. 

[300.] Beflinne-llIalilUe, "¥,., Stadtbibliothekar in 
Doornik u. Professor der fläm. Sprache am dort, Athenäum, ist 
45 Jahr alt zu St. Pierre-lez- Calais gestorben. 

[301.] BIdroB, de la Biblioth^ue Boyale ä Paris et 
Secretaire du Comit^ historiq. des arts et monuments. 

* Manuel d* Iconographie ChriUenne Grecque et Latine, avec 
une introduction et des notes par Didron, traduit du manuscrif 
byzantin, le Guide de la peinture^ par U docteur P. Durand^ 
correspondant du comitd etc. Paris, impr.royale. 8. XLVIIIu. 
483 SS., excl. Titel. (Pr. 4 Thlr.) 

S. Anzeige davon im Bullet, du Biblioph. Beige. No. 4. pp. 
350—352. 

PelaAtfIdr, Anz. d. BibL-lViNeiuch. 18iS. 7 



98 Bibliothdkare* 

[302.] Bmi, J« €h., Vorstand der grosshersogl Hof- 
bibliothek in Karlsruhe u. Professor, ist zum Hofrathe ernannt 
worden. 

[303.] J^fimse» Br« K. O.» grossherzogl. badiscber 
Archivrath, früher Professor u. Bibliothekar an der Universität 
Heidelberg, geb. 23. Mai 1772 a^ Heidelberg, f M ^^^■^* ^" 
Karlsruhe. 

[304.] Dufay» seither. Employ^ def St. Genevieve-Bi- 
bliothek in Paris, ist an Tastu's Stelle zum ünterbibliothekar 
befordert worden. 

[305.] fiidelein» JF., Professor u. ehemal. Oberbiblio- 
thekar der Universität Heidelberg, hat heransg. : 

^Samuel Butlers Hudibras ein schalkhafles Heldengedicht Zum 
erstenmal vollständig im Versmasse des Originals frei verdeut- 
schet und neu mit Commentar aussgestattet. Freiburg L £., Lippe, * 
a XLIV u. 299 SS.y exd. Titel %, Druckfehlm>er%eichn. Mit 
einem Kupfer, {Preis 3 Thlr.) Vgl. Literaturblatt zum Mor- 
genbl. 1846 No. 10. pp. 37 a — 10 a. 

[306.] FIckert, M., bisher. Professor und Bibliothekar 
der Landesschide Schulpforta, ist 30. April alsBector u. erster 
Professor des Gymnasiums zu St. Elisabeth in Breslau einge- 
fiUirt worden. 

[307.] Freylieirg-KisenberiP, Frelh. v«, Staats- 
rath in München , ist auf drei Jahre zum General-Conservator der 
wissenschaftlichen Sammlungen des baier. Staates ernannt worden. 

[308.] Friedländer, Pr. «.» Bibliothekar der all- 
gem. Kriegsschiüe n. Custos der königl. Bibliothek in Berlin, 
hat herausg.: 

* Die Inschrift der königlichen allgemeinm Kriegsschule. Eine 
epigraphische topographische Noti* als Gelegenheitsschrift. Ber- 
lin, gedr. in der Druckerei der kön, Akademie der Wissenschaften. 
8. IS SS. 

* Die Einleitung Jtur Kriegsordnung des Markgrafen Albrecht 
des Ersten von Brandenburgs Herzogs in Preussen, (Aus der 
Zeitschrift f Kunst ^ Wissenschaft u. Geschichte des Krieges. 
Jahrg. 1845. Hft. 2 besond. ahgedruckt.) Beriin^ gedr. bei Schade, 
8. 12 SS. 

Letzteres ist aus einem MS. der königl. Bibl. Ueber beides 
vgl. Berl. liter. Ztg. No. 4b5. pp. 720—721. 

[309.] Frocheur, F.» Attache bei der MS.-Abtheilung 
der königl. Bibliothek in Brüssel^ hat herausg. : 

* Notice sur le roman de la Belle Hilkne de Cpnstantimple, 
rddige en vers, au Alle si^cle, par Alexandre de Paris, et 
mis en prose^ en 1448, par Jean Wauquelin, (Extrait du T. 



BiUiothekare 90 

XU. no, 3 des BuUet. de tAcadMe rayale de Bfuxdles,) Bruxelles. 
8. 15 SS. Vgl. Bullet du Biblioph. Beige. No. 4. p. 354. 

[310.] Oersdwf, »r. K. «., Hofratb u. Oberbiblior 
tbekar der Universität Leipzig, giebt heraus: 

Leipziger Repertoriwn der deutschen und ausländischen Lite~ 
ratur. Jahrg, ä 52 Hße. Leipzig^ Brockhaus, 8. (Pr, n. 12 
Thlr.) 

[311.] C^Tay» A, t.» k. k. geh. Hof- u. Hausarchivar 
n. s. w., früher Scriptor der k. k. Hofbibliothek in Wien, f 9. 
Jun. das. 

[312.] Gfrörer, Br. A. F., Professor u. Bibliothekar 
der königl. Bibliothek in Stuttgart, ist zum correspond. Mit- 
gliede der histor. Klasse der königl. Akademie zu München er« 
nannt worden. 

[313.] «onod, B., Stadtbibliothekar zu Clermont-Fer- 
rand, bat kürzüch eine Sammlung von 226 bbher noch nicht 
veröfifentlichten. Briefen des Abb^ Ranc^ Reformators von La 
Trappe herausgegeben. Einige Mittheilnngen aus den von 
ihm früher herausgegebenen '^Memoire» de FJ^chier sur les 
grands jours tenus a Clermont, en 1665 — 66, s. in d. Blatt f. 
liter. Unterhalt. Nb. 3^1. p. 1368. 

, [314.] «r&dse, »r. J. O. Tlr., Bibfiothekar des 
Königs Friedrich Augast in Dresden, hat . herausg.} 

Handbuch der allgemeinen Literaturgeschichte alier bekannten 
Völker der Wdt, van der ältesten bis auf die neueste Zeit, zum 
Selbststudium und für Vorlesungen. Ein Aussiug aus des Verfas^ 
sers grösserem Lehrbuche der aligemeinen Literärgeschichte. Bd. L 
Literaturgeschichte der alten Weit. Hfl. 4. 5. — Bd. IL Lite- 
raturgeschichte des Mittelalters, Hft.l. 2. Dresden n. Leipsig, 
Arnold. 8. 23 BB. (Pr. des Hfts. 15 Ngr.) 

Jacobi a Voragine Legenda aurea vulgo historia Lombardica 
dicta. Ad optimor. libror. fidem recensm't, emendavit, supplevit^ 
potiorem lectionis varietatem adspersit, interpunxit^ notas histor,^ 
prolegomena et catalogum sanctorum bibliographicum adjedt etc. 
Fase. in. IV. Dresdae et Lipsiae, Arnold, a SS. 386—768. 
(Pr. 2 Thlr.) 

Als künftig erscheinend ist angekündigt: 

Geschichte der engl NationalUteratur "von den ältesten bis 
auf die neuesten Zeiten, zum ersten Male vollständig eniwickdt 
und mit dem nöthigen bibliographischen Material versehen. Dres- 
den u, Leipzig, Arnold. 

Wörterbuch der gesummten Mythologie edler bekannten Völker 
der Erde, nach den OriginalqueUen bearbeitet, mit den wich- 

7* . 



100 Btbtiothekare. 

tigsten Beweisstellen und mit Udtersiehten der wichtigsten ReU- 
gionssysteme versehen. Leipsig, Brockhaus, 

Ueber Grässe's frühere Schrift : Die Sage vom ewigen Ju- 
den (^Dresden u. Leipzig, Arnold. 1844. 8J, 8. Bullet du Bi- 
blioph. Beige. No. 6. pp. 495 — 496. 

[315.] Orllle, F., Stadtbibliothekar zu Angers, hat laut 
Bullet, du Biblioph. Beige, No. 4. p. 345, adress^ une verte 
mercuriale ä Blordier sur la pr^face de la traduction de la Vie 
de Pierre Ayrault par Gilles Menage (Paris, Techener. 20 SS.), 
zur Vertheidigung des Letzteren. 

[316.] Hanka, IV., Bibliothekar u. Archivar des Natio- 
nal-Museums in Prag, hat herausg. : 

DohrowskfU Glagolitica, Ueber die glagolitische Literatur: 
das Alter der Bukwica: ihr Muster^ nach welchem sie gebildet 
worden; den Ursprung der Römisch - Slawischen Liturgie; die 
Beschaffenheit der dalmatischen UebersetMung ^ die man dem 
Hieronymus anuchrieb u. s. w. Zweite verbesserte und viel ver- 
mehrte Ausgabe. Mit drei lithograph. Tafeln, Prag, Wenedikt. 
8. 6ii.80ÄÄ (Pr. n^Ngr.) 

[317.] Herbst, »r. J. F. «., Professor und Unter- 
bibliothekar der Universität Göttingen, ist auf Ansuchen seiner 
Steile an der Bibliothek enthoben worden. 

[318.] Hdek, »r. €. F. €•, Professor u. Unterbiblio- 
thekar der Universität Göttingen, ist an Beneckens Stelle zum 
Bibliothdcar das. befördert worden. 

[319.] Höclc, IT., Secretair der berzogl. Bibliothek in 
Wolfenbüttel, hat herausg. : 

Anton Ulrich und Elisabeth Christine von Braunschweig^Lü- 
neburg- Wolfenbüttel, Eine durch archivaUsche Dokumente be^ 
gründete Ddrstellung ihres Uebertrittes sur römischen Kirche. 
Jfolfenbüüel, Holle. 8. XIV u. 320 SS. (Pr. }\ Thlr.) 

Anzeigen und Auszuge davon s. Lpz. Repert. Hft. 18. pp. 
187—190. Liter. Blatt, zum Gesellschafter. 1846. No. 1. p. 15a. 
Hamburg. liter. u. krit. Blatt. No. 82. pp. 641 a— 643 a. No. 83. 
pp. 650 b— 653a. No. 84. pp. 657a— 660a. No. 85. pp. 665a — 
668a. No. 86. pp. 673b— 676a. No. 87. pp. 681 b— 683b. No. 
88. pp. 690 b— 692 a. No. 89. pp. 698 a— 701 a. Blatt, f. liter. 
Unterhalt. No. 305. pp. 1221a— 1223 b. No. 306. pp. 1225 a — 
1228a. No. 307. pp. 1229a— 1231 b. No. 308. pp. 1233a— 1234b. 
No.309. pp. 1237 a— 1239 b. 

[320.] Huot, JT« JT, IT., Conservator der konigl. Biblio- 
thek in Versailles, -J- 19. Mai. Er ist Verf. der Biographien von 
Lavoisier u. Lamouroux, mehrer genealogischer Abhandlungen, 
war Mitarbeiter an mehren Encyclopadien u. wissenschaftl. Zeit- 



Bibliothdutfe. 101 

Schriften y and besorgte die 11. Ausgabe und Fortsetzung von 
Malte-Brnn's Precis de g^graphie universeile. 

[321.] JFoinard, Conservateur-Administrateur der kö- 
nigi. Bibliottiek in Paris und Mitglied des Instituts. 

* Voyage au Darfour par le Cheykh Mohammed Ebn- Omar 
el T(ntnsy^ Reoiseur en Chef ä VEcoh de m^decine du Kaire; 
traduit de VArahe par le Dr, Perron, Direct. dePEcolede mid. 
du Kaire etc.; ouvrage accompagnd de Cartes et de Ptanch'es et 
du Portrait du Sultan Abmi-Madian: publik par les soins de 
Jomard etc; preced4 d*un pr^face contenant des remarques sur 
la region du Nil-Blanc sup^iewr^ par le Meme, Paris^ Duprat. 
8. LXXXVin u. 491 SS.y mit 6 lithogr, Kart u. Taf. in 4. tt; 
fol. (Pr. 10 Fr,) 

S. Anzeige davon im Lpz. Repert. Hflt. 49. pp. 382 — 386. 
[322.] Meiler, Dr. A., ist 27. Novbr. J844 zum or- 
dentl. Professor der german. und roraan. Literatur, sowie an 
v. Mohl's Steile zum Oberbibliothekar der Universität Tübingen 
befordert worden. 

[323.] Klemm, Dr. «., Bibliothekar der königl. Bi- 
bliothek in Dresden , hat heransg. : 

Allgemeine Cultur-Geschichte der Menschheit Nach den besten 
Quellen,, Bd, IV. Die Urzustände der Berg- und Wüstenoölker 
der activen Menschheit und deren Verbreitung über die Erde, Mit 
7 Tafeln und verschiedenen t?i den Text eingedruckten Abbilduih' 
gen. Leipzig, Teubner. 8. VI u. 418 SS, (Pr. 2^ Thlr ) 

S. Anzeigen det 3 ersten Bände in d. Bl. f. lit. Unterhalt, No. 348. 
pp. 1393 b— 1396a, des 3. u. 4. Bandes im Lpz. Repert. 1846. Hft. 4. 
pp. 136—139. Literaturbl. z. Morgenbl. 1846. No. 13. pp.49 — 61. 
[324.] Mopitar, dem berühmten Custos der k. k. Hof- 
bibliothek in Wien, haben mehre Freunde auf gemeinschaftli- 
che Kosten auf dem St. Marx-Kirchhofe einen Grabstein, nach 
der Zeichnung des Hofbauraths Spranger, setzen lassen. 

[325.] KoBakts, €i. Z«, Inspector der Staatsbibliothek 
in Athen, ist zum Ehrenprofessor der dort Ottouniversität er- 
nannt worden. 

[326.] Mralilnf^er, J. G., Custos der königl. Staats- 
bibliothek in München, hat heransg.: 

S. Bernardi Claraevallensis abbatis, de Coiisideratione libri V. 
ad Eugenium III. Accedunt duae ejusdem epistolae una äd totam 
curiam romanamy quandoque elegerunt abbatem S, Ancistasii in 
Papam Eugenium; altera ad dominum Papam Eugenium recens 
in pontificem assumptum. Ad codd. Menacc. veterumque edd.fidem 
recensuit et annotationes criticas adiedt etc, Landishutiy Tho- 
maww. 8. XVIII u. 238 SS. (Pr. iThlr.) 



lOSt BiUiothekare. 

[327.] Krjrloir, J. Ik^ der berühmte Fabeldichter, 
früher Bibliothekar der kaiserl. Bibliothefc in Petersburg, geb. 
14. Febr. 1768 zu Moskau, f 21. No?br. 1844 zu Petersburg. 

[328.] Mfillk, ]»r. Vh. WL, Stadtbibliothekar in Mains, 
hat heransg.: 

Länder- und Volkerkunde in Biographien, Bd. L Lief. 3 — 8. 
BerUn, Duneker u. Hvmblot S. VIII u. 193—776 SS. (Pr. 
H Tklr.) 

S. Anzeige des L Bdes in d. Berl. liter. Ztg. No. 104. p. 1653. 
[329.] MiinBe» !Dr. O«» Professor und Custos der Uni- 
versitätsbibliothek, sowie Custos der mit letzterer vereinigt 
Gehler'schen medicin. Bibliothek in Leipzig , hat das Pradicat 
eines Bibliothekar erhalten. 

[330.] üelias» Mitglied der Academie des inscriptioiis 
et bdles-lettres, ist an Planche's Stelle zum Conservateur adjoint 
der Universitätsbibliothek in Paris ernannt worden. 

[331.] Iieroy, A., Bibliothekar der königl. Bibliothek in 
Paris, giebt mit A. Dinaux heraus : 

*Archives historiques ei litUraires du nord de la France et du 
midi de la Belgique. 

[332.] SiCTOt, Pm Chef der Marinebibliothek in Brest, 
hat herausg.: 

* Notice biographique sur M. Forfait^ inginieür^ miniitre de la 
marine etc. Brest 8. 3JBB. 

[333.] Iiiscta, O« €• F«, grossherzogl. mekleoburg. 
Archivar u. Regierungsbibliothekar, hat herausg. : 

Jahrbücher des Vereins ßir meklenburgische Geschichte und Al^ 
terthumskunde, aus den Arbeiten des Vereins u. s, u>. Jahrg, X. Mit 
' 33 Holzschnitten, Mit angehängtem Jahresberichte. Auf Kosten 
des Vereins, In Commission bei Stiller in Rostock u. Schwerin. 
a Jahi^. 418 «. Jahresb. 44 SS., excl. Titel u. InhcUtsverz. (Pr. 
n. 1 Thlr. 20 Ngr.) 

[334.] Iioldeleur Desloni^eliampfl, A«f ehemal. 
Employ^ bei der MSS.-Abtheilung der königl. Bibliothek in Paris^ 
^ 1840. Von ihm ist noch erschienen : 

Amarakocha ou Vocahulaire d*Amarasinha publik en Sanskrit 
avec une traduction Fran^aise, des notes et un index, Part IL 
Paris, impr. par autorisation du Roi d Vimprim, royale, 8. XVI 
u. 360 SS, excl, Titel. Mit des Herausgebers Portrait (Pr. n. 
6J Thlr.) 

[335.] Mancel» €(•, Conservator der Stadtbibliothek in 
Caen, hat herausg.: 

*Moisant deBrieux, Etüde bibliographique. Caen, Hardel, 
8. l^B. 



Bibliothekar. 103 

[336.] MmHeVf Jf»9 bisher Generalinspector der Studien 
in Frankreich und Mitglied des königl. Ratfaes der Pariser Uni- 
versität^ ist an Ravalsson's Stelle zum Generalinspector der öf- 
fentl. franz. Bibliotheken ernannt worden. Späteren Nachrichten 
zufolge wird er jedoch diese Stelle wieder abgeben, und seine 
frühere an dem protestant. Seminare in Strassbnrg wieder ein- 
nehmen : dort wird er über Religionsphilosophie und Geschichte 
der Philosophie Vorlesungen halten. Er ist ein sehr produktiver 
Schriftsteller, und hat jüngst erst herausg. : 

*ScheUing ou la philosophie de la nature ei la phüosophie 
de la reoehtion, 

[337.] üftBu^ermrüf ci-devant benedictin de St. Amauld 
de Metz et bibliothecaire de T^v^que de Metz etc. Ein paar 
Notizen über ihn und das gegen ihn gerichtete Pamphlet Ri-* 
ve's, '''La chasse aux bibliographes et antiquaires mal-advisc^y 
s. Bullet, du Biblioph. Beige. No. 6. p. 48^. 

[338.] niöMud, Dr. Tb«, ist als Assistent an der Uni- 
versitätsbibliothek in Leipzig angestellt worden. 

[339.] MdUer, ]»r. J. H., Archivrath u. Bibliothekar 
der herzogl. Bibliothek in Gotha, hat sein 1840 begonnenes 
historisch-biographisches Handwörterbuch, bei Fleischer in Leip- 
zig, mit dem 4. Bande vollendet. 

[340.] mold, Br. R« v.» Professor und Mitglied des 
Staatsgerichtshofes, ist auf Ansuchen und unter Anerkennung 
seiner Verdienste der Oberbibliothekarstelle an der Universität 
Tübingen enthoben worden, (^f ) 

[341.] nioreau, Bibliothekar der St. Genevieve-Biblio- 
thek, ist in gleicher Eigenschaft an die Mazarinsche Bibliothek 
versetzt worden. 

[342.] Blttncli-BelliBsliauseii, £• Frelh. t.» 
(Pseudonym Fr. Halm), k. k. wirkl. Regierungsrat h, ist zum 
wirkl. Hofrath und ersten Gustos der k. k, Hofbibliothek in Wien 
ernannt worden. 

[343.] IHukkI, Ii*9 Coadjutor (per le lingue) an der 
Biblioteca Mediceo-Laurentiana in Florenz, hat herausg. : 

* Tre Epistde tatine di Dante AUighhri^ restümte a piu vera 
lezione^ annotate e tradotte, Con la giimta di altre tose rdor- 
iive al detto poetß. Pratoy Fratelli Giachetti. 8. 96 SS. 

[344.] niynasi, HE«, hat zum zweiten Male auf Veran- 
lassung und mit Unterstützung des franz. Ministeriums des 
offentl. Unterrichtes eine literarische Reise im Interesse der 
Pariser königl. Bibliothek angetreten. Vgl. 1843. Nr. 386; 1844. 
No. 585 u. 586. 

[345.] NTaudet, Director der königl. Bibliothek in Paris 



104 BibBodidure 

und bisher. Vicepräsident der Acad^ie des inscriptions et 
belles-lettres, ist an Pardessus' Steile zum Präsidenten gewählt 
worden. 

[346.] HTodier, Ch., vorm. Bibliothekar der Pariser 
Arsenalbibliothek, ist von seinem Nachfolger in der Akademie 
M^imee zum Gegenstande der gewöhnlichen £loge gemacht 
worden. Auf Befehl des Ministers des Innern wird Nodier's 
Btbste in Marmor ausgeführt, und es soll dieselbe im Sitznngs- 
saale des Institutes aufgestellt werden. (Bullet, du Biblioph. 
Pelge. No. 2. p. 169 ) Ueber und von Nodier sind erschienen : 

Lettre sur CA. Nodier ^ ä M, de Reiffenberg^ par Ch. Ptderg» 
r. Bullet, du Biblioph. Beige. No. 3. pp. 263—266. 

Lettres in^dites de Ch. Nodier ä Duputely Merlin et Barbier. F. 
Bullet du Biblioph. No. 2. pp. 69—74. Vgl. Bullet du Biblioph. 
Beige. No.6. pp.410 — 411. 

Ein paar kleinere Notizen s. Bullet, du Biblioph. No. 3. p. 268. 
No. 4. p. 340. 

[347.] Offner, A,, Priester u. Ceremoniar am Collegiat- 
stift zum h. Cajetan, ist zum II. Scriptor der Hof- u. Staatsbi- 
bliothek in München ernannt worden. 

[348.J Patat» Ci«9 Oberlehrer der 'klass. Alterthoms- 
knnde der Ritter- u. Domschule, sowie Bibliothekar der Estlän- 
dischen liter. Gesellschaft in Reval, hatberausg.: 

Balthasar RüssouPs Livländische Chronik. Aus dem PlattdeujU' 
sehen übertragen und mit kurzen Anmerkungen versehen. Renal, 
Koppelson. 8. X u, 348 SS.^ excl. Titel der ChrtnUk. (Pr, n. 
2 Thlr,) 

[349.] Peres, vorm. Stadtbibliothekar in Agen. Ueber 
ihn s. 

* Lettre de Pr. Placdetj bibliothdcaire d^Agen, sur Pere%. V. 
Bullet de Valliance des arts. 3. ann4e. Tom, IIL No. 20. 

[350.] Perleaud, A., der Aeltere, Stadtbibliothekar in 
Lyon, hat herausg.: 

* Notes et documenspour servir ä Vhistoire de Lyon sous le r^gne 
de Henri IV. 1594 — 1610. Lyon, impr. de MonginrRusand. 8- 
285 ÄÄ 

S. Anzeige davon in d. Berl. liter. Ztg. No. 100. pp. 1588-r- 
1589. Zum Schlüsse der Schrift ist eine Uebersicht der von 1594 
— 1610 aus den Lyoner Pressen hervorgegangenen Schriften» 180 
an der Zahl, beigegeben. 

[351.] Pertz» Dr. O* H., Geh. Regierungsrath und 
Oberbibliothekar der konigl. Bibliothek in Berlin, hat herausg. : 

* Scriptor es rerum germanicarum in usum scholarum ex monu» 
mentis germ. hist reduci fecit, 1. Einhardi Annales. IL Einhardi 



BibBothekaie. 105 

vita Cardi M, Hannoveraej Hahn. 8. 10^ BB. (Pr^ 20 Ngr.) 
Vgl. Literaturbl. zooi Morgenbl. No. 96. p. 382. 

Godofr. Wilh, Leihnitii Annales imperii ocddentis Brunmcen- 
set ex codidlnu Inbliothecae regiae Hannoveranae, Tom, IL An» 
nal%s annoTum 877 — 955. (Leibnizens gesammelte Werke. Erste 
Folge. Geschichte, Bd, IL) Hannoverae^ Hahn, 8. 668 SS., 
excl. Titel, Mit genealog. Tabb. {Pr. 3 J Thlr,) 

In Verbindung mit J. Grimm, K. Lachmann, L. Ranke nnd 
K. Ritter wird Pertz ferner: Die Gescbichtschreiber der deut- 
schen Vorzeit in deutscher Bearbeitung (bei Besser in Berlin) 
herausgeben. 

[352.] Petsboldt, Dr. J., Biblioth^ar der priomL 
Secundogeniturbibliothek und Secretair der naturwissenschaftL 
Gesellschaft in Dresden, hat herausg.: 

Register zu A, PetzholdVs Geologie, (IL Axtfi, Leipzigs Lorck* 
8.) Ä& 597— 645. 

Geschäftsbericht der naturunssenschafUichen Gesellschaft in 
Dresden von den /. 1843—1845. Druck von Teubner in Dresden, 
8. 20 SS, 

[353.] Planc|ie» J«» Conservatenr-adjoint der Univer- 
sitätsbibliothek in Paris, ist an Burnoufs Stelle zum Conserva- 
teur ernannt worden. 

[354.] Pless, J« v«, pension. k. k. Hofbibliothekar and 
Nachleser bei dem k. k. Hofburgtheater in Wien, f 24. Juni 
im 82. Lebensjahre zu Altlerchenfeld b. Wien. 

[355.] Poirer, J., ist mit 312 Stimmen zum Univer- 
sitätsbibliothekar in Cambridge erwählt worden; sein Mitb^ 
Werber um dieses Amt J. J. Smith hatte 240 Stimmen erhalten. 

[356.] R«, J., e-a k 1« B« r.» Conservateur-adjoint 
der königl. Bibliothek in Paris hat im Feuillet. zur ^Bibliogra- 
phie de la France, 1 mars , pp. 7 — 8 einige Mittheilungen ge- 
macht über den bibliothekar. Schriftsteller Leop. Aug. Constan- 
tin, der geb. 24. Juni 1779 zu Erfurt, f 16. Juni 1844 zu Paris. 
Vgl. BuUet. du Biblioph. Beige. No. 3. p. 280. 

[357.] Raalie, Dr. A. «., seit 1816 ord. Professor in 
der philosoph. Facultät der Universität Halle, vormals (1803 — 
1805) Custos der Leipziger Universitätsbibliothek u. später ord. 
Professor der griech. Literatur an der Universität Wittenberg, 
t 29. Juli. 

[358.] Raezynski» C^raf R«, der bekannte Gränder 
der polnischen Nationalbibliothck in Posen , f 21. Jan. im 58, 
Lebensjahre auf seiner Besitzung zuSantosmyl. .Ueberihn vgL 
«lätt. f. litcr. Unterhalt. No. 108. pp. 435-436. 



IW BMioäKkaie. 

[859.] Ra^lieiT» K« ^^ B., Bibliothekar des Loarre 
IL Advocat k la cour royale in Paris, hat heransg. : 

*Hiitoire des HaU g4n4raux de France, säime d''un examen 
comparatif de ces a$sembl4e$ et de$ parlemenU d'Angleterre ainn 
fue des causee qui le$ ont empSch^ee de devenir, cotnme ceufi^i^ 
UHe irutiiuHon reguliere» Paris ^ Cosse et Delamotte» 8. XI u. 
470 SS. (Pr, 74 Fr.; 

Vgl. Berl. lit. Ztg. 1846. No. 6. p. 93. Die Schrift ist die ver- 
besserte u. vermehrte Bearbeitung einer von der Acad. des sctea- 
ces moral. et polit. d. 25. Mai 1844 gekrönten Abhandlung. 

[360.] Ravaisson» F«, bisher Generalinspector der of- 
fentl. Bibliotheken Frankreichs, ist zum Chef des Secretariats im 
Ministerinm des Innern ernannt worden. 

Laut Bullet, du Biblioph. Beige, No. 1. p. 72, hat Ravaisson, 
secr^taire-tr^sorier de la biblioth^que de Tarsenal ä Paris, cjnen 
unedirten Brief von Descartes — une lettre d*envoi, ä Conrart, da 
Trait^ de la Methode, dat^ de Hollande le 14 Juin 1637 — auf- 
gefnnden. 

[361.] Reiffenlierg, F. v« Conservator der k5nigl. 
Bibliothek in Brüssel^ hat herausg. : ^ 

*Etudes stir les loges deRaphael Bruxelles^ Haye%, 4. (Pr.bFr,) 

Des armes et des chevaux merveilleuxy conndires comme moyens 
ipiques dans lespoemes du moyen dge, Extrait avec addiUons du 
Um, XIL no, 8. des Bullet de VAcad. roy, de BmxeUes. 8. 37 SS. 

Unter der Presse befindet sich : 

Le Chevalier au Cygne et Godefroid de Bouillon, charuon de 
gette, pubL pour la 1 re fois. 2 Voll, in 4. 

[362.] Riemer^ Br. F. "W., geh. Hofrath u. seiri828 
Oberbibliothekar der grossherzogl. Bibliothek in Weiouir, frü- 
her (1812—1828) zweiter Bibliothekar, geb. 19. April 1774 zu 
Glatz, f 19. Decbr. 

[363.] Ressi» A«, Professor u. Bibliothekar des Priester- 
seminares in Venedig, hat herausg. : 

*La Cronaca Veneta detta Aliinatey dt autore anonimo in la- 
Ono^ preceduta da un commentario di Rom; e la Cronaca dei 
Veneziani del mae^tro Martino da Canale neW antico francese^ 
coUa corrispondente versione italiana del conte Gio. Galvaniy e^ 
con annotazioni di Emm, Cicogna^ Gio. Galvani, Tomm. Gar^ Fil, 
Luc. Polidori e Ang. Zon. Volume unicv. Firenze^ Vieusseux. 8. 
jr JX//— 800 SS. (Pr. 13 L.) Vgl. Bibliogr. Ital. No. 9. pp. 
239--240. 

[364.] Saehfiise, Rr«, Bibliotheksecretair der Univer- 
sität Heidelberg, ist zum ausserord. Professor in der Jurist. Fa- 
chltät ernannt worden. 



Bil^iothekaie 107 

[365.] Saader, A«, der Verf. der Bibfiotheca Mann* 
saipta Belgica. Einea onedirten Brief von ihm s. Bullet da 
Bibfioph. Beige. No. 3. pp.262 — ^263. 

[366.] Sanier, bisher Cooperator in Hechingen, ist zam 
farstl. Archivar n. Hofbibliothekar ernannt worden. 

[367.] Sebedel» Dr. F», aosserord. Professor an der 
Pesther Universität, ist zum Präfecten der dort. Bibliothek be- 
fordert worden. 

[368.] Selmild, A^ Custos der k. k. HofbibUothek kl 
Wien, hat herausg.: 

Ottamano dei Pelrwxi da FossonUrrone^ der er4e Erfinder de$ 
Mwiknotendruckes mit beweglichen MelaUiypen, und seine Nadk^ 
folger im 16. Jahrh. Mit steter Eückticht auf die varsügUchstm 
Ldstungen dersdben, und auf die EntUnge des Musiknotendruckes, 
Mit mehreren Abbildungen. Wien, Rohrmann. 8, X tu 342 SS, 
(Pr. ^ Thlr.) Vgl. Deutsche Vierlelj.-Schrift. No. 34. p. 32& 

[369.] Sebwei^er, Br. F. Ii. A., bisher. Biblrothek- 
secretair der Universität Göttingen, ist an Herbst's Stelle zum 
Unterbibliothekar aufgeruckt. 

[370.] Selliers de Bloranville, Ij«, Amanuensis 
der k. k. Hofbibliothek in Wien, hat herausg.: 

Rime antiche ossia Poesie liriche italiane de* secoli XIII, XIV 
e XV, Scelte ed iüusiraie. Vienna^ presse vedova Kaulfuss, JVan* 
del e C. 4. 208 gespalt. SS., excl. Tita, Dedicat., Vorwort wd 
InhalUverz. (Pr. n. 1 Thlr. 25 Ngr.) Vgl. K. Witte in d. Blatt 
f. liter.- Unterhalt 1846. No. 58. p. 231—232. 

[371.] Söumet, A.» Mitglied der Academie u. Conser- 
vator der Bibliothek zu Compiegne, früher auch Conservator der 
königl. Bibliotheken zu St Cloud und Rambouillet, geb. 1786 za 
Caatelnaudary, f 30. März zu Paris« 

[372.] Soulie, J« B« A«, Conservator der Pariser Ai^- 
senalbibliothek und Redacteur des Memorial bordelais und der 
Quotidienne, •\- 19. März. 

[373.] gl0ylhairl, Br. J. BT., seither IL Scriptor der 
Prager Universitätsbibliothek, ist an Richter's Stelle zum Unt- 
versitätsbibliothekar in Olmütz ernannt worden. 

[374] Stalin» Br. Ch. F., Professor u. erster Biblio- 
thekar der königl. Bibliothek in Stuttgart, ist bei Gelegenheit 
der Einweihung des neuen Tübinger Universitätsgebäudes am 
31. Oct zum Dr theol. honor. causa ernannt worden. 

[375.] Tafel, Br. J. F. J«, Unterbibliothekar der 
Universität Tübingen, hat herausg«: 

* Supplement su Kanfs Biographie und zu den Gesammt-Au^ 



106 Kbliotliduure. 

gtAen Meiner Werke^ oder: die von Kant gegebenen Erfakrungs-, 
bewein für die Unsterblichkeit u. fortdauernde Wiedererinnerunge^ 
"kraft der Seele, durch Nachwemmg einer groben Fälschung in ih- 
rer UnmerfäUchtheit wieder hergestellt y nebst einer Würdigung 
seiner früheren Bedenken gegen — sowie seiner späteren Vernunft- 
beweise für — die Unsterblichkeit. Stuttgart j Becher u. Müller. 
8. 6-2 SS, (Pr.n^Ngr,) 

[376.] Tastu, Unterbibliothekar der St. Genevi^ve-Bi- 
bliothek in Paris, ist an Moreau's Stelle a»iiii Bibliothekar be- 
fordert worden. 

[377.] Tritben, Dr. F. H., Bibiroth^kar am Briti- 
schen Museum in London , ein eifriger Sanskritist , wird mit 
Dr. Th. Goldstücker aas Königsberg eine Ausgabe (Text und 
Uebersetzung enthaltend) des Vayn-Puräna, des derCivasekte 
geborigen und unter denen seiner Categorie wichtigsten Puraoa, 
nach Londoner, Oxforder und Pariser Handschriften besorgen. 
Femer wird er, in Verbindung mit Rieu, Roth u. M. Müller und 
onter der Leitung 6e8 Professor Wilson , den ersten und um- 
fassendsten der vier Vedas, den Rigveda, mit dem vorzüglichen 
Commentare von Madhava-Sayana herausgeben. Trithen's Aus- 
gabe der Dramen des Dichters Bhavabhüti ist bereits veröffent- 
ficht. (Berl. liter. Ztg. No. 79. pp. 1260. 61. 62.) 

[37d.] Tssebasebel, Oberlehrer, ist an Haupt's Stelle 
sum Bibliothekar der oberlausitzischen Gesellschaft der Wissen- 
schaften in Görlitz ernannt worden. 

[379.] Unger, Dr. F. 'VT.» seither Supemumerar- 
Amtsassessor, ist zum Secretair der königl. Bibliothek in Han-> 
nover ernannt worden. 

[380.] Upeottj 'VT., früher Unterbibliothekar der Lon^ 
don Institution, f 23. Sptbr. zu Islington. Er hat eine reiche 
MSS.rSammlung hinterlassen; seine Autographensammlung al- 
lein zahlte im J. 1836 bereits 3000 Portraits u. 32,000 Briefe. 

[381.] Tatout, F., erster Bibliothekar des Königs in 
Paris, hat von seinem grossen Werke * Souvenirs historiques des 
r4sidences royales de France y einer französischen Hofgeschichte, 
den VI. Theii (Paris, Didot fr^res. 8. 35^ BB. Pr. 6 Fr.) er- 
scheinen lassen, der sich mit dem Schlosse Amboise beschäftigt. 

[382] IPTeU, Dr, C^., Bibliothekar der Universität Hei- 
delberg, ist, unter Belassung in dieser Funktion, zum ausserord. 
Professor der orientaL Sprachen ernannt worden." £r hat 
herausg.: ^ 

Biblische Legenden der Muselmänner. Aus arab. Qudlen zusam- 
mengetragen und mit Jüdischen Sagen verglichen. Frankfürt a. M., 
HL A7ist(dt. 8. VIu. 298 SS. (Pr. 1 Thlr. 12| Ngr.) 



Bibliothelure. . 109 

[383.] WiirfhiKAnii, F.» bisher Scriptor der Mundwer 
Hof- u. Staatsbibliothek, ist zum ersten Secretair befördeit 
worden. 

[384.J IPTursliaeb, Dr. Ii., Scriptor der Universitäti- 
bibliothek u. Mitglied der philosoph. Facuität in Lemberg, hat 
heranftg. : 

* Elemente der Geometrie oder theoretische und praktische Pla^ 
nimetrie. Mit 352 Figuren auf 19 Tafeln, Lemberg , Winiar», 8. 
VIIIu. 272 SS, (Pr. 1 Thlr. 15 Ngr.) Vgl. Berl. Utcr. Ztg. No. 
68. pp. 1087 — 1088. 

Laut des an den Redacteur des Lpz. Charivari (s. No. 151. 
p. 2416.) gerichteten Schreibens wird Wurzbach das bei Volkmar 
u. Stockmann erscheinende deutsche Jahrbuch unentgeltlich re-i 
digiren, da der ans dem Vertriebe dieses Jahrbuches sich erge- 
bende Gewinn zur Unterstützung Derjenigen , im Tamover 
Kreise , die durch die Wassersnoth gelitten, verwendet werden 
solle. 

[385.] Zamplerl» J.» wie in vielen Zeitungen zn lesen 
ist, richtig aber Giampieri, Assistent -Bibliothekar an der 
Libreria Palatina des Grossherzogs von Toskana in Florenz, hat 
in Argenta, einem kleinen Orte des Ferrareser Gebietes, eine 
Handschrift erworben, die den grösseren Theil eines noch unge« 
druckten nnd bisher sogar unbekannten epischen Gedichtes voa 
Ariost, des Rinaldo Ardito, enthält. Das Gedicht hat ans 11 
Gesangen bestanden, von denen jedoch nur der 3., 4. u. 5. 
vollständig und der 2. n. 6. zum Theile blos, im Ganzen 244 
Stanzen erhalten sind. Die Handschrift soll von Ariost's eige- 
ner Hand sein. Die Nachricht von der Entdeckung dieser Hand- 
schrift hatte in den Zeitungen (Deutsche allg. Ztg. No. 290. p» 
2842 b, Rosen No. 186. p. i486, Lpz. altg. Moden-Ztg. No.42. 
p. a36b, Iliustr. Ztg. Bd. V. No. 123. p. 299b, Deutsche Viertel* 
jahrs-Schrift. 1846. No.33. p.359 u. No.34 .p. 332, meist nach de»; 
* Joum. des D^bats) schnell die Runde gemacht, war aber theil- 
weise durch Unrichtigkeiten so verunstaltet worden, dass sich 
Giampieri veranlasst gesehen hat> in Betreff seines Fundes in 
der Augsb. allg. Ztg. No. 317. p. 2529 (vgl. Berl. liter. Ztg. No. 
94. p. 1495) eine längere Erklärung zu veröffentlichen. Wat 
aber dort zum Beweise der Aechtheit der Handschrift darge- 
legt worden ist, mochte wohl noch nicht genügen, alle gegen- 
theilige Meinungen darüber ohne Weiteres za beseitigen. (Neue ^ 
Jen. allg. Lit. Ztg. No. 280. p. 1119 b. No. 299. p. 1194 b.), 
Giampieri wird ohne Verzug das Werk durch den Druck vero^ 
fentlidien. Die Handschrift selbst, welche der Besitzer dann zu 



106 Bibliodielcare. 

gaken Meiner Werke^ oder: die von Kant gegebenen ErfakrungS'. 
keweiee für die Un$terblichkeit u. fortdauernde Wiedererinnerungi^ 
'kraft der Seele j durch Nachweisimg einer groben FäUch\mg in ik- 
vet Unverfälschtheit wieder hergestellt 'j nebst einer Würdigung 
seiner früheren Bedenken gegen — sowie seiner späteren Vernunft- 
beweise für — die Unsterblichkeit» Stuttgart j Becher u, Müller. 
a SÜSS. (Pr.n^Ngr,) 

[376.] Tastu, Unterbibliothekar der St. Genevi^ve-Bi- 
bliothek in Paris, ist an Moreau's Stelle zum Bibliothekar be- 
fordert inrorden. 

[377.] Tritben, Dr. F. H., Bibiroth^ar am Briti- 
schen Museum in London, ein eifriger Sanskritist, wird mit 
Dr. Th. Goidstücker ans Königsberg eine Ausgabe (Text ond 
Uebersetzung enthaltend) des Vayn-Puräna, des der Civasekte 
geborigen und unter denen setner Categorie wichtigsten Purana, 
nach Londoner, Oxforder und Pariser Handschriften besorgen. 
Femer wird er, in Verbindung mit Rieu, Roth u. M. Müller und 
unter der Leitung ües Professor Wilson , den ersten und um- 
fassendsten der vier Vedas, den Rigveda, mit dem vorzüglichen 
Cofnmentare von Madhava-Sayana herausgeben. Trithen's Aus- 
gabe der Dramen des Dichters Bhavabhdti ist bereits veröffent- 
ficht (Berl. liter. Ztg. No. 79* pp. 1260. 61. 62.) 

[37d.] Tniebasebel, Oberlehrer, ist an Haupt*8 Stelle 
snm Bibliothekar der oberlausitzischen Gesellschaft der Wissen- 
schaften in Görlitz ernannt worden. 

[379.] Unger, Dr. F. 'VT.» seither Supemumerar- 
Amtsassessor, ist zum Secretair der königl. Bibliothek in Han-> 
nover ernannt worden. 

[380.] Upeottj IPT«, früher Unterbibliothekar der Lon- 
don Institution, f 23. Sptbr. zu Islington. Er hat eine reiche 
MSS.rSammlung hinterlassen; seine Autographensammlung al- 
lefai zahlte im J. 1836 bereits 3000 Portraits u. 32,000 Briefe. 

[381.] Tatout, F., erster Bibliothekar des Königs in 
Paris, hat von seinem grossen Werke * Souvenirs historiques des 
rüidences royales de France, einer französischen Hofgeschichte, 
den VI. Theil (Paris, Didot freres. 8. 35^ BB. Pr. 6 Fr.) er- 
scheinen lassen, der sich mit dem Schlosse Amboise beschäftigt. 

[382] IPTeU, Br, €i., Bibliothekar der Universität Hei- 
delberg, ist, unter Belassung in dieser Funktion, zum ausserord. 
Professor der oriental. Sprachen ernannt worden.' £r hat 
herausg.: \ ^ 

Biblische Legenden der Muselmänner. Aus arab, Quellen gusam- 
mengetragen und mit Jüdischen Sagen verglichen. Frankfurt a, M., 
lit. Anst(dt. 8. VIu. 298 SS. (Pr. 1 Thlr. 12^ Ngr.) 



»bliothekare. . 109 

I 

[383.] WiirfhBuuiii, F.» bisher Scriptor der Münchner 
Hof- u. Staatsbibliothek, ist zum ersten Secretair befördeit 
worden. 

[384.J IPTursliaeb, Dr. li«, Scriptor der Universitäts* 
bibliothek u. Mitglied der philosoph. Facultät in Lemberg, hat 
heraiiftg. : 

* Elemente der Geometrie oder theoretische und praktische Pla^ 
nmetrie. Mit ^b2 Figuren auf 19 Tafeln, Lemberg, WiniarM. 8. 
VIIIu, 272 SS. (Pr. 1 Thlr. 15 Ngr.) Vgl. Berl. üter. Ztg. No. 
68. pp. 1087 — 1088. 

Laut des an den Redacteur des Lpz. Charivari (s. No. 151. 
p. 2416.) gerichteten Schreibens wird Wurzbach das bei Volkmar 
u. Stockmann erscheinende deutsche Jahrbuch unentgeltlich re^ 
digiren, da der ans dem Vertriebe dieses Jahrbuches sich erge- 
bende Gewinn zur Unterstützung Derjenigen y im Tamover 
Kreise , die durch die Wassersnoth gelitten, verwendet werden 
solle. 

[385.] Zamplerl» J.» wie in vielen Zeitungen zn lesest 
ist, richtig aber Giampieri, Assistent -Bibliothekar an der 
Libreria Palatina des Grossberzogs von Toskana in Florenz, hat 
in Argenta, einem kleinen Orte des Ferrareser Gebietes, eine 
Handschrift erworben, die den grösseren Theil eines noch unge-« 
druckten und bisher sogar unbekannten epischen Gedichtes von 
Ariost, des Rinaldo Ardito, enthält. Das Gedicht hat aus 1% 
Gesängen bestanden, von denen jedoch nur der 3., 4. u. 5. 
vollständig und der 2. u. 6. zum Theile blos, im Ganzen 244 
Stanzen erhalten sind. Die Handschriil soll von Ariost*s eige- 
ner Hand sein. Die Nachricht von der Entdeckung dieser Hand- 
schrift hatte in den Zeitungen (Deutsche allg. Ztg. No. 290. p. 
2842 b, Rosen No. 186. p. i486, Lpz. allg. Moden-Ztg. No.42. 
p. a36b, Illustr. Ztg. Bd. V. No. 123. p. 299 b, Deutsche Viertel- 
jahrs-Schrift. 1846. No.33. p.359 u. No.34 .p. 332, meist nach den. 
*Journ. des D^bats) schnell die Runde gemacht, war aber theil- 
weise durch Unrichtigkeiten so verunstaltet worden, dass sich 
Giampieri veranlasst gesehen hat, in Betreff seines Fundes in 
der Augsb. allg. Ztg. No. 317. p. 2529 (vgl. Berl. liter. Ztg. No. 
94. p. 1495) eine längere Erklärung zu veröffentlichen. Was 
aber dort zum Beweise der Aechtheit der Handschrift darge- 
legt worden ist, mochte wohl noch nicht genügen, alle gegen- 
theilige Meinungen darüber ohne Weiteres za beseitigen. (Neue , 
Jen. allg. Lit. Ztg. No. 280. p. 1119b. No. 299. p. 1194b.)/ 
Xviampieri wird ohne Verzug das Werk durch den Druck veröf- 
fentlidien. Die Handschrift selbst, welche der Besitzer dann zu 



110 



• < ■ 



▼dkaofen gedenkt, ist mn den Preis Ton 14^000 Fr. ansgeboten 
worden. 

Prtvatbibliotheken. 

[386.] Feydean» Marillae» n« 0«. ir« Anciens Cator 
logues manuscrittj par Leraux de lAncy, Premier artide. V, Bul^ 
Ut. du Biblioph, No. 6. pp. 215 — 2*26. 

Betr. zunächst den Catabgue manuscrit des livres d'Antoine 
Feydean, conseiller au parlement. 1615. fol. In den folgenden 
Artikeln sollen die Catalog. etc. de Ren^ de Marillae, conseiller 
d'Etat. 1625. fol, de Claude de Bullion^ sorintendant des finaiH 
ees. 1641. fol., und de M. de Chavigny. 1652. besprochen wer- 
den. — Interessant sind die hier aus dem Feydeau'schen la- 
Tentarium mitgetheilten Blicherpreise. 

[387.] Iä. n. B. — Anct 16 f. Juni in Paris. 

* CaUUogue des livres d'histoire naturelle, mideciney litt^ature 
ete» Pan$, BmUiire. 

[388.] Sheepsbaak« n. Banilll. — *A Catalogue 
€f Dimnity, Sermons and Miscellaneous Literaturen induding a 
great pertion of the Library of the hte Venerable Ardtdeacon 
Skeepskanks of Penryn, ComwaU, and the Library ofthe late Sa^ 
muel BanßU, Esq^ of Exundc^ near Exeter. Exeter^ sM hy Mol" 
den, 8. 

[389.] A***, Ii. €• d\ — Auct. 7 f. April in Paris. 
'*' Catalogue d'*itne collection de bons livres provenant en grande 
partie dela bibliotheque etc, Paris^ Ddion. 

[390.] Albela» Musikldirer n. Cantor. — Anct. im Jnai 
in Halle. 

Haitisches Bückerauctionsveneidmiss von Lippert 

[391.] Jkmguhh Mitglied der Depntirtenkammer u. Con- 
wrvator der Mazarin'schen Bibliothek. — Auct. 4 f. Augnst kk 
Paris. 
- *Ckdalogme des livres ete. Parisy Gamet 

[392.] B., «. — Auct 10 f. Noirbr. in Paris. 

* Oxtalague des Uvres andens et modernes de droit, de m4d0dne^ 
de Httdrature et d^histoire» Paris, Guilbert. 

[393.] B., J. Ii« — Auct. 17. März in Paris, 
'*' Notice d*nn chmx de livres etc Paris, Labitte. 

[394^] Baumyftrtecr, Dr. V. €(., kön. prenss» Ge- 
neralconsul u. geh.Hofrath in Leipzig. — Auct im Mai in Leipzig. 
,Leipsiger BücherauctionMvertdckniss vom 6 f Mai. 

[395.] Wecker, C* F.» Organist zu St Nicolai u. er- 
dentL Lehrer an dem Conservatorium der Musik in Leipzig. 



Piifadubiiothcktt 111 

« 

Die Chcralsammlungen der venehiedenei^ ehridlicken KirekeH. 
Chronologisch geordnet von C.F.Becker. Leipzig, FleücheT* & 
VI (VlI) u. 220 SS, (Fr. 1 Thlr. 6 Ngr.) 

Die Bücher sincr sämmtlich in Becker's Besitze. Vgl. Natt« 
mann's Anzeige im Serapeum. No. 11. pp. 174 — 176. Lpz. Ztg. 
No. 107. p. 1769 b. 

[396.] Beckb, Pfarrer in Thun. — Auct. 20 f. D^dbr. 
in Bern. 

Catalogy enih. Theologie, Medicin, Mathematik, NattirwiMen" 
Schäften^ Philosophie, Geschichte, Belletristik u, Philologie, meist 
aus der Beckh* sehen Verlassenschafl, 482 SS. mit 10,168 Nrr. 
[397.] Bein» BT., de Troyes. — Auct. 22 f. Mai in Paris. 

* Catalogue des Uvres etc. Paris, Silvestre. 

[398.] Bertimann, geh. Justizrath. — Auct 17 f. Novbr. 
in Göttingen. 

Verzeichmss der vorzüglich im Fache der Jurisprudenz u^ PhiU^ 
logie atisgezeichneten Büchersammlung, Kupferstich^, LanächwrUMj 
Musikalien u, s. w. Göttingen, Dieterich. 124 SS. 

[399.] BouclM^t» B« du, Abbe' u. Canonicos in Auterre. 

— Auct. 5 u. 6 Juni in Paris. 

* Notice de Uvres de thMogie, ^histeire, voya^es ete. Paris, 
Guillemot. 

[400.] Brwüdim J« B« — Auct. im Septbr. in KopaH 
hagen. 

* Catalogus Ubrorum quosplus quam sexaginfm mii$i* eihi.el stu- 
diis suis collegit etc, 

[401.] Breelier» €lm — Ueber taimudiseke RMindices, 
Onomastica u. dgL, nebst Beschreibung einer bisher unbekannten 
Handschrift im Besitze des Herrnr G. Brecher in Prossnits (Mäh- 
ren), wm M. Steinschneider.. S, Serapeum. Nc 19^ pp. 289 — 301. 

[402.] Breaimaeclc«r, de, Nefife Ch. Van Hulthem'i. 

— Auct 27 f. Octbr- in Gent. 

* Catalogue,impr. ä Crand i;hez Van derMeersch. VlUu. 195 SSa 
Die Sammlung bat viele Bücher aus der Hulthem'schen B^ 

bliothek enthalten, die sich Br. vor dem Verkaufe der ietzterea 
an die Belgische Regierung daraus ausgewählt gehabt Laut 
Bullet, du Biblioph. Beige» No. 6. p. 480, nod von der konigb 
Bibliothek in Brüssel bedeutende Erwerbungen aus der Br.'schcft 
Auction gemacht worden. Ueber einige Priickfehler io obig. 
Kataloge s. das. p. 488^ 

[403.] Bviybi^ B. H. ' — Auct. im Blära in Lomloik 
Venire de Uvres rare» d Landres, par Octave DeUpierre. V. BiA-. 
let du Biblioph. Bdge. No. 3« pp. 200 — 206. -^^ C^nUnuMiian dtk 



113 PrifstfaiUMtlMkeB. 

amipte rendu de la veide de M, Brigkt -ä Londres, par U mtme, 
F. Ab. 4. jip. 295— 299. 

{404.J Bnumoir» v*f in Dresden. — Auct. 27 f. Odbr. 
Da«. 

Dreedner BücheraucHonnerseickmii von Segnitx. 

[405.] €., li«, de Lyon. — Auct. 21 f. Oktbr. in Paris. 

* Cat<Uogue de la pr^deuMe hihHoth^ue etc. Patis^ Teckener. 
11^ BB. (IV. 2 1 Fr.) Vgl Techener im Bullet du Bibliopb. No. 
a pp. 360—362. 

[406.] C!hermetiii, F. W, — Auct. 20 f. Febr. in Paris. 
^Catalogue des.linres etc. Paris, Charavay. 

[407.] Colin, A. Ii. — Auct. 24 f. Febr. in Paria. 

* Catalogm de la pricieuse hibUoihhque etc. compee^e de beaux 
Utree raree et curieux, Roman* de chevalerie^ Vieux poete* fran^ 
^aUy Liwre* ä figures, Livree de g^nialogie, totu rdUt par les 
premiere artidee en ce genre: Dueeuil, Padehup, Derome Bau- 
»aimet, Duru^ Niidrie^ Simier. Pari$y Techenen:. 

[408.] Comitantlii, Ii. A« — Auct. 10 f. Febr. in Paris. 
*NoUce dee Uvree, la plupart rdatife ä la hibUographie etc^ Po- 
ri$, Delion, 218 iVrr. 

[400.] CMemaiin, F. €(• H., in Hannover. 

* Inamabeln-SammluTig ^ verzeichnet vom Dr, C. L. Grotefend. 
Hamtover. 1844. 8. 38 SS., exd. Titel Vgl. Gräm im Serapetm 
No. 13. pp. 206—207. 

[4ia] 1B*^» — Auct 19 f. August in Paris. 

* Catalogue des livres andens et modernes etc. PdriSf GuilberL 

[411.] DoBatI, 8.9 Abbe de Lncques. — Auct. 17 f. 
Novbr. in Paris. 

'*' Catalogue de Hvres et manuscrits etc. Parisj Silvestre, 
[412,] Brake, S. O. — Catalogue of tke private Li- 
hremf of S. G. Brake, of Boston, chiefly relating to tke Antiquities^ 
History^ and Biography of America, and in an especial mamter to 
tke Indians\ collected and used by kirn in preparing his works 
upcn tke ahofrigines of America. Boston, publ. by Brake. 8. 80 SS. 
(Pr. 25 Cents.) 

Die Sammlung, 1517 Nrr. oder etwa 3000 Bde st^rk, soll den 
27. Mai 1846 öffentl. versteigert werden, wenn sie bis dahin 
nicht bereits auf anderem Wege veri^auft worden ist 

[413.] filin CSMmI. — Der arabische Arzt £. E. soll 
einst einen ehrenvollen Ruf nach Persien ausgeschlagen haben, 
weil zur Fdrtschaffung seiner aus 117,000 Bden bestehenden 
Bibliothek 400 Kamele nöthig gewesen wären. (?) , (Lpz. Cha- 
rivari No. 14a p. 236a) 

[414.] fiimlieeke, Dr. «• — Die Collectio Pliniana 



aus fler B/scben Btlliothek stekl nooh.fittiMr^ngcItrMnt zu 
verkaufen. Eio yeta^dinl8& dieser Sammimig findet smIi -tieils 
ja dein TOD' Dr. HDffaiann'K<^tigteo' Kfltelo^ie der E/schen 
BU^Kothek, theiUlist ein 4oUbei^, besonders gedruckt] ' ^r^ 
Verzeichniss aller von dem Dr, G. Etmbeeke nkck «ml ikieh 
gesammelten ältereti und nfiuer^n :Atugäben^ de». Aeiiem PHniuSy 
so wie auch mancher Ctmmeniäre, UeberSettungen rte, de$$Men ge-- 
(xrdnet iwch den. Jakren. ^ worm idiieeMeH' erschienen^ .von Jän'ssi^ 
Dr. Bamkurg, gedr. bei NestUt «. Mklk. 18^1. ^ 8 &S> > ^ 
[415.] Fxuuüie» Wasserfoaurnspector. r^ A«ct 6 f.Novbi. 
JQ Kola, \ » • \ 

Jßilnex Büch^kiucHmiiVfrmchmss von HeberU. ■ ^ < ' 

'. [416.] Fiieddeli Ji*i(iaiit, König von Sachse». 4*4. 
Auct. der Doubletten 23. Septbr. in Dresden. ' -A 

. Jl)resdnerßÄ^heraMctiai^etMeiQhnis*^VQnSegniU. i\^:d813 — 
392a pp. 181— 188. 

.^[4i7.] FjrlMeii, 1I«.A* V. d* -^ Auct. im Novbr: in 
Leipzig. . V ;> 

*J^pxigeT\Bücherauciionsver»eichnMss von Weigel vom 94^^ 
^br. ., ,,^ ^ ■ ...;.. .;. .^ .: ■ -r . 

[418,] i»**^ -^:Auet. 3 f, März in Paris. . . ) 

* Notice de livres de philosophie, de littfraiur9.'gr§eqneyl€ttini^ 
frangaise e^4tr.anig€te,'etc. Paris, Guilkmot^ :. -)'» 

[419.] (ß^,Ii,;^Auct. 28f.April inParisi ■ .^n.^< 
'*' Catalogue d*une partie des livres de la bibliothique etc, PäÜ^ 

[42a] «elbke» Bvw Professor, r^ Avant 20 fi.M^liUk 

Halle. .\i*\ -M 

.HalUsekesBückerMuetiäni^^er^eichnissvonLippert. -. . , ' 
[421.] Clelpke» Pastor in Hubertusburg. -r^ Die Biblki- 
thek ist i^usi'frd^i' Hand:iiach Dnesckm verkasft .vford^. 

[422.] «emliarilt^ Br» .«. A., Consbtoriairath) und 
Gymnasialdirektor. — Auct. 22 £:Septbr.. in Weinar. : *. 

*Catalog. W^mar, Mfchenhauefi? l^ BB* 

[423.] C^ralin», VL, braune de lettrei. r-~ Auotl 25 f. 
März 'm P^ris. ' ; 

* CaUdogiu des Uwree eic Paris^ Silv$stre.> '. 

[424.] ^ Heydenreieb, ۥ, Oberamtmann in FraiKl<>rf: 
— Auct: im Mai in Leipzig. .' '•. ." 

Leipzigs ßücheruuctionsver^eichniss vom 5, /# Mai, 

[425.] JacoMs g^^ 'Regierungsrattr in iHiiss^ld^rf. — 
Auct. im Novbc in Köln. ^ '■ 

Kölner BücheraucUonsverzeichniss vom 6 /. Novbr. von Heberle, 
No, 1001 — 1750 m. 

Fetdkoidtt Ami. 4. BIU.-WiMeM^li. I8«5. 8 



[496,]. JfmmmM, Ofoer^re^gcr. ^ Arntt^-m f. Miii In Halte. 
. Haßuehm Bäck€rmwtioniüennic/mi$$ ^^ Ldppwt 

[427.] lU9em,J»r. C«^ F4< Donh^rr cies Hocl^ 
Meissen u. ord. ProfeMor an «ler'UfiiveraitäftiLeipaig. -^ Aimü. 
I4f. J«li in Leipzig. 

* Versm'ckniu u. #< ii>, Leipidg^ T. O. JfeigeL 

{428.] ll^♦^-wAllct.^f.Mlli i««eiit 

^Gite/ag'i^ d'^iifw helle €9lkoH§n de Uvre$^ parmi kequelt we 
trouvent fhuieuTM 6fattx mtrniuaiUy hon pmnbfe tTamfrd^ rarei^ 
jiä Mtux Blairs, id4s ifaiUs ifufuuof cwtccmonl tkiHoire de 
France et d^Angleterrej d'anciennes impressions beiges^ de$ iim%$ 
äßgures, des dasäque^ etc. Gmtd. a 46 iSi9. Etitbati 648 Nrr , 
4ie ktztea Trümmer der sdböncii L.'icbtn EM. Vgl. BiiHet. du 
Biblioph. Beige. No. 4. pp. d48^---^50. 

" [429.] I«aeMlx, S. F., Mitgiied des Instffuts. — Atoct. 
13 f. Febr. in Paris. 

; I *N0iice iP%n choix d^ou9ra§B8 iktreBMimfwrttmki tuf l<r mK«t- 
que^ la litterature et l'hitioire, et d'une collection nomlMreiue di 
i^änoirsi sur divers wjets de math^umlique itc, Parisi Cretiaine. 

[430.] Iiange van IPTiJngaerden , B. A. ۥ Mf 
Conseiller dans la cour prov. de- la tloUaode itf^ridioaale. — 
^müL 3 £,NoTbr. im Haag. 

Catalogue de livres etc, A la Haye, van Sftocknm. 8. ^Btd. 
11.112 55. (Pr.lbe.) Enthalt nur «loeii ThailMler Wichtigen 
Bifai ' 

[431.] Ii^peUetier de St. Fari^ean, «raC Aw 
Mitglied der Academie su Mosbauikil w. «i»* Aact. I f. Decbr. 
in Pari«. . ./ ^^ 

* Notice de U»ff^, yrindfmlmetä ^eMaftfipe fid!*^rtkrtköiti^e, 
IM9^E&fet, lÄ 

[432] Wie VaUamäi V. -^ äwt. 1 f. Decbr. in 'Park: ^' 
■ ^ Qitahpi049 livres -aäcienk^ Ar flvpeat 4miH^ '^ rar^r, lä des 
manuscrits PaHt, iMion, ^^BB* r.:?. .> 

[433 ] Iiebmann, F; 9^ ^ A^t»^ f. Mai ii^ Hamburg. 
^HämÜHrger Büekeranet tw i weru ei^jMisei ■' ^ '> '• 

[434] lAOwdne. — Etat de la bibliothique pMidtHel^di 
Sa Maj, Louise^ reine des SelgtWy par Schvkr, Btusöelles} \d* 
3t2^ftSL .^ . ;• .. ^; . ..: 

[435.] ME»**., BE. de. — Auet. tM Jan: in Paris. * " 

* Catalogue de iwres rareett^HfieHxüte, Piii^,'€otMH. . 

[436] M**^ ^ Aiict. i f ;M«r» in ftffii. ' 

* Catalogue de livres grecs, laiins. frangais «fd Faris^ Sttvedhf, 
l\B. ^ ■•■■■•'.■ 

.nv .: : - --i •• ! :■■-'.■ 



PMfaAiUiodiek» IIb 

[437.] M^^'^t andes ortcier Mp6ieinr tPartülerie. -^ Aud. 
irl März in Pari«. 

*€ktalogU9 de$liwr$$ ^. fiArisi Gtaibm. 

[438.] M^'^n Pb kW Ii» Ae. -^ Aaei. "35 f. MSt% ih 
Pari«. ■'■■"..."' 

*Gii<a(ogtf^ <Ief Htm imprimi* ist >te4» üMrmefdrJi« €^ Pari9^ 

[439.] »[♦**• — Autt 18 f. April ki Pari«. 
* Cbtologii« de la MHoilnquti^ ««fftpcA^elTtcii gram! nomife de 
beaux ouvrages et de HtreitäaUfs (tuxarti ele. Parii, 'tedener, 
[440.] Ä'W'^.^Auct. 29fiSq>tbf. inPwl«. 
*Notkedie$HtBreeeite. Futrie^ Siheüre, 
['141.] ME***, andeo libraire. — Anct. 21 f. Octbr. in Pän«. 

* N^tke des pnndpMUß omtages etc. P^i^GalHoU 

[442.] M***. — Aöct 9 f. Decbh in Baris. 

* Oätalegve ^ancient Uwrei et manüsetit» et€L IhttM, GuäberL 

[443.] HlllE'^4'^ — Aaci 12 f. Dec6r. in Pari«. 
*CKtmiogiie de$ livres dCi Pttrisy Lavight, 

[444.] HKacHCbartliy. — Einen Bri^f Ton E. A. zülr 
Entgegnung gegen den Bibliophilen Jacob^ welcher in Betreff 
der Mac-€harth/schen Bibliothek im * Bullet deTaUiaoce de« 
«rt«, No. 23, «embl« voutoir proiiver qne le«'Üvre« .de cette 
magnifique biblioth^que ne valoient pa« leur ren'ontm'^e» «. 
Bullet du Biblioph. No. 5. pp. 194—^195. 

[445.] lÜAlUtWlt. -^ Anct 15 f. Octbr. in ^tU. 
*CaUUogw des Hwres etc. Patü^ Ddion^ Id BB. 

[446.] atms^, J« B. -^ Auct 15 t Decbr. in Pari«. 
. * Catalogue de la bibtt9ikijue Orientale de, Pdris", Ddiön. 

[447.] Karle« -^ * InvenMre de kt, IßHothkqm de Marie 
de Hongrie, e&mmvniqu4 pälr M, ü^chardi V, Compte tendü des 
säences de la eommission r^yeie ^Mskrire ou recueü de ses btdlettn^ 
T. X. No, 11. 

Reiffenberg beiMSditigt äiese« Inventarium Im Bolteit' du Bi- 
blioph. Beige abdrucken zn liissen; Vgl da«; No. 5. ^. 423. 

[448.] MelameMboB. — M.*s Bibliothek soll deti Zeugi 
nisse eine« Zeitgenossen (t) zufolge nur Sn« if^* Bibel ^ dem 
Plinin«, Arisfotele« nnd Ptokm&ti« bestandeb- Kaben. (Gesell* 
«chafter Bl. 150. p.859b.) "' '" ^ 

[440] »«fmell^ ««» fi^^-ttniMa^iiLawi — Auct. 
15 f. April in York. 

^Coto/ogi» cte. YM,Mitnds. 

[450.] HniiA, A« -^ AMt 1 f. Jun in Parti. 
*Catalo§wd9sUpm9U. PMe^ 6arnbU • ^ 

[451.] MUiliB. — Von der Bibliothek de« GeV. k^hs 

8* 



110 S^x^lMMHMMm 

4 ^ • 

< 

Q, J<[a;nniefh^fnf C B. y.Sfjlltkz in Drds^^,-' OfeMTstKöfoieisters 
des t^rinzen Johann, (f 1^5) hat die Dresdn^ köitigl^ Biblioir 
thek etwa 800 Bde .^halten. > <D^ übrigen Bücher,- «ämtalitlich 
jD^atumimnsehaftliqtieQ Inli«He8,:8vi# }n Genmttheit desr Testa- 
mentes dem Könige Friedrich August von Sachsen zugefallen^. : 

[45^.] Mont^qjüAetä* r^ M.'9 Bibliothdc befindet 'sfcb, 
Yast ganz noch in ihrem früheren Umfange, im Schlosse La Biretflc 
bei Bordeaux. S. * £Mlqt des airts. p^ 32—^86. <. : 

[453.] Puiler» "^ .^ ^* ^ And. 10 f. Mars io Fdris. 

* Qitßlogt^^ ^es Uvreß etc. Paiisj SilveiUre, 

[4540 ji;.^.^ V* F. de. — . Auct.« f. Decbr. in Paris. 

* Catalogue des limes et deß manuecriti küteriqu^ ek. Paris j 
Gamot ^ - 

[455.] ÜApolean. — Nach N.^sPian %n einer Tasdten- 

reisebibliothek von 1000 Bdai in Duodez,. t>hne Rand Hhd in 
möglichst ^iinnem Einbände — ein Plan, den N. seinem Biblio- 
thekar Barbier uberschickt hatte, als er 1^ in Begriff ftland, in 
Spanien einzurücken — sollte di^ Bibliothek. unter Anderedi^ ent- 
halten: 40 Bde relig. Schriften^ 40 dgU. epischer Diebtiingen, 
^ dgl. Theater, 60 dgl. Gedichte, 100 dglRomape n< 6Bd* 
Geschichte. (Lpz. Charivari No. 149. p..2d(64.) Vgl. 1844. pJ^UL 

[456.] STIeliulir, G. B^, g^h. St^aUrath. — Aöct, %4. 

Jsin. in Bonn. , in 

*Catalog, Bonrij Pleimes, ; ..^-; 

[457.] UToiller. — Souvenirs 4^ la vente Nodier^ suite., 
par Gttstav Brttnet, V. BuUet, du Bibli&ph, Beige, No, hpp* 24 — 
33. No. 2. >|>. 89— lOä. No. 3. pp. 196—200. Vgl 1844. ^. VIIL 

[458.] Olde, Jostizrath. >t-^ Auct. 6 f. Octbr. in Altmia. 

* Catalog der Bü<Aers€immlUiiig^jurid.j phMog.^ phüosopk., ma- 
ihetnaty naturgeschifhtU^ geschichtl. ^. belletristische Werke -kTäi* 
haltend^ nebst einer Sammlung votf, Landchartenr StädtepUmen tu 
Musikalien. 2f>^ SS. 

[459.] F***,-.-Aucti28f.AprilirtPÄis. . . ' i't 

* Notice d*un Chqix de bans livres 4incienM et ilioderneSi .Pftrisi 
Guilkert. '. .,. _^ ■. ..- ; •£■ ■- •■ j 

7460J F^ifiip, . Advocjat -r- Aqct^ 10« Jaa^Höi Paris. • .f 

*Caißlo^e du CaÜnet §tc* äje livreßi tableaux^ esiampes, gmm^ 

res etc. JPart*. 1844. 8. . : »': i -. 



. . [461 1 ]^/engiiil]j-I^'l|»il4i^«bi Hm« nAe. -v^ Aoct. 
2 f. Juni in Paris. . . . / .' « 

* Catalogue d'vne bibliothkque amp&k^e'ie 'bontliore^ deUMra" 
ture et d'histffire^ trh UenreUdsk^'^Parii^Gt^ilif^ 

[462.] Ferierji €?•» Ji^airsVOtiFraiikfeiohtUis»J!r«''^AiiGt. 



[463.] Perrey, de. — Auct. 13 f. Febr. io Paris. 
• *daHilög^ (f ime pafHe de Uweiek, Wrii,' Siivestre. 

[464:] PteteraV Ch^ iKk Gent. -^ P. besitzt eine jet^C 
kl Uiter- Art ^zige Sammlung von ElzevnreH. S. Bullet, da Bw 
Uiaph. Beige. No.ö. p. 419^ 

[465.] Fenee, F., d'Autun. — Auct. 17 f. Novbr. iii 
PariA ■■■ ■ •. . ^. ■ . ^^ ■ ■ ^^ 

* Catalogue^des H9re$ iUr le$artSy la Ütttfraiute et Fhidoire, dei 
WMnuscrits ei chartes etc* Paris^ Techener^ 15 BBi. - 

[466] RlbHek, itendfdnt. — Auct. 20 f. Mai lü Halle. ' 
HaUiuihes BiicherauctiansüeneithniMS von'Lippert, 

[467.] Rieher, B. M. — Auct. 20 f. Septb. in Paris. 
"^ Notice des Ulfrie de inidecine^ de UtUrature et d^iäatre etc, Pa:;r 
ris,^Guilbert -^ 

[468.] filcli ••• — Auct 1 (! Septb. in Paris. 
- * Notice des Uores grecs^ latins ei fran^ais etc, Parisj LabiiU, 

[469.] üehle^elf A. If« v.» Professor an der Univer-^ 
sität Bonn, -r- Auct. 1 f. Decbr. in Bonn. 

Katalog Mb, Si v>, bei Heberte in Bonn. Nebst einem Chronologie 
sehen Veraeichnisse sämmtlicher von Schlegd verfassten und heraus- 
gegebenenDi^uckschr^en, sowie SchlegeC^s Portrait, 8. XXX u, 117 
SS.f exd. Titel u. Vorbemerkimgen, 

^ Die Auction der Bibl., die dem Kataloge zufolge aus 1600 
kleineren und grösseren Werken bestand, bat den bedeütendctn 
Ertrag von etwa 5000 Thlr. geliefert. Der grosste Theil der 
im Kataloge aufgeführten oriental. u. anderen MSS. ist jedoch 
gar nicht mit versteigert worden, indem selbige inzwischen 
bereits von der konigl. BibJ. in Berlin und von der Universf^ 
tätsbibl. in Bonn angekauft waren. Für die werthvolleren und 
seltn^areii Werke Wurden in der Aüction'sehr hohe Preise ge- 
zahlt, die bei vielen in Gilcutta und London erschienenen Bü- 
chern über indische Spracheriktmde und Literatur sogar die La- 
denpreise überstiegen. Manches ganz ordinäre Werk ward lim 
das Doppelte und Dreifache der sonst üblichen Auctionspreise 
erstanden. Die höchsten Einzelpreise, welche gezahlt wurden', 
betrugen laut einer von Heberle veröffentlichten Preis -Liste 
(2 Bll. in 8> 129, 66 u. 50 Thlr. (Allg. Preus«. Ztg. 1846. No. 4. 
p; 22 b aus d. Frankfurt. Journ. Lpz. Charivari 1846. No. 174. p'! 
2779.) — Einige Zusätze zu dem im Kataloge mitgetheilten Ver- 
zeichnisse der Schleger9chen Schriften giebt Varnhagen yon 
Eni^e in einem Artikel: Bei Gelegenheit der Ankündigung einer 
Ausgabe von August Wilhelm von Schlegefs sämmtlicben Wer- 



ken (ans einem Briefe]^ a^ WSlttf. I|ter^ PiitariMk No^ ttCi) pp. 
1187—118^ . , . 

[470.] SMetvw^, «e. r^; «Ä%'«<«a«MA dmrmüfm de 

JDfrniere parff ß, Lwr^ i^u/bles et tmeß ^mü., JR«^ S.^ rl «« 
88 S^. Vgl. Bullet du Biblioph. Beige, (fo, 3, f^ 979l >- AmUu 
^,f. Mai ipPani. 

Table g4n&dle du Catalogue de la Biblioth^que dramatiqui iH 
Vy de SqUh^ne, com^etMint vnß tMfi dß9 nüm$ 'fm^imrM^ nm 
table des ouvragfl§ reUtifs a% tkidtK^ 4 miw Mk. dm pi^ee§< ih 
Mdtre; ridigie foif M^ Goi%et. . Prmiir^ IHmAS^ TM» des au-' 
teurty table des, owofages r^Uüffi 09^ <4M<f«» Amx BaÜgnäMes^ 
- impr. d'Hennuyer^ 8. 9^ BJf* 

Addiiifkn ä la, BiUioÜUqm dramiiufiie de ]UL.d$ SMeiime, par 
H. Heibig. V, BuUet. du Biblioph. Bdge. No. 4. pp. 2d9 — 30B.. 

£ine Nachricht ül^er die S.'fcbe BibL .<;i|tkaU, lani Qesell- 
ach^fter 1846. BL 6. p. 32^b^ die ^Quolidienne^ Eiae Berith- 
tigbng in Betre£^ eiqfsr Stella c}et Y^ TiBsUea de« S.'flclie» Cata- 
loges (1843. p. IX.) s. Bullet, du BibUjOpb. No» 3. p. ISMb 

[471.] H^Uefßj. — ♦ The Typ^gr^y^ oj. ihe FifteMk 
, CJentury: being Spedmens of the Produetions of tkeßoarly C&Mm 
nental Printers^ exempt^fied in ürCoUeäion of Fae^Similet fwi^ 
100 Works, together toith their Water Marks, Arranged and edi^ 
tedfromthe BihUographjcal Coüe^H^ms ofthe laUSamml SoÜltSn/^ 
iy his son, S^ L. Sotheby. London, fol. (Pr. 4 L.) 

[47^1 fi»#int*lIilAire» B* Cl* — Aiict 20 l Novbi^ 
in Paris. 

"^Caialoguß des Umes de scimcesj^ particulierement.de »oologie^ 
d^anoiomie cofnparM et d'unatfimie phäosopki^i. PariSf DeÜoiu 
S^BB. 

[473.] j»ti-eclüruM»GeLRatk— Aiicl.5M>/.MaiioBUl^ 

Hallisches Büch^amtiansüerjseichniu von LipperU 

[474.] j§ki80ex» — Die aua 30^000 Bded bealehende. and 
an s^t^en Werken aiisseEordeatlioh reiche Bibliothek des irern 
storb. Herzogs y^n Suasex, die des Letzteveii Yerfiigiuig aufolgil 
vpa den TestamentsToUstreckern der engl. Regieciing um d^ 
abgeschätzten Werth. Ton 16^000 Pf. St zum Ankauf angebolag 
worden, ohne dasa aber die Regierung auf diese« ÄDerbieiteA 
eingegangen war, ist nun öffentlich yersteigert und die Verr 
Steigerung der sechstem u. letzten Al>theilung am 15. Aogost 
beendigt worden. Der Auctionserlös ist nicht weniger ala 19»1.49 
Pf. St gewesen. (Serapeum No. 18. p. 288. AUg. Preuss. Ztg^ 
No. 234* p. 1086 c. Deutach. allg. Ztg. No. 238. p. 22Z8b.) Vg)» 
1844. pp. IX— X. 



BibBogffqpUt; 119 

* Bibli&Uma Sumxi^mär oP^ JBoMr sd0eted fim the Idbrnry 
9f ki9 iate Bmfiü Bi^mM tke Didse tfJthuäex, cpmI Mer Col- 
lecÜsw, L^ndom^ NaUah^ 8. 

[475] T.-r.Au<:t.2f.JiiliioPmi. 
*Caialogue.i99 Umes-de ia Ubiwth^iiut elc^ compoiie in grandi, 
fotüe d*QU9rtige$^ 4$ .th4Ql0§iey iitttratwn mmittde ek. Atft% 
Frtmck. 

[476.] Tli^tiu -T- *M0ch4tch^ m loiBtbiiMeque de Ja€^ 
qt^ Ih Tkou; pat G.Bntnet. V. Bulkt. de PManee de$ ark. 
Tem.JIL N», 15. pp. 256 S9. Ne. 16. pp. Srö «». No. 3L jpp. . . . 
[477.] Tufiaiüfaii, Fortt. _ A«€t 19t f. Mai m Parit. 
*CaUUogUedeeai9reifpa!rHeäßgure9$k. Pavis^ DeUan. 2BB.> 

[478.] T^ »• — la f. J«a. io Pari«. 
*(iittdogue des Uoreti ujwiem et modernes de droit, lätdraiure^ 
hiUmre des viUee ei previnces eie. Piim, GwHkert. 

[479.) TiHtdoBMiuri» «e, General. — 34 H Nofbr. in 

Paris. 

♦ Cktfäogue des livres etc, Parisy Gtälbert 

[480^ TWtAek. — * Notice bibUograpkique sur la Ubtio- 
tk^que de M* Vivenel^ arduteeU et enirepreneiur gSn^al de rh6- 
M de nilie de Pam;^ pmr M^ Alksm mni-y «no«» directeut des 
ÄknäUeie M typetgrapAie. JPii^ü, fTournier. 8. 16 SS. (Exirait 
dtt Journal des artistes, livr. 15 et 20. j Vgl.. Bullet, du Biblioph. 
No. 6. pp. 49f— 493. (1&14 p. X.) 
[481.) l^eiehert, Dv. A«, vormal. Rector der Lan- 
dcMcliale ia Grimora. — Anot im Mal üi Leipzig. 
Leipziger Bücherauctionsverzeickniss mm 5 /. Mai. 

[4t^2.] WeiffcH ür. M« — Aact. lai Novbr. in Leipzig. 
Leipziger Biü^erauetiokevenfeidimssvonYfeigel vomÜ4 f. Novltr* 
[48äi] ' WlMwv^ Btr« ^. F., Damberr u. Professor aa 
der UaiverBitäl Ldpsig.' ^^ Aact. im Not br. in Ldpang. 

LeipsigerBikherauäioHeoerweithniss von Weigel vom^f. ISwbt, 
[484.] UTiaeltua, li. JpemaBOOii, nagu^re membre 
deFlnstitat des Pays-Bas et direöteur de Ia Police. — Auct. 
33 C Octbr. in Amsterdam. 

* Cidahgue eU. 156 SS. (Bntk. PkHolegie u. hollmid. Läerahar.) 



Zweiter AbsdautL 

BibHographie. 

[48&} Mliltoi^illeiivereiMe v« 0« w, --^ Program- 
ma deUa Soäetä Vmda des BibUoßU. (VeaeMia, co'Upi diMerh' 



lao m&p§^fhui 



Vd^} i^'USSi,'^l BiUH%raf. Itak N«. 5« AppHid j^i 144 
-^145. In Betreff de» Zwecke» der GescHscbad M»st efe mitefr 
Anderem im Programme : Questa sodetdi ii propone « lo «i {Mro--^ 
pose tino dalla sua prima istitudone,' didbre ia'luce'unH serie • 
di testi dt üngim e .di altoe opere Teramentev kädiaoey iiofe ri- 
sparAiiandci car» veruna 'per^ ridurre le nii^ve -fi»tampe -alla. 
migliore lezione, percio consultaodo codici di pubbiiche e pli^ 
vatö Kbrerie/ eonfröatande^ ie- dWerw^ ^dtzionl^ (lä^ soramti- ado- 
perando • cosr >cke le opere dei dasski nöhin 'r}e9Ca»o libalteent^ 
quali, ^ pre8s6 a |»ocoy doveano o |»oteanQ essend aHöra-chc 
primamente (iiroao prodotte dai loro a«lK>#k«i' . :" . ' 1 1 

'Hehnliche Zwecke verfolgen die Socr^t^ dito Bibliophlleil de 
Belgique und der Literaritobe Verein in StiMIgarC. Die erstere 
Gesellschaft besteht seit dem J; 1839, und hat bis jetzt 5'W\erke 
veröffentlicht Vjg^ Bullet, da Biblio{>h. Beige. No. 1. pp. €8"*^ 
69. Der BliittgarterVereia, der seit dem J. J 843 in Wirksam- 
keit ist, hat so eben den II. u. 12. Band seiner Publicatiootd* 
ausgegeben. > ^ 

BUdirnnaniana mt essai mr Fatnour det'Hvn$^'''leuT Ü^irent 
degri derareti et kur dat'ttfication ; avec tinenotice hir ie Pfd^ 
lobiblion de Rkkard de Bury et divertes remarfUBt; esrtrait dm 
diß4rents otwrages anglaiM. Par Odave TMepierreU' K; BMA, du 
jBlft/topA.\Be/gi?; iVi.2.p/). 106— 113. ' ^ 

Remarques diverses sär la Bibliamame, Pat Odave DdepieifiräJ 
V. Bvllet etci No. 2. pp. 114— lia i - 

Bihliomania par F.J. IHhdin^ nouveUe MtUn, -Par GMtofä^ 
Brunei, V, Bullet, etc. No. 4* pp. 286 — 29a. 

[486.] T^lVMneHriftenv^vmine wumk'W. -^ Meine 
Missionsteise sur Anregung von Volkshüdiervereinen und gut natk- 
den BegrÜTidung des Deutschen VolkeUmtte'und dit Cenirmlblatts 
im Jahr 1844. Vom Pfarrer R. Haas. S. CentralUatL Ein Orgmi* 
sämmtlicher deutscher VereiM für Volkshüdung und ihre Freunde, 
Hft. 1. pp, l" — 48. . , . . : .)» t ] .■ * 

Das VolksschrfftenwesenuT^d der aUgemäke Datsche YMeeektif^» 
tenverein, S. Deutsche Vierteljahrs-Schrift Na^ B^. pp. i40»^^I70;: 
Gerade Das, was mit am Interessantesten (geweseauwäre^ ebne 
Statistik der Volksschriften- und Leseverelne, eine Uebersicht 
ihrer Tendenzen und Leistungen fehlt, weil die Vorsteher der- 
artiger Vereine bisher jfersSvBit.' haben, dcj( Verf. des Aufsatzes 
mit dem nöthigen Materiale vollständig zu versehen. 

Der sächsische Verein zur Verbreitumg guter und wohlfeiler 
Volksschriften hat laut IV. Jahresbericht im Laufe des J. 1844 
— ^ von den jungt vom Vereine selbst KeranSgegebencn Schrif- 
ten 60,548, von den in neuerer^Zeit aiigduuiftjieu 3^703, von den 



BibBogn^. Itt 

frülier heraufgegebeneB ^^ und von den - in- frülrareii Jahreü 
angekaofteo 931, sitsamnien aUo 67,310 (der Jahretb. gMlt dit 
Gesänuntnieoge zn CS7,795 an) Exemplare Tertheilt« Der ¥er^ 
(an zähUe'^5 Zweigvereine ,- und diese erstreckten flieh äb^ 
SODOOrtschatUnnit 10,370 Mitgliedern. /. 

Der Wörtembergische Volkflacbriftenrei^eiii hat laut Recbeii* 
ichafhbericht Tom Oktbr. seit: dreijährigem Bestehen und: bd 
einer Zahl von I7&2 MitgKedem (damnt^ 300 LesegeselU^haf- 
ten nnd Schuifonds, von vrelchen ersteren mehre des Vereinet 
eigene Schöpfungen sind), von seinen 26 Vereinsschriften 71,500 
Exemplare drucken lassen , und davon in den ersten beideä 
Jahren fast die Hälfte abgesetzt. S. Angsb. allg. Ztg. 1846. 
No. 29. pp. 226 b — ^228 a. Deutsch, allg. Ztg. 1846. No. 47. p. 
427 a. 

[487.] BibelseMsllsehaflen u« s. w. — Der Be^ 
stand der Gesellschaften zur Verbrdtnng der Bibel wird vim 
Nobbe (Einladung an Dr. JMUirtin Lnther's Deutsches Vaterland 
zur dritten Sacularfeier seines Todestages 18. Febr. 1846. Lief, d« 
p. 23) aus der Lpz. Ztg. vom 4. Mai 1842 folgendeniiaassea 
angegeben: 2228 Cresellschaften in Grossbritannlen , 550 in Ir« 
land, 1400 auf dem Europ. Ckintioente, 83 in Asien, 16 -in Afrio^ 
9800 in Amerika, 17 in Australien, 226 in Westindien, unter dei| 
letzteren 69, die von freien Negern geleitet werden. Zusam« 
näen 7320 Gesellschaften. 

Ueber die Zahl der allein von Londoner Bibel«- u. and. dergt 
Gesellschaften im Laufe des J. 1844 — 45 vertheilten Bücher «. 
K. Mann, die Jahres-Feste der christlichen und menschenfreund« 
liehen Gesellschaften in London. Aus engl. Berichten. (Karlsr* 
S.) Nach den hier mitgetheilten Berichten hat die Bibelgesell« 
sdiaft f. Matrosen u. Soldaten 13,141 Bibeln n. Neue Testamente 
vertheilt (p. 2); die hibemische Gesellschaft zur Unterstutzong 
der kirchlichen Erziehuttgs^Gesellschaft f. Irland 114^^0 Biicher 
(p. 17) ; die kirchliche Missionsgesellschaft 9264 Exemplare der 
heiligen Schrifl in Aegypten allein (p. 34); die britische: und 
ausländische Bibelgesellschaft 597-,977 . Bibeln n. 317,834 Nene 
Testamente (pp.51 — 52. 66) $ die Stadtmission 7577 heil. Schrif-* 
ten u. 573,(^ Traktate (p. 77) ; die Gesellschaft zur Ausbrei- 
tung des Christenthums unter den Juden 2719 hebr. Bibeln, 1840 
Neue Testamente, 3780 Exx. der fünf Bücher Mpsis,. J^salmen 
und anderer Theile der heU. Schrift in hebr., hojländ., deutsch, 
u. engl. Sprache, 650 engl u. andere Bibeln, 863 jßxx..' del 
wahren Israeliten von M'Caul, old paths, in mehren- Sprachen^ 
245 Exx. von Bnnyans Pilgerreise hebr., 30,283 Traktate (p..^);} 
(tie religiöse Traktat-Gesellschaft eine Metige von.Schriftoi ziun 



HC PiiMomilid 

gtßWMi^f wtkhe gegMf «iiieii siäaM^eapPreui an Bemittii^em 
ab0el«M^n wonie» 0iiid.<pw 109); die 6«i«HBciia(l fw V«rWeilmig 
da* eil||li8ci^iörcUicheBrGeb4t* a. HoimlM9Bib«dls,' Pn»3rer4>o«li 
aod homily Society, 12,0&9^B«ehti'uL 31,328 TrtiBMe <pü 117)^ 
4|m BrM8fhe'BeförMtkMH-€eidk€baft StO^KK^Tidktafe^ öaBde 
IMi Traktate« add 106 Werke, welch« Streitffiigc* Miandtflii 
^ia&) ; die kische ficadbchaa tar YetfbNitang de» EVangiK 
lNiilM.iittdv«>»SdiiileQ in der eigenlhümlicheli iriftcUeü Sp«afbe 
99§ BiMo, laM TeftBflwiiley öS2& Theile der Bibel, 17» 6ttb<^ 
Midier, 66 Sprachlehren und 9070 Fibeln (p. 156); die Bibelgef 
IMU«chalt der Tridtarier 6417 Bibel», d»l Newe Tertamealc^ 
1696Thetle der heil. Schrift portngies. u. 1067 Evangelien spMT« 
(p. 178) ; die britische u. ausländische Matrosengesellschalt ;fi 
Bibehi a. 60,000 Traktate in viried Sprach^d». 189); die Ge- 
jeU8<Jbaft für Verbreitinmf ehristlicfaer ErkeMutiiis» 11^^149 Biheh^ 
lM^38frllleiie Teetatiente, 983^98&Geb«ftbucher der eiigl. Kirche; 
fiiaftrsaloMa n. 3,438,817 Traktate (p. 199)v Im Laufe de« 
MfliLiafarei skid von dem Pariaer Vereine f. i^Iigiose Traktme 
MD,690 dergL Trakt ».127,000 £xx. des Ahnanac des boniicoR- 
aettiVertheilt werden (p. 204); von der dort protestant BiM- 
gcteHschaft 3241 Bibeln u. 5346 Neue Testamente (p. 206); von 
der dort, evangelischen Gesdlsdiaft 190^000 Exx. der b^ 
Schrift (das.) ; von der dort, franz. va auswärtigen Bibelgeseit^ 
«diaft 9279 Bibekl u. 26,726 Neue Testamente (p; 207). Was die 
iMsreitti genannte britische o. ausländische BibeSgeadlstbaft sa 
Ikottdon noch specidl anlangt , so bt von Mailn (pp. 6ö-^7) 
dnHiheB Felgendes mitgetheilt vrorden. In den 41 Jahren d«i 
Bestehens dieser Gesellschaft sind, mit einem Kosteneufwande 
vtm A122^16 Pf. St, 6^404,893 Tealassente u. 10^4?5,939 BU 
Ms^ siaammen 16,^,832 verthetit word^n^ während alle übri* 
gen Gesellschaften in Eoropa, AmcArfta, Ostindien n. s. w. leh 
sammen blos 1:1,06^042 verbreitet haben. Die gante Summe 
dcr> Exemplare von verbreiteten faeii. SdiriftenwlMe sich dem«^ 
naeh anf 27,942^874 berechnen lassen. DieSpr«M:hen, inwel«* 
den die Bibel oder das Neue Testament entweder unmittelbar 
ewler n^tetbar durch die britische und ausländische Bibelge^ 
M^hajlt verbreitet worden ist, sind folgende: Europa. Bti^ 
tisdie Inseln: 1. Bngßscb; 2. wallistsdi; 3.galisch; 4. iriscb; 
ö* OMnkisch. Fraskreidi: 6. Französisch (in drei Ueberaetc^); 
7. bretonisch oder armorisch ; 8. fraazosischrbaskisch. Spaniens 
91. Spanigeh (in fewei U€A>ersetz.)v 10. katalonisdi; lU tpa^ 
niseh -badkisdi öder escuaritM^h; 12. jtidisdHspanisch. Portu- 
gal: 18. Portugiesisch (in Bwd Uebtrsetb). Skandinavien: 14. 



fiaüiogniiilki ii^ 

Ugndi«ch; 15. teSsisdi; 16: leippIattdiBcIii l1. firt^M^^ lä 
sckwcdisch ; 19. Wunsch. DeateGii]t»4 «od angremieiide Ldä^ 
der» Sa Holfilndisch; 31. flaoMck; 22. dentecb (m vier tJeb«r^ 
selc«, aoch. deutsch end hebraisck) wwie deutsiA mit hielir. 
Bttcbstaben); 33. tiUhaaiscli; M^sanogÜMcb; 25. pölnisdriiftid 
joiKtcl^polkiiach ; 36. ober-wcndiMh (io Sadifläi>; 27. lüeda^ 
wendisch (vi PreasseD); 38. köbmiich; 39* mlgaHscli (magya^ 
radi). Italien undSehweis: 30. ItaKtmsdi (jm swei Uebersett.); 
31. lateiwsch; 33. romansseb; 33^ eagluKMseb; 34. piemoli- 
tesisck (sowie picmont mit itaL a. aack mit fraiiR U^bersets.)^ 
39. waldensisch. Griecbealand und Türkei: 36. Altgriecbisdi'; 
37. neagrkchtsch ; 88. aA>aiie«sdi (mk neugriech. Ueberaetcyi 
39. türkisch (aach in griechisch« u. armen. Buchstaben); 461 
mokdauiscb cider wallacfaisch: 41. serbisch; 43. bulgarisdli; 
Russland: 43. Slavoniscb oder; altrufssisch; 44. neurussisdl 
(auch beides zasammen); 46. dorpatisch-esthniscfa ; 46. reni^ 
Mschr^esftknisck; 47. lettisch; 48. kareüseh' (in Flmland); 4S^* 
ziriasiseh (bei Vologda); dCK mordwiniscb(air der Wolga}; 5I« 
tschepemissisch (bei Kasan); 53. tsclmwassisch (bei Orenborg^^ 
63. oreoburgisch-tartarisch; 54. karass* oder türkisch -tarta^ 
risch ; 56. krimiseh^tartatisch (för Karaiben). Asien. Katdca» 
sien : 56. Qssitisch \ 57. georgisch (in awei AusgOfb.) ; 58. alt- 
und 59. nenarmenisch ; 60. ararat*annenisch. Semifisehe Spra« 
eben: 61. Hebiaisch; 63. arabisch; 63. sjrisch (auch trit^ 
bisch in syrisch, o. syrisch in nestorian. Bochstaben). Persi^i 
64w Persisch (infunfUebersetz.); 65w puschte oder a%hani8<A; 
66. bekidschisch. Indiens 67. Sanskrit; 68. hindostaniscfa odler 
Urdu (in drei Ueberseta.). Nord- wHi Mittelindien : 69; Ben* 
galisch (in swei Uebersetz., auch- in latein. Buchstaben a. mit 
dem Engl); 70; maghadisch (in Bahar); 7K orissisch; 72.' 
hinduisch (in zwei Ausgab.) ; 73. bughelknndisch (am Ner^ 
biidda); 74i. brq-bhaMsoh; (bei Agea); 76v kanyakubtsdÜ; (am 
Jomna^; 76i koschaliseh (in Oudts)^ 77. harrotiscb; 78: ooj^ 
nisch; 79. oodeypuriach; 86i. marwarisdi; 81. juyäpurisdiv 82i 
bikamerisdi ; 83« battanerisch oder Yirat' (in IMhi); -^ dfiesis 
letzteren sieben sind Dialekte in den Radschpnten-Staäten — ^ 
84. aindhisch; 85. nmltanisch< (zwischen Indus , Chenatib und 
Gharra); 86. sikbisch oder pentschabisch (in Labore); 87. ^th" 
gurisch (kl den Gebirgen); 88. kaschmiriseh. Gorkha-Dialekte^ 
89. Nepalesisch; 90. palpaisch (am Himala3«); 91. kumaonisch^ 
93. gurwhalisdi oderskrinagurisch. Siid-IlMKett{ 93. Tefiogttch 
(in zwo Ueberaeta.) ; 94. kamatisch oder kanaresisch; 9Si. ta«> 
mulisch; 96. malayalim; 97. konkanisch^ 981 mahrattiach (in 
zwei Uebersetz.); 99. guzeratisch (in zwei Uebersetz.); 100« 



m 



• c* 



i\»^; Ojlovi^. . lOL l^eläclr; Wt eingtlenikcb^i'«^ tili 
j4ifc|i->pofi;iigte0iidi^ Iodo-€binb!: ^104.''i»8niistfc; |06; MOiii'* 
|MirMC|ii }0^ Uiaasisth; 107. omanisch ;:l6St ^Miitsi^ atft* 
t|HMf{cik^M:l(H^»^ «hkiesiscb (iof swei Uieb^r»et&)^i HO.. nwtitifdMi- 
pM^\. ill«: Imrmtilich; 112. loduminsGii od^ westinongnÜiMlii 
ii^ .meiaiisch (lut die Moiakkeiiy in latdn. i avdl in- arabJ 
^c^rift)^ 114. niedermalaiifoh (BataTia)v 115i yavunetMtn 
4i|atFalien: 116. Hawaitacfa (Sandwich-Inseio)^; 117. täiri^ 
j^cb; 118. r^rotoo^chv 11^. markesaoisch;' 1^ tovigalsGii; 
1^1. oemeelündiscli ; 122. saraoanisch; 12S. fidscdisck Afrikir^ 
124. Madagassisch; 125. koptisch (mit dem Arab.) ; 126w athi«<- 
jMSch; 127. ambai-isch; 128. berberisch; 129. bullomiscb; 1^ 
mandingoisch ; 1:31. aoeraisch;..132. oämaqnai^ch; 133. äecbuK- 
ni^ch; 134. kaffrisch. Amerika: .135. <jrrÖDläiidi8di^ 136; 
flskiiDQisch ; 137. mofaawkisch ; 133- cbippewäyisch ; 139. delaM 
.lyarifch; 140. kreolisch;. 141* -surinanuscii; 142. ainiarnch {iii ' 
Bolivia); 143. raexikaoiscb. Diess ergiebtal«o ioi Gan2en'14S 
Sprachen oder Dialekte^ io löO-Uebersetzongen, die verschieb 
denen Ausgaben nngerechoet: 108 dieser Uebersetzangen siml 
O^u; älter sind von den aussereuropäischen nur die kreolische, 
Ifronländische, äthiopische,. koptische^ malaüscbe, tamuliscbe, 
syrische, arabische, armenische und georgische. ln20andefeD 
Sprachen werden Uebersetzungen vorbereitet , nämlich: <{iia«> 
pUch (norwegisch Lappiand), kurdisch, taraskisch, mistekUefa 
(beide in Mexiko), quichuisch ("Peru), arawakisch (sudaimerikJ 
lofdianer), wotjäkisch (Sibirien )> bugisch, makassarisch (beide) 
^uf Celebes), maldivisch, rukhengisch (für Arracan), bhoj^po-^ 
ri^ch (in Oude), bundelkundisch (Hindostan), hurriaDisch (id 
l^h^), mouipura-kunkisch, tripura-kunkisch, kachorisch (diese 
3. für. Assam), mithilisch (in Bengalen), süd-sindhisch und ma^ 
jjoi^ ,(in Yucatan). 

, Von jder esthländischen Bibelgesellschaft za Reval hat die'> vä 
Bey4 selbst bestehende esthländische Section vom März IMt 
Ihs Mai 1844 1637 Bibeln o. 666 Neue Testamente in deutick^ 
f^tbp., lett, 9chwed. u. finn. Sprache, sowie 5 Psalter in esthbr/ 
Sprache, iiberhaupt 2306 £xx. der: beil. Schrift in Umlauf :ge>-! 
s^zt. Die Zahl der. von den üilfsbibelgiesellschaften decesth- 
l^d. Section verbreiteten Exx. beläuft sich auf 5412 (3038 Bi-' 
beb], 2374 Nisue Testam.). S..Possart's Statistik u.* Geographie, 
d^ Gouvernements £9thlartd. (Stuttg« 1846. 8.) pp. 41 . 42. 
, J)ie Sächsische Hauptbibelgesellschaft hat im J. 1845 bis näfi 
2. Septbr. .5936 Bibeln u. 516 Neue Testamente ausgegebeo. Seit 
Stiftung der Ciesellschaft 1815 sind im Ganzen 135^705 Bibeln, 



DtbÜDgrapiii^ £39 

30,789 "Neue Tettämente b. 3 Psalter, zn^anirocD also l7l|4#7 

Eu. verbreilet wordea^ S« 31. Jahresberidit dieser ^«ellschafb 

[488.] T€vm.manmvtmphyi9iMem.'-^*BibU9lM^ 

df Pocke' fOTune SodÜi. de gens de lettris ei d'^rudiU; Tom. Ih- 
CwrUaith bibUograpkiqitei pcar Ludovie Ltdcami. Paruy PanÜiii 
ir.l2. iV. 3Fr. . : fi.l 

■ *Eirjehnes nationalem faisant ndte au i^onservateur. Suisie^^mf 
niäange* hdfiitiffieeiXhigtbire^ de kiographie. et de bibliograpkki'' 
JRemeüki par H: E^GauUieur.. Lausanne [Crenevej KeemxiiwkJ. 
16, 276 ÄÄ JFV. IJ Thk. : - .!• 

*■ Vari4t4t Mliographiques^ pat J, JL C. Jacob [de ia HaijfeJ ' ei, 
G. Brunei, V. Bullet, du BikUeph. Bdge, No. 6. pp. M6---te9^ 
Sothält MittheilüDgen über folgg. 3 Schrifleo: Diverntev eir^ 
ri^usea pour servir de r^cr^tioa ^ rfispidt, par L. BovdelöKf 
AjQisterd», ches Andr. de Hoogbnbtt;fseiiJ 1699. 12 partt iint^' 
[iB!00 JB06b]; Lett^re facete e chisibezaGse, da.VioG..'Beiaiid«^ 
dittP Cataldo. Par.^ Ab, T Angelier. .1088. 12 [von Briiii&}|. 
Lexicon ^cum quae a brotia anioMurtibiis emittantar, ittfidt> 
Vinc. Cavallucei, Perus., typ. Car. Badueüi 1790. 12 [desgl.]. .l>. 

«Sibtiographie.. der F eoh tk u o s t toü K. H. Scheidkr s; Alg:r 
Eneyeldpädie dei WisseosdtalteD udd Künste« Sectl. Tk^ai'. 
[Leipz., Brockbaus.' 4.] pp. 20^a-r^206 a ; desgL Ober die Fei er «^ 
tage Ton G. W. Fink s. das. p))* 327b^331a; desgl. übif/ 
laäus YonH.Wdeseiibodru^ s. das. Sect. IL Tb. 24. ppw 808ai 
^f-310a; desgl. iiber Jos. Iskanits^von^demselibeii s. da». 'pjMi 
M3b^314b. ' t . '>» 

•>, Bibliagtaphüehee^ S. Zur [judisdi^] Gesckickie und'Lümh^ 
ter. Von, Zunz. Bdi L Berlin^ Vmt u* -Comp, 8. Abschn^Z. Eatk- 
hält: pp,:214^230 unter dentTitelf. Daten-Bestimmung ütmti 
Aufkitz, der unter der Aufschrift: Jahrzahlen aas den <*lsif«U 
litiscbeA Annale», 1840. No. 12— 14^ vielfach berichtigt und ver4 
mehH hier wiedier. abgedruckt -worden ist, and' sich au fi dici 
genauere und richtige Bestimmung. Ton Daten in Druck- undf 
Handschriften bezieht* Ferner pp. 230 — 248 über SamnÜBdgtü* 
und YecBeüßhnisae; pp. 249f-261 üJber Driicker und Drucke. vm 
Manlua, von 1476 k^ 1662; ppi261— 268 überDrue&ereiei^lici) 
PragV pp. 268^--8e3 Amiälen derbebräiiKfaen Typographie Winl 
Frag, v^a 1513 bis 1667. «i-r Aus dem Abschnitte über SananC^ 
langen : und Yerzeichnisde hier folgender IsuFzer Ausaug- WettÜ 
auch Tor Er^ndung dier Buchdruckeilcnnst von eigentlichen Bh 
bliothefcen (es bandet sich hier natürüch .von jüdisGhen) aichl^ 
die Bede seip kann^ so muss doch im AUgemeinen den Juden: 
in. den. romanisch ;'germeilisdieD: Landen ein Terhäliaissmästigi 
gmaeier Biicherbeiitz. «uagenwmt .^^ dea^korti^bb 



m mmofg^fHiA 



i\$^\ Ojlo^ < . 101. Palttcli; VA. dng»lenikcb;'lÖd. tili 
~4iKii-ip<Mi;iigi€m«di.; Iod(^-€hinbt: ' 104.' ifflMniscfc ; * |05. mnm4 
|MirMc(i$ }0^ kbaasisth; 107. teiriaru8ch;':16St mmtsiidt ^4&p 
t|HM«cb;,,101^» «bibesiflcli (iorswei Ueb^rKtxu>v';ilO.. nwtitifdMi« 
pM€h,\. ilL: buri'^tinch; 112. ludmukisdi od^ westinongofoolii 
il9^ melaiisch (lut die Moiukken, in latein.y avdl in- arabJ 
^dirift)^ 114. niedennalaiifoh <BataTia)v 11& javanesi^etii 
Ai|«tFalien: 116. HawaiMcfa (Sandwich-Inselo).; 117. tahi^ 
jÜAcb; 118. raroton^chv 119. markesanisch;' 1^ tovigafocK; 
121. nemeeifiiidiscli ; 122. saraoanisch; 12S. fidschisck Afriku? 
124. Madagassisch ; 125. koptisch (mit dem Arab.); 126w äthi«- 
jMSchv 127. ambariflcb; 128. berberisch; 129. buUoimscb; 1^ 
mandingoisch ; 131. aceraisch;..132. oämaqnaisch; 133. sechua- 
niijch; 134. kaffriach. Amerika: 135. <jrrÖDläiidi6di^ 136; 
ftakimoisch ; 137. mohawkisch ; 138. cbippewayisch ; 139. dela^ 
jyarifch; 140. kreolbch;. Hl* surinamiscii; 142. aimarnch (inl ' 
Bolivia) \ 143. raexikaoiscb. Diess ergiebt also im Gänsen 143 
Sprachen oder Dialekte^ in 160:Uebersetznngen, die verschieb 
denen Ausgaben ongerecbnet: 108 dieser Uebersetzangen sind 
0/eu; älter sind von den aossereuropäiachen nur die kreolische, 
Ifronländische» äthiopische,. koptische^ malaiische^ tamulische, 
syrische, arabische, armenische und georgische. ln20andefeD 
Sprachen werden Uebersetzungen vorbereitet , nämlich: <{iia«> 
pisch (norwegisch Lappiand), kurdisch, taraskisch, mistekisefa 
(beide in Mexiko), quichuisch (9eru)^ arawakisch (sudaimerik; 
Indianer), wotjäkisch (Sibirien), bugisch, makassarisch (beide) 
aof Celebes), maidivisch, rukhengisch (fiir Arracan), bboj^pö-^ 
riscb (in Oude), bundelkundiscb (Hindostan), hurrianisch (id 
l^h^), monipura-kunkisch, tripura-knnkisch, kachorisch (diese 
3< für.Assam), mithilisch (in Bengalen), süd-sindhisch md ma^ 
jjoiach (in Yucatan). 

, Yon- jder esthländischen Bibelgesellschaft zu Reval hat dwtnd 
tißVdX selbst bestehende esthländische Section vom März hML 
Ihs Mai 1844 1637 Bibeln o. 666 Nene Testamente in deutsck^ 
l^thn., lett, 9chwed. u. finn. Sprache^ sowie 6 Psalter in ttÜäi-J 
Sprache, iiberhaupt 2306 £xx. der beiL Schrift in' Umlauf :ge*? 
s^zt. Die Zahl der. von den üilfsbibelgiesellschaften deicestb- 
l^d. Section verbreiteten Exx. beläuft sich auf 5412 (3038 Bi-' 
behi, 2374 Neue Testam.). S..Pos8art's Statistik u.* Geogra|»bie 
d^ Gouvernements £sthlartd. (StuUg. 1846. 8.) pp. 41. <^ 

Die Sächsbche Hauptbibelgesellschaft hat im J. 1846 bis nni 
2. Septbr. ö936 Bibeln u. 516 Neue Testamente ausgegeben. Seit 
Stiftung der Ciesellschaft 1815 sind im Ganzen 136^705 Bibeln, 



BiUiographk; tSA 

35^789 "Neue Tettiniente b. 3 Psalter, zn^ammcD also I7l,4#7 

£u. verbreilet wordea^ S. 31. Jahresbericiit dieser ^etelbchaft.' 

[488.] Term.Uanmvtmphim^iiM.'^*BibU9lM^e 

df Poche par.uneSodäi de g&u de letlrei et d'irudiUi Tim. IL 
Qwru^dih bibU^grapkiques par Ludovic Ltdeame. Paru^. PauÜn:- 
gr.l% Pr.^Fr. . ii 1 

'. *Etrennes naHonalei faisant mite au CWeruafotr. iSutWf mt 
VuäaitgeM hdmiHffieeiitkiMUnre^ de Üifgraphie. tt de hibliographie^ 
MetueUUs par H: E. GaulUeun, Lausanne [Geneve^ KesimaiimJ, 
M. 276 ÄS. iV. 1 J TAk. 

V *- Varietes Uhliographiques^ par. X JL C. Jacob [de ia &äfe] et 
G. Brmet. V. BuUet, du BihUoph. Bdge, JVo. 6. pp. 446^-^169. 
Sothalt MittheilüDgen über foJgg. 3 Schrifteo: Diverntet €Ü«>' 
n0U9eA pour ser^ir- de r^cr^tion ä Kesprit par L. Bovdelöii:- 
AjQisterdk, ches Andr. de HoQgBniiu;fsenj 1699. li partt in-I^ 
[]B!00 Jaobb}; Lettere facete e chwbezaose, da.^joG.. Bebndoy' 
dUjU> Cataldo. Par., Ab. TADgelier. 1Ö88. 12 [von Brui^};: 
liHBxicon ^cum quae a brutia animaBtibus emittiintur, atadl- 
YincCavallucei, Perus., tjp. Car. Badueüi 1790. 12 [desgl.] .i >> 
,^.^Bib^ographie. der Feohtkuost yod K. H. Scheidkrs.'Alg;' 
Eneyeldpädie dei Wisaeosclratfien und Künste« Sebtl. Tk^i^' 
[Lei|)2., Brockhaus. 4.] pp. 204a — 206a; desgl. über die Feier «^ 
tage Ton G. W.Fink s. das. pp* 327 bH~331a; desgl. übi^ 
laäus Yon H.Wdesedbodrn^ s. d4S. Sect IL Tb. 24. ppw806a^ 
^1-310 a; desgl. iiber Jos. Iskabiis-von.demselibeii s. das. iip«; 
M3b— 314b. ' i 

4. Bibliagraphischee^ S> Zur [jüddsck^] Geschichie und Ldimh-' 
iaur. V&ii;Zun9.. BdiL Berlin^ Veit u*Gßmp, S, Absehn. ^. Eat^: 
halt: pp. 21^^230 unter dent Titel:. Daten-BestimmuDg ^meli 
Auf^ts, der unter der Aufschrift: Jahrzahlen aus den <*-lsr^ 
litiscben Annale», 1840. No. 12-— 14, mlfach berüchtigt uiid ireiU 
mefaH bier wieder abgedruckt forden ist, und' sich aufidier 
geikauere und richtige Bestimmung, von Daten in Druck- und' 
HaAdschriften bezieht* Ferner pp. 230 — 248 über SamnolBdgni* 
und YecseiißhnisBe; pp. 249^-261 üJber Driicker und Drucke. von 
Mantua, von 1476 tö 1662; pp. 261— 266 überDrue&ereieift in> 
PragV pp. 268^—803 Amial^n der.bebräiachen Typpgraphiie Witf 
Fi^g,^ v^a 1513 bis 1667. i^ Aus dem Abschnitte über Sama^ 
lungen : und Yerzeichiiisse hier folgender IsuFzer Ausaug- 'Werini: 
auch TOF Er6nduBg dier Buchdruckeilcuilst von eigentlichen Bi-» 
bliothefcen (es bandelt sieb hier natürüch ivon jüdnchen) aicht. 
die. Bede sdp kann^ so muss doch im AUgemeinen den Juden: 
ift den romanisch -germaUisdieB. Landen ein Terhälinissmästig. 
grSdserer Büclierbeiitz. eingeraMnt ! mmd^ \ -.ab dea .4ärtijfeii> 



GhricteDy itarcB dock die Judeti theils iNm idcr lirmi SfMnne 
eigctttiifinlioiieD akoi Kidtar ood der'Verbiodwig «nCden BHil 
dmi de» bOUclierciicIitai Aii d rinBic«i ^egfinttigt, Aeil« Mnn Le- 
91111 dfir heiligen SckrilleD und aam Shidiun der sie ^rgmiMl« 
dl9l Werke verpflicktet, asf Biickepak«okreHiefri aekr ais MMtoN 
kingewiesen. Die Anlegung von grossen BücktrüamiDliiogeai 
YArkati fireiück der Juden sonstiger C|iltarra>teiid , tkeÜweise 
iMMk. ikre Annitky kaopftsfjbchfich äkef « ikrt kedringte Lag«^' 
AUm- trotE der vielfadien Leiden^ denen -die Jaden yonSeüeÜ 
der Christen ausgesetzt waren, und in dereil Fo(^ so nattclfk 
jndiscke BiUkersckatzit f erk)nni gegangen sein n^gek^ wnöks 
doek vom lA. Jakrkdte an die iMt au dei» Bftchem mekr^ aU 
firtter, nnd je niekr die Joden in nenerer Zeit nakkektHck 'nd 
mkigeni Besitze ikrer fSater gelangten, ^ um so grosser ward'dSe 
Zakl ikrer Bikliotkeken. Von den Privatbikliolheken in gegen^ 
värtiger Zeit sind die meisten imd kedeatendsteh inPranklM 
a»iC^ Berlin, Brody, Wilna, Presburg^ livomo u. a« 'IMlBt 
den Besitzern solcher fiaaunlongen sind zn nennen: Leon Vüä 
Saraval (geb. 1771) in Triest, IsaacSamnel Bieggio (gek. 17^) 
in Gorz, Samnel David Lozzato nnd Joseph Alman^i in Padna, 
SnloBon ood Elia Rosentbal in Festk, Htrsck and Meir I^ehren^ 
sowie SalomonRukelis in Amsterdam, Josepk inViasen miweil 
Wihm, Boaentkai in Hannover,. Simon Beit in Hamknrg, Fidolgo 
in Altona, H. J. Michael (gek. 1792) in Hamkorg. Die SamoKi 
Imig des Letzteren, die aus mcbreh hundett MSS. nnd aus mekr 
als 5000 Druckschriften besteht, überragt alle jüd. Prtvatbikßo-f' 
tkeken der Gegenwart Sie wird fortdaoemd vennekrt Von 
den irükeren Privathibtiothekeo, von denen Verzeidbnisse in» 
Bmcke. erschienen, sind fblgende nock zn erwaknen: JäxMe^ 
Bnpkael de Agmlar's f 1660 (Veirz. Amsterd. 168a. 4. 48 S&); 
Iraac Akuak'B f 1693 (Verz. Amsterd. 169d. 4. J0n.«SS.^8äk- 
miiel Abas' (Verz. Amsterd. 1693; 4. aoSSJ), David Op^efdM»*' 
ibers, seit 1704 ObeirabbTner in Pragj dessen Saikimlung jetal? 
die Unmrsitfit (^ford besitzt (yevz.Haiinov; 1764. läv IMji 
1708. 4.!<^ 60 n. 34 BH; sipotere Ategakc» unter dem TiMsf 
GölkeHo Davidis bekannt Hamb. 1836. S. XVI u; 749 SS.,4tfck# 
liBI. B^tiditigungen)^ David Nnnnes Torres' f 1728 (Ven; Um4.\ 
l?i& a)s SakM&o defifesa*^ (Verz. Ainsterd; 1743. kalb 8. 14« 
BIL), Natun Aron's f^erz.Sckwerin. lim. S.)^ Jacbk Lewoiw' 
dedV (Vte. Am^erd; 1797. 6.), Sabmo Dukno^ f 16l»(V«Ki 
Attisterd. 1814; 8; 14BILX Simon Bondi'a f 1816 (Ve». Dreadi- 
1817. 8. 51 SS.), Antokel Norden de^Lima's (Anct« Verk. Am^ 
«Iteid. i8Ba a 24SS.>; Wolf Beidenkekii>8f 183^ (Verz. Ro«i 
dey|4' i833u «i 4i>S$i>)^ Man 'mm fitm'» (Anct^ Vite Hanir.: 



\ 



BMogmiilii^ H7 



1839. a 32 SS.X Imac Moeer^a f 1840^ <ftteiflsdiiiM«r'i Vm. 
über den grössten TImH der Bacher. EerL 1841. a 92 SS!); 
Saoud Eger's f ISIft (V«rz. HapnOT. 1843. 4. VB). VM)f 
sonstigeo Bücherverzeichnissen, deren Zunz noch entebe 00 ittit-i 
tbeik, wie Au«^*^ Verlags- n. a. Kataloge, mag hier nm fol- 
gender gedacht werden: -LMienthai's raisonohrcndes Verzeich-^ 
nisB mehrer hundert kelir. Mas. der konigl. Bif>üotfaeic zu M€n. 
eben in der allg^ Ztg. des Jüdentbmns ( Leop. Dufte's llaMd- 
schriftliches Yerzeichniss über die hehr. Mss. der Hamburger 
SCadtbibliothek ; Verzeichnis« der Bibliothek des Lesevewines zu 
Breslau. No. I--Iir. BresL 1843—1846. a 

[480.] MUmmMatte Btteher. — ^Humphrey's, H. »,^ 
a Hütary of JUnuunated Beoh fr&m the IV th to th^ XVIim 
Century, lUtutr«ted hy a iOties üf gpecmensy n^erbly printed 
in gM, ßilver and cdtnars. Part IL Ltmjdon^ LonpmmnetCo,4.' 
[1% $h.] fU. [%\ «A.J Enthäk: 1) A page Iron a beautiAil MS, 
eolitled: Les Menreilies da Monde, preaerved in the Ro^ 
Library of Paris; 2) Two eotire [Miges from the beautifb'l 
Prayer-Book 6f Henry VII. pceserved in the British Mifaeum; 
3) Two entire pages Ironi a most magnificent Psalter of Ihe 
Tkirteenth Centory. lieber den I. Band, der 1844. p. XIV i^ 
w&bnt i«t, vgl Ballet du BibKoph. Beige. No. 6. p. ÖOO. 

Dat erstcj mit einem Kupferstich venderte, in Deutschland kis^ 
diPwckteBuck ison C. Becker.- S, Kunstblatt imm Morgenktatt^ Vo, 
82. |>p. 341a — 342a. Betrifft 'Ordö divfnoruni seeundnm cbo*' 
mm Herbipotensem. Herbipel., St. I>e4dy In. Ryser et Jo. Becken- 
hob. 1479. fol. Zugleich ist Rücksicht genoninien auf die Ironf 
BjWT gedruckte Agenda «tclesiasticli dioec. Herbipöl. 1482; 
4v und dessen Miseale 1484. IbL, beide mif Knplerstkfc. 

[490.] IncmiAlieln. — Supplemente stu Haiffs RepAidi^ 
rimn, von OherMbHdhäMr u, Oberstikienrath Dr. Moset. S.Se- 
rapemn, iy^.22. jm. 359« — 362: Mbsei'j Ane mpf^lung de^ gle^' 
liatMit. Repeitor. mr> Naturforscher s. I>a8. Nö. 7. p. HO — ^^111.^ 
[491.] Tei^lKiteaie BMeher. — "* Index IShrorttm fro- 
hiHtarmn. Kaitdlog übit die in. denk /. 1844 «. 184d in Deutsch^' 
temd verbotenen Büch^. 1: Hälfte. Jtna^ Lüd^. S. 9^SS. (Ph^ 
aAfer.; Vgl. Lptei Charivart. 1846. No. 18*. ». 29». • ; 

Catalogue des <hMraget c&ndamnh dipuu 1830 jusqu^au 1 (^ 
Janvier 1843. V. Didertre, Annuaire defImpHtMfie et de lä I4- 
br^rie. Pkris, Leriehe. 12. pp. 258i-26a 

[4^.] »iMsew^ttl. — tut eine BüchertitdMmmimig. 
». BläH. f. hier. Untetkalt ^b. 212; pp. 851 a-^852 a. Enthält^ 
efhia Befspielsaminlanjg^ zu Som. Batlcx^s Benerkong C^PesthH'' 
diob» Hfm») ^' 4iuMi ^BftcbiMtel gkkk lleiiscIfebgesw^teM' 



Ast PhyMQgOQmiQ hthea^ wc^raot «Ui' aofmerkadnier BeobÄchr 
t^r- firkepnt, ^as er^ vje vondenMenücheD, 0aToiiv.<leniBiiclM 
^/erwf^rtfn^ial^e. Pie Bebpiele.md atii der EhgL BiUk»gra« 

. f . • [493J BficIterprreUie« -rr 4^ Bücherpreüe, v^n Prof. 
Jh.ReuM. S.Serapeum. Nu. IS, pp^2^6^^ü87. 

Sme Liste tob Budi,erii, die in.Büelieraiictionen u« 1000 Fjt« 
ii|i4 darülyer.verluäufl worden md^ X« Artikel^ «. ^Biiilet ^ies 
arts«, pp« 86 — 39. i . , ^ ' . . . . . 

. * C« que, coütait ayjtrefou m gros yahuH^ein foli^ 0!m4 dt gr0i^. 
vureSf par P. Van Duyse(en flamandj. V, Aftniale^ de la sodM4. 
roffeUedet heaus-9ßrU et do litt4näuro iß :^and^ :pp»-fß — 109^ 
Handelt voo der Beschreik^uQg de« festlicben £i|izugs Ferdinand a 
Too Oestei^reicb in Gent d. ^. Jan. 1636^ welche 7,^9 Hv. 13 
aoiis ^kostete. Vgl. Bullet du BiUioph. Beige.' No« .6; p, 493w . 
{4940 BttelteriMeriytew -r^ Aehreide^e merhcürdiget 
fiu^fpie^ aus amtirßüql^eh}^ iiiui Prrf. Df, Heus. S^o^aptum^ 
-JJ&; J^ pp. 188-r-190. Xo. 1& pp, 287r-288. . I .. 

[490] AUjK. BIUlo«rapliiMclie4iu ^ *Mm^ om 
pt^es 799— d30d|i tomeVdu Mantid du Libratre et deVAim^ 
(^ fiis Uvres^ par Jacq. Chart, BrumU (PßrClkarleg Piukfsi) 
Gand, Amoot-Braecjimcü^ 8.. 2BB. Vgl. fioUet. du BibliotAu 
Beige. No. 3. pp, 277—278. 

BibHographi^^AmiUeur de Uvres, par.Mi F: Denis soll 'm. det. 
C:<41ection des M^iDuels-Roret erscheinen. ;« - 

7heBook'CoUedor\ Handbook \ a Modem Id/bfa/n/ Cmpifäim^ 
i^on, Churton. dmy 8. 76 SS, (Pf.^sk..6 d.} Tto iü Ä 
very^is^ful woi^k for the dass of persopsto wbomit i« addresH 
8^9 hcjng a. kind o£ Catal^gue Baisonoi^ of the most estabU#bedl 
Wo^kf in each/class. ,- .. : ,v : 

fjeipzigerJRepertoxium der deiiiischenvndauMndischen.lAte!r0r: 
tur» Herausg.9Qnfiexsdorf, Nebst BUdiographie und biNiograpl^r^ 
scfifim Ansteiget , I^apng, Broickhaus. 8. b% S(^e. (Pt^}!iiTMxJi 
.^ Pie BerlJB^ iiteri^rische ZeUung, cedigirt yo^ De K..:BiaDdes, 
^c^eiiit wöcheatlich zweimal^ jede Nufnpaer 1 Bog. st^ark wA. 
lupd olvD^ Beiiageoy zqm Prase too. 5Thir^ gie enthält, eiae, 
sehr reichhaltige Bibliographie^ wie sie sieb anderwärts nirgetfds. 
^det,. .Iw tauf. Jabre erscheint jue wöchentlich dreinud. . * 

,^^in klägliches, Seiten^tttck «ur Brand^s'sehen BibUograpbiti. 
ist die, welche sich in den Intelligeneblättern; des Serap^UiHW. 
findet. Spasshs^ ist es nebenbely 4ort. Na« JI4»^. l$l <ein zu 
^jctersbarg erschienenes Buch (Strove,cataloguse^e.) unter '4ear, 
Efjaqugiyis^en 4er deutschen I^ess^ aufgeführt {^H; finden;, woMU 
epitf^Dg^f^ 4. ki^ ^u,aj|;P«|tsc)A^ >«9Kb^^ Riidl mifallli 



BibllograyiUe. 129 

den Russischen Presserzengnbsen aufgeführt wäre, so wäre in 
dieser Angabe eher ein Sinn^ 

[49ö.] Amerika« — In Canada erschienen bei dner 
Bevölkerung von etwa 1,700,000 Kopien 58 periodische Blät- 
ter, und zwar 54 in Ober-, die übrigen in Untef-Canada.. Ton 
den letzteren sind 6 in franz. Sprache. (Gesellschafter. Bl. 209. 
p. 1216 b.) 

In New- York hatte man 391 period; Schriften und Blätter. 
Darunter waren Zleitungen der VVhigs: 13 tägliche, 8 halbwö- 
chentliche und 83 wöchentliche; für dieLoco-focos: 8 tägh, 3 
halbwöch. und 95 wöchentl. ; für die Eingcbornen : 2 Tageblät- 
ter und 1 Wochenblatt ; ausserdem noch 98 relig., liter. u. wis- 
senschafll. Blätter und 5 Nachdrucke engl. Monatsschriften. (Lpz. 
Charivari. No. 151. p. 2415.) 

[497.] Belf^en. — * Bibliographie de la Bdgiqne ou Ca-- 
lalogiLe de tous les livresy imprim^s eii Belgique, avec table alpha- 
bäique. Braxellet^ Muquardt. 8. 12 Nrr. [Pr. n. \ Thlr.] 

Nach dem * National erschienen in Belgien 140 Journale mit 
mehr als einer Million Abonnenten unter 4,173,161 Bewohnern. 
Im J. 1830 belief sich die Zahl der Journale nur auf 34. (Gesell- 
schafter. Bl. 170. p.980b.) 

Premier livre imprim4 ä Maestricht, par Mr, de Reifftnibarg, V, 
Bidlet da Biblioph. Beige. No, 5. pp, 364 — 365. BetriflFt: Sta- 
tuta consistorialia ac reformatio judicior. spiritual. civit et dioec. 
Leodiensis per Geo. ab Anstria digesta. Traj. ad Mosani, ex off« 
Jac. Bathenii. 1553. 4. 

[498.] Hilneinark« — * Skandinavisk Forlagskatalogf 
eller alphabetisk Fortegnelse over t Danmarky Norge og Scerge ud- 
komne Böger, Tidskrifter, 1844. Kjöbenhavn, Jaeger. 8. 106 SS. 

* Bibliographie^ dansk, en fuUtändig FortegneUe over Boger, 
Tids$krifter etc,^ med Angioelse af Format^ Forlägger, ArkeewUÜ 
og Priis. Kjöbenhavn^ Host 8. 

[499.] Deutseliland« — Allgemeines Versteichniss der 
^ Bücher y welche vonMichueliB 1844 bis Michaelis 1845 neu gedruckt 
oder aufgelegt worden sind, mit Angabe der Verleger^ Bogenzahl 
und Preise» Nebst einem Anhange von Schriften ^ die künftig er-!- 
scheinen soUen. Leipzig, Weidmann, S. 2Bde, [Pr, ä2ö Ngr.] 
Laut '^'Voleur ergeben sich in Betre£f der deutschen Bücher- 
produktion früherer Zeit folgende Zahlen: im J. 1589 erschie- 
nen 362 Werke, im J. 1617 731, im J. 1701 558, im X 1789 2115^ 
im J. 1831 6389, im J. 1840 9776, im J. 1844 ll,00a (Gesellschaf- 
ter. Bl. 194. p. 1 124 b. Lpz. Charivari No. 168. p. 2687.) Eine 
genaue Berechnung der sämmtüchen SehrUlteD, soweit sie i^i 

PelaAo/df, Aus. d.Bibl.-Wi88eBteh 1845. 9 



\ 



130 mbliographit. 

1845. Michaelis-Mesekataloge als erschienen angeeeigt sind, fin- 
det sich in der Berliner liter. Ztg. No« 85. pp. 1356 — 1358 imt^ 
dem Titel : Zur literarischen Statistik. £ine ahnliche , jedoch 
genauere sowohl als umfassendere Berechnung s. oben No. V. 

Allgemeine Bibliographie fiir Deutschland. Redact J, de Marie, 
Leipzig, HinrichM. 8. WöchentL Ausg» aiphabet geordn. 52 Nrr, ; 
Monatl, Ausg, system. geordn. 12 Nr, Ein Verzeichnis* aller neuem 
Erscheinungen im Felde der Literatur. Mit IntelligenMatt, [Pr. 
ä 20 Ngr.] Vom laufenden Jahre an soll statt der monatl. 
Ausgabe eine dreimonatliche erscheinen. 

Verzeichniss der Bücher^ Landkarten u, s, w., welche vom Ja- 
nuar bis December neu erschienen oder neu aufgelegt worden sind^ 
mit Angabe der Bogenzahl, der Ver leger ^ der Preise im 20 Gulden- 
und 14 Thaler-Fusse, literarischen Nachweisungen u. einer wissen- 
schaftlichen Ueber sieht, Redact, J. de Marie. Leipzigs Hinrichs 
8. 2 Bde. [Pr. ä l'o Ngr. Schreibpap, 20 Ngr,] 

Joh, Paid ThmCs Verzeichniss neuer Bücher und Landkarten und 
sonstiger im Bxuchhandd vorkommender Artikel^ nebst Angabe der 
Bogenzahl^ der Verleger j der Preise in Thalem und rheinischem 
Gulden^ literarischen Notizen und einem wissenschaftlich geord- 
neten Register. Leipzig., Klinkhardt, 8. 4 Quartale. [Pr. ä Id 
Ngr.] Vgl. Berl. liter. Ztg. 1845. No. 33. p. 532 ; No. 60- p. 
964. 1846. No. 8. p. 130. 

Bibliographien des Neuesten im deutschen Buchhandel finden 
sich sonst noch in den Blatt f. liter. Unterhalt, im Intelligenz* 
blatte zur Hall.' allg. Lit. Ztg. u. a. 

Heinsius, W.y allgemeines Bücher- Lexikon oder voUdandigeM 
alphabetisches Verzeichmss aller von 1700 bis zu Ende 1841 er- 
schienenen Bücher, welche in Deutschland und in den durch 
Sprache und Literatur damit verwandten Ländern gedruckt wor- 
den sind. Nebst Angabe der Druckorte y der Verleger und der 
Preise. Bd, IX.j welcher die von 1835 6t« Ende 1841 erschienenen 
Bücher und die Berichtigungen früherer Erscheinungen enthält, 
fkrausg^von O. A. Schulz, Lief 6 —7. (Hermesianismus — LeuchsJ, 
Leips^, Brockhaus. 4 SS, 401 — 560. [Pr. d 25 Ngr. Schreibpap. 
1 Thlr. 6 Ngr,] 

. Programmenrevue oder Schul- Archiv. Eine Zeitschrift für 
Schule und Wissenschaft [Herausg. von Afbani.] Jahrg. 1843. 
T^tl—Uk Dresden, Adler u. Dietze. 8. XF, 259 u. 32 55; 
[Pr. ä 12 Ngr^J Bnthali ei» systemat Verzeichniss der in 
JUeutschland erschienenen Sch«l- u. akadem. Programmen, mit 
Adigabe ihres Inhaltes n. Auszügen. 

Deutscher Zeihmgs -Katalog. Verzeichniss der in deutscher 
Spracho .ersdmnmtbn perioüsekm Sckrifkn mit Ein9tMu$s der 



ie. 181 

politischen Zeitungen^ der Tage-^ Wochen- wid InteUigenzbläHer, 
Dritte durchaus tangearbeäete Ausgsfbe. Leipzig^ Weber, S^ 143 
ÄÄ, excL Titel u. hihait. [Pr, 1 Thtr,] Vgl. Berl. liter. Ztg. 
No. 83. pp. 524 --525. Eine Aufzäfaking ftlzaiTer Titel von 
deutschen Zeitschriften s^ im Bullet, du Bi^liAphi Beige. No. 6 
pp. 483—484 nach der '^Gaij^tte de Francfort, 16 t^ril 1845. 

[500.] Oesterreich» — Nach offiziellen Angaben soll 
sich im Oktbr. die Zahl aller in den O^sterreichisehen Staaten 
erschienenen Journale auf 159 belaufen haben. Darunter waren 
40 polit. u. 12 conimerzielien Inhaltes. Femer waren davoA 
in den ital. Profinzcn 43, in Ober- und Niederösterreich 29, in 
Ungarn 21 rnid in Böhmen 17 verlegt. Auf Mailand kamen 
allein 30, auf Wien 24, auf Pesth 14 und auf Prag 13. In 
deutscher Sprache waren 76, in ital. 53, in ungar. 14, in slaw. 
15, in (ranz, nur 1 erschienen. (Abendztg. No. 101. p. 1087a. 
Lpz. Charivari No. 164. p. 2622. Hamburg, liter. o. krit. Blatt 
1846. No. 11. p. 88 b, sämmtKch aus den ''^ Oesterreieh. Blatf. f. 
Liter, u. Kunst) Vgl. darober noch den Aufsatz: Das Zeii* 
Schriften wesen' in Oesterreich, in d. Augisb. ailg. Ztg. 1846. Not. 
54. pp. 426—429. 

*Honi irodalmiHirdet'ö 1842'. Jegyzeke ason tkagyaf konyvehnek^ 
mellyek az 1841 — diki Bibliographiai 4rtesite fnegszün^se vtdn 4$ 
az 1843 — diki honi irodahtU hirdetö meginditdsa elött jekütek 
meg. Pesten^ Eggenberger. 8. 20 ÄÄ [Pr. 2 NgrJ ^ 

Laut '*'Pesti Hirlap sind in Ungarn im J; 1844 im Ganzeii 
36 L Werke, und zwar 292 in ungar., 59 in deutlich., 8 in Inteiit. 
u. 2 in da w. Sprache erschienen. Im J. 1843 waren in den 20 
Drackereien des Landes nar 124 Werke* gedruckt worden! 
(Abendztg. No. 96. p. 967 b. Lpz, Charivari No. 16a p. 2686. 
Hamburg, lit^r. u. krit Bllktt 1846. No. 11. p.88b., sämmflich 
ans den * Oestevreteh^ Blatt, f. Liteh n. Kunst.) 

[501.] Prevsiieii. —^ In Prewssen ist ein» viyllständigies 
gedrucktes Verzeichniss aller seit der Errichtung des Oberden* 
surgerichtes von selbigem verboteneii , sowie andererseits der 
an sich verbotenen (ausserhalb Dentschland erschienenen),' aber 
vom Geridite besonders zumDebit freigegebenen Schriften an- 
ter amtliche!^ Aiietorität veröffentKcht , und den betreJKriden 
Behörden sowoM als den Gewerbtreibetidew eingehändigt Wor- 
den. (Deutsch, ällg. Ztg. No. 253: p. 2434a^ ans dem *Rhehi. 
Beobachter.) 

[502.]: mm^ßmntit^^ ^Cattd^e 4f Books puhUshed in, 
Great Btüain during IS^. An omtMl €(ääiogwe (^BööH (nu- 
duding New Edi&onä)pMishedduringiheyemlS44; eontainmg 
the UtU, ike, pritB^/dkätof^piMMtion^ «nd päkMi&s^ 4iam^i 

9* 






1S2 BibHagn^Kue. 

also a dassed IndeXj mth reference number^ io tke fuU tiüe o/ 
every book in the Publi$hers* Circdar^ farming akogetker a mosi 
weful appendage to the Library table o/ every lAterwry Societtf^ 
and a complete Book9eHer*s Auiäant to the pubUcatioiu of tke 
pagt year. London, 8. [Pr, 2 ^.] 

*Low*8 Catalogue of all New Bookt and New Edition* pu- 
blished in Chreat Britain during the year 1844, with the prices 
and publishers' names. London, 8. [Pr, 2 sh.] 

*A dassified and prir.ed Catalogue of London Periodicäl*^ 
Current Law Reports^ and Newtpapers^ for 1845 ; to which i» ad^ 
ded, the Tranmetions of various Socieiies^ spedfying the leui 
pari publi$hed^ price and the address where each is pMished, Lon- 
don. S. [Pr. 1 sh.] 

The Pvbliihers CirnJar and General Retard of British Litera^ 
ture; containing a compleie alphabetical list of all new worksi 
London. 8. 24 iVrr.= VU. VIII. No. 175—198. [Pr.Ssh,] 

* Churton's Uterary Register, a complete Catälogm raisönni of 
the Literatur e of the day, and a most uteful Companion to tke 
Publishers^ Circular, London. 8. [Pr, 4 d.] Erscheint mo- 
natlich. 

Monthly Lüt ofNew Books published in Great Britain. Lon- 
den, Longnwn et Co. fol. 12 Nrr. 

Erste englische Büdter. S. Blätter f liter, Unterhaltung. No. 
286. p. 1148. Das erste in eng). Sprache gedruckte Buch^ eine 
Uebersetzung von Raonl le Fevre's Recueil des bistoires de 
Troyes ging ans einer Cölner Offizin 1471 ans Wilh. Caxton*s 
Presse hervor. Das erste in England selbst gedruckte Bach, 
the game and playe of chesse 1474, rührt gleichfalls von Caxton 
ber. Der erste engl. Bücherkatalog ist Andr. Maunsell s first 
part of the catalogue of englishprinted bookes. London 1595; 
Robert Scott's Catalogns libronim ex variis Europae partibos 
'advectorum, den man sonst dafür gehalten hatte, ist bestimmt 
erst aus dem J. 1674. 

{503.] Frankreleli. — Aus den firanz. Pressen sind^ 
der ^Bibliogrsqibie de la France und dem "^ Voleur vom 5. Jan* 
1846 zufolge^ deren erstere wenigstens als oflßciei gelten kann, 
6521 Druckschriften, 1403 Lithographien» Holzscbnitte u. Kupf^ 
Stiche, 104 Karten und Pläne, 492 Musikwerke bervorgegangem 
(Abendztg. 1845. No. 88. p. 772 b. Berl. liter. Ztg. 1846. No. 10. 
p. 168. Ausland 1846. No. 17. p. 68 b. Neue Jen. allg. Lit. ZigJ 
1846. No. 63. p. 251 b.) Ans den Pariser Pressen allein sollen, 
wie im Bullet du Bibliaph. Beige No. 1. p. 71 berichtet wird, 
6577 gedruckte Biicher (worin n^ag hier derirrthum Hegen?), 
1388 Kupferstidie n. a. w., lOsK Plane und Karten, 100 mnsikaL 



BiUiograiihie 133 

Werke und mehr als ö4^7öO^0OO J^uimalblätter herrorgegaDgeo 
sein. 

* La Litt&ature fran^aüe contempormne 1837 — 1844> renfer- 
mant: 1) par ordre alphahätque des noms d''auteur$^ rindicaiion 
ckronologique des pubHcaUons ariginalee dei ieriwdns fran^aie 
rignicoles et itrangers et ceUe des Mtions et trudvctiQnsfrangm'' 
$es des ouürages des auteurs Hrangers vivatiis, imprim^s en France 
pour la premihe fois pendant ces dix-huit demihes ann4es\ 2) 
une table des liwres anenymes etpolyemfmes^ qui, par leurs puÜica- 
tiimsy appartiennent ä eette ^oque ; 3) une talUe des sujets, Le 
tout accompagnS de notes biographiques et Utthairesy par C%. 
Lauandre et JFVi. Bourquelot lavr. XIV — XVL Paris, Dagmn. 
8. [Pr. ä 2 Ft.] Hieriiiit ist der 2. Band beendigt. I>as 
Werk, welches bekanntlich Yon Qu^rard begonnen, aber überaus 
planlos, willkürlich und weitschweifig fortgesetzt worden war, ist 
jetzt der Sorgfolt der beiden bereits genannten Gelehrten an- 
vertraut. (Blatt f. liter. Unterhalt. No. 200. p. 804.) 

Bibliographie de la France, ou Journal ginircd de Vhnprimerie 
et de la Librairie, ei des cartes geographiques, gravwes, litkogra- 
phies, Oeuvres de musique, Redaei. Beuchat, Paris, Pillet ain/4. 8. 
62 Nrr. [Pr, 20 Fr., für das Ausland 22 Fr.] 

Le Momtewr de la Librairie Courrier de PAwuäeur de Livres. 
RedacL J. Dagineau et Ä. Flamand, Paris , Barrois. 8. 37 Nrr. 
[Pr. n— 14 Fr. j für das Ausland 16 JFVJ Erscheint kn lauf. 
Jahre unter dem Titel : Le Moniteur de la Librairie Courrier de 
TAmateur de Livres, pour la Litterature ^trang^re et pour la 
Litt^rature Orientale, wöchentlich 2 Nrr., zum Preise von 5 — 6 
Fr., für das Ausland 7 Fr. 

* Tableau bibUograpkique des ouorages en tous les genres qui ont 
paru en France pendant Vannie 1844; divisipar table alphab4tique 
des ouvrages^ table alpkabäique des auteurs ^ table systdmatique, 
Pans. 8. 275 SS. Vgl. Bullet, du Biblioph. Beige. No. 4. p. 347. 
. In die Reibe der franz. Bibliographien gehören noch mehr 
oder weniger: * Revue de bibliographie analytiq^e, ou Compte- 
rendu des ouvrages scientifiques et de haute litterature , publ. en 
France et ä Vüranger, par E. Miller et A. Aubenas. Paris, Du- 
prati 8. Erscheint monatlich 2 mal. — * Bulletin des arts, guide 
des amateurs de tableaux, dessins, estampes, livres^ manuscrits, aiito- 
graphes^ m^daiües et aniiquith^ sous la direction du bibliophile 
Jacob. Paris. 8. Bildet die Fortsetzung der früheren AlHance 
des arts. Vgl. Bullet, du Biblioph. Beige. No. 6. p. 497. — 
Feuilleton de la Librairie de Paris che% Rtnouard. 8. Erscheint 
monathch. -^ Bulletin de la Librairie fran^aise puM. par. Brock- 
haus et Avenarius ä Leipzig. 8. Jährlich 6 Nrr. u. s. w. 



134 BiUipficaiiUei 

*Lfei ÄuUwr9 d^gmuii i§ U LdU^äiure ftan^Ue au XIX i 
siede y Esmi bibliographique potir servir de Mupplh^ent atuc r#». 
cherches d'A^ Barbier wt Us i^uvrages p»eudonyme$^ par Jlf. 
Qukard. Paris, ^ 88 SS. (Pr. 4 Fr.) Lst suerst im *Mo^ 
oiteur de la Lit>rairie mitgetiieitty ood «päter mm Tli<al^ mit 
Berichtjguogei» und ZusätzeD, im Biblioth^csure No. 1. pp.dO 
-f— 47 wieder »bgedruckt worden. 

: Joumüux et Feuäles piriodiqties py/hUh ä Paris et dans les ddr 
partem^nts. V»Dutertre, Armmire de Pimprimerie ü de la Ubrmim 
n'f frangaise et Üraugkre, Paris ^ Lericke. 1% pp, 70 — 93 et 
94-^117. i)ieZabl der in Frankreich überhai^ ersckieneiiesi 
Jonrnale beläaft ßich auf 750$ davon kommen i30 auf Paris 
und 620 auf die Departements. 310 sind politiachen InhaheA; 
(Bullet du Bibliopk. Beige. No. 1. p. 73.) 

[504.] C^riechenland« — Dr. Andr. Papadopoolo« 
Vreto^) vonnals Bibliothekar der iouiscben Akademie zu Corfik, 
hat in der typographischen Anstalt Panhellenis in Athen mne 
hellenische Bibliographie erscheinen lassen , worin alle in neu- 
griechischer Sprache, vom Falle Constantinopels an bis mit 18419 
gedruckten Bücher verzeichnet sind. (Neue Jen. allg. Lit. ZXg^ 
No. 201. p. 803b.) 

[505.] HollABd. — * Ldjst van heekwerken^ verkrijgbaar 
in de» boekwinkel van L. van Bakkenes, te AmstirdßM, 8. £r<^ 
schdnt monatlich und gilt als Journal des gesamnlten holländi- 
schen Buchhandels. Vgl. Bullet. duBiblioph. Beige. No. 4. p.348ii; 

[506.] lltalien. — Bibb'ograßa Iialian(u ( II giomaU 
della b.^ L offre l^elenco de* libri d'ogni statapaH. in ItaUa e degU 
italiani pxibblicati aW estero.) MilanOy vedova di Stella e Gia» 
como ßglio. 8. (Pr. 1,^^ Ldr.^ für das Ausland tO,^^ Lir.) Er- 
scheint monatlich. 

* Allgemeine italienische Bibliographie. Wien v, Mailand^ 

Tendier u. Schäfer. 8. 12 iVrr. (Pr. 1 Thlr. 10 Ngr.) Auch 

Franz in München giebt eine italienische Bibliographie heraus. 

JUvreg Italiens. ( Legislation ^ Murale ^ Pok'tique^ Philosophie^ 

Logique, Mäaphysique.) F. Moniteur de la Librairie. iVo. 17. 

pp. 267—270. 

[507.] Portafpal. — : Livres anciens et nwiveaux em 
Portugals. V. Moniteur de kt Librairie. No. 6. pp. 9ä^-r-96. i\b,, 
a pp. 126—128. 

[508.] muisaUn4. -^ Ln J. 18U. sind laut Berkhldet 
Unterrichtsffliuisters in Riissland 8^7 Original vi^rke» 53 Uebtr* 
Setzungen und 56 Journale erschienen. Aus dem Auslattde wuiv 
den 718^13 Werke eingeführt, und davon 1633i als «och Wkr 



BMiogniphie 133 

bekannten Inhalten der Censur unterworfen. (Berl. lit. Ztg. 1846. 
Na 10. p. 168.) 

VerTteickma einiger glagolitüchen Drucktckiiflen^ S, Dohrow^ 
k^'s GlagoIiUca. II, Ausg von W.Hanka, (Prag, S,) p. 8. 

[509.] fitehweileii. — * Swensk Bibliographi dler allmän 
jMeckning, ofoer ulkmn nya hocker musikaiitr, kartor, koppargtick 
och rienitryck. Stockkolmy Noniedt ei Soner. 8. (Pr, ^ TUr.) 
£r«cheint monatlich. 

"^Swensk BokkanietM" Katnlog utgifioen Ar, 1845. Stodchübn, 
Norstedt et Söner. 8. 160 55. (Pr. 1 Mdr,) 

[510.] ISpaiiieii« — *BihUografia de Eipava^ perMteo 
de la imprenta j^ dela Ubreria y grabado», mapa$y müäcas, lito- 
grafiae. Madrid. (Tübingen, Fum,) a 24 Nrr. (Pr, n. 3^ Thlr.) 

*Boletino bibliografico etpanol y estrangero. Madtid, en lu kbt^ 
ria Europea, 8. 53 Nrr. 

Livre* EspagnoU, V. Moniteur de la Labrairie, No. 9. pp, 
143— 14a. 

La presse espagitole en Belgique^ par Mr. de Reiffenberg, V* 
Bullet du Bibliopk. Beige. No. 1. pp. 41—43; No. 3. pp. 334— 
236; iVio.0. pp. 362 — 364. Den Anfang des Aufsatxes 9. im 
früheren Jahrgange des Bdlet. No. 8. pp. 381— *383; No. 9. pp. 
461—453. 

[511.] Türkei« — * Hammer-Purgstall's Uebersickt dee 
in den Druckereien van Conäantinf^el und Kairo seit ihrer ^rtün- 
düng bis Ende 1843 erschienenen kalben Tausends von Werken 
Tmch ihren Fächern. S. Oesierreich. Blatt f. Literat u, KwksL. 



[512.] PliUolo^e. — *S. F. W. Hoffmann's biUio^ 
graphisches Lexikon der gesammten Liieratur der Griechen. IL 
umgearbeitete^ durchaus vermehrte, verbesserte u. fortgeseixie Aus- 
gäbe. Th. IIL (O—Z.) Lief, 2—3. Leipzig, Geuther. 8. SS. 
226—664. (Pr. ä 1 Thlr.) Das Werk ist hiermit geschlossen. 

Bibliographisches Hajulbuch der philologischen Literatur der 
Deutschen von der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts bis auf die 
neueste Zeit Nach Johann Samuel Ersch in systematischer Ord- 
nung bearbeitet und mit den nothigen Registern versehen von Dr. 
(Christian Anton Geissler. Dritte Auflage. Leipzigs Brockhaus. 8. 
X ungespalt u. 1028 gespalt SS. y exd. Erklärung von AlMrg, 
u. Druckfehler. (Pr. n. 3 Thlr.) Enthält die Kter. Erscheinungen 
bis Michaelis 1844. Vgl. Bullet, du Biblioph. Beige. No. 6. pp. 
492—493. 

* Bibliotheca philologica germanica oder Verseichniss der sowohl 



ISO 

tu alterer al$ in neuerer Zmiy inebeemidere aber vom J. 1800 mt, 
in DeaUchland erschienenen, dem Gesammi gebiet der deutichen 
Sfirachmssenschaft angehörigen Schriften, Mit einem r>ott$tändi- 
gen Materienregisier, Leipsig, Broekhaus «. Aeenariwt, 8. 16 BB, 

(Pr. aoiVgr.; 

Friedrich August Wolf 9 Encydopädie der Philologie, herau$g. 
von S» M. Stockmann, Zweite mit dner Ueberricht der lAteratur 
bis zum Jahre 1845 versehene Ausgabe, Leipzigs Serig, 8. (^Ent- 
hält: pp, 257—^286. Nachtrag des Voraü^ichslen ans der philo- 
logisdten Literatur, vornehmlich der Jahre 1800 — 1844, vom Prof. ' 
Westermann.) In der allerneuesten Literatur 4ndeti sich Lucken. 

Die Zeitschrift für die Äiterthutnswissenschaft giebt ^00 Zeit 
zn Zeit bibliographische Uebersichten der neuesten philologi-* 
sehen Literatur. 

Bibliotheca Orientalis, Manuel de Bibliographie Orientale, L 
Conten. les livres arabes, persans et turcs, Par J, Tk, Zenker, Leip- 
%ig, Engelmann, 8. Ist 1845 als erscheinend angekündigt, 1846 
erschienen. 

Livres arabes et fran^ais, V, Moniteuf de la Librairie, No, 3. 
pp. 42 — 46. 

Livres celto-bretons et basques, V, Monit etc, No, 1, pp, 12 — 14. 

Etüde de la Langue Chinoise, V. Monit, etc. No, 20. pp» 
312—315. 

Etüde de la Langue Espagnole, V. Monit, etc, No, 23. pp, 367 
—368, No, 24. pp, 376—384, No, 25. pp, 393—396. 

EtuiA de la Langte Flamande, V, Monit, etc, No, 20. pp. 
318—319. 

Etüde de la Langue Grecque moderne, V, Monit, etc, No. 19. 
pp, 297—299. 

Etüde de la Langue HoUandaise, V, Monit' etc, No,^. pp. 
316—318. 

Etüde de la Langue Hongroise, V, Monit, etc, No, 29. pp. 
453—454. 

Etüde de la Langue ftalienne. V. Monit, etc, No, 21. pp. 328 — 
336, No, 22. pp. 344—352, No, 23. pp, 361—366. 
^ Etüde de la Langue Malaye, V, Monit, etc, No, 30. pp, 476. 

Etüde de la Langue Polonaise, V, Monit, etc, Noi 20. pp. 

315— ai6. 

Etüde de la Langue Portugaise, V. Monit. etc, No, 26. pp, 409 
— 412, No, 27. pp. 426—428. 

Etüde de la Langue Russe, V, Monit, etc. No. 17. pp. 271— 
272, No, 18. pp. 285—286. 

iStude de la Langue Sanscrite. V, Monit. etc, No, 31. pp, 
488—489. 



Bibliographie. . IST 

Etüde de la Langua Syriaque, V, Menit etc, JV0. 31. pp, 
4S7— 488. ' 

Etudt de la Langue Twrke et Pertanne» F. Monit etc. No, 15. 
pp, 233—235. 

[513.] Theologie. ^*Ä Manual aj Biblical Biblio- 
grapky, Camprinng a Catalogue^ meihodicaUy arranged^ nf tke 
principal ediUons and versiouM oj ihe Holy Saiptwres ; tagMer 
mth.notices of the prinapal philologersj critks and interpreters 
of the ßible. By Tkomas Hartwdl Herne. 8. Ist früher bei 
Cackll erscbieneo^ und nun von Neuem bei Longman et Co. 10 
London ansg«geben worden. Pr. 12 s. 

*Catahgue de livres ecd^siastiques andew, rangle par ordre 
de maUeres. Paris, impr. de Mme Dandey'Dupr^. 8. 4| BB. 

* Bibliographie Catholiqae, Paris. 8. (JV. 10 Fr.^ Erscbeiat 
monatlich. 

* Katholische Bücherhmde, % Theil, Verneichniss der in den 
Jahren 1844 u. 46 erschienenen katholischen Bücher^ MusikaUen 
u, s, w. Marienburgj Dormann. 8. 8 BB. (Pr, n. 12 Ngr,) Soll 
nächstens erscheinen. Vgl. 1844. pp. XII — XII L 

Die Literatur in Be»ug auf die Rückfahrt^ Ronge und Schneide- 
mühl. Lief. I—IL Jena, Luden. 8. 32 SS. (Pr. n. 6 Ngr.) SoU 
in regelmässigen Zwischenräumen von 1 — 2 Monaten halbe Bo- 
genweise (al^Ngr.) fortgesetzt werden. 

Die Literatur über die Erklärung der Siebenundachttig in Sa* 
chen der protestantischen Freunde vom Ib. August. S, BerL. Utar, 
Ztg. No. 91. pp. 1448—1454, No, 93. pp. 1480—1483. 

[514.] JurispnidenB« — * Repertorium der juristischen 
Literatur Deutschlands^ oder alphabetisch geordneter, mit einem 
genauen Materien- Register versehener Anzeiger aller seit Begi$in 
d. J. 1846 im deutschen Buchhandel erschienenen juristischen 
Schriften^ welcher, ausser der summarischen Ang€Ae ihres Inhaltes, 
so wie der Preise «. Verleger^ gründliche eigene u, den bereits vor^ 
handenen Kritiken entnommene Bemerkungen über ihre Richtung 
und Brauchbarkeit enthält. Redigirt von O. A. Walther. Jahrg. 
L Hft.\. Rudolstadt^ Renovanss. 8. (Pr.^Ngr.) Soll näch- 
stens erscheinen, und nach Befinden auch die Literatur von 1846 
berücksichtigen. 

[')15.] Mediciii« — * Bulletin bibUographique des Säen-' 
ces midicales. Paris. 8. (Pr. 3 Fr.) Erscheint 3 mal im Jahre. 

'*' Bibliotheque du midecin^pracUcienj ou Resumi g^nhal de tous 
les ouvrages de clinique m^dicale et chirurgicale^ de Umtes les 
monographies, de tous les m^moires de m^decine et de Chirurgie pra^ 
tiques, anciens et modernes^ publies en France et ä PÜranger* Par 
une sociüi de midecins sous la direcHon du docteur Fahre. Iajot. 



f88 BiUiograpUa 

7—12= VoLUl-rV. Paris. S. (Pf.JUür,4 3FT0 lü k^ine 
eigentliche Bibliographie. Vgl. 1844. p. XUI. 

- * MorejmLf Ä, F.^ Hidwia bütliegmficä i§ iß medtcma 99pamla. 
Obra postumti, T. IV. Madrid, (Tübingen^ Fue*,) 8. 

^IdjitM^ B. J. Victor y Notfee sur h tmu^ ptir^nohgtqtie de 
Braxellesy eontenaiä le retumi de ia mdence^ mi cmUäogm aipliM- 
beiiqwB et im etmi b4üliographique. Bruxelie*. 4. 12 SS. (Pr. ^ Fr>) 

Die Schrift: '^ Trait^ de splanchnologiqiie et de« organes des 
«ensy |>ar E. Hnscbke. (a. n. d. T. fincycIopfNJie anatomiqqe 
etc. par T. L. 6. Biscfaoff Tradiiit de l'alleaiand par A. J. L« 
Jourdan. Tom. Y.) Paris, Bailli^e. 8. begiont mk einer Bibiio^ 
graphie 8i>lancbnologk|iie. 

[51ö.] Plill«9«plile« — Von Erach'» biMiographisdi^i 
Handbiiehe der Philosophie soll Mebstens eine dritte Auflage, 
von Ch. Ant Geissler bearbeitet, erscheinen. 

Bibliotheca psychidagica oder V^steichnüs ^er VfiekÜgsten vber 
dm Wesen der Menschen» und Thierseden und die UnsterldichkeiUr 
hkre handelnden SchriftsteUer älterer und neuerer Zeit^in alphor 
betischer Ordnung »usammengestellt und mit einer wissenschafdi» 
ehen Uebersichi begleitet, van Dr. J. G. Th. Grosse ^ Bibliothekar 
Sr. Majestät des Königs von Sachsen. Lefpsig, Engelmann, 8. 
Vr u. 60 55. (Pr. 7^ Ngr.) Die sogenannte wissenschaft- 
liche Uebersicht ist ein bloses Sachregister, wie es denn aodk 
Orässe selbst wirklich am Schlüsse des Buches genannt hat. 
Das am Schiasse mitgetheiite alphabetische Yerzeichniss anony« 
mer Schriden ist ein Muster, wie man nämlich dergleicheii Ve^- 
Keiehnisse nicht zu fertigen habe. Die dort in Anwendung 
gebrachte Methode, das erste Wort einer anonymen Schrifly 
ganis gleich giltig , ob es ein Artikel oder sonst was ist, zum 
Stichworte m nr.acben, verstosst gegen alle Regeln der Biblio- 
graphie. In Bezug auf franz. u. belg. Literatur soll die Sdirtft 
laut Bullet, dn Biblioph. Beige. No. 6. p. 496 sehr ttAvollständig 



[517.] PftdagesUc« — * Handbuch der pädagogistAen 
lAteratur^ herausg, von F, W. Loof, Bd. VIu. VIL Aschenieben, 
Laue. 8. 60 BB. (Pr. 2f Thhr.) 

[518.] Politik. — ♦ The Ldterature of Politicäl Econo- 
my^ A dassified Catalogue of sdect pubUcaiums in the different 
departements of that sdence with historical^ critital and biogra^ 
phical notices. By J. E. MCuUoch. London, Lengman A Co. S. 
XIIIu.¥>7 SS {Br. Ush.) Ignorirt die deutschen Leistungen 
fost v51lig. Vgl. Berl. liter. Ztg. No. 93. p. 1462. 

*Hiitmre de Pieonomie piditique en Europe, depuis les andens 
j^aqü'ä nos jours; suivid^une biHvographie rm$&nnü des prinä- 



Bibliographia 139 

paux ou»rages £iconomie politique, par M. Bkmqui atne. Ul 
edition, 2 Voll, Pari$, 12. 

In der bei Laupp in Tübingen erscheinenden Zeitschrift für 
die gesammte Staatswisseoschaft findet sich am Schlüsse d^ 
einzelnen Hefle eine staatswissenschaftliche Bucherschan u. s. w. 

Etümomie pMique etc, en Espagne. V, Momieur de la librairi^ 
Ne. 37. pp. 583 — 585. 

Diphraatie^ Pniiiiqae^ ConMaL V* Monat, etc. No. 31. pp* 
48^—487. 

PaThiaeniaiTet Anglais, V, Monit etc, No, 31. pp. 489 — 493) 
No. 3-2. p. 501 

[510.J BTatiirwiflsenBcliaft« — * Bibliotheca historin^ 
jiaiuTtüü, oder lAteratw der Naturwistenschafletu 1. Äbth. : Na^ 
turgeschichte. Ein Ver»eichmss derjenigen Bücher ^ wekke im 
Deutschiandy England^ Frankreich, Italien, Holland und den iibrü' 
gen fremden Ländern vom Anfange des vorigen Jahrhunderts bis 
zum J. 1845 gedruckt worden sind* 1. Theil: Allgemeine eitäd^ 
tende Schriften u, Zoologie. Herausgeg. von W, Engelmann, Mit 
Materien^ u. Autorenregistem, Leipzig, Engelmann. 8. 30 BB^ 
(Pr. 2§ Thlr.) soll nächstens erscheinen. 

QueUen-Literatur der theontisch-organischen Ckenne oder Vet" 
zeichniss der vom Anfang des letzten Viertheils des vorigen Jakt^ 
hunderts bis zum Schluss des Jahres 1844 ausgeführten Chemischm 
Untersuchungen über die Eigenschaften und die Constitution der 
organischen Substanzen^ ihrer Verbindungen, und Zersetzwugspro^ 
ducte. Mit steter Berücksichtigimg der Literatur der Chemie i^ 
ihrer Anwendung auf Agricultur^ Physiologie und Pathidogie aus 
den wichtigeren deutschen und französischen Zeitschriften der 
Chemie und Pharmade gesammelt^ in systematischer Ordnung sii- 
sammengestellt und mit ausführlichen Sach- und JSamenregistem 
versehen von Emil Th, Wolff, Doctor der Philosophie. HaUey Alh- 
tan. 8. Xllungespalt. u. 808 gespalt. SS. (Pr. 2 Thh.) 

* Griffin'' s Chemical Catalogue^ corrected io 1845. Glaegmo, & 
(Pr. 2 sh. 6dJ 

De la Soreellerie et des Livres de SorceUerie^ par Paul de Mmir- 
den. V. Ballet du Biblioph. No. S. pp. 327—337. 

[520.] TechMilo^le, — *BibUografia Agrenemica, 
saggio di un catalogo ragionato de* libri ^agriceltura e üetm* 
näria^ scritti in ItaUano o alt Jt<Uia spelianti, Milano. 1844. 16, 
ri\-.3,4aL.; 

Ceileäion de beaux livres anglais mir Vart de bdtir des chd^ 
teauXf des maisons de campagne, des fermes et des chaumietee 
omiesy des maisons pour des gar des et p/eur des entr^de parcs 
des maisons de chaue et de piche ^ et sur tart de dessiner dße 



140 . Bibliograpliie 

parcs et des jatdins dam le style anglau, V, Moniteur de la td^ 
brairie. No, 16. pp. 247—252. iVo. 18. pp. 28#— 285. 

BibNoih^que pcwr la nie de chdtea«, ( Chatte. Peche, Edncation 
des oisemxj V. Mmiit etc. No, 1. pp. 14-^-16. No, 12. pp. 190—191; 

* Bibliothek der Handlungtwistenschafly oder Verzeichmu der 
9om J. 1750 bis %u Anfang des J, 1845 in Deutschland erschiene- 
nen Bücher über alle Theile des Bachhaltens, der Correspondenzj 
des Geldwesens^ Rechnens^ Handlangst und Weehselrechts, der Ver- 
sicherung»gesellschaften u. s. w. Nebst einem Nachtrage, enth, die 
wichtigsten grammat, Schriften der franz,^ engLy holländ.j span. 
u, ital, Sprache, und eine Üebersicht der Eisenbahnliteratur. Zu- 
erst herausg. von Th. Ch. Fr. Enslin. 11. Aufl. , gänzlich umge- 
arbeitet von W. Engelmann, Mit einem Materienregister. Leipzigs 
Engelmann. Ist 1845 als erschdneod angekaDdigt, 1846 er- 
sciiieneD. 

* Literarische Üebersicht von Schriften ^ welche über das Eisen- 
bahnwesen in seiner Gesammtheit sowohl als in Bezug auf ein- 
zelne Bahnen und Technologie in Deutschland und den benachbar- 
ieh Staaten des Auslandes bis jetzt erschienen sind^ von G. M. 
Kletke^ Bürgermeister. Berlin^ Eyssenhardt 8. 31 SS. (Pr. 5 Ngr.) 

[521.] tfesctaictate u. ibre lEIlfiiwisseiiseluif- 
ten. — *Bibliotheca historica^ oder Verzeichniss aUer brauch- 
baren, in älterer und neuerer Zeit, besonders aber vom /. 1750 
bis zur Mitte des J. 1845 in Deutschland erschienenen Bücher über 
Geschichte und deren Hilfswissenschaften^ oder über Wdt-, Völker-^, 
Menschen^, Cultur-y Uteratur-, Wissenschafts- und allgemeine 
Meligionsgeschichte, Lebensheschreibungen^ politische und hiüorische 
Erd-y Länder- und Städtebeschreibungen, Statistik, Völker-, Al- 
ferthums' und allgemeine Bücherkunde, Mythologie, Chronologie^ 
Numismatik, Genealogie, Heraldik und Diplomatik, Mit einem 
Materienregister. Leipzig, Engelmann. Soll nächstens erscheinen. 
Frähn hat in der Sitzung der histor.-philol.-jH)litischen Klasse 
der Petersburger Akademie der Wissenschaften Tom 30. Mai, 
mit dem Antrage des Druckes , folgende Abhandlung überge-^ 
ben: Indications bibliographiques relatives, pour la plupart, 
ä la litt^rature historico-geographique des Arabes, des Persans 
et des Turks, sp^cialeraent destin^es ä nos employes et Voya- 
geurs en Asie. Dieser Index soll Frähn*s Vorschlag zufolge 
in arab., russ. u. franzosischer Sprache gedruckt werden, um 
bei Reisen in den ostasiatischen Ländern dem Reisenden im In- 
dex einen Leitfaden für etwaige Nachforschungen nach litera- 
rischen Schätzen mitzugeben. Vgl. Neue Jen. allg. Lit. Ztg. 
1845. No. 234. pp. 934b—93öa; 1846. No. 27. pp. 105 b— 106a* 
Augsb. allg. Ztg. 1845. No. 232. pp. 1851 a — 1852 a. 



Ba»UograpUe. 14t 

Grande CoUecUim iFoM»rage$ tut PAlg&ie. V. Moniteur de kt ' 
LtÄroim Ab. U. pp, 17i— 175. 

Le Mexique et tAmerique Espagnole. V. MoniU etc* No. 26. pp^ 
406 —408, No. 27. pp. 422—424. 

Systenuitißches Repertorium über die Schriften sämmtiicher hir. 
storisch^ Gesellschaften Deutschlands, Aaf Veranlassung des hi-, 
storischen Vereins für das Grossher zogth um Hessen bearbeitet von 
Dr, Ph. A. F. Walther y Secretair an der GrossherzogL HofttibUth- 
thek in Darmstadt, Bibliothekar Sr, königl. Hoheit des Mrbgrpss*. 
herzogs von Hessen u, s, v>, Darmstadt ^ Jonghaus, 8. XXIX u. 
649 SS,^ exck Corrigenda. (Pr. 3 Thlr. 15 Ngr,) , Eme ganz 
treffliche Scbrifl, die, wie der Verf. sagt, ihre Entstehung der 
Ueberzeugung verdankt, dass die Existenz der in Zeitschriften 
abgedruckten Aufsätze zum grössten Theile nur ganz wenigen 
Gelehrten überhaupt bekannt wird, diesen wenigen aber selbst, 
wenn sie dieselben brauchen könnten, selten mehr . erinnerUch 
ist. Das Repertorium umfasst die Schriften (Archive sowohl 
wie selbstständige Werke^ aller historischen Corporatioaea 
Deutschlands, mögen diese nun als eigentliche historische Ge*. 
Seilschaften dastehen, oder besondere .Sectionen allgemeinerer 
wissenschaftlicher Geselbchaften und Akademien bilden ; es eut« 
hält alle in diesen Schriften abgedruckten Aufsätze, Miscellau*. 
Urkunden und wichtigeren Notizen, und bildet sonach, um es 
auffalliger zu sagen, dn Repertorium iiber die mehr als lOOjäbr 
rige schriftstellerische Gesellschafts-Thätigkeit Deutschlands in 
den historischen Disciplinen. Zum Schlüsse ein recht brauch- 
bares Autoren- und Äfaterienregister. Die dem ersteren bei- 
gefügten Notizen über Lebensverhältnisse der Verfasser wird 
der Leser als eine Zugabe um so lieber dankbar hinnehmeni 
als selbige in keiner Weise Anspräche zu machen beabsichtigen. 
Vgl. Schneidawind in d. Neuen Jahrb. d. Geschieht |i. Polit. Mai 
1846. pp. 468— 469. 

Im Archive des historischen Vereins für Niedersachsen. Neue 
Folge. Jahrg. 1845. Hft. 1. (Hannover, Hahn. 8.) s. pp. 166 
^178 die neueste Literatur 1844 u. 45, Hannover u. Braun- 
schweig betreff. 

* BibUograßa Dalm4ita, tratta da codici della Marcitma di Ve» 
nexia. (Di Gius. ValentindU.) Venezia^ tipogr. Cecchini e Nara- 
tovich. & 48 SS. Der Verf , der, als Resultat einer Bereisung 
von Dalmatien und Montenegro im J. 1842 (iin Gefolge des Kpr 
nigs von Sachsen), ein Specimen bibliographicum de Dalmati«. 
et Agro Labeatium. Venetiis, typis Gaedanis et soc. 1842* 8. 126 
SS., excl. Errata, herausgegeben hatte, sah sich seitdem zu ge- 
naueren und tiefer eingehenden Forschungen in einheimischeii 



142 MliliAgiiiplne. 

'and fremden Bibliotheken veranlagt; er dehnte seine Studien 
auch auf die Autograi>ha unedirter oder mangelhaft heraus- 
gegebener Schriften über jene Lander ans, und hat nun in 
obiger kleinen Schriflt darauf bezügliche Nachrichten über 5S 
Handschriften uiitgetheilt. Vgl. Bibliogr. Ital. No. 7. pp. 182 — 
183. Berl. liter. Ztg. No. 74. p. 1176. 

* Manual of British HiHorians to A. B. 1600; eont a Chrono« 
logical Account of the Early Chroniclers and Monkitk Writers^ 
tkeir printed Works^ and unptthH$hed MSS, Xjondon. 8. 132 SS» 
(Pr, 9 sh.) Gehört nur theil weise der Bibliographie an. 

Angleterre, Irlande^ Ecos$e, V, Moniteur de la lAbraine. No. 
36. pp. 569— 571. 572, iVo. 37. pp. 581— 583. 

Bibliographie hiitorique et topographiqne de la France. Ou 
Caialogae de tous le$ Ouvrages imprimh en Fran^ais depw's 
le XVe dMe jusqu'au mois d'avril 1845, da$$i$ I^ par ordre 
olphaMtiqae des anciennes provinces; 2^ par d^artements foT" 
mit desdites promnces; 3^ par ordre alphoMique des villes^ 
bmirgs <m villages compris dans ces diff&ents dipartemenis. Om^ 
ixUioni Les titres d'environ 12,000 ouvrages, au nombte desqueU 
se h^uvent pUs de 1800 ouvrages relatifs aux Pri'liminaires gi- 
niraux de FHistoire de France; l'indicaÜon fenviron 2000 cor- 
te$ de France, plans des prindpales villes^ etc; plus de 12,000 
ouvrages concemant spdcialement la ViUe de Pms; une table g4^ 
nhtde des auteurs; et une table giographique potwant serviraussi 
de tMe des matieres, Par A. Girault de St-Fargean. Paris^ 
Didot frkes. 8. VI u. 504 ÄÄ., excL Titel. (IV. «. 3 Thlr. IS Ngr.) 
Der Verf. sagt im Vorwort: La nomenclature des ouvrages 
dont les titres sont ipdiqu^ dans cette Bibliographie, est le 
r^suHat de vingt-cinq annees de recherches pers^v Krautes, con* 
cemant la topographie de la France, faites dans le but de 
r^unir les elements du grand Dictionnaire des communes de la 
France, aujourd'hui en cours de publication. Entrepns dans 
un but special, ce travail n'^tait pas dans Porigine destin^ ä ^tre 
.4mpriui^ separ^ent. Mais la Sensation que fit dans le monde 
saTant Ta publication de qnelques-nns des artides bvbliogra- 
phiques imprimes dans le Dictionnaire des communes k la.snite 
du nom de quelques villes, de diverses provinces et de plu- 
sieiirs d^partements, ayant ^veilM Pattention des ^mdits sor 
Tntilit^ de la publication d*une Bibliographie topographiqiiiB de ' 
la' France, plusieurs d*entre eux me sbllicit^ent, dans l'n^ierit 
des personnesqui s'occupent de travaux s^ieux, de pubüer 
le r^sultat de mes recherches sur cette partie de la science 
bibliographiqne. — So Tollstandig nun 2 war die Arbeit und 



Biblk^gniibiei 143 

in ihrer Art genügend ist, und so sehr man nach darauf zu 
rechnen hat, bei dem Gebrauche der Bücher Nutzen ans dem*- 
selben zn zidien , so darf man doch da , wo es auf cße er« 
schopfende Behandlung eines Gegenstandes ankommt, um so 
weniger allen weiteren eigenen Nachforschungen sich iiberhoben 
glauben, aU die Schrift bei speciellerer Untersuchung eine Menge 
Gebrechen und Mangel entdecken lässt. Die allen bibliogra- 
phischen Angaben so i'iberaus nothwendfge Genauigkeit der ein* 
zelnen Titel ist fast durchgehends zu vermissen. Vgl. Berl. Kt« 
Ztg. No. 68. p. 1080, No. 82. p 1301. L|)z. Charivari No. 166. 
p. 2655 aus d. Spen. Ztg. Bullet, du Biblioph. Beige. No. 6. p. 
496. Der Verf. wird die Veröffentlichung seiner Histoire des 
communes et des villes de France nächstens folgen lassen. 
La Corse. V, Moniteur de la Librairie. No. 12. pp. 187 — 18^. 

* Bibliographie kistorique de la Vüle de Lyon, pendant la r^eo^ 
lution fran^Hy eontenant la nomendaiüre par ordre chranologique^ 
des oworages pubHh en France ou ä l'Hranger^ et relatifi ä Phi^ 
stoire de cette ville, de 1789 au pr emier nioöse an XIV de la 
r^pubUque fran^ise. Par P. M, Gonon. Lyon^ impr, de Marie, 8. 
7^ BB, Giebt ein Verzeichniss von 605 Werken, die sich in- 
dessen nur bis 1791 erstrecken, mit bald kürzerer, bald aus- 
fuhrlicherer Besprechung. 

Florence, V, Moniiewr delaLihräirie. No,\% pp. 186 — 187. ■ 

"* QujatromawL^ Manutde del firreiüere in NupoU (Napol. 1±), 
öne Schrift, die wahrend des Nea|>olitaner Gelehrten-Congres- 
ses erschienen ist, giebt am Schlüsse eine reiche Literatur der . 
Geschichte Neapels. (L)>z. CbarivHri. No. Iö4. p. 2620.) 

Naple$. V. MonUewr de la Lihrairie» No. 9. pp, 140 — 141. 

Rome. K Monit etc. No, la pp. 158 — 16a 

La Sicile. F. Monit etc. No. la pp. 156— 15a 

Venise. V. Monit etc. No. 9. pp, 137 — 140. 

Histoire d^Espagne etc. V. Monit etc. No. 7. pp. 105 —113^- 
No. 12. pp. 185 — 186, No. n. pp. 198—204, No. 14. pp. 219 — 
220, No. 18. p. 288. 

Pyr6n4es. V. Monit eU. No. 2a pp. 405 — 106. 

* Schuh, O. A.j BibH^theca geographica ^ oder Vermekhnis» 
sämmtUch^r in Deutschland und den angrenwenden Ländern sgU 
1800 bis jetgt erschienenen Atlanten^ Brd- und Himmelskarfen^ 
mlitäriscken^ geognostisehen^ Eisenbahn- uTtdReUef' Karten, At* 
naramen, Pläne, Grundrisse, Städieansichten, Erd- und Himmels^ 
globen U.S.V),, so me der geographisch, und damit verwandten' 
Liieratur, Leipzig, SchuU. Soll nächstens erscheinen. 

Bibliographie histtmqtte d^ la Siatitkque en AUemagnej avec 
une introduetivn g^iteUe; par Xavier HeuschHng.' Mannd pri^ 



tu BiWiagrapUt. ' 

faratoire ä Ntude de ia StatiUtfue, A. u, i. T. VAUmagne 
9taJU§tique. Bruxdles^ Decq. 8. 112 SS. (Fr, 29 N^.) Eokih. 
eine AufsKahlung der einzelnen Statist Scbriftsteller mit gans 
gedrängter Angabe ihrer LebensverbältniMe und einem Ver- 
^cbnifse ihrer ScbriAen. Das Buch gehört nicht so recht 
eigenUicb in den Bereich der Bibliographie, somlern ist viel- 
mehr eine Art Gelehrtenre|>ertoriora m chronologischer Ordnung. 
Wie die Belgische Presse dazu komme, ein solches Werk über 
Deutschland zu veröffentlichen, sieht man nicht recht ein, da 
der Verf., wenn er auch Beruf zur Herausgabe einer deraf» 
tigen Schrift in sich gefi'ihlt haben sollte, doch nicht die dazu 
^erforderliche Kenntniss der deutschen Znstande gehabt zu habe» 
scheint. Man vergl. nur z. B. den Artikel : Journaux et Revues 
am Schlüsse der Schrift. Wie viele Locken und Mängel! Hin- 
sichtlich der Titel von deutschen Büchern ist zu bemerken, dass, 
obschon sie nicht immer den bibliograph. Anforderungen ent- 
sprechen, wenigstens aber correcter sind, als in andern franz. 
Schriften. 

Inhaltsverzeichniss : Intröduction : Notions generales. Chi- 
nois. Hebreux. Perses. Grecs. Romains. Moyen age. Sanso- 
vino. Contarini. Guichardin. Salicato. Ventura et LottinL Bor 
tero. £ns. De Lait et Les Elzevir. Blaeu et Zeilier. D'Avity, 
Salmon et SmoUet De Linda et Otto. — De la Statistique en 
Allemagne depuis Conring. — Table alpbab^t d^s Auteurs etc. 

* JBiblioiheca Heraldica: a CaUüogue of Books appertainmg 
io HertUdry, Genealogy^ NolnUty etc.; together wiik a mtaU 
Cdlection illtutraU've of tke Caunty of Sussex^ a$id an Appendix, 
containing Selections from tke Libraries of Hü Royal Highneu 
the late Duke of Siuses, William Bromley^ Esq. of WarwickMrey 
the Deaneries of Kent and Sussex^ and other private CoUectione ; 
forming a valtiable Catalogue of Ancient and Modem Book» in 
moitbranches of Literature and Science^ and in various Lan- 
guage», London^ Taylor, 8. Scheint eigentlich ein Buchbändler«- 
catalog zu sein. 

'* Schulz, O. A,j Sonographie oder allgemeines Verzeichniss von 
Bildnissen atugezeichn. Menschen ^ welche in Deutschland und den 
angrenz. Ländern seit dem letzten Viertel des vorigen Jahrh* hi$ 
jetzt entweder einzeln oder in Sammelwerken, wie auch zur Au»^ 
schmüchmg von Büchern erschienen und in den Handel gekommen, 
sind. Mit möglichst genauer Angabe der Zeichner^ Stecher, Li- 
thographen, des formats, Verlagsorts, der Verleger u. Preise. Leip^ 
sig^ Schulz. Soll nächtens erscheinen. 

[522.] f^ehöne KüMte u. WlBseucliafteii. — 
*BibUothek der schönen Wissenschaften oder Vermchniss der 



Bibliographie^ 145 

vonügHcktUHf in älterer und neuerer Zeit^ ln'$ 9ur Mitte d, X 
1845 tft Deutschland erschienenen Bomane^ Gedichte^ Schauspiele 
und anderer zur schöne7i Literatur gehör. Werke, sowie der besten 
deutschen Uebersetzungen poeL Werke au^ lebenden fremden Spret^ 
chen» Von W. Engelmann, Bd* 11,^ enthiUt die Literatur von der 
Mitte des /. 1836 bis »ur Mitte d, /. 1845. Leipxig^ Engelmann. 
Ist 1845 als erscheineDd aogekündigt, 1846 erschienen. Bd. I. 
erschien 1837. 

Grande Collection de Romans Anglais, V: Moniteur de ta Li-- 
brairie. No. 19. pp. 301—304, No. 20. pp. 319 — 320. 

Romans Italiens, V. Monit, etc. No. 27. pp. 424 — 426, No. 28. 
pp. 438—443. 

Anciennes Po^sies Espagnoles, Anglaises et Allemandes. V, Mo- 
nit etc, No, 4. pp. 55—61. 

Th4aire Italien, V. Monit etc. No. 32. pp. 506—508, No. 33. 
pp. 519—524, No. 34. pp. 532—538. 

ThMre Espagnol. V. Monit etc. No. 34. pp. 538—540, No. 35. 
pp. 549—556, No. 36. pp. 568—569. 

OettiDger beschäftigt sich mit einer Bibliographie der devir- 
schen Biihne, worin die Stücke nach den Namen der Schrift- 
steller geordnet, und die Schriftsteller in chronolog. Reihent- 
folge, mit kurzen biograph. Notizen, aufgeführt werden sollen. 
(Lpz. Charivari. 1846. No. 174. p. 2780.) 

Zusätze zu MassnmnrCs Literatur der Todtentänze, von J, Hd- 
ler. S. Serapeum. No. 15. pp. 225 — ^231. Die Massraann'sche Li- 
teratur erschien im Serapeum 1840 — 1842. 

'*' Handbuch der musikalischen Literatur^ oder allgemeines syste- 
matisch' geordnetes Verzeichniss gedruckter Musikalien, auch mu- 
sikalischer Schriften und Abbildungen, mit Anzeige der Verlege 
und Preise. Herausg. von G. F. Whistling. 111. bis zum Anfang 
des J. \S^ ergänzte Auflage, bearb. u. herausg, von Adolph Hof- 
meister. Hfl. 10 — 11. (Schluss.) Leipzig, Hofmeister. 4. (Pr.ßir 
das voUst Werk 71 Thlr.) Vgl. 1844. p. XIV. Eine empfehlende 
Anzeige s. Abendztg. 1846. No. II. p. 260. 

* Jahrbuch für Musik. Vollständiges Verzeichniss der im J. 1844 
erschienenen Musikalien^ musikalischen Schriften und Abbildu7igen, 
nach den verschied. Klassen sorgfältig geordnet, mit Angabe der 
Verleger, der Preise, der Tonarten und der Texte bei G-esang- 
compositionen. Herausg. von Barth. Senjf. Leipzig, Expedition 
der Signale. 8. IV u. XOß SS. (Pr. n. 20 Ngr.) 

* Monatsanzeiger aller Musikalien, sowie Schriften über Musiky 
Portraits ton Componisten u. t. w., welche im J. 1845 erschienen, ai- 
phabet geordnet von C. E. Whistling. Leipzig^ Whistling. 8. 12 
Ließ {Pr. 15 Ngr. Schreibp. 20 Ngr.) 

Fetxhoidt, Am. d. Bibl.- Wissensch. lött. 10 



146 Bibliographie. 

* MmkuUsch-Uterariseher Mmuitdferichi nkuer Mnäkalien^ mu^ 
rikaÜKhet Schriften u^ Abbifdungen, AngefsrÜgt wm A» H&ß- 
mdiUr. Leipzig, Hofmeister. S. 12 Nfr. (Pr. 15 Ngr, Sektähp, 

Catalogue d'une heile coUectiok de Livree eur ia MuHque.' V. Mo*- 
fdtewr de ia Librairie, iVo. 14. pj». 213 — 219. • '*' 

' [528 .] lilterarnescblclite. — * Rech erchpt h istoriques 
et bibliographiques sur les commencemeni^ de Cimprifaerie en J^or- 
raine, et sur tes progrh jmqxCä laßn'diL XTlIe siede, pär M^ 
Beaupr^, Tfanci, Grimblot, 8. 34^ J5B. . Mit Facsimile. [.\si 
nor in 300 Exx. gedrückt worden, nnd wird als Ouvrage rempli 
de recherches precieuseä poiir Thistoire de Ia bibliographie. an-^ 
gejnriesen. 

In der C. G. VV. Schiller'schen Schrift; Bcaunschweig's schone 
•titeratur in den Jahren 1745 bis 1800 (IVolfenb., Holl^i's.), 
im II. Abschnitte, der von. Braunschweigs liferar. Notijibilitafth 
Ifi jener Zeit handelt, bitdon die den Mittheilungen über* die 
einzelnen Gelehrten beigegebenen litcra'r. Nachweisuhgenj. d^ren 
Ijcben und Schriften betreffend,, eine eigene kleine Bibliogra- 
phie. S. p. 25—41 Aber J..h. Fr. Wi|h. Jerusalem, pp. 42f-~48 
' Aber Carl Chr. Gärtner, np. 49 — 62 über Just. Fr. Wilh Zachar 
tiä, pp. 63 — 74 Tiber Joh. Arn. Ebert, ji^i. 75 — 80 über Cöiir. Am. 
Schmidt pp. 81:t-92 über Joh. Joach. Eschenbqrg, pjK93-rll2 
über Gottl. Ephr. Lessing, pp, 113 — 125 über Joh. Anf. I^else- 
Vitz, pp. 126—131 über Carl Fr. Pftckels, pp. 132— lol uiei 
Jac. Mauvillon, pp. 152 — 160 über Joh. Struve, pp. 164-^102 
über Joach. Heinr. Campe. 

* Catalögo ragionaio delle Opere 4^ principaU Mcrittori. .^eL- 
lunesi non viventi, compilato da Mar. Pagini Bdiuno ^ v^if^t. 
4. JX 11.68 55. Betrifft 55 Schriftsteller. : , . ■, 

* Odescalchi, Bibliegraßa comense (Ia quäle tiene m scopo gl^ 
tdtimi lavori di aidori viventi). V.Altnanacce d^laPrüvincit^.^i 
Como per fa. 1845. Como, presso i figli di Ostimlli. 16. ..,-• 

Etüjde de Ia Litt^rature Espagnolß. y. Momteurde Ia Libfrairie, 
No. 25. pp. 388—396. . 

[524.] - Terinf 0chte iSrlirifileiK — Ene^lapMSs 'm 
Anglaii. V. Monüeur de Ia Librairie. No. 15. pp, 228—030.* • 

Choix d'une. tolkction des nmüeurs owrages^anglais, enfoHt 
format^ pouvant servir de.bibliotheque ä im voyageur. V, Mokiteur 
.eU. No, 11. pp. 170^17 L •' ' 

Catalogue d*tme helle coUeetiom de Livree EspagnoU,' peutustfk 
f^mposer une hiblioth^ue portative j^otet les w^ge/ttrs '4>k p(^ 



1 1 i ..•.r". •«" • 






le$' penmmes. qia v^sid'mt ä.iä campagne^i F. Monit etc. Na. 29. 
pp. 454 — 460, No. 30. pp. 470 — i76. - . .;. 



♦ ■ ♦ ■■ 



. 1 

[525.] Agrtcola« — Drei Ausgaben .mnWetken de^Mik- 
dolpk A^cola^ Win-unter'zwei verschollenei : ^. Vtm Oberbibliothekär 
und Oberttudienrath Dr. Moser, S. Serapeum. No. 15. pp, 238—*- 
240. Betr« die Ausg. von €öb 1485 u. 1471 .^?)v sowie^on Ant- 
weqien 1511. 

[526.] Alliuin. — Edm. de Bnsscfaer's Beschreibang 
eines von Lauis Le Begue angelegten Albums von Mitgliedeni 
der provisor. Regierung und der Deputirtenkammer Belgiens . in 
d. J. 1830 — 31 s. *Annales de la soci^te royale des beauA-arts 
et de Htt^rature de Gand,il844^45. Livr. 1. pp. 23— 31. (Bulr 
\tt du Biblioph. Beige, No. 6. p. 493.) 

[527.] AretiunfV« -r- Pitiro Aretino. F. Momteur de: la 
Librairie. No. 28. pp. 443—444. 

[528.] JBaelc« -r- Godufredua Back, imprimeur ä Anvers 
de 1494—1511^ jpar P, C. Vander Meersch. V. Bullet du Biblioph. 
Beige.. Mo.d. pp. 236rT-249. * Ueber sein Dnti^kerseichen s. das* 
N6. 2«. pp. 166 — 167. «Von einem anderen- belgischen DrudLer-b 
«dcben Äida«. NoJ3.;.pp.266— 267. 

. ;: ;[529.] Biibel»: -rr Bi« Nachricht, dafs der BocbhäBdler 
Verbeyat in^ dem St^tcken Dam ein neues Exemplar der Guten** 
bergischen Bibel .aufgefunden habe, M selbst nichts ala csne 
leer^: Erfindung. (Bullet. duBiblioi>h.Belge. No. 6. 'pp.479— ^ 

480.) ../.■■ ■• : • ■ • 

Genhichte^-der M^st^huHg der h^rükmien Mantin'sck^en Polyr 
gli^Henbibd ^ind\ Biographie -. d&k mit . die$et \ beauftragten • BenedU^ 
Ariaif MMtam» fAus spanischen Quellen.} Van Dr. A. Schelen 
S; Serapeum. Nd.kß.. pp. 241— ♦2oi* • iVbw 17. pp. 265--272. 

{5^.] .»IblftoplüleBi. ~ Ckspar Schiet Lhiu T^r- 
refdiust deux bibliophiles du seizikme sHcle\ ^pat €. P. Semarei 
V.BuUet. 'du Biblioph. Beigen Na.- 4. pp. 318-^-33a Un troi$iemi 
bibliophile helge (Charles de Croy), p.ddi. > ^ 

[561.] JioeemceiiOm r-r- Giovanni Boccaccio. F. AToniteur 
4e.faLt6rame..iV«a5. pp». 23 1—233. ■■'■.> 

[532.] . Byron« t^ Lord Byron, ses oeuvres compl^es. Vi 
MomtewtdßUklMurßirie. No^S^ pp.\%% — 125.. 

[533.] . ' CfMBoes. -^ Luis de CaMes. F.. Monüewr de Im 
Li^raine. Ao. 32^ j>p. &0Ö-T5O6. . 

. [534.] CieeKo, -^ NeUce mir un^ tiMducHon peü connue 
des afficei da Ckira», t^wr G. BruMt. V. BulkL du Bibliqph. Na. 

10* 



1^ BiUUograpiMe. 

5. pp. 192—193. Betr. Sensayt Teiles de« officet, trad. 

Gall. du Pre. 1529. ,, 

[535.] CJoflter« — ÄddiHon ä la Bibliographie liegeoise 
etc., par Mr. de Reiffenberg. F. BuUet du Bihlioph. Beige. No, 5. 
pp. 390 — 392. Betr. Jean Louis Coster's Les Disciples de La- 
terne Londres. 1765. 12. 

[536.] Covelli« — Sannkola, Gic, Brbliografia di tß^ 
cola Covdli. V. M Raccoglitore Medieo. Vol. X V, Ne, }6' 

[537.] Haute. — Bibiiogtaßa DanteuM oma Catabga 
deUe edisioni, tradmioniy codici manoscritti e comenti deUa Dipina 
Commediae delleOpere minori di Dante, segnito dalla serie de* 
hiografi di Ivi.compilaia dal Sig. Viiconie Colomb de Batinem 
Traduzione iialiana fatta sul manotcriUo francete delF autot^c 
(da Giovanni Comtaniini). Tomo L Parte prima, Pratb^ tipd-' 
graf. AlbergheUi e C. 8. VIII u. 351 SS (Pr. 3 Thlr, 6 Ngn) 
Im Eingange der an Villemaki gerichteten Weihschrift sagt 
derHerausg.: L*idee de recueillir les Aonales bibiiographiques 
de rAllighieri, m'a ete sugger^e par la lecture de la belle 
^ude litt^raire sur la Divine Com^die que vous avez iin|>rovisee 
ä la Sorbonne , il y a quelques annees etc. Dem früher jet* 
öffentlichten Manifeste (8 SS., nebst Saggio dell' Oper« Bibliö^ 
grafia della Divina Cominedia. SS. 9 — 36) znfolge würde dos 
Werk in folgg. Abschnitte zerfallen : Cap. l. Codid mss. delia 
Divina Commedia^ |>er ordine alfabet delle citta do/ esistono, 
« cronolog. di ciascuna biblioteca; Cap. IL Bibliografia ddlaDi*^ 
Tina Cororoedia; Cap. üf. Bibliografia critica della Div. Conum-; 
C'ap. IV. Comraenti della Div. Comm. ; Cap. V. 0\vetre minori 
di Dante (Edizioni, Codici mss. e Commenti). Cap. VI. Bio«^ 
grafi di Dante. Tavola analitica delle ikiaterie. kidice generale 
degli autori. Dieser Plan scheint indessen nicht ganz festge^ 
halten worden za sein. DerTorlieg. Band enthält: Bibliografia 
propriamente detta della Divina Commedia, und zwar pp. 3-^11 
Notizie preliminari, pp. 12— 203 Serie delle edizioni della Div. 
Comm., pp. 204—212 EstraUi della Div. Comm. ^ pp.^213— 33# 
Riatretti della Div. Comm., p. 235 Riduzioni in prosa Italiia^mr^ 
4)p. 236— 279 Traduziow, pp. 28Ö — ^294 Rimari e Iiidici, pfK 
295 — 349 lllustrazioni della Div. Comm , pp. 350 — 351 Musicö- 
grafia della Div. Comm. Die den einzelnen Titeln beigegebenen^ 
Bemerkungen sind nicht überall gleich ausfuhrlich, oft sehr 
karg, oder fehlen so gut wie ganz. Die Titel deutscher Aui^^ 
gaben sind bisweilen über alle Maassen verunstaltet 

Da7ite Alighieri, F. Moniteur de la Likrairie, No. 6. pp. 89^-^Ö5i 

[538,] B« Biy. — BibUographieohe Mtiheilmgm über 
die deutschen Atii^äbm voh De Brtfe Somdung ie^ JlkS»ii\j9a^ 



dem' abend' und morgenländücken. Indim, von T, O. WeigH* SL 
Serapeum. iVa. 5, j)p,6b — 78; Nq. 6, pp.Hl — 92; No.7, pp.9l 
— 110. Dar€uus besonden akgisdntckt, Lmpngj Weigd.S. 40 SS. 
(Pr. n. 10 NgT.) t 

[539.] Hon %u1jote. — Jyon^ Qu^ote de la Mancka. 
Choix d'^^ditions en Etpagnol et de traductions dam les dijf^en^ 
tes ltmgw9 de VEwrope. V. Möniteur de ia lAbrairie. No.^2, pp, 
603 — 506. 

[540.] Fodere, — * NoUce historiqae et bibHogrtiphiqWB 
sur la vie et les travaux du doctkur FeiM^ par L, Dueros (de 
Sixt). Pam. S. 2 AB. mit l Abbiid. (Pr, l Fr.) ^ 

' [541.] Galen. — ^ Scvperta Idbli^grafita (i sei iiltmi 
lihri delC opera di Galeno: De Adniinübraimnbus anatomide). 
F. Gaazetta Toseana deile Kteiiae medico-ßsiche, No, 9. 

[542.] Oobet. — Denis Gäbet, enden libraire de Pansy 
par Mr, de Reiffenberg. V, Bullet du Bibh'oph. Beige. No. 6. pp. 
474—476. Gobet ist der Herausgeber dnehrer bibliograpb. 
Schriften. 

[543.] «oldonl. — Caiio GMoni. V. Moniteur de U 
Idbraifie. No, 19. pp, 299—301. 

[544.] üicunabeln« — * Notices bibHographiques stir 
deux ouvmges impiimts dans le quinai^e siede, et intiUd^s: 
Vun Bremärium in codicem par Jean Lefevre; et l'antre Fasdcu- 
hu temporum par Werner -Rolewinck: smvies de la description 
jBxade et complete de leur curieuse reUure en boisy ayant fiUt ' 
partie d'iin livre de mime matih-e, gra\ji en relief ä Aix, en 144^, 
aoec le portraitet lee armes de Reu4 d^Anjou, au mojfen d*un 
pftocedi totcdement inconnu de nos jfour«, par Pierre de Mikan^ 
graveur de ce prince. Par M. de Laplane. Pärisy Labbi, 8. 1^ 
BB: (Pr, AFr.) Vgl. * Gazette du midi, 10. Septb. 

Der Oberbibliothekar Dr. Moser fordert im Serapenm, No. 19. 
p. 192, zu einer Beschreibung des Infortiatum (Venet., Bapt. 
de Torfis. 1497.) auf, sofvie in No. 23. pp. 367 — 368 zu der der 
Margarita philosophica von Reisch, 1496. 

[545.] Journal etc. — Cim'osities of American Lite- 
rature^ von Hermann Ludemg, S. Serapeum, No, 15. pp, 231 — 
233. Betr. Journal of the votes add proceeding:s of the ge- 
Deral Assembly of the Colony of New York, 1766 — 1776. Al- 
baoy, print. by Bull. 1820. fol. 

[546.] Isldor« — Descrizione di un Codice membra» 

naceo della ßne del XIII ^, secolo drca, dt pag, 640, contenente 

le seguenti tre opere di S, Isidoro Vescovo Ispalense. Del prof, 

Franc, Longhena in Milano, S. Serapeum, No. 23. pp, 353—359. 

' {547. j Juif errant. — * Notice kistorique et kibliogrO' 



IMS BibKogr^wt« 

flotehe Artikel, die dem LieUiaher Mgieich zvr ViapoMou 

•teben. 

[573.] Autemletli« — Verzdchjäu v«n Büchern auB 
allen WiMHnschaften wnäihig bei F. F. AnietmMh in SMtgart 
(Antiquar Catal.) 

[o74.J Bacliinaiin« — * 14. Verzeichniu antiquarische 
Bücher au$ allen Wi$Knschaften nefrtt Kupferwerken, von C. Back- 
mann in Hannover. 249 SS. 

[575.] Batlil^re. — "^Catalogue ghiirai de$ Uvres 4e 
midecine, Chirurgie ^ anatamiey Physiologie^ histoire natareUey phy- 
tique^ chimie, pharmacie^ fran^ait et Strängen ^ gut se trouoent 
ä la librairie de J. B* Bailiere ä Paris. 12 BB. (Antiquar. Ca- 
tdA. Pr. 75 c.) 

Catalogue des livres de Botanique etc. 16 SS, - (Deegi.) 

[576.] llroi^diaiui ete« — Verzeichniu einer Samm^ 
lang älterer und neuerer Werke in franz,, engl., italien, ete, Spm~ 
che, welche zu bedeutend herabgesetzten Preisen von Brockhaus St 
Aeenarius in Leipzig zu beziehen sind, No, 3. Juli, 2 BIL ic 
34 55. 

Ckitalogue de la librairie Br. A A. ä L. Littirature^ Beaux-Arts^ 
grand Ouvrages a Figures, Jllustrations, Midecine, Droit^ Pi^^^ 
etc. Juin. 32 55. Enthält nur Neues. 

[577.] Comptoir central. — Comptair central de la 
Ubrairie. Catalogue gdnhal, iditeurs-associh: Charl. Gosselin, 
Pagnerre, Perrotiny Bixio ä Paris. Dkhre. 40 55. (BachhändL 
Sortim. Catal.) 

[578.] He^etau etc. — Catalogue de trks bans Uwes 
a des prix excessivement riduits ä la librairie de Degetau et C. 
ä Paris, AvriL 16 SS, Entb. nur Neues. 

[579.] Fleisclier« — Verzeichniss von Büchern in frem- 
den Sprachen, besonders engl., ital,, spanischer; nebst viden scho- 
nen Prachiwerken und illustrirten Ausgaben^ welche su sehr her- 
abgesetzten Preisen zu haben sind bei Friedr. Fleischer in Leipzig. 
Erscheint seit Novbr. monatlich einmal. 

[580.] Franz« — Catalogo di libri Italiani nuavi ed aHri^ 
die si trovano nella libreria di Gio. Franz in Monaco, No, 9. 
Febbr. 20 SS. 

[581.] tifrüfe ete* — Zweites Verzeichniss ron äiterem 
zum Tbeil selten gewordenen Büchern aus allen Fächern des 
menschlichen Wissens, der Theologie, Jurisprudenz, Medizin 
und Philosophie nebst deren Hülfswissenscbaften : Geschichte, 
Geographie, Naturwissenschaften, Philologie, Pädagogik, M»- 
tbematik, Kriegswissenschaft, Baukunst, T^ndwirthschaft, Forst- 
wissenschaft, Gartenbaukuust, Handiungs Wissenschaft etc;^ w^ 



Bibliograpkid 158 

che m herabgesetsten Preisen m haben sind \m Gräfe nnd 
ÜDzer in Königsberg in Pr. 76 SS. 

[582.] CYrae^er« — VerBeichniss antiquarischer Bücher, 
ttdehM bei Ch, Graeger in Halle «. d. S. %u haben sind. Febr. 
ViOSS, Ist sehr reichhaltig. 

[583.] Itfippert; ete. — JVo. IV. Historischer und geo' 
graphischer CaUUog des antiquarischen Lagers von Lippert 9f 
Schmidt in Haue a, S, 1. AbtL allgemeine Geschichte imd, Geo-^ 
graphicy alie Geschichte und Geographie^ Archäologie, Mytholo- 
gie und alte Numismatik. 52 SS. Das Lager ist «ehr reichhal- 
tig, und die Bücherpreise sind im Ganzen niedrig gestellt. Ausser 
der % Abth. des historischen Cataloges und ausser dem phi- 
losophischen, die bereits im laufenden Jahre ausgegeben änd^ . 
ist noch das baldige Erscheinen des matttematischea und na- 
turhistorischen Cataloges in Aussicht gestellt. 

[Ö84.] Xlichelseii« — Labrairie encydopeditpie de Mi^ 
chelsen ä Leipzig. 90 SS. Enthält nur franz. Literatur. 

Catalogue mensuel des nauoeautis de la Librairie Parisienne 
wird von Michelsen ausgegeben, und erscheint monatlich. 

[585.] Pamplin. — *Pamplin*s Botanical Catalogue* 
Containing a very extensive cMection of books in thai dcparl- 
ment. London. (Buchhändl. Sortim. Catal.) 

[586.] Schlesinger. '< — Antiquarische Anzeige-Bogeifk 
von g^undenen Büchern aus verschiedenen Fächern der Literat 
tur, nebst Musikalien^ welche bei Louis Schlesinger in Sreslau sie 
haben sind. In No. 16 dies. Bog., p. 7^ ist das grosse soge- 
nannte engl. Btbelwerk u. s. w. für 10 Thlr. aum Verkaufe auf- 
geboten, und dabd bemerkt, dass der Ladenpreis 40 Thlr. be- 
trage. Es ist das Letztere aber eine Unwahrheit, und es wird 
hier ganz der Ort sein, das Verfahren derjenigen antiquarischen 
-Bochhändler, welche sich ähnlidie Unwahrheiten au Scbuldeo 
•kommen lassen, streng zu rügen. Es geschieht nämlich im 
den antiquar. Anzeigen sehr oft, dass neben den antiquar. Verr 
kanfspreisen auch die Buchhändler -Ladenpreise, aber nicht 
die eben bestehenden und herabgesetzten^ sondern die früheren 
und höheren angezeigt werden, offenbar nur, um die Niedrig- 
keit der antiquar. Verkaufspreise im Vergleiche zu den früheren 
höheren Ladenpreisen um so mehr in die Augen fallend zu mar 
eben. So kostet das genannte Bibelwerk dem herabgesetzten 
Ladenpreise zufolge jetzt im Buchhandel neu nicht mehr 40, 
sondern nur 15 Thlr., und die Differenz des antiquar. Ver- 
kaufspreises von dem jetzt bestehenden Ladenpreise ist daher 
nicht 30, sondern nur 5 Thlr. In ähnlicher Weise wird der 
Budihändler-Ladenpreis von der Walz'schen Ausgabe der Rbe- 



151 BibJJDgnyMa, 

%mes grecK:! cu 39 Thir« angegeben z'^eia Milober Prek kesiamd 
allerdings ursprünglich, ist «ber. seit i liingerer Zeit- ischon. auf 
J8Thlr. ernmsmgt worden, and wenn dalier 4tf! detf.iintiqiiar. 
Atizieigen die Aotgabe %n 10 — 13 Tbir. siua Veilftufe aasgor 
boten wird, so beträgt der wirkliebe ünterachied ilek antiqattn. 
von dem buchbändl. Preise nicht 37 — 39^ aondera mir 6 — 8 
Tbhr. . . Derartige Augaben moBseB notbweadig TäuacbaDgea 
des * Publikums Teraniassen ;- wer diess aber weite- uad dergtair 
eben Atigaben doeb nicbl amgebt^ der wird sich gefalle« laar 
sen mossen, wenn ihm absichtliclie Täiisdiung des Publikumf 
Schuld gegt!ben wird.: r .: ; 

{587.] Toiil#U0e. — * Caiahgue de la Hbrairie andemiU 
ie/. A. Tmdime ä P^Hi: Matt. 4SiBß. (Fr. 6 Fr.) a-: ^ < 
'- '[568.] Totel^ — VeriagM-SjUalog voa Fr. Cht. Wilki 
Vogel in Leipzig. Lp%. JubHaU- Messe. 83 i^iSL, exd. TüeL . , t 
' • [589.] Welgel, ii^ -^ * Rud. WeigeTs Kunstiager- Ca- 
talog. 16. Abtk. Mit einer imssenschafüichen Ueberskht det in 
d^ 16 AHheüungen aufgefitkrien Schriften über die schonen 
Künste, riebst Anhängen^ enth* die Bücher mit kiinsüerischer Jmi^ 
■sklttimg '( Illustrationen), ferner ehroneiogisehe Aufführung der 
^ehiehneider, wdehe ssu Büchern gearbeitet - haben n.s^ Wi JLeij^ 
fdg. 8. /F, %^u,LXXXniSS:tPir,l^Thlr.) Ygi.Liiz.Zlfr 
M^.*^8^ p.dCiBl b. BuHet; dnBtbliophiBa^ No.& pp. 433— 434. 
^^'* (690.] W«li^el, T. O. -^ — €atalog einer ausgeu>ih4iM 
"Samnüuf^ theologisch^^ Bücket, zu haben bei T. O. WeigeL •Leip" 
»i^:''8. in SS.y eitel. Titel. (Pr. 10 Ngr.) Vgl Berl. lit Z^ 
f^b: 91; IK 1490, wo die Billigkeil, der Verkaafipreise gefuiuiit 
^(•c( \Lr Etwas , was Intcfat von J^em uBbeding|:.2ugegabeB 
W^fdeü ^duVfle. Dm Weiget'sche antiqdar. Lager bat eumm 
^(Siiäiscben Ruf, «lad Terdieat denselben mit volient.Aecblet 
iR]l^*ni6bt JederhaaiVa in Biiropai wird sagen, dass Weigeli M- 
fige f^t^i^ a^lle, und In diesem' Punkte bat Jedeifenaoni^aeiä 
efgen^-Recbt. ■ ■— » •-•■• -a' ■" .; : .»i u -i,- 

^"i^ de^ kürrtKicb Von Weigel äasgegebenen : Yerzeicbliisae 
^k^rth Völler im= Preise herabgsesetzter Werke o. ». W.,.'ist» «öiR 
der' oben No. 586 erwäbntbn Wafz^soben. Ausgabe der RUetiMwi 
'gi^edder Dadenprets zu 38 TbIr. :lö Ngr.^' derjiverab^gbsetolfe 
Pt^id zu 13 Thif. eingegebene - ^ ü , ! .i,rnivii 

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i-t' !m.'' f •■■ ':■..•": •: . ■; . . .-.;,:. -.. ,' i({,;,; 



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Nachtr äge. 



1 1 



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-»■ ' 



[501.] %eitMhrilL — Von dem ebep No. 27 ierwäbi%- 
(en Bnüetin du BibKoiphUe . Beige ist mit; liem ersteo Hefte 
fks dritten Baocle« der Titel und Sq)i1u«8 des zweitfn aasgQ«- 
f^en worden: die Scbiussseiten 501 — 507 enthalten das. Iii- 
faalts- und DniokfehlerverEaichnisfl. Eine Anzeige dfs Bulletip 
von Seiten Paulin Paris'» die Reiffenberg im Biillet selbst, No.Ä. 
p; 489j nn examen d'une indulgence cbannante nennti s. iq dflr 
♦Revnede.bibliogr. analytiq. Juin. j4>..507Tr-5l2. ■ 

t [592.] lH»rfMlili»lillek. -r^ Die berf?itp im Jabrg^ im- 
N6* 314 angeführte Schrift: Die D^rfrBibiiqtbek u. j. w^.. ?a|i 
K. Preufikier ist die nämliche^ welche ki jüngster Zeit ¥pi|.4)Qr 
Yerlagsbandlung auch als ikn i, 18^5 erschienen angekiüadigt 
iworden.= .,...: • •;.. ■,.;.,i 

■■-■ [50%] 'llibllolli^CA. *H- JUchiMckaft -übet, mmß 
h^nixKriftiiehen SUidien mtf- mäner ms$nuck^tUckeß.^^^i9^ 
18>10M1844. ym Prof, Dn Tmhenibrf $u JMl^g^ S.faki^ 
€her derUteraUir. Bd.JCX. (,Wiin,Gtfol^*\l»^. 8.> ^m^sM- 
^ l_i9.^ Bd. CIIL (Dai,]) jinMgebi. f^ 35t-4SL .. / 

Enthält: L Di^ von mir aasdem Orij^nlie. iw^QnginaL.niHh 
gebrachten Handsdbriften, i|i:gnecbisdiery[a>9riacher,(.k4^ptifch% 
arabischer, annefiiscfaer (ti^Untthr :g0brgtwiischer)j.!äthipyj^^ 
und arabischT^driisischer Sprache» r Was aumäphH die.gd(?chi#c|icsi 
Manu8cri|)te i anlangt , «o bestehen dWsej[beq,..aMM4fr i^nz^ln^ 
PergamentblsTttern, die nur für. die Paläographie lotercsse.pli^- 
beti, ans ah- u. neutestamentlichen Fr^gm^nten,- (einem rvoli- 
ständigi^ Codex der Wer Evangelien, einigen Srujcl^stü^jLepdep 
Äristides, Plutarch» Libanius,. Nicephoi;us Gregoras i^ p., fernf^r 
einem Docuraeate in Betreff von Symxts^kerhandlungen üjb^ 
die Ketzerlehre des Barlaam, einer reichen Anthologie ^a^s^idffp 
Klissikem^ Kirchenylktek'n und biblischen {Schriftstellern^ einige|i 
kirchengeschichtlichien . Ausziigeay sowie mehren PaliqDpsestfii. 
De^ eitae 'dieser Palim|>se8ten enthält in .der,|<^berep, Schrift, ejp 



156 NacfatrSfe. 

tQonagiov der griechischen Kirche, ond in der unteren ein 
Evangelistarium ; in einem zweiten Palimpsest stehen oben ara- 
bische Fragmente von Heiligenlegenden, die untere Schrift ist 
griechisch ; ein dritter enthält Liturgisches. Mit Ausnahme von 
nur wenigen dieser griech. Handschriften sind die meisten sehr 
*alty aus dem VII. bis IX. Jahrhundt., einer sogar aus dem ]¥., 
natürlich auf Pergament, Die s^sckeq Attnuscripte bestehen 
aus einem leider am Anfange und Ende unvollständigen Co- 
dex der vier Evangelien, einem alttestamentl. Fragmente^ Ne- 
storianischen Hymnen u. Gebeten, sowie Gebeten für den christl. 
Kirchendienst, vielleicht sämmtlich aus dem X. bis XIV. Jahr- 
hundert und bis auf einen (auf chart. bomb.) auf Pergamentr- 
Unt^r detr k6|^tischen Mami6Crt{ited, Hie theik triif Ph^., theils 
auf Seiden- ond Linnenpapter geschrieben sind ^ finden sich 
biblische Fragmentie und Liturgisches an» aller sowohl ab nenar 
Zdt. Die Arabischen Manuseripte umfassen Geschichten v^ihü 
Leben, Wirken und Tode der Ajiostel, von Märtyrern n. Bt.^ 
Homilien ond Fragmente der Pftiilinischen Briefe. Die Manu^ 
iMJripte in georgianiscber Sprache, lauter Fragmente von 1 1 veiy 
schied. Codd., scheinen zum Theil sehr alt zu sein, sind aber 
■von Tbchendorf noch nicht entziffert. Alle diese bisher auf- 
, 'getäfatten Handschriften hat Tischendorf gegen e^ EnttdiS^ 
dfguhg an die sächsische Regierung abgetreten, und von dif^ 
htt sind sie dann der Leipziger CJniversitätsbibUothek einver- 
leibt, und dort als Manuscripta Tischendorfiana bezeichnet 
wotden. Nur ein Codex, da» Pergj^Manoscript mit den alt- 
teistatiient!. Fragikienten nach der griech. Uebersetzung der Sep^. 
tdttjginfta' aus deni IV. Jahrhdt.^ hat zu Ehren des Aegenlea 
dhi Namen CodietFriderico-^Angiistanus erhalten. . Unter diesetai 
Namen soll derselbe nächstens in einem Prachtwerke gtinm 
ikesimilirt ers<iheineb. Was endKch die ätbiopisohen und ara^ 
•Msch-dmsischen Munuseripte betrifft, «o enthalten die ersteig 
5 nti dier^Zahl, das Leben der heiligen Walatta Petros u. a., Lese^ 
«f iicke ans dem alt u. neuen Testamente mit angehängten Lob8|>rtt^ 
'dien auf Maria u.- Jesus, Liturgisches^ ein Etementale (Terguome 
'Fidel d. i. expositio alphabeti) nnd Gebete gegen ^i\e bosea 
Creüster. Die letzteren, 3 an der Zahl, umfassen mehre Ab^ 
lirahdlungen in Bezug auf die Religion der Drusen. Mit Aus^ 
Üf^me von zwei äthiopischen Mss. nnd einem doppelt vor- 
liandenen drusischen, welche die Leipziger Universitätsbiblio- 
thek erhalten hat, sind die übrigen sämmtlich der Dresdner 
%diiigL Bibliothek übergeben worden. Vgl. oben No; 109. ,Da»- 
iMSerap. No. 2. p. 32. Neue allg. Jen. Lit; Ztg. No. 221. p. 863i 
Bellet, du Bibliophi Beige. Noi 5; p.339-T->d61 (von A. Scbele#). 



Nachtrage. 151 



Rücksichtlich des Codex Friederico-Aiigtistaniü ketint maa 
paar kürzere Miltbeihingen Tischendorfs schon von früberei! 
Zeit her aus der Augsb. allg. Ztg. 1844. No. 276. p. 2201 b (BerL 
lit. Ztg. 1844. No. 82. pp. ]308—ia09. Bullet, du BibUoph.Belge^ 
Tom. L No. 8. p. 425). — II. l>ie Bibliothek iu Patmos. Die<^ 
selbe unifasst etwa 200 griechische Mss., eher mehr als weoi«« 
ger, die sich in eioem ziemlich geräumigen Zimmer theils auf 
Regalen aufgestellt, theils in .Glasschranken verwahrt finden. 
Sie sind aber vielfach mit alten und neuen Druckwerken vcfi« 
mengt Ausserdem fand Tischendorf noch in einem kleinere» 
neben jener eigentlichen Bibliothek gelegenen Zimmer zwiscfac« 
50 und 100 andere Mss., und zwar waren diess solche, die man^ 
gelhaft oder in anderen Beziehungen schadhaft geworden« Iit 
Betreff der hier verzeichneten Handschriften bemerkt Tischen«« 
dorfy dass sehr viele derselben auf Pergament geschrieben siud^ 
dass wenige über das XlJahrhdt. hinaufreichen, dass aber die; 
grösste Anzahl der kirchenväteriichen Mss. vom XII. bis XIV. 
Jahrhdte verfasst ist. — III. Die Patriarchalbibliothek zu Cairöi 
Es hat, wie bereits oben No. 52 bemerkt worden, mit cUesen 
Bibliothek eine eigene Bewandtniss. Aus dem Munde des Pa-« 
triarchen selbst musste Tischcndorf hören , dass sie vermaiieft' 
wäre. Wie sie zu einer solchen Verwahrung gekommen, könne^- 
erzählt T. weiter, nicht bestimmt angegeben werden; nur sei 
ihm, und zwar sehen bevor er den Patriarchen besucht habc^ 
mit grosser Wahrscheinlichkeit ertählt worden, dass die BibÜek 
tbek vor vielen Jahren vom Patriarchen zu Antiochien dem Pa^ 
triarchen zu Alexandrien als Pfand gegeben, als solches vtt-* 
mauert worden , und immer noch unausgelöst geblieben mL 
Demnngeachtet sei ihm, T. nämlich, eine nähere Bekanntschaft 
mit dea vemümerten Schätzen gelungen. Namentlich habe 
inan ihm 18 alte Handschriften zu freier Prüfung gesteht,, did 
der Versicherung zufolge, neben mehren Tausend gedrackten. 
Büchern, den ganzen manttscrifttlichefi Bestand ausmachen soll-, 
ten. Allein er sei sehr geneigt zu glauben, dass man. oiit 
anderen Mss. gegen ihn zurückhaltend gewesen, oder dass mm 
sidi wenigstens für ihn nicht die Mühe genomm^ habe, : dem 
wirklichen Bestand genau zu untersuchen. Die 18 Handschvifif 
ten, wori^ber T. mehr öder weniger ausfiibriiche Notizen mit- 
getheill hat, sind auf Papier und Pergament, aus dem X bb 
XV. Jahrhdte, und enthalten, ausser verschiedene Schriften des 
h. Nilus, meist Biblisches, Kirchengeschichtliches u. Homiletischea«; 
"^— IV. Die Bibliothek des Sinaitenklosters zu Kairo. S.dhen 
No. 52« Ba dem ersten Besuche Tischendorfs im Kloster- schie» 
es< «n /die Bibliothek äfia nbslich izu. stefaejik • . Die Kioätef'^ 



158 Nachtriifc: 

Wilder sagleb ihm^idflM iftietinr tiJvnnfABvay ktinc ff i^ey^ctfpm 
hättcf»; fUe letzteren wiir«b er auf dem Sinai vorfiRdeli. AI* 
Un»iiip- ekteni' Wandschränke 9 uforia die ßiffUa' vf^ren^ vn^ 
derfen Bemilziihg man ihm freigestellt hatte, fanden sichy Madi 
langem Suchen des rechten Schlüssels, mitten unter' den-.'Y«i- 
meiDtliehen J>ritck8chriflenieine Menge )f£i^/^4;pir^ zum grossea 
Sfstaufiefi der Klosterbrüder selbst Em zweiter Schrank io 
einer grossen Kapelle lieferte da«' »äniitkhe Resultat. Vnitt 
dcB Hafi^schrifiteti » einige 50 an der Zahl ^ die Tischendturf 
4offohmu€tert hat^ sind besonders die Argaoautiea des ApolWt 
■ras Bhodtus, eia schönes Psalteriüra • »nf iSeidenpapier iiMft-«d 
gcotsen Miniaturen und mehre . £?angelijirien zu erwähaea; 
Sonst ^thalten 4iie MSS. Schriften von Harpocntiony LiblaBiii% 
biblisdie, kirchenväteriiche u. a., auf Papier sowohl als Pergtt4 
ment, aus tlem XL bis XVIIl. Jahrhdte. -^ Znm.Schkiiisei€ait 
gea einige Zusätze zu dem unter I. Mitgetheiltx^u. , . .• • ;• 
. ; ) . [594.]. SUiropa« — r- In der £. Miller^schien Pre^aftet zuna 
Becueil des Itiaeraires andens publ. par-M; de Fortia d^LMiaA 
(Pwis, impr^ roy. 1846* 4.) finden - sich pp. II-'^XVIl über 6it 
bei! dieseih. Werke benutzten Handschrifleff^der alten- ltineraiMtt| 
husbesondere des Itinerarium iAntonint einige Nachweise.! Ausser 
einer Handschrift der Bibliothek im Escunailund einer atideren 'kl 
4er St MacoöabibK zu Venedigs sind 6' aus <krJ«öhigfr. Biblicithdi 
z» Paris 'erwä&n^aod z«rar6 davon nwt ganz-kurz, 'diiBiSe<^tb 
aber (Suppl. lat No. 671.) äehr aiisffibrlich ibesohfieben* Diüm 
ktatere^ Beschreibimg^ pp« iV-r^XlY, besttthtäiis « ckai : Bap}Mt 
feit au dloyea L-Villebrune^. biblidthecairev parle ieitoi]rei>fi<tr 
ÜMeO) gairde%des numnacritside'laiBiblioth^ue natioaale^MiEa 
garäiinai de ran -II de la Re(>ubliqae.i *- *■■■■' ..<..-«.({ 

r.'. : [395;]! MlMresden* •*- Die Beschreibung der. 4(001^ Bin 
bBothek äa FL,Thai'!s Neuesten Wegweiser tiurch Bresdmi andl 
iäne Uingebiuagen (Dread., GnvAmi 1816. i6.)^ipp« 45^-^46, Mfe 
sehr dürftig) - und ein- Beweis .taebr dafür, tlass es <gifui! aäthig 
ieiy fürsdieseSanunlung einen eigenen. Weg weiser zu scbreibas^ 
dkr^ oiiae aa ausführlich zu werden:, doch: dea Freinden aar 
wohl als EiaheiaHscben dasv Weseotlichstei im Betreff der BibMci» 
thek nlittheilt.- * ^ <- '..'-.tu '(i-«'i,*u*i/ 

[5a&] Umgi. -r^ The Chwrch in ih9Middie..CeMiunmi 
an (dtemft to.asofrtain thie-age ani wriler .^^ 
Codex Boerneriam$, Oxford y printtd fyiComboiforiiAtAdiäkQf 

(JkJ')' 1042.. & 16ÄSl'> i !...'i-.r .' .' '■■'.: t. . .-. .^»•..■/ ./) 

.. Der€odex,'der aus der Mitte de»IX. Jahrhdtaüstommt^ioBd 
4ie Cepie eiaes. älteren aus dem V« adec Vi« ist^ «ollnaek detf 
Ver£ Ansicht, laut -der f.i9i3 toii^dcm SDhreihirndciB €odtaiMlbf4 



Nachtrage.* IfiQ 

gegebenen Erklärang, von Fostoil Mac-Naire m Torhai an der 
britantiischen Küste geschrieben worden isetn. ' 

[597^] Jjeipzi^. — Katalog der Bibliothek der Bürgef- 
und Realschule zu Leipzig. 1844. (Druck von Naumtmn in IMp^ 
»g.) ^ 8. 51 SS.j excL Titel, Wissenschaftlich geordnet 

[598.] Dessl. — Eine Folge der oben No. 163 gedacht, 
ten grösseren Freiheit, womit die tiands<;hrititen der Stadtbiblio- 
thek jetzt benutzt werden können, dürfte die sein, das« naii 
sich mit dem Naiimann'schen Handschrift enkataloge mehr be-. 
tchäftigen wird, als früher. Desshalb ist es erwünscht, <ia8S 
der Verleger dieses tbetieron Buches (1840. No. 47 ) sich enl^ 
schlössen hat, die einzelnen Abtheikingen des Kataloges. auch' 
einzeln zu verkaufen. Der von Fleischer gearbeitete Tbeil soA 
nächstens, durch eine- Vorrede, Znsatze und Tollständigete In* 
dioes bereichert, erscheinen. (Hall, allgi Lit. Ztg. 1649. luteüi^ 
genzbL No. 84. p. 686.) . i 

[599<] Mminm. - — Urkundenbuch- des Kloäers Otterberg 
in der Rheinpfalz, Herausgegeben von Michael Frey^ Pfarrer* «a 
Hatzenbühlf und Franz Xaver Remling^ Pfarrer zu Hamlktehi 
Mainzi Kirchheim\ Schott u. Thielmann, 1846. a Fi .v. 447 SS. 
(Pr, n, 2 Thlr, 10 Ngr.) Das Original befindet sich in der Städte 
hibliothek, worüber da» Weitere in dem Vorworte des Abdruckes 
nachzulesen ist. . V, 

: .{600.] 9omKmeJtHtelA^e.'^*AliäexU%k$Han)dMchnften 
der 'Gräflich iSchönbom' sehen Bibliothek sm-PoiAtneTsJelde; vomDti 
Beikmann, -Si Zeitschrift für DewUtheS' Altert/ntm hermug^voti 
M. Haupt. Bd,V. Hß.M,,(Lpn. 1845. %.) p|i. ö68--d7-i. 'VgL 
oben -No. 171. ' ■■■' ..-.■ •::■ . ■.:.i 

■ [601.].. HTIeii« — .Das Ambraser , 'Liederbuch vom Jahw 
IÖ82. H0raaggeg^0i von Joseph Bergmann, Stuttgart^ '^ufKfAteit 
d*s liter, Vereins, iS^b. 8. XiV' w^ 4O0 SS. . ■ f 

- Ist der vollständige Abdruck des- bereits oben No. ia&. ei^i 
wähnten. IJederbuchea, und bildet den XII. Band der.BiblioM 
thek des Literarischen Vereins in Stuttgart. ^Der abstühriioM 
Titel des aken Buches ist:' LiederkBücfalein, Darinn 'begriffdtf 
sbid Zwei huadert und seehtzig . Allerhand schöner welfeKchef! 
Lieder^ AH^ juogen. Gesellen und ' züehtigoi Jungfrawen zum 
newen Jahr, in Druck T.erfertiget. Auffs newe gemebret mSl 
fiel schönen Liedern, -die in andern zuvor aussgegangene» 
DradMO nicht gefunden .werden. M. D. LXXXII. • :w'. 

[602.] :€iwBi1iridi^. — *A DescHpUve: CsUnlogmwf 
the Manuscripts and Scaree Books in the Library of Saint J^hl^s 
College^ Ckmbridgty by M, Cowie* : Port L'fCamitidge Antiq.S§^ 
äet^M PtMciOians. No. J^yCambrid^ 16^4. : i^ 



HO NaebtrSg«. 

[603.] W^em^. — * Catfdogue üf ihe 
Saint Catkarines HaH, Cambridgej a, d. 1475, by G^ E. Corffm 
(Cambridge Aiüiq, Society'g PubHcaHont, N9. l.) Cawibridge. 
1840. 4. Vgl 1841. No. 95. 

[604.] Ij^ndLon^ — ^CatiUogMoftkeLibraTy in tht Royal 
Atademy^ London, London, 1841. 4. 

[605.] BesffL r- ^ Catabgue of The Library tf tke 
Aikenaeum, London, printed for tke membm. 1845. 8. 536 SS^ 
excl. Titdu. Inhalt. 

Eoth., alphabetisch geordoet: Books; Atlases, Charts and 
Maps; Porlraits and £ngraviog8 ; Tracts; Maps in theMornkig 
Boom. In Betreff der Literatur für Bibliotbekenkande bietet 
der Artikel : Catalogues of Libraries and Manuscripts, pp. 56-«^ 
58. 343 , und über Privatbibliotheken : Catalogues of Poblie 
Sales, pp. 58 — 60, manches Brauchbare. — Die Bibliothek, <fie 
reichste unter den Sammlungen aller Londner Clubs, hat jahiv 
lieh 500 Pf., also etwa 3300 Thlr., zum Ankaufe von Büchern 
zu verwenden. Im März 1845 zählte sie 21,300 Bde (MorgeaM* 
1846. No.29. p. 115 b.) \ 

[606.] Besgl. — * Catalogue ofthe Library oftke Oxfiai 
and Cambridge University Club. London, 1840. 8. 

[607.] Besgl« — * Catalogue of the Library of the UniM 
Service Institution, London, (Privately printed.) 1842. 8. : 1 

[608.] Bm^I« — I>a« Decemberheft des ''Quarterly 
Review 1845 giebt ein Verzeichniss der in dem britischen Mv» 
•etim enthaltenen syrischen Handschriften, deren grössten IMI 
der Archidiakonus Henry Tattam aus Aegypten (1838 u. 1831) 
nach £ngland mitgebracht hat« IMese stammen aus den Kid» 
Stern der nitrischen Wüste, namentlich aus den Klöstern der 
S. Maria Deipara und des h. Macarius. Diejenigen , wddbt 
Tattam erworben bat, bestehen aus 317 Bden, davon 247 anf 
Perg., 70aufPap.^ und, eine einzige ausgenommen, alle ay- 
risch sind. Die älteste ist vom J. 411, die jüngste vom J. 1393» 
Darunter befindet sich eine Zuschrift des Melito von Sardeä all 
Marcos Antoninus (die mit den Angaben bei Eosebius nieUt 
stimmt), der vollständige Dialog über das Fatum von Barde-« 
sanes, von welchem bis jetzt nur das Fragment bei Eusdiina 
(Praep. evang. VI.) bekannt gewesen ist, das vollständige Wetk 
des Titas von Bostra gegen die Manichäer, mehre Briele iom 
Athanasius. Von diesen Handschriften sind bis jetzt nnr-laU 
gende durch den Druck veröffentlicbt worden: Ueberdie Er- 
scheinung des Herrn von Eusebius von Cäsarea, durch Dr.iLeia 
in Cambridge, eine Ueherdetzüng der drei Briefe des IgnaÜ«ü 
an Polycarp, die Ej^heser und die Römern nebtt FragmeBltiil 



Machträge. 161 

aus ignatianischen Briefen, durch. Will, Curetoo. Reiche Schätze 
warten hier noch ihrer Benutzung. — Im Quart. Be?iew sind 
zugleich bei dieser Gelegenheit einige Notizen über die Ge- 
schichte des Marienklosters im Nitriathaie und dessen Bücher- 
Sammlung mitgetbeilt. (Neue Jen. allg. Lit. Ztg. 1846. No. 70. 
p. 278 b. Ausland. 1846. No. 38. p. 149.) * 

[609.] iilouai. — '*' Notice de ManuscriU concemant la 
Ugiüation du Moyen dge^ par Nie, TailUary consdÜer ^ä la cour 
royale de Douai. Douai, d'Aubers. 1845. 8. V u, 136 SS. 

[610.} Paris* — In Betreff des in der königl. Bibliothek 
aufgestellten Saales der Ahnherren von Thoutmes, dessen oben 
No. 246 gedacht worden, ist nachträglich noch zu erwähnen, 
das» die Sammlung in Allem aus 60 Statuen von natürlicher 
Grösse und einem 3 Metr.^ langen Papyrus besteht. Ein franz. 
Beisender hatte im J. 1842 die glückliche Idee gehabt^ die Pa- 
riser Sammlung mit diesem prächtigen und kostbarsten Denk, 
male des aegypt. Alterthums, dessen Alter auf vierthalbtausend 
Jahre hinaufreicht, zu bereichern. (Ausland 1846. No. 19, 
P- 75.) , 

[611.] Upsala* — Dr. C. J. Tornberg ist mit der Ab- 
fassung eines Cataloges der orientalischen Handschriften in der 
Universitätsbibliothek, deren Zahl sich auf 600 Nummern^ be- 
läuft, beauftragt worden. (Hall. allg. Lit. Ztg. 1845. Intelligefizhl. 
No.84. p. 686.) 

[612.] Hefiis^« — *Konung Gustaf JLILefterlemnade och 
femtio är efter hans död bppnade papper. Oversiicty utdrag och 
jemförelse af M. G, Geijer. DeeL IIL Afd, 2. Upsalay Wahl- 
ström. 1845. 8. 209 SS. (Pr. 1 Rdr. 12 sL) Vgl. oben No. 279. 

[613.] Hasel« — '*' Verzeichniss der Bücher im Lehrsaal 
für Arbeiter in Basel. (Auf E. E. Schmiedezunfl.) Mit einem 
Vorworte. Basel, Bohemaier, 1844. 8. XI u. 47 SS. Die Anstalt 
mit Büchersammlung besteht seit 1832. 

[614] Dessl. — Von der Fechter'schen Schrift über die 
auf der Universitätsbibl. befindliche Amerbachische Abschrift des 
Vellejus Paterculus (1844. No. 611.) s. eine Anzeige in d. Ztschr. 
f. d. Alterthumsw. 1846. Hft. 3. No. 35. pp. 279—280. 

" [615.] Sit. OaUen. -— Von Hattemer's Denkmalen des 
Mittelalters od. St. Gallen's altteutschen Sprachschätzen (1844. 
No. 612) ist, ausser der bereits oben No. 1 genannten 4. Lief.^ 
im J. 1844 noch eine 5. Lief, des lll. Bdes, SS. 385—480, er- 
schienen, und es enthält dieselbe die Fortsetzung der Notker'- 
schen Psalmen CV— CXXXIX. Pr. 1 Thlr. 
, [616.] Klemm« — Von Klemm's allg. Culturgeschtchte 
der Menschheit s. die Gubitz'sche Anzeige der ersten 4 Bde. 

Fßtzholdt, Ans. d. Bibl.-Wisiensch. 1845. 11 



16i Nttcbträge. 

hl d. Liter. Blatt, zum GeselUrdfafler. 1816. No. 13. p. 301 — 
aOS. Vgl. oben No. 323. 

[617.] MirAeiui. — Einen Brief des Alb. Miraeat, des 
Moinnten bibl. Schriftstellers und Bibliothekars bei dem Erz- 
hersoge ^Ibert von Oesterreicb^ an die Bolhindisten gerichtet, 
8. im Bullet du Biblioph. Beige. No. 2. pp. 155 — 156. 

[618.] Heroovere de Roosemenreb, Ii*» ancien 
conseiller h la cour d'appel de Bnixeües. — Auct. 15 f.JDecbr. 
1845 in Briissel. 

^CattHogue de livres ete,y composi partiadi^ement d'ovvrages 
kinddiquet, tant imprimit que manutcriti. BruxdU*^ WmAers. 
1845. 8. IV, 182 w. 5 SS. 

[619.] ÜielioldL. — Ueber den von Ph. Fr. ¥. SieboM 
nnd J. Hoffmann hcransgegebenen * Catalogus libror. et manii- 
scriptor. Japontcor. a Ph. Fr. de Siebold collector. etc., dessen 
oben schon No. 256 gedacht worden ist, s. die aHsföhrliche 
Itthaltsanzeige von Brockhaus im Lpz. Re|)ertor. 1846. Hft 10. 
pp. 372 — 376. Da der Catalog selbst nur in die Hände wem- 
ger Gelehrten kommen dürfte, so scheint es nicht unangenes* 
«es, hier nachträglich aus der Brockh.*scben Anzeige über die 
Siebold'sche Sammlung einige MittheHungeii folgen zu lassen. 
— Diese Sammlung, die der Besitzer während seines sieben- 
jährigen Aufenthalts (1823 — 1830) in Japan mit grossen Konten 
und nicht ohne persönliche Gefahr zusammengebracht hat, be- 
steht aus 525 Werken in etwa 1400 Bden, und um^Mst wohl 
so ziemlich alle Fächer, in denen die Japaner literarisch thitig 
gewesen sin<l. Wie umfangreich und wichtig aber die ütera- 
tnr der Japaner ist, wird sich am besten aus dem nachstehen- 
den Inhaltsverzeichnisse des Kataloges der S.'schen Sammlung 
beartheilen lassen. Die Zahl der Werke, die in jedem Fache 
▼orhanden sind, hat Brockhaus genau angegeben, und einige 
der wichtigsten Werke namentlich henrorgehoben. Die Japtt^- 
BiBchen Titel (die im Kataloge auf 16 lithogr. Tafeln in den 
Originalcbarakteren abgebildet worden) sind meist weggelassen 
und durch lateinische ersetzt. Sectio 1. Libri encyclopaedid 
] — 12. (No. 1. Japnnensium et Sinarnm tria principia, coelam, 
terra, homo, adumbrata. 1714. 105 Bde. 8. Dann noch mehre 
fir die Jugend bestimmte encyclopäd. Werke. No. 11. Libro- 
ram sub imperio Mandschuco in Sinis impressorum catalogns. 
1818. 10 Bde. 8.) Sectio II. Libri historici et geographict 13 
— A^i A. Historici. a. Mjthologici. (No. 13. Cannarnm gem- 
mae sive initia annalium, in quibus Deorum, sc. Kami, res ge- 
stae relatae sunt. 1811. 3 Bde. 8.) b. Libri htstorid. (No. 16. 
Conspectns «uccessiomun regni japonid. 1795. 10 Bde. 8. ; No*' 



Nachträge. 16S 

17. Anaales japoDid iade ab anno 661 ri. Chr. usque ad an- 
Olim ^96 p. Chr. 1709. 30 Bde. S.; No. 31. Historia pacis reca- 
peratae s. de rebus hello gestis inde ab anno 1320 usque ad 
annum 1393. 1631« 40 Bde. 8.; No.23. Fei-ke monogatari, bi- 
ftoria fomiliae imperialis Fei-ke. 1710. 12 Bde. 8.) c. Tabolae 
chronologicae. B. Libri historico-geographici. (Darunter sehr 
voluminöse topograph. Beschreibungen fast aller Provinzen des 
Reiches mit histor. Detail^ Abbild, der wichtigsten Baudenk- 
mäler n. s. w.) C. Mappae geograf^kae. a. Geoerales. b. spe- 
ciales. D. libri topographici. a. Topographiam spectantes ur- 
bis Mijako. b. urbis Jedow c. urbis Ohosaka. d. urbis Nagasaki 
Btque locorum aliorum. EL Jürbium regioanraque prospectus. 
F. Itineraria. G. De Coloniis tributariisque populis libri geo- 
graphici et hbtorici. (No. 174. Descriptio triam regaorum, 
sc Jeso, Liokiu atque Corea. 1 Bd. 8.; No. 185. HistoriaeKo- 
reanae Ubri quinqne. Jedo. 1750.) H. Mappae geographicae 
aactorum Europaeorüm Japooice redditae. Sectio IH. Libri 
Pbysici 149 — 293. A. Dbri in historia naturali generales. a. Libri 
Sinici, denuo in Japonia impressi. (No. 194. Historia naturalis^ 
io justiorem ordinem redacta. 1769. 31 Bde. 8. ] No. 196. Vasa 
natarae s. doctrina de medicameutis adhibendb. 1€66. 18 Bde. 
8.) b. Libri Ja|>onicL (No. 207. Rudimenta physices. 1804. 5 
Bde. 8. ; N«. 2oa Operis praecedentiis nomenclatio. 1809. 8 Bde. 
8.; No.215. S|)ecies florum diversae. 1765. 8 Bde. 8.; No. 216. 
De natura herbarum et arborum. 1823. 3 Bde. 8. ; No. 222. De 
crystallis atque rebus in lapidem versis. 1772. 15 Bde. 8. ; No. 
323. Synopsis florae origine Suropeae. 1828. 3 Bde. 8.) B. Libri 
ile historia naturali specialea. a. Monographiae botaoioae ac 
soologicae. (No. 224. Monographia Chrysanthemi indici generis. 
1736. 2 Bde. 8. n. eiae Menge ähnlicher ausf&hrl. Monographien 
iiber einzelne Bhimen- u. Pflanzengeschlechter.) b. Adumbra* 
tiones botanicae msstae. c. Adumbrationes zoologiae mtetae. 
d. Dissertationea miscellaneae. (No. 287 — 88. Acta societatis 
naturae curiosorum, qui in aula Siu-jo-do et Sei-sei-do con- 
venerant ; No. 289. Acta societatis naturae curiosorumy quae in 
nrbe Owari floret) Sectio IV. Libri Grammatici et Lexicogra- 
phi No.294 — 333, A. Dictionaria. a. Sinico-Japonica. (No. 294. 
Collectio characternm» Tse-wei» 9 Bde. a ; No. 295. Doctrina li- 
terarum ideographicarum thesaurus auct Kamada Teisan. 1820. 
1 Bd. a) b. Japooico-Sinica. (No. 301. Thesaurus linguae ja- 
ponicae 1802. 10 Bde. a) c. Synonymanmi. (No. 306. Voca* 
bularium dictionum poeticanutt. 1733. 1 Bd. 11) d. Japooica 
aatiqua. (No. 307. Scala ad linguam antiqaan. 1765. 1 Bd. 
8.) E Libri grammaäd. C. DictiMiaria lapodeo-Bitava M 



164 Nachträgi!. 

Batavo-Japonica. (No. 324, a. ' Nienw vcraameldJapens en 
HoUandflch Woordenboek door den Vorst van het Landschap 
Nakats, Mhiamoto Masataka, gedruckt by zijn dienaar Katja 
Filojosi. 1810. 5 Bde. 4. No. 325, b. Jedo-Halma, dictionarium 
Batavum auct. Halma in Japonicum vermm. Jedo. 20 Bde. 4.) 
D. Vocabularia. a. Linguae Aino. (No. 328. Vocabularinm lin- 
geae Aino. 1804. 1 Bd. 12.) b. Linguae C6raianae. (No. 330. 
Seriptura mille verborum. No. 331. Lui-ho, Yocabularium Si- 
nense in coraianum versnm.) c. Linguae Sanscritae. (No. 334. 
Vocales et consonantes Sanscritae s. aacra Buddhaicorum scrip- 
tlira illustrata. 1789. 1 Bd. a ; No. 335. Vocabula sanscrita ex libris 
beddhaicis collecta.^ d. Linguae Mandschu. Sectio V. Libri 
Theologie! et Morales 337 — 372. A. De cuitu Buddhaico. (No. 
337. Dissertatio in bifarium spirituum cultuni. 1795. 6 Bde. 8.; 
-No. 342. Viginti quatuor loci , qui religionis cansa frequenlari 
solent. 1803. 5 Bde. 4. ; No. 345, b. Eine chinesische (Jeher- 
fetzung des metapbys. Werkes aus dem Sanskrit : Mahä prajnä 
p&ramitä.) B. Libri de cultu Sjuto s. qui literariam Sinensidm 
aectam spectant*, No. 347, b. Eine Ausgabe des cbin. Textes 
der Sse-schu oder die Werke des Confucius und seiner Schuler, 
mit Japan. Interlin. Vers. 1812. 3 Bde. 8.; 350, b. Eine Ansi- 
gabe des dritten dieser Werke, desLiin-yii, mit Coramentaren. 
1822. 24 Bde. 8.) C. Praecepta moralia, hisloriae fictae et 
miscellanea. (No. 351. Liber floris aurei s. vita prindpis Iwagi. 
1806. 12Bde; No. 352. lUustria virginis Kagami facinora. 1803. 
6Bde; No. 357. Septem res secundae et Septem res ädversae. 
1808. 5 Bde. No. 364. Sechsblättriger Windschirm mit neuen 
Figuren aus der flotten Welt, ein zu Jedo